DE29603473U1 - Stufenbohrer - Google Patents

Stufenbohrer

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    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27GACCESSORY MACHINES OR APPARATUS FOR WORKING WOOD OR SIMILAR MATERIALS; TOOLS FOR WORKING WOOD OR SIMILAR MATERIALS; SAFETY DEVICES FOR WOOD WORKING MACHINES OR TOOLS
    • B27G13/00Cutter blocks; Other rotary cutting tools
    • B27G13/002Rotary tools without insertable or exchangeable parts, except the chucking part
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B51/00Tools for drilling machines
    • B23B51/009Stepped drills

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Description

7791/VIIl/
Giess & Quanz GmbH, Ehringhausen 46a-b, D-42859 Remscheid
Stufenbohrer
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stufenbohrer, bestehend aus einem um seine Längsachse rotierend antreibbaren Schneidenteil und einem sich an diesen in axialer Richtung anschließenden Einspannschaft, wobei der Schneidenteil aus mehreren etwa zylindrischen Abschnitten mit unterschiedlichen, von der Bohrerspitze in Richtung des Einspannschaftes über Stufen zunehmenden Durchmessern besteht und eine am Umfang ausgebildete, von einer Bohrerspitze in Richtung des Einspannschaftes verlaufende Span-Nut aufweist.
Ein bekanntes, in der deutschen Gebrauchsmusteranmeldung DE-GM 90 16 504.7 offenbartes Bohrwerkzeug der beschriebenen Art ist zum Aufbohren von Löchern in dünnen Blechmaterialien bestimmt. Die gestufte Ausbildung des Bohrers gestattet es, mit einem einzigen Werkzeug Bohrungen verschiedener Durchmesser in ein Werkstück einzubringen, ohne daß für das Aus- und Einspannen eines neuen Werkzeugs unnötig Zeit aufgewendet werden muß. Dabei kann dadurch, daß der Schneidenteil in mindestens zwei gleichartigen
Span-Nuten identische Markierungen aufweist, die in Rotationsrichtung des Schneidenteils zueinander kongruent sind und sich von der Oberfläche der Span-Nuten kontrastiert abheben, der aktuelle Bohrdurchmesser auch bei Rotation des Bohrwerkzeuges leicht visualisiert werden.
In der Technologie der Fertigungsverfahren besteht seit mehreren Jahren das Bestreben, mehrere unterschiedliche spanende Trennverfahren bei ein und derselben Werkstückaufspannung auszuführen und dadurch den Fertigungsaufwand zu senken. Zu diesem Zweck wurden beispielsweise Fräsvorrichtungen entwickelt, die an eine Werkzeugmaschine, wie an eine Dreh-, Hobel- oder Stoßmaschine, angesetzt werden können. Zur weiteren Senkung des Fertigungsaufwandes wäre es aber erstrebenswert, mehrere unterschiedliche spanende Trennverfahren nicht nur bei ein und derselben Werkstücksondern auch bei ein und derselben Werkzeugaufspannung durchführen zu können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stufenbohrer der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, der sich bei der spanenden Bearbeitung eines aufgespannten Werkstückes durch eine erweiterte Variablität im Einsatzbereich auszeichnet, d.h. mit dem ohne Werkzeugwechsel eine universellere Verwendbarkeit gegeben ist.
Erfindungsgemäß wird dies durch einen Stufenbohrer erreicht, der aus einem um seine Längsachse rotierend antreibbaren Schneidenteil und einem sich an diesen in axialer Richtung anschließenden Einspannschaft besteht, wobei der Schneidenteil aus mehreren etwa zylindrischen Abschnitten mit unterschiedlichen, von der Bohrerspitze in Richtung des Einspannschaftes über Stufen zunehmenden
Durchmessern besteht und mindestens zwei am Umfang ausgebildete, etwa geradlinig von einer Bohrerspitze in Richtung des Einspannschaftes verlaufende Span-Nuten zur Bildung von Schneidkanten aufweist, wobei jeder zylindrische Abschnitt mindestens eine Umfangsrille besitzt und die Höhe eines jeden zylindrischen Abschnitts sich auf einen Betrag beläuft, der größer als die Dicke des zu bearbeitenden Materials ist.
Der erfindungsgemäße Stufenbohrer ist ein mehrschneidiges Zerspanungswerkzeug, mit dem gleichzeitig mit der rotierenden Schnittbewegung sowohl eine geradlinige Vorschubbewegung in Richtung der Längsachse des Werkzeugs als auch Vorschubbewegungen in der Ebene durchgeführt werden können, zu der die Längsachse des Werkzeugs die Flächennormale bildet. Im ersten Fall, dem Bohren bzw. dem Entgraten oder Senken, stehen dabei die Schneiden des erfindungsgemäßen Stufenbohrers stetig im Eingriff mit dem Werkstück, während dies im zweiten Fall, dem Fräsen, nicht gegeben ist. Der erfindungsgemäße Stufenbohrer verfügt über zwei Arten von Hauptschneiden: Bohr-Hauptschneiden, die im wesentlichen schräg zur Umdrehungsachse des Bohrers verlaufen, in den Übergangsbereichen und Fräs-Hauptschneiden, die sich im wesentlichen parallel zur Umdrehungsachse des Bohrers erstrecken, in jedem der etwa zylindrischen Abschnitte. Auf diese Weise ist es möglich, mit ein und demselben Werkzeug entsprechend der vorgesehenen Durchmesserstufung nicht nur Bohrungen eines gewünschten Durchmessers, sondern auch Langlöcher bzw. Schlitzöffnungen von gewünschter Breite und Länge herzustellen. Dadurch, daß die Höhe eines jeden zylindrischen Abschnitts sich auf einen Betrag beläuft, der größer als die Dicke, insbesondere etwa gleich dem Zweifachen der Dicke des zu bearbeitenden Materials ist, ist es
• · • ♦ ·
möglich, gleichzeitig mit einer Vorschubbewegung in der Ebene, zu der die Umdrehungsachse des Bohrers die Flächennormale bildet, eine geradlinige Auf-und-Ab-Vorschubbewegung in Richtung der Umdrehungsachse des Werkzeugs durchzuführen. Der Stufenbohrer führt dabei neben der rotierenden Schnittbewegung eine Bewegung nach der Art einer Bügelsäge oder einer Feile aus, wobei die Umfangsrillen im Bereich der zylindrischen Abschnitte als Spanbrecher wirken.
Dabei sind bevorzugt drei gleichartige Span-Nuten im Winkel von 120° versetzt über den Umfang des erfindungsgemäßen Stufenbohrers verteilt angeordnet, was sich vorteilhaft im Hinblick auf eine hohe SpanungsIeistung auswirkt.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten und, einschließlich ihrer Vorteile, in der nachfolgenden Beschreibung genannt.
In der Zeichnung sind zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Stufenbohrers in vergrößerter Darstellung,
Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Stufenbohrer aus Fig. 1 von der Seite des Einspannschaftes her, vergrößert gegenüber Fig. 1,
Fig. 4 eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Stufenbohrers in vergrößerter Darstellung.
Ein erfindungsgemäßer Stufenbohrer besteht, sowohl in der ersten Ausführung nach Fig. 1 als auch in der zweiten Ausführung nach Fig. 4, aus einem um seine Längsachse 1 rotierend in Richtung des in Fig. 3 eingezeichneten Pfeils 2 antreibbaren Schneidenteil 3 und einem sich an diesen in axialer Richtung anschließenden Einspannschaft 4. Der Einspannschaft 4 kann einen beliebigen, beispielsweise sechseckigen oder kreisförmigen Querschnitt besitzen. Insbesondere ist es günstig, wenn der Einspannschaft 4 einen kreisförmigen Querschnitt mit drei um 120° vesetzten, tangential abgeplatteten Mitnehmerflächen hat. Der Einspannschaft 4 erhält dadurch einen sicheren Sitz im Bohrfutter, vor allem auch dann, wenn der Bohrer neben der Schnittbewegung auch eine Auf-und-Ab-Vorschubbewegung ausführt. Der Schneidenteil 3 weist mehrere etwa zylindrische Abschnitte 5 mit unterschiedlichen, von der Bohrerspitze 6 in Richtung des Einspannschaftes 4 über Stufen zunehmenden Durchmessern auf. Außerdem besitzt der Schneidenteil 3, wie insbesondere in den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, die auch für die zweite Ausführungsform charakteristisch sind, mindestens zwei am Umfang ausgebildete, von der Bohrerspitze 6 geradlinig in Richtung des Einspannschaftes 4 verlaufende Span-Nuten 7. Die Span-Nuten 7 liegen in beiden Ausführungsbeispielen um 180° versetzt am Umfang des erfindungsgemäßen Stufenbohrers und sind vorteilhafterweise gleichartig ausgebildet.
Durch die Span-Nuten 7 werden im Schneidenteil 3 des Stufenbohrers zwei Arten von Schneidkanten 8, 9 gebildet.
-S-
Beide Arten von Schneidkanten 8, 9 stellen Hauptschneiden dar: Die Fräs-Hauptschneiden 8 erstrecken sich im wesentlichen parallel zur Umdrehungsachse 1 des Bohrers, während die Bohr-Hauptschneiden 9 im wesentlichen schräg zur Umdrehungsachse 1 des Bohrers verlaufen. Es können auch mehrere, vorzugsweise drei, gleichartige Span-Nuten 7 im Winkel von 12 0° versetzt über den Umfang verteilt angeordnet sein, wodurch die Schneidkanten 6, 9 jeweils dreifach ausgebildet sind und sich die Schnittleistung des Bohrers erhöht.
Jeder zylindrische Abschnitt 5 besitzt mindestens eine als Spanbrecher wirkende Umfangsrille 10. Die Anzahl dieser Umfangsrillen 10 kann unterschiedlich gewählt werden; die optimale Anzahl der Umfangsrillen 10 im Bereich der zylindrischen Abschnitte 5 liegt aufgrund der bei der Werkstückbearbeitung anfallenden Spanmenge bei zwei bis drei.
Die Höhe 11 eines jeden zylindrischen Abschnitts 5 beläuft sich auf einen Betrag, der größer als die Dicke des zu bearbeitenden Materials ist. Dadurch ist, wie bereits oben erwähnt, beim Fräsen gleichzeitig mit einer Vorschubbewegung in der Ebene, zu der die Umdrehungsachse 1 des Bohrers die Flächennormale bildet, eine geradlinige Aufund-Ab-Vorschubbewegung in Richtung der Umdrehungsachse 1 des Werkzeugs durchführbar, wobei der Stufenbohrer neben der rotierenden Schnittbewegung {im Sinne des Richtungspfeiles 2) eine Bewegung nach der Art einer Bügelsäge oder einer Feile ausführt. Diese Bewegung läßt sich insbesondere dann vorteilhaft ausführen, wenn sich die Höhe 11 eines jeden zylindrischen Abschnitts 5 auf einen Betrag beläuft, der mindestens etwa gleich dem Zweifachen der Dicke des zu bearbeitenden Materials ist. Etwa 80 Prozent aller Ferti-
gungsaufgaben der Metallbearbeitung liegen bei Aufmaßen zwischen 3 und 7 mm; das maximale Aufmaß bei etwa 11 mm. Daraus ergibt sich für die Höhe 11 der zylindrischen Abschnitte 5 ein Vorzugsbereich von ca. 5 bis 15, bzw. 22 mm.
Zur Sicherung eines ausreichenden Freiwinkels cü an den Fräs-Hauptschneiden 8 weist, wie Fig. 3 verdeutlicht, der Stufenbohrer umfangsseitig in jedem zylindrischen Abschnitt 5 einen radialen Hinterschliff 12 im Bereich jeder im wesentlichen zur Längsachse 1 parallelen Schneidkante 8 auf. Dieser Hinterschliff 12 sichert eine gute Schnittwirkung der Fräs-Hauptschneiden 8, auch dann, wenn das Werkzeug nach einer längeren Standzeit aufgrund des Auftretens von Verschleiß eines Nachschliffs bedarf. Um eine ausreichende Wärmeabfuhr beim Fräsen zu gewährleisten und die notwendige
Festigkeit der Schneiden 8 zu gewährleisten, sollte
der mit dem radialen Hinterschliff 12 erzeugte Freiwinkel ex im Bereich von etwa 0,5° bis 5,5° liegen. Ein solcher radialer Hinterschliff 12 wird bei Bohrern im Durchmesserbereich von etwa 4 bis 40 mm dadurch erreicht, daß ausgehend von der Schneidkante 8 über einen Winkel von etwa 20° der Durchmesser um etwa 0,12 bis 0,13 mm reduziert wird.
Der Spanwinkel &ggr; an den im wesentlichen parallel zur Längsachse 1 verlaufenden Schneidkanten 8, also den Fräs-Hauptschneiden, sollte aus den nachgenannten Gründen im Bereich von 30° bis 40°, vorzugsweise von 34° bis 35°, liegen. Durch den Spanwinkel &ggr; wird die Spanbildung, d.h. die Spanart und Spanform in wesentlichem Maß beeinflußt. Die Beherrschung der Spanform ist ein Arbeits-, Unfallschutz- und Transportproblem. Besonders günstig ist das Entstehen von Schrauben- oder Spiralbruchspänen bzw. Spiralspanstücken. Diese gefährden die Arbeitssicherheit
• ·
- 8
nicht, weisen eine hohe Schüttdichte auf und verursachen keine Beschädigungen an Werkzeug oder Werkstück. Auch die bereits beschriebenen Umfangsrillen 10 begünstigen die Ausbildung derartiger Späne.
Zur Ausbildung einer vorteilhaften Geometrie der Bohr-Hauptschneiden 9 weist der erfindungsgemäße Stufenbohrer weiterhin jeweils einen axialen Hinterschliff 13 im Bereich jeder im wesentlichen schräg zur Längsachse 1 verlaufenden Schneidkanten 9 auf. Analog zu den dargestellten Verhältnissen an den Fräs-Hauptschneiden 8 sichert dieser axiale Hinterschliff 13 eine gute Schnittwirkung der Bohr-Hauptschneiden 9, auch im Falle des erfolgten Nachschlexfens des Werkzeugs nach dem Auftreten von Verschleiß. Die durch den axialen Hinterschliff 13 gebildete Kante sollte vorteilhafterweise mindestens in ihrem peripheren Bereich in einem Hinterschliff-Winkel &lgr; von etwa 0,2° bis 1,9° zu einem zur Bohrerlängsachse 1 rechtwinkligen Radialstrahl stehen. Ein solcher axialer Hinterschliff 13 wird bei Bohrern im Durchmesserbereich von etwa 4 bis 40 mm dadurch erreicht, daß ausgehend von der Schneidkante 8 radial bis zur Längsachse 1 des Bohrers in Richtung auf den Einspannschaft 4 hin etwa 0,12 bis 0,13 mm abgetragen werden.
Der Spitzenwinkel &sgr; der Bohrerspitze 6 liegt im dargestellten Ausführungsbeispiel bei 90°. Er wird im wesentlichen durch den Werkstoff des zu bearbeitenden Werkstücks bestimmt. In ähnlicher Weise ist es auch für jede Durchmesserstufe des Schneidenteils 3 sinnvoll, Übergangsbereiche 14 zwischen den zylindrischen Abschnitten 5 vorzusehen, so daß die im wesentlichen schräg zur Längsachse 1 verlaufenden Schneidkanten 9 in diesen Übergangsbereichen im wesentlichen auf einer konusförmigen Mantelfläche liegen.
Auf diese Weise ist es auch möglich, mit dem erfindungsgemäßen Stufenbohrer bereits vorhandene Bohrungen zu senken und/oder Bohrungen bzw. Langlöcher oder bei ausreichender Nuttiefe gegebenenfalls auch Nuten werkstückoberseitig zu entgraten.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Schneidenteil 3, wie in dem zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 dargestellt ist, mindestens einen etwa zylindrischen Abschnitt 15 mit von der Bohrerspitze 6 in Richtung des Einspannschaftes 4 über eine Stufe verringertem Durchmesser und auf der dem Schaft 4 zugewandten Seite einen Übergangsbereich 16 zwischen den zylindrischen Abschnitten 5, 15 mit einer im wesentlichen konusförmigen Mantelfläche aufweist. Im Übergangsbereich 16 nimmt der Durchmesser vom nächstgelegenen zylindrischen Abschnitt 5 in Richtung auf den Einspannschaft 4 hin stetig ab. Dadurch ist es möglich, mit dem erfindungsgemäßen Stufenbohrer in das Werkstück eingebrachte Bohrungen bzw. gefräste Langlöcher auch werkstoffunterseitig zu senken und/oder zu entgraten. Dazu ist eine zur Bohrungsmitte exzentrische Kreisbewegung bzw. eine laterale Vorschubbewegung auszuführen. Besonders bei Handbohrungen ist dies in einfacher Weise möglich.
Es können, wie aus Fig. 4 hervorgeht, mehrere derartige zylindrische Abschnitte 15 mit von der Bohrerspitze 6 in Richtung des Einspannschaftes 4 über eine Stufe verringertem Durchmesser und die entsprechenden Übergangsbereiche 16 zu den zylindrischen Abschnitten 5, mit unterschiedlichen, von der Bohrerspitze 6 in Richtung des Einspannschaftes 4 über Stufen zunehmenden Durchmessern angeordnet sein. Dadurch ist auch das werkstückunterseitige Senken und Entgraten kleinerer Bohrungen oder Langlöcher ermöglicht.
Außerordentlich vorteilhaft ist es dabei, einen zylindrischen Abschnitt 15 mit einem in Richtung auf den Einspannschaft 4 hin gegenüber den anderen zylindrischen Abschnitten 5 verringerten Durchmesser in der Nähe der Bohrerspitze 6 anzuordnen, da bei einer solchen Position der Abmessungsbereich bearbeitbarer Bohrungen und Langlöcher besonders
groß ist.
Ein Bereich 16 mit einer im wesentlichen konusförmigen sich in Richtung auf den Einspannschaft 4 verjüngenden Mantelfläche ist auch in Fig. 1, allerdings ohne den zylindrischen Abschnitt 15, der in diesem Fall nicht funktionsnotwendig ist, unmittelbar am Einspannschaft 4 dargestellt. Da der zylindrische Abschnitt 15 mit dem kleineren Durchmesser fehlt, ist der Bereich 16 hier nicht als Übergangsbereich zu bezeichnen. Dessenungeachtet ist es aber möglich, die größten der mit dem erfindungsgemäßen Stufenbohrer in das Werkstück eingebrachten Bohrungen bzw. gefrästen Langlöcher auch werkstoffunterseitig zu senken und/oder zu entgraten.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele. So ist es beispielsweise auch von Vorteil, ebenfalls für die Bohr-Hauptschneiden 9 im Bereich der zylindrische Abschnitte 15 mit von der Bohrerspitze 6 in Richtung des Einspannschaftes 4 über eine Stufe verringertem Durchmesser jeweils einen axialen Hinterschliff 13 vorzusehen.
Es erscheint zwar nur in einigen Sonderfällen der Werkstückbearbeitung zweckmäßig, aber es ist auch möglich, eine oder mehrere Umfangsrillen 10 und einen radialen Hinterschliff 12 in den zylindrischen Abschnitten 15 mit dem
kleineren Durchmesser vorzusehen. Diese Durchmesser könnten dann Zwischengrößen gegenüber den Durchmessern der zylindrischen Abschnitte 5 mit den stufenartig zunehmenden Durchmessern aufweisen. Ausgehend von einer größeren Bohrung könnte so ein Langloch geringerer Breite auf ein größeres Zwischenmaß gefräst und anschließend auf einfache Weise ober- und unterseitg entgratet werden.
- 12 -
Bezugszeichen
1 Längsachse
2 Rotationsrichtung
3 Schneidenteil
4 Einspannschaft
5 zylindrische Abschnitte von 3, Durchmesser nach 4 hin zunehmend
6 Bohrerspitze
7 Span-Nut
8 Schneidkante längs zu 1, Fräs-Hauptschneide
9 Schneidkante schräg zu 1, Bohr-Hauptschneide
10 Umfangsrille auf 5
11 Höhe von 5
12 radialer Hinterschliff
13 axialer Hinterschliff
14 Ubergangsbereich
15 zylindrischer Abschnitt von 3, Durchmesser nach 4 hin kleiner als bei 5
16 Ubergangsbereich zwischen 5 und
cn Freiwinkel von 8
&ggr; Spanwinkel von 8
&lgr; Hinterschliff-Winkel
&sgr; Spitzenwinkel von

Claims (6)

7791/VIII/ Giess & Ouanz GmbH, Ehrinqhausen 46a-b, D-42859 Remscheid Ansprüche
1. Stufenbohrer, bestehend aus einem um seine Längsachse (1) rotierend antreibbaren Schneidenteil {3) und einem sich an den Schneidenteil (3) in axialer Richtung anschließenden Einspannschaft (4), wobei der Schneidenteil (3) mehrere etwa zylindrische Abschnitte (5) mit unterschiedlichen, von der Bohrerspitze (6) in Richtung des Einspannschaftes (4) über Stufen zunehmenden Durchmessern und mindestens zwei am Umfang ausgebildete, etwa geradlinig von einer Bohrerspitze (6) in Richtung des Einspannschaftes (4) verlaufende Span-Nuten {7) zur Bildung von Schneidkanten {8, 9) aufweist, jeder zylindrische Abschnitt (5) mindestens eine Umfangsrille (10) besitzt und wobei die Höhe (11) eines jeden zylindrischen Abschnitts (5) sich auf einen Betrag beläuft, der größer als die Dicke des zu bearbeitenden Materials ist.
2. Stufenbohrer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder zylindrische Abschnitt (5) mindestens zwei,
vorzugsweise drei Umfangsrillen (10) besitzt.
3. Stufenbohrer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß drei gleichartige Span-Nuten (7) im Winkel von 120° versetzt über den Umfang verteilt angeordnet sind.
4. Stufenbohrer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (11) eines jeden zylindrischen Abschnitts (5) sich auf einen Betrag beläuft, der mindestens etwa gleich dem Zweifachen der Dicke des zu bearbeitenden Materials ist.
5. Stufenbohrer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch einen umfangsseitigen radialen Hinterschliff (12) im Bereich jeder im wesentlichen parallel zur Längsachse (1) verlaufenden Schneidkante (8) eines jeden zylindrischen Abschnitts (5) , wobei der mit dem radialen Hinterschliff (12) erzeugte Freiwinkel (a) vorzugsweise im Bereich von etwa 0,5° bis 5,5° liegt.
6. Stufenbohrer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch einen axialen Hinterschliff (13) im Bereich jeder im wesentlichen schräg zur Längsachse (1) verlaufenden Schneidkante
(9) eines jeden zylindrischen Abschnitts (5), wobei
die durch den axialen Hinterschliff (13) gebildete Kante vorzugsweise mindestens in ihrem peripheren Bereich in einem Hinterschliff-Winkel (&lgr;) von etwa 0,2° bis 1,9° zu einem zur Bohrerlängsachse (1) rechtwinkligen Radialstrahl steht.
Stufenbohrer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Spanwinkel (&ggr;) an den im wesentlichen parallel zur Längsachse (1) verlaufenden Schneidkanten (8) im Bereich von 30° bis 40°, vorzugsweise von 34° bis 35° liegt.
Stufenbohrer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidenteil (3) mindestens einen etwa zylindrischen Abschnitt (15) mit von der Bohrerspitze (6) in Richtung des Einspannschaftes (4) über eine Stufe verringertem Durchmesser und auf der dem Schaft (4) zugewandten Seite einen Übergangsbereich (16) zwischen den zylindrischen Abschnitten (5, 15) mit einer im wesentlichen konusförmigen Mantelfläche aufweist.
Stufenbohrer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die im wesentlichen schräg zur Längsachse (1) verlaufenden Schneidkanten (9) des Schneidenteils (3) in Übergangsbereichen (14, 16) zwischen den zylindrischen
Abschnitten (5, 15) im wesentlichen auf einer konusförmigen Mantelfläche liegen.
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