DE297616C - - Google Patents

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DE297616C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J36/00Parts, details or accessories of cooking-vessels
    • A47J36/32Time-controlled igniting mechanisms or alarm devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Verhüten des Überkochens von Milch und ähnlichen Flüssigkeiten, bei welchen durch das Steigen der kochenden Flüssigkeit eine das Auslöschen der Heizflamme bewirkende Deckelplatte angehoben wird, und
• betrifft eine Vorrichtung dieser Art, bei welcher neben dem Kochtopf eine drehbare, auf einen Flammenlöscher, z. B. einen Gashahn,
ίο eine Abdeckplatte ο. dgl., einwirkende federbelastete Spindel angeordnet ist, welche mit einer durch die Deckelplatte auslösbaren Sperrvorrichtung versehen ist. Es ist dadurch eine in ihrer Konstruktion sehr einfache und in ihrer Wirkung durchaus · zuverlässige Einrichtung geschaffen.
Soll die Erfindung bei Petroleumkochern Verwendung finden, so trifft man vorteilhaft die Anordnung, daß an die Dochtführungen unter Einfluß einer Feder stehende, durch Lenker miteinander gekuppelte Klappen angelenkt werden, die in geöffneter Stellung durch eine Klinke festgehalten werden, welche durch einen am unteren Ende der oben genannten Spindel sitzenden Arm auslösbar ist. Beiliegende Zeichnung stellt die neue Vorrichtung beispielsweise dar, und zwar ist
Fig. ι ein senkrechter Schnitt durch die Vorrichtung,
Fig. 2 eine Oberansicht der Vorrichtung mit ausgeschwenktem Arm und geschlossenem Gashahn,
Fig. 3 eine Seitenansicht des unteren Teiles einer Ausführungsform der Vorrichtung zum Auslöschen von Spiritus- und Petroleumbrennern,
Fig. 4 eine Oberansicht der Fig. 3.
Zunächst möge die Vorrichtung in ihrer Ausführungsform für Gaskocher beschrieben werden.
Am Gasbrenner 1 ist in der üblichen Weise eine Gasleitung 2 mit Hahn 3 und Griff 4 angeordnet. Mittels Schrauben 7 ist ein Bügel 6 abnehmbar mit dem Kochtopf 5 verbunden. Dieser Bügel 6 umschließt den Rand des Topfes 5 und trägt zwei Arme 8 und 9, welche ihrerseits die drehbare Spindel 10 tragen. Die Spindel 10 ist an ihrem unteren Ende mit einem im Querschnitt U-förmig gestalteten Arm Ji versehen, der bei aufgesetztem Topf über den Griff 4 greift.
Eine Schraubenfeder 12 ist auf der Spindel 10 angeordnet, und zwar derart, daß das eine Ende der Feder am Arme 9 und das andere Ende an der Spindel befestigt ist. Das als Vierkant ausgebildete obere Ende der Spindel 10 trägt einen Arm 13, welcher etwa bis zur Mitte des Topfes 5 reicht. In dem Topf 5 befindet sich eine Platte 14 mit nach unten umgebogenen Rändern, welche mittels Haken 15 am Rande des Topfes 5 aufgehängt ist. In der Mitte der Platte 14 ist ein Bügel 16 angeordnet. Der Arm 13 federt in senkrechter Ebene und besitzt an seinem freien Ende einen Schlitz 30 oder eine auf der Unterseite befindliche Höhlung 29, mittels wel-
eher der Arm in der in Fig. ι dargestellten Lage einen Halt an dem Bügel 16 gewinnt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Nachdem der Topf 5 auf den Kocher gesetzt und die zu kochende Flüssigkeit in den Topf gegossen worden ist, wird die Platte 14 in den Topf hineingehängt. Der Arm 13 nimmt während des Einsetzens des Deckels 16 die in Fig. 2 veranschaulichte Lage ein, wobei die Klappe 11 den Griff des geschlossenen Hahnes 3 umfaßt. Der Arm 13 wird nun über den Topf 5 gedreht, wodurch er in die Lage gemäß Fig. 1 gelangt und die Feder 12 spannt.
Bei dem Umlegen wird der Arm 13 durch den am Arm 8 angeordneten schräg abgeschnittenen Stift 17 oder direkt von Hand etwas angehoben; sobald der Arm 13 über den Stift 17 hinweg ist, geht er infolge seiner Federung wieder abwärts und wird infolgedessen hinter dem Stift festgehalten. Das freie Ende des Armes 13 ruht dann mit seinem Schlitz 30 bzw. Aushöhlung 29 auf dem Bügel 16 des Deckels 14.
Sobald die Platte 13 durch die beim Erreichen des Siedepunktes ansteigende Flüssigkeit angehoben wird, wird der Arm 13 über den Stift 17 gehoben und sodann unter dem Einfluß der Feder 12 in die in Fig. 2 veranschaulichte Lage geschwenkt, wobei der Arm 11 den Hahn 3 schließt.
Die Erfindung ist auch anwendbar auf Spiritus- und Petroleumkocher. In den Fig. 3 und 4 ist eine Anordnung dargestellt, welche die Ausbildung der Vorrichtung für diesen Fall erläutert. In der Zeichnung ist ein Kocher mit zwei Brennern dargestellt, doch läßt sich natürlich die Erfindung auch auf Brenner mit einem einzigen oder mehreren Brennern (Dochten) anwenden.
Die Zeichnung zeigt nur den unteren Teil der Vorrichtung; der obere besitzt dieselbe Ausbildung wie bei der Ausführungsform nach Fig. ι und 2, d. h. er umfaßt einen in den Kochtopf einsetzbaren Deckel und einen federnden Arm, der an der Spindel 10 befestigt ist. Das Unterende der Spindel 10 trägt bei dieser Ausführungsform an Stelle des hohlen Armes 11 einen unter rechtem Winkel zu dem federnden Arm 13 angeordneten Arm 27. Dieser Arm 27 befindet sich, solange der federnde Arm 13 die in Fig. 1 dargestellte Lage einnimmt, in der in Fig. 4 gezeigten Stellung.
Seitlich von den Dochtführungen 18 sind Klappen 19 angeordnet, welche derart umgebogen sind, daß der umgebogene Teil der Klappe in aufgeklapptem Zustand kurz über oder unmittelbar auf dem Docht 20 liegt.
Die Klappen 19 sind mittels eines Lenkers 21
gekuppelt, so daß sie sich gleichzeitig drehen müssen.
Es wird dies dadurch erreicht, daß die Klappen 19 drehbar an den Dochtführungen 18 angeordnet werden, während der Lenker 21 drehbar mit dem oberen Ende der Klappen 19 verbunden ist. Es wird, auf diese Weise eine Parallelführung des Lenjcers 21 erzielt. Eine Feder 22 sucht die Klappen im Sinne der in Fig. 3 gezeichneten Pfeile zu drehen. Zum öffnen der Klappen ist ein Griff 23 an dem Lenker 21 angeordnet, der aus dem Kocher herausragt. Ein Anschlag 28 verhindert, daß eine der Klappen sich zu weit abwärts, d. h. weiter als in die Horizontallage bewegt; es muß nämlich dafür gesorgt werden, daß die Drehachsen des Lenkers 21 bei geöffneten Klappen oberhalb der durch das Scharnier der Klappen gelegten Horizontalebene liegen, damit beide Klappen durch die Feder 22 aufwärts getrieben werden. Der Anschlag 28 kann in Wegfall kommen, falls beide Klappen mit einer Feder 22 versehen werden. Zwecks Feststellung der Klappen 19 in geöffnetem Zustande ist eine Klinke 24 drehbar am Deckel 25 des Brennstoffbehälters angeordnet, und zwar derart, daß derselbe nicht nach links, wohl aber nach rechts in der Pfeilrichtung umgelegt, d. h. entgegen dem Druck der Feder 26 bewegt werden kann. Beim Öffnen der Klappen 19 schnappt die Klinke 24 über den Rand der nächstliegenden Klappe und hält dieselbe fest.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende:
Sobald der Deckel 14 steigt und den federnden Arm 13 über den Sperrstift 17 hebt, dreht die Feder 12 die Spindel 10 und damit den Arm 27 in der in Fig. 4 durch den Pfeil angedeuteten Richtung. (Die Spindeldrehung erfolgt hier in anderer Richtung als bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2.) Der Arm 27 dreht die Klinke 24 im Sinne des Pfeiles (Fig. 3), wodurch die Klinke die Klappen 19 freigibt. Diese schwingen unter der Wirkung der Feder 22 aufwärts und decken die Brenner ab.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Verhüten des Überkochens von Milch und ähnlichen Flüssigkeiten, bei welcher durch das Steigen der kochenden Flüssigkeit eine das Auslöschen der Heizflamme bewirkende Deckelplatte angehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Kochtopf (5) eine drehbare, auf einen Flammenlöscher (Gashahn, Abdeckplatte usw.) einwirkende federbelastete, mit einer durch die Deckelplatte
    (i4) auslösbaren Sperrvorrichtung (13, 17) versehene Spindel (10) angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, insbesondere für Petroleumkocher, dadurch gekennzeichnet, daß an die Dochtführungen (18) unter Einfluß einer Feder (22) stehende, durch Lenker (21) miteinander gekuppelte Klappen angelenkt sind, die in geöffneter Stellung durch eine Klinke (24) festgehalten werden, die durch einen am unteren Ende der Spindel (10) sitzenden Arm (27) auslösbar ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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