DE297766C - - Google Patents

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DE297766C
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ray tube
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05GX-RAY TECHNIQUE
    • H05G1/00X-ray apparatus involving X-ray tubes; Circuits therefor
    • H05G1/08Electrical details
    • H05G1/68Circuit arrangements for Lilienfield tubes; Circuit arrangements for gas-filled X-ray tubes

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  • X-Ray Techniques (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 g\ GRUPPE
Einrichtung zur Röntgenstrahlenerzeugung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. August 1916 ab.
Für manche Anwendungen der Röntgenstrahlen, so vor allem in der Krankenbehandlung mittels Röntgenstrahlen, kommt es darauf an, möglichst harte, durchdringungsfähige Röntgenstrahlen zur Verfügung zu haben. Ein Mittel, um harte Röntgenstrahlen zu erzeugen, besteht darin, die Gasverdünnung in der Röntgenröhre weit zu treiben, d. h. eine sogenannte harte Röntgenröhre zu verwenden und hohe
ίο elektrische Spannungen auf die Röntgenröhre wirken zu lassen. Dabei erreicht man jedoch bei den bekannten Röntgenröhren bald eine Grenze der Gasverdünnung, oberhalb deren — wenn nicht die Röntgenröhre durch besondere Hilfsmittel, wie Glühkörper, künstlich wegsam gemacht wird — eine Entladung durch die Röntgenröhre nicht mehr hindurchgeht, sondern die auf die Röntgenröhre wirkende Spannung sich außerhalb der Röntgenröhre, etwa durch
Überschlagen zwischen den beiden Stromzuleitungsstellen der Röntgenröhre, ausgleicht. Obendrein erfolgt dieser Spannungsausgleich vorwiegend längs der Glasoberfläche und führt so leicht zum Durchschlagen der Glaswand der Röntgenröhre.
Ist diese Grenze der Gasverdünnung erreicht, so bringt. somit das Anlegen auch noch so hober elektrischer Spannungen an die Röntgenröhre keinen Nutzen mehr; die Röntgen röhre spricht nicht mehr an, liefert also keine Röntgenstrahlen mehr. Aber auch noch vor dem Erreichen dieser Grenze der Gasverdünnung wird der Betrieb der Röntgenröhre, augenscheinlich durch elektrische Ladungen, welche ihre Teile annehmen, unregelmäßig und unsicher.
Ein Fortschritt wird hier durch die Erfindung herbeigeführt, der gemäß ein mit der Erde verbundener oder sonst auf das Erdpotential oder ein dem Erdpotential nahe liegendes Potential gebrachter Leiter innerhalb der Röhre, aber außerhalb jener Kegelfläche angeordnet ist, welche ihre Spitze im Schnittpunkte der Hauptkathodenstrahlenrichtung mit der Antikathodenfläche, also im sogenannten Brennpunkt der Röntgenröhre, hat und als Öffnungswinkel den größten Winkel aufweist, den die gerade Verbindungslinie vom Brennpunkt zur Hindurchführungsstelle irgendeines mit der Antikathode oder der Anode elektrisch verbundenen Leiters durch die Röhrenwandung mit der Hauptkathodenstrahlenrichtung einschließt.
Zur Veranschaulichung sind zwei Ausführungsbeispiele der Einrichtung in der Zeichnung schematisch dargestellt. In beiden ist α die Röntgenröhre, b ihre Kathode,, c ihre ■ Antikathode. In beiden Fällen ist hier die Röntgenröhre α auch noch mit einer Anode d versehen, e ist der mit der Erde f verbundene Leiter. Dieser befindet sich in beiden Fällen außerhalb der Kegelfläche vom öffnungswinkel α, dessen einer Schenkel die Hauptkathodenstrahlenrichtung ist, während sein anderer Schenkel die Verbindungslinie des Brennpunktes g mit der am weitesten von der Hauptkathodenstrahlenrichtung abliegenden Hindurchführungsstelle h eines mit der Antikathode c oder der Anode d leitend verbundenen Leiters, d. i. im Falle der Fig. 1 der Antikathode c selbst, im Falle der Fig. 2 der Anode d, ist. Fehlt in der Ausführungs-
form nach Fig. 2 die besondere Anode d — die Antikathode c würde dann, wie bekannt, selbst als Anode zu schalten sein —, so verschwindet der Winkel a, die Kegelfläche schrumpft in eine Gerade, die Hauptkathodenstrahlenrichtpng, zusammen. Maßgebend für die Größe des Winkels 0. ist in allen Fällen die Mitte der praktisch ja stets eine endliche Ausdehnung aufweisenden Durchführung.
Wie der Versuch ergibt, ermöglicht es die Erfindung, Röntgenröhren auch noch bei so weitgehender Gasverdünnung, daß sie sonst nur schwer oder überhaupt nicht mehr ansprechen würden, also mit besonders hohen Spannungen zu betreiben und damit besonders harte Röntgenstrahlen zu erzeugen. Der Betrieb erweist sich dabei als sicher und frei von jeder Unregelmäßigkeit, die Durchschlagsgefahr für die Glaswand ist bedeutend vermindert. Auch wenn es sich nicht um die Erzeugung besonders harter Röntgenstrahlen handelt, ist die Anwendung der erläuterten Einrichtung wegen der durch sie bewirkten Vergrößerung der Sicherheit und Regelmäßigkeit des Röntgenröhrenbetriebes vorteilhaft.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung zur Röntgenstrahlenerzeugung, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf das Erdpotential oder ein diesem nahe liegendes Potential gebrachter 'Leiter innerhalb der Röntgenröhre, aber außerhalb einer Kegelfläche angeordnet ist, welche ihre Spitze im Schnittpunkt der Hauptkathodenstrahlenrichtung mit der Antikathodenfläche, also im Brennpunkt der Röntgenröhre, hat und als öffnungswinkel den Winkel aufweist, den die gerade Verbindungslinie des Brennpunktes und der am weitesten von der Hauptkathodenstrah- ' lenrichtung abliegenden Durchführungsstelle irgendeines mit der Antikathode oder der Anode der Röntgenröhre elektrisch verbundenen Leiters mit der Hauptkathoden-Strahlenrichtung einschließt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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