DE29802485U1 - Handwerkszeug zum Bearbeiten von Fugen - Google Patents

Handwerkszeug zum Bearbeiten von Fugen

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Description

98008/St
Gebrauchsmusteranmeldung
Kronen-Hansa-werk GmbH & Co., Gewerbering 17,49393 Lohne
Handwerkszeug zum Bearbeiten von Fugen
Die Erfindung betrifft ein Handwerkszeug zum Bearbeiten von Fugen, insbesondere von elastischen, beispielsweise aus Silikon erstellten Fugen, gemäß des Oberbegriffes des Anspruchs 1.
Es sind für die Erstellung und Bearbeitung von Mauerwerksfugen hinreichend Fugeisen bekannt, mit denen das Fugenmörtelmaterial in die Fugen eingefüllt und abgezogen bzw. glattgestrichen wird, wobei gleichzeitig auch in ästhetischer Hinsicht die gewünschte Fugenform ausgebildet wird.
Ein derartiges Fugeisen ist jedoch unpraktisch oder gar nicht zu verwenden, wenn es um die Erstellung bzw. Bearbeitung von Fugen insbesondere im Innenbereich eines Gebäudes geht, beispielsweise beim Erstellen und Bearbeiten von Fugen zwischen Fliesen, Kacheln, Profilen und dergleichen. Derartige Fugen, insbesondere in Naßräumen, werden häufig mit einem elastischen Fugenmaterial auf Silikonbasis oder einer anderen Kunststoffbasis gefüllt, indem das Fugenmaterial mit einer geeigneten Spritzpistole in gewünschter Breite in die Fuge eingespritzt wird. Die dadurch entstehende Fuge hat jedoch häufig ein zufälliges und unerwünschtes Fugenbild. Leicht ergibt sich eine wellige, erhabene Fuge durch Herausquellen des Fugenmaterials.
Aus dem DE-GM 9413 523 ist bereits ein Handwerkszeug der eingangs genannten Gattung bekannt, mit dem sich auch die vorgenannten Fugen bearbeiten lassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Handwerkszeug der eingangs genannten Gattung aufzuzeigen, mit dem insbesondere auch Fugen der vorgenannten Art gefüllt und insbesondere vielseitiger und handlicher bearbeitet werden können, um auch derartigen Fugen ein gewünschtes Fugenbild zu geben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Handwerkszeug gelöst, das drei unterschiedliche Kreisbogenformen mit unterschiedlichen Krümmungsradien zum kehligen konkaven Glätten bzw. Abziehen von Fugenmaterial aufweist. Bei der Kreisbogenform wird eher an die Kreisbogenform eines Schabers, Spachtels oder Kratzers gedacht, mit dem das überschüssige, hervorquellende Material aus der bereits verfüllten Fuge abgezogen werden kann.
Ein überschüssiges elastisches Fugenmaterial kann mit Hilfe des erfindungsgemäßen Handwerkszeuges insbesondere dann abgezogen werden, wenn das Fugenmaterial mit entspanntem Wasser bestrichen wird und das erfindungsgemäße Handwerkszeug mit seinem Arbeitsbereich ebenfalls in entspanntes Wasser eingetaucht worden ist. Zum Entspannen des wassers kommt beispielsweise ein herkömmliches Geschirrspülmittel in Betracht, insbesondere wenn das erfindungsgemäße Handwerkszeug kratzerförmig oder spachteiförmig ausgebildet ist, kann mit einer gewissen Druckausübung durch Ansetzen der jeweiligen kreisbogenförmigen Kratzkante das Material, welches überflüssig ist, entlang der Fuge abgezogen und abgetragen werden.
Es können insbesondere unterschiedlich breite Fugen bearbeitet und in kehlige Fugenformen verbracht werden. Beispielsweise sind die Fugen zwischen einzelnen Kacheln zumeist schmaler als die Fugen im Eckbereich der Wände oder die Fugen zwischen Bodenfliesen oder beispielsweise die Fugen zwischen Duschtürenprofilen und Badezimmerwänden.
Das erfindungsgemäße Handwerkszeug sieht daher drei Kreisbogenformen mit einem kleineren, mit einem mittleren und einem übergroßen Krümmungsradius vor.
Das erfindungsgemäße Handwerkszeug ist nach einer nächsten Weiterbildung vorzugsweise spatelartig flach ausgebildet, und es kann auch etwa die Materialdicke und Längserstreckung eines aus Arztpraxen bekannten medizinischen Spatels haben.
innerhalb einer solchen flachen Spatelausbildung können drei Kreisbogenformen mit unterschiedlichen Krümmungsradien in besonders günstiger weise dadurch bereitgestellt werden, daß die Kreisbogenformen mit dem kleineren und dem mittleren Krümmungsradius jeweils die Enden der Spatelform bilden, indem die Kreisbogenformen etwa einen winker von 180° durchlaufen. Entsprechend der unterschiedlichen Durchmesser dieser beiden Kreisbogenformen weisen dann die entgegengesetzten Endbereiche der Spatelform eine unterschiedliche Breite bis etwa in den mittleren Bereich der spatelform hinein auf. im mittleren Bereich kann die übergroße Kreisbogenform, vielleicht mit einem Kreisbogen über 60° oder 90° vorgesehen sein, die die Spatelformbreite zu einer Seite hin seitwärts verbreitert.
Schmalere Fugen können mit einem solchen Handwerkszeug sehr präzise bearbeitet werden, wobei der spatel in die Hand genommen wird, indem der mittlere Bereich ergriffen wird, in dem die Finger und der Daumen der Hand der Kreisbogenform mit dem übergroßen Krümmungsradius ausreichenden Halt finden. Während dasjenige Ende der Spatelform mit dem gewünschten Krümmungsradius bis zur Fuge hinabtaucht, kann dieses Ende beispielsweise noch mit dem ausgestreckten Zeigefinger hinterlegt und geführt werden.
Kommt für eine besonders breite Fuge, beispielsweise eine Bodenfuge, die Kreisbogenform mit dem übergroßen Radius zum Einsatz, so kann das erfindungsgemäße Handwerkszeug breitseitig, aber im wesentlichen hochkant mit einer Hand oder auch mit zwei Händen relativ flach entlang der Fuge gezogen werden.
Selbstverständlich sind auch andere Ausbildungsformen des Handwerkszeuges denkbar, beispielsweise eine T-Form oder eine Dreibeinform, bei denen die verschie-
denen Arbeits-Kreisbogenformen an den Enden unterschiedlicher Arme angeordnet sind, die in einer Ebene oder auch im Raum in bestimmten winkeln zueinander ausgerichtet sind.
Das erfindungsgemäße Handwerkszeug ist vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial gefertigt. Mit einer spatelform kann ein solches Handwerkszeug beispielsweise als Spritzgußteil oder als stanzteil ausgebildet sein.
Gerade als Kunststoffteil kann das erfindungsgemäße Handwerkszeug kostengünstig hergestellt werden, so daß es in größere Stückzahl gebündelt vertrieben werden könnte oder sogar auch beispielsweise einer Fugenspritzpistole als Zugabe beigefügt werden könnte. Nicht zuletzt könnte sich ein solchen Handwerkszeug dabei auch als Werbeträger eignen.
Die Ausbildung des erfindungsgemäßen Handwerkszeuges aus Kunststoff hat aber auch den vorteil, daß ein Handwerkszeug mit dem Fugenmaterial in Berührung kommt, das eine ähnlich Konsistenz hat, so daß Oberflächenspannungen in der geschilderten weise abgebaut werden könnten und auch zu scharfe Kanten am werkzeug vermieden werden können, die womöglich das Fugenmaterial verletzen statt nur zu glätten.
Nicht zuletzt liegt ein Kunststoffmaterial leicht in der Hand. Gleichzeitig kann es biegsam sein und ohne zu brechen auch größere Kräfte übertragen, selbst gegenüber aggressiveren stoffen kann es beständig sein.
Ausführungsbeispiele, aus denen sich auch weitere erfinderische Merkmale ergeben, sind in der zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht bzw. eine Kontur eines bevorzugten Ausführungsbeibeispieles
des erfindungsgemäßen Handwerkszeuges und
Fig. 2 bis 5 Einsatzsituationen des Handwerkszeuges gemäß Fig. 1.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäBen Handwerkszeuges ist spateiförmig flach ausgebildet und weist als Arbeitskantenbereiche drei Kreisbogenformen mit unterschiedlichen Krümmungsradien auf. Die Kreisbogenform mit einem kleineren und einem mittleren Krümmungsradius 1, 2, bilden die entsprechend abgerundeten Enden des dargestellten Handwerkszeuges, das in diesen Endabschnitten diejenige Breite aufweist, die dem Durchmesser der jeweiligen Kreisbogenform entspricht, und zwar bis in den mittleren Bereich des Handwerkszeuges hinein.
in dem mittleren Bereich des Handwerkszeuges befindet sich eine Kreisbogenform 3 mit einem übergroßen Krümmungsradius. Durch diese Kreisbogenform 3 wird die spatelform des Handwerkszeuges in der Mitte seitwärts verbreitert.
Der Krümmungsradius der Kreisbogenform 1 kann beispielsweise etwa 5 mm betragen, der Krümmungsradius der Kreisbogenform 2 kann beispielsweise etwa 8 mm betragen und der Krümmungsradius der Kreisbogenform 3 kann beispielsweise etwa 50 bis 60 mm betragen.
Diese drei Kreisbogenformen sind somit geeignet, Fugen unterschiedlicher Breite zu bearbeiten bzw. Fugen gröber oder feiner zu bearbeiten.
Einsatzsituationen des Handwerkszeuges gemäß Fig. 1 zeigen die Figuren 2 bis 5.
Fig. 2 zeigt den Einsatz des Kreisbogens mit mittlerem Krümmungsradius im Bereich einer Fuge zwischen einer Wand und einem Fußboden in dem sich dabei ausbildenden Kantenbereich. Dabei kann beispielsweise, wie gezeigt, das Handwerkszeug hochkantig an der Wand entlanggefahren werden.
Die Fig. 3 zeigt den Einsatz der Kreisbogenform 3 mit übergroßem Krümmungsradius im Bereich einer besonders breiten Bodenfuge zwischen zwei Bodenfliesen oder dergleichen. Dabei wird das Handwerkszeug relativ hochkantig, aber quer über den Boden gezogen.
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Die Fig. 4 zeigt wiederum einen Einsatz des Handwerkszeuges im Bereich einer Fuge zwischen Fußboden und wandbefliesung in dem entsprechenden Kantenbereich. Diesmal kommt aber für eine relativ schmalere Fuge die Kreisbogenform 1 mit dem kleineren Krümmungsradius zum Einsatz. Dabei kann beispielsweise das Handwerkszeug in 45°-Stellung zur wand und zum Boden fingerartig entlang der Fuge gezogen werden.
in änlicher Weise kann das Handwerkszeug auch in einer Eckfuge zwischen zwei wandbefliesungen zum Einsatz kommen, wie die Figur 5 bei Einsatz wiederum der Kreisbogenform 2 mit mittlerem Krümmungsradius zeigt.

Claims (4)

Ansprüche.·
1. Handwerkszeug zum Bearbeiten von Fugen, insbesondere von elastischen, beispielsweise aus Silikon erstellten Fugen, das wenigestjns eine Kreisbogenform zum kehligen bzw. konkaven Glätten bzw. Abziehen von Fugenmaterial aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß es drei Kreisbogenformeh mit einem kleineren, mittleren und übergroßen Krümmungsradius aufweist.
2. Handwerkszeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es spatelartig flach ausgebildet ist.
3. Handwerkszeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreisbogenform mit dem kleineren und mit dem mittleren Krümmungsradius die jeweiligen Enden der spatelform mit einem etwa I80°-Bogen bilden, daß die Spatelformbreite bis zu ihrem mittleren Bereich dem Durchmesser dieses jeweiligen Endkreisbogens entspricht und daß die Kreisbogenform mit dem übergroßen Krümmungsradius die Spatelformbreite in ihrem mittleren Bereich seitwärts vergrößert.
4. Handwerkszeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem Kunststoff ausgebildet ist.
DE29802485U 1998-02-13 1998-02-13 Handwerkszeug zum Bearbeiten von Fugen Expired - Lifetime DE29802485U1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2414763A (en) * 2004-06-05 2005-12-07 Stephen Douglas Crookes Disposable sealant trowel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2414763A (en) * 2004-06-05 2005-12-07 Stephen Douglas Crookes Disposable sealant trowel

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