DE29804328U1 - Vorrichtung zur Aufnahme von Bohrmehl o.dgl., insbesondere zur Montage an einer Bohrmaschine - Google Patents

Vorrichtung zur Aufnahme von Bohrmehl o.dgl., insbesondere zur Montage an einer Bohrmaschine

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    • B23Q11/00Accessories fitted to machine tools for keeping tools or parts of the machine in good working condition or for cooling work; Safety devices specially combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, machine tools
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

Anmelderin:
LEUROP Diamantwerkzeuge GmbH Oberthölau 1
95615 Marktredwitz
Vorrichtung zur Aufnahme von Bohrmehl oder dergleichen, insbesondere zur Montage an einer Bohrmaschine
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme von Bohrmehl oder dergleichen, insbesondere zur Montage an einer Bohrmaschine, gemäß dem Oberbegriff des anspruchs 1.
Zur Verringerung des Freisetzens von Staub- bzw. Bohrmehl beim Bohren von Löchern oder dergleichen werden im Handel aus Gummi bestehende zylindrische Glocken angeboten, die über den Bohrer der Bohrmaschine geschoben werden und von Hand während des Bohrvorganges an die Wand oder Decke zu drücken sind, an welcher eine Bohrung vorzunehmen ist. Obwohl das Material dieser Staubglocken eine gewisse flexible Eigenschaft hat, ist ein dichter Abschluß zwischen Wand und Glocke nicht gewährleistet und das Austreten von Staubmehl kann nicht verhindert werden. Zudem tritt ein Verschleiß in der Abschlußwand der Glocke in
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ISARPATENT®
dem Bereich auf, in welchem der Bohrer durchgeführt wird, so daß ein Austreten von Bohrmehl in dem Durchführungsbereich des Bohrers ebenfalls nicht verhindert werden kann.
Weiterhin ist es bekannt, eine Staubsammelglocke so auszugestalten, daß sie über das Bohrfutter der Bohrmaschine reicht und an ihrem vorderen Ende durch eine Gummidichtung abgeschlossen ist, die am Kopf der Bohrmaschine einen dichten Übergang von der Wand zur Bohrmehlsammelglocke herstellt. Die Glocke ist hierbei an einem Handgriff angebracht, der über das Bohrfutter zu stecken ist. Ein derartiger Aufbau ist aufwendig und teuer.
Weiter ist eine Absaugglocke bekannt, die aus festem Material besteht und eine Absaugöffnung zum Anschluß an einen Staubsauger aufweist. Diese Absaugglocke ist mit einer Wandung versehen, durch welche der Aufnahmeschaft eines Bohrers hindurchreicht bzw. in welcher der Aufnahmeschaft zu lagern ist. Mit einer solchen Absaugglocke ist zumindest bei Beginn der Bohrarbeiten nicht mit einer Abdichtung zwischen Bohrglocke und Wand zu rechnen, insbesondere dann, wenn der Bohrer eine relativ große Länge hat.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die einfach aufgebaut und einfach verwendbar ist und einen dichten Abschluß gegenüber der Wand sowohl bei Verwendung einer Absaugung als auch ohne Absaugung sicherstellt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen .
Die Erfindung schafft eine Vorrichtung zur Aufnahme von Bohrmehl oder dergleichen, die entweder in Verbindung mit einer Absaugglocke oder ohne Absaugglocke direkt an dem Gehäuse der
Bohrmaschine befestigt werden kann und durch eine komprimierbare Manschette, vorzugsweise in Form eines Faltenbalges ausgebildet ist. Eine derartige faltenbalgartige Manschette besitzt einen so hohen Widerstand, daß bereits zu Beginn eines Bohrvorganges die Manschette dichtend an der Wand oder Decke anliegt, in welcher eine Bohrung auszuführen ist und die während des Bohrvorganges soweit zusammendrückbar bzw. komprimierbar ist, daß der Bohrvorgang bis zum Ende durchführbar ist. Gemäß der Erfindung hat die Manschette einen solchen Durchmesser, daß sowohl normale Bohrer, aber auch Bohrkronen aufgenommen werden können, ohne daß die Handhabung der Bohrmaschine in irgendeiner Weise beeinträchtigt wird.
Nachfolgend wird die erfindungsgemäße Vorrichtung anhand der Zeichnung zur Erläuterung weiterer Merkmale beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Verbindung mit einer Staubglocke zur Aufnahme des Staubmehles, und
Figur 2 eine Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Verbindung mit einer normalen Bohrmaschine.
Figur 1 zeigt schematisch eine an einer nicht weiter bezeichneten Bohrmaschine angebrachte Staubglocke 1, gegenüber welcher ein Bohrer 2 gelagert ist, auf welchen eine Bohrkrone 3 aufgesetzt ist. Die Staubglocke 1 hat im wesentlichen zylindrische Gestaltung und kann mit einem Absaugstutzen 4 versehen sein, welcher eine Verbindung zu einem nicht dargestellten Staubsauger oder dergleichen ermöglicht zum Zwecke des Absaugens des Staubes bzw. Bohrmehles.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform eine komprimierbare Manschette 6 aus Gummi oder dergleichen vorgesehen ist, die über die Staubglocke 1 gestülpt und gegebenenfalls mit der Staubglocke 1
durch nicht weiter dargestellte Mittel fest verbunden ist. Demzufolge besitzt die Manschette 6 eine erste vorzugsweise kreisförmige öffnung zum Zwecke des Aufstülpens auf die Staubglocke 1, wobei der Öffnungsquerschnitt etwa dem Außendurchmesser der Staubglocke 1 entspricht. Eine zur öffnung 7 konzentrische weitere öffnung 8 entweder gleichen oder unterschiedlichen Durchmessers befindet sich auf der zur Bohrmaschine abgewandten Seite der Manschette 6 und dient zur Auflage an einer Wand oder Decke, in welcher eine Bohrung vorzunehmen ist. Vorzugsweise ist die öffnung 8 mit einem Verstärkungsring versehen, der mit 9 bezeichnet ist und eine dichte Auflage der Manschette 6 im Bereich der öffnung 8 gegenüber einer Wand oder Decke gewährleistet .
Die Manschette 6 hat vorzugsweise die Form eines Faltenbalges und besitzt eine solche hohe Eigensteifigkeit, daß sie vor Beginn einer Bohrung eine erste, ausgefahrene Gestaltung annimmt und während des Bohrvorganges bis zu einem bestimmten Grad zusammendrückbar, d.h. hinsichtlich ihrer Länge verkürzbar ist. Durch diese der Manschette 6 eigene Eigensteifigkeit wird ein dichter Abschluß zwischen der Manschette 6 einerseits und der zugehörigen Wand oder Decke andererseits während des Bohrvorganges sichergestellt.
Soweit die Manschette 6 in Verbindung mit einer Absaugeinrichtung, beispielsweise einem Staubsauger, verwendet werden soll, ist sie mit Ansaugöffnungen 10, 11 zu versehen, die in Figur 1 angedeutet sind und vorzugsweise möglichst nahe des Verstärkungsringes 9 im Umfang der Manschette 6 ausgebildet sind. Durch die Ausbildung der Ansaugöffnungen 10, 11 wird eine kontinuierliche Absaugströmung durch den Ansaugstutzen 4 sichergestellt und ein sauberes Absaugen des Bohrmehles bzw. Bohrstaubes gewährleistet. Soweit die erfindungsgemäße Vorrichtung mit Staubglocke 1 ohne Absaugeinrichtung bzw. ohne Absaugstutzen 4 verwendet wird, ist sie vorzugsweise ohne Ansaugöffnungen 10, 11 zu verwenden.
Wie sich aus Figur 1 ergibt, hat die Manschette 6 einen Durchmesser solcher Größe, daß der Einsatz einer Bohrkrone 3 möglich ist und die Bohrkrone 3 komplett innerhalb der Manschette 6 zu liegen kommt.
Figur 2 zeigt eine gegenüber Figur 1 abgewandelte Ausführungsform der Vorrichtung in Verbindung mit einer Bohrmaschine ohne Staubglocke 1. Die Manschette 6, vorzugsweise in Form eines Faltenbalges, hat im wesentlichen den Aufbau, wie er vorstehend in Verbindung mit Figur 1 beschrieben wurde, wobei lediglich die mit 7 bezeichnete öffnung nicht auf eine Staubglocke 1 aufgeschoben, sondern über eine Bohrspindel 16 einer Bohrmaschine 15 geschoben ist, wobei das Ende der Manschette 6 durch einen zylindrischen Abschnitt 6a gebildet ist. Das Manschettenende 6a mit einer gegenüber der Öffnung 8 wesentlich kleineren Öffnungsfläche ist in eine entsprechende Ausnehmung oder Rippe eines mit 17 bezeichneten Haltegriffs eingeschoben. Der zylindrische Abschnitt 6a sitzt auf einer Filz- oder Gummidichtung 18, die eine Drehung des Bohraufnahmewerkzeugs 19 gegenüber dem Manschettenabschnitt 6a ermöglicht. Die Dichtung 18 hat vorzugsweise den Sinn, einen Durchtritt von Staub oder Bohrmehl in Richtung auf die Bohrmaschine zu verhindern.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, die Manschette 6 an einem als separates Teil ausgebildetem Halteabschnitt 20 durch einen Schlauchverbinder 21 oder dergleichen zu fixieren, wobei in diesem Fall das Aufnahmeteil 20 aus Kunststoff, Metall oder dergleichen besteht und den zylindrischen Abschnitt 6a aufweist, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Der Abschnitt 6a besteht in diesem Fall aus dem gleichen Material wie das Aufnahmeteil 20, hat jedoch gegenüber dem Aufnahmeteil 20 wesentlich kleineren Durchmesser.
Die Manschette 6 besteht vorzugsweise aus einem vergleichbar steifen Gummi oder Kunststoff oder aus jedem anderen geeigneten Material.
Wie Fig. 2 zeigt, hat die Manschette 6 oder das die Manschette 6 lagernde Aufnahmeteil 20 im Bereich des Abschnitts 6a einen Öffnungsquerschnitt, der kleiner ist als die öffnung 8, wobei der Abschnitt 6a konzentrisch zur öffnung 8 liegt.
Obgleich in Verbindung mit Figur 1 und 2 eine Bohrmaschine mit Bohrkrone und Bohrer dargestellt ist, kann die erfindungsgemäße Manschette auch dann verwendet werden, wenn ohne Bohrkrone, also nur mit Bohrer gebohrt werden soll.
Zur Befestigung der Manschette 6 maschinenseitig oder gegenüber der Staubglocke 1 kann ein Federring 22 oder dergleichen verwendet werden, der einen Innendurchmesser besitzt, welcher in etwa auf den Außendurchmesser der Manschette 6 im Bereich einer axial in Richtung der Bohrmaschine verlaufenden, umlaufenden Schulter 13 auf die Manschettenschulter aufgesetzt wird. Wird eine Manschette 6 verwendet, die eine vergleichbar große Steifigkeit besitzt, kann auf die Verwendung von zusätzlichen Befestigungsmitteln wie eines flexiblen Ringes 16 verzichtet werden.

Claims (9)

  1. WEfSE £ PARTNER
    GbR
    PATENTANWÄLTE
    EUROPEAN PATENT AND TRADEMARK ATTORNEYS
    DR. ERNST STURM (I95i-i98oi DR. HORST REINHARD DIPL-ING. UDO SKUHRA DIPL-ING. REINHARD WEISE DR. WERNER BEHNISCH DIPL-ING. JÜRGEN METZLER* DR. STEPHAN BARTH
    FRIEDRICHSTR. 31 D-80801 MÜNCHEN
    POSTF./P.O.BOX 440151 D-80750 MÜNCHEN
    * MOHRENSTR. 20 D-96450 COBURG
    Ihr Zetchen/your ref, Unser Zeichen/our ref. Datum/date
    P10089 S/sa 11. März 1998
    Anmelderin: LEUROP
    Diamentwerkzeuge GmbH
    Oberthölau 1
    95615 Marktredwitz
    Schutzansprüche
    1. Vorrichtung zur Aufnahme von Bohrmehl oder dergleichen, insbesondere zur Montage an einer Bohrmaschine, bestehend aus einem im wesentlichen zylindrischen Teil aus flexiblem Material,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das zylindrische Teil (6) als komprimierbare Manschette ausgebildet ist, die zwei zueinander konzentrische Öffnungen (7, 8) gleichen oder unterschiedlichen Durchmessers aufweist,
    wobei eine der Öffnungen (7, 8) auf das das Bohrfutter lagernde Gehäuse der Bohrmaschine oder auf eine mit der Bohrmaschine gekuppelte Staubglocke (1) aufgesetzt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Manschette (6) nach Art eines Faltenbalges ausgebildet ist.
    TELEFON: 089/38 16 10 0- TELEFAX : 089/3 40 14 79 E-MAIL: isar-patent@t-online.de
    ISARPATENT®
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Staubglocke (1) mit einer Absaugöffnung (4) versehen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (6) Luftansaugöffnungen (10, 11) aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (6) mit einem versteiften, eine wandseitige Auflagefläche festlegenden Verstärkungsring (9) versehen ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (6) mit einer zur Bohrmaschine weisenden umlaufenden Schulter (13) versehen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (6) auf ein Halteteil (20) aufgesetzt ist, welches an einem Haltegriff (17) oder dergleichen konzentrisch zur Bohrmaschinen-Spindelachse angeordnet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (20) einen Abschnitt (6a) mit verringertem Querschnitt aufweist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Abschnitt (6a) und der Spindelachse bzw. dem Werkstück (19) zur Bohreraufnahme eine Dichtung (18)
    angeordnet ist.
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