DE298154C - - Google Patents

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DE298154C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B17/00Insoles for insertion, e.g. footbeds or inlays, for attachment to the shoe after the upper has been joined

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Es ist bekannt, daß für die Bekleidung des menschlichen Fußes der Strumpf und der Lederstiefel zusammen in ,vielen Fällen nicht genügen, und zwar mit Rücksicht auf die Durchlüftung, Warmhaltung und Schonung des Fußes und mit Rücksicht auf die Schonung des Strumpfes und der Brandsohle des Stiefels.
Diesen Mangel hat man durch Einlegesohlen zu beheben versucht. Zahllos sind die Versuche gewesen, in dieser Richtung etwas Brauchbares zu scharfen, aber die immer wieder auftauchenden neuen Einlegesohlen und das Verschwinden der älteren beweisen am besten, daß alles bisher auf diesem Gebiete Geschaffene nur einzelnen Anforderungen, aber nicht der Gesamtheit derselben entsprochen hat. Zu den eingangs angedeuteten Anforderungen kommen nämlich bei der Einlegesohle noch die gleichzeitig überaus schwer zu erfüllenden Anforderungen hinzu, die in der Steifigkeit und in der Widerstandskraft gegen mechanische und chemische Angriffe bestehen. Vielfach scheinen sich diese verschiedenen Anforderungen gegenseitig auszuschließen, trotzdem ist es nach der Erfindung gelungen, eine Einlegesohle zu finden, die gleichmäßig den gestellten Aufgaben gerecht wird.
Die neue Einlegesohle wird in bekannter Weise aus verschiedenen Stoffen zusammengesetzt. Es werden hierzu jedoch drei bestimmte Stoffe mit verschiedenartigen Eigenschaften verwandt. Der erste Stoff bildet die Einlage der Sohle. Der hierfür geeignetste Stoff ist eine kräftige, möglichst steife Leinwand. Der zweite Stoff, der beiderseits des Einlagestoffes aufgelegt wird, muß die hauptsächliche Eigenschaft der Steifigkeit, der Knickfestigkeit haben. In erster Linie eignen sich hierzu Roßhaarstoffe, die durch ein Verspinnen von Roßhaaren mit Wollfäden erzeugt werden. Der dritte Stoff, der wiederum beiderseits auf die Zwischenstoffe aufgelegt wird, muß ein reiner Wollstoff sein, und zwar mit erheblichen Zugfestigkeitseigenschaften. Hierfür eignen sich am besten Wollstoffe, die aus reinem Kammgarn hergestellt sind. Diese fünf Lagen — der Eirilagestoff, die beiden Zwischenstoffe und die beiden Oberstoffe ■—■ werden in üblicher Weise durch vielfache Steppung miteinander vereinigt. Die Steppungen müssen über die ganze Sohle in der Längsrichtung derselben verlaufen, im Hacken- und Spitzenteil aber außerdem noch in der Querrichtung, so daß insbesondere im Hackenteil ganz kleine (Seitenlänge wenige Millimeter) 'gesteppte Quadrate entstehen.
Die beschriebene Sohle entwickelt folgende Eigenschaften: Sie besitzt zunächst einen großen Widerstand gegen Formänderungen aus ihrer Ebene heraus, d. tu· sie schiebt sich nicht in sich zusammen und schiebt sich nicht hinten zwischen Hacke und Stiefel hinauf — einer der gewöhnlichsten Fehler aller Einlegesohlen. Die Sohle schont ferner den wollenen Strumpf, da ihre Oberfläche selbst von Wollfäden gebildet wird. Der Strumpf hat auch eine sehr gute Anhaftung gegen den Oberstoff, so daß auch bei reichlich großem Stiefel keine Hin- und Herbewegung des Strumpfes gegen die Sohle stattfinden kann. Der Oberstoff hat auch eine gute Anhaftung gegen die Brandsohle des Stiefels, die noch dadurch unterstützt
wird, daß die Sohle sehr leicht genau nach der Stiefelform sich zuschneiden läßt.
Was-die Einwirkung der Sohle auf den Fuß anlangt, so ist dieselbe infolge ihrer erhebliehen Porosität, welche sich aus ,den Eigenschaften der Zwischenstoffe und der Deckstoffe ergibt, imstande, erhebliche Mengen von Feuchtigkeit aufzunehmen und sie dem Strumpfe zu entziehen, ohne sie an die Brandsohle abzu-
10, geben. Je dicker insbesondere die Oberstoffe gewählt werden, um so aufnahmefähiger wird die neue Einlegesohle, so daß sie selbst bei stundenlangem Marsch nicht vollständig durchfeuchtet wird und infolgedessen ihre Aufgabe der Trocken- und Warmhaltung des Fußes weiter erfüllen kann. Durch die Trockenhaltung des Fußes und durch die Verhinderung von Hin- und Herbewegung des Fußes im Stiefel wird die Schonung des Fußes, d. h.
die Hintanhaltung des Wundlaufens erreicht.
Durch den symmetrischen Schichtenaufbau
der Sohle ist es möglich, dieselbe wechselnd zu benutzen, d. h. jede Einzelsohle bald für den rechten, bald für den linken Fuß, wödurch die Umkehrung bewirkt wird. Dieser Wechsel trägt wesentlich dazu bei, daß die Sohle ihre glatte, ebene Gestalt bis zur vollen Ausnutzung beibehält. Diese Ausnutzung der Sohle kann durch den Wechsel auch wesentlich weiter getrieben werden, nämlich bis zur völligen Abnutzung beider Oberstoffe in den am stärksten angegriffenen Teilen des Hackenstückes.
Die beschriebene Sohle kann noch eine weitere Ausbildung dahin erfahren, daß am Fersenteil und am Zehenteil Kappen gebildet werden. Die erstere bezweckt hauptsächlich einen Schutz des Strumpfes und Fußes gegen Reiben, die letztere einen Wärmeschutz des Fußes.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einlegesohle, bestehend aus mehreren Lagen von Stoffen, die durch Steppung miteinander vereinigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer als Einlage dienenden steifen Leinwand beiderseits Roßhaarstoffe aufgelegt und diese dann beiderseits durch Wollstoffe überdeckt sind.
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