DE298325C - - Google Patents
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- DE298325C DE298325C DENDAT298325D DE298325DA DE298325C DE 298325 C DE298325 C DE 298325C DE NDAT298325 D DENDAT298325 D DE NDAT298325D DE 298325D A DE298325D A DE 298325DA DE 298325 C DE298325 C DE 298325C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C17/00—Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
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- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Indicating Or Recording The Presence, Absence, Or Direction Of Movement (AREA)
- Recording Measured Values (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es sind bereits Kursanzeiger bekannt geworden, bei welchen unter der Wirkung des
mittels der Eigenkraft des Fahrzeuges zu überwindenden Widerstandes der Luft, des Wassers
5 o. dgl. ein Flügelrad in Umdrehung versetzt wird, dessen Umdrehungen unter entsprechender
Übersetzung zur Fortbewegung eines Aufzeichnungsstiftes über einer mittels Kompaß
entsprechend eingestellten Landkarte dienen.
ίο Diese Einrichtungen hatten indessen den Übelstand,
daß sie zufolge ihrer verwickelten Bauart leicht versagten und andererseits insofern
zu ungenauen Aufzeichnungen Veranlassung gaben, als sie bei verschiedenen Luftströmungen
oder bei Windstille verschiedenem Druck unterworfen wurden und daher ihren Zeiger
zu keinem gleichmäßigen Fortschritt veranlassen konnten.
Die Erfindung bezweckt eine Vereinfachung der bekannten Kursanzeiger und die Erzielung
genauerer Aufzeichnungen, als sie bisher erreicht werden konnten. Bei einem gemäß
vorliegender Erfindung eingerichteten Kursanzeiger kann die auf das Flügelrad durch
den Winddruck oder den Luftwiderstand auszuübende Kraft derartig geregelt werden, daß
sie jederzeit die gleiche bleibt und die Kursaufzeichnungsvorrichtung
gleichmäßig schnell vorrückt. Dadurch wird es möglich, nach Verlauf einer gewissen Zeit durch Ablesen
des Zeigerstandes über der mit Hilfe eines Kompasses eingestellten Karte genau den zurückgelegten
Weg bzw. den Ort festzustellen, über dem sich das Luftfahrzeug befindet.
Diesem Zweck entsprechend ist das unter der Wirkung des Luftwiderstandes ansprechende
Flügelrad in ein Gehäuse eingebaut, welches in ihrer Durchgangsweite einstellbare Luftdurchlaßöffnungen
besitzt. Die Übersetzung des Antriebes vom Flügelrad auf die Aufzeichnungsvorrichtung
wird durch ein aus mehreren Zahnrädern bestehendes Getriebe bewirkt, dessen letztes Zahnrad in eine kulissen- oder
schieberartig geführte ■ und verschwenkbare Zahnstange eingreift, deren Ende einen auf
einer Landkarte zu bewegenden Aufzeichnungsstift trägt.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsart
dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι die Seitenansicht des Flugbahnzeigers mit weggeschnittener Vorderwand des Gehäuses,
Fig. 2 einen Grundriß nach Fig. 1, bei welchem gleichfalls der obere Teil des Gehäuses
weggelassen ist.
Der Flugbahnanzeiger besteht aus einem Flügelrad a, welches in einem Lagerbock i leicht
drehbar gelagert ist; die Drehung desselben wird durch den durch die Öffnungen b, b des Gehäuses
c hindurchströmenden Luftzug bewirkt. Dieser Luftzug ist durch mehr oder weniger
weit vorzunehmendes Öffnen und Schließen von Klappen k, k regulierbar. Die Lagerung
der Klappen ist derart vorgesehen, daß beide gleichzeitig betätigt werden können. Durch
die Drehung des Flügelrades α wird unter Zwischenschaltung feiner geeigneten Zahnrad-
Übersetzung d eine kulissenartig geführte und verschwenkbare, mit Schreibvorrichtung β versehene
Zahnstange f verschoben, welche in einem Gabellager I aushebbar gelagert ist.
Unter der Schreibvorrichtung befindet sich ein Kompaß g, welcher drehbar ist, um denselben
immer nach Norden einstellen zu können. Auf diesen Kompaß wird eine maßstäblich verkleinerte Bahnkarte aufgespannt, welche
ίο dem Flieger die zurückgelegte und die noch
zurückzulegende Strecke anzeigt.
Die Wirkungsweise des Flugbahnanzeigers ist folgende:
Die Bahnkarte wird auf den Kompaß aufgelegt und die Schreibvorrichtung genau auf
die Bezeichnung des Aufstiegortes der Bahnkarte eingestellt. Nachdem das Luftfahrzeug
die vorgeschriebene oder gewünschte Flughöhe erreicht hat, wird der Kompaß nach Norden
eingestellt und die Klappen des Gehäuses dem zu bewältigenden Luftwiderstand entsprechend
geöffnet, damit die Luft hindurchströmen und der Flugbahnanzeiger in Tätigkeit treten kann,
worauf der gesteuerte Kurs des Luftschiffes vermöge der Schreibvorrichtung selbsttätig auf
dem Papier registriert wird. Die Kurssteuerung des Luftschiffes ist hierbei entsprechend
der vorgeschriebenen Bahn einzuhalten, um das vorgeschriebene Reiseziel zu erreichen.
Anstatt für Luftfahrzeuge ließe sich die Vorrichtung
natürlich auch fär Wasserfahrzeuge u. dgl. verwenden.
In dem Falle, in welchem die Vorrichtung mit dem Winde fliegt, ließe sich die Tätigkeit
derselben in dem vorbeschriebenen Geschwindigkeitsmaß ebenfalls aufrechterhalten,
indem die Ausmündungen der Luftdurchlaßöffnungen derart angeordnet werden, daß immer
noch ein Durchströmen von Luft durch das Gehäuse und damit eine Drehung des
Flügelrades erzielt wird. Die Luft muß also in einen vom entgegengesetzten Winddruck
geschützten Raum geleitet werden, bevor sie ins Freie gelangt.
Claims (2)
1. Kursanzeiger für 'Luft-, Wasserfahrzeuge u. dgl., bei welchem unter der Wir-,
kung des mittels der Eigenkraft des Fahrzeuges zu überwindenden Widerstandes der
Luft ο. dgl. ein Flügelrad in Umdrehung versetzt wird, dessen Umdrehungen unter
entsprechender Übersetzung zur Fortbewegung eines Aufzeichnungsstiftes über einer
entsprechend eingestellten Landkarte dienen, dadurch gekennzeichnet, daß das
Flügelrad (a) in ein Gehäuse (c) eingebaut ist, Welches in ihrer Durchgangsweite mittels
Klappen oder Schieber (k) einstellbare Luftdurchlaßöffnungen (V) besitzt. .
2. Kursanzeiger nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Übersetzung des Antriebes vom Flügelrade (a) auf die Aufzeichnungsvorrichtung
durch ein aus mehreren Zahnrädern bestehendes Getriebe (d)
erfolgt, dessen letztes Zahnrad in eine kulissen- oder schieberartig geführte und
aus ihrem Stützlager (Γ) aushebbare Zahnstange
(/") eingreift, deren Ende den Aufzeichnungsstift (e) trägt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE298325C true DE298325C (de) |
Family
ID=552542
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT298325D Active DE298325C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE298325C (de) |
-
0
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