DE298509C - - Google Patents

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DE298509C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B1/00Explosive charges characterised by form or shape but not dependent on shape of container

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)

Description

Bei den gebräuchlichen Sprengpatronen sind die in ihnen enthaltenen brisanten Bestandteile die Träger der Detonationsfähigkeit. Je nach dem erstrebten Zwecke, d. h. je nach der Wirkungsweise, die man dem Sprengstoffe geben .will, bemißt man ihre Menge. Ist man gezwungen, mit ihr herabzugehen, weil man beispielsweise im weichen Gesteine oder in der Kohle eine mehr schiebende Wirkung und bei
Ίο dieser auch eine gewisse Sicherheit gegen Schlagwetterzündungen haben will, so kommt man leicht an - die Grenze der Detonationsfähigkeit. Die Trennung der brisanten Bestandteile durch die übrigen zum Teil inerten Bestandteile wird zu groß, so daß die durch die Kapsel eingeleitete Detonation nicht mehr fortgepflanzt wird. Zwar kann man noch in manchen Fällen die fehlende Detonationsfähigkeit wieder hervorrufen, indem man z. B. stärkere Sprengkapseln anwendet oder den Patronen einen größeren Durchmesser gibt, mit an deren Worten: indem nian die Schießarbeit verteuert.
Diesen, den gewöhnlichen Patronen , anhaftenden Mängeln soll das. vorliegende Verfahren abhelfen.
Wenn man nämlich die sämtlichen Bestandteile nicht gleichmäßig mischt, sondern aus ihnen Mischungen mit verschiedener Brisanz herstellt, so kann man Patronen anfertigen, die beispielsweise aus einem brisanten Kern bestehen, den als Mantel konzentrisch angeordnete Schichten von geringerer Brisanz um-• geben. .
Ähnliche Anordnungen sind bereits bekannt durch die Patentschriften 37430, 41318 und 54818 der Klasse 78. Die Ähnlichkeit mit der vorliegenden Erfindung ist aber nur äußerlich, in Wahrheit haben' die in den erwähnten Patentschriften beschriebenen Verfahren mit dem vorliegenden nichts gemein.
Vollkommen klar geht dies daraus hervor, daß sie. einen. ganz anderen Zweck verfolgen und daher auch eine ganz andere Wirkung haben. Die Patentschriften 37430 und 54818 behandeln beide Pulver, die zum Treiben von Geschossen dienen; sie bestehen aus Schichten mit zunehmender Verbrennungsgeschwindigkeit; die Entzündung geht von der Schicht mit der geringsten Verbrennungsgeschwindig- , keit aus und wird auf die brisanteren über-. tragen, um den im Geschützrohre sich ausdehnenden Explosionsgasen die nötige Energie zuzuführen, damit das Geschoß bis zur Mündung den für die zu erteilende Geschwindigkeit erforderlichen Druck erhält. , Anders bei dem vorliegenden Verfahren, bei dem die Detonation von der brisantesten Schicht ausgeht und auf die weniger brisanten Mantelschichten sich überträgt. Es ist sogar möglich, solche, Mantelschichten zu verwenden, die für sich selbst keine Sprengstoffe sind, die also mit den stärksten Initiierungen nicht zur Detonation zu bringen sind; mit einem brisanten Kern versehen, ergeben sie noch einen guten und brauchbaren, vollständig detonierenden Sprengstoff. Es ist klar, daß bei Pulvern eine solche Wirkung nicht erzielt werden kann. Denn ist die Schicht des Pulvers, welche zuerst entzündet werden soll, überhaupt nicht entzündungsfähig, so ist jede Verwendungs-
möglichkeit . als Treibmittel' ausgeschlossen. Diese Patentschriften können also dem vorliegenden Verfahren nicht entgegegenstehen.
Ebenso nicht die Patentschrift 41318, die sich nur mit der Herstellung von Hohl-, körpern aller Art und den dazu gebrauchten Werkzeugen befaßt. Auch dies Verfahren erstrebt den gleichen Zweck wie die beiden vorher besprochenen.
Demgegenüber sind die Vorteile, welche man nach dem vorliegenden Verfahren durch die schichtenweise Anordnung bei Sprengkörpern erhält, folgende:
Die Detonationsfähigkeit und -geschwindigkeit der in enger Berührung miteinander stehenden brisanten Bestandteile, die im Patronenkerne vereinigt sind, wird nicht wie bei der gleichmäßigen Mischung gehindert und verlangsamt, sondern bedeutend erhöht; sie
20' wird nicht mehr durch dazwischenliegende ,Teile gedämpft und kann infolgedessen ihre ganze Energie auf den umgebenden Mantel äußern. Die Folge ist die Erreichung einer vollkommen sicheren Detonation
i. bei allen Sprengstoffen,
2. auch bei solchen Sprengstoffen, die gleichmäßig gemischt nicht detonieren oder nur dann, wenn man die Initiierung oder den Durchmesser vergrößert.
Die neue Patronenform bietet daher den gebräuchlichen gegenüber große \ wirtschaftliche Vorteile, indem sie die Schießarbeit verbilligt, zugleich aber den Bergbau vor Jden Nachteilen schützt, die ihm durch. ungenügende Detonationsfähigkeit der Sprengstoffe drohen und ihm schon viele Opfer an Menschenleben auferlegt haben. .

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Sprengpatronen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer oder mehreren Schichten von Sprengstoffmischungen verschiedener "Brisanz bestehen und so angeordnet sind, daß ein brisanter Kern von einer oder mehreren weniger brisanten Schichten umgeben ist, wobei Kern sowohl als auch die Ummantelungen· pulverförmig oder gelatinös sein, oder pulverförmige mit gelatinösen Schichten in beliebiger Reihenfolge abwechseln können.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1087955B (de) * 1955-08-17 1960-08-25 Staatsbedrijf Iaartillerie Inr Verfahren zur Herstellung von schockunempfindlichen Ladungen fuer Brisanzgranaten
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US5320043A (en) * 1990-10-17 1994-06-14 Snpe Inc. Low-vulnerability explosive munitions element including a multicomposition explosive charge, and method for obtaining a blast and/or bubble effect
DE102011118462B4 (de) 2011-11-14 2021-07-22 Maximilian Born Energetische Polymere als reaktive Strukturmaterialien zur Verwendung für Waffensysteme

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