DE298622C - - Google Patents

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DE298622C
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03CMODULATION
    • H03C1/00Amplitude modulation

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  • Transmitters (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 298622 ^ KLASSE 21 a. GRUPPE
Patentiert im Deutschem Reiche vom 19. September 1915 ab.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur drahtlosen Übermittlung von Zeichen, insbesondere der menschlichen Sprache oder anderer Töne, z. B. derjenigen von Musikinstrumenten.
Hierfür ist bekannt, eine Stromquelle, die Hochfrequenzschwingungen erzeugt, mit einer Antenne zu verbinden und die von dieser ausgesandten Wellen ohne Unterbrechung ihrer Kontinuität in Gemäßheit der zu übertragenden Zeichen zu verändern. Hierbei ergibt sich jedoch im praktischen Betrieb die Schwierigkeit, einen geeigneten Apparat zu finden,- um eine genügende Energiemenge zu überwachen und hinreichend große Energieschwankungen in den auszusendenden Wellen zu erzeugen, um die Tonwellen an einem entfernten Ort wiederzugeben. Die den Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung beseitigt diese Schwierigkeit, ermöglicht ferner eine leichte Einstellung und ist einfach und wirksam im Betrieb.
Gemäß der Erfindung wird mit geeigneten Punkten des Antennenkreises ein Energieverbraucher verbunden, welcher aus diesem Stromkreis in Übereinstimmung mit den zu übertragenden Zeichen mehr oder weniger Energie absorbiert. Die hierzu vorzugsweise dienende Vorrichtung eignet sich insbesondere für die Benutzung bei hohen Spannungen und verhältnismäßig kleinen Strömen. Bei einer richtig abgestimmten Antenne besteht bekanntlich zwischen verschiedenen Punkten infolge gewisser Resonanzerscheinungen eine große Spannungsdifferenz. Indem ein Energieverbraucher der bevorzugten Art parallel zum Antennenkreis zwischen zwei Punkte geschaltet wird, zwischen welchen ein großer Spannungsunterschied besteht, und indem ferner der durch diese Vorrichtung absorbierte Energiebetrag verändert wird, ist es möglich, den von der Antenne ausgestrahlten Energiebetrag zu verändern ; denn je größer der erstere Energiebetrag ist, desto kleiner ist der zweite.
Es ist bereits bekannt, für Zwecke der drahtlosen Telephonie ein elektrisches Entladungsgefäß in die Antenne selbst zu schalten und dessen Energieaufnahme in Übereinstimmung mit den zu übertragenden Tonwellen zu verändern. Hierbei tritt jedoch der eingangs erwähnte Nachteil ein, daß der in der Antenne fließende Hochfrequenzstrom infolge des hohen Widerstandes der Entladungsröhre nur außerordentlich klein ist. Bei dem Erfindungsgegenstand kann jedoch der durch die Entladungsröhre fließende Strom klein sein, weil die Beeinflussung der Antennenenergie an einer solchen Stelle der Antenne erfolgt, an welcher die Spannung einen sehr hohen Wert besitzt.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Antenne 1 in der üblichen Weise geerdet und mit einem Hochfrequenzerzeuger 2 unmittelbar verbunden oder durch einen Transformator 3 mehr oder weni-
ger lose gekuppelt. Mit der Antenne ι ist eine Drosselspule 4 in Reihe geschaltet,' die zwecks Abstimmung des Antennenkreises einstellbar sein kann. Die Induktanz dieser Drosselspule muß für die richtige Abstimmung bei kleiner Antenne verhältnismäßig groß sein, woraus sich ein großer Spannungsunterschied zwischen ihren Enden ergibt. Diese Enden sind unmittelbar mit den Anoden 5 eines Elektonenentladungsgefäßes 6 verbunden, während der Mittelpunkt der Drosselspule 4 mit der Kathode 7 des Entladungsgefäßes verbunden ist. Letzteres ist in solch weitem Maße entlüftet, daß auch bei hohen Elektrodenspannungen der Stromfluß zwischen den Elektroden nicht von einer sichtbaren Folgeerscheinung einer ' Gasionisierung begleitet ist. Während der Strom, der durch ein derartiges Gefäß fließen kann, begrenzt ist, ist die praktisch anwendbare Spannung, abgesehen von den Schwierigkeiten der Isolation, unbegrenzt. Die Kathode 7 ist fadenförmig und wird durch den Strom einer Batterie 8 oder anderweitig geheizt. Ein gitterförmiger Leiter 9 umgibt die Kathode.
Wenn bei der beschriebenen Einrichtung der Antenne Energie geliefert wird, so wird den Enden des Relais 6 eine hohe Spannung aufgedrückt. Es fließt daher Strom von der Kathode 7 zu der Anode 5, und zwar während der einen Halbwelle der Stromschwingungen zu der einen Anode, und während der nächsten Halbwelle zur anderen Anode. Es ergibt sich somit eine andauernde Energieverzehrung durch die Vorrichtung. Wenn nun dem Gitter im Verhältnis zur Kathode eine positive Spannung aufgedrückt wird, wird der Stromfluß verstärkt, während er geschwächt wird, wenn dem Gitter eine negative Spannung aufgedrückt wird.
Durch Änderung der Gitterspannung kann, somit die durch das Relais aufgebrauchte Energiemenge und demgemäß auch die von der Antenne ausgestrahlte Energiemenge verändert werden. Wenn gewünscht wird, die menschliehe Sprache oder andere Tonwellen zu übertragen, so ist hierzu nur erforderlich, die Gitterspannung in Übereinstimmung mit den Spannungsschwankungen zu verändern, die durch einen Telephonübertrager 10 erzeugt werden.
Der Übertrager ist in üblicher Weise mit einer Batterie 11 versehen und mit dem Gitter 9 durch einen Transformator 12 verbunden. Ein Ende des Transformators ist nämlich mit dem Gitter durch einen Kompensationswiderstand 13 verbunden, während das andere Ende mit der Kathode verbunden ist. Gewöhnlich ist es zweckmäßig, dem Gitter 9 außer der vom Transformator 12 erzeugten Spannung noch eine weitere Spannung aufzudrücken. Diese wird beispielsweise durch eine mit den Enden des Kompensationswiderstandes 13 verbundene Batterie 14 erzeugt und durch Einstellung des letzteren geregelt. Um den absorbierten Energiebetrag ohne Überhitzung des Relais 6 zu erhöhen, kann es zweckmäßig sein, in Reihe mit den Anoden 5 Widerstände 15 zu schalten.
Von dem dargestellten Ausführungsbeispiel kann in mannigfacher Weise abgewichen werden. Wesentlich ist aber, daß zwischen den gewählten Punkten des Antennenkreises ein hoher Spannungsunterschied besteht. Wenn die Antenne selbst eine so hohe Induktanz besitzt, daß zur Abstimmung nur eine kleine Drosselspule erforderlich ist, dann kann einer der Anschlußpunkte in der Antenne selbst gefunden werden und beispielsweise eine Elektrode des Entladungsgefäßes mit dem äußersten Ende der Antenne verbunden werden. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird ferner während beider Halbwellen Energie absorbiert; praktische Versuche zeigten aber, daß die Sprache auch deutlich übertragen werden kann, wenn nur während der abwechselnden Halbwellen Energie absorbiert wird. Dies kann mit dem dargestellten Apparat einfach in der Weise geschehen, daß die Kathode mit dem einen Ende und beide Anoden parallel geschaltet mit dem anderen Ende der Drosselspule verbunden werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zur drahtlosen Übermittlung von Zeichen, insbesondere Tönen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei Punkte des Antennenkreises von großem Spannungsunterschied, z. B. zwischen die Enden einer im Antennenkreis liegenden, zur Abstimmung dienenden Drosselspule, ein Elektronenentladungsgefäß geschaltet ist, dessen Energieaufnahme in an sich bekannter Weise in Übereinstimmung mit den zu übertragenden Tonwellen verändert wird.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Elektronenentladungsgefäß zwei Anoden besitzt, deren Anschlußpunkte im Antennenkreis zu beiden Seiten des Anschlußpunktes der Kathode liegen, um beide Halbwellen der dem Antennenkreis durch einen Hochfrequenzerzeuger aufgedrückten Spannungen für die Lautübertragung auszunutzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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