DE298826C - - Google Patents

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DE298826C
DE298826C DENDAT298826D DE298826DA DE298826C DE 298826 C DE298826 C DE 298826C DE NDAT298826 D DENDAT298826 D DE NDAT298826D DE 298826D A DE298826D A DE 298826DA DE 298826 C DE298826 C DE 298826C
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DE
Germany
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paper
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sulfur
dyeing
dye
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DENDAT298826D
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21H—PULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H21/00—Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties
    • D21H21/14—Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties characterised by function or properties in or on the paper
    • D21H21/28—Colorants ; Pigments or opacifying agents

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

In die Papierfärberei konnten sich die Schwefelfarben bisher nicht einführen, obschon ■ die Farbstoffe dieser Gruppe vorzügliche Echtheitseigenschaften besitzen und durchweg gangbare Nuancen liefern.. Der Grund hierfür liegt in erster Linie in dem Umstände, daß diese Produkte mit Schwefelnatrium gelöst werden müssen, was besonders bei der Leimung des Papiers störend wirkt. Sodann
ίο ist auch das Ziehvermögen der Schwefelfarben unter den in der Papierfärberei angängigen Bedingungen ■ hinsichtlich Salzzugabe und Färbetemperatur ein so geringes, daß selbst für Papiere, die nicht geleimt zu werden brauchen, sich die Verwendung dieser Farb-. stoffe vom praktischen Standpunkt aus als unwirtschaftlich erwies.
■ Es ist bekannt, daß man mit Schwefelfarben in schwefelnatriumhaltiger Lösung
so wasserecht gefärbte Papierbahnen erhält, wenn man dieselben durch einen Farbtrog leitet,
: der die ι bis 4-prozentige Lösung des Farbstoffes enthält, dann abquetscht und wäscht. Dieses Verfahren kann jedoch für das in der Papierindustrie am meisten in Frage kommende Färben des Papiers, in der Masse nicht in Anwendung gebracht werden, da sich das Schwefelnatrium selbst durch wiederholtes Spülen nicht restlos aus der Masse entfernen läßt und demnach die Leimung schädigt.
Ferner ist es bekannt, Papie'rmasse mit Schwefelfarben in schwefelnatriumhaltiger Flotte im Holländer zu färben und Luft einzuleiten,, wodurch das Schwefelnatrium zu Thiosulfat oxydiert wird. Jedoch bietet die gleichmäßige Durchführung dieser Oxydation grade bei Verarbeitung größerer Massen im Holländer für die Praxis nicht geringe Schwierigkeiten ; vor allen Dingen läßt der gleichmäßige Ausfall der Färbungen leicht zu wünschen übrig, wie ja bekanntlich überhaupt die Luftoxydation beim Färben mit Schwefelfarben in .'allen bisherigen Formen der Ausführung keine zuver-, lässig gleichmäßigen Färbungen liefert.
Es wurde nun gefunden, daß sich alle Schwefelfarben in einfacher Weise zum Färben von pflanzlichen Papierstoffen verschiedenster Art uud Zusammensetzung eignen, wenn man sie durch Verkochen mit Türkischrotöl oder Monopolöl in kolloidale Suspensionen überführt und aus diesen durch Zugabe von geeigneten Mengen von Alkali, Hydrosulfit und Wasser die Leukoverbindung herstellt, welche in dieser Form der Lösung bei allen .Schwefelfarben eine nicht vorauszusehende äußererdentlich starke Affinität zur Papiermasse besitzt, so daß mittels Zugabe geeigneter Reoxydations- und Befestigungsmittel solche Farbstofflösungen schon in der Kälte zum restlosen Aufziehen auf die Papierfaser ·'gebracht werden können, wobei völlig wasserklare Abwässer erhalten werden. Wird hierbei als Reoxydationsmittel Wasserstoffsuperoxyd und als Befestigungsmittel schwefelsaure Tonerde gewählt, so erhält man Färbungen 6g von außerordentlicher Lebhaftigkeit der Nuance, die in dieser Hinsicht sowohl; den · durch ·.·, Färben aus schwefelnatriumhaltigen Bädern
erhaltenen unmittelbaren Färbungen als auch den mit Metallsalzen nachoxydierten Färbungen bedeutend überlegen sind; Weiterhin findet bei Anwesenheit von Türkischrotöl durch Verwendung von schwefelsaurer Tonerde zwecks Fixierung des Farbstoffes eine gleich-
. zeitige Leimung der Masse stait.
Von besonderem Vorteil für die Hervorbringung äußerst lebhafter Farbtöne ist dabei
ίο die unmittelbare Aufeinanderfolge der Verwendung von Wasserstoffsuperoxyd und schwefelsaurer Tonerde, welche die sonst beim Färben von Schwefelfarben notwendige Oxydation der aufgefärbten Leukoverbindung an der Luft oder mittels Metallsalzen in einem zweiten frischen Bade unnötig macht. Als ein weiterer Fortschritt muß der Färbevorgang nach dem neuen Verfahren bezeichnet werden, da mit" Hilfe seiner Anwendung alle Schwefelfarben eine sonst beim Färben von Textilf asern aus schwefelnatriumhaltigen Bädern
' nicht zu erzielende Ausnutzung erfahren, weil sie restlos zum Ausziehen gebracht werden . können, wodurch die Verwendung dieser Farbstoffe in Papierfabriken, deren Herstellung farbiger Papiere von der Abwässerfrage abv hängig ist, ganz besondere Wichtigkeit erlangt.
Von außerordentlichem Vorteil ist auch die den Schwefelfarben in dieser Form der Lösung eigene Fähigkeit, zum Ziehen keine höhere oder gar Kochtemperatur noch Salzzugabe zu benötigen, sondern schon in der Kälte zum klären Ausziehen gebracht werden zu können, wodurch sich die gefärbte Masse dann auch sehr leicht spülen läßt.
Das neue Verfahren liefert hervorragend gut licht-, säure-, wasser-, sprit- und, kalkechte Färbungen, die außerdem mit basischen Farben -sofort im erschöpften Färbebade· beliebig geschönt werden können, wobei /die Licht- und Waschechtheit der basischen Farben gleichzeitig eine erhebliche Verbesserung erfährt.
Mithin eignen sich diese Färbungen sowohl im unmittelbaren wie auch im geleimten Zustande . in ausgezeichneter Weise zu Melier * zwecken, da sie waschecht sind ' und den Grund nichf anfärben.
Die nach dem neuen Verfahren- aus der Gruppe der Schwefelfarben herzustellende Nuancenskala ist außerordentlich umfangreich, da die einzelnen Produkte beliebig miteinander kombiniert werden können. |
Somit bieten alle Schwefelfarben unter Anwendung des neuen Verfahrens wegen ihrer hervorragenden Echtheiten und bequemen ν Färbeweise und gesuchten Farbtöne nicht nur für das Färben von billigen Packpapieren,
Umschlag-, Druck- und Affichenpapieren, sondern auch von Kunstumschlag- und Tapetenpapieren, Nadelpapieren und Velourspapieren und Pappe größtes Interesse.
Weiße und farbige Beimischungen tierischer Natur zu der Masse können durch Zugabe von Harzseife geschützt werden, wodurch sich mittels zweckentsprechender Vereinigung schöne Wirkungen erzielen lassen.
Außer allen "Schwefelfarben, gleich welcher Herkunft, eignen sich auch alle Küpenfarbstoffe einschließlich Indigo nach dem neuen Verfahren für die Herstellung hervorragend echter Färbungen auf Papierstoffen und fertigen Papieren.
75 Beispiele:
Je 100 g Stoff (Zellulose) werden unter Erwärmen und gutem Verrühren in möglichst feine Verteilung gebracht und dann die Farbstofflösung zugeteilt, welche in den folgenden als Beispiel angeführten Fällen wie folgt bereitet wird. Beispiel 1: ■
5 g Thiophor Gelb G werden mit
10 g Monop'olöl oder Türkischrotöl
unter Erwärmen in kolloidale Form gebracht und durch Zugabe von ;-
5 g Soda calc, · und
5 g Hydrosulfit reduziert und mit
500 cbm kochendem Wasser verdünnt.
Diese Lösung wird alsdann langsam der Masse zugeteilt und dieselbe damit etwa x/2 Stunde laufen gelassen. Hierauf werden
25 cbm Wasserstoffsuperoxyd
techn. 3prozentig
langsam der laufenden Masse zugeteilt und damit eine weitere 1Z2 Stunde laufen gelassen. Alsdann wird durch Zugabe von '
50 cbm schwefelsaurer Tonerde 1 :10
innerhalb einer weiteren 1Z2 Stunde der Farbstoff fixiert, wobei gleichzeitige Leimung stattfindet. Zum Schluß wird mit
-25 cbm Sodalösung 1 :10
neutralisiert und alsdann nach Ablässen der Flotte mit frischem Wasser gespült und' die nunmehr ' fertige neutrale Masse in üblicher Weise weit er verarbeitet. . Bei Beispiel 2 und 5 vollzieht sich der Lösungs- und Färbevorgang in genau gleicher Weise wie bei Beispiel 1. Nur werden an Stelle von Thiophor Gelb G als Farbstoffe · .
Thiophor Orange O und
Thiophor Catechu R
in Anwendung gebracht. Bei Beispiel 3 geht
der Lösungsvorgang in genau der gleichen
Weise wie bei Beispiel 1 vor sich, jedoch
wird zur Reoxydation des hier benutzten
Farbstoffes (Thiophor Blau G) eine dem Charakter des Produktes entsprechende etwas höhere Menge von Wasserstoffsuperoxyd techn. 3prozentig benötigt. Leimung und dar auf folgende Neutralisierung geschehen unter Anwendung genau gleicher Mengen von Tonerdesulfat und Soda wie bei Beispiel i. Bei Beispiel 4 werden Lösung und Reduzierung des Farbstoffes (Thiophor Grün G) ' entsprechend ίο der leichteren Löslichkeit des Produktes mit Hilfe geringerer Mengen von Soda wie auch von Hydrosulfit vorgenommen. So gelangen zur Anwendung:
5 g Thiophor Grün G ,
io g Monopolöl öder Türkischrotöl,
ιVa g Soda calc. und
ιVa g Hydrosulfit cone.
Reoxydation und Leimung werden mit den gleichen Mengen Wasserstoffsuperoxyd und schwefelsaurer Tonerde vorgenommen wie bei Beispiel ι und auch die Neutralisierung geschieht wie dort.
Beispiel 6 (Thiophor Schwarz WL extra).
Iii diesem Falle gelangen mit Rücksicht auf die Löslichkeit des Farbstoffes^ folgende Mengenverhältnisse^in Anwendung:
15 g Thiophor Schwarz W L extra 20 g Monopolöl oder Türkischrotöl 71Z2 g Soda calc.
7 V2 g Hydrosulfit .
50 cbm Wasserstoffsuperoxyd techn. 3prozentig 75 cbm schwefelsaure Tonerde 1 :10 25 cbm Soda"i : 10

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Färben von Papierstoffen mit Schwefelfarben (Thiophorfarben), dadurch ^gekennzeichnet/;:'daß^man eine kolloidale Suspension der Schwefelfarben zur ^Herstellung "der alkalischen Hydrosulfit-Leuko verbindung benutzt, welche nach" Zuteilung zur Masse-in fortlaufenden Operationen in ['der Kälte ,[restlos aufgefärbt, reoxydiert und befestigt wird, wo- f bei gleichzeitig^Leimung stattfindet.
DENDAT298826D Active DE298826C (de)

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DE (1) DE298826C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6742844B2 (en) 2001-04-12 2004-06-01 Keiper Gmbh & Co. Kg Subassembly for a vehicle seat, in particular a fitting

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6742844B2 (en) 2001-04-12 2004-06-01 Keiper Gmbh & Co. Kg Subassembly for a vehicle seat, in particular a fitting

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