DE298836C - - Google Patents
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- DE298836C DE298836C DENDAT298836D DE298836DA DE298836C DE 298836 C DE298836 C DE 298836C DE NDAT298836 D DENDAT298836 D DE NDAT298836D DE 298836D A DE298836D A DE 298836DA DE 298836 C DE298836 C DE 298836C
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Description
Die Elektrizitätsmenge (Amperesturiden),
die man einem ■ vollgeladenen elektrischen Sammler entnehmen kann, ist von der Entladungsstromstärke
abhängig, ; Sie ist Um so kleiner, je größer 'diese Stromstärke ist." Es
"ist'aus diesem Grunde nicht möglich, nach
Entnahme einer · bestimmten ' Elektri-zitätsmenge · aus dem ·" anfänglich vollgeladenen
■■■' Sammler, aus dem Werte dieser Elektrizitätsmenge
allein zu. bestimmen, wieviel· der Sammler noch bis zur vollen Entladung wird hergeben können. Für diese Bestimmung
müssen vielmehr die Werte der bisherigen und-der weiterhin auftretenden Entladungs-Stromstärken,
falls sie veränderlich sind, auch ihr 'zeitlicher Verlauf, mit in Rechnung gestellt
werden. ■'■■-■
■■ Gegenstand der Erfindung ist ein voltametrisches
Gerät, dessen von dem- Ent-
ao ladungsstrom des Sammlers in seinem· zeitlichen
Verlauf beeinflußte Angabe zu jeder beliebigen Zeit während der Entladung des Sammlers ein Merkmal sein soll für den Ein-•fluß,
den-der bisherige zeitliche Verlauf · der Entladungsstromstärke auf. die weiterhin zur
Verfügung stehende Restladung des Samm-. lers gehabt hat. Die Angabe dieses Gerätes,
zusammengehalten mit der Angabe eines Gerätes, das die bisher entnommenen Amperestunden
anzeigt, -wird es dann- möglich machen, für·-jede -weiterhin als unveränderlich' in Aussicht genommene Entladungsstromstärke die noch vorhandene Restladung
zu bestimmen., ·
Die Erfindung beruht auf folgender Überlegung: Die Verringerung des Amperestundengehaltes
des Sammlers für hohe Entladungsstromstärke hat ihren Grund darin, daß der Stoffwechsel zwischen der Schwefelsäure
und den Sammlerplatten, der im Innern der Platten naturgemäß schon schwerer
vor sich rgeht wie an der Plättenoberfläche,
bei hoher Entladüngsstromstärke im Innern der Platten gegenüber ihrer Oberfläche
unverhältnismäßig mehr erschwert ist wie bei kleiner Entladungsstromstärke. Bei steigender Entladungsstromstärke verlegt
sich also der Stoffaustausch zwischen Platte
und Schwefelsäure mehr und mehr an die Oberfläche der.Platte, und' das Platteninnere
kömmt dabei mehr und mehr zu kurz. Es hat dies seinen Grund darin, daß infolge der
starken Tätigkeit der Plattenoberfläche der Schwefelsäureschicht an der Oberfläche schon
so viel Stoff entnommen bzw. zugeführt wird, als sie infolge - der Konzentrationsänderungen heranschaffen bzw.: fortschaffen
kann,, so daß nur wenig zur Abgabe an den inneren Teil der Platte übrigbleibt bzw.
nur wenig Vermögen zur Stoffaufnahme, auf dem inneren Teil der Platte. . .
Die Bedingungen, für einen ähnlichen Vorgang werden bei dem Gerät hergestellt, das
den Gegenstand der Erfindung bildet. Eine Elektrode bzw. eine Reihe von Elektroden
gleicher Polarität wird gegen die Elektrode der anderen Polarität so-angeordnet,, daß der
Stoffwechsel zwischen den verschiedenen Teilen der Elektrode bzw. den verschiedenen
Gliedern der Elektrödenreihe einerseits und dem Elektrolyt anderseits in verschiedenem .-Maße,
erschwert ist. Das Verhältnis zwi-
sehen den Stoffmengen, die dabei zwischen den verschiedenen Teilen der Elektrode bzw.
den verschiedenen Gliedern der Elektrodenreihe und dem Elektrolyt ausgetauscht werden,
wird der Messung zugänglich gemacht. Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung.
In Fig. ι ist ι ein Voltametergefäß, 2 ist
die eine* der Elektroden, z. B. die Anode, die
ίο andere, stabförmige Elektrode 3 ist innerhalb
eines Glasrohres 4 angebracht. Dieses Rohr ist an dem einen Ende bei 41 gegen
die Elektrode 2 hin offen; es ist in eine Schelle S gefaßt, die mit einem Zapfen 6 in ,
»5 einem Träger 7 gelagert ist. Der Träger 7
ist an einem Brett 8 befestigt, das auf dem Rande des Voltametergefäßes 1 aufliegt und
noch ein Skalenblatt 9 trägt. Das Rohr 4 mit der Elektrode 3 und der Schelle 5 kann
um den Zapfen 6 in einer zur Zeichnungsebene von Fig. ι parallelen Ebene pendeln;
ein Gewicht 10 an der Schelle 5 weist ihm seine Ruhelage an. Ein an der Schelle 5 befestigter
Zeiger 11 spielt über der Skala 12
as auf dem Skalenblatt 9. Die Elektrode 3 ist
durch eine Leitung 13 mit tder Schelle 5,
weiter durch den Zapfen 6 und den Träger 7 mit ihrer Zuleitung 31 verbunden. Die
Teile 5, 6, 7, 10, 11, 13 muß man sich mit
einem isolierenden Überzug versehen denken. Der Elektrolyt möge z. B." Kupfersulphatlösung
sein. Die Elektroden sollen aus Kupfer bestehen.
Das Gerät wirkt mit der Elektrode 2 als Anode in folgender Weise: Allgemein wird
sich auf den Teilen der Elektrode 3, die tief im Rohre 4 stecken, weniger Kupfer niederschlagen
als auf den Teilen, die der öffnung 41 und somit der Anode 2 näherliegen.
Dies rührt von den verschiedenen Stromdichten her, die ihren Grund in den verschiedenen
Widerständen der elektrischen Strömungsbahnen zwischen der Elektrode 2 und
den Teilen der Elektrode 3 haben. Schickt man einen schwachen Strom durch das Voltameter,
so wird sich aus diesem Grunde langsam ein Übergewicht des freien Endes der Elektrode ergeben, und der Zeiger 11 wird
langsam nach links ausschlagen. Schickt man aber einen starken Strom durch das Voltameter, so wird das Kupfersulphat um
das freie Ende der Elektrode 3 herum an Kupferionen verarmen und darum nicht imstande
sein, an die tiefer im Rohr 4 liegenden Teile der Elektrode 3 im Verhältnis ebenso
viel wie vorher abzugeben. Die Folge ist, daß die Niederschlagung des Kupfers in der
Hauptsache sich nach dem freien Ende seiner Elektrode hinzieht. Hierdurch wird aber
das Anwachsen des Übergewichtes dieses Elektrodenendes und somit das Warfdern des
Zeigers 11 beschleunigt, in stärkerem Verhältnis, als dem Verhältnis der Stromstärken
entspricht.
Für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist ein Wasserstoffvoltameter zugrunde gelegt.
Das Voltametergefäß ist gebildet aus einem Glasballon 14, an d;n ein gerades
Rohr 15 und ein im rechten Winkel gebogenes Rohr 16 angesetzt sind. Das Rohr 15
und der ihm parallele Schenkel des Rohres 16 sind durch eine Anzahl von Meßrohren 17
miteinander verbunden. Unter den Meßrohren ist eine Skala 18 mit Teilstrichen 19
angeordnet. Die Meßrohre 17 sind an ihren oberen erweiterten Enden gegen das Rohr 15
durch die bekannten gitterförmigen Elektroden 20 abgeschlossen. Diese Elektroden sind
durch Leitungen 21 mit einer, gemeinsamen Zuleitung 22 verbunden. Die andere Elektrode
23 ist in dem Ballon 14 angebracht.
Bei diesem Gerät werden die als Meßmarken dienenden Flüssigkeitsspiegel 24 in
den Meßrohren 17 im allgemeinen verschieden schnell sinken wegen der verschiedenen
Stromdichten, die an den Elektroden 20 herrschen. Außerdem wird sich aber diese Verschiedenheit
mit der Stärke des Gesamtstromes ändern, und zwar in dem Sinne, daß
bei großer Stromstärke das Sinken der Meßmarken in den Meßrohren, die dem Glasballon
14 benachbart sind, unverhältnismäßig rascher vor sich geht, wie in den entfernteren
Meßrohren, weil der Elektrolyt in dem anfänglichen Teil des Rohres 15 an Wasser- 9^
stoffionen verarmt und darum nur wenig an die entfernteren Elektroden abgeben kann.
Für die Auswertung der Angaben dieses Gerätes kann man sich auf die (gestrichelt
angegebene") Kurve beziehen, auf der die Schar der Meßmarken 24 liegt. Der Inhalt
der Fläche zwischen dieser Kurve und der v
Nullinie der Skala ist ein Maß für die gesamte, durch das Voltameter gegangene Elektrizitätsmenge, somit also, wenn man sich
das Voltameter in üblicher Weise im Nebenschluß zu einem vom Sammlerstrom durchflossenen
Widerstand gelegt denkt, auch ein Maß für die dem Sammler entnommenen Amperestunden. Der Verlauf der Kurve und ^10
im besonderen der Unterschied zwischen den Angaben des ersten und des letzten Meßrohres
gibt einen Anhalt für den Einfluß des zeitlichen Verlaufes der Entladungsstromstärke.
Ein einfacheres und ebenfalls brauchbares Gerät erhält man aus dem eben Beschriebenen,
λνεηη man alle Meßrohre bis auf das
erste und das letzte entfernt. Tn diesem Falle nimmt man einfach die Differenz der
Angabe der beiden verbleibenden Meßrohre als Anhalt für den Verlauf der Entladungs-
Stromstärke. Die Summe der beiden Angaben ist wieder ein Maß für die entnommene
Amperestundenzahl.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Voltametrischer Ladungsanzeiger für elektrische Sammler, gekennzeichnet durch eine. Elektrode bzw. eine Reihe von Elektroden gleicher Polarität in solcher Anordnung gegen die Elektrode, der anderen Polarität, daß die Heran- oder Wegschäffung des zwischen dem Elektrolyt und der Elektrode bzw. Elektrodenreihe auszutauschenden Stoffes im Elektrolyt für .die verschiedenen Teile der Elektrode, bzw. die verschiedenen Glieder der Elektrodenreihe in verschiedenem Maße erschwert ist, zu dem Zwecke, den der Beobachtung zugänglich gemachten Unterschied der Stoffmengen, die zwischen den einzelnen Teilen der Elektrode bzw. den einzelnen Gliedern der Elektrddenreihe einerseits und dem Elektrolyt anderseits ausgetauscht werden, von der Gesamtstromstärke und der Zeitdauer ihres Be-Stehens abhängig zu machen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE298836C true DE298836C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=553001
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT298836D Expired DE298836C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE298836C (de) |
-
0
- DE DENDAT298836D patent/DE298836C/de not_active Expired
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