DE299541C - Registriervorrichtung für Fahrzeuge oder Maschinen - Google Patents
Registriervorrichtung für Fahrzeuge oder MaschinenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist eine Registrier- und Meßvorrichtung zur Kontrolle der Arbeitsleistung
oder Bewegung einer Maschine, eines Fahrzeuges oder überhaupt eines beliebigen
mechanischen Triebwerkes.
Gegenüber den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird ein wesentlicher Fortschritt
in der Tatsache erblickt, daß mittels eines und desselben Schreibstiftes sämtliche Aufzeichnungen
bewirkt werden, die von Interesse sein können. Diese Aufzeichnungen umfassen die Registrierung des Ruhe- und des Bewegungszustandes
und bei letzterem der Geschwindigkeitsgröße, ferner die Registrierung der besonderen Betriebszustände bei Anwendung
auf Fahrzeuge, also beispielsweise die Angabe der Leer- oder Nutzfahrt, der Tagoder
Nachtfahrt usw., und schließlich die Registrierung sonstiger Vorgänge, wie beispielsweise
des Versuchs unbefugter Einwirkung auf die Angaben der Vorrichtung. Die Möglichkeit,
sämtliche· genannten Registrierungen mittels nur eines Schreibstiftes zu erhalten,
ist dadurch geschaffen, daß dieser einerseits bei Betrieb der Maschine eine Geschwindig- %
keitslinie, z. B. eine Zickzacklinie (im Gegen-' satz zu Ruhelinien, bei welchen der Schreibstift
einen Antrieb von der Maschine nicht erfährt), aufzeichnet und andererseits diese
Geschwindigkeitslinie in verschiedene Zonen einträgt nach Maßgabe der Einstellung eines
Hebels oder einer sonstigen Anzeigevorrichtung, z. B. der Fahne bei Fahrpreisanzeigern.
In dieser Einfachheit bzw. Vollkommenheit ist die Aufgabe bisher nicht gelöst worden.
Bei keiner der bekannten Konstruktionen findet sich schon der Gedanke verwirklicht,
einen einzigen Schreibstift zur Anzeige der Fahrgeschwindigkeit (einschließlich des Ruhezustandes)
und zur Angabe weiterer Vorgänge, die durch Kennlinien in verschiedenen Zonen veranschaulicht werden, zu benutzen. Die
Vorrichtungen, die bisher erdacht worden sind, verzeichnen bei Benutzung eines Schreibstiftes entweder nur die Fahrgeschwindigkeit
durch eine Zickzacklinie (amerikanisches Patent 910630 und englisches Patent 7765/97)
oder nur verschiedene Betriebszustände durch einfache, in verschiedenen Zonen eingetragene
Linien (amerikanisches Patent 953975), oder sie besitzen, wenn beide Arten von Aufzeichnungen
erhalten werden sollen, zwei Registriervorrichtungen (deutsches Patent 74795,
französisches Patent 428449 und österreichisches Patent 8318). Im ersteren Falle fallen
die Vorrichtungen zwar verhältnismässig einfach aus, leisten aber weniger als der Gegenstand
der Erfindung; im letzteren Falle sind die Vorrichtungen aber wesentlich komplizierter
als die neue Vorrichtung und außerdem weniger praktisch, da sie in der Regel
ein Diagramm mit zwei gleichzeitig geltenden Schaulinien aufzeichnen, so daß die Ablesung
der Vorgänge erheblich mehr Mühe verursacht.
Eine Ausnahme bildet in dieser Beziehung allerdings die Vorrichtung nach der österrei-
chischen Patentschrift 8318, weil bei dieser
ebenfalls nur eine Schaulinie erhalten wird; aber die Vorrichtung besitzt nichtsdestoweniger
zwei Schreibstifte, von denen der jeweils in Betracht kommende einzustellen ist, während
dar andere leer mitläuft. Diese Einrichtung hat den Nachteil, daß die Anzahl der verfügbaren
Zonen von der Anzahl der vorgesehenen Schreibstifte abhängig ist; bei mehr als zwei solcher Stifte würden die konstruktiven
Schwierigkeiten in bezug auf Unterbringung der untätigen Schreibstifte bereits
erheblich werden. Vor allen Dingen besteht bei dem aus der österreichischen Patentschrift
8318 bekannt gewordenen Apparat der Nachteil, daß die Umstellung der Zeiger von Hand
vorzunehmen ist, daß sie also nicht selbsttätig bei Einstellung der Anzeigefahne o. dgl.
erfolgt. Man muß also den Kontrollapparat, der am Wagenrahmen angebracht ist, wenn
eine Verschiebung der Diagrammlinie erfolgen soll, jedesmal öffnen, um den Zeiger aus der
ihn festhaltenden Spitze ausheben zu können. Die Notwendigkeit dieser Feststellvorrichtung
macht übrigens die selbsttätige Umschaltung bei Umstellung einer äußeren Anzeigevorrichtung
unmöglich.
Gegenüber dieser Vorrichtung und ' gegenüber allen bekannten Vorrichtungen bietet
die im Erfindungsgegenstand verkörperte Lösung noch den Vorzug, daß der gleiche Registrierschreibstift
unter Vermeidung besonderer Hilfsvorrichtungen zur Anzeige bestimmter
Vorgänge, insbesondere unbefugten öffnens der Vorrichtung, benutzt werden kann. Sicherheitsvorrichtungen
dieser Art bedurften, so wie sie bisher bekannt geworden sind, zu diesem Zweck noch einer besonderen Einrichtung.
Wollte man beispielsweise die Vorrichtung nach der österreichischen Patentschrift
8318 ebenfalls in der Weise ausgestalten, daß sie eine Kennlinie für das Öffnen des Gehäuses
liefert, so könnte dies nur in der Weise erfolgen, daß eine der aus der amerikanischen
Patentschrift 883473 oder britischen Patentschrift 27301/10 bekannt gewordenen Einrichtungen
oder irgendein ähnlicher Mechanismus zugefügt würde; die Zahl der Schreibstifte
würde dann bereits auf drei anwachsen.
Der Gedanke, das Schreibwerk mit dem einstellbaren Hebel oder der Anzeigefahne so
zu verbinden, daß jede Verstellung eine Verlegung der aufgezeichneten Geschwindigkeitslinie ifi eine andere Zone herbeiführt, gestattet
ohne weiteres, eine dieser Zonen zur Einzeichnung einer Kennlinie für unbefugtes öffnen
zu benutzen.
Es galt also ein Getriebe zu finden, welches ermöglicht, daß der Schreibstift einerseits
einen kontinuierlichen Artrieb von der Maschine empfängt und andererseits durch die
Schaltvorrichtung sich in verschiedene Zonen schieben läßt, ohne daß die Bewegungsübertragung
von der Maschine hierdurch beeinträchtigt wird.
Die Erfindung gibt zwei Lösungen dieser > Aufgabe. Die eine beruht auf dem Gedanken,
das gesamte Getriebe, durch welches die hin und her gehende Bewegung des Schreibstiftes
erzeugt wird, auf einer in Führungen verschiebbaren Platte zu lagern, die von der
äußeren Schaltvorrichtung verstellt wird; bei dieser Ausbildung der Vorrichtung wird die
Anordnung des bei stationärer Befestigung der Vorrichtung ohnehin notwendigen biegsamen
Ubertragungsgliedes ausgenutzt, um den kontinuierlichen Antrieb des Schreibwerks
zu ermöglichen. Die andere Lösung beruht auf dem Prinzip, das den Schreibstift tragende
Glied mit einem von der Maschine ständig angetriebenen Glied mittels einer sich gegen
einen verstellbaren Anschlag stützenden und die hin und her gehende Bewegung auffangenden
Feder derart zu kuppeln, daß je nach der Verstellung des Anschlages die beiden Teile in verschiedener Relativlage in Verbindung
bleiben.
Beide Lösungen gestatten natürlich die weitere ^Ausbildung der Vorrichtung in dem
Sinne, daß sie gleichzeitig als Sicherheitsvorrichtung gegen unbefugtes Öffnen dient, indem
eine der Zonen für eine entsprechende Kennlinie benutzt wird.
Der Erfindungsgegenstand ist auf den Zeichnungen in drei Ausführungsformen beispielsweise
veranschaulicht.
Fig. ι ist die Oberansicht der Vorrichtung in einer ersten Ausführungsform, bei welcher
die Schaulinien auf einer Kreisscheibe aufgetragen werden.
Fig. 2 ist ein Teil eines gemäß der Linie 2-2 in Fig. ι geführten Längsschnittes.
Fig. 3 ist ein Querschnitt gemäß der Linie 3-3 in Fig. i. .
Fig. 4 zeigt teils die Ansicht, teils im Schnitt eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung,
bei welcher auf einem täglich zu erneuernden fortlaufenden Bande aufgezeichnet wird.
Fig. 5 veranschaulicht die Abwickelung eines solchen Bandes mit der aufgetragenen Schaulinie.
" ■ .
Fig. 6 zeigt eine Einrichtung zur Auf- und Abwickelung eines für eine größere Anzahl
von Tagen bestimmten Schreibbandes, und Fig. 7 die Abwickelung desselben.
Die weiteren Figuren (8 bis 11) beziehen sich auf eine dritte Ausführungsform der Vorrichtung,
bei welcher das Schreibblatt wieder aus einer Scheibe besteht, jedoch das das Getriebe
enthaltende Gehäuse noch mit einer Sicherheitsvorrichtung gegen unbefugtes öffnen
versehen ist, und zwar zeigt:
Fig. 8 eine Oberansicht des Gehäuses und das Getriebe bei Abnahme des Gehäusedeckels
und der Schreibvorrichtung,
Fig. 9 einen senkrechten Schnitt gemäß der Linie 9-9 in Fig. 8.
Fig. 10 ist eine der Fig. 8 entsprechende
Oberansicht in kleinerem Maßstabe und zeigt das Gehäuse ohne Deckel, jedoch mit der
Tragplatte, dem Schreibblatt und dem Schreibstift, wobei das Gehäuse außerdem mit einer
elastischen Aufhängung versehen ist.
Fig. Ii ist eine Stirnansicht des mit der
Aufhängevorrichtung und dem Deckel versehenen Gehäuses, um die Sicherheitsvorrichtung
gegen unbefugtes Öffnen ersichtlich zu machen.
Bei den beiden erstgenannten Ausführungsformen der Vorrichtung kommen als Hauptbestandteile
folgende drei Teile in Betracht: i. Ein beliebiges Uhrwerk a, dessen eine
Welle h' mit einer Schraube ohne Ende b (Fig. 1) oder einem Zahnrad δ (Fig. 4) versehen
ist und ihre Bewegung mittels des Zahnkranzes d auf eine sich um ihre Achse
drehende und das Schreibblatt tragende Platte c übermittelt. Die Umlaufsgeschwindigkeit dieser
Platte ist durch das Übersetzungsverhältnis bestimmt.
2. Ein Getriebe zum Aufzeichnen der Schaülinien, welches durch die zu kontrollierende
Maschine bzw. das Fahrzeug angetrieben wird, und dessen Zeichenstift f eine geradlinig hin
und her gehende Bewegung empfängt. Der Zeichenstift und seine Antriebsvorrichtung sind
auf einer Gleitplatte befestigt, die parallel mit sich selbst verschiebbar ist, um sie im
gegebenen Augenblick in eine von mehreren verschiedenen Stellungen umschalten zu können.
3. Eine Schreibscheibe g (Fig^ i), die auf
die. erwähnte Drehscheibe c, oder ein Schreibband (Fig. 4, 5, 6), das auf eine Trommel f
aufgelegt wird.
Im Falle der Aufzeichnung der Schaulinien - auf eine Scheibe ist die" Vorrichtung weiterhin
folgendermaßen ausgebildet: '
Die Papierscheibe g (Fig. 1), die in geeigneter Weise gemäß der auszuübenden Kontrolle
eingeteilt und liniiert ist, liegt auf der Platte c und wird durch geeignete Mittel auf
derselben festgehalten. Die Übersetzung der Uhrwerksbewegung auf die Platte ist derart
eingerichtet, daß diese beim Umlauf des Uhrwerkes α innerhalb 24 Stunden eine volle Umdrehung macht. Es ist angenommen, daß
die Scheibe g in 24 Sektoren eingeteilt ist, die den 24 Tagesstunden entsprechen.
Die hin und her gehende Bewegung des Zeichenstiftes/ erfolgt radial zur Scheibe g
und wird beispielsweise durch eine umlaufende Welle i, zweckmäßig eine biegsame Welle, hervorgebracht,
die ihrerseits von der Maschine oder dem· Triebrad des zu kontrollierenden
Fahrzeuges in Bewegung gesetzt wird. Am Ende der Welle i befindet sich eine Schnecke /,
die mit passend gewählter Übersetzung in ein Schneckenrad k eingreift. Das Rad h trägt
einen exzentrischen Zapfen I, der in den quer laufenden Schlitz m einer Gleitplatte μ hineinragt
und auf diese eine hin und her gehende Bewegung überträgt. An der Gleitplatte η ist
eine Blattfeder ζ befestigt, die den Zeichenstift f trägt; sie ist zwischen den beiden Gleitführungen
0 einer Platte p gelagert, die ihrerseits zwischen den beiden Führungsbahnen t
einer festen Platte parallel zur Platte η gleiten
kann.
Die Platte j> ist mit einem vorspringenden
Arm q versehen, der in die schraubenförmige Nut r eines Zylinders s eingreift und sich
längs dessen Achse verschiebt, wenn dieser Zylinder um seine Längsachse gedreht wird.
Die. Papierscheibe g weist drei Zonen oder konzentrische Ringflächen u, ν und ze» auf. Um
den Zeichenstift f in den Bereich der Zone u der Scheibe g überzuführen, muß man den
Zylinder s derart drehen, daß die Nut r den Arm q im Sinne des Pfeiles (Fig. 1) bis an
das Ende seines Hubes bewegt. Um den Stift f in den Bereich der Zonen ν und w zu
bringen, hat man den Zylinder s im entgegen- · gesetzten Sinne zu drehen, derart, daß der
Arm q in der Nut r um den halben oder ganzen Betrag des Verschiebungsweges entgegen
der Pfeilrichtung verstellt wird.
Wenn die Vorrichtung mit einem Band γ zur Aufnahme der Aufzeichnung anstatt mit
einer Scheibe versehen ist (Fig. 4), ist dieses Bandy auf einen Zylinder c' aufgewickelt,
der auf der den Zahnkranz d tragenden und von der Welle h angetriebenen Platte c ruht.
Die bereits oben erläuterte Schreibvorrichtung ist dann parallel zur Achse des Zylinders c'
angeordnet, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist.
Die in Fig. 6 schematisch dargestellte Vorrichtung veranschaulicht den Antrieb eines
fortlaufenden Schreibbandes mittels des Zylinders c', den es teilweise umspannt, und ist
ohne weitere Erläuterung verständlich.
Wenn die Registriervorrichtung mit Scheibe g (Fig. 1) oder Band γ (Fig. 4) an einer Taxameterdroschke
angebracht ist, so geben die Aufzeichnungen auf der Scheibe oder auf dem
Bande die von dem Fahrzeug innerhalb eines bestimmten Zeitraumes geleistete Arbeit an.
Die Scheibe bzw. das Band ist alsdann in 24 Sektoren oder Abschnitte eingeteilt, die
fortlaufend numeriert sind und die 24 Stunden des Tages kennzeichnen, und weiterhin
in drei konzentrische (Fig. 1) bzw. übereinander angeordnete (Fig. 4) Zonen u, v, w, auf
welche das Fahrtenbild des Fahrzeuges selbsttätig aufgetragen wird. In der Zone u wird
die Leistung des Fahrzeuges bei Leergang aufgezeichnet, in der Zone ν die unbeabsichtigten
Aufenthalte (Pannen) und in der Zone w die Fahrtleistungen bei Belastung.
Es ist vorausgesetzt, daß die Welle des drehbaren Zylinders s den Schaft der bei den Taxameterdroschken gebräuchlichen Anzeigefahne trägt; diese Teile sind, als allgemein bekannt, nicht weiter dargestellt worden.
Es ist vorausgesetzt, daß die Welle des drehbaren Zylinders s den Schaft der bei den Taxameterdroschken gebräuchlichen Anzeigefahne trägt; diese Teile sind, als allgemein bekannt, nicht weiter dargestellt worden.
ίο Die Fig. ι veranschaulicht als Beispiel eine
auf der Papierscheibe g aufgezeichnete Kurve, welche dem Gange eines Fahrzeuges von 8V2 Uhr
morgens bis 3V2 Uhr nachmittags entspricht.
Die Betrachtung dieser Aufzeichnung läßt, ohne daß Erläuterungen erforderlich sind, den
Gang des Fahrzeuges unmittelbar erkennen. Folgendes kann bei dem in Rede stehenden
Beispiel abgelesen werden:
Das Fahrzeug setzt sich um 8Y2 Uhr morgens
leer in Bewegung und fährt in' dieser Weise bis zu einem Ort, der dem Punkt A
des Diagramms entspricht. Während dieser Zeit ist die Anzeigefahne der Vorrichtung natürlich
in angehobener Lage.
Bei A nimmt es einen Fahrgast auf. Die Fahne wird nunmehr gesenkt, und die Abwärtsbewegung
derselben bewirkt, daß der Schreibstift von der Zone u in die Zone w ■ (Linienzug A-B) übergeführt wird. Das Fahrzeug
legt nun unter Belastung eine gewisse Strecke bis C zurück. Es steht von C bis D
still, setzt dann, immer noch belastet, seinen Weg fort von D bis E, wo der Fahrgast aussteigt.
Der Wagenführer hebt die Fahne an, und der Zeichenstift vermerkt dabei die Linie
E-F. Das Fahrzeug setzt sich nun wieder von F bis G leer in Bewegung und hält von
G bis H an. Bei H nimmt es einen anderen Fahrgast auf; der Wagenführer senkt die
Fahne, und der Schreibstift wird hierdurch in die Zone w (Fahrt bei Belastung) gebracht,
indem er die Linie H-I aufzeichnet. Bei / verläßt der Fahrgast den Wagen. Der Führer
desselben hebt wieder die Fahne an, was die Rückführung des Schreibstiftes in die Zone«
(Leergang) und die Aufzeichnung der Linie J-K zur Folge hat usw.
In dem Zeitpunkt, der dem Punkt O der Aufzeichnung entspricht, wird das Fahrzeug
durch einen Unfall zum Stillstand gebracht. Der Fahrgast bleibt zwar im Wagen, jedoch
hebt der Wagenführer die Fahne des Apparates um die Hälfte des Verstellungshubes an,
wodurch der Schreibstift in die mittlere Zone v, nämlich die Zone der durch Unfall hervorgerufenen
Aufenthalte bzw. der »Pannen«, geführt wird.
Die Zeitdauer dieses Aufenthaltes wird durch den kreisförmigen Strich P-Q wiedergegeben.
Hierauf wird, nachdem der Schaden behoben ist, die Fahrt unter Belastung wieder aufgenommen
; der Wagenführer senkt wieder die Fahne, wodurch der Schreibstift wieder in die
Zone w gebracht wird usw.
Bei dem vorliegenden Beispiel ist das Über-Setzungsverhältnis
zwischen dem Antriebsrad des Fahrzeuges und dem Getriebe des Schreibstiftes derart gewählt, daß nach Zurücklegen
eines Fahrweges von einem Kilometer das Zahnrad k einen Umlauf vollendet, d. h. der
Schreibstift eine volle Hin- und Rückgangsbewegung ausgeführt hat und sich demnach
wieder an seinem Ausgangspunkt befindet.
Infolgedessen entspricht jeder Strich, welcher zwei aufeinanderfolgende Spitzen oder
Umkehrpunkte der Zickzackkurven verbindet, einem Fahrweg von 1J2 Kilometer. Indem
man also die Einzelstriche zählt, erhält man ohne weiteres die Gesamtzahl der zurückgelegten
Kilometer. Wenn die Anzahl der in einem Abschnitt gleicher Größe, z. B. einem Stundensektor, aufgezeichneten Striche größer
wird, so bedeutet das, daß die Fahrgeschwindigkeit eine entsprechend höhere geworden ist.
Die Aufzeichnung gibt also die während jeder einzelnen Fahrt von dem Fahrzeug zurückgelegte
Entfernung an. Sie macht gleichfalls die Geschwindigkeit in jedem Augenblick kenntlich. Weiterhin zeigt sie, je nachdem
in der Zone u oder in der Zone w aufgezeichnet worden ist, an, ob das Fahrzeug leer oder
mit Belastung fährt, und außerdem läßt sie erkennen, ob das Fahrzeug still hält.
Wenn in der Zone ν aufgezeichnet worden ist, so zeigt dies an, daß das Fahrzeug durch
einen Unfall, eine »Panne«, aufgehalten wurde, und die Länge des anzeigenden Striches gibt
die Zeitdauer dieses Aufenthaltes bekannt. .
Endlich ist genau die Zeit des Beginnsund /
Endes jeder Fahrt und jedes Stillstandes ablesbar.
Wie unschwer zu erkennen ist, gibt die Aufzeichnung auch für jeden Augenblick an,
ob das Fahrzeug sich vorwärts oder rückwärts bewegt; dies ergibt sich aus der Riehtung
der entsprechenden Linien.
Die Angaben sind offensichtlich dieselben, gleichviel, ob die Aufzeichnung auf einer Kreisscheibe,
einem um einen Zylinder gelegten Streifen für eine Tagesaufnahme oder einem
abgewickelten Streifen für eine Reihe aufeinanderfolgender Tage erfolgt.
Wenn das Fahrzeug nacheinander von mehreren Wagenführern gefahren wird, so kann
jeder derselben auf dem Schreibblatt das Ende seines Dienstes vermerken.
Zu diesem Zweck ist die Blattfeder z, welche den Schreibstift (Fig. 1) trägt, mit einem
Schlitz X versehen, derart, daß der Wagenführer durch diese Öffnung mit der Hand
einen besonderen Stift, ein Stechwerkzeug o. dgl. hindurchführen kann. Dieser Stift er-
zeugt durch Eindrücken auf der Scheibe g eine für jeden, Wagenführer eigentümliche
Kennmarke.
Die in den Fig. 8 bis ii dargestellte dritte
Ausführungsform der Registriervorrichtung zeichnet sich durch verringerte Raumbean-•
spruchung aus und ist an dem zu kontrollierenden Fahrzeug mittels einer elastischen
Aufhängevorrichtung angebracht. Bei dieser
ίο Ausführungsform ist ferner das die Vorrichtung
einschließende Gehäuse mit einer Sicherheitseinrichtung
versehen, welche den Schreibstift in' eine bestimmte Lage auf dem Schreibblatt
überzuführen nötigt, um das öffnen des Gehäuses zu ermöglichen.
Jeder zu Täuschungszwecken unternommene Versuch, die Vorrichtung zu öffnen, um die '-Aufzeichnung
zu beeinflussen, oder abzuändern, wird also aufgedeckt, und auch die genaue
Zeit, zu welcher dieser Versuch stattfindet, wird aufgezeichnet.
In den Fig. 8 bis 11 bezeichnet 5 eine
Welle des Uhrwerks, auf welcher die zum Auflegen der Registrierscheibe 6 dienende
Platte sitzt, und zwar wird die rohrförmige Nabe 67 der Platte durch eine Klauenkupplung
68 von der Welle mitgenommen; mittels einer runden Druckplatte 7 und einer Schraube 8
wird die Registrierscheibe 31 gegen die Platte 6 festgedrückt. Die Welle 5 wird unmittelbar
durch ein Uhrwerk 9 in Bewegung gesetzt, welches auf der Unterseite einer fest eingesetzten
Wand 10 befestigt ist; letztere trägt auch das ganze Getriebe, mittels dessen der
Schreibstift in Tätigkeit gesetzt wird. Das Aufziehen der das Uhrwerk 9 treibenden Spiralfeder
11 erfolgt von der Außenseite des Gehäuses 12 durch Drehen der Welle 13 mittels
eines (nicht dargestellten) abziehbaren Schlüssels.
Die feste Wand 10, auf welcher das Getriebe der Schreibvorrichtung angebracht ist, ist
mit einem senkrechten rohrförmigen Stutzen' 14 versehen, um welchen sich die Nabe 15 eines
Rades 16 mit Schneckenverzahnung 17 dreht. Das Rad 16 wird durch die Schnecke 18 angetrieben,
die in zwei an der Wand 10 befestigten Lagern läuft. Die Schneckenwelle wird
durch eine biegsame Welle in Bewegung gesetzt, die beispielsweise von einem der Triebräder
des Fahrzeuges, dessen Fahrtleistung registriert werden soll, angetrieben wird. Die
Nabe 15 des Rades 16 ist als Exzenter ausgebildet und greift in die ovale Aussparung 22
einer Platte 23 ein, welche in Gleitführungen 24 einer zweiten Platte 25 verschiebbar gelagert
ist. Letztere ist ihrerseits ebenfalls zwischen zwei Führungen 26, die an der festen Wand 10
. vorgesehen sind, parallel zur anderen Platte 23 verschiebbar geführt.
Auf dieser zweiten Platte 25 ist ein Halter 27 einer Blattfeder 28 (Fig. 10) befestigt, die an
ihrem freien Ende bei 29, und zwar auf der unteren Seite, einen stellbaren Schreibstift
trägt. Eine starre Metallschiene 30 ist unmittelbar oberhalb der Blattfeder 28 angeordnet
und an demselben Halter wie diese befestigt ; sie dient beim Emporheben des Schreibstiftes
als Anschlag und verhütet, daß die elastische Feder 28 durch übermäßiges oder
zu häufiges Abheben verbogen wird.
Die freie Bewegbarkeit der verschiebbaren Platte 23 innerhalb der Platte 25 findet nach
beiden Richtungen hin eine Begrenzung in der Länge der Gleitführungen 24.
Diese Relativverschiebung der Platte 25 gegenüber der Platte 23 innerhalb der Gleitbahn
24 wird in dem einen oder anderen Sinne mittels eines Doppelhebels 32 bewirkt; letzterer
ist schwingbar auf der Nabe 14 gelagert, die sich oberhalb der Wand 10 erhebt. Das
eine Ende des Schwinghebels 32 ist zu einer Gabel 33 ausgebildet, die einen an der verschiebbaren
Platte 25 befestigten Stift 34 umfaßt. Das andere Ende des Schwinghebels kann im gegebenen Falle von Hand in dem
einen oder anderen Drehsinne bewegt werden. Hierzu dient eine dünne Stange 35, welche
verschiebbar durch eine entsprechende Bohrung des Zapfens 36 hindurchgeführt ist, der
seinerseits drehbar in zwei an diesem Hebelende angebrachten Augen 37 gelagert ist.· Die
Stange 35 wirkt auf den Zapfen 36 mittels zweier Schrauben federn 38 und 39 ein, die die
Stange zu beiden Seiten des Zapfens umhüllen. Diese Federn liegen je mit einem Ende an
dem Zapfen 36 an und stützen sich mit dem anderen Ende gegen Anschläge 40 bzw. 41 an
der Stange 35. Der Anschlag 40 der Stange wird durch eine Mutter gebildet, die ermög^
licht, die Spannung der beiden Federn nach Belieben zu regeln.
Die Stange 35, die eine gewisse Elastizität besitzt, ragt auf der entgegengesetzten Seite
aus dem Gehäuse 12 heraus und ist an dem 105' hervorstehenden Ende verstärkt. Die Verstärkung
bildet den anderen Anschlag 41 für die Feder 39; sie ist an der Stelle, an welcher
sie die Vorderwand 12 des Gehäuses durchdringt, in einer Führung 42 gelagert und trägt
am äußeren Ende eine Winkelschiene 43, die mit einem Schlitz 44 versehen ist. In den
Schlitz greift ein Stift 45 ein, welcher auf einer Scheibe 46 angebracht ist. Die Scheibe
ist in ihrem Mittelpunkt auf einer Achse 47 "befestigt, die in einem Lager 48 drehbar gelagert
ist (Fig. 10 und 11). Zur Drehung der Scheibe 46 dient ein an derselben vorgesehener
Handgriff 49. Beim Umlegen des Handgriffes bzw. Drehen der Scheibe 46 aus der in der Fig. 8 veranschaulichten Stellung um
90 ° bewegt die Scheibe 46 die Stange 35, den
Schwinghebel 32 und die verschiebbare Platte 25, die den. bei 29 angeordneten Schreibstift trägt.
Wenn der Schreibstift durch dieses Umlegen des Handgriffes verschoben wird, so
vermerkt er seine Bewegung durch eine entsprechende Linie auf dem Schreibblatt 31.
In derjenigen Stellung der Stellscheibe 46, die gegenüber der in Fig. 8 veranschaulichten
um 90° versetzt ist, befindet sich ein Einschnitt 50 an ihr genau vor einem Ansatz
(Nase) 51 eines Schiebedeckels 52, welcher in zwei an der Vorderwand des Gehäuses 12 angebrachten
senkrechten Führungen verschiebbar gelagert ist.
In der Verschlußstellung des Schiebedeckels 52 befindet sich die Nase 51 oberhalb
der Scheibe 46; der Deckel überdeckt dabei das Schlüsselloch des Vorlegeschlosses 54 (Fig. 11);
mittels dieses Schlosses ist die an der Vorderseite des Gehäuses 12 sitzende Flügelschraube 55
verriegelt, die dazu dient, den Deckel 56 des Gehäuses unter dichtem Verschluß auf dem
Gehäuse festzuhalten.
Wenn man den Deckel 56 entfernen will, um sich Zugang zum Getriebe der Vorrichtung
zu verschaffen, oder einfach, um das Schreibblatt zu erneuern, so ist es unumgänglich
notwendig, daß man das Vorlegeschloß vollkommen freilegt, d. h. den Schiebedeckel
52 abwärts bewegt. Das Niederschieben des Deckels 52 ist aber nur möglich, wenn der
Einschnitt 50 der Stellscheibe 46 sich gerade unterhalb der Nase 51 dieses Deckels befindet;
es kann also nur bei derjenigen Lage erfolgen, bei welcher die Scheibe 46 aus der in
Fig. 8 gezeigten Stellung um 90 ° verdreht ist.
Der infolge der Scheibendrehung auf dem Schreibblatt mittels des Schreibstiftes verzeichnete
Strich macht kenntlich, daß das Gehäuse geöffnet worden ist, und zeigt außerdem die Zeit an, zu welcher dieses öffnen
stattgefunden hat.
Jeglicher Versuch, das Gehäuse aufzuschließen, um das Schreibblatt, sei es zwecks Unterbrechung
der Registrierung, sei es zwecks Fälschung der Aufzeichnung, herauszunehmen, wird also auf diese Weise bemerkbar gemacht.
Denn der Beweis, daß die Scheibe in die das öffnen ermöglichende Stellung übergeführt
worden ist, wird durch einen bestimmten Strich geliefert, der in eine bestimmte Zone
des Schreibblattes eingetragen ist.
Um das Gehäuse und das Getriebe der Vorrichtung gegen Stöße oder Beeinflussungen
durch die Erschütterungen des Fahrzeuges zu schützen, ist die Vorrichtung an der Fahrzeugwand
61 in bekannter Art mittels- einer elastischen Aufhängevorrichtung 57, 58, 59, 62
befestigt, die eine Dämpfung der schädlichen Wirkungen erzeugt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Wenn die Scheibe 46 mit dem Handgriff 49 sich in der Stellung der Fig. 8 befindet, so
vollführt der Schreibstift 29 seine geradlinig schwingenden Ausschläge in der Zone 63, nämlich
in der die Tagesarbeit angebenden Zone. Wenn die Scheibe 46 aber um 180 ° gedreht
wird und in die in Fig. 10 gezeigte Stellung übergeführt wird, so vollführt der Schreibstift
seine Bewegungen in der Zone 64, nämlich der Zone der Nachtarbeit.
Wenn endlich die in Rede stehende Scheibe nur um 90° umgeschwenkt, also in diejenige
Stellung gebracht wird, bei welcher der Einschnitt 50 vor der Nase 51 am Schiebedeckel 52
liegt, so verschiebt sich der Schreibstift in eine Zwischenzone 65 und vermerkt auf dem
Blatt einen Strich, welcher anzeigt, daß man entweder das Gehäuse wirklich geöffnet hat,
oder es zu öffnen versucht hat, um die Scheibe auszutauschen oder die Aufzeichnung
zu fälschen.
Der Kennstrich für ein derartiges Umgehen mit der Vorrichtung ist in Fig. 10 beispielsweise
bei 66 eingezeichnet. Der Schreibstift ist plötzlich aus der Zone 64 in die Zone 65
übergeführt worden und hat in ihr ein kurzes Stück einer Kreislinie eingetragen; die die
Zeit des öffnens und außerdem die vom öffnen bis zum Schließen des Gehäuses verflossene
Zeitdauer angibt.
Die Aufzeichnung gestattet, den Gang des Fahrzeuges von Minute zu Minute genau zu
verfolgen, ähnlich wie vorstehend in bezug auf Fig. ι bereits erläutert worden ist.
Es ist nur noch zu erläutern, in welcher' Weise der Schreibstift in jeder der beiden
Arbeitszonen durch den Garig des Fahrzeuges in Tätigkeit gesetzt wird.
Wenn die Stellscheibe 46 derart gedreht wird, daß der Schreibstift in die Zone 63 eingeführt
wird, so hat diese Verstellung zur Folge, daß die Feder 38 zusammengedrückt,
dagegen die Feder 39 entspannt wird. Infolge ihrer Spannung drückt nun die Feder 38 auf
das entsprechende Ende des Schwinghebels 32, sucht diesen zu drehen und demgemäß die
bewegbare Platte 25 aus der in Fig. 8 gezeigten Lage so weit zu verschieben, daß sie an
die Platte 23 elastisch anschlägt, während diese in hin und her gehender Bewegung durch
das von der Nabe 15 des Zahnrades 16 gebildete Exzenter mitgenommen wird, welches
innerhalb des Schlitzes 22 der Platte 23 seine kreisende Bewegung ausführt.
^Bei der aus Fig. 8 ersichtlichen Stellung
des Exzenters befindet sich die Platte 23 am Ende des Hinganges und steht im Begriff,
den Rückgang zu beginnen. Die durch die Wirkung der zusammengepreßten Feder 38 an-
gedrückte Platte 25 folgt also der Rückgangsbewegung der vom Exzenter mitgenommenen
Platte 23, und. zwar bis zur Vollendung dieses Rückganges, wobei sich die Feder 38 allmählieh
entspannt.
Das Exzenter schiebt nunmehr die Platte 23 und infolgedessen auch die Platte 25 im Sinne
des Hinganges zurück, was zur Folge hat, daß die Feder 38 von neuem zusammengedrückt
wird und der soeben beschriebene Vorgang sich wiederholt.
/ Wie ohne weiteres ersichtlich ist, -wird, wenn die Kurbelscheibe 46 in die Stellung der
Fig. 10 übergeführt wird, die Feder 39 zusammengedrückt, während die Feder 38 ,in
diesem Falle entspannt wird.
Die Platte 25 kommt dann auf der entgegengesetzten Seite zur Anlage an die Platte 23,
und die Feder 39 wirkt nunmehr durch abwechselndes Zusammenpressen und Entspannen
in der bereits beschriebenen Weise, wodurch die Platte 25 auch in dieser geänderten
Stellung beständig in Berührung mit der Platte 23 gehalten wird; sie folgt also zwangläufig
der hin und her gehenden Bewegung der unter der Einwirkung des Exzenters 15
stehenden Platte 23.
Claims (6)
- ' Patent-A'nsprüChe:
- i. Registriervorrichtung für Fahrzeuge oder Maschinen mit von einem Uhrwerk bewegtem Schreibblatt und einem quer zu dessen Laufrichtung vom Fahrzeug Oder von der Maschine hin und her gehend angetriebenen Schreibstift, dadurch gekennzeichnet, daß der während der Bewegung des Fahrzeuges oder der Maschine ununterbrochen hin und her schwingende und während des Stillstandes von Fahrzeug oder Maschine geradlinig oder bogenförmig geführte Schreibstift durch Verschiebung seines gesamten, die Schwingbewegung vermittelnden Triebwerkes (Fig. 1 bis 4) oder durch Änderung der Relativlage zweier Teile dieses Triebwerkes (Fig. 8 bis 11) derart verlegbar ist, daß dereine Schreibstift alle gewünschten Aufzeichnungen von Betriebszuständen oder Betriebsvorgängen in an sich bekannter Weise in verschiedene Zonen des Schreibblattes einträgt. 2. Registriervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Be-• wegungslinie aufzeichnende Schreibstift zugleich das Öffnen des die Registriervorrichtung enthaltenden Gehäuses kenntlich macht, indem eine Schutzeinrichtung (52) für den Verschluß (54) dieses Gehäuses mit dem die Verlegung des Schreibstifthubes bewirkenden Schaltwerk (45, 46, 49) so verbunden ist, daß der Verschluß (54) nur bei einer bestimmten Stellung dieses Schaltwerkes zugänglich ist.
- 3. Registriervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Fahrzeug- oder Maschinenbewegung durch das übliche biegsame Übertragungsglied (i) aufnehmende Welle (j) mit dem von ihr angetriebenen bewegten Schreibstifttriebwerk auf einer in Gleitführungen (t) quer .zur Laufrichtung des Schreibblattes verschiebbaren Platte (p) gelagert ist, deren Stand durch eine zwangläufige Übertragung (q, r) in Abhängigkeit von der Stellung eines äußeren Schalthebels gebracht ist.
- 4. Registriervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schreibstiftträger (25) in zwei verschiedenen Relativlagen an das Triebwerk (23, 15) zur Anlage gebracht werden kann und hierzu mit dem äußeren Schaltwerk (45, 46, 49) durch ein elastisches Zwischenglied (35, 38, 39) verbunden ist, welches ihn je nach der Stellung des Schaltwerkes in der einen oder anderen Lage in ständiger Berührung mit dem Triebwerk hält >oder ihn unabhängig von dem Triebwerk in eine Mittelstellung zu führen gestattet.
- 5. Registriervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schreibstiftträger als ein in Gleitführungen (26) verschiebbarer Rahmen (25) für einen durch ein Exzenter (15) angetriebenen Schieber (23) ausgebildet ist, den ■ er mit einem der gesamten Schreibstiftverschiebung entsprechenden Spielraum umfaßt, während ein auf fester Welle drehbarer Doppelhebel (32) mit dem einen Arm (33) an den Rahmen angeschlossen ist und mit dem anderen Arm (37) zwischen zwei auf einer Stange (35) aufgewickelte Federn (38, 39) greift, welche den Rahmen, je nachdem sie durch Verchiebung dieser Stange mittels des Schaltwerkes (45, 46, 49) gespannt werden, an die vordere oder hintere Seite des Schiebers anpressen.
- 6. Registriervorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltwerk eine mit dem Schalthebel (49) drehbare Scheibe (46) enthält, „ die nur in einer bestimmten .Stellung, zweckmäßig der Mittelstellung, vermöge eines passend angebrachten Schlitzes (50), einer Sperrnase (51), eines den Gehäuseverschluß (54) schützenden Deckschiebers (52) den zur Freilegung des Verschlusses erforderlichen Durchgang gestattet (Fig. 8).Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE1784X | 1911-10-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE299541C true DE299541C (de) | 1917-08-11 |
Family
ID=92761988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1912299541 Expired DE299541C (de) | 1911-10-19 | 1912-10-18 | Registriervorrichtung für Fahrzeuge oder Maschinen |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT82714B (de) |
| DE (1) | DE299541C (de) |
| FR (1) | FR449566A (de) |
| GB (1) | GB191223902A (de) |
| NL (1) | NL1784C (de) |
-
1912
- 1912-10-18 AT AT82714D patent/AT82714B/de active
- 1912-10-18 NL NL1381A patent/NL1784C/nl active
- 1912-10-18 FR FR449566A patent/FR449566A/fr not_active Expired
- 1912-10-18 DE DE1912299541 patent/DE299541C/de not_active Expired
- 1912-10-19 GB GB191223902D patent/GB191223902A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR449566A (fr) | 1913-03-03 |
| GB191223902A (en) | 1913-08-07 |
| AT82714B (de) | 1921-02-10 |
| NL1784C (nl) | 1917-05-01 |
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