DE299919C - - Google Patents

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DE299919C
DE299919C DENDAT299919D DE299919DA DE299919C DE 299919 C DE299919 C DE 299919C DE NDAT299919 D DENDAT299919 D DE NDAT299919D DE 299919D A DE299919D A DE 299919DA DE 299919 C DE299919 C DE 299919C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D19/00Casting in, on, or around objects which form part of the product
    • B22D19/08Casting in, on, or around objects which form part of the product for building-up linings or coverings, e.g. of anti-frictional metal
    • B22D19/085Casting in, on, or around objects which form part of the product for building-up linings or coverings, e.g. of anti-frictional metal of anti-frictional metal

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung hat ein neues Verfahren zum Ausgießen von Lagerkörpern, z. B. Lagerschalen mit Weißmetall o. dgl., zum Gegenstand und bezweckt, eine absolut feste Ver- -bindung des Ausgußmetalls mit dem Lager-' körper zu erzielen.
Mit den bisherigen Ausgießverfahren war dies namentlich bei langgestreckten Lagerkörpern aus folgenden Gründen nie ganz zu
ίο erreichen. Der Lagerkörper hat im Verhältnis zur hohen Schmelztemperatur des Ausgußmetalls eine sehr niedrige Temperatur. Sobald nun das flüssige Ausgußmetall mit dem Lagerkörper in Berührung kommt, kühlt es sich unter teilweiser Abgabe seiner Temperatur an den Lagerkörper ab und durchläuft die plastische Zone unter bleibender Formveränderung. Nach Erreichung der elastischen Zone kann die durch den Temperaturabfall bedingte weitere Kürzung nur nach Maßgabe der dem Metall eigenen Elastizität erfolgen. Wird deren Grenze überschritten, dann wird zuerst das dieser Zone innewohnende bleibende Formveränderungsvermögen aufgezehrt und darüber hinaus ein Brechen des Ausgußmetalls erfolgen. Hat der Lagerkörper gewölbte Form, so wird das Bestreben des Ausgußmetalls, sich zusammenzuziehen, nach Überschreitung der Elastizitätsgrenze zur Folge haben, daß es, an- statt der Wölbungslinie der Lagerschale zu folgen, zu einer Geraden übergeht und sich dabei vom Lagerkörper abzieht.
Setzt man gleiche Schwindungskoeffizienten bei dem Lagerkörper und dem Ausgußmetall voraus, so kann eine gemeinsame spannungslose Schwindung zwischen Lagerkörper und aufgegossenem Metall nur dann eintreten, wenn der Lagerkörper so hoch erwärmt wird, daß seine Temperatur mit derjenigen der plastischen Zone des Ausgußmetalls zusammenfällt. Beide Körper werden dann gleiche Schwindungswege zurücklegen und eine spannungsfreie satte Verbindung zueinander eingehen.
Bekanntlich hat nun das Zeitmaß der Abkühlung einen großen Einfluß auf die Betriebseigenschaften des ' Ausgußmetalls. Je weniger hoch die Gießtemperatur über dem Erstarrungspunkt des Metalls liegt und je rascher die Erstarrung vor sich geht, desto bessere Eignung wird das Metall für den Betriebszweck haben. Diese Bedingung steht oben angegebenen Bedingungen entgegen, welche hinsichtlich günstigeren Verhaltens zur Erreichung spannungsfreier Abkühlung bestehen.
Das neue Verfahren beseitigt, diese technischen Schwierigkeiten, indem der Ausgießprozeß in zwei Abschnitte zerlegt wird. Im ersten Abschnitt wird der Lagerkörper so weit angewärmt, als dies zur Erreichung einer guten Kristallisation des Ausgußmetalls erwünscht ist. Sobald diese Kristallisation genügend weit vorgeschritten ist, das Weißmetall sich jedoch noch in der plastischen Zone befindet, läßt man auf beide Körper gemeinsam eine Wärmequelle wirken, wodurch eine gleichmäßige, etwas über der elastischen Zone liegende Temperatur beider Körper hervorgebracht und als; dann eine spannungsfreie Erkaltung beider herbeigeführt wird.
Hieraus ergibt sich folgende Handhabung des neuen Verfahrens:
Es Wird die eigentliche Lauffläche des Metalls über ^ine Kokille von möglichst tiefer Temperatur gegossen, um dieser Fläche eine rasche Abkühlung zu verleihen. Der Lagerkörper dagegen wird möglichst hoch erwärmt, urn die/dieser Seite zugekehrte Metallschicht mqglicjist lange in der plastischen Zone zu er-
Sdbald die Kristallisation der der Kokille ίο zugekehrten Schicht des Ausgießmetalls ge-.; nügend weit vorgeschritten ist, die dem La-, ; gerkörper in Berührung stehende Schicht jedoch noch plastisch ist, kommt ein Ofen zum Ausjgleich der Temperaturen beider Körper zur i54< Wirkung. In diesem Ofen werden beide Körper auf eine Temperatur gebracht, die etwas oberhalb der elastischen Zone liegt.
Ist die Temperatur beider Körper auf gleicher Höhe, so stellt man den Ofen ab und läßt beide Körper erkalten.
Zweckmäßiger verwendet man einen Zweikammerofen, dessen Kammern abwechselnd zur Temperaturausgleichung geheizt oder zur Abkühlung benutzt werden. Als wärmeübertragender Stoff eignet sich am besten ein fein- £5 körniger Sand oder ähnliches Material, welches zur Einhüllung der Gießkörner benutzt wird. Es können jedoch auch Stoffe in flüssigem oder gasförmigem Zustande Verwendung finden. ·

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Ausgießen von Lagerkörpern mit Weißmetall 0. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Lauffläche des Ausgußmetalls über eine Kokille von entsprechend niederer Temperatur gegossen wird, welche dieser Fläche eine rasche Abkühlung verleiht, während die dem Lagerkörper zugekehrte Fläche durch hohe Er-.wärmung des Lagerkörpers möglichst lange plastisch erhalten wird, worauf nach genügend vorgeschrittener Kristallisation der äußeren Schicht beide Körper in einen Ausgleichofen auf eine gemeinsame Temperatur, die etwas oberhalb der- elastischen Zone liegt, gebracht und nachher gleichmäßig abgekühlt werden.
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