DE3003120A1 - Verfahren zum herstellen von hohlkoerpern, vorzugsweise schwimmkoerpern - Google Patents
Verfahren zum herstellen von hohlkoerpern, vorzugsweise schwimmkoerpernInfo
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Hohl körpern, vor-
- zugsweise Schwimmkörpern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Hohl körpern, vorzugsweise von Schwimmkörpern, wie es im Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher angegeben ist.
- Bei der Herstellung von Hohl körpern, beispielsweise von Schwimmkörpern wie Surfbrettern oder dergleichen, tritt das Problem auf, den Hohlkörper bei geringem Gewicht möolichst formstabil auszubilden. Bei den im Stand der Technik beispielsweise für die Herstellung von Surfbrettern bekannten Verfahren wird ein Vorformling, der aus einem Kunststoffschlauch besteht, inseiner der Form des Hohlkörpers entsprechenden Blasform eingebracht, durch Einblasen eines Fluids zu dem Hohl körper unter Anlegen an die Innenwand der Blasform aufgeblasen und zur Erzielung der notwendigen Steifigkeit anschließend ausgeschäumt. An diesem Ausschäumvorgang ist nachteilig, dass er relativ zeitaufwendig ist, da eine weitere Verarbeitung des ausgeschäumten Hohl körpers erst nach Aushärten des Schaumstoffes möglich ist, die Aushärtezeiten aber relativ lang sind. Weiterhin hat die Schaummasse ein nicht geringes Eigengewicht, so daß das Gesamtgewicht des Hohl körpers entsprechend hoch ist.
- Dementsprechend ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen von Hohl körpern, vorzugsweise Schwimmkörpern anzugeben, das eine nur kurze Verarbeitungszeit benötigt und dennoch einen formstabilen Hohl körper schafft.
- Diese Aufgabe wird mit einem im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegebenen Verfahren gelöst, das erfindungsgemäß nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Weise ausgestaltet ist.
- Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemässen Verfahrens, Blasformen zu seiner Ausführung, sowie vorteilhafte Schwimmkörper sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Bei dem erfindungsgemässen Verfahren wird in üblicher Weise ein Vorformling in eine Blasform eingelegt. Vor dem Einblasen des Fluids, mit dem der Vorformling an den Innenflächen der Blasform angedrückt wird, werden erfindungsgemäß an sich gegenüberliegenden Stellen Schieber derart eingedrückt, daß die Wandungen des Vorformlings sich an den eingedrückten Stellen berühren. An diesen Stellen verschweißen die Wandungen des Kunststoff-Vorformlings miteinander und bilden Versteifungsrippen. Nach dem Herausziehen der Schieber wird das Innere des Vorformlings aufgepumpt, so daß sich die Außenhaut des Vorformlings an die Innenwandung der Blasform anlegt und zugleich die einwärts gefalteten Bereiche der Wand des Vorformlings zusammengepreßt werden. Dies führt dazu, daß die Außenfläche des so hergestellten Hohl körpers glatt ist und keine Einbuchtungen aufweist.
- Vorzugsweise wird beim Eindrücken mittels der Schieber bereits ein Teil des Blasdruckes auf das Innere des Vorformlings ausgeübt. Man erreicht damit, daß der Umfang der eingedrückten Bereiche weniger groß ist und nach dem Zurückziehen der Schieber diese Bereiche besser zu Wänden oder Stegen schließen, wenn der Blasdruck in voller Größe ausgeübt wird.
- Bei der zur Durchführung dieses Verfahrens verwendeten Blasform sind die Schieber vorzugsweise so angeordnet und bewegbar, daß zwischen ihren Stirnseiten ein gewisser Abstand verbleibt, der etwa der einfachen bis der doppelten Wandstärke des Vorformlings entspricht. Mit diesem Mittel wird gewährleistet, daß die Schieber nicht vollständig zusammengepreßt werden, so daß weder zwischen ihnen das Material des Vorformlings herausgequetscht wird noch die vorgesehene Verschweißung ausbleibt, noch die Verschweißungsstellen eine mindere Qualität aufweisen.
- Sofern vorgesehen ist, daß die zu erzeugenden Versteifungsrippen stabförmig ausgebildet sind, werden entsprechend gestaltete stabförmige, beispielsweise kreisförmige Schieber verwendet. Es lassen sich mit schmalen, länglich gestreckten und beispielsweise in ihrer Querschnittsform rechteckigen Schiebern wandförmige Versteifungsteile erzielen. Mit solchen Schiebern ist es auch möglich, eine Wand durch die gesamte Länge oder die gesamte Breite des Hohl körpers verlaufen zu lassen, so daß dieser in einzelne Kammern unterteilt wird. Ein nach diesem Verfahren hergestellter Schwimmkörper, beispielsweise ein Surfbrett, bietet dann den Vorteil, daß bei Auftreten eines Lecks in der Außenhaut nicht der gesamte Schwimmkörper, sondern nur eine einzelne Kammer mit Wasser voll läuft. Dem gegenüber würde bei einem ausgeschäumten Schwimmkörper sich der gesamte Schaumstofr mit Wasser vollsaugen.
- Im folgenden wird nun die Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele beschrieben und näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen ersten Verfahrensabschnitt; Fig. 2 einen zweiten Verfahrensabschnitt; Fig. 3 einen dritten Verfahrensabschnitt; Fig. 4 einen letzten Verfahrensabschnitt; Fig. 5 zeigt ausschnittsweise die Verscheißungsstelle der Versteifungen, Fig. 6 zeigt einen Teil eines Schwimmkörpers mit Versteifungsstegen und Versteifungswänden; Fig. 7 zeigt einen Schwimmkörper, der durch Versteifungswände in einzelne Kammern aufgeteilt ist.
- In den Fig. 1 bis 4 ist das erfindungsgemäße Verfahren schematisch dargestellt. In die geöffnete Blasform 2 wird ein Vorformling, beispielsweise ein Kunststoffschlauch, eingelegt. Die aus dem Unterteil 13 und dem Oberteil 12 bestehende Blasform wird dann geschlossen. Diesen Zustand stellt die Fig. 1 dar. Die Blasform 2 besitzt an einander gegenüberliegenden Stellen Schieber 7, mit denen die Wand des Vorformlings 1 eingedrückt werden kann. Wie die Fig. 1 zeigt, fluchten die Stirnseiten der Schieber in zurückgezogenem Zustand mit der Innenwandung 3 der Blasform 2.
- Das nächste Verfahrensstadium zeigt die Fig. 2. Die Schieber 7 sind im eingedrückten Zustand dargestellt. Die Stirnseiten 8 der Schieber 7 haben voneinander einen Abstand, der kleiner ist, als die doppelte Wandstärke des Vorformlings 1, so daß in den eingedrückten Bereichen die obere und die untere Wandung des Vorformlings 1 Verschweißungsstellen 15 bilden.
- Nach dem Eindrücken der Wandung des Vorformlings 1 mittels der Schieber 7 wird das Innere des Vorformlings 1 mit dem Fluid aufgeblasen, bzw. aufgepumpt. Diesen Zustand zeigt die Fig. 3. Aufgrund des Blasdruckes legt sich der Vorformling 1 an die Innenwand 3 der Blasform an und bewirkt zugleich ein Umschließen der Schieber 7 in den eingedrückten Bereichen.
- Die Fig. 4 zeigt den Zustand nach dem Herausziehen der Schieber 7 aus dem Innneraum des Blasform. Die Schieber 7 werden nur soweit zurückgezogen, daß ihre Stirnflächen 8 mit der Innenwand 3 der Blasform fluchten. Dadurch wird verhindert, daß aufgrund des Blasdruckes die Wand des Vorformlings 1 in die Führungen der Schieber 7 eingedrückt und auf diese Weise nach außen ausgebeult wird.
- Im Gebiet der nach innen gedrückten Bereiche 4 werden die einwärts gefalteten Wandungen 16 aneinandergedrückt, so daß aus ihnen eine Versteifungswand 5 entsteht. Dies ist in der Fig. 4 sowie in einem vergrößerten Ausschnitt in der Fig. 5 dargestellt.
- Um eine sichere Verschweißung an den Verschweißungsstellen 15 zu gewährleisten, sind die Schieber beheizbar. In ihrem Inneren können Heizelemente vorhanden sein, insbesondere in der Nähe ihrer Stirnseiten 8, um eine einwandfreie Verschweißung sicherzustellen.
- Es soll erwähnt werden, daß das erfindungsgemässe Verfahren nicht auf die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Ausführungsart beschränkt ist. Beispielsweise wäre es möglich, den Vorformling in die geöffnete Blasform einzulegen und die Blasform mit ausgefahrenen oder auch mit feststehenden Schiebern schließen zu lassen. Ferner wäre es möglich, beim Schließen der Blasform zugleich die Schieber auszufahren. Weiterhin ist in den Fig. 1 bis 4 ein Verfahren dargestellt, bei dem der Blasdruck aufgebracht wird, nachdem die Schieber zurückgezogen worden sind. Es ist aber auch möglich, bereits vor oder bei dem Eindrücken der Schieber einen Teil des Blasdruckes aufzubringen und die Schieber zurückzuziehen, während der Blasdruck aufgebracht wird.
- In der Fig. 6 ist ein Teil eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren-hergestellten Schwimmkörpers, beispielsweise eines Surfbrettes, dargestellt. Es ist erkennbar, daß zwischen der Oberseite 17 und er Unterseite 18 Versteifungswände 5 sowie Versteifungsstege 6 verlaufen, die dem Schwimmkörper eine Formstabilität geben.
- In der Fig. 7 ist eine alternative Ausführungsform des Schwimmkörpers nach Fig. 6 dargestellt. In Längsrichtung verläuft eine Versteifungswand 19 zwischen der Oberseite 17 und der Unterseite 18, die sich über die gesamte Länge des Schwimmkörpers erstreckt. Die Versteifungswand 19 teilt somit den Schwimmkörper in zwei Schwimmerkammern 14 auf. Ebenfalls sind Versteifungswände 5 sowie Versteifungsstege 6 vorhanden. Grundsätzlich ist es mög-1 ich, auch in Querrichtung verlaufende Versteifungswände vorzusehen. Ebenfalls wäre eine Kombination von in Längsrichtung und in Querrichtung verlaufenden Versteifungswänden denkbar, mit denen der Schwimmkörper in einzelne Kammern unterteilt wird. Ein derartiger Kammeraufbau hat gegenüber den ausgeschäumten Schwimmkörpern den Vorteil daß bei einem Leck nur die jeweilige Kammer sich mit Wasser füllt und nicht etwa das gesamte, mit Schaumstoff -geftillte Innere des Schwimmkörpers sich mit Wasser vollsaugt.
- Leerseite
Claims (13)
- ANSPRÜCHE Verfahren zum Herstellen von Hohl körpern, vorzugswM'ise Schwimmkörper, mit innenliegenden Versteifungen, bei dem ein aus einem Kunststoffschlauch bestehender Vorformling 1 in eine der Form des Hohlkörpers entsprechende Blasform (2) eingebracht wird und der Vorformling (1) anschließend durch Einblasen eines Fluids zu dem Hohl körper unter Anlegen an die Innenwandung (3) der Blasform (2) aufgeblasen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorformling (1) vor dem Einblasen des Fluids von seiner Außenfläche her an die gegenüberliegenden Stellen nach innen eingedrückt wird, so daß sich die gegenüberliegenden eingedrückten Bereiche (4) innerhalb des Vorformlings (1) berühren und miteinander verschweißen und die miteinander verschweißten, eingedrückten Bereiche (4) beim Aufblasen zu dem Hohl körper sich zu versteifenden Wandteilen (5) oder Stegteilen (6) innerhalb des Hohlkörpers verbinden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Eindrücken der Bereiche (4) in der Blasform (2) durch wählbar angeordnete Schieber (7) erfolgt, wobei die Schieber (7) nach dem Eindrücken der Bereiche (4) und dem Verschweißen, aber vor Aufbringen des Blasdruckes wieder zurückgezogen werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Eindrücken der Bereiche (4) in der Blasform (2) durch wählbar angeordnete Schieber (7) erfolgt, wobei die Schieber (7) nach dem Eindrücken der Bereiche (4) und dem Verschweißen und nach-dem bereits zumindest ein Teil des Blasdruckes aufgebracht ist, zurückgezonen werden.
- 4. Blasform zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit zwei schließbaren Blasformhälften, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Blasformhälfte (12, 13) in dem Hohlraum der geschlossenen Blasform hineinbewegbare Schieber (7) angeordnet sind, die entsprechenden Schiebern in der anderen Formhälfte (13, 12) gegenüberliegen.
- 5. Blasform nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüberliegende Schieber (7) in ihrer Querschnittsform einander entsprechen und bei geschlossener Blasform soweit aufeinander zu bewegbar sind, daß zwischen ihren Stirnseiten (8) ein Abstand verbleibt, der zumindest einer einfachen bis etwa doppelten Wandstärke des Vorformling-Schlauches (1) entspricht.
- 6. Blasform nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Blasformhälfte (12, 13) mehrere Schieber (7) angeordnet sind.
- 7. Blasform nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieber (7) unterschiedliche Querschnittsform haben, wie z.B. kreisförmig oder schmal rechteckig zur Erzeugung wandförmiger Versteifungsteile.
- 8. Blasform nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schieber (7) in zurückgezogenem Zustand mit seiner Stirnseite (8) mit der Umfangswand (3) des Blasformhohiraumes fluchtet.
- 9. Blasform nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieber (7) beheizbar sind.
- 10. Blasform nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Heizelemente im Inneren der Schieber (7) angebracht sind.
- 11. Blasform nach Anspruch 9 oder 10, dadurch oekennzeichnet, daß die Heizelemente an den Stirnseiten (8) der Schieber (7) angeordnet sind.
- 12. Schwimmkörper, insbesondere Surfbrett, hergestellt mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bestehend aus einer Kunststoffaußenhaut und sich über seinen Hohlraum erstreckenden versteifenden Wandteilen (5) und/oder Stegteilen (6), wobei zumindest mehrere Wandteile (5) parallel zueinander in Längsrichtung des Schwimmkörpers verlaufen.
- 13. Schwimmkörper nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß sich Wandteile über den gesamten Längsschnitt des Schwimmkörpers erstrecken und im Querschnitt gesehen getrennte Schwimmkammern (14) abgrenzen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803003120 DE3003120A1 (de) | 1980-01-29 | 1980-01-29 | Verfahren zum herstellen von hohlkoerpern, vorzugsweise schwimmkoerpern |
| DE19803041749 DE3041749A1 (de) | 1980-01-29 | 1980-11-05 | Verfahren zum herstellen von hohlkoerpern, vorzugsweise schwimmkoerpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803003120 DE3003120A1 (de) | 1980-01-29 | 1980-01-29 | Verfahren zum herstellen von hohlkoerpern, vorzugsweise schwimmkoerpern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3003120A1 true DE3003120A1 (de) | 1981-07-30 |
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ID=6093171
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19803003120 Withdrawn DE3003120A1 (de) | 1980-01-29 | 1980-01-29 | Verfahren zum herstellen von hohlkoerpern, vorzugsweise schwimmkoerpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3003120A1 (de) |
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