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"Einrichtung zur Signalübertragung bzw.
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Signals pe icherungtt Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur
Signalübertragung bzw.
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Signalspeicherung auf einem magnetisierbaren Informationsträger.
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In weiterer Ausgestaltung betrifft die Erfindung eine Einrichtung
zur Signalspeicherung auf einem magnetisierbaren Informationsträger, wie ein Magnetband,
ein mit einer Magnettonpiste ausgestatteter Laufbildfilm od. dgl, dem ein Aufnahmemagnettonkopf
und ein Löschkopf zugeordnet ist, welchen, vorzugsweise beiden, Köpfen ein HF-Signal
zur Vormagnetisierung bzw. zur Löschung bereits gespeicherter Signale zuführbar
ist, wobei die Aktivierung des Löschkopfes unterbindbar und der Pegel des zu speichernden
Signales einstellbar ist.
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Der Schmalfilm- oder Tonbandamateur möchte zur dramaturgischen Gestaltung
bereits auf einem Tonband oder auf der Magnettonpiste eines Laufbildfilmes gespeicherte
Tonaufzeichnungen nachträglich übersprechen, ohne dabei bereits früher vorgenommene
Aufzeichnungen vollständig zu löschen. In dieser Weise ist es möglich, in einem
ersten Aufzeichnungsvorgang beispielsweise Musik aufzuzeichnen und in einem zweiten
Vorgang einen sprachlichen Kommentar zu einem Schmalfilm aufzuzeichnen, wobei die
Musikaufzeichnung durch die zweite Aufze ichnung bedämpft wird und eine sogenannte
Hintergrund-Musik darstellt. Hiezu wurde bereits vorgeschlagen, Musik in einem ersten
Aufzeichnungsvorgang zu speichern und in einem zweiten Aufzeichnungsvorgang über
die bereits aufgezeichneten
Musikslgnale einen Kommentar oder Geräusche
etc. zu speichern. Beim zweiten Aufzeichnungsvorgang wird jedoch der Löschkopf nach
dem bekannten Vorschlag abgeschaltet und der Pegel des gerade aufzuzeichnenden Signals
je nach den dramaturgischen Erfordernissen eingestellt. Es sind Maßnahmen vorgesehen,
gleichzeitig mit der Pegeleinstellung des aufzuzeichnenden Signals die Amplitude
des Hochfrequcnz-Vormagnetisierungssignals anzupassen, sodaß eine verzerrungsarme
Aufzeichnung stattfindet.
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Nach diesem bekannten Vorschlag war zur Durchführung dieser Mehrfachaufzeichnungen
geräteseitig zumindest der Aufwand eines Schalters zur Abschaltung des Löschkopfes
und eines Potentiometers für die Einstellung des Aussteuerungsgrades der überlagerten
Aufzeichnung erforderlich. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung
zur Signalspeicherung zu schaffen, mit der Mehrfachaufnahmen im oben beschriebenen
Sinne durchgeführt werden können, wobei der geräteseitige Bauteileaufwand vermindert
bzw. gering gehalten wird.
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Gemäß der Erfindung wird daher bei einer Einrichtung der oben erwähnten
Art vorgeschlagen, daß ein einstellbarer Spannungsteiler vorgesehen ist, dessen
Abgriff mit dem gemeinsamen Bezugspotential für den Aufuahme-Magnettonkopf und für
den Löschkopf verbunden ist, über dessen einen Anschluß der Löschkopf mit dem Bezugspotential
verbindbar und dessen anderem Anschluß zumindest das zu speichernde Signal zugeführt
ist, sodaß je nach Wahl bzw. Einstellung des Abgriffs des Spannungsteilers die Löschung
eines bereits gespeicherten Signales oder eine Speicherung mit wählbarem Pegel,
gegebenenfalls über bereits am Informationsträger gespeicherte Signale erzielbar
ist. Durch diese besonderen Maßnahmen wird in vorteilhafter Weise der Schalter zur
Abschaltung des Löschkopfes vermieden.
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Je nach Einstellung des gegebenenfalls als Potentiometer ausgebildeten
Spannungsteilers wird der Löschkopf inaktiviert bzw. der Aussteuerungsgrad der überlagerten
Aufzeichnung eingestellt. Vom Grad dieser Aussteuerung hängt auch die Dämpfung der
bereits vorhandenen Aufzeichnung ab Für den Hersteller des Gerätes bedeuten
die
erfinderischen Maßnahmeneine Einsparung des Schalters zur Abschaltung des Löschkopfes,
den Wegfall von Leitungszügen zwischen der Bauteile platine und dem für den Benützer
zugänglichen Schalter, eine Vereinfachung der Bedienungselemente und somit nicht
nur für den Hersteller, sondern auch für den Konsumenten eine Verbilligung des Gerätes
Effektmäßig werden zumindest die gleichen Ergebnisse, wie mit einer Einrichtung
mit einem-Schalter erzielt, wobei jedoch bei der erfindungsgemäßen Einrichtung von
Vorteil ist, daß ein knackfreier Übergang zwischen Löschung und einer bereits vorhandenen
Aufzeichnung oder nur Bedämpfung dieser Aufzeichnung im Vergleich zum bekannten
Vorschlag mit einem Schalter erreicht wird.
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In weiterer Ausgestaltung betrifft die Erfindung eine Einrichtung
für eine Signalübertragungse inrichtung mit einer automatischen Verstärkungsregelungs
-stufe, deren Verstärkungsgrad in funktionellem Zusammenhang zumindest mit der Größe
des zu übertragenden Nutzsignales steht, wobei aus dem Nutzsignal ein Regelsignal
abgeleitet wird, das einem Stellglied für die Einstellung des Verstärkungsgrades,
einem steuerbaren Abschwächer od. dgl. als Steuersignal zugeführt wird.
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Tonbandamateure, Schmalfilmamateure etc. müssen sich auf die Bedienung
und Aussteuerung des verwendeten Gerätes konzentrien. Dies führt insbesondere zu
einer großen Belastung des Amateurs, wenn zusätzlich mit den Augen das Geschehen
verfolgt werden muß, was beispielsweise bei Schmalfilmaufnahmen unumgänglich ist.
Hiebei liegen die Vorteile einer Aussteuerungsautomatik für die Tonaufnahmeeinrichtungen
eines derartigen Gerätes auf der Hand. Es können mit einer Aussteuerungsautomatik
qualitativ befriedigende Tonauinahmen hergestellt werden, ohne daß ständig ein Instrument
zu beobachten und ein Knopf (Aussteuerungsregler ) zu bedienen ist.
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Andererseits ist aber ein Tonaufnahmegerät, das ausschließlich eine
Tonaufnahme mit Aussteuerungsautomatik besitzt, nicht in jedem Falle optimal.
Durch
die automatische Aussteuerungsstufe wird eine gewisse Dynamikkompression erreicht,
wobei bei Szenen mit stark unterschiedlichem Schallpegel eine gewisse Nivellierung
eintritt, wodurch die Wiedergabetreue im dramaturgischen Sinne nicht erreicht wird,
bzw. eine Verfälschung des Klangbildes eintritt. Für derartige Aufnahmen ist es
vorteilhaft, eine Aufnahmeeinrichtung zu verwenden, bei der die Tonaussteuerung
händischvom Benützer durchgeführt werden kann, Es wurde bereits vorgeschlagen, eine
automatische Aussteuerungsstufe in einem Tonaufzeichnungsgerät zu verwenden, bei
der die Betriebsart ~automatische Aussteuerung" abschaltbar ist und der Aufnahmepegel
über einen Drehknopf od. dgl. händisch einstellbar ist. Hiebei ist die Achse des
Einstellreglers mit einem mechanischen Schalter gekuppelt, der in der einen Endstellung
die Aussteuerungsautomatik ein- bzw, -ausschaltet. Derartige umschaltbare Einrichtungen
weisen für den Benützer den großen Vorteil auf, daß er sein Gerät stets gemäß den
akustischen Gegebeneheiten optimal einsetzen kann. Für den Hersteller des Gerätes
ist jedoch ein gewisser konstruktiver Aufwand erforderlich, da zu dem Pegeleinsteller
zusätzlich ein mechanischer Schalter vorgesehen sein muß, der einen gewissen Kostenaufwand
erfordert und darüber hinaus auch einen gewissen nicht zu verachtenden Platzbedarf
aufweist, der heute insbesondere beim Trend zur Miniaturisierung der Geräte nicht
außer acht gelassen werden darf.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung
für eine Slgnalübertragungselnrichtung zu schaffen, die sowohl die automatische
Aussteuerung einer Signalübertragungseinrichtung als auch die manuelle Aussteuerung
durch den Benützer ermöglicht, wobei nicht nur der Aufwand an Bauteilen gering gehalten,
sondern auch der Platzbedarf wesentlich verringert werden soll, Im Hinblick auf
die konsumentenfreundliche Wartungsfreiheit des Gerätes sollte auch die Einstellung
der einzelnen Betriebsarten voll elektronisch durchführbar sein.
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Gemäß der Erfindung wird daher bei einer Einrichtung der oben erwähnten
Art vorgeschlagen, daß vorzugsweise parallel zum Stellglied ein einstellbarer
Widerstand
angeordnet ist, der ein Teilwiderstand eines Spannungsteilers ist, über dessen anderen
Teilwiderstand die Funktion des Stellgliedes zumindest mittelbar unterbindbar ist,
wobei der Spannungsteiler ein vorzugsweise händisch bedienbares Potentiometer ist,
Durch diese besonderen erfinderischen Maßnahmen wird erreicht, daß die Wahl der
Art der Signalübertragung ( automatisch ausgesteuert oder händisch ausgesteuert
) ausschließlich über elektronische und verschleißlose Bauteile erfolgt. Der mechanische
Umschalter mit seinem großen Platzbedarf wird vermieden, sodaß die angestrebte Kleinbauweise
des Tonbandgerätes, der Laufbildkamera, des Filmprojektors etc, nicht behindert
wird.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsformen
beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt schematisch die Schaltungsanordnung im
Blockschaltbild zur Durchführung von Aufnahmen auf einem Magnetband, Fig. 2 zeigt
im Detail die Schaltungsanordnung zur Durchführung von Mehrfachaufnahmen. Fig. 3
zeigt schematisch im Blockschaltbild die Anordnung einer automatischen Verstärkungsregelungsstufe
mit den Aufzeichnungseinrichtungen für die Speicherung von Nutzsignalen auf einem
Magnetband und Fig. 4 eine automatische Aussteuerungsstufe mit der Umschalteinrichtung
für händische Aussteuerung In Fig. 1 ist mit 1 das Magnetband bezeichnet, das durch
nicht dargestellte Antriebseinrichtungen mit gleichförmiger Geschwindigkeit in Richtung
des Pfeiles 2 am Löschkopf 3 und am Aufnahmekopf 4 vorbeigeführt wird. Über den
Anschluß 5 wird der Aufzeiehnungseinrichtung#das aufzuzeichnende Signal zugeführt,
das im Verstärker 6 verstärkt wird, Der Verstärker 6 weist eine nicht näher bezeichnete
automatische Verstärkungsregelung auf, bei der aus der Größe des Ausgangssignals
ein Regelsignal abgeleitet wird, das den Verstärkungsgrad des Verstärkers 6 in Abhängigkeit
von der Größe seines Eingangssignales mehr oder weniger stark anhebt, sodaß am Eingang
des Verstärkers 7 im wesentlichen stets ein Signal mit ausreichend großer Amplitude
für die Aufzeichnung am Magnetband 1 zur Verfügung steht. Der Aufsprechverstärker
7 liefert über den (Linearisierungs-) Widerstand 8 einen frequenzunabhängigen, konstanten
Besprechungsstrom an den
Aufnahme-Magnettonkopf 4. Mit 9 ist der
Hochfrequenzgenerator bezeichnet, der zur Ansteuerung des Löschkopfes 3 vorgesehen
ist. Zusätzlich wird auch über den Kondensator 10 ein Hochfrequenzsignal an den
Aufnahme-Magnettonkopf 4 geführt, das zur Vormagnetisierung dient. Bekanntlich ist
diese Vormagnetisierung notwendig, um die Verzerrungen gering zu halten und eine
qualitativ hochwertige Aufzeichnung der Nutzsignale sicherzustellen, Soll nun über
eine bereits vorhandene Aufzeichnung am Magnetband 1 eine weitere Aufzeichnung durchgeführt
werden, so kann dies mit der Schaltungsanordnung nach Fig, 2 erfolgen. Dem Aufsprechverstärker
7 ist nach Fig. 2 in nicht dargestellter Weise das aufzuzeichnende Nutzsignal über
seinen Eingang 11 zugeführt. Das Ausgangssignal des Aufsprechverstärkers 7 wird
über die Serienschaltung der Widerstände 12 und 13 an den Auinahmetonkbpf 4 geführt.
Wie nach Fig. 1 wird dem Aufnahmetonkopf 4 aber auch ein Hochfrequenz-Vormagnetisierungssignal
des Hochfrequenzgenerators 9 über den Kondensator 10 zugeführt. In Fig. 2 ist der
Schwingkreis 14 des Oszillators des Hochfrequenzgenerators 9 dargestellt, über dessen
Auskoppeltvicklung 15 sowohl das Vormagnetisierungssignal für den Aufiiahme-Magnettonkopf
4 als auch der Löschstrom für den Löschkopf 3 bereitgestellt wird.
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Um nun eine Mehrfachaufnahme oder auch eine "Trickaufnahme", wie
sie von Schmalfilmamateuren genannt wird, durchzuführen, muß bei dem Aufnahmevorgang,
bei dem die Überlagerung stattfindet, die Löschung der bereits vorhandenen Aufzeichnung
durch den Löschkopf 3 unterbunden werden. Hiezu ist der über seinen einen Anschluß
mit der Auskoppelwicklung 15 des Hochfrequenzgenerators 9 verbundene Löschkopf 3
mit seinem anderen Anschluß an den Anschluß 16 des einstellbaren Spannungsteilers
17 verbunden. Der einstellbare Spannungsteiler 17 ist als Potentiometer ausgebildet,
dessen Schleifer 18 mit dem Bezugspotential (Masse ) verbunden ist Je nach Einstellung
des Spannungsteilerverhältnisses bzw. im entsprechenden Sinne des Schleifers 18
ist der Löschkopf 3-über einen mehr oder weniger hohen Widerstand mit dem Bezugspotential
verbunden. Steht der Schleifer 18 des Potentiometers
17 am Anschluß
16 an, so ist der Löschkopf 3 voll aktiviert. Wird hingegen der Schleifer vom Anschluß
16 des Potentiometers entfernt, so nimmt der Widerstandswert zwischen dem Anschluß
16 und dem Schleifer 18 zu, was je nach der Einstellung des Schleifers zu einer
mehr oder weniger starken Dämpfung der HF-Signalamplitude am Löschkopf bzw, zu dessen
Inaktivierung führt.
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Der Abgriff 20 der Serienschaltung aus den Widerständen 12 und 13
ist nach Fig. 2 mit dem Anschluß 19 des Spannungsteilers bzw. Potentiometers 17
verbunden. Hiedurch wird erreicht, daß bei Verstellung des Schleifers 18 in Richtung
auf den Anschluß 19 zu das vom Aufsprechverstärker 7 bereitgestellten Nutzsignal
bedämpft wird und zwar wiederum in jenem Maße, daß dem eingestellten Widerstand
zwischen dem Schleifer 18 und dem Anschluß 19 des Potentiometers entspricht. Es
wird also die Anordnung des Potentiometers 17 eine einfache Möglichkeit der "Abschaltung"
des Löschkopfes und gleichzeitiger, im wesentlichen kontinuierlicher Einstellung
des Pegels der über die bereits vorhandenen Aufzeichnungen aufgezeichneten weiteren
Aufzeichnungen erreicht. Zusätzlich wird über das Potentiometer 17 aber auch die
Amplitude des über den Kondensator 10 an den Aufs pre chkopf 4 geführten Hochfrequenz-Vormagnetisierungssignales
eingestellt, wobei gleichsinnig bei Verringerung der Nutzsignalamplitude auch eine
Verringerung der Hochfrequenz-Signalamplitude erreicht wird, sodaß stets eine Aufzeichnung
mit ausreichender Tonqualität erreicht wird.
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Der Spannungsteiler 17 kann wie gesagt als Potentiometer ausgebildet
sein, dessen Schleifer über einen Einstellknopf an der Frontplatte des Gerätes bedienbar
ist. Anstelle eines mechanischen Potentiometers ist es aber auch denkbar, aus anderen
Bauteilen gebildete Spannungsteiler zu verwenden, wie dies beispielsweise durch
Fotowiderstände, Halbleiterstrecken etc. erfolgen kann. Die Ansteuerung derartiger
"nicht mechanischer" Potentiometer kann über Gleichstromsteuersignale, Lichtsignale
etc. erfolgen. Der einstellbare Spannungsteiler sollte einen positiven logarithmischen
Widerstandskennlinienverlauf aufweisen, wobei im
Hinblick auf die
Fig, 2 der Löschkopf 3 dem Teil der Widerstandskennlinie mit großer Änderung des
Widerstandswertes hinsichtlich des Verstellweges des Schleifers zugeordnet ist,
Hiedurch wird erreicht, daß ein Verdrehen des Schleifers vom Anschluß 16 des Potentiometers
17 weg bereits nach einem kurzen Verstellweg ein hoher Widerstand zwischen dem Anschluß
16 und dem Schleifer 18 auftritt, wodurch der Löschkopf 3 inaktiviert wird.
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Soll die Aktivierung bzw. Inaktivierung des Löschkopfes 3 dem Benützer
angezeigt werden, so ist es denkbar, am Anschluß 16 eine elektronische Schaltstufe
anzuschließen, die eine optische Signaleinrichtung aktiviert bzw. inaktiviert, wenn
der Schleifer 18, d. h. das Massepotential mit dem Anschluß 16 des Potentiometers
17 verbunden ist. Bei dieser Schaltstufe sind aber gegebenenfalls Maßnahmen zu treffen,
die verhindern,daß das HF-Signal am Löschkopf 3 bzw. daß über den Anschluß 19 des
Potentiometers 17 zugeführte Niederfrequenzsignal Umschaltvorgänge auslösen In Fig,
3 ist mit 101 ein Magnetband bezeichnet, daß nicht dargestellte Antriebseinrichtungen
mit gleichförmiger Geschwindigkeit in Richtung des PfeilslO2 am Löschkopf 103 und
am Aufnáhmekopf 104 einer Aufnahmeeinrichtung zur Speicherung akustischer Signale
vorbeigeführt werden. Über den Anschluß 105 wird der Aufnahmeeinrichtung das aufzuzeichnende
Signal zugeführt, das im Verstärker 6 verstärkt wird. An den Ausgang des Verstärkers
106 ist der Aufsprechverstärker 107 4n9 angeschlossen, der über den Widerstand 108
einen frequeãbhängigen, konstanten Besprechungsstrom an den Aufnahme-Magnettonkopf
104 liefert. Mit 9 ist der Hochfrequenzgenerator bezeichnet, der zur Ansteuerung
des Löschkopfes 103 vorgesehen ist. Zusätzlich wird auch über den Kondensator 110
ein Hochfrequenzsignal an den Aufnahme-Magnettonkopf 104 geführt, der zur Vormagnetisierung
dient. Bekanntlich ist diese Vormagnetisierung notwendig, um die Verzerrungen der
gespeicherten Informationen am Magnetband gering zu halten und eine qualitativ hochwertige
Aufzeichnung der Nutzs ignale sicherzustellen.
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Der Verstärker 106 ist nach Fig, 3 als automatische Verstärkungsregelungsstufe
ausgebildet.
Hiebei wird aus der Größe des Nutzsignals ein Regelsignal gewonnen, das über das
Stellglied 111 den Verstärkungsgrad der Verstärkungs -regelungsstufe 106 einstellt.
Der Aufbau und die Funktion der Regeleinrichtung wird an Hand der Fig. 4 unten näher
beschrieben. Im wesentlichen besteht die Funktion der selbsttätigen Verstärkungsregelungsstufe
darin, daß der Verstärkungsgrad in Abhängigkeit von der Größe des Eingangssignales
mehr oder weniger stark angehoben wird, sodaß am Eingang des nachfolgenden Verstärkers
107 im wesentlichen stets ein Signal mit ausreichend großer Amplitude für die Aufzeichnung
am Magnetband 101 zur Verfügung steht.
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Nach Fig 4 wird das Nutzsignal über die Anschlußklemme 105 und den
Widerstand 112 an den Verstärker 133 der automatischen Verstärkungsregelungsstufe
6 geführt. Das Ausgangssignal des Verstärkers 113 gelangt dann an den Verstärker
107 wie nach Fig, 3. Zur automatischen Regelung des Verstärkungsgrades der Stufe
106 wird die Ausgangsspannung des Verstärkers 113 über einen Entkoppelwiderstand
114 und die Diode 115 gleichgerichtet. Die Diode 116 leitet die negativen Halbwellen
der Signalspannung nach dem Widerstand 114 gegen Masse ab. Mit der gleichgerichteten
Spannung, d. h. mit den positiv gerichteten Halbwellen wird der Speicherkondensator
117 aufgeladen. Die am Kondensator 117 liegende Spannung stellt das Regelsignal
der automatischen Aussteuerungsstufe dar und bildet das Steuersignal für den Transistor
118, der als Stellglied 111 nach Fig. 3 vorgesehen ist, Die positive Regelspannung
steuert den Kollektorstrom des Transistors 118 aufwärts. Dadurch wird auch die Emifter-Kollektor-Strecke
des Transistors 118 niederohmig und es erfolgt über den Widerstand 112 und die Kollektor-Emitter-Strecke
des Transistors 118 eine Spannungsteilung die in funktionellem Zusammenhang mit
der Größe des Ausgangssignales des Verstärkers 113 steht.
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Dem Speicherkondensator 117 ist der Widerstand 119 zugeordnet, der
mit diesem ein Zeitglied bildet, Das Zeitglied Kondensator 117 und Widerstand 119
ist symbolisch für jene bekannte schaltungstechnische Maßnahmen gesetzt, die vorgesehen
sind, um bestimmte, den etwaig auftretenden akustischen Ereignissen angepaßte Regelzeiten
zu
erreichen.
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An den Knotenpunkt 19 des Vorwiderstandes 112 und der Kollektor-Emitter-Strecke
des Transistors 118 ist der Anschluß 120 des Potentiometers 121 angeschlossen, dessen
Schleifer 122 mit dem Bezugspotential ( Masse ) verbunden ist. Der andere Anschluß
123 des Potentiometers 121 ist mit der Basiselektrode des Transistors 124 verbunden,
dessen Kollektor mit der Basis des Transistors 118 und dessen Emitter mit dem Bezugspotential
verbunden ist, Der Transistor 124 ist über den Widerstand 125 basisstrommäßig vorgespannt,
sodaß der Transistor 124 stets dann im Leitzustand ist, wenn der Schleifer 22 vom
Anschluß 123 des Potentiometers 121 entfernt ist. Ist der Transistor 124 leitend,
d. h. die Kollektor-Emitter-Strecke ist niederohmig, so ist die Basis des Transistors
118 über diese Kollektor-Emitter-Strecke mit Masse verbunden und der Transistor
118 gesperrt.
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Dies hat zur Folge, daß der Knotenpunkt 119 über einen Widerstand
mit dem Bezugspotential verbunden ist, dessen Wert von der Einstellung des Schleifers
22 des Potentiometers 121 abhängt. Die Einstellung des Schleifers erfolgt händisch
durch den Benützer des Gerätes, sodaß die Eingangsspannung des Verstärkers 113 manuell
einstellbar ist, Ist hingegen der Schleifer 122 am Anschluß 123 ( bzw. nahe des
Anschlusses 123 an der Widerstandsbahn des Potentiometers 121 ) dann fällt die Vorspannung
an der Basis des Transistors 124 unter die Schwellspannung, somit sperrt der Transisotr
124, d. h. die Kollektor-Emitter-Strecke wird hochohmig, wodurch die Regelspannung
an der Basis des Transistors 118 wieder wirksam wird und die Einstellung des Spannungsteilerverhältnisses
zwischen Vorwiderstand 112 und Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors 108 selbsttatig
in Abhängigkeit von der Größe des Nutzsignales eingestellt wird, Die Betriebsart
"automatische Verstärkungsregelungtt oder ~manuelle Einstellung des Verstärkungsgrades"
hängt also lediglich von der Einstellung des Potentiometers 121 ab, wobei gleichzeitig
bei der Betriebsart "manuelle Einstellung des Verstärkungsgrades" der Grad der Verstärkung
durch den Benützer gewählt werden kann, Das Stellglied 118 und das Potentiometer
121 können sinngemäß nach unterschiedlicher Art der
Konstruktion
der automatischen Aussteuerungsstufe eingesetzt werden. Es sind auch Verstärkungsregelungsstufen
bekannt, die einen Operationsverstärker besitzen, bei dem der Verstärkungsgrad bekanntlich
durch Wahl des Gegenkopplungswiderstandes bestimmt wird. Wird die Erfindung bei
einem derartigen Verstärker angewandt, so ist der Transistor 118 bzw. das Potentiometer
121 sinngemäß im Gegenkopplungskreis bzw, in jenen Stromkreisen einzusetzen, die
auf den Verstärkungsgrad Einwirkung haben, Fernerhin ist es denkbar, die gewählte
Betriebsart durch ein Lichtsignal dem Benützer anzuzeigen, Dies kann beispielsweise
dadurch erfolgen, daß der Schaltzustand des Transistors 124 angezeigt wird, in dem
- gegebenenfalls über entsprechende Entkopplung - die Spannung an der Basis des
Transistors 118 als Steuerspannung für eine Leuchtdiode od, dgl. benützt wird, Besonders
vorteilhaft läßt sich als Potentiometer 121 ein Potentiometer mit positiv logarithmischer
Widerstandskennlinie verwenden, wobei die Basis des Transistors 124 jenem Anschluß
des Potentiometers angeschlossen ist, der dem Teil der Widerstandskennlinie mit
großer Änderung des Widerstandswertes hinsichtlich des Verstellweges des Schleifers
für den Abgriff des Spannungsteilers zugeordnet ist.
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Das Potentiometer kann direkt mechanisch über einen Einstellknopf
an einer Frontplatte des Gerätes bedienbar sein, Anstelle eines mechanischen Potentiometers
ist es aber auch denkbar, aus anderen Bauteilen gebildete Spannungsteiler zu verwenden,
wie dies beispielsweise durch Fotowiderstände, Halbleiterstrecken etc. erfolgen
kann. Die Ansteuerung derartiger ttnichtmechanischer Potentiometer" kann über Gleichstromsteuersignale,
Lichtsignale etc. erfolgen, Bezüglich der Kennlinie des Potentiometers wird herausgestellt,
daß es von Vorteil ist, daß ein Verdrehen des Schleifers 122 vom Anschluß 123 weg
bereits nach einem kurzen Verstellweg einen hohen Widerstandswert zwischen dem Anschluß
123 und dem Schleifer 122 bewirkt, wodurch der Transistor 124 leitet und die Widerstandsstrecke
zwischen
dem Schleifer 122 und dem Anschluß 120 des Potentiometers 121 für die Einstellung
des Signalpegels am Ausgang der Verstärkungsregelungsstufe 16 wirksam witd