DE301143C - - Google Patents

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DE301143C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/16Sintering; Agglomerating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 301143 KLASSE 18«. GRUPPE
In dem Patent 210742 ist ein Verfahren beschrieben, um feine oxydische Erze und Hüttenprodukte in der Weise zu sintern, daß man das Erz mit Brennstoff mischt und aus der Mischung den Brennstoff durch Hindurchleiten eines Luftstromes herausbrennt. Versuche haben gezeigt, daß dieses Verfahren auch auf in feinem oder granuliertem Zustande befindliche Schlacken anwendbar ist, und zwar hat sich überraschender Weise gezeigt, daß besonders granulierte Schlacken außerordentlich leicht zum Sintern zu bringen sind. Diese neue Erkenntnis hat besonders Bedeutung für in gewissen Gegenden bei Hochofenwerken fallende, manganhaltige Schlacken. Derartige manganhaltige Schlacken werden auf anderen Hochofenwerken als Zuschlag verwendet. Ihre Verwendung bietet jedoch insofern Nachteile, als diese Schlacken bei den Hochofenwerken, wo sie fallen, häufig des bequemeren Abtransportes wegen in den granulierten Zustand übergeführt werden. Die Anwendung des Verfahrens gemäß Patent 210742 gibt die Möglichkeit, solche granulierten Schlackensande mit geringen Kosten in eine für den Hochofenbetrieb besonders günstige poröse Stück-
• form überzuführen. Von Wichtigkeit ist die neue Erkenntnis weiterhin besonders auch für die Verwendung der hocheisenhaltigen Schlacken aus Blei-, Kupfer- und Zinnhütten. Derartige Schlacken sind meist sehr kieselsäurereich, ein Umstand, der ihre Verwertung in solchen Hochofenbezirken, beispielsweise im Lothringischen, wünschenswert erscheinen läßt, in denen die kalkhaltigen Erze überwiegen. Durch Granulierung der Schlacke beim Ausfließen aus dem Schachtofen und nachherige Sinterung des Schlackensandes erhält man wiederum ein sehr poröses, für den Hochofenbetrieb sehr geeignetes, an Eisen und Kieselsäure verhältnismäßig reiches Agglomerat. Von besonderer Bedeutung wird die Verwendung von solchen Blei-, Kupfer- oder Zinnschlacken, welche häufig nicht unerhebliche Mengen an Zink oder Zinn enthalten, im Zusammenhang mit den neueren Verfahren, welche die Entfernung des Zinns oder Zinks aus den Schlacken bewirken. Die entzinkten Schlacken sind für den Hochofenbetrieb natürlich wesentlich wertvoller wie zinkhaltige.
Die neu erkannte leichte Sinterfähigkeit von granulierten Schlackensanden soll ferner gemäß vorliegender Erfindung dazu benutzt werden, die Sinterfähigkeit anderer eisenhaltiger Stoffe zu verbessern. Insbesondere kommen hier in Frage solche Erze und Stoffe, welche infolge ihrer außerordentlichen Feinheit oder infolge ihres hohen Sinterpunktes sich weniger gut zur Sinterung gemäß dem Verfahren nach Patent 210742 eignen. Es hat sich gezeigt, daß wenn man solchen schlecht sinternden Erzen und Gichtstäuben eine gewisse Menge granulierten Schlackensandes beimischt, die Sinterfähigkeit außerordentlich erhöht wird, und daß hierdurch nicht nur eine Beschleunigung der Sinterung, sondern auch eine erhebliche Verminderung bis vollkommene Vermeidung des sonst bei diesen Stoffen schlecht zu ver-
meidenden feinen Rückfalles erzielt werden kann. Dieser Erfolg ist je nach der Beschaffenheit der Stoffe, deren Sinterungsfähigkeit verbessert werden soll, teils durch die Auflockerung der feinen Beschickung durch den granulierten Schlackensand, teils durch die Erniedrigung der Sinterungstemperatur in-• folge der leichteren Schmelzbarkeit der fertig gebildeten Schlacken zu erklären. Besonders
ίο günstig wirken bei diesem Verfahren natürlich die infolge des Mangangehaltes leicht schmelzbaren Manganschlacken und die infolge ihres hohen Eisengehaltes ebenfalls leicht schmelzbaren Schlacken von Blei-, Kupfer- und Zinnhütten.
Die Ausführung der vorliegenden Erfindung gestaltet sich besonders günstig, wenn das Verfahren nach Patent 210742 in der Weise ausgeführt wird, daß der Luftstrom in der Richtung von der Oberfläche der Beschickung nach unten hin gesaugt wird (d. h. bei Anwendung des unter dem Namen Dwight-Lloyd bekannten und durch die deutschen Patente 214767 und 204082 geschützten Verfahrens).

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Sintern von feinen oder granulierten Schlacken, irisbesondere manganhaltigen Hochofenschlackensanden und eisenhaltigen Schlacken aus Blei-, Kupfer- und Zinnhütten, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben nach dem Verfahren gemäß Patent 210742, insbesondere in Verbindung mit dem Verfahren gemäß den Patenten 214767 und 204082, behandelt werden.
2. Die Verwendung von granulierten Schlackensanden als Zuschlag zu feinen Gichtstäuben und feinen, insbesondere schlecht sinternden Erzen und Hüttenerzeugnissen, bei deren Sinterung gemäß dem Verfahren nach Patent 210742, insbesondere in Verbindung mit dem Verfahren gemäß den Patenten 214767 und 204082.
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