DE3015451C2 - Metalldampfentladungslampe - Google Patents
MetalldampfentladungslampeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Metalldampfentladungslampe mit einer Entladungsröhre und einer parallel zu
dieser geschalteten wärmeempfindlichen Schalteinrichtung in einem eine Gasfüllung aufweisenden Außenkolben.
Bei einer derartigen aus der DE-OS 24 10 398 bekannten Metalldampfentladungslampe wird für die Gasfüllung
im Außenkolben ein Gasdruck gewählt, der jeden beliebigen Wert unterhalb 133 mBar haben kann.
In jüngster Zeit wurden Hochdruck-Natriumdampfentladungslampen
und Metallhalogenidentladungslampen entwickelt, die die herkömmlichen Hochdruck-Quecksilberdampfentladungslampen
ersetzen sollen. Diese Lampen haben insbesondere den Vorteil einer erheblichen Energieersparnis. Sie benötigen jedoch eine
höhere Zündspannung als die Hochdruck-Quecksilberdampfentladungslampen
und können daher nicht mit dem Vorschaltgerät für Hochdruck-Quecksilberdampfentladungslampen
betrieben werden. Es sind daher spezielle Vorschaltgeräte zur Erzeugung eines Hochspannungszündimpulses
von mehreren tausend Volt erforderlich. Diese speziellen Vorschaltgeräte haben im Vergleich
zu den Vorschaltgeräten für die Hochdruck-Quecksilberdampfentladungslampen
große Abmessungen, ein erhebliches Gewicht und sind bei ihrer Herstellung mit beträchtlichen Kosten verbunden. Aufgrund
dieser Nachteile hat sich die wirtschaftliche Durchsetzung der Metalldampfentladungslampen, beispielsweise
der Hochdruck-Natriumdampfentladungslampen und der Hochdruck-Metallhalogenidentladungslampen, bisher
verzögert.
Um die hohe ZUndimpulsspannung von mehreren tausend Volt für eine Metalldampfentladungslampe zu
erzeugen, ist in üblicher Weise im Außenkolben der Metalldampfentladungslampe eine wärmeempfindliche
Schalteinrichtung, z. B. ein Bimetallschalter angeordnet. Die Lampe wird unter Verwendung einer hohen Impulsspannung
gezündet, die in einem Vorschaltgerät und zwar zum Zeitpunkt des Lösens des Kontaktes durch
eine Betätigung der wärmeempfindlichen Schalteinrichtung erzeugt wird. Eine Metalldampfentladungslampe
kann mit Hilfe des kompakten leichten wirtschaftlichen Vorschaltgerätes für normale Hochdruck-Quecksilberdampfentladungslampen
gezündet werden, wenn die wärmeempfindliche Schalteinrichtung im Außenkolben angeordnet ist, ohne daß im Vorschaltgerät ein Zünder
vorgesehen wird. Es ist daher möglich, über die wärmeempfindliche Schalteinrichtung im Außenkolben eine
Metalldampfentladungslampe, beispielsweise eine Hochdruck-Natriumdampfentladungslampe, mittels eines
Vorschaltgerätes für eine normale Hochdruck-Qiiccksilberdampfentladungslampe
zu betreiben. Im Normalzustand kann die Entladungsröhre ohne Störung
mit Hilfe eines Spannungsstoßes, der durch die Betäti-. gung der wärmeempfindlichen Schalteinrichtung zustände
kommt, betrieben werden. Wenn jedoch die Entladungsröhre nicht im Normalzustand betrieben wird,
beispielsweise schwer gezündet werden kann, oder sich in der Endphase ihrer Lebensdauer befindet, so beträgt
die Spannung des Spannungsstoßes bei Betätigung der wärmeempfindlichen Schalteinrichtung 10 bis 2OkV,
was ein Durchbrechen der Isolierung im Vorschaltgerät und in der Zündschaltung zur Folge hat
Um den Spannungsstoß zu verringern und die Wahrscheinlichkeit eines Durchbrechens der Isolierung zu
vermindern, ist bereits eine Schaltung vorgeschlagen worden, bei der ein Strombegrenzungswiderstand in
Reihe zur wärmeempfindlichen Schalteinrichtung geschaltet ist, so daß der Stromfluß über den Kontakt der
wärmeeiiipfindlichen Schalteinrichtung verringert wird.
Bei einer derartigen Schaltung tritt bei einem nicht normalen Betriebszustand der Entladungsröhre bei Betätigung
der wärmeempfindlichen Schalteinrichtung immer noch ein Spannungsstoß von etwa 10 kV auf, so daß
weiterhin die Gefahr eines Durchbruches der Isolierung im Vorschaltgerät und in der Zündschaltung besteht.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht demgegenüber darin, bei einer Metalldampfentladungslampe
der eingangs genannten Art den im Vorschaltgerät auftretenden Spannungsstoß bei Betätigung der
Schalteinrichtung zu verringern.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Gas innerhalb des Außenkolbens einen
Druck im Bereich von 1,3 · 10-4 bis 13,3 mBar bei Umgebungstemperatur
aufweist.
Bei der erfindungsgemäßen Metalldampfentladungslampe wird der Spannungsstoß im Vorschaltgerät bei
Betätigung der Schalteinrichtung aufgrund der angegebenen Wahl des Druckes im Außenkolben innerhalb
eines Bereiches von 1000 bis 5000 V gehalten.
Bei derartigen Spannungswerten kann ein störungsfreier Betrieb der Metalldampfentladungslampe sichergestellt
werden.
Vorzugsweise ist bei der erfindungsgemäßen Metalldampfentladungslampe
das in dem Außenkolben eingeschlossene Gas mindestens eines der Edelgase oder Stickstoff, wobei insbesondere der Außenkolben
Quecksilber enthält.
Im folgenden werden anhand der zugehörigen Zeichnung besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher beschrieben. Es zeigen
F i g. 1 und 2 Schaltbilder bekannter' Metalldampfentladungslampen
mit einer Entladungsröhre und einer wärmeempfindlichen Schalteinrichtung innerhalb des
Außenkolbens,
F i g. 3 eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Metalldamp 'entladungslampe, und
Fig. 4 eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Metalldampfent-
b5 ladungslampe.
Wie es in Fig. 1 und 2 dargestellt ist. ist bei einer
bekannten Metalldampfentladungslampe eine wärmeempfindliche Schalteinrichtung 4, beispielsweise ein Bi-
metallschalter, im Außenkolben 7 angeordnet Die Lampe
wird durch einen hohen Spannungsimpuls gezündet, der in einem Vorschaltgerät 8 bei Lösen des Kontaktes
durch Betätigung der wärmeempfindlichen Schalteinrichtung 4 erzeugt wird. Dadurch kann die Metalldampfentladungslampe
mittels eines Vorschaltgerät« 8 für eine übliche Hochdruck-Quecksilberdampfentladungslampe
gezündet werden.
Um den im Vorschaltgerät bei Betätigung der Schalteinrichtung auftretenden Spannungsstoß zu verringern
und die Gefahr eines Durchbrechens der Isolierung im Vorschaltgerät herabzusetzen, wurde bereits die in
F i g. 2 dargestellte Schaltung vorgeschlagen. Bei dieser Schaltung ist ein Strombegrenzungswiderstand 6 in Reihe
zur wärmeempfindlichen Schalteinrichtung 4 ge- is schaltet so daß der Stromfluß über den Kontakt der
wärmeempfindlichen Schalteinrichtung 4 herabgesetzt wird. Bei einer derartigen Schaltung treten bei einem
nicht normalen Betriebszustand der Entladungsröhre 1 immer noch Spannungsstöße mit einer Spannung von
10 kV auf, so daß weiterhin die Gefahr eines Durchbruches der Isolierung im Vorschaltgerät besteht.
Fig.3 zeigt eine Hochdruck-Natriumdampfentladungslampe
mit einer Entladungsröhre 1 aus polykristallinem Aluminiumoxid, an deren beiden Enden Elektroden
2, 3 einander gegenüberliegend eingesetzt sind. Die Entladungsröhre 1 ist mit einer gewünschten Menge
Na-Amalgam sowie mit Xenon von etwa 400 mBar gefüllt und an einem Halterungsrahmen 14 mit Hilfe von
Halterungsplatten 12, 13 befestigt Die Elektrode 2 ist über die leitfähige Halterungsplatte 12, die als Zuleitung
wirkt, mit dem Halterahmen 14 verbunden. Die Elektrode 3 ist über einen Zuleitungsdraht 15,25, eine Wendel 5
für das Erhitzen eines Bimetalls und über den Rahmen 14' und eine Sockelzuleitung 20 mit einem Sockelan-Schluß
21 verbunden. Der leitfähige Halterahmen 14 ist über eine Sockelzuleitung 19 mit dem anderen Sockelanschluß
21 verbunden. Die Sockelzuleitungen 19, 20 sind an einem Ende des Außenkolbens 7 jeweils durch
Schmelzverbinaung oder Schweißverbindung unter elektrischer Isolierung des Lampenstiels 18 mit den Sokkelkontakten
verbunden. Die Zuleitung 25 ist über die Zuleitung 24, den Bimetallschalter 4, die Kontakte 22,23
und die Zuleitung 17 mit dem Halterahmen 14 verbunden. Eine Hilfszuleitung 10 ist als Zündhilfe rund um die
Außenwandung der Entladungsröhre 1 gewickelt. Ein Ende der Hilfsleitung 10 ist über einen Bimetallschalter
11 mit dem Halterahmen 14 verbunden.
Bei einer herkömmlichen Lampe dieser Art wird der Außenkolben 7 in einem hohen Maße evakuiert, so daß
der Druck bei etwa 1,3 · 10~7 mBar liegt. Dieser niedrige
Druck wird während der gesamten Lebensdauer der Lampe aufrechterhalten, und zwar mit Hilfe eines Getters
innerhalb des Außenkolbens. Bei solchen herkömmlichen Lampen kommt es bei einem Betrieb der 5ϊ
Entladungsröhre unter nicht normalen Bedingungen zu einem Spannungsstoß in der Größenordnung von etwa
kV, wodurch das Vorschaltgerät oder dergl. beschädigt wird.
Es wurde festgestellt, daß anstelle der Aufrechterhai- bo
tung eines hohen Vakuums im Außenkolben ein Gas oder Quecksilber mit einem relativ niedrigen Druck im
Außenkolben eingeschlossen werden sollte, um die Ausbildung hoher Spannungsstöße zu verhindern.
Wenn man in den Außenkolben einer Hochdruck-Natriumdampfentladungslampe
gemäß F i g. 3 ein Edelgas, wie Xenon oder Quecksilber, unter einem Druck von weniger als 133 mBar einschließt, so wird die Wendel 5
für das Aufheizen des Bimetalischalters durch den Stromfluß erhitzt, und der Bimetallschalter 4 wird durch
die Wärmeabstrahlung der erhitzten Wendel ebenfalls erhitzt und betätigt Sobald die Berührung zwischen den
Kontakten 22 und 23 gelöst wird, kommt es zu einem Spannungsstoß im Vorschaltgerät Dieser SpannungsstolS
ist nun jedoch herabgesetzt und ein Durchbruch der Isolierung des Vorschaltgeräts wird vermieden.
Wenn die Hochdruck-Natriumdampfentladungslampe
gemäß F i g. 3 über das Vorschlagerät mit der Stromquelle verbunden wird, so fließt der Strom durch den
geschlossenen Schaltkreis, bestehend aus dem nichtgezeigten Vorschaltgerät, der Basis 21, der Sockelzuleitung
20, einem Teil des Halterahmens 14', der Wendel 5 für die Aufheizung des Bimetalls, den Zuleitungen 25,
24, dem Bimetallschalter 4, den Kontakten 22, 23. der Zuleitung 17. der Halterung 14, der Sockelzuleitung 39
und der Basis 21 und dem Vorschaltgerät Der Bimetallschalter 4 wird durch die Strahlungswärme der durch
den Strom erhitzten Wendel 5 aufgeheizt, wodurch der Bimetallschalter 4 betätigt wird und die Kontakte 22,23
gelöst werden. Die Entladung wird zwischen den Elektroden 2,3 durch den Spannungsstoß des Vorschaltgeräts
gezündet und die Entladungslampe wird eingeschaltet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Inertgas oder Quecksilber im Außenkolben 7 eingeschlossen,
und wird ein Teil der Energie des Spannungsstoßes, der durch die Betätigung des Bimetallschalters hervorgerufen
wird, durch eine Entladung zwischen den Kontakten 22, 23 verzehrt, wenn die Kontakte 22, 23 voneinander
gelöst werden. Der Spannungsstoß ist niedriger als bei einer Entladungslampe, in deren Außenkolben 7 ein hohes
Vakuum (ein geringer Druck) aufrechterhalten wird. Auf diese Weise werden übermäßig hohe Spannungen
vermieden. Wenn die Entladung zwischen den Elektroden 2,3 durch den gewünschten Spannungsstoß gezündet
wird, so fließt der Strom nun durch einen geschlossenen Schaltkreis, der aus dem Vorschaltgerät sowie der
Basis 21, der Sockelzuleitung 20, dem Halterungsrahmen 14', der Wendel 5 für die Aufheizung des Bimetallschalters,
den Zuleitungen 25, 15, den Elektroden 3, 2, der leitfähigen Halterungsplatte 12, dem Halterahmen
14, der Sockelzuleitung 19 und der Basis 21 besteht. Die Zündhilfe 10, welche um die Entladungsröhre 1 herumgewickelt
ist und über den Bimetallschalter 11 angeschlossen ist, trägt nur zur Zündung der Entladung der
Lampe bei. Bei einem stabilen Betrieb der Entladungslampe wird der Kontakt des Bimetallschalters 11 im
AUS-Zustand gehalten, und die Zündhilfe 10 ist elektrisch von der Schaltung getrennt. Im stabilen Betrieb
wird das Bimetall 4 ebenfalls durch die Wendel 5 aufgeheizt, so daß auch die Kontakte 22, 23 im AUS-Zustand
gehalten werden.
Der Druck des im Außenkolben 7 eingeschlossenen Gases sollte weniger als 133 mBar betragen. Wenn der
Druck über 133 mBar liegt, so ist der Verzehr der Energie
des Spannungsstoßes durch Entladungen zwischen den Kontakten 22 und 23 zu hoch, so daß der Spannungsstoß
bei Betätigung des Bimetallschalters 4 wesentlich herabgesetzt wird und die Entladungslampe
nicht mehr gezündet werden kann. Bei obiger Ausführungsform wird im Außenkolben 7 Xenon als Gas verwendet.
Man kann jedoch zur Erzielung des gleichen EffeKts auch Krypton oder Argon verwenden. Es ist
ferner möglich, Helium, Neon, Stickstoff oder ein Gemisch derselben einzusetzen. Insbesondere ist es möglich,
eine kleine Mense Wasserstoff. Kohlenmonoxid
oder Kohlendioxid zuzumischen. Der optimale Druck des eingeschlossenen Gases liegt gemäß der Erfindung
im Bereich von 1,3 · IO-4 bis 13,3 mBar.
Die Menge des im Außenkolben 7 eingeschlossenen Quecksilbers sollte ausreichen, um bei Umgebungstemperatur
einen gesättigten Quecksilberdampfdruck zu bewirken. Es ist ferner möglich, eines oder mehrere der
Gase Xenon, Krypton, Argon, Helium, Neon oder Stickstoff zusätzlich einzuschließen, und ferner kann man
auch zusätzlich eine geringe Menge Wasserstoff, Kohlenmonoxid oder Kohlendioxid zumischen.
Die Schwierigkeiten der herkömmlichen Entladungslampen können somit nur beseitigt werden, wenn der
bei Betätigung des wärmeempfindlichen Schalters erzeugte Spannungsstoß höher ist als die Zündspannung
und geringer als die Isoüerungsdurchbruchspannung. Der Spannungsstoß kann zwar gemindert werden, indem
man einen Strombegrenzungswiderstand in Reihe zu den Kontakten der wärmeempfindlichen Schalteinrichtung
schaltet. Man erzielt dabei eine Steuerung der durchschnittlichen Stoßspannung. Es kommt jedoch zu
erheblichen Fluktuationen des Spannungsstoßes. Wenn der Widerstandswert des Strombegrenzungswiderstandes
so gewählt ist, daß ein ausreichender Spannungsstoß für das Zünden der Entladungsröhre (welche eine Spannung
von mehr als 1000 V beim Zünden erfordert) erhalten wird, so kommt es zu einem Durchbruch der
Isolierung im Vorschaltgerät oder dergl. aufgrund hoher Spannungswerte, welche mit der Fluktuation des Spannungsstoßes
einhergehen. Es wurden Versuche unternommen. um die durchschnittliche Spannung zu steuern,
um die Fluktuation des Spannungsstoßes zu verhindern und um den Grenzwert des Spannungsstoßes zu ermitteln,
weicher keinen Durchbruch der Isolierung des Vorschaltgerätes verursacht. Es wurde festgestellt, daß
ein Durchbruch der Isolierung bei einem Spitzenwert von weniger als 5000 V und vorzugsweise weniger als
4000 V nicht mehr stattfindet. Das Verfahren der Steuerung der Fluktuation des Spannungsstoßes wurde ebenfalls
untersucht. Es wurde festgestellt, daß der Einschluß eines Gases in die Außenröhre unter relativ niedrigem
Druck äußerst wirksam ist.
Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist Xenon in die Außenröhre unter einem Druck
von 0,013 bis 0,13 mBar eingeschlossen. Daher kann die Entladungsröhre, welche eine hohe Spannung von mehr
als 1000 V (etwa 3000 V in dieser Ausführungsform) erfordert,
ohne Störung betrieben werden. Darüberhinaus kann auch im Falle eines nicht normalen Betriebs der
Entladungsröhre ein Spannungsstoß von mehr als 5000 V vermieden werden. Die Entladung wird nämlich
durch uzs im Außenkoiben eingeschlossene Gac ο^τ%\η-det.
wenn die Spannung über einem bestimmten Wert liegt und die Durchbruchspannung im Außenkolben unter
einem vorbestimmten Wert gehalten wird, und zwar durch Verzehr der Energie der höheren Spannung des
Spannungsstoßes.
Der Druck des im Außenkolben eingeschlossenen Gases sollte mehr als 1,3 · IO-4 mBar betragen. Wenn
der Druck unterhalb 13 · 10-* mBar liegt, so kommen
beträchtliche Fluktuationen zustande, und das gewünschte Ergebnis wird nicht erzielt.
Bei vorliegender Ausführungsform wird Xenon als eingeschlossenes Gas verwendet Es ist ferner möglich,
die Entladungslampe unter Verwendung von Krypton, Argon oder Stickstoff störungsfrei zu betreiben. Darüber
hinaus kann der gleiche Effekt auch erzielt werden, wenn man das Gas unter dem optimalen Druck einschließt,
derart, daß eine Steigung des Spannungsstoßes über 5000 V vermieden wird, auch wenn die Entladungsröhre
sich nicht im normalen Betriebszustand befindet. Es ist ferner möglich, Helium oder Neon oder ein Gemisch
derselben zu verwenden. Auch andere Gase können zur Erzielung eines ähnlichen Effektes eingesetzt
werden.
Vorstehend wurde eine Hochdruck-Natriumdampfentladungslampe
beschrieben. Der gleiche Effekt kann auch erzielt werden, wenn man die Erfindung auf andere
Metalldampfentladungslampen anwendet, welche mit Hilfe von wärmeempfindlichen Schalteinrichtungen gezündet
werden, z. B. auf Metallhalogenidentladungslampen oder Quecksilberdampfentladungslampen.
Fig.4 zeigt eine Metallhalogenidentladungslampe.
Die Entladungsröhre 3! besteht aus Quarz und an beiden Enden sind Elektroden 32, 33 einander gegenüberliegend
eingeschmolzen. Eine gewünschte Menge eines Metallhalogenide und Argon ist eingeschlossen. Die
Röhre ist an einem Halterahmen 49 mit Hilfe von Halteplatten 47, 48 befestigt. Die Elektrode 32 ist über eine
Molybdänfolie 34, eine Elektrodenzuleitung 36, eine Zuleitung 39 und eine Wendel 40 mit der Röhrenhalszuleitung
46 verbunden. Die Zuleitung 46 ist mit einem Sokkelanschluß 52 verbunden und über einen Bimetallschalter
41 und Kontakte 42, 43 und eine Zuleitung 44 und eine Zuleitung 45 im Röhrenhals mit dem anderen Anschluß
des Sockels 52. Ein leitfähiger Halterungsrahmen 49 ist mit der Sockelzuleitung 45 verbunden. Die Zuleitungen
45,46 sind elektrisch isoliert, im Stiel 51 befestigt und an einem Ende des Außenkolbens 53 angeschweißt.
Die Elektrode 33 ist über eine Molybdänfolie 35, die Elektrodenzuleitung 37 und die Zuleitung 38 mit dem
Halterahmen 49 verbunden.
Bei einem herkömmlichen Aufbau ist der Außenkolben 53 auf Hochvakuum evakuiert, und dieses Hochvakuum
wird während der gesamten Lebensdauer der Lampe mit Hilfe eines Getters innerhalb des Außenkolbens
auf etwa 1,3 · IO-7 mBar gehalten. Bei diesem Aufbau kommt es bei nicht normalen Betriebsbedingungen
der Entladungsröhre zu einem Spannungsstoß in der Größenordnung von etwa iOkV, wodurch das Vorschaltgerät
oder dergl. beschädigt wird.
Wenn man ein Edelgas, wie Xenon, unter einem Druck von 1,3 · IO-4 bis 13,3 mBar in den Außenkolben
53 der Metallhalogenidentladungslampe gemäß Fig.4 einschließt, so wird die Wendel 40 für das Erhitzen des
Bimetallschalters durch den Strom aufgeheizt und der Bimetpllschalter 41 wird ebenfalls durch die Strahlungswärme
der beheizten Wendel aufgeheizt und betätigt. Wenn die Kontakte 42, 43 getrennt werden, so kommt
es im Vorschaltgerät zu einem Spannungsstoß. Dieser ist nun jedoch geringer, so daß ein Durchbrechen der
Isolierung des Vorschaltgeräts vermieden wird.
Wenn die Metallhalogenidentladungslampe der F i g. 4 über das Vorschaltgerät mit der Stromquelle verbunden
ist, so fließt der Strom durch einen geschlossenen Stromkreis, bestehend aus dem nichtgezeigten Vorschaltgerät,
der Basis 52, der Zuleitung 46, der Wendel für die Aufheizung des Bimetalls, der Zuleitung 39,
dem Bimetallschalter 41, den Kontakten 42,43, der Zuleitung 44, der Zuleitung 45 und dem Sockel 52. Der
Bimetallschalter 41 wird durch Strahlungswärme der Wendel 40 (aufgrund des Stromflusses) erhitzt und hierdurch
wird der Bimetallschalter 41 betätigt und die Kontakte 42, 43 werden getrennt Die Entladung wird
nun zwischen den Elektroden 32, 33 durch den Spannungsstoß (welcher vom Vorschaltgerät erzeugt wird)
gezündet und die Entladungslampe wird eingeschaltet.
Bei dieser Ausführungsform ist Edelgas in den Außenkolben 53 eingeschlossen. Somit wird ein Teil der
Energie des Spannungsstoßes, welcher bei Betätigung des Bimetallschalters 41 zustandekommt, durch die Entladung
zwischen den Kontakten 42,43 verzehrt, sobald die Kontakte 42, 43 voneinander getrennt werden, und
der Spannungsstoß ist somit wesentlich geringer als bei einer Entladungslampe mit einem Hochvakuum im Außenkolben
53. Somit wird in äußerst wirksamer Weise eine übermäßig hohe Spannung vermieden. Wenn die
Entladung zwischen den Elektroden 32, 33 durch den gewünschten Spannungsstoß gezündet wird, so fließt
nun der Strom durch einen geschlossenen Schaltkreis bestehend aus dem Vorschaltgerät, der Basis 52, der
Stielzuleitung 46, der Wendel 40 für die Aufheizung der Bimetallzuleitung 39, der Elektrodenzuleitung 36, der
Molybdänfolie 34, den Elektroden 32,33, der Molybdänfolie 35, der Zuleitung 37, der Zuleitung 38 und dem
Halterahmen 49 und der Zuleitung 45 und dem Sockel 52.
Im stabilen Betrieb der Entladungslampe wird der Bimetallschalter 41 durch die Wendel 40 aufgeheizt und
die Kontakte 42,43 werden getrennt. Der Druck des in den Außenkolben 53 eingeschlossenen Gases liegt im
Bereich von 1,3 - ΙΟ-» bis 13,3 mBar. Wenn der Druck
über 13,3 mBar liegt, so steigt der Verzehr der Energie des Spannungsstoßes durch die Entladung zwischen den
Kontakten 42,43, so daß der Spannungsstoß bei Betätigung des Bimetallschalters 41 zu stark herabgemindert
wird. Hierdurch wird eine Zündung der Entladungslampe verhindert Wenn der Druck unterhalb
1,3 · 10-« mBar liegt, so wird der Effekt der Herabsetzung des Spannungsstoßes nicht in befriedigender Weise
erzielt und eine Beschädigung der Isolierung durch hohe Durchbruchspannungen im Vorschaltgerät kann
nicht ausgeschlossen werden.
Bei obiger Ausführungsform wird Xenon als Einschlußgas im Außenkolben 53 verwendet. Man kann
jedoch auch Krypton oder Argon verwenden. Es ist ferner möglich, Helium, Neon, Stickstoff oder Mischungen
derselben einzusetzen.
Für die erfindungsgemäßen Zwecke wird ein Druck des eingeschlossenen Gases von 1,3 · ΙΟ-4 bis 13,3 mBar
gewählt. Der optimale Druck liegt im Bereich von 1,3 · 10-3bis 1,3 mBar.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
50
55
60
65
Claims (3)
1. Metalldampfentladungslampe mit einer Entladungsröhre
und einer parallel zu dieser geschalteten wärmeempfindlichen Schalteinrichtung in einem eine
Gasfüllung aufweisenden Außenkolben, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas innerhalb
des Außenkolbens einen Druck im Bereich von 13 · 10-4 bis 133 mBar bei Umgebungstemperatur
aufweist.
2. Metalldampfentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in dem Außenkolben
(7,53) eingeschlossene Gas mindestens eines der Edelgase oder Stickstoff ist.
3. Meialldampfentladungslampe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Außenkolben (7,53) Quecksilber enthält.
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| JP6653979A JPS55157851A (en) | 1979-05-29 | 1979-05-29 | Metal halide lamp |
| JP14009379A JPS5663764A (en) | 1979-10-30 | 1979-10-30 | Metal vapor discharge lamp |
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