DE30192C - Apparat zur Erzeugung flüssiger Kohlensäure - Google Patents

Apparat zur Erzeugung flüssiger Kohlensäure

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DE30192C
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carbonic acid
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DENDAT30192D
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H. BEINS und J. F. BEINS in Groningen, Holland
Publication of DE30192C publication Critical patent/DE30192C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/50Carbon dioxide

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES J
IV
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: ^Chemische. Apparate und Processe.
(Holland).
Apparat zur Erzeugung flüssiger Kohlensäure.
Pätentirt im Deutschen Reiche vom 18. März 1884 ab.
Die zur Entwickelung der Kohlensäure dienende Retorte A besteht aus einem starkwandigen Cylinder, dessen oberer Abschlufs von einem kräftigen, den Abführungskanal für die Kohlensäure enthaltenden Deckel F und dessen unterer Abschlufs durch einen Boden gebildet wird, in welchen ein unten offenes, oben geschlossenes Rohr B eingefügt ist. Infolge letzterer Anordnung befindet sich die Füllung der Retorte, doppelkohlensaures Natron oder KaIi^ in dünner Schicht zwischen concentrischen Wandungen der Retorte.
Zum Zwecke der Erhitzung der Füllung ist die Retorte mit ihrem unteren Tragsockel in einen Ofen gesetzt, über dessen Herd D ein Centralrohr C von solcher Länge angeordnet ist, dafs seine obere Mündung nicht ganz bis zur Bodendecke B reicht.
Die auf dem Herd D entwickelte Flamme strömt, nachdem sie im Centralrohr C aufgestiegen ist, in der Richtung der Pfeile zuerst zwischen den Wandungen von C und B nieder und steigt dann in dem Räume zwischen der Retorte und dem Mantel E des Ofens empor, um von hier aus nach der Esse abgeführt zu werden. Auf diese Weise ist die Füllung der Retorte der Einwirkung einer sehr bedeutenden feuerberührten Fläche ausgesetzt.
Der Mantel E des Ofens kann entweder gemauert oder aus einer doppelten Blechwandung mit Isolirfüllung (wie in der Zeichnung angegeben) hergestellt werden.
Damit der Deckel F, insbesondere die Bleipackung desselben, nicht zu sehr unter der hohen Temperatur der Retorte leidet, ist oberhalb des Deckels ein mit dem Wasserzuführungsrohr α und dem Wasserabführungsrohr b versehenes Kühlgefäfs G angeordnet.
Das in der Retorte entwickelte Kohlensäuregas wird mittelst des Rohres H zunächst durch ein Kühlgefäfs J geleitet, unter dessen Einwirkung der dem Gase beigemengte Wasserdampf, welcher sich aus dem Krystallwasser der Retortenfüllung gebildet hat, zur Condensation gebracht wird. Dann führt die Leitung H das Gemisch von Kohlensäuregas und Wasser in den Cylinder L, in welchem sich letzteres ansammelt und mittelst des Hahnes / entfernt werden kann.
Die auf diese Weise entwässerte Kohlensäure wird hierauf zum Zwecke der Abscheidung der aus den organischen Beimengungen der Retortenfüllung herrührenden Gase in ein System von zwei oder mehreren Cylindern JV geführt, welche bis fast zu ihrer ganzen Höhe mit geglühter Kohle angefüllt sind.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die Rohrverbindungen zwischen den einzelnen Cylindern N so angeordnet, dafs die Kohlensäure genöthigt ist, dieselben in ihrer ganzen Länge zu durchströmen.
Um zu verhüten, dafs sich bereits an dieser Stelle flüssige Kohlensäure bildet, sind sämmtliche Cylinder L und N in einem mit warmem Wasser gefüllten Behälter JV1 placirt.
Aus dem letzten Reinigungscylinder N strömt die Kohlensäure mittelst des Rohres O in den cylindrischen Behälter S,. der zur Erniedrigung
der Temperatur seines Innern in ein Gefäfs U eintaucht, welches mit kaltem Wasser event, einer Kältemischung angefüllt ist. Im Cylinder S erfolgt unter dem Einflufs der im Apparate herrschenden Spannung und der auf geringer Höhe erhaltenen Temperatur die Condensirung der gasförmigen Kohlensäure. ,
Um die gewonnene flüssige Kohlensäure unmittelbar zu wiegen, ist der Condensationscylinder S an den Arm eines Waagebalkens T gehängt, dessen anderer Arm die Waagschale V mit einem Gefäfs W trägt, welches der allmäligen Gewichtszunahme von S entsprechend mit Wasser oder körnigem Material bis zur Herstellung des Gleichgewichts nachgefüllt wird. Damit die Beweglichkeit des Behälters S nicht zu sehr beeinträchtigt ist, kann der Anschlufs des Rohres O an denselben biegsam hergestellt werden.
Zum Erkennen der Spannung im Apparate bezw. in den verschiedenen Theilen desselben werden Manometer angewendet. In der gezeichneten Darstellung befindet sich ein Manometer Q auf dem Cylinder L und ein zweites Manometer Q.1 auf dem Rohre O neben dem Cylinder S. ::
Durch Anordnung der Hähne K M. M1 P ist dafür Sorge getragen, die einzelnen Theile des beschriebenen Apparates zum Zwecke der Reparatur oder Erneuerung der Behälterfüllungen absondern zu können.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    An einem Apparat zur Darstellung flüssiger Kohlensäure:
    ι. Zum Zwecke der Heizung der Retorte A die Anordnung des Bodenrohres B, des mittleren Heizrohres C und des massiv gemauerten oder doppelwandigen und mit Isolirmaterial gefüllten Ofenmantels E.
  2. 2. Die Verbindung eines Condensationscylinders S mit der Waage T und dem auf der Waagschale V befindlichen Gefäfs W.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT30192D Apparat zur Erzeugung flüssiger Kohlensäure Expired - Lifetime DE30192C (de)

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