DE301996C - - Google Patents

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DE301996C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41JTARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
    • F41J9/00Moving targets, i.e. moving when fired at
    • F41J9/14Cinematographic targets, e.g. moving-picture targets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Direct Current Motors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 72 e. GRUPPE 4.
kinematographischen Bildes. .
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Hemmen der Bewegung des auf eine Zielscheibe geworfenen kinematographischen Bildes, wobei ein durch einen Elektromotor (Gleichstrommotor) angetrieben er kinematographischer Apparat angewendet wird. Für die Einrichtung wird das Hilfsmittel der Kurzschlußschaltung des · Elektromotorankers angewendet, wodurch in bekannter Weise ein sofortiger, fast augenblicklicher Stillstand der Antriebsquelle des Kinematographen herbeigeführt werden kann; außerdem ist die aus Anlaß des Auftreffens ,eines Geschosses an der Zielscheibe in Wirkung gesetzte Kurzschlußleitung über einen
!5 Schleifring nebst Unterbrechungslücke an der Kinematographenwelle geführt, zu dem Zwecke, die Kurzschlußmöglichkeit auf jene Zeitmomente zu beschränken, wo die Blende vor dem Objektiv auf Freistellung steht, während der Kurz-Schluß und die zeitweilige Apparatstillsetzung für die Zeit des Bild wechseis ausgeschlossen wird. Bei der neuen Einrichtung ist eigentümlich, daß für die Aufrecriterhaltung des Kurzschlußkontakts besondere, im Nebenschluß angeordnete Kontakte, die nacheinander geschlossen werden können, '»«vorgesehen sind, oder daß hierfür ein rotierender Kontakt mit Stillstands- und Unterbrechungslücke ange-
.■ ordnet ist. .
Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß ein von einem Relaiselektromagneten beeinflußter Anker als Kurzschließerhebel in Verbindung mit parallelschlüssigen
Hilfskontakten so angeordnet ist, daß beim Ankeranzug eine Rollkugel ο. dgl. aus der Rastläge bewegt wird, wodurch ein bis dahin geöffneter Nebenkontakt sich schließt, um so lange geschlossen zu bleiben, bis die Kugel o. dgl. nach vollendeter Hin- und Rückschwingung in die Rastlage zurückkehrt und durch ihr Gewicht jenen Nebenkontakt wieder öffnet.
Fig. ι der Zeichnung ist das Schema der Stromkreisverbindungen im Anschluß an den zum Projektionsbetrieb dienlichen Motor, dessen äußere Anordnung aus Fig. 2 ersichtlich ist. Dieser Elektromotor M ist ein Nebenschlußmotor mit Anker α und Feldmagnet b. Von den Hauptleitungen I und II wird er mit Strom über die Anschlußleitungen 1, 2 gespeist. · Die an der einen Ankerpolklemme fortgeführte Leitung 3, 3X unterliegt der Kurzschlußschaltung im Verhältnis zum anderen Ankerpol durch Steuerung eines Relaismagneten e, dessen Anker d je nach seiner Lage den Kontaktarm i entweder bei j oder bei k anliegen läßt. Der Kontakt ß schließt an den Kurzschlußweg 4 und 5 an, in dem ein Schleifkontaktunterbrecher u angeordnet ist.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß der Motor M den kinematographischen Apparat durch eine Welle w mit direkter fester Kupplung antreiben kann. Auf der Welle w, von welcher der Malteserkreuzantrieb ausgeht, ist "der genannte Unterbrecher u mit am Kontaktumfang eingelassenen Isoliersegmenten (Fig. 1) angebracht, so daß nur dann, wenn der Schleifkontakt auf
den nicht isolierten Segmenten stattfindet, die Kurzschlußleitung 4-5 vervollständigt ist. Die Isolierstellen entsprechen dem Vorbeigarig des Blendenflügels B am Objektiv des Projektionsapparates, indem die Zeit solchen Vorbeigangs für den Bildwechsel in Anspruch genommen wird und es zweckwidrig wäre, den Stillstand des kinematographischen Apparates in diese 5ieit fallen zu lassen.
Für gewöhnlich ist der Stromkreis von der Leitung 3 aus über d, i, Kontakt j und Leitung 6 mit der Hauptleitung II verbunden, so daß der Motor M unter Strom läuft.
Das kinematographische Bild wird in bekannter Weise auf eine Zielscheibe geworfen bzw. auf einen Vorhang diesseits einer Geschoßaufschlagplatte, die in Fig. 1 schematisch angedeutet und mit p bezeichnet ist. Hinter derselben sind Stromschlußvorrichtungen q von solcher Art angeordnet, daß beim Geschoßaufschlag durch die Erschütterung der frei aufgehängten Platte p jeweils ein Stromschluß erzeugt wird. Beispielsweise können diese Stromschließer aus federnden einstellbaren Kontakthämmern bestehen. Der Stromschluß wird gemäß Fig. ι zur Schließung eines den Magneten e einschließenden Relaisstromkreises L benutzt ; der Anker wird infolgedessen angezogen und sein Kontaktarm gegen den Kontakt k umgelegt, wodurch der Kurzschlußweg 1,1,5, 4, k, d, 3X, 3 über die Bürsten des Ankers herum dargeboten wird. Vermöge dieser Ankerkurzschließung erfolgt der sofortige Stillstand des Elektromotors und Kinematographengetriebes, wobei die Abbremsung sich auf einen ' Bruchteil einer Wellenumdrehung erstreckt. Sobald der Kurzschluß wieder unterbrochen wird, läuft der Motor weiter.
Weil der durch den Geschoßaufschlag am Koritakthammer q erzeugte Stromschluß sehr kurz zu sein pflegt, ist nun für die Sicherung der Kurzschlußwirkung gemäß der Erfindung die Stromschlußdauer durch besondere Mittel verlängert. Hierzu dienen in erster Linie dem Hammerkontakt parallel geschaltete Hilfsstromschließer m, n, wie in Fig. 1 schematisch angedeutet ist. Eine Ausführungsform des Relaisschalters, bei welcher gezeigt ist, wie solche Hilfsstromschließer nacheinander betätigt werden können, ist in den später beschriebenen Fig. 4 bis 9 veranschaulicht.
In Fig. 3 ist eine Anordnung dargestellt, bei welcher mit Beihilfe eines besonders betriebenen Elektromotors die Verlängerung des Kurzschlußkontakts erreicht wird. In diesem Fall ist der Ortsstromkreis L1 in welchem der Relaismagnet e liegt, mit dem Motorstromkreis eines kleinen Hauptschlußelektromotors N so verbunden, daß, wenn am Hammerkontakt q Stromschluß stattfindet, zugleich auch der Motor N anläuft. Die Motorwelle trägt eine Kontaktscheibe c mit Isolierlücke 0, auf welcher eine Kontaktfeder f aufliegt. Der so gebildete Schleifkontakt wirkt als Hilfsstromscbließer, der ,dem Hammerkontakt p parallel geschaltet ist.
Sobald bei p der Stromkreis, wenn auch nur für eine kurze Zeit, geschlossen wird, wird nicht nur der Relaisanker d zur Kurzschlußschaltung umgelegt, sondern auch der Motor N in Gang gesetzt, wobei der nun zwischen c und f auftretende Schleifkontakt den Stromschluß bei p ergänzt oder aufrechterhält, bis nach einer einmaligen Drehung der Motorwelle die Isolierlücke 0 wieder unter die Kontaktfeder f zurückgeführt ist. Auf diese Weise wird die Kurzschlußdauer auf eine Wellenumdrehung ausgedehnt, unabhängig davon, ob der Aufschlagkontakt bei p nur momentan oder unvollkommen wirkte.
In Fig. ι und 3 ist mit ζ ein zu einem Nebenzweck dienlicher Elektromagnet bezeichnet, der in einem Abzweigungsanschluß der Leitung 3 eingeschaltet ist und Strom nur dann vorübergehend erhält, wenn die Kurzschlußschaltung zum Motoranker α eingerichtet ist; der Strom geht hierbei von der Hauptleitung II aus durch Elektromagnet ζ über d, i, k, 4 und 5 zur anderen .Hauptleitung I. Hört der Kurzschluß aber auf und wird der Kontaktarm i an j umgelegt, so wird der Elektromagnet ζ stromlos, weil die Leitung z, d, i, j, 6 an der Hauptleitung II anfängt und endigt, also selbst kurzgeschlossen ist. Der Elektromagnet ζ kann zufolge seiner Erregung während jener Kurzschlußdauer mittels eines Ankers eine Schaltklinke, be we gen, die zur intermittierenden Fortschaltung der Papierbahn an der Zielscheibe — behufs Deckung der Schußlöcher — dient. In Fig. 4 ist beiläufig die Anordnung eines derartigen Fortschaltmagneten ζ nebst Klinkenwerk im Schaltungsschema mit dargestellt.
Die Relaisschaltvorrichtung gemäß Fig. 4, die im Grundriß Fig. 6 und in der Stirnansicht Fig. 7 besonders dargestellt ist, umfaßt hinsichtlich der Kurschlußschaltung die bei Fig. ι erläuterten Stromkreisverbindungen. Der Relaismagnet e wird indessen nicht in einem Ortsstromkreis erregt, sondern mit Speisung durch Anschlußleitungen 7, 8 von den Hauptleitungen I, II aus. Mit k1 und ix sind Paare von Quecksilbernäpfen bezeichnet, zu welchen die eine Kontaktwippe bildenden Überbrückungsbügel 9, 10 gehören; der Wippenhebel 11 wird durch die Kontaktstellerzunge 12 der Ankers d gesteuert, so daß entweder der Bügel 9 oder der Bügel 10 den Stromkreis schließt. Im ersteren Falle, der dem Anzug des Ankers d durch Magnet e entspricht, wird der Kurzschlußweg von i, I über 3, 9, 4, u, 5 vervollständigt.
Der Magnet e wird in dem Augenblick erregt, wo der Kontakthammer q, der rückwärts
- an der Aufschlagplatte j>' hinter dem Vorhangschirm s angebracht ist, seinen Stromkreis infolge des Geschoßaufpralls schließt. Die Nebenkontakte m und μ sind in besonderer Art, abweichend von der schematischen Darstellung in Fig. i, angeordnet. Das Kontaktfederpaar m, von welchem Fig. 9 eine beispielsweise Ausführung zeigt, besteht aus zwei in geringem "Abstand klaffenden Federn, die mittels eines dem Anker d zugehörigen Hakenfortsatzes 13 in der aus Fig. 5 durch zwei Stellungen ersichtlich gemachten Weise beim Ankeranzug bewegt werden. Dre erste Ankerbewegung bewirkt nämlich ■— vgl. Fig. 5 rechts — einen Kontaktschluß, der denjenigen des Hammerkontaktes q sozusagen verlängert; weiterhin schnellt aber die zurückgebogene Federzinke der längeren Kontaktfeder vom Hakenteil ab, so daß sich der Stromkreis bei m wieder unterbricht. Hierfür tritt nun im Augenblick des vollendeten Ankeranzuges der Hilfsstromschließer η in Wirkung, welcher normal geöffnet ist, indem eine ,Rollkugel r mit ihrem Gewicht gegen den einen Schwingarm anliegt.
Die Anordnung des Kontakts ist aus Fig. 4 und im einzelnen aus Fig. 8 ersichtlich, worin mit y die schräge Rollbahn für die Kugel r und mit χ ein Prellanschlag am Anker d bezeichnet ist. Dieser trifft kurz vor Vollendung des Ankeranzugs gegen die Kugel r, wodurch diese veranlaßt wird, an der Schrägbahn y emporzulaufen. Weil hierdurch der Schwingarm des Stromschließers η frei wird, schließt er sich automatisch und bleibt geschlossen, solange die Kugel r hin- und zurückrollt. Auf diese Weise bzw. durch Regulierung der Schrägbahn und des Kugelgewichts ist es möglich, den Stromschluß bei η für eine ganz bestimmte Zeit aufrechtzuerhalten. Die Kurzschlußschaltung im Motorstromkreis und der Stillstand des Projektionsbildes währt mithin genau bis zu dem Zeitpunkt, wo die zurückrollende Kugel r den Kontakt bei η wieder öffnet. In diesem Augenblick verliert der Elektromagnet e seine Erregung und der Anker d kehrt in die Anfangsstellung zurück, indem die Kontakte q, m und η sämtlich offen sind. ^
Bei dem Rückfall des Ankers d wird der Bügel 10 in die Kontaktnäpfe i1 eingetaucht, so daß der Magnet z, der bis dahin während des Motorstillstandes Strom, durch Leitung 14, empfing, im Kurzschlußumweg über Leitung 6 abgeschaltet ist.
In Fig. 4 ist (links unten) mit dargestellt, wie mit Hilfe eines Klinkengesperres in Verbindung mit dem Anker t genannten Magnetes ζ die schrittweise Weiterschaltung des Vorhanges s bzw. der Papierbahn bewirkt werden kann, die zur Deckung des jeweils erzeugten Schußloches im Projektionsschirm benutzt wird. Die Vorrichtung besteht beiläufig aus der Klinke h und Sperrklinke h1 und wirkt so, daß die Schaltklinke h beim Ankeranzug am Schaltzahnkranz leergehend zurückgreift und erst beim Loslassen des Ankers fortschaltet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zum Hemmen der Bewegung des auf eine Zielscheibe geworfenen kinematographischen Bildes nach Auf treffen des Geschosses an der Zielscheibe, unter Anwendung einer vorübergehenden Kurzschlußschaltung für den Elektromotor, der den Kinematographien direkt antreibt, und mit Hilfe einer Kurzschlußleitung, die über einen Schleifring nebst Unterbrechungslücke an der Kinematographenwelle führt, dadurch gekennzeichnet, daß für die Aufrechterhältung des Kurzschlußkontakts besondere, im Nebenschluß angeordnete Kontakte, die nacheinander geschlossen werden können, vorgesehen sind (Fig. 1), oder daß hierfür ein rotierender Kontakt mit Stillstands- und Unterbrechungslücke (Fig. 3) angeordnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Aufrechterhaltung der Kurzschlußdauer ein von einem Relaiselektromagneten beeinflußter Anker als Kurzschließerhebel in Verbindung mit parallelschlüssigen Hilfskontakten so angeordnet ist, daß beim Ankeranzug eine Rollkugel o. dgl. aus der Rastlage bewegt wird, wodurch ein bis dahin geöffneter Nebenkontakt sich schließt, um so lange geschlossen zu bleiben, bis die Kugel o. dgl. nach vollendeter Hin- und Rückschwingung in die Rastlage zurückkehrt und durch ihr Gewicht jenen Nebenkontakt -wieder öffnet. ■
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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