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-Titel:-Verfahren und Einrichtung zum Lesen und Aufzeich-
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nen von Daten auf mit einer Magnetspur versehenen Datenkarten, insbesondere
für die Durchführung von Artikel-Bestellungen durch Fernübertragung in Apotheken
u.dgl.
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lesen und Aufzeichnen von
variablen Daten auf der Magnetspur einer Datenkartes insbesondere zur Erfassung
und Aufzeichnung von Artikel- und Bestelldaten in'Apotheken u.dgl., indem die Datenkarten
zum Lesen der auf der Magnetspur aufgezeichneten Daten bzw. zum Aufzeichnen der
Daten auf der Nagnetspur an einer magnetischen Lese- und Schreibkopf vorbeibewegt
werden. Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine zweckdienliche Einrichtung zur
Durchführung des Verfahrens, die mit einem magnetischen Lese- und Auf-Zeichnung8gerät
zum Lesen der auf der Magnetspur der Datenkarte als serielles Bitmuster aufgezeichneten
Daten sowie zum Aurzeichnen solcher Daten auf der Magnetspur versehen ist.
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Die Erfindung ist insbesondere auf ein Verfahren und eine Einrichtung
gerichtet, welches bzw. welche dazu dient, in Apotheken oder sonstigen Verkaufsbetrieben
die wichtigsten Artikel- und Verkaufs- bzw. Bestelidaten zu erfassen und die notwendigen
Bestellungen der Verkaufsartikel durch Fernübertra-gung an den Händler oder einen
sonstigen'Zulieferer zu übermitteln.
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In modern organisierten Apotheken werden als wichtige Organisationsmittel
und Informationsträger genormte Lochkarten z.B. aus Kunststoff verwendet, welche
den jeweiligen pharmazeutischen Verkaufsartikel bzw. dessen verbindlich festgelegte
Pharma-Zentralnummer in Form einer Lochkodierung aufweis-en. Außerdem weisen die
Lochkarten Beschriftungsfelder für handschriftlich einzutragende Informationen,
insbesondere umsatzabhängige Daten, wie Bestellmenge und Mindestlagermenge, auf.
Sobald in der Apotheke für einen bestimmten Verkaufsartikel die Mindestlagermenge
erreicht ist, wird die normalerweise am Lagerort des Verkaufsartikels in einer Tasche
od. dgl.
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sichtbar angeordnete Lochkarte gezogen und die Bestellung des betreffenden
Verkaufsartikels entsprechend der jeweils aufgezeichneten Bestellmenge durchgeführt.
Die Bestellung erfolgt auf elektronischem Wege, indem die betreffende Lochkarte
von Hand in einen kleinen Lochkartenleser eingeführt wird, welcher die Bestelldaten
über das normale Telefonnetz an den Großhändler überträgt. Zu diesem Zweck ist sowohl
auf der Apothekenseite als auch auf der Seite des Großhändlers ein mit einem Postmodem
ausgestattetes Telefon vorgesehen, so daß die Bestellung telefonisch einem Rechenzentrum
des Großhändlers zugeführt werden kann, der daraufhin die Bestellung durchführt.
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Nach Eingang der bestellten Liefermenge bei der Apotheke wird die
Lochkarte wieder an den Lagerort des betreffenden
Verkaufsartikels
zurückgestellt.
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Bisher war es erforderlich? die für die Bestellung notwendigen variabWen
Daten, nämlich die Besteilmenge und die Mindestlagermenge, von Hand in entsprechende
Felder der Lochkarte einzutragen. Da es sich bei diesen Informationen aber um veränderliche,
vom Umsatz bzw. von der Umsatzhäufigkeit je Bezugszeitraum abhängige Daten handelt,
mußten bei Änderungen der Umsatzhäufigkeit diese Daten von Hand umgeschrieben werden,
um eine Uber- oder Unterbevorratung des betreffenden Verkaufsartikels zu vermeiden.
Anzustreben ist ein möglichst niedriger Warenlagerwert und ein der vorhandenen Lagerkapazität
und dem Warenumsohlag angepaßter Warenbestand.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Einrichtung
zu schaffen, mit dem bzw. der es möglich ist, kleine Datenkarten, die insbesondere
als Bestellkarten Verwendung finden und auf denen die Artikelstsmmdaten für die
verschiedenen Verkaufsartikel dezentral gespeichert sind, nicht nur zu lesen, sondern
die auf der Datenkarte eingetragenen variablen Daten, wie vor allem die Bestellmenge
und die Mindestlagermenge der einzelnen Verkaufsartikel, auf einer Magnetspur zu
speichern und im Bedarfsfall zu ändern, falls sich z.B. Anderungen in der Umsatzhäufigkeit
bzwo der Gängigkeit der einzelnen Verkaufsartikel~ergèben. Dabei soll der technische
Aufwand möglichst geringgehaIten und ein preiswertes Gerät geschaffen werden, welches
sich vor allem durch geringe Störanfälligkeit, problemlose Bedienung und kleine
Bauabmes--sungen-auszeichnete Das erfindungsgemäße Verfahren kennzeichnet sich dadurch,
daß die Datenkarten in beiden gegenläufigen Bewegungsrichtungen
von
Hand an dem Lese- und Schreibkopf vorbeigeführt werden, wobei in der einen Bewegungsrichtung
die auf der Magnetspur aufgezeichneten Daten von dem Lese- und Schreibkopf gelesen
und in der entgegengesetzten Bewegungsrichtung die Daten auf der Magnetspur aufgezeichnet
werden.
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Erfindungsgemäß wird also bewußt auf einen maschinellen oder elektromechanischen
Vorschub der Datenkarten am magnetischen Lese- und Schreibkopf vorbei verzichtet
und statt dessen sowohl für den Lesevorgang als auch für den Aufzeichnungs- bzw.
Schreibvorgang mit einem Handvorschub der Datenkarten gearbeitet, wodurch die sonst
erforderlichen maschinellen Transporteinrichtungen für die Datenkarten in Fortfall
kommen können und ein im Aufbau erheblich vereinfachtes, leicht zu bedienendes Lese-
und Schreibgerät von geringerer Störanfälligkeit, geringem Stromverbrauch und kleinen
Abmessungen erhalten wird. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich dabei in bevorzugter
Ausführung so durchführen, daß bei der Einschubbewegung der Datenkarten die Daten
gelesen und bei der Ziehbewegung der Datenkarten die Daten, falls erforderlich,
aufgezeichnet werden.
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Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden als Datenträger kleine
Datenkarten z.B. aus Kunststoff verwendet, deren Abmessungen größenordnungsmäßig
etwa 50 x 25 mm betragen können und die zur Aufzeichnung und dezentralen Speicherung
der variablen Daten (Vergangenheitsdaten) mit einem schmalen Magnetstreifen versehen
sind. Dabei genügt es im allgemeinen, wenn der Magnetstreifen so bemessen wird,
daß mit einer Aufzeichnungsdichte von 30 bis 60 Bit gearbeitet werden kann. Die
Daten werden auf der Magnetspur als serielles Bitmuster mit wechselnder Magnetisierung
für 1 und~ aufgezeichnet. Von einer Darstellung dieser Zeichen durch
zwei
verschiedene Frequenzen wird Abstand genommen, weil dies die Verwendung eines vorgeschalteten
Löschkopfes erforderlich -machen würde.-Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
in Apotheken oder sonstigen Verkaufsbetrieben werden auf den Datenkarten als--variable:Daten
für den betreffenden Verkaufsartikel die letzte Bestellmenge, die Mindestlagermenge
sowie das letzte Bestelldatum aufgezeichnet und gespeichert. Die -magnetische Aufzeichnung
dieser spezifischen Daten ermög--licht es, bei jedem neuen Bestellvorgang die Daten
zu lesen und, falls erfprderlich,-unter Verwendung eines mit einem Speicher versehenen
elektronischen Rechners zu aktualisieren,- -d-.h. den jeweili~gen aktuellen Verkaufsdaten
hinsichtlich Bestellmenge und Mindestlagermenge anzupassen.
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Dadurch läßt sich das gesamte Organisations- ind Bestell--systemeier-
Apotheke erheblich vereinfachen und zuverlässiger gestalten. Zugleich wird in bekannter
Weise über einen mit d- Lese- und-Schreibgerät gekoppelten Bestell--Terminal die
Bestellung durch Fernübertragung durchgeführt.
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Zusätzlich zu den vorgenannten variablen Daten können auf der Magnetspur
weitere Daten, z.B. Hinweisdaten betreffend Einkaufs- -und/oder Verkaufspreis, Händlerrabatte,
Verfallkennzeichen bei verfallsbedrohten Verkaufsartikeln sowie Trenddaten aufgezeichnet
werden, die der Bedienungskraft anzeigen, ob der-Verkaufstrend steigend, gleichbleibend
oder sinkend ist. Zur Kennzeichnung des jeweiligen Verkaufsartikels erhalten die
Datenkarten eine entsprechende Kodierung, vorzugsweise in Gestalt einer für diese
Zwecke bekannten Lochkodierung, welche die Artikelnummer (Pharma-Z entralnummer)
angibt.
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Bei Magnetaufzeichnung der genannten Daten unter Verzicht auf einen
maschinell angetriebenen Karten-Transportmechanismus ergibt sich das Problem, daß
sich die Leseamplitude mit der Geschwindigkeit, mit der die Datenkarte am Magnetkopf
vorbeigeführt wird, ändert. Anzustreben ist -demnach eine möglichst konstante und
stets gleiche Geschwindigkeit der Datenkarte beim Schreiben und beim Lesen, wie
sie bei bekannten Systemen mit Hilfe eines von einem Motor angetriebenen Karten-Transportmechanismus
erreichbar ist.
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Wird aber die Datenkarte von Hand eingeschoben (Lesen) und auch von
Hand herausgezogen (Schreiben), so konnte festgestellt werden, daß die Geschwindigkeitsunterschiede
der Handbewegung bei normaler Bedienung im Verhältnis 1 : 3, im Extremfall bis zu
1 : 10 liegen. Es empfiehlt sich daher, bei Handbedienung einen Funktionsbereich
des Lese-und Schreibgerätes von 1 : 10 anzustreben, zumal auch der Leseverstärker
etwa in diesem Bereich realisierbar ist.
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Im Grenzfall könnte nun z.B. eine Datenkarte mit maximaler Geschwindigkeit
herausgezogen (beschrieben) und mit minimaler Geschwindigkeit eingeschoben (gelesen)
werden bzw.
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umgekehrt. Daraus ergäbe sich für die Geschwindigkeitsunterschiede
ein Bereich von 1 : 100. Anders betrachtet, hätte man, wenn man für Schreiben und
Lesen einen Bereich von 1 : 10 voraussetzt, für jede der beiden Funktionen gerade
noch etwa 1 : 3 entsprechend der normalen Handbedienung. Dies könnte bei kleinen
Abmessungen der Datenkarten zu Fehlern führen, weil der Sicherheitsabstand zwischen
den einzelnen Bits der Magnetspur zu gering wird.
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Aus vorstehendem folgt, daß eine der beiden Punktionen Schreiben/Lesen
entsprechend einer konstanten Kartengeschwindigkeit realisiert werden sollte. Hierfür
empfiehlt
sich die Schreibfunktion, bei der zwar bei Handbedienung
die Ziehgeschwindigkeit nicht beeinflußt werden kann, andererseits aber die Möglichkeit
besteht, die Daten mit etwa gleicher Bitdichte auf die Magnetspur zu schreiben.
Um bei den anzustrebenden kleinen Abmessungen der Datenkarten eine zumindest angenähert
konstante Datendichte (Bitfrequenz) zu erreichen, wird nach der Erfindung die Magnetaufzeichnung
von den Abmessungen der Datenkarte bzw. der Länge der Magnetspur abhängig gemacht.
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Erfindungsgemäß wird dabei während des Schreib- bzw. Aufzeichnungsvorganges
die Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte relativ zu dem Lese- und Schreibkopf
ermittelt und danach die Bitfrequenz im Sinne einer zumindest angenähert konstanten
Bitdichte auf der Magnetspur gesteuert.
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Vorzugsweise wird hierbei die Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte
mit Hilfe einer an dieser angeordneten Taktspur od. dgl. ermittelt. Diese Taktspur
besteht aus mehreren, in Ziehrichtung der Datenkarte im Abstand voneinander angeordneten
Markierungen, die beim Ziehen der Datenkarte (Schreiben) abgetastet und als Taktspur
(Strobe) für die Magnetaufzeichnung dienen können.
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Als Taktspur wird an der Datenkarte vorzugsweise eine Lochspur verwendet,
insbesondere dann, wenn als Datenkarte eine mit der Magnetspur versehene Lochkarte
bekannter Art Verwendung findet. Die Lochspur liegt hierbei zwischen den Datenlochungen
Kanal 3 und 4. Anstelle einer Lochspur können an der Datenkarte aber auch andere
abtastbare Markierungen, z.B. Strichmarkierungen u.dgl., vorgesehen werden.
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Mißt man die Zeit zwischen dem Erkennen des ersten und dem Erkennen
des zweiten Loch es der Lochspur, so läßt sich hieraus die Geschwindigkeit, mit
welcher die Datenkarte
auf dieser Teilstrecke gezogen wird, mit
Hilfe des elektronischen Rechners genau ermitteln, so daß man in der Lage ist, nach
der ermittelten Geschwindigkeit die Bitfrequenz fiir das Schreiben der variablen
Daten auf der Magnetspur einzustellen. Diese Messung kann von Loch zu Loch bzw.
von Markierung zu Markierung der Taktspur wiederholt werden und während des Schreibvorganges
im Sinne der Frequenzkorrektur herangezogen werden. Es liegt auf der Hand, daß die
angestrebte Bitdichte auf der Magnetspur um so besser eingehalten werden kann, Je
enger die Taktspur-Markierungen zueinander angeordnet sind.
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Untersuchungen haben ergeben, daß in der Praxis bei Handbedienung
die kleine Datenkarte nur anfangs beschleunigt und die Ziehgeschwindigkeit schnell
erreicht wird. Nach Erreichen der Ziehgeschwindigkeit ist dann über den größten
Teil der Länge der Magnetspur die Kartenziehgeschwindigkeit angenähert konstant.
Es empfiehlt sich daher, den Auzeichnungsvorgang so durchzuführen, daß er erst nach
einem vorgegebenen Vorlauf der Datenkarte eingeleitet wird, also zu einem Zeitpunkt,
zu dem im Regelfall die volle Ziehgeschwindigkeit schon erreicht ist.
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Das Lesen der Daten von der Magnetspur erfolgt, wie erwähnt, beim
Einschieben der Datenkarte. Dabei können mit Hilfe des elektronischen Rechners die
Zeitintervalle zwischen den einzelnen Bitwechseln 2lf der Ma,netsptlr SF-mc.E-sen
und gespeichert werden. Gleichzeitig werden dann die Z eitintervall e zwischen zwei
aufeinanderfolenden Markt er rungen der Taktspur als Maß für die Geschwindigkeit
registriert und gespeichert Ist die Karte voll eingeschoben, so befindet sich ein
maßstäbliches Abbild der Datenauf-Zeichnung zugeordnet zu den Kartenabmessungen
im Speicher, Auf diese Weise ist es mö.£lich, das Bitmuster der Datenaufzeichnung
bei
Handbedienung für die Funktion "Lesen" exakt zu ermitteln. Als letzteInformation
kann beim Schreiben eine Kontrollsumme mit aufgezeichnet werden, die nun beim Lesen
Gewißheit für die Richtigkeit der gelesenen Daten gibt.
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-Mit Hilfe des vorstehend beschriebenen Verfahrens ist es möglich,
bei Handbedienung der Datenkarten die Daten exakt magnetisch aufzuschreiben und
zu lesen, indem eine Korrektur der unterschiedlichen Kartengeschwindigkeiten im
Sinne der Erzielung einer zumindest angenähert konstanten Bitdichte (Bits/mm) auf
der Magnetspur durchgeführt wird. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, die erforderliche
Anzahl an Bits auf kleine Datenkarten aufzuzeichnen und exakt wiederzugeben, ohne
daß mit einem maschinellen Kartentransport gearbeitet werden mu-ß. Infolgedessen
ergibt sich eine einfache, leichte und kompakte Bauweise des Gerätes, eine verringerte
elektrische Leistungsaufnahme im Dauerbetrieb mit dem Vorteil der Verwendung des
Lese- und Schreibgerätes in transportablen Geräten sowie auch ein Fortfall von Justier-
und Wartungsarbeiten.
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Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine Einrichtung
verwendet, die mit einem einen magnetischen Lese- und Schreibkopf aufweisenden Lese-
und Aufzeichnungsgerät zum Lesen der auf der Magnetspur einer Datenkarte als serielles
Bitmuster aufgezeichneten Daten sowie zum Aufzeichnen solcher Daten auf der Magnetspur
versehen ist.
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Erfindungsgemäß lstwder magnetische Lese- und Schreibkopf lagegerecht
zu der Magnetspur der Datenkarte an einem Karteneinsteckschlitz des Lese- und Schreibgerätes
angeordnet, in den dfle Datenkarten von Hand einführbar und herausführbar sind,
wobei der Lese- und Schreibkopf so ausgebildet bzw, gesteuert ist, daß er beim Einführen
der Datenkarten
die magnetische Aufzeichnung liest und nur beim
Herausführen der Datenkarte aus dem Einsteckschlitz-Daten auf der Magnetspur aufzeichnetO
Vorzugsweise ist dabei eine Meß- und Steuervorrichtung sorgesehen, welche die variable
Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte durch Abtasten einer Takt spur derselben
ermittel und in Abhängigkeit von der Bewegungsgeschwindigkeit die Bitfrequenz des
Lese- und Schreibkopfes beim magnetischen Aufzeichnen im Sinne einer zumindest angenähert
konstanten Bitdichte der Daten steuert. Die Meß- und Steuervorrichtung weist hierbei
eine die Markierungen der Taktspur abtastende Tastvorrichtung auf, welche beim Vorbeigang
der Markierungen jeweils einen Impuls der Meß- und Steuervorrichtung zuführt.
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Wie erwähnt, besteht die Taktspur vorzugsweise aus einer sich über
die Länge der genutzten Magnetspur erstreckenden Reihe an Markierungen, die ~insbesondere
bei Verwendung einer mit einer Magnet spur versehenen Lochkarte als Datenkarte von
einer Lochspur gebildet wird. Die Tastvorrichtung ist hierbei mit einem durch den
Lichtduröhgang durch die Löcher der Taktspur erregten, z.B. aus einem Fototransistor
bestehenden Impulsgeber versehen. Ferner ist die Tastvorrichtung zweckmäßig so angeordnet,
daß beim Ziehen der Datenkarte die erste Taktspur-Markierung erst nach einem vorgegebenen
Vorlauf erreicht wird.
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Bei Verwendung von Lochkarten, die zugleich mit einer Magnetspur ausgestattet
sind, weist das erfindungsgemäße Lese-und Schreibgerät in bekannter Weise zusätzlich
eine Lesevorrichtung für die Lochkodierung auf, welche vorzugsweise aus einem Fototransistor-Leser
od. dgl. besteht, Da die Lochkodierung auf der Datenkarte den grdßeren Raum einnimmt,
empfiehlt es sich, die Magnetspur als schmalen
Magnetstreifen an
einer der beiden Seitenkanten der etwa rechteckigen Datenkarte anzuordnen. Der magnetische
Lese-und Schreibkopf ist in diesem Fall in Nähe der Seitenbegrenzung des Einsteckschlitzes
des Lese- und Schreibgerätes angeordnet. Ferner empfiehlt es sich, den magnetischen
Lese- und Schreibkopf auf der der Lochkodierung-Lesevorrichtung gegenüberliegenden
Seite des Einsteckschlitzes anzuordnen.
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Wie erwähnt, ist das erfindungsgemäße Lese- und Schreibgerät mit einem
einen Speicher aufweisenden elektronischen Rechner und zweckmäßig auch mit einem
Sendegerät für die Durchführung der Artikelbestellung auf dem Wege einer Datenfernübertragung
gekoppelt, Alle diese Einheiten lassen sich zu einem kompakten, tragbaren Gerät
zusammenbauen0 Der elektronische Rechner erhält zweckmäßig einen Zwischenspeicher
(RAM) für die gelesenen Daten und einen Bestellspeicher für die Durchführung der
Artikelbestellung. Außerdem wird das Gerät vorteilhafterweise mit einer optischen
Anzeige der gelesenen und/oder gespeicherten Daten versehen. An dieser optischen
Anzeige lassen sich jeweils beim Einführen einer Datenkarte in das Lese- und Schreibgerät
die vom elektronischen Rechner errechnete neue Bestellmenge und neue Mindestmenge
sowie zweckmäßig auch der alte und neue Trend im Sinne einer Umsatzsteigerung bzw.
des Umsatzrückganges und gegebenenfalls weitere Informationen, wie z.B. solche über
den Händler, den Auftrag, Rabatte u.dgl., ablesen.
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Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit den in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigt: Fig.
1 in starker schematischer Vereinfachung eine als Bestell-Terminal ausgebildete
Einrichtung
gemäß der Erfindung; Fig. 2 die Einrichtung nach Fig.
1 in Form eines Schaltschemas; Fig. 3 und 4 eine als Minikarte ausgebildete Datenkarte
in Ansicht auf die Vorderseite und auf die Rückseite; Fig. 5 eine Einzelheit des
Lese- und Aufzeichnungsgerätes in Draufsicht; Fig. 6 die Anordnung nach Fig. 5 in
Seitenansicht; Fig. 7 die Anordnung nach Fig. 5 im Querschnitt; Fig. 8 eine der
Fig. 5 entsprechende Anordnung, wobei zugleich eine Datenkarte dargestellt ist;
Fig. 9 ein Diagramm zur Erläuterung der Einrichtung zur Steuerung der Bitfrequenz
in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Ziehbewegung der Datenkarte; Fig.1O
eine erfindungsgemäße Einrichtung in einem Schaltbild.
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Die in Fig. 1 dargestellte Einrichtung besteht aus einem kompakten,
tragbaren Gerät, welches als Bestelldatenterminal in Apotheken oder sonstigen Verkaufsbetrieben
Verwendung findet. Die Einrichtung weist an ihrem mit einem Tragegriff 10t versehenen
Gehäuse 10 einen seitlichen Karteneinsteckschlitz 11 auf, in den die Datenkarten
in Pfeilrichtung S von Hand einführbar und in Gegenrichtung von Hand herausziehbar
sind, wobei die Einschubbewegung zum Lesen der Daten und die Ziehbewegung zum Schreiben
von Daten ausgenutzt wird. Außerdem ist die Einrichtung an ihrem Gehäuse 10 mit
einer Tastatur 12 und einer optischen Anzeige (Display) 13 mit maximal vierzehn
Stellen versehen.
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Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, umfaßt das Gerät nach Fig. 1 in einer
Baueinheit im wesentlichen ein Lese- und Aufzeichnungsgerät
14,
eine Lesevorrichtung 15 zum Lesen der Lochkodierung der Datenkarten, die vorzugsweise
aus einem für diese Zwecke bekannten Fototransistor-Leser besteht, ein mit einem
Verstärker versehenes Lese- und Aufzeichnungsgerät 16 mit einem magnetischen Lese-
und Schreibkopf 17 zum Lesen der auf einer Magnetspur der Datenkarten gespeicherten
Daten bzw. zum Schreiben von Daten auf die Magnetspur, ferner einen programmierbaren
elektronischen Rechner 18, der mit einer Meß- und Steuervorrichtung zur Bitfrequenz-Steuerung
des Lese- und Aufzeichnungsgerätes 16 ausgestattet ist, sowie einen elektronischen
Programmspeicher 19 (RAM) und einen Arbeits- oder Bestellspeicher 20 für die Datenfernübertragung
21, die in bekannter Weise auf elektronischem Wege über ein Telefonnetz unter Verwendung
eines mit einem Postmodem ausgestatteten Telefons durchgeführt werden kann.
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In den Fig. 3 und 4 ist in Vergrößerung eine Datenkarte in Draufsicht
auf ihre Vorder- und Rückseite dargestellt.
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Die als Minikarte ausgebildete rechteckige Datenkarte weist Kantenabmessungen
in der Größenordnung von etwa 50 x 25 mm auf. Sie ist zweckmäßig aus Kunststoff
hergestellt. Sie weist in einem Stück ein Griffteil 22 und ein Feld 23 auf, welches
die jeweilige Artikelnummer (Pharma-Zentralnummer) in Form einer Lochkodierung 24
erhält. Die Artikelnummer kann am unteren Rand der Datenkarte 25 bei 26 gesondert
angegeben sein. Zwischen den Kanälen 3 und 4 der Datenlochungen ist an der Datenkarte
25 eine Taktspur 27 angebracht, die sich über das die Lochkodierung tragende Feld
23 erstreckt und aus einer Lochreihe besteht, deren Löcher in Einschub- und Ziehrichtung
der Datenkarte 25 in kleinerem Abstand zueinander angeordnet sind als die Datenlochungen
der Lochkodierung 24. Außerhalb des die Lochkodierung und die Taktspur
aufweisenden
Feldes 23 weist die r)atenkarte 25 Beschrifturgsfelder 28 ftir Linie Fintragung
bestimmter artikelbezo>ener Informationen auf, wie dies ebenfalls bekannt ist.
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Die r)atenknrte 25 trägt auf ihrer Riickseite (Fig. 4) eine schmale
Magnetspur 29, die sich seitlich neben dem die Lochkodi eflng 24 tragenden Feld
23 entlang der Längskante der rechteckigen Karte erstreckt. Die Magnetspur 29 verläuft
demgem über das gesamte die Lochkodierung tragende Feld parallel zur Taktsnur 57.?o
Sie kann durch Aufkleben oder Einnräg,en eines Magnetstreifens oder durch Bedrucken
der Datenkarte mit einer Magnetschicht hergestellt werden.
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Während die Lochkodierung 24 zur Identifizierung des jeweiligen Verkaufsartikels
in Gestalt der Artikelnummer bzw der Pharma-Zentralnummer dient, wird die Magnetspur
29 zur Aufzeichnung insbesondere variabler Daten, wie Bestellmenge, Mindestlagermenge,
Tagesdatum, Umsatztrend u.dgl., verwendet, Sie kann ferner weitere warenbezogene
Informationen enthalten. Im allgemeinen geniigt es, wenn die Aufzeichnungsdichte
auf der Magnetspur 29 etwa 30 bis 60 Bit beträgt. Die Daten werden mit Hilfe des
Lese- und Schreibkopfes 17 als serielles Bitmuster mit wechselnder Magnetisierung
für 1 und aufgezeichnet, wobei von einer Darstellung dieser Zeichen durch zwei verschiedene
Frequenzen Abstand genommen wird, weil. dies das Vorhandensein eines besonderen
Löschkopfes voraussetzen wiirde.
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Der Arbeitsablauf und die Bedienung des Gerätes sind wie folgt: Der
in der Apotheke bewährte Kreislauf vom Ziehen der einzelnen Datenkarten beim Erreichen
der jeweiligen Mindestlagermenge
(Ziehpunkt) bis zur Wareneingangskontrolle
wird nur unwesentlich geändert. Jedem Verkaufsartikel ist dabei, wie ueblich, eine
Datenkarte zugeordnet, welche die Pharma-Zentralnummer in Form der Lochkodierung
24 aufweist und auf deren Magnet spur 29 die genannten variablen Daten dezentral
gespeichert sind. Das Gerät bzw. dessen mit einer Bestellmengenoptimierung arbeitender
Rechner ist so ausgelegt, daß es sowohl das Verhältnis Bestellmenge/Mindestmenge
für jeden Verkaufsartikel optimal errechnet als auch die Bestellmenge über die Datenfernübertragung
21 an den gewünschten Händler übermittelt.
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Sobald für einen bestimmten Verkaufsartikel die Mindestlagermenge
erreicht ist, wird das betreffende Datenkärtzehen 25 gezogen und zur Durchführung
einer Bestellung von Hand in Pfeilrichtung S (Fig. 1) in den Karteneinsteckschlitz
11 bis zum Anschlag an einer inneren Anschlagfläche 30 eingefUhrt-(Fig. 5 bis 8).
Bei diesem Einschubvorgang wird mit Hilfe der aus einem Fototransistor-Leser odOdgl.
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bestehenden Lesevorrichtung 15 die Lochkodierung 24 gelesen und die
Information dem mit einem Speicher ausgerusteten elektronischen Rechner 18 zugeführt.
Gleichzeitig liest der magnetische Lese- und Schreibkopf 17 die auf der Magnetspur
29 aufgezeichneten variablen Daten. Auch diese Informationen werden dem elektronischen
Rechner 18 zugeführt, welcher dann die entsprechenden Bestelldaten über die Fernübertragung
21 an das Rechenzentrum des Großhändlers übermittelt. Der Rechner 18 ist so programmiert,
daß er bei Änderungen der Umschlagshäufigkeit je Zeiteinheit für jeden Verkaufsartikel~die
auf der Magnetspur aufgezeichneten variablen Daten entsprechend ändert und dem aktuellen
Stand im Sinne einer-Bestellmengenontimierung anpaßt. Die ermittelten neuen Daten
werden beim anschließenden Herausziehen der Datenkarte 25 aus dem Karteneinsteckschlitz
11 mit Hilfe
des Lese- und Schreibkopfes 17 auf der Magnetspur
29 aufgezeichnet. Zugleich speichert der Rechner 18 fiir jeden Verkaufsartikel die
beim Ziehen der Datenkarte auf gezeichneten Daten, nämlich die letzte Bestellmenze,
die hierauf abgestimmte Mindestwarenmenge und das letzte Bestelldatum.
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Die beim Ziehen der Datenkarten ermittelten und auf gezeichneten Daten
(Bestellmenge/Mindestwarenmenge) werden der Bedienungskraft an der Anzeige 13 optisch
angezeigt.
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Zugleich wird an der Anzeige 13 der vom Rechner 18 ermittelte Umsatztrend,
steigend, gleichbleibend oder sinkend, angezeigt.
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Während beim Herausziehen der Datenkarte aus dem Einsteckschlitz 11
die alten Daten, falls erforderlich, überschrieben werden, speichert der Rechner
18 die ermittelten Daten in einem Zwischenspeicher (Puffer). Der Inhalt des Zwischenspeichers
kann dann durch Einlesen einer neuen Datenkarte in den Bestellspeicher 20 überführt
und iiber den Bestellspeicher durch Datenfernübertragung zum Großhandel gesendet
werden.
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Wie vorstehend beschrieben, erfolgt das Lesen und Schreiben der auf
denDatenkarten 25 gespeicherten Daten beim Einführen der Datenkarten in den Einsteckschlitz
11 (Lesen) bzw. beim Herausziehen der Datenkarten aus diesem Einsteckschlitz (Schreiben).
Da bei Handbedienung die Einführ- und Ziehgeschwindigkeit starken Schwankungen unterworfen
ist, verändert sich zwangsläufig die Leseamplitude mit der Geschwindigkeit, mit
der die Datenkarte am Lese- und Schreibkopf 17 vorbeigeführt wird. Dies kann bei
den anzustrebenden kleinen Abmessungen der Datenkarten unter Berücksichtigung der
auf der Magnetspur 29
zu speichernden Daten zu Schwierigkeiten
fiihrenO Untersuc1iungen- haben ermeben,- daß die Geschwindigkeitsunterschiede der
Handbeweging bei normaler Bedienung 1 : 3, im Extremfall bis 1 : 10 betragen. Im
un,instigsten Fall könnte daher eine Datenkarte mit maximaler Geschendigkeit herausgezogen
und mit minimaler Geschwindigkeit eingeschoben werden bzw. umgekehrt. Daraus ergibt
ch ein Geschwandigkeitsl3nterschied von maximal 1 : 100. Fig. 9 zeigt in einem Diagramm
die Abhängigkeit der Bitdichte (Bits/mm) von der Länge der Magnetspur 29 (in mm).
Bei einer beschleunigten Ziehbewegung der Datenkarte sinkt die Bitdichte beim einer
vorgegebenen Länge der Magnetspur 29 stark ab, wie sich aus dem Verlauf der Geraden
31 ergibt. Um eine zumindest angenähert konstante Bitdichte-Unabhängigkö-it von
der Ziehgeschwindigkeit der Datenkarte beim Schreiben bei den vorgegebenen Abmessungen
der Magnet--spur 29 zu erhalten, wird während des Schreibvorganges die Bewegungsgeschwindigkeit
der Datenkarte relativ zu dem Lese- und Schreibkopf 17 ermittelt und danach die
Bitfrequenz gesteuert. Die Ermittlung der Ziehgeschwindigkeit der Datenkarte erfolgt
dabei mit Hilfe der an ihr angeordneten Taktspur 27. Mit Hilfe dieser Taktspur wird
beim Ziehen der Datenkarte 25 jeweils das Zeitintervall zwischen dem Erkennen zweier
aufeinanderfolgender Löcher der Taktspur ermittelt und damit die Ziehgeschwindigkeit
auf dieser-Teilstrecke ermittelt, wobei in Abhängigkeit von der so ermittelten Ziehgeschwindigkeit
die Bitfrequenz für das Schreiben der Daten gesteuert wird. Dieses Prinzip wird
von Loch zu Loch der Taktspur wiederholt, wodurch für alle-Teilstrecken der Taktspur
die jeweilige Ziehgeschwindigkeit festgestellt und die Bitfrequenz entsprechend
angepaßt wird0 Man erhält dann die in dem Diagramm -nach Fig. 9 für eine beschleunigte
Ziehbewegung dargestellte korrigierte Kurve 32. In diesem Diagramm ist die
Lochung
der Taktspur 27 für sieben aufeinanderfolgende Taktspurlöcher auf der Abszisse aufgetragen.
Aus der grafischen Darstellung der Bitdichte in Abhängigkeit von der Änderung der
Ziehgeschwindigkeit erkennt man, daß die angestrebte Bitdichte um so besser eingehalten
wird, je enger die Taktspur-Markierung angebracht ist, also je geringer der Abstand
zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Lochungen der Taktspur ist.
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Um während des Kartenziehens (Schreibens) die Taktspur 27 abzutasten,
ist an dem Lese- und Aufzeichnungsgerät 14 (Fig. 2) eine elektronische Abtastvorrichtung
33 vorgesehen. Das Lese- und Aufzeichnungsgerät 14 weist in der Achse der Taktspur
27 eine durchgehende Durchbrechung 34 (Fig. 5 bis 8) auf, wobei auf der einen Seite
des Einsteckschlitzes 11 eine lichtemittierende Diode 35 und an der gegenüberliegenden
Seite des Einsteckschlitzes 11 ein Fototransistor 36 od. dgl. angeordnet ist, der
beim Ziehen der Datenkarte jeweils beim Lichtdurchfall durch eine Lochung der Taktspur
27 einen elektrischen Impuls liefert.
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Dabei wird das Zeitintervall zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden
Impulsen durch die Meß- und Steuervorrichtung des elektronischen Rechners 18 gemessen-
und daraus die Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte-auf der betreffenden Teilstrecke
ermittelt. Die Meß- und Steuervorrichtung des Rechners 18 steuert dann entsprechend
den ermittelten Geschwindigkeitswerten die Bitfrequenz des magnetischen Lese- und
Schreibkopfes 17. Letzterer befindet sich in einem Durchbruch 37 an der Unterseite
des Einsteckschlitzes 11. Mit Hilfe dieser Abtastung der Taktspur 27 und der elektronischen
Meß- und Steuervorrichtung läßt sich demgemäß die Bitfrequenz für das Schreiben
der Daten einstellen.
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Versuche haben ergeben daß in der Praxis die Datenkarte 25 nur anfangs
besch)eunigt und die Ziehgeschwindigkeit sehr rasch erreicht wird, und daß nach
einer verhältnismäßig kurzen Beschleunigungsstrecke die Ziehgeschwindigkeit im Reelfall
weitgehend konstant ist, so daß die Verwendung einer Taktspurlochung, die der Transnortlochung
einer Datenkarte entsnricht, völlig ausreicht. Es empfiehlt sich, die Anordnung
so ZU treffen, daß die Datenkarte beim Ziehvorrang einen ausreichend langen Vorlauf
hat, bevor das erste Loch in Deckung mit dem Durchbruch 34, an welchem die Abtastung
erfolgt, gelangt. Um dies zu erreichen, ist die Tiefe des Einsteckschlitzes 11 in
Zieh- bzw. Einschubrichtung der Datenkarte größer bemessen als die Länge der Taktspur
27, die sich über die gesamte genutzte Länge der Magnntnur 29 erstreckt. Hierdurch
wird erreicht, daß der Schreibvorgang beim Ziehen der Datenkarte erst nach dieser
Vorlauf- und Beschleunigungsstrecke, also zu einem Zeitpunkt eingeleitet wird, zu
dem in aller Regel die Ziehgeschwindigkeit bereits erreicht ist. In Fig. 8 ist mit
der gestrichelten Linie 38 die Stelle bezeichnet, bei der beim Einsch1lb der Datenkarte
25 in den Einsteckschlitz 11 das letzte Loch 27' der Taktspur liegt. Der Abstand
von der Linie 38 zu dem Durchbruch 34 ist gleich dem vorgenannten Vorlauf.
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Seitlich neben dem Durchbruch 34 für die Abtastvorrichtung sind weitere
Durchbrüche 39 vorgesehen, die zum Lesen der Lochkodierung dienen. Diese Lesevorrichtung
weist in bekannter Weise ebenfalls lichtemittierende Dioden 40 und auf der anderen
Seite des Einsteckschlitzes 11 Fototransistoren 41 od.dglv auf, welche beim Lichtdurchfall
durch die Löcher der Lochkodierung elektrische Impulse liefern, die der Lesevorrichtung
15 (Fig0 2) und von dieser dem Rechner 18 zugeführt werden.
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In Nähe der tiefsten Stelle des Einsteckschlitzes 11 ist ein weiterer
Durchbruch 42 vorgesehen, an welchem sich ein ebenfalls aus Diode und Transistor
bestehender Endschalter befindet, der den vollen Einschub der Datenkarte in den
Einsteckschlitz anzeigt, indem der Lichtstrahl von der eingeschobenen Datenkarte
unterbrochen wird.
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Wie erwähnt, erfolgt das Lesen der Daten von der Magnetspur 29 beim
Einschub der Datenkarten in den Einsteckschlitz 11.
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Hierbei werden die Zeitintervalle zwischen den Bitwechseln auf der
Magnetspur 29 gemessen und in einer Liste des Rechenspeichers gespeichert. Ebenso
werden die Zeitintervalle zwischen-dem Vorbeigang der Lochungen der Taktspur 27
mit Hilfe der vorerwähnten Tastvorrichtung an der Abtaststelle 34 als Maß für die
Geschwindigkeit registriert und gespeichert, Ist die Datenkarte 25 bis zum Anschlag
in den Einsteckschlitz 11 eingeschoben, so befindet sich ein maßstäbliches Abbild
der Datenaufzeichnung, zugeordnet zu den Abmessungen der Datenkarte, im Speicher.
Mit Hilfe herkömmlicher Verfahren kann aus diesem Abbild leicht das Bitmuster der
Datenaufzeichnung auf der Magnetspur 29 nachgezeichnet werden. Als letzte Information
kann beim Schreiben eine Kontrollaune mit aufgezeichnet werden, die nun beim Lesen
Gewißheit für die Richtigkeit der gelesenen Daten gibt.
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Fig. 10 zeigt in einem Schaltbild einen erfindungsgemäßen Bestelldatenterminal
mit einer magnetischen Schreib- und Lesevorrichtung, der fotoelektrischen Abtastung
der Takt-Spur 27 und der Meß- und Steuervorrichtung zur Erzeugung einer weitgehend
konstanten Bitdichte auf der Magnetspur 29 unabhängig von der 3jeweiligen Karten-Ziehgeschwindigkeit.
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Die Arbeitsweise beim Schreiben von Daten auf die Magnetspur
29
ist wie folgt: Beim Ziehen der Datenkarte 25 wird mit Hilfe des Optoarrays TIL 627,
das ist eine Reihe von LEDs (Light emitting diodes) gegenüber einer Reihe von Fototransistoren,
die Taktspur abgetastet und an den Mikroprozessor 18 gemeldet. Mit jeder Signalflanke
zu Beginn des Taktlochs wird ein Interrupt ausgelöst und damit der Prozessor 18
veranlaßt, den Stand eines Timers abzufragen und diesen sofort neu zu starten. Aus
dem erhaltenen Wert (in/is) wird eine neue, korrigierte Bitzeit errechnet.
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Nach Erhalt des ersten Wertes der Bitzeit, errechnet aus dem zeitlichen
Abstand zwischen dem 1. und 2. Taktloch, beginnt der Prozessor über die Leitung
MDAT das Bitmuster der Daten auszugeben. Die Leitung MW/K steht dabei auf 1, d.i.
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"Write, womit über J3 das Relais REl angezogen hat und die Daten von
MDAT über J2, den Relaiskontakt an den Magnetkopf 17 weitergeleitet werden. Der
Stromfluß ist über R19 gegen Ground geschlossen und der Magnetkopf wird nun entsprechend
dem Bitmuster der Daten auf- und abmagnetisiertO Die Korrektur der Bitzeiten erfolgt
dabei gleichzeitig mit der Aufzeichnung, wodurch eine weitgehend konstande Bitdichte
erreicht werden kann. Ober- und Untergrenze der Ziehgeschwindigkeit zur Erreichung
einer einwandfreien Aufzeichnung sind bekannt und es wird mit jeder Timerabfrage
kontrolliert, ob die Geschwindigkeit im erlaubten Bereich liegt. Wenn nicht, bricht
der Prozessor den Vorgang ab, meldet "Error" und es kann die Aufzeichnung neu versucht
werden.
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Die Leitung MW g sperrt über J3 den Eingang J2/10 im Zustand "Write",
so daß über J3/4 der Ausgang J3/6 (Open Kollektor) gesperrt ist und damit die Leitung
MDAT nicht
beeinflußt. Dadurch kann diese die Daten in beiden Richtungen
übertragen, der Prozessor steuert die Richtung mit dem Signal MW/K.
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Lesen von Daten von der Ma£netsDurs Beim Einschieben der Datenkarte
25 wird durch die Karte der Fototransistor des Optoarrays TIL 627 aSgedunkelt, das
Signal LOC geht auf logisch 1 (high level über J2/3 wird dem Prozessor am Port PA7
gemeldet, daß eine Karte eingeschoben worden ist. Dies löst einen Interrupt aus
und der Prozessor beginnt sofort, die Information der Datenkarte zu erfassen.
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In einer programmierten Abfrageschleife werden zu diesem Zweck beide
Dateninhalte der Minikarte simultan abgefragt, und zwar: a) die gelochten Daten
24 durch einen Abfragetakt von ca.
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1oO/£a, wobei die Lochkombination, die zusammen mit der Tektspur
erfaßt wird, als gültig abgespeichert wird; b) die auf der Magnetspur 29 gespeicherten
Daten durch Erfassen und Zwischenspeichern der zeitlichen Abstände (infis) zwischen
den Änderungen der Magnetisierungs richtung. In einem nachfolgenden Rechenvorgang
wird aus diesen gemessenen Zeiten das Bitmuster ermittelt.
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Ein weiterer Fototransistor 42 meldet dem Prozessor, daß die Datenkarte
zur Gänze eingeschoben worden ist. Zur Datensicherung ist für beide Dateninhalte
das letzte Digit bzw. Byte als Prüfzeichen reserviert. Damit kann eine Lesefehler
erkannt werden.
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Beim Lesen von Daten von der Magnetspur 29 wird das Signal MW/K auf
logisch o (low level gem. "Read") gehalten, über
J3/2 wird erreicht,
daß das Relais RE1 abfällt und an J2/10 das Lesesignal aktiviert wird. Der Relaiskontakt
ist nun offen, um das vom Magnetkopf 17 abgegebene Lesesignal von sehr kleiner Amplitude
nicht zu beeinflussen. Über den Analogverstärker J1 wird dieses Signal verstärkt
und auf ein Rechtecksignal umgewandelt. Durch den Schmitttrigger J2/8 wird die Flankensteilheit
noch verbessert, und über J3i4 und J3/6 gelangen die so erzeugten Datenimpulse über
PB1 an den Prozessor0 Grenzen des Aufzeichnungsverfahrens: Die Grenzfrequenzen des
Aufnahme/Wiedergabe-Magnetverstärkersgemäß obiger Schaltung liegen bei 150Hz und
2KHz.
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Berücksichtigt man zusätzlich die verfahrennbedingten Softwaregrenzen,
so kann man eine Magnetkarten-Ziehgeschwindigkeit von 4 - 55 cm/s als erlaubt ansehen.
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An Versuchspersonen wurden Geschwindigkeiten von 13 - 50 cm/s gemessen,
wobei das Einschieben der Karte rund 1596 langsamer als das Herausziehen erfolgt.
Die Maximalgeschwindigkeit, die erreicht werden kann, liegt bei 75 cm/s.
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Daraus kann abgeleitet werden, daß die Verfahrenigrenzen für den praktischen
Gebrauch durchaus ausreichend sind.
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Dazu kommt noch die Neigung der Bedienungspersonen, in BewuXtsein-der
Wichtigkeit der aufgezeichneten Daten eher vorsichtiger zu hantieren.
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