DE3020004A1 - Verfahren und einrichtung zum lesen und aufzeichnen von daten auf mit einer magnetspur versehenen datenkarten, insbesondere fuer die durchfuehrung von artikel- bestellungen durch fernuebertragung in apotheken u.dgl. - Google Patents

Verfahren und einrichtung zum lesen und aufzeichnen von daten auf mit einer magnetspur versehenen datenkarten, insbesondere fuer die durchfuehrung von artikel- bestellungen durch fernuebertragung in apotheken u.dgl.

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DE3020004A1
DE3020004A1 DE19803020004 DE3020004A DE3020004A1 DE 3020004 A1 DE3020004 A1 DE 3020004A1 DE 19803020004 DE19803020004 DE 19803020004 DE 3020004 A DE3020004 A DE 3020004A DE 3020004 A1 DE3020004 A1 DE 3020004A1
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Description

  • -Titel:-Verfahren und Einrichtung zum Lesen und Aufzeich-
  • nen von Daten auf mit einer Magnetspur versehenen Datenkarten, insbesondere für die Durchführung von Artikel-Bestellungen durch Fernübertragung in Apotheken u.dgl.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lesen und Aufzeichnen von variablen Daten auf der Magnetspur einer Datenkartes insbesondere zur Erfassung und Aufzeichnung von Artikel- und Bestelldaten in'Apotheken u.dgl., indem die Datenkarten zum Lesen der auf der Magnetspur aufgezeichneten Daten bzw. zum Aufzeichnen der Daten auf der Nagnetspur an einer magnetischen Lese- und Schreibkopf vorbeibewegt werden. Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine zweckdienliche Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens, die mit einem magnetischen Lese- und Auf-Zeichnung8gerät zum Lesen der auf der Magnetspur der Datenkarte als serielles Bitmuster aufgezeichneten Daten sowie zum Aurzeichnen solcher Daten auf der Magnetspur versehen ist.
  • Die Erfindung ist insbesondere auf ein Verfahren und eine Einrichtung gerichtet, welches bzw. welche dazu dient, in Apotheken oder sonstigen Verkaufsbetrieben die wichtigsten Artikel- und Verkaufs- bzw. Bestelidaten zu erfassen und die notwendigen Bestellungen der Verkaufsartikel durch Fernübertra-gung an den Händler oder einen sonstigen'Zulieferer zu übermitteln.
  • In modern organisierten Apotheken werden als wichtige Organisationsmittel und Informationsträger genormte Lochkarten z.B. aus Kunststoff verwendet, welche den jeweiligen pharmazeutischen Verkaufsartikel bzw. dessen verbindlich festgelegte Pharma-Zentralnummer in Form einer Lochkodierung aufweis-en. Außerdem weisen die Lochkarten Beschriftungsfelder für handschriftlich einzutragende Informationen, insbesondere umsatzabhängige Daten, wie Bestellmenge und Mindestlagermenge, auf. Sobald in der Apotheke für einen bestimmten Verkaufsartikel die Mindestlagermenge erreicht ist, wird die normalerweise am Lagerort des Verkaufsartikels in einer Tasche od. dgl.
  • sichtbar angeordnete Lochkarte gezogen und die Bestellung des betreffenden Verkaufsartikels entsprechend der jeweils aufgezeichneten Bestellmenge durchgeführt. Die Bestellung erfolgt auf elektronischem Wege, indem die betreffende Lochkarte von Hand in einen kleinen Lochkartenleser eingeführt wird, welcher die Bestelldaten über das normale Telefonnetz an den Großhändler überträgt. Zu diesem Zweck ist sowohl auf der Apothekenseite als auch auf der Seite des Großhändlers ein mit einem Postmodem ausgestattetes Telefon vorgesehen, so daß die Bestellung telefonisch einem Rechenzentrum des Großhändlers zugeführt werden kann, der daraufhin die Bestellung durchführt.
  • Nach Eingang der bestellten Liefermenge bei der Apotheke wird die Lochkarte wieder an den Lagerort des betreffenden Verkaufsartikels zurückgestellt.
  • Bisher war es erforderlich? die für die Bestellung notwendigen variabWen Daten, nämlich die Besteilmenge und die Mindestlagermenge, von Hand in entsprechende Felder der Lochkarte einzutragen. Da es sich bei diesen Informationen aber um veränderliche, vom Umsatz bzw. von der Umsatzhäufigkeit je Bezugszeitraum abhängige Daten handelt, mußten bei Änderungen der Umsatzhäufigkeit diese Daten von Hand umgeschrieben werden, um eine Uber- oder Unterbevorratung des betreffenden Verkaufsartikels zu vermeiden. Anzustreben ist ein möglichst niedriger Warenlagerwert und ein der vorhandenen Lagerkapazität und dem Warenumsohlag angepaßter Warenbestand.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Einrichtung zu schaffen, mit dem bzw. der es möglich ist, kleine Datenkarten, die insbesondere als Bestellkarten Verwendung finden und auf denen die Artikelstsmmdaten für die verschiedenen Verkaufsartikel dezentral gespeichert sind, nicht nur zu lesen, sondern die auf der Datenkarte eingetragenen variablen Daten, wie vor allem die Bestellmenge und die Mindestlagermenge der einzelnen Verkaufsartikel, auf einer Magnetspur zu speichern und im Bedarfsfall zu ändern, falls sich z.B. Anderungen in der Umsatzhäufigkeit bzwo der Gängigkeit der einzelnen Verkaufsartikel~ergèben. Dabei soll der technische Aufwand möglichst geringgehaIten und ein preiswertes Gerät geschaffen werden, welches sich vor allem durch geringe Störanfälligkeit, problemlose Bedienung und kleine Bauabmes--sungen-auszeichnete Das erfindungsgemäße Verfahren kennzeichnet sich dadurch, daß die Datenkarten in beiden gegenläufigen Bewegungsrichtungen von Hand an dem Lese- und Schreibkopf vorbeigeführt werden, wobei in der einen Bewegungsrichtung die auf der Magnetspur aufgezeichneten Daten von dem Lese- und Schreibkopf gelesen und in der entgegengesetzten Bewegungsrichtung die Daten auf der Magnetspur aufgezeichnet werden.
  • Erfindungsgemäß wird also bewußt auf einen maschinellen oder elektromechanischen Vorschub der Datenkarten am magnetischen Lese- und Schreibkopf vorbei verzichtet und statt dessen sowohl für den Lesevorgang als auch für den Aufzeichnungs- bzw. Schreibvorgang mit einem Handvorschub der Datenkarten gearbeitet, wodurch die sonst erforderlichen maschinellen Transporteinrichtungen für die Datenkarten in Fortfall kommen können und ein im Aufbau erheblich vereinfachtes, leicht zu bedienendes Lese- und Schreibgerät von geringerer Störanfälligkeit, geringem Stromverbrauch und kleinen Abmessungen erhalten wird. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich dabei in bevorzugter Ausführung so durchführen, daß bei der Einschubbewegung der Datenkarten die Daten gelesen und bei der Ziehbewegung der Datenkarten die Daten, falls erforderlich, aufgezeichnet werden.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden als Datenträger kleine Datenkarten z.B. aus Kunststoff verwendet, deren Abmessungen größenordnungsmäßig etwa 50 x 25 mm betragen können und die zur Aufzeichnung und dezentralen Speicherung der variablen Daten (Vergangenheitsdaten) mit einem schmalen Magnetstreifen versehen sind. Dabei genügt es im allgemeinen, wenn der Magnetstreifen so bemessen wird, daß mit einer Aufzeichnungsdichte von 30 bis 60 Bit gearbeitet werden kann. Die Daten werden auf der Magnetspur als serielles Bitmuster mit wechselnder Magnetisierung für 1 und~ aufgezeichnet. Von einer Darstellung dieser Zeichen durch zwei verschiedene Frequenzen wird Abstand genommen, weil dies die Verwendung eines vorgeschalteten Löschkopfes erforderlich -machen würde.-Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Apotheken oder sonstigen Verkaufsbetrieben werden auf den Datenkarten als--variable:Daten für den betreffenden Verkaufsartikel die letzte Bestellmenge, die Mindestlagermenge sowie das letzte Bestelldatum aufgezeichnet und gespeichert. Die -magnetische Aufzeichnung dieser spezifischen Daten ermög--licht es, bei jedem neuen Bestellvorgang die Daten zu lesen und, falls erfprderlich,-unter Verwendung eines mit einem Speicher versehenen elektronischen Rechners zu aktualisieren,- -d-.h. den jeweili~gen aktuellen Verkaufsdaten hinsichtlich Bestellmenge und Mindestlagermenge anzupassen.
  • Dadurch läßt sich das gesamte Organisations- ind Bestell--systemeier- Apotheke erheblich vereinfachen und zuverlässiger gestalten. Zugleich wird in bekannter Weise über einen mit d- Lese- und-Schreibgerät gekoppelten Bestell--Terminal die Bestellung durch Fernübertragung durchgeführt.
  • Zusätzlich zu den vorgenannten variablen Daten können auf der Magnetspur weitere Daten, z.B. Hinweisdaten betreffend Einkaufs- -und/oder Verkaufspreis, Händlerrabatte, Verfallkennzeichen bei verfallsbedrohten Verkaufsartikeln sowie Trenddaten aufgezeichnet werden, die der Bedienungskraft anzeigen, ob der-Verkaufstrend steigend, gleichbleibend oder sinkend ist. Zur Kennzeichnung des jeweiligen Verkaufsartikels erhalten die Datenkarten eine entsprechende Kodierung, vorzugsweise in Gestalt einer für diese Zwecke bekannten Lochkodierung, welche die Artikelnummer (Pharma-Z entralnummer) angibt.
  • Bei Magnetaufzeichnung der genannten Daten unter Verzicht auf einen maschinell angetriebenen Karten-Transportmechanismus ergibt sich das Problem, daß sich die Leseamplitude mit der Geschwindigkeit, mit der die Datenkarte am Magnetkopf vorbeigeführt wird, ändert. Anzustreben ist -demnach eine möglichst konstante und stets gleiche Geschwindigkeit der Datenkarte beim Schreiben und beim Lesen, wie sie bei bekannten Systemen mit Hilfe eines von einem Motor angetriebenen Karten-Transportmechanismus erreichbar ist.
  • Wird aber die Datenkarte von Hand eingeschoben (Lesen) und auch von Hand herausgezogen (Schreiben), so konnte festgestellt werden, daß die Geschwindigkeitsunterschiede der Handbewegung bei normaler Bedienung im Verhältnis 1 : 3, im Extremfall bis zu 1 : 10 liegen. Es empfiehlt sich daher, bei Handbedienung einen Funktionsbereich des Lese-und Schreibgerätes von 1 : 10 anzustreben, zumal auch der Leseverstärker etwa in diesem Bereich realisierbar ist.
  • Im Grenzfall könnte nun z.B. eine Datenkarte mit maximaler Geschwindigkeit herausgezogen (beschrieben) und mit minimaler Geschwindigkeit eingeschoben (gelesen) werden bzw.
  • umgekehrt. Daraus ergäbe sich für die Geschwindigkeitsunterschiede ein Bereich von 1 : 100. Anders betrachtet, hätte man, wenn man für Schreiben und Lesen einen Bereich von 1 : 10 voraussetzt, für jede der beiden Funktionen gerade noch etwa 1 : 3 entsprechend der normalen Handbedienung. Dies könnte bei kleinen Abmessungen der Datenkarten zu Fehlern führen, weil der Sicherheitsabstand zwischen den einzelnen Bits der Magnetspur zu gering wird.
  • Aus vorstehendem folgt, daß eine der beiden Punktionen Schreiben/Lesen entsprechend einer konstanten Kartengeschwindigkeit realisiert werden sollte. Hierfür empfiehlt sich die Schreibfunktion, bei der zwar bei Handbedienung die Ziehgeschwindigkeit nicht beeinflußt werden kann, andererseits aber die Möglichkeit besteht, die Daten mit etwa gleicher Bitdichte auf die Magnetspur zu schreiben. Um bei den anzustrebenden kleinen Abmessungen der Datenkarten eine zumindest angenähert konstante Datendichte (Bitfrequenz) zu erreichen, wird nach der Erfindung die Magnetaufzeichnung von den Abmessungen der Datenkarte bzw. der Länge der Magnetspur abhängig gemacht.
  • Erfindungsgemäß wird dabei während des Schreib- bzw. Aufzeichnungsvorganges die Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte relativ zu dem Lese- und Schreibkopf ermittelt und danach die Bitfrequenz im Sinne einer zumindest angenähert konstanten Bitdichte auf der Magnetspur gesteuert.
  • Vorzugsweise wird hierbei die Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte mit Hilfe einer an dieser angeordneten Taktspur od. dgl. ermittelt. Diese Taktspur besteht aus mehreren, in Ziehrichtung der Datenkarte im Abstand voneinander angeordneten Markierungen, die beim Ziehen der Datenkarte (Schreiben) abgetastet und als Taktspur (Strobe) für die Magnetaufzeichnung dienen können.
  • Als Taktspur wird an der Datenkarte vorzugsweise eine Lochspur verwendet, insbesondere dann, wenn als Datenkarte eine mit der Magnetspur versehene Lochkarte bekannter Art Verwendung findet. Die Lochspur liegt hierbei zwischen den Datenlochungen Kanal 3 und 4. Anstelle einer Lochspur können an der Datenkarte aber auch andere abtastbare Markierungen, z.B. Strichmarkierungen u.dgl., vorgesehen werden.
  • Mißt man die Zeit zwischen dem Erkennen des ersten und dem Erkennen des zweiten Loch es der Lochspur, so läßt sich hieraus die Geschwindigkeit, mit welcher die Datenkarte auf dieser Teilstrecke gezogen wird, mit Hilfe des elektronischen Rechners genau ermitteln, so daß man in der Lage ist, nach der ermittelten Geschwindigkeit die Bitfrequenz fiir das Schreiben der variablen Daten auf der Magnetspur einzustellen. Diese Messung kann von Loch zu Loch bzw. von Markierung zu Markierung der Taktspur wiederholt werden und während des Schreibvorganges im Sinne der Frequenzkorrektur herangezogen werden. Es liegt auf der Hand, daß die angestrebte Bitdichte auf der Magnetspur um so besser eingehalten werden kann, Je enger die Taktspur-Markierungen zueinander angeordnet sind.
  • Untersuchungen haben ergeben, daß in der Praxis bei Handbedienung die kleine Datenkarte nur anfangs beschleunigt und die Ziehgeschwindigkeit schnell erreicht wird. Nach Erreichen der Ziehgeschwindigkeit ist dann über den größten Teil der Länge der Magnetspur die Kartenziehgeschwindigkeit angenähert konstant. Es empfiehlt sich daher, den Auzeichnungsvorgang so durchzuführen, daß er erst nach einem vorgegebenen Vorlauf der Datenkarte eingeleitet wird, also zu einem Zeitpunkt, zu dem im Regelfall die volle Ziehgeschwindigkeit schon erreicht ist.
  • Das Lesen der Daten von der Magnetspur erfolgt, wie erwähnt, beim Einschieben der Datenkarte. Dabei können mit Hilfe des elektronischen Rechners die Zeitintervalle zwischen den einzelnen Bitwechseln 2lf der Ma,netsptlr SF-mc.E-sen und gespeichert werden. Gleichzeitig werden dann die Z eitintervall e zwischen zwei aufeinanderfolenden Markt er rungen der Taktspur als Maß für die Geschwindigkeit registriert und gespeichert Ist die Karte voll eingeschoben, so befindet sich ein maßstäbliches Abbild der Datenauf-Zeichnung zugeordnet zu den Kartenabmessungen im Speicher, Auf diese Weise ist es mö.£lich, das Bitmuster der Datenaufzeichnung bei Handbedienung für die Funktion "Lesen" exakt zu ermitteln. Als letzteInformation kann beim Schreiben eine Kontrollsumme mit aufgezeichnet werden, die nun beim Lesen Gewißheit für die Richtigkeit der gelesenen Daten gibt.
  • -Mit Hilfe des vorstehend beschriebenen Verfahrens ist es möglich, bei Handbedienung der Datenkarten die Daten exakt magnetisch aufzuschreiben und zu lesen, indem eine Korrektur der unterschiedlichen Kartengeschwindigkeiten im Sinne der Erzielung einer zumindest angenähert konstanten Bitdichte (Bits/mm) auf der Magnetspur durchgeführt wird. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, die erforderliche Anzahl an Bits auf kleine Datenkarten aufzuzeichnen und exakt wiederzugeben, ohne daß mit einem maschinellen Kartentransport gearbeitet werden mu-ß. Infolgedessen ergibt sich eine einfache, leichte und kompakte Bauweise des Gerätes, eine verringerte elektrische Leistungsaufnahme im Dauerbetrieb mit dem Vorteil der Verwendung des Lese- und Schreibgerätes in transportablen Geräten sowie auch ein Fortfall von Justier- und Wartungsarbeiten.
  • Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine Einrichtung verwendet, die mit einem einen magnetischen Lese- und Schreibkopf aufweisenden Lese- und Aufzeichnungsgerät zum Lesen der auf der Magnetspur einer Datenkarte als serielles Bitmuster aufgezeichneten Daten sowie zum Aufzeichnen solcher Daten auf der Magnetspur versehen ist.
  • Erfindungsgemäß lstwder magnetische Lese- und Schreibkopf lagegerecht zu der Magnetspur der Datenkarte an einem Karteneinsteckschlitz des Lese- und Schreibgerätes angeordnet, in den dfle Datenkarten von Hand einführbar und herausführbar sind, wobei der Lese- und Schreibkopf so ausgebildet bzw, gesteuert ist, daß er beim Einführen der Datenkarten die magnetische Aufzeichnung liest und nur beim Herausführen der Datenkarte aus dem Einsteckschlitz-Daten auf der Magnetspur aufzeichnetO Vorzugsweise ist dabei eine Meß- und Steuervorrichtung sorgesehen, welche die variable Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte durch Abtasten einer Takt spur derselben ermittel und in Abhängigkeit von der Bewegungsgeschwindigkeit die Bitfrequenz des Lese- und Schreibkopfes beim magnetischen Aufzeichnen im Sinne einer zumindest angenähert konstanten Bitdichte der Daten steuert. Die Meß- und Steuervorrichtung weist hierbei eine die Markierungen der Taktspur abtastende Tastvorrichtung auf, welche beim Vorbeigang der Markierungen jeweils einen Impuls der Meß- und Steuervorrichtung zuführt.
  • Wie erwähnt, besteht die Taktspur vorzugsweise aus einer sich über die Länge der genutzten Magnetspur erstreckenden Reihe an Markierungen, die ~insbesondere bei Verwendung einer mit einer Magnet spur versehenen Lochkarte als Datenkarte von einer Lochspur gebildet wird. Die Tastvorrichtung ist hierbei mit einem durch den Lichtduröhgang durch die Löcher der Taktspur erregten, z.B. aus einem Fototransistor bestehenden Impulsgeber versehen. Ferner ist die Tastvorrichtung zweckmäßig so angeordnet, daß beim Ziehen der Datenkarte die erste Taktspur-Markierung erst nach einem vorgegebenen Vorlauf erreicht wird.
  • Bei Verwendung von Lochkarten, die zugleich mit einer Magnetspur ausgestattet sind, weist das erfindungsgemäße Lese-und Schreibgerät in bekannter Weise zusätzlich eine Lesevorrichtung für die Lochkodierung auf, welche vorzugsweise aus einem Fototransistor-Leser od. dgl. besteht, Da die Lochkodierung auf der Datenkarte den grdßeren Raum einnimmt, empfiehlt es sich, die Magnetspur als schmalen Magnetstreifen an einer der beiden Seitenkanten der etwa rechteckigen Datenkarte anzuordnen. Der magnetische Lese-und Schreibkopf ist in diesem Fall in Nähe der Seitenbegrenzung des Einsteckschlitzes des Lese- und Schreibgerätes angeordnet. Ferner empfiehlt es sich, den magnetischen Lese- und Schreibkopf auf der der Lochkodierung-Lesevorrichtung gegenüberliegenden Seite des Einsteckschlitzes anzuordnen.
  • Wie erwähnt, ist das erfindungsgemäße Lese- und Schreibgerät mit einem einen Speicher aufweisenden elektronischen Rechner und zweckmäßig auch mit einem Sendegerät für die Durchführung der Artikelbestellung auf dem Wege einer Datenfernübertragung gekoppelt, Alle diese Einheiten lassen sich zu einem kompakten, tragbaren Gerät zusammenbauen0 Der elektronische Rechner erhält zweckmäßig einen Zwischenspeicher (RAM) für die gelesenen Daten und einen Bestellspeicher für die Durchführung der Artikelbestellung. Außerdem wird das Gerät vorteilhafterweise mit einer optischen Anzeige der gelesenen und/oder gespeicherten Daten versehen. An dieser optischen Anzeige lassen sich jeweils beim Einführen einer Datenkarte in das Lese- und Schreibgerät die vom elektronischen Rechner errechnete neue Bestellmenge und neue Mindestmenge sowie zweckmäßig auch der alte und neue Trend im Sinne einer Umsatzsteigerung bzw. des Umsatzrückganges und gegebenenfalls weitere Informationen, wie z.B. solche über den Händler, den Auftrag, Rabatte u.dgl., ablesen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 in starker schematischer Vereinfachung eine als Bestell-Terminal ausgebildete Einrichtung gemäß der Erfindung; Fig. 2 die Einrichtung nach Fig. 1 in Form eines Schaltschemas; Fig. 3 und 4 eine als Minikarte ausgebildete Datenkarte in Ansicht auf die Vorderseite und auf die Rückseite; Fig. 5 eine Einzelheit des Lese- und Aufzeichnungsgerätes in Draufsicht; Fig. 6 die Anordnung nach Fig. 5 in Seitenansicht; Fig. 7 die Anordnung nach Fig. 5 im Querschnitt; Fig. 8 eine der Fig. 5 entsprechende Anordnung, wobei zugleich eine Datenkarte dargestellt ist; Fig. 9 ein Diagramm zur Erläuterung der Einrichtung zur Steuerung der Bitfrequenz in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Ziehbewegung der Datenkarte; Fig.1O eine erfindungsgemäße Einrichtung in einem Schaltbild.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Einrichtung besteht aus einem kompakten, tragbaren Gerät, welches als Bestelldatenterminal in Apotheken oder sonstigen Verkaufsbetrieben Verwendung findet. Die Einrichtung weist an ihrem mit einem Tragegriff 10t versehenen Gehäuse 10 einen seitlichen Karteneinsteckschlitz 11 auf, in den die Datenkarten in Pfeilrichtung S von Hand einführbar und in Gegenrichtung von Hand herausziehbar sind, wobei die Einschubbewegung zum Lesen der Daten und die Ziehbewegung zum Schreiben von Daten ausgenutzt wird. Außerdem ist die Einrichtung an ihrem Gehäuse 10 mit einer Tastatur 12 und einer optischen Anzeige (Display) 13 mit maximal vierzehn Stellen versehen.
  • Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, umfaßt das Gerät nach Fig. 1 in einer Baueinheit im wesentlichen ein Lese- und Aufzeichnungsgerät 14, eine Lesevorrichtung 15 zum Lesen der Lochkodierung der Datenkarten, die vorzugsweise aus einem für diese Zwecke bekannten Fototransistor-Leser besteht, ein mit einem Verstärker versehenes Lese- und Aufzeichnungsgerät 16 mit einem magnetischen Lese- und Schreibkopf 17 zum Lesen der auf einer Magnetspur der Datenkarten gespeicherten Daten bzw. zum Schreiben von Daten auf die Magnetspur, ferner einen programmierbaren elektronischen Rechner 18, der mit einer Meß- und Steuervorrichtung zur Bitfrequenz-Steuerung des Lese- und Aufzeichnungsgerätes 16 ausgestattet ist, sowie einen elektronischen Programmspeicher 19 (RAM) und einen Arbeits- oder Bestellspeicher 20 für die Datenfernübertragung 21, die in bekannter Weise auf elektronischem Wege über ein Telefonnetz unter Verwendung eines mit einem Postmodem ausgestatteten Telefons durchgeführt werden kann.
  • In den Fig. 3 und 4 ist in Vergrößerung eine Datenkarte in Draufsicht auf ihre Vorder- und Rückseite dargestellt.
  • Die als Minikarte ausgebildete rechteckige Datenkarte weist Kantenabmessungen in der Größenordnung von etwa 50 x 25 mm auf. Sie ist zweckmäßig aus Kunststoff hergestellt. Sie weist in einem Stück ein Griffteil 22 und ein Feld 23 auf, welches die jeweilige Artikelnummer (Pharma-Zentralnummer) in Form einer Lochkodierung 24 erhält. Die Artikelnummer kann am unteren Rand der Datenkarte 25 bei 26 gesondert angegeben sein. Zwischen den Kanälen 3 und 4 der Datenlochungen ist an der Datenkarte 25 eine Taktspur 27 angebracht, die sich über das die Lochkodierung tragende Feld 23 erstreckt und aus einer Lochreihe besteht, deren Löcher in Einschub- und Ziehrichtung der Datenkarte 25 in kleinerem Abstand zueinander angeordnet sind als die Datenlochungen der Lochkodierung 24. Außerhalb des die Lochkodierung und die Taktspur aufweisenden Feldes 23 weist die r)atenkarte 25 Beschrifturgsfelder 28 ftir Linie Fintragung bestimmter artikelbezo>ener Informationen auf, wie dies ebenfalls bekannt ist.
  • Die r)atenknrte 25 trägt auf ihrer Riickseite (Fig. 4) eine schmale Magnetspur 29, die sich seitlich neben dem die Lochkodi eflng 24 tragenden Feld 23 entlang der Längskante der rechteckigen Karte erstreckt. Die Magnetspur 29 verläuft demgem über das gesamte die Lochkodierung tragende Feld parallel zur Taktsnur 57.?o Sie kann durch Aufkleben oder Einnräg,en eines Magnetstreifens oder durch Bedrucken der Datenkarte mit einer Magnetschicht hergestellt werden.
  • Während die Lochkodierung 24 zur Identifizierung des jeweiligen Verkaufsartikels in Gestalt der Artikelnummer bzw der Pharma-Zentralnummer dient, wird die Magnetspur 29 zur Aufzeichnung insbesondere variabler Daten, wie Bestellmenge, Mindestlagermenge, Tagesdatum, Umsatztrend u.dgl., verwendet, Sie kann ferner weitere warenbezogene Informationen enthalten. Im allgemeinen geniigt es, wenn die Aufzeichnungsdichte auf der Magnetspur 29 etwa 30 bis 60 Bit beträgt. Die Daten werden mit Hilfe des Lese- und Schreibkopfes 17 als serielles Bitmuster mit wechselnder Magnetisierung für 1 und aufgezeichnet, wobei von einer Darstellung dieser Zeichen durch zwei verschiedene Frequenzen Abstand genommen wird, weil. dies das Vorhandensein eines besonderen Löschkopfes voraussetzen wiirde.
  • Der Arbeitsablauf und die Bedienung des Gerätes sind wie folgt: Der in der Apotheke bewährte Kreislauf vom Ziehen der einzelnen Datenkarten beim Erreichen der jeweiligen Mindestlagermenge (Ziehpunkt) bis zur Wareneingangskontrolle wird nur unwesentlich geändert. Jedem Verkaufsartikel ist dabei, wie ueblich, eine Datenkarte zugeordnet, welche die Pharma-Zentralnummer in Form der Lochkodierung 24 aufweist und auf deren Magnet spur 29 die genannten variablen Daten dezentral gespeichert sind. Das Gerät bzw. dessen mit einer Bestellmengenoptimierung arbeitender Rechner ist so ausgelegt, daß es sowohl das Verhältnis Bestellmenge/Mindestmenge für jeden Verkaufsartikel optimal errechnet als auch die Bestellmenge über die Datenfernübertragung 21 an den gewünschten Händler übermittelt.
  • Sobald für einen bestimmten Verkaufsartikel die Mindestlagermenge erreicht ist, wird das betreffende Datenkärtzehen 25 gezogen und zur Durchführung einer Bestellung von Hand in Pfeilrichtung S (Fig. 1) in den Karteneinsteckschlitz 11 bis zum Anschlag an einer inneren Anschlagfläche 30 eingefUhrt-(Fig. 5 bis 8). Bei diesem Einschubvorgang wird mit Hilfe der aus einem Fototransistor-Leser odOdgl.
  • bestehenden Lesevorrichtung 15 die Lochkodierung 24 gelesen und die Information dem mit einem Speicher ausgerusteten elektronischen Rechner 18 zugeführt. Gleichzeitig liest der magnetische Lese- und Schreibkopf 17 die auf der Magnetspur 29 aufgezeichneten variablen Daten. Auch diese Informationen werden dem elektronischen Rechner 18 zugeführt, welcher dann die entsprechenden Bestelldaten über die Fernübertragung 21 an das Rechenzentrum des Großhändlers übermittelt. Der Rechner 18 ist so programmiert, daß er bei Änderungen der Umschlagshäufigkeit je Zeiteinheit für jeden Verkaufsartikel~die auf der Magnetspur aufgezeichneten variablen Daten entsprechend ändert und dem aktuellen Stand im Sinne einer-Bestellmengenontimierung anpaßt. Die ermittelten neuen Daten werden beim anschließenden Herausziehen der Datenkarte 25 aus dem Karteneinsteckschlitz 11 mit Hilfe des Lese- und Schreibkopfes 17 auf der Magnetspur 29 aufgezeichnet. Zugleich speichert der Rechner 18 fiir jeden Verkaufsartikel die beim Ziehen der Datenkarte auf gezeichneten Daten, nämlich die letzte Bestellmenze, die hierauf abgestimmte Mindestwarenmenge und das letzte Bestelldatum.
  • Die beim Ziehen der Datenkarten ermittelten und auf gezeichneten Daten (Bestellmenge/Mindestwarenmenge) werden der Bedienungskraft an der Anzeige 13 optisch angezeigt.
  • Zugleich wird an der Anzeige 13 der vom Rechner 18 ermittelte Umsatztrend, steigend, gleichbleibend oder sinkend, angezeigt.
  • Während beim Herausziehen der Datenkarte aus dem Einsteckschlitz 11 die alten Daten, falls erforderlich, überschrieben werden, speichert der Rechner 18 die ermittelten Daten in einem Zwischenspeicher (Puffer). Der Inhalt des Zwischenspeichers kann dann durch Einlesen einer neuen Datenkarte in den Bestellspeicher 20 überführt und iiber den Bestellspeicher durch Datenfernübertragung zum Großhandel gesendet werden.
  • Wie vorstehend beschrieben, erfolgt das Lesen und Schreiben der auf denDatenkarten 25 gespeicherten Daten beim Einführen der Datenkarten in den Einsteckschlitz 11 (Lesen) bzw. beim Herausziehen der Datenkarten aus diesem Einsteckschlitz (Schreiben). Da bei Handbedienung die Einführ- und Ziehgeschwindigkeit starken Schwankungen unterworfen ist, verändert sich zwangsläufig die Leseamplitude mit der Geschwindigkeit, mit der die Datenkarte am Lese- und Schreibkopf 17 vorbeigeführt wird. Dies kann bei den anzustrebenden kleinen Abmessungen der Datenkarten unter Berücksichtigung der auf der Magnetspur 29 zu speichernden Daten zu Schwierigkeiten fiihrenO Untersuc1iungen- haben ermeben,- daß die Geschwindigkeitsunterschiede der Handbeweging bei normaler Bedienung 1 : 3, im Extremfall bis 1 : 10 betragen. Im un,instigsten Fall könnte daher eine Datenkarte mit maximaler Geschendigkeit herausgezogen und mit minimaler Geschwindigkeit eingeschoben werden bzw. umgekehrt. Daraus ergibt ch ein Geschwandigkeitsl3nterschied von maximal 1 : 100. Fig. 9 zeigt in einem Diagramm die Abhängigkeit der Bitdichte (Bits/mm) von der Länge der Magnetspur 29 (in mm). Bei einer beschleunigten Ziehbewegung der Datenkarte sinkt die Bitdichte beim einer vorgegebenen Länge der Magnetspur 29 stark ab, wie sich aus dem Verlauf der Geraden 31 ergibt. Um eine zumindest angenähert konstante Bitdichte-Unabhängigkö-it von der Ziehgeschwindigkeit der Datenkarte beim Schreiben bei den vorgegebenen Abmessungen der Magnet--spur 29 zu erhalten, wird während des Schreibvorganges die Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte relativ zu dem Lese- und Schreibkopf 17 ermittelt und danach die Bitfrequenz gesteuert. Die Ermittlung der Ziehgeschwindigkeit der Datenkarte erfolgt dabei mit Hilfe der an ihr angeordneten Taktspur 27. Mit Hilfe dieser Taktspur wird beim Ziehen der Datenkarte 25 jeweils das Zeitintervall zwischen dem Erkennen zweier aufeinanderfolgender Löcher der Taktspur ermittelt und damit die Ziehgeschwindigkeit auf dieser-Teilstrecke ermittelt, wobei in Abhängigkeit von der so ermittelten Ziehgeschwindigkeit die Bitfrequenz für das Schreiben der Daten gesteuert wird. Dieses Prinzip wird von Loch zu Loch der Taktspur wiederholt, wodurch für alle-Teilstrecken der Taktspur die jeweilige Ziehgeschwindigkeit festgestellt und die Bitfrequenz entsprechend angepaßt wird0 Man erhält dann die in dem Diagramm -nach Fig. 9 für eine beschleunigte Ziehbewegung dargestellte korrigierte Kurve 32. In diesem Diagramm ist die Lochung der Taktspur 27 für sieben aufeinanderfolgende Taktspurlöcher auf der Abszisse aufgetragen. Aus der grafischen Darstellung der Bitdichte in Abhängigkeit von der Änderung der Ziehgeschwindigkeit erkennt man, daß die angestrebte Bitdichte um so besser eingehalten wird, je enger die Taktspur-Markierung angebracht ist, also je geringer der Abstand zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Lochungen der Taktspur ist.
  • Um während des Kartenziehens (Schreibens) die Taktspur 27 abzutasten, ist an dem Lese- und Aufzeichnungsgerät 14 (Fig. 2) eine elektronische Abtastvorrichtung 33 vorgesehen. Das Lese- und Aufzeichnungsgerät 14 weist in der Achse der Taktspur 27 eine durchgehende Durchbrechung 34 (Fig. 5 bis 8) auf, wobei auf der einen Seite des Einsteckschlitzes 11 eine lichtemittierende Diode 35 und an der gegenüberliegenden Seite des Einsteckschlitzes 11 ein Fototransistor 36 od. dgl. angeordnet ist, der beim Ziehen der Datenkarte jeweils beim Lichtdurchfall durch eine Lochung der Taktspur 27 einen elektrischen Impuls liefert.
  • Dabei wird das Zeitintervall zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Impulsen durch die Meß- und Steuervorrichtung des elektronischen Rechners 18 gemessen- und daraus die Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte-auf der betreffenden Teilstrecke ermittelt. Die Meß- und Steuervorrichtung des Rechners 18 steuert dann entsprechend den ermittelten Geschwindigkeitswerten die Bitfrequenz des magnetischen Lese- und Schreibkopfes 17. Letzterer befindet sich in einem Durchbruch 37 an der Unterseite des Einsteckschlitzes 11. Mit Hilfe dieser Abtastung der Taktspur 27 und der elektronischen Meß- und Steuervorrichtung läßt sich demgemäß die Bitfrequenz für das Schreiben der Daten einstellen.
  • Versuche haben ergeben daß in der Praxis die Datenkarte 25 nur anfangs besch)eunigt und die Ziehgeschwindigkeit sehr rasch erreicht wird, und daß nach einer verhältnismäßig kurzen Beschleunigungsstrecke die Ziehgeschwindigkeit im Reelfall weitgehend konstant ist, so daß die Verwendung einer Taktspurlochung, die der Transnortlochung einer Datenkarte entsnricht, völlig ausreicht. Es empfiehlt sich, die Anordnung so ZU treffen, daß die Datenkarte beim Ziehvorrang einen ausreichend langen Vorlauf hat, bevor das erste Loch in Deckung mit dem Durchbruch 34, an welchem die Abtastung erfolgt, gelangt. Um dies zu erreichen, ist die Tiefe des Einsteckschlitzes 11 in Zieh- bzw. Einschubrichtung der Datenkarte größer bemessen als die Länge der Taktspur 27, die sich über die gesamte genutzte Länge der Magnntnur 29 erstreckt. Hierdurch wird erreicht, daß der Schreibvorgang beim Ziehen der Datenkarte erst nach dieser Vorlauf- und Beschleunigungsstrecke, also zu einem Zeitpunkt eingeleitet wird, zu dem in aller Regel die Ziehgeschwindigkeit bereits erreicht ist. In Fig. 8 ist mit der gestrichelten Linie 38 die Stelle bezeichnet, bei der beim Einsch1lb der Datenkarte 25 in den Einsteckschlitz 11 das letzte Loch 27' der Taktspur liegt. Der Abstand von der Linie 38 zu dem Durchbruch 34 ist gleich dem vorgenannten Vorlauf.
  • Seitlich neben dem Durchbruch 34 für die Abtastvorrichtung sind weitere Durchbrüche 39 vorgesehen, die zum Lesen der Lochkodierung dienen. Diese Lesevorrichtung weist in bekannter Weise ebenfalls lichtemittierende Dioden 40 und auf der anderen Seite des Einsteckschlitzes 11 Fototransistoren 41 od.dglv auf, welche beim Lichtdurchfall durch die Löcher der Lochkodierung elektrische Impulse liefern, die der Lesevorrichtung 15 (Fig0 2) und von dieser dem Rechner 18 zugeführt werden.
  • In Nähe der tiefsten Stelle des Einsteckschlitzes 11 ist ein weiterer Durchbruch 42 vorgesehen, an welchem sich ein ebenfalls aus Diode und Transistor bestehender Endschalter befindet, der den vollen Einschub der Datenkarte in den Einsteckschlitz anzeigt, indem der Lichtstrahl von der eingeschobenen Datenkarte unterbrochen wird.
  • Wie erwähnt, erfolgt das Lesen der Daten von der Magnetspur 29 beim Einschub der Datenkarten in den Einsteckschlitz 11.
  • Hierbei werden die Zeitintervalle zwischen den Bitwechseln auf der Magnetspur 29 gemessen und in einer Liste des Rechenspeichers gespeichert. Ebenso werden die Zeitintervalle zwischen-dem Vorbeigang der Lochungen der Taktspur 27 mit Hilfe der vorerwähnten Tastvorrichtung an der Abtaststelle 34 als Maß für die Geschwindigkeit registriert und gespeichert, Ist die Datenkarte 25 bis zum Anschlag in den Einsteckschlitz 11 eingeschoben, so befindet sich ein maßstäbliches Abbild der Datenaufzeichnung, zugeordnet zu den Abmessungen der Datenkarte, im Speicher. Mit Hilfe herkömmlicher Verfahren kann aus diesem Abbild leicht das Bitmuster der Datenaufzeichnung auf der Magnetspur 29 nachgezeichnet werden. Als letzte Information kann beim Schreiben eine Kontrollaune mit aufgezeichnet werden, die nun beim Lesen Gewißheit für die Richtigkeit der gelesenen Daten gibt.
  • Fig. 10 zeigt in einem Schaltbild einen erfindungsgemäßen Bestelldatenterminal mit einer magnetischen Schreib- und Lesevorrichtung, der fotoelektrischen Abtastung der Takt-Spur 27 und der Meß- und Steuervorrichtung zur Erzeugung einer weitgehend konstanten Bitdichte auf der Magnetspur 29 unabhängig von der 3jeweiligen Karten-Ziehgeschwindigkeit.
  • Die Arbeitsweise beim Schreiben von Daten auf die Magnetspur 29 ist wie folgt: Beim Ziehen der Datenkarte 25 wird mit Hilfe des Optoarrays TIL 627, das ist eine Reihe von LEDs (Light emitting diodes) gegenüber einer Reihe von Fototransistoren, die Taktspur abgetastet und an den Mikroprozessor 18 gemeldet. Mit jeder Signalflanke zu Beginn des Taktlochs wird ein Interrupt ausgelöst und damit der Prozessor 18 veranlaßt, den Stand eines Timers abzufragen und diesen sofort neu zu starten. Aus dem erhaltenen Wert (in/is) wird eine neue, korrigierte Bitzeit errechnet.
  • Nach Erhalt des ersten Wertes der Bitzeit, errechnet aus dem zeitlichen Abstand zwischen dem 1. und 2. Taktloch, beginnt der Prozessor über die Leitung MDAT das Bitmuster der Daten auszugeben. Die Leitung MW/K steht dabei auf 1, d.i.
  • "Write, womit über J3 das Relais REl angezogen hat und die Daten von MDAT über J2, den Relaiskontakt an den Magnetkopf 17 weitergeleitet werden. Der Stromfluß ist über R19 gegen Ground geschlossen und der Magnetkopf wird nun entsprechend dem Bitmuster der Daten auf- und abmagnetisiertO Die Korrektur der Bitzeiten erfolgt dabei gleichzeitig mit der Aufzeichnung, wodurch eine weitgehend konstande Bitdichte erreicht werden kann. Ober- und Untergrenze der Ziehgeschwindigkeit zur Erreichung einer einwandfreien Aufzeichnung sind bekannt und es wird mit jeder Timerabfrage kontrolliert, ob die Geschwindigkeit im erlaubten Bereich liegt. Wenn nicht, bricht der Prozessor den Vorgang ab, meldet "Error" und es kann die Aufzeichnung neu versucht werden.
  • Die Leitung MW g sperrt über J3 den Eingang J2/10 im Zustand "Write", so daß über J3/4 der Ausgang J3/6 (Open Kollektor) gesperrt ist und damit die Leitung MDAT nicht beeinflußt. Dadurch kann diese die Daten in beiden Richtungen übertragen, der Prozessor steuert die Richtung mit dem Signal MW/K.
  • Lesen von Daten von der Ma£netsDurs Beim Einschieben der Datenkarte 25 wird durch die Karte der Fototransistor des Optoarrays TIL 627 aSgedunkelt, das Signal LOC geht auf logisch 1 (high level über J2/3 wird dem Prozessor am Port PA7 gemeldet, daß eine Karte eingeschoben worden ist. Dies löst einen Interrupt aus und der Prozessor beginnt sofort, die Information der Datenkarte zu erfassen.
  • In einer programmierten Abfrageschleife werden zu diesem Zweck beide Dateninhalte der Minikarte simultan abgefragt, und zwar: a) die gelochten Daten 24 durch einen Abfragetakt von ca.
  • 1oO/£a, wobei die Lochkombination, die zusammen mit der Tektspur erfaßt wird, als gültig abgespeichert wird; b) die auf der Magnetspur 29 gespeicherten Daten durch Erfassen und Zwischenspeichern der zeitlichen Abstände (infis) zwischen den Änderungen der Magnetisierungs richtung. In einem nachfolgenden Rechenvorgang wird aus diesen gemessenen Zeiten das Bitmuster ermittelt.
  • Ein weiterer Fototransistor 42 meldet dem Prozessor, daß die Datenkarte zur Gänze eingeschoben worden ist. Zur Datensicherung ist für beide Dateninhalte das letzte Digit bzw. Byte als Prüfzeichen reserviert. Damit kann eine Lesefehler erkannt werden.
  • Beim Lesen von Daten von der Magnetspur 29 wird das Signal MW/K auf logisch o (low level gem. "Read") gehalten, über J3/2 wird erreicht, daß das Relais RE1 abfällt und an J2/10 das Lesesignal aktiviert wird. Der Relaiskontakt ist nun offen, um das vom Magnetkopf 17 abgegebene Lesesignal von sehr kleiner Amplitude nicht zu beeinflussen. Über den Analogverstärker J1 wird dieses Signal verstärkt und auf ein Rechtecksignal umgewandelt. Durch den Schmitttrigger J2/8 wird die Flankensteilheit noch verbessert, und über J3i4 und J3/6 gelangen die so erzeugten Datenimpulse über PB1 an den Prozessor0 Grenzen des Aufzeichnungsverfahrens: Die Grenzfrequenzen des Aufnahme/Wiedergabe-Magnetverstärkersgemäß obiger Schaltung liegen bei 150Hz und 2KHz.
  • Berücksichtigt man zusätzlich die verfahrennbedingten Softwaregrenzen, so kann man eine Magnetkarten-Ziehgeschwindigkeit von 4 - 55 cm/s als erlaubt ansehen.
  • An Versuchspersonen wurden Geschwindigkeiten von 13 - 50 cm/s gemessen, wobei das Einschieben der Karte rund 1596 langsamer als das Herausziehen erfolgt. Die Maximalgeschwindigkeit, die erreicht werden kann, liegt bei 75 cm/s.
  • Daraus kann abgeleitet werden, daß die Verfahrenigrenzen für den praktischen Gebrauch durchaus ausreichend sind.
  • Dazu kommt noch die Neigung der Bedienungspersonen, in BewuXtsein-der Wichtigkeit der aufgezeichneten Daten eher vorsichtiger zu hantieren.
  • Leerseite

Claims (14)

  1. Titel~: Verfahren und Einrichtung zum Lesen und Aufzeichnen von -Daten -auf mit einer Magnetspur versehenen Datenkarten, insbesondere für die Durchführung von Artikel-Bestèllungen durch Fernübertragung in Apotheken u.dgl,-Ansprüche: Verfahren zum Lesen und Aufzeichnen von variablen Daten auf der Magnetspur einer Datenkarte, insbesondere zur Er--fassung und Aufzeichnung von Artikeldaten und Bestelldaten in Apotheken u.dgl,, indem die'Datenkarten zum Lesen der auf der Magnetspur aufgezeichneten Daten bzw.
    zum Aufzeichnen der Daten - auf - der Magnetspur an einem magnetischen Lese- und Schreibkopf vorbeibewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenkarten (25) in beiden gegenläufigen Bewegungsrichtungen von Hand an dem Lese- und Schreibkopf (17) vorbeigeführt werden, wobei in der einen Bewegungsrichtung die auf der Magnetspur (29) aufgezeichneten Daten von dem Lese- und Schreibkopf gelesen und in der entgegengesetzten Bewegungsrichtung Daten auf der Magnetspur (29) aufgezeichnet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Einschubbewegung der Datenkarten (25) die Daten gelesen und bei der Ziehbewegung der Datenkarten die Daten aufgezeichnet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß während des Aufzeichnungsvorganges die Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte (25) relativ zu dem Lese-und Schreibkopf (17) laufend ermittelt und danach die Bitfrequenz im Sinne einer zumindest angenähert konstanten Bitdichte auf der Magnetspur (29) gesteuert wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte (25) mit Hilfe einer an ihr angeordneten Taktspur (27) ermittelt wird.
  5. 50 Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß auch beim Lesen der Magnetaufzeichnung auf der Magnetspur (29) die Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte (25) mit Hilfe der Taktspur (27) ermittelt und daraus das Bitmuster der Magnetaufzeichnung gescnwindigkeitsunabhängig bestimmt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische Aufzeichnung erst nach einem vorgegebenen Vorlauf der Datenkarten (25) eingeleitet wird0
  7. 7. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, mit einem einen magnetischen Lese- und Schreibkopf aufweisenden Lese- und Aufzeichnungsgerät zum Lesen der auf der Magnetspur einer Datenkarte als serielles Bitmuster aufgezeichneten Daten sowie zum Aufzeichnen solcher Daten auf der Magnetspur, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetische Lese- und Schreibkopf (17) lagegerecht zu der Me<gnetsnur (29) der Datenkarte (25) an einem Karteneinsteckschlitz (11) des Lese- und Schreibgerätes angeordnet ist, in den die Datenkarten von Hand einführbar und herausführbar sind, und daß der Lese- und Schreibkopf (17) so ausgebildet bzw. gesteuert ist, daß er beim Einführen der Datenkarten die magnetische Aufzeichnung liest und nur beim Herausführen der Datenkarten aus dem Einsteckschlitz (11) Daten auf der Magnetspur (29) aufzeichnet.
  8. 8. - Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer Meß- und Steuervorrichtung versehen ist, welche die variable Bewegungsgeschwindigkeit der Datenkarte (25) durch Abtastung einer Taktspur (27) ermittelt und in Abhängigkeit von der Bewegungsgeschwindigkeit die Bitfrequenz des Lese- und Schreibkopfes (17) beim magnetischen Aufzeichnen im Sinne einer zumindest annähernd konstanten Bitdichte der Daten steuert.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Meß- und Steuervorrichtung mit einer die Markierungen der Taktspur (27) abtastenden Tastvorrichtung (35, 36) versehen ist, welche beim Vorbeigang der Markierungen jeweiis einen Impuls der Meß- und Steuervorrichtung zuführt.
  10. 100 Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Taktspur (27) aus einer sich über die Länge der ausgenutzten Magnetspur (29) erstreckenden Lochreihe besteht, und daß die Tastvorrichtung (35, 36) einen durch den Lichtdurchgang durch die Löcher der Lochreihe erregten, z.B. aus einem Fototransistor od.dgl. bestehenden Impulsgeber aufweist.
  11. 11. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastvorrichtung (35, 36) so angeordnet ist, daß beim Ziehen der Datenkarte (25) die erste~Taktspur-Markierung erst nach einem Vorlauf erreicht wird.
  12. 12. Einrichtung nach einem der AnsprUche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich mit einer an sich bekannten Lesevorrichtung, vorzugsweise einem Fototransistor-Leser (40, 41) für eine Lochkodierung (24) der Datenkarten (25) versehen ist.
  13. 13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetische Lese- und Schreibkopf (17) in NShe der Seitenbegrenzung der Einstecktasche (11) angeordnet ist.
  14. 14. Einrichtung nach einem der AnsprUche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Lese- undAufzeiohnungsgerät (14) mit einem einen Speicher (19, 20) aufweisenden Rechner (18) sowie einem Sendegerät für die ichfUhrung der Artikelbestellung auf den Wege einer Datenferntibertragung gekoppelt ist.-15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Rechner (18) einen Zwischenspeicher (19) für die gelesenen Daten und einen Bestellspeicher (20) für die DurchfUhrung der Artikelbestellung aufweist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0120162A3 (de) * 1983-03-01 1985-11-06 Lockheed Electronics Company Inc. Elektronisches Erkennungssystem
EP0465395A1 (de) * 1990-07-03 1992-01-08 J. Balan Sa Lesevorrichtung für Karten

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