DE3020135C2 - Schaltungsanordnung für die selbsttätige Einstellung eines Funkempfängers auf einen Sender - Google Patents

Schaltungsanordnung für die selbsttätige Einstellung eines Funkempfängers auf einen Sender

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DE3020135C2
DE3020135C2 DE19803020135 DE3020135A DE3020135C2 DE 3020135 C2 DE3020135 C2 DE 3020135C2 DE 19803020135 DE19803020135 DE 19803020135 DE 3020135 A DE3020135 A DE 3020135A DE 3020135 C2 DE3020135 C2 DE 3020135C2
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    • HELECTRICITY
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Description

35
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für die selbsttätige Einstellung und Abstimmung eines Funkempfängers auf den jeweils am stärksten einfallenden Sender einer gerade das gleiche Programm aussendenden Sendergruppe gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
Derartige im Oberbegriff des Patentanspruchs näher bezeichnete Rundfunkempfangsgeräte, sind beispielsweise aus der DE-PS 15 91 144, der DE-PS 18 01 703. der DE-OS 28 40 533 und der DE-OS 30 09 787 bereits bekannt. Allen diesen bekannten Schaltungen ist jedoch gemeinsam, daß sie nicht, unter allen verschiedenen möglichen Empfangsbedingungen voll funktionsfähig sein können. Das sei an einem Beispiel erläutert:
Die Sendergruppe des Südwestfunks in Baden-Baden sendet beispielsweise im zweiten Programm ein Konzert aus Baden-Baden direkt. Die Standorte der angeschlossenen UKW-Sender des Südwestfunks reichen von Koblenz bis Freiburg/Hornisgrinde. Die Sendung wird von Baden-Baden aus über Kabel und/oder Richtfunkstrecken zu den einzelnen Senderstandorten weitergeleitet. Dabei werden Leitungen, die gerade frei sind, geschaltet, auch wenn nicht (was meist der Fall ist) eine direkte Leitung geschaltet werden kann. Diese Leitungen haben naturgemäß Laufzeitverzögerungen, die unbedingt ausgeglichen werden müssen, wenn ein gültiger Vergleich bei tragbarem Aufwand erreicht werden soll. Der Hörer innerhalb eines Sendegebietes, der einen der vielen Sender eingeschaltet hat, merkt nicht, ob das, was er gerade hört, gegenüber der Originalsendung um ein oder zwei, manchmal bis zu 5 Millisekunden verzögert ist. Noch gravierender wird dieses Problem, wenn mehrere Sendergruppen zu einer Gemeinschaftsübertragung zusammengeschaltet sind.
Derartige Laufzeitunterschiede zwischen Sendern mit unterschiedlichen Standorten aber gleichem Programm machen ohne eine variable Verzögerung ein Erkennen des gleichen Modulationsinhaltes praktisch unmöglich. Diese Verzögerung muß variabel sein, da zunächst die jedesmal vorliegende Laufzeitverzögerung gar nicht bekannt ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine einfache und zuverlässige Schaltungsanordnung anzugeben, die unabhängig von Laufzeitunterschieden zwischen Sendern mit unterschiedlichen Standorten einen sicheren Vergleich der empfangenen Programme ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit den Mitteln des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs gelöst.
Die Erfindung wird nunmehr anhand von einem Ausführungsbeispiel in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung für analoge Verarbeitung.
Das Grundprinzip der Erfindung, nämlich die Erstellung von Klangbildern des gerade aufgenommenen Senders und eines mit dem zweiten Empfangsteil über Suchlauf aufgenommenen stärkeren Senders mit dem gleichen Programm-, deren Speicherung und Vergleich und gegebenenfalls elektronischer Umschaltung auf den zweiten Empfangsteil, ist in beiden Fällen das gleiche. Im einen Fall wird von Analogtechnik und im anderen Fall von Digitaltechnik Gebrauch gemacht.
Die in F i g. 1 dargestellte Schaltungsanordnung enthält zwei Empfangsteile mit je einem Hochfrequenzverstärker 1 und 2, einer phasenstarren Schleife (PLL), einer Synthetischen Frequenzerzeugung oder einen Freijuenzsynthesizer, einem Zwischenfrequenzverstärker 4,5 und einen Demodulatorteil D. An den Zwischenfrequenzverstärkern 4 und 5 ist gemeinsam eine Pegelsteuerung 3 angeschlossen. -Für bevJc Empfingsteile gemeinsam ist ein Niederfrequenzverstärker 6 und eine Frequenzanzeige 7 vorgesehen.
Die Ausgänge der Demodulatorteile der beiden Empfangsteile können wechselseitig über einen Umschalter 19 an je ein Verzögerungsglied 8 bzw. 9 angeschaltet werden. Die Ausgänge der Verzögerungsglieder 8, 9 sind an den beiden Eingängen eines Differentialverstärkers 10 angeschlossen, dessen Ausgang über einen Kondensator 11 an M<>sse gelegt ist, und außerdem mit dem negativen Eingang einer Vergleichsstufe 12 und dem positiven Eingang einer Vergleichsstufe 13 verbunden ist, deren andere Eingänge durch Steuersignale ansteuerbar sind. Die Ausgänge der Vergleichsstufe 12 und 13 sind mit den Eingängen eines ODER-gliedes 15 verbunden, dessen Ausgang nach einer logischen Steuerschaltung 16 führt. Diese logische Steuerschaltung kann in Form eines Mikroprozessors aufgebaut sein, kann aber auch eine festverdrahtete logische Schaltung sein. Diese logische Steuerschaltung 16 wird dann durch einen Taktgenerator 17 taktmäßig gesteuert. Die logische Steuerschaltung steuert den gesamten Ablauf in dem Funkempfänger, insbesondere aber den Sendersuchlauf in der Sendersuchlaufschaltung 18, die Abspeicherung der Frequenz des neuen stärkeren Senders im Fruquenzwertspeicher 21, sowie die Umschaltung eines Umschaltkontaktes 20, der mit dem Ausgang der Sendersuchlaufschaltung verbunden ist. Außerdem sind Ausgänge der Igoischen Steuerschaltung noch an Ein-
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10
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gangen der Verzögerungsglieder 8 und 9 angeschlossen,
ft deren Verzögerungszeit dadurch steuerbar gemacht ist.
a Ferner ist die Pegelsteuerung 3 unmittelbar mit der logi-
sehen Steuerschaltung verbunden.
Die Ausgänge des Frequenzwertspeichers 21 sind fer-
ner unmittelbar mit der phasenstarren Schleife der bei-
den Empfangsteile verbunden.
Wie man aus der in F i g. 1 gezeigten Schaltung erkennt, arbeitet dieser neuartige Funkempfänger wie folgt Der Funkempfänger besteht dabei aus zwei vollkommen gleichwertigen, mit Abstimmelementen ausgestatteten Empfangsteilen, die beide mit phasenstarrer Schleife und synthetischer Frequenzerzeugung, digitaler Anzeige und Steuerung arbeiten. In der gezeigten Schalterstellung arbeitet das Empfangstefl 1 mit dem elektronischen Schalter 19 und dem Niederfrequenzteil 6 als normaler Rundfunkempfänger, der auch von Hand abgestimmt werden kann. Während des normalen Empfangs durch den Empfangsteil 1 sucht der Empfangsteil 2, gesteuert durch die logische Steuerschaltung 16 und die Sendersuchlaufschaltung 18, einen Sender mit dem gleichen Klangbild. Es werden aber nur Sender mit entsprechend hoher Feldstärke zum Vergleich herangezogen. Die Pegelsteuerung 3 übernimmt dabei diese Aufgabe.
Die logische Steuerschaltung 16 kann dabei, wie bereits erwähnt, aus einem Mikroprozessor oder einer festverdrahteten logischen Schaltung bestehen. Die von beiden Empfangsteilen 1 und 2 aufgenommenen Klangbilder werden über die Verzögerungsglieder 8 und 9 dem Differentialverstärker 10 und den Vergleichsstufen 12 und 13 zugeführt.
Laufzeitunterschiede der aufgenommenen Sendersignale von ca. ± 1 Millisekunde werden von der einstellbaien Verzögerung der Verzögerungsglieder 8 und 9 ausgeglichen. Dieser Ausgleich wird durch die logische Steuerschaltung gesteuert.
Eine Klangbildgieichheit wird dabei wie folgt festgestellt. Der Hochfrequenzteil 1 ist von Hand auf einen Sender eingestellt. Der Hochfrequenzteil 2 sucht einen Sender mit hoHr Feldstärke. Wenn dieser gefunden ist, wird über den Differentialverstärker 10 auf Klangbildgleichheit verglichen. Zuvor werden über die Verzögerungsglieder 8 und 9 Laufzeitunterschiede bis zu ±1 Millisekunde ausgeglichen. Dies geschieht wie folgt:
.. Der festeingestellte Sender wird ohne Verzögerung an den einen Eingang des Differentialversfärkers 10 angelegt, und der zweite aus dem zweiten Empfangsteil kommende Sender wird über eine Verzögerung um bis zu 1 Millisekunde stufenlos verzögert. Sollte keine Gleichheit festgestellt werden, dann wird es in umgekehrter Richtung versucht. Die Vergleichsstufen 12 und 13 legen dabei über di" zweiten Eingänge einen oberen und einen unteren Pegel fest, und innerhalb dieses Bandes wird auf Gleichheit erkannt. Der Idealfall von Gleichheil wäre durch eine Spannung von 0 Volt am Ausgang des Differentialverstärkers 10 gegeben.
Wird dann noch immer keine Gleichheit der beiden Klangbilder erkannt, wird ein neuer Sender mit entsprechend hoher Feldstärker aufgesucht, und dies wird solange fortgesetzt, bis ein Sender entsprechend hoher Feldstärke mit dem gleichen Klangbild gefunden ist. Dessen Frequenz wird dann, digital in dem Frequenz-
f? wertspeicher 21 abgespeichert.
Wenn über die Pegelsteuerung 3 eine zu geringe Feldstärke des eingestellten Senders erkannt wird, wird aus dem Frequenzwertspeicher 21 die Frequenz mit der höchsten Feldstärke ausgewählt und in der phasenstarren Schleife des zweiten Empfangsteils eingespeichert. Die logische Steuerschaltung schaltet dann die elektronischen Schalter 19 und 20 um. Dadurch wird ein neuer, stärkerer Sender mit dem gleichen Programm, aber mit höherer Feldstärke auf den Niederfrequenzteil 6 geschaltet Der Umschaltvorgang ist nicht hörbar. Die neu eingestellte Frequenz wird dabei in der Frequenzanzeige 7 angezeigt ^
Die phasenstarre Schleife, die synthetische Frequenzerzeugung der beiden Empfangsteile und die logische Steuerschaltung werden durch einen quarzgesteuerten Taktgeber 17 angesteuert.
Durch die vorstehend beschriebene Schaltung kann ein einmal eingestelltes Programm in seinem gesamten Einzugsbereich auf verschiedenen Frequenzen jeweils mit der größten Feldstärke ohne manuelles Suchen empfangen werden. Da die Umschaltung vollkommen geräuschlos und unmerklich schnell erfolgt, ist lediglich aus der Frequenzanzeige zu erkennen, daß nunmehr ein anderer Sender eingestellt ist Der Aufwand für eine derartige Schaltung mag zunächst etwas hoch erscheinen. Da sich aber die gesamte Schalung leicht in integrierter Schaitungstechnik ausführen laß·., könnte diese Schaltung ohne weiteres auch in heutige Geräteabmessungen eingebaut werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Schaltungsanordnung für die selbsttätige Einstellung und Abstimmung eines Rundfunkempfängers auf den jeweils am stärksten einfallenden Sender einer das gleiche Programm aussendenden Sendergruppe mit zwei vollständigen, aus Hochfrequenzteil (1, 2), Phasenregelschleife, Zwischenfrequenzteil (4, 5) und Demodulatorteil (D) bestehenden, mit einem automatischen Sendersuchlauf (18) versehenen EmpfäTigsteilen, die über einen Schalter wechselzeitig an einen gemeinsamen Niederfrequenzteil angeschaltet werden, wobei zum Vergleich der in beiden Empfangsteilen ermittelten Sender mit gleichem -li Programm eine Vergleichsschaltung und eine Schwellenwertschaltung vorgesehen sind, sowie mit einem Speicher (21) für die Speicherung der Frequenzen empfangbarer Sender ", dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Demodulatorteil ausgangsse'stig ein steuerbares variables Verzögerungsglied (8, 9) angeschlossen ist, deren Ausgänge am Eingang eines Differentialverstärkers (10) angeschlossen sind, dessen Ausgang wiederum am negativen bzw. positiven Eingang je einer Vergleichsstufe (12, 13) angeschlossen ist. und daß die Ausgänge beider Vergleichsstufen über ein ODER-Glied (15) mit einer taktgesteuerten logischen Steuerschaltung (16) verbunden sind, die ihrerseits die beiden Verzögerungsglieder (8,9) steuert, und die außerdem zum Abspeichern der Frequenzen der so ermittelten Sender mit dei.i Frequenzwertspeicher (21) verbunden ist.
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