DE3021331C2 - Schließvorrichtung - Google Patents
SchließvorrichtungInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B17/00—Accessories in connection with locks
- E05B17/04—Devices for coupling the turning cylinder of a single or a double cylinder lock with the bolt operating member
Landscapes
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Description
55
Die Erfindung betrifft eine Schließvorrichtung wie sie gattungsmäßig im Oberbegriff des Patentanspruches 1
festgelegt ist.
Durch das DE-GM 74 39 700 ist ein gattungsmäßig ähnliches Knaufschloß mit Schließzylinder bekanntge- t>o
worden. Dabei ist die Kupplung an der Stirnseite des Zylinderkernes angeordnet und der die Drehbewegung
übertragende Stift liegt relativ nahe am Drehpunkt. Es treten daher bei der Benutzung dieses Schlosses relativ
hohe Drehmomente auf, was in nachteiliger Weise zu b5
einem leichten Abscheren des Stiftes führer, könnte.
Auch der Gattung nach, weiter entfernt liegende Konstruktionen sind durch die FR-PS 9 06 664 und die
AT-PS 1 80 506 geoffenbart. Diese bekannten Konstruktionen betreffen eigentlich nicht Teile des Schlosses
selbst, sondern eine dem Schloß nachgeschaltete Einrichtung.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine einfach herzustellende, in ihrer Schlicßfunktion exakt funktionierende
und funktionssichere Schließvorrichtung mit einer Kupplung zu schaffen, bei der durch eine Drehung
des Zylinderkernes um 360° ein von der Kupplung mitverdrehtes Sperrelement um weniger als 360° verdreht
wird, und die eine lange Lebensdauer besitzen soll.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch den Gegenstand des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Untery nsprüchen.
Im folgenden wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
an Hand der Zeichnungen näher dargestellt.
In den F i g. 1 und 2 sind Schnitte gemäß den Linien 1-1
bzw. Π-Π in Fig. 2 bzw. Fig. 1 durch eine bisher bekannte
Schloßtype dargestellt. F i g. 3 zeigt ein Ausführungsbeispicl. wobei die Kupplung und das Sperrorgan
vom Zylinderkern abgezogen und um den Winkel /verdreht dargestellt ist.
In den F i g. 1 und 2 ist, wie gesagt, ein herkömmliches
Schloß mit einem Gehäuse 1 und einem dann verdrehbaren Kern ? dargestellt. In Bohrungen 3,4 sind geteilte
Zuhaliungsstifte 5,6 gelagert. Die Zuhaltungsstifte werden
durch Federn 7 in Richtung Kern gedrückt. Ein Verdrehen des Kernes 2 im Gehäuse 1 ist nur dann
möglich, wenn die Teilungsebenen 8 der Zuhaltungsstifte 5,6 zufolge eines richtigen Schlüssels 8 mit der Trennebene
zwischen Kern und Gehäuse fluchten.
Bei der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Stellung des Kernes 2 kann der Schlüssel 9 in den Schlüsselkanal 10
eingesteckt und wieder abgezogen werden, da die Zuhaltungsstifte in den fluchtenden Bohrungen 3, 4 verschoben
werden können. In verdrehter Stellung des Kerns kann der Schlüssel nicht mehr abgezogen werden,
da die Kernstifte ander Trennfläche zwischen Kern und Gehäuse anstoßen und somit den Schlüssel 9 festhalten.
Bei Schlössern mit nur einer Reihe Zuhaltungsstifte (in F i g. 1 nur die senkrecht stehende Reihe) kann
der Schlüssel 9 erst wieder nach einer Drehung von 360° abgezogen werden. Dabei beschreibt auch das mit dem
Kern 2 fest verbundene Sperrorgan 10 eire Drehung um 360°.
Für die verschiedensten Anwendungsgebiete von Zylinderschlössern wird eine Drehung des Sperrorgans um
360° bei einem Schließvorgang nicht benötigt bzw. kann von Nachteil sein. Wird der Drehbereich des Sperrorgans
10 durch Anschläge begrenzt, so ist es jedoch in nachteiliger Weise in einer der beiden Endstellungen
des Kerns nicht möglich, den Schlüssel 9 abzuziehen.
Um diesem Nachteil abzuhelfen, wurde bereits vorgeschlagen,
in einem gewissen Winkel zur ersten Reihe Zuhaltungsstifte (Bohrung 4) eine zweite Reihe Gehäusestifte
(Bohrung 12) vorzusehen. Dadurch sind zwei Drehstellungen des Kerns geschaffen, in denen die
Kernstifte 5 mit Gehäusestiften 6 bzw. 13 fluchten, wodurch auch der Schlüssel 9 in diesen zwei Stellungen
abziehbar ist. Dieser Lösungsvorschlag ist allerdings in der Herstellung teuer und störungsanfällig. Weiters ist
von Nachteil, daß ein solches Schloß nicht mit mehrfach unterteilten Zuhaltungsstiften versehen und damit nicht
in größere Schließanlagen mit einbezogen werden kann. Wird nämlich anstelle des Schlüssels 9 ein anderer
Schlüssel der zugehörigen Schließanlage in den Kern
eingeschoben, wobei dieser Schlüssel für die Stiftzuhaltung
5, 6 eine etwas tiefere Ausnehmung 15 aufweist, und der Gehäusestift entsprechend dreigeteilt ist. so gelangt
der Zwischer.stift 14 in die Bohrung 3 des Kerns und beim Verdrehen des Kerns wird dieser Zwischenstift
mit verdreht. Sobald die Kernstifte 5 mit der zweiten Stiftreihe (Gehäusestifte 13) fluchten, kann der
Schlüssel abgezogen werden. Wird nun in dieser Lage der Schlüssel 9 eingeschoben und der Kern in die ursprüngliche
Lage zurückgedreht, so verbleibt der Zwischenstift 14 in der zweiten Stiftreihe der zugehörigen
Bohrung 12. Wird jetzt in der Stellung gemäß F i g. 1 der oben beschriebene Schlüssel mit der Ausnehmung 15 in
den Schlüsselkanal 10 eingeschoben, so kann der Kern nicht mehr verdreht werden, da die Drehung durch den ir>
in die Bohrung 3 ragenden Gehäusestift 6 verhindert wird. Dadurch entspricht aber dieses Schloß nicht mehr
dem Schließplan der entsprechenden Schließanlage.
Fi g. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Konstruktion,
wonach bei einer Drehung des Zylinderkerns um >o 360° die Kupplung und das Sperrorgan um 90° verdreht
wird. In der Zeichnung ist links das hintere Ende des Zylinderkerns 2 dargestellt, das aus dem Zylindergehäuse
1 herausragt. Knapp an der Rückwand 22 des Zylindergehäuses 1 ist im Zylinderkern 2 radial der Kupplungsstift
16 in Form eines Bolzens vorgesehen. Der Kupplungsstift steht über die zylindrische Oberfläche
des Zylinderkerns hervor. Auf dem hinteren Ende des Zylinderkerns sitzt die Kupplung, die im wesentlichen
die Form einer Hülse 17 hat. An der Stirnfläche der jo
Hülse ist ein in radialer Richtung vorstehender Hülsonabsehnitt
angeordnet. Der Hülsenabschnitt 23 weist Anschlagflächen 24, 25 für den Kupplungsstift 16 auf. Im
montierten Zustand ist die Hülse 17 so weit über das hintere Ende des Zylinderkerns 2 geschoben, daß die j5
vordere Kante 26 des Hülsenabschnittes knapp an der Stirnfläche 22 des Zylindergehäuses zu liegen kommt.
Weiters weist die Hülse 17 einen radialen Flansch 27 auf, dessen radiale Ausdehnung über einen gewissen
Winkelbetrag verringert ist. wodurch Anschlagflächen 28, 29 gebildet sind. Die Anschlagflächen 28, 29 wirken
mit einem zylindergehäusefesten Stift 30 zusammen.
Am rückwärtigen Ende ist die Hülse 17 mit einem Sperrorgan 31 in Form eines Sperriegels versehen. Der
Sperriegel ist in Fig. 3 nur strichliert angedeutet und ·ι;>
kann jede beliebige Form haben, wie sie für die übrige Schloßkonstruktion notwendig ist.
In Fig.3 ist drr Zylinderkern in Abziehstellung dargestellt.
In montiertem Zustand liegt der Kupplungsstift 16 an der AnschlagHäche 25 und die Anschlagfläche 29
liegt am zylindergehäusefesten Stift 30 an. Die Kupplung 17 ist dadurch in ihrer Lage fixiert und kann durch
z. B. Erschütterungen nicht verdreht werden. Wird zur Betätigung der Schließvorrichtung der Zylinderkern 2
in Richtung des Pfeiles 52 gedreht, so bewegt sich der v> Kupplungsstift 16 von der Anschlagfiäche 25 fort und
die Kupplung 17 macht die Drehung des Zylinderkerns 2 nicht mit. Sobald der Kupplungsstift 16 die Anschlagfläche
24 erreicht, wird die Kupplung 17 mitgedreht, bis die Anschlagfläche 28 gegen den zylindergehäusefesten 1,0
Stift 30 anstößt. In dieser Stellung ist das Sperrorgan 31 um 90° gegenüber der eingezeichneten Stellung verdreht,
die Stellung des Zylinderkerns 2 entspricht jedoch wieder genau der eingezeichneten Stellung, der Schlüssel
kann abgezogen werden. Die Kupplung 17 ist in to dieser Stellung durch den Kupplungsstift 16 und den
zylindergehäusefesten Stift 30 :m den Anschlagflachen
24 und 28 gehalten. In gleicher Weise wie eben beschrieben
erfolgt die Beiäiigung der Schließvorrichtung in der entgegengesetzten Richtung, der Zylinderkern 2 wird
leer durchgedreht, bis der Kupplungssiift 16 an die Anschlagfläche
25 anstößt und die Kupplung 17 mit dem Sperrorgan 31 mitnimmt.
Der Winkel (,Λ um den die Kupplung bei einer Drehung
des Zylinderkerns um 360° gedreht wird, hängt von der Anordnung der Anschlagflächen 28,29 bzw, der
Anschlagflächen 24 und 25 ab. und ist innerhalb weiter Grenzen beliebig wählbar.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Schließvorrichtung mit einem Schließzylinder mit Stiftzuhaltungen, wobei der Schlüssel nur in einer
Stellung des Zylinderkernes, in der die Kernstifte und Gehäusestifte miteinander fluchten, in den
Schlüsselkanal einsteck- bzw. von diesem abziehbar ist (Abziehstellung) und zur Übertragung der Drehbewegung
vom Kern auf ein drehbar gelagertes m Sperrteil eine mit dem Zylinderkern zusammenwirkende
Kupplung vorgesehen ist. die zwei jegeneinander versetzte Kupplungsanschlagsflüchen am
Sperrteil aufweist, zwischen denen ein am Zylinderkern vorgesehener Kupplungsstift bewegbar ist, der
bei anfänglicher Verdrehung des Zylinderkerncs aus der Abziehstellung vorerst bis zum Kupplungsanschlag
des Sperrteiles frei verdrehbar ist und anschließend durch weitere Verdrehung des Zylinderkernes
bis zur nächsten Abziehstellung über einen Kupplungsanschlag mit dem Sperrteil schleppartig
gekuppelt ist, wobei zur Begrenzung der Drehbewegung der Kupplungsanschläge Gehäuseanschläge
vorgesehen sind, zwischen denen das Sperrteil hin- und herbewegbar ist. das bei abgezogenem Schlüssel
durch den Schließzylinder und die Begrenzungsanschläge in den jeweiligen Stellungen blockierbar ist.
dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung
sperrteilseitig als Hülse (17) ausgebildet ist, die auf dem Schlüssel (9) abgewandten hinteren Ende jo
des Zylinderkernes (2) drehbar angeordnet ist und die an der dem Gehäuse (J) zugewandten Seite an
vorspringenden Bereichen die zwei Anschlagskupplungsflächen (24, 25) zum Anschlag des am Zylinderkern
radial angeordneten Kupplungsstiftes (16) und r, an einem radialen Flansch (27) zwei Begrenzungsanschlagflächcn
(28, 29) zum Anschlag an einem zylindcrgchäusefesten
Stift (30) aufweist, und die an der dem Zylindergehäuse (1) abgewendeten Seite einen
Sperriegel (31) aufweist (F ig. 3).
2. Schließvorrichtung nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagflächcn (24,25) für
den Kupplungsstift (16) von einem vorspringenden Hülsenabschnitt (23) der Hülse (17) und die Anschlagflächen
(28, 29) für den zylindergchäusefesten Stift (30) durch eine Ausnehmung in dem radial abstehenden
Flansch (27)der Hülse (17)gebildet sind.
3. Schließvorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle Anschlagflächen (24,
25, 28, 29) durch axial bzw. radial vorstehende BoI- so zen gebildet sind.
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