DE3021402A1 - Vorrichtung zur erleichterung des aufziehens von daermen auf die tuelle einer wurstfuellmaschine - Google Patents
Vorrichtung zur erleichterung des aufziehens von daermen auf die tuelle einer wurstfuellmaschineInfo
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Description
- Vorrichtung zur Erleichterung des Aufziehens von Därmen
- auf die Tülle einer Wurstfüllmaschine Zur Herstellung vieler Wurstsorten werden Naturdärme unterschiedlicher Kaliber in Form von Schweine-, Ziegen-oder Schafdärmen (letztere werden auch als Saitlinge bezeichnet) und in Form von Mittel- oder Kranzdärmen verwendet. Vor dem Füllvorgang müssen diese Därme oder Saitlinge auf das Ausstoßende bzw. die Tülle einer Wurstfüllmaschine aufgezogen und dabei gerafft werden.
- Das manuelle Aufziehen und Raffen der Därme auf die Tülle ist mit Schwierigkeiten verbunden und zeitraubend. Die Därme werden von den Metzgern nicht in einzelnen, leicht handhabbaren Stücken, sondern in einer Vielzahl von Stükken bezogen, die gemeinsam in einer Dose oder dergleichen abgepackt sind und in einer Salzlake schwimmen. Vor dem Aufziehen auf die Tülle müssen die Därme der Dose entnommen, in einer wässrigen, ggf. bestimmte Spezialmittel enthaltenden Flüssigkeit gewässert und entwirrt werden.
- Sodann muß ein Darmende gesucht, ergriffen und auf die Tülle gesteckt und der übrige Darmteil aus der Menge der übrigen Därme abgesondert und unter Raffung des gesamten Darms nachgeschoben werden. Auch ein geschickter und erfahrener Metzger benötigt häufig mehrere Minuten, bis der erwünschte Darm vollständig auf die Tülle aufgezogen ist und der Fullvorgang begonnen werden kann.
- Zur Erleichterung des Aufziehvorgangs sind bereits automatisch arbeitende Maschinen bekannt, die beispielsweise einen stabförmigen Körper aufweisen, an dessen Umfang Gummiwalzen angeordnet sind, die nach dem Aufziehen eines Darmendes auf den Stab das Raffen und Aufziehen des übrigen Darmteils automatisch bewirken. Derartige Maschinen sind Jedoch äußerst kostspielig und daher nur in Großbetrieben einsetzbar. Mittlere und kleinere Betriebe sind dagegen auch heute noch an das umständliche und zeitraubende manuelle Aufziehverfahren gebunden.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die es dem Metzger auch ohne Anschaffung einer kostspieligen Maschine ermöglicht, den Darm oder Saitling schnell und mit wenigen Handgriffen auf die Tülle einer Wurstmaschine aufzuziehen.
- Zur Lösung dieser Aufgabe sind die kennzeichnenden Merkmale des Schutzanspruchs 1 vorgesehen.
- Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, daß dem Metzger geraffte und somit füllfertige Saitlinge angeboten werden, die vor der Benutzung kurz eingeweicht bzw. gewässert und dann durch Ansetzen des einen Endes des Aufnahmestabs an die Tülle über diese gezogen werden. Die bisherigen Manipulationen zur Vereinzelung, Entwirrung und Raffung der Därme und Saitlinge entfallen, und es ist auch nicht mehr erforderlich, die Darmenden zu suchen, zu ergreifen und auf die Tülle aufzuziehen.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert, in deren Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist und deren Fig. 2 schematisch das Aufstreifen eines Darms auf die Tülle einer Wurstfüllmaschine zeigt.
- Die erfin XOn8gsemäBe Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Aufnahmestab 1 mit vorzugsweise rundem Außenquerschnitt, auf den der geraffte Darm oder Saitling 2 bereits aufgezogen ist. Der Außenquerschnitt des Aufnahmestabs 1 ist vorzugsweise etwas größer als der Außenquerschnitt der Tülle 3 einer Wurstfüllmaschine 4, auf die der Darm 2 aufgeschoben werden soll, damit sich beim Abstreifen des gerafften Darms vom Stab 1 bzw. Aufziehen desselben auf die Tülle 3 keine diesen Vorgang behindernden Unstetigkeitsstellen ergeben, obwohl auch Stäbe 1 mit den Tüllenquerschnitten entsprechenden oder sogar geringfügig kleineren Außenquerschnitten noch brauchbar sind.
- Der auf dem Stab 1 befindliche Saitling 2 wird dadurch auf die Tülle 3 aufgezogen, daß das eine Ende des Stabs 1 gegen die Tülle 3 gelegt und dann der bereits geraffte Darm 2 vom Stab 1 auf die Tülle 3 gestreift wird. Um dabei das Anlegen und Zentrieren des Stabs 1 zu erleichtern, ist dessen zur Anlage an die Tülle 3 bestimmtes Ende 5 leicht konisch oder kugelförmig oder sonstwie verjüngt, damit die vorderste Spitze des Stabs 1 ein wenig in das Austrittsende der Tülle 3 eingelegt werden kann. Denkbar wären auch andere Anlege- und Zentrierungshilfen, beispielsweise eine in einer Stirnseite des Stabs 1 ausgebildete Rille oder Ausnehmung mit einer der Stirnseite der Tülle 3 entsprechenden Form. Der Stab 1 kann massiv oder hohl sein.
- Der Stab 1 kann aus allen physiologisch einwandfreien Materialien, vor allem aus verschiedenen Kunststoffen oder rostfreiem Edelstahl hergestellt sein. Außerdem sollte der Stab 1 aus einem ausreichend starren bzw.
- biegesteifen Material bestehen, damit das Abstreifen vom Stab 1 bzw. das Aufziehen auf die Tülle 3 nicht durch zu starkes Nachgeben oder Durchbiegen des Stabs 1 behindert wird, wie dies bei Anwendung schlaffer, insbesondere biegeschlaffer Materialien der Fall wäre.
- Anstelle von Stäben 1 mit rundem Außenquerschnitt können auch Stäbe mit anderen, z.B. ovalen, Querschnitten vorgesehen sein, wenn nur jeweils der kleinste Außendurchmesser wenigstens etwa gleich dem Außendurchmesser der Tülle 3 ist.
- Die gerafften und auf den Stab 1 gezogenen Därme und Saitlinge 2 können wie bisher in abgepackten Mengen verkauft werden, indem mehrere dieser Stäbe in einer ggf. mit Salzlake oder dergleichen gefüllten Dose abgepackt und in dieser Form verkauft werden. Im Vergleich zur bisherigen Verfahrensweise bleibt dann zwar die Art der Verpackung und des Verkaufs unverändert, es ergibt sich jedoch der wesentliche Vorteil, daß der Metzger keine unnötige Zeit mehr zum Entwirren, Trennen, Aufziehen und Raffen der Därme verliert. Diese Arbeiten werden vielmehr von denjenigen Betrieben übernommen, die die erfindungsgemäßen Vorrichtungen industriell herstellen und daher in der Lage sind, Maschinen zur Automatisierung der Herstellung von gerafften Därmen anzuschaffen oder zu entwickeln.
- Um die Kosten zu mindern, die durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung entstehen, können die Stäbe nach Art von Leihgegenständen in der Weise verkauft werden, daß der Erwerber einer abgepackten Einheit von gerafften Saitlingen jeweils die der Einheit entsprechende Anzahl von zu einem früheren Zeitpunkt erworbenen Stäben in Zahlung gibt.
- Zur Anpassung an verschiedene Tüllendurchmesser entsprechend den unterschiedlichen Kalibern der Därme können Stäbe 1 mit entsprechend unterschiedlichen Durchmessern oder innerhalb bestimmter Bereiche auch Stäbe hergestellt und angeboten werden, deren Durchmesser wenigstens so groß wie die Außendurchmesser der größten vorkommenden Tülle in diesem Bereich sind.
- Stäbe mit Durchmessern ab etwa zehn Millimeter und mit Längen ab etwa zehn bis zwanzig Zentimeter zur Aufnahme von gerafften Saitlingen von drei bis dreißig Meter Länge haben sich als brauchbar erwiesen. Die Länge der Stäbe 1 ist entsprechend der Länge der aufzuziehenden Därme im gerafften Zustand, d.h. vorzugsweise etwas größer als diese bemessen, doch können auf Stäbe 1 konstanter Länge auch unterschiedlich lange Därme aufgezogen werden.
- Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist schließlich darin zu sehen, daß beim Vorliegen besonders kurzer Därme mehrere Därme in geraffter Form hintereinander auf einem Stab angeordnet werden können.
- Leerseite
Claims (6)
- Ansprüche 1)2 Vorrichtung zur Erleichterung des Aufziehens von Därmen, insbesondere Saitlingen, auf die Tülle einer Wurstfüllmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem losen AuSnahmestab (1) besteht, auf den wenigstens ein Darmstück (2) in geraffter Form aufgezogen ist und der einen dem Außenquerschnitt der Tülle (3) im wesentlichen entsprechenden oder etwas gröberen Außenquerschnitt und eine entsprechend der Länge des aufgezogenen, gerafften Darmstücks (2) bemessene Länge aufweist.
- 2) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende (5) des Aufnahmestabs (1) nach außen ver-Jüngt ist.
- 3) Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmestab (1) aus Kunststoff oder Edelstahl besteht.
- 4) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmestab (1) eine Länge von etwa zehn bis zwanzig Zentimetern besitzt.
- 5) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmestab (1) einen kreisrunden Querschnitt und einen Durchmesser von etwa acht bis dreißig Millimetern besitzt.
- 6) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Aufnahmestab (1) mehrere Darmstücke in geraffter Form aufgezogen sind.
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| DE3021402A1 true DE3021402A1 (de) | 1982-01-28 |
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1980
- 1980-06-06 DE DE19803021402 patent/DE3021402A1/de not_active Withdrawn
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