DE3022149C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft ein Umwindegarn-Spinnaggregat mit einem Streckwerk enthaltend Unterwalzen und diesen zugeordnete, in einem Belastungsträger angeordnete Druckwalzen, mit mindestens einer dem Streckwerk nachgeordneten Hohlspindel mit einer dar­ auf angeordneten Spule mit Bindefaden, mit einem Abzugswalzen­ paar und mit einer Aufwickeleinrichtung sowie mit Antrieben für diese Aggregate und einer Fadenüberwachungseinrichtung, die bei Störungen des Spinnvorganges selbsttätig die Antriebe für die dem Streckwerk nachgeordneten Teilaggregate unterbricht.
Bei einem bekannten Umwindegarn-Spinnaggregat der eingangs ge­ nannten Art (DE-A 27 53 349) ist vorgesehen, daß bei Fadenbruch das gestörte Spinnaggregat selbsttätig stillgesetzt wird, wäh­ rend alle übrigen Spinnaggregate der Maschine weiter in Betrieb bleiben. Hierfür ist vorgesehen, daß das aus dem Streckwerk austretende Spinnfaserbündel von einem Saugrohr erfaßt und aus seiner Laufrichtung ausgelenkt und abgesaugt wird. Gleichzeitig wird ein Fadenwächter infolge der nachlassenden Fadenspannung betätigt, der einen Kontakt zu einem Schalter schließt, der mehrere Antriebe unterbricht. Zum einen wird der Antrieb der Hohlspindel dadurch unterbrochen, daß eine elektromagnetgetrie­ bene Einrichtung den antreibenden Tangentialriemen von der Hohlspindel abhebt und eine Bremse zustellt. Außerdem wird die Druckwalze eines Abzugswalzenpaares mittels einer elektromagne­ tischen Betätigung von der Antriebswalze abgehoben. Des weite­ ren ist ein Stößel vorgesehen, welcher mittels eines Elektro­ magneten betätigt wird und welcher die Aufwickelspule von ihrer Antriebswalze aufhebt. Die Wiederinbetriebnahme erfolgt bei der bekannten Bauart über pneumatische Mittel, insbesondere durch An- und Abschalten von Saugströmen, welche die einzelnen Faden­ komponenten zusammenbringen und wieder in das Spinnaggregat einfädeln.
Bei der bekannten Bauart besteht die Gefahr, daß das auch nach einem Fadenbruch weitergelieferte Faserbündel nur dann abge­ saugt wird, wenn die Bruchstelle zwischen dem Austritt aus dem Streckwerk und dem Eintritt in die Hohlspindel liegt. Tritt ein Fadenbruch später auf, dann wird das Faserbündel nicht abge­ saugt, sondern läuft weiter in die Hohlspindel ein. Bei den heute üblichen Spindeldrehzahlen von ca. 30 000 min-1 und Pro­ duktionsgeschwindigkeiten von ca. 200 m/min kann dies zu fol­ genschweren Schäden führen. Aber selbst wenn das von dem Streck­ werk bei einem Fadenbruch weitergelieferte Faserbündel von der Saugeinrichtung abgesaugt wird, so tritt ein hoher Materialver­ lust auf, da das Faserbündel so lange weitergeliefert und abge­ saugt wird, bis die Störung an dem betreiffenden Spinnaggregat behoben ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Umwindegarn-Spinn­ aggregat der eingangs genannten Art so auszubilden, daß im Stö­ rungsfall die Einzelabstellung des betreffenden Spinnaggregates sehr einfach möglich ist, ohne daß Folgeschäden oder Verlust an Fasermaterial zu befürchten sind. Außerdem soll eine Möglich­ keit geschaffen werden, beim Stillsetzen und auch bei dem an­ schließenden Wiederanfahren möglichst alle Teilaggregate sicher und abhängig voneinander zu betätigen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß dem Streckwerk eine von der Fadenüberwachungseinrichtung bei Störung auslösbare Betäti­ gungseinrichtung zum Abklappen des Belastungsträgers und mit ihm der Druckwalzen von den Unterwalzen zugeordnet ist, und daß die Betätigungseinrichtung einen Druckzylinder enthält, durch dessen Betätigung der Belastungsträger auch wieder in die Be­ triebsposition zurückführbar ist.
Durch die Ausbildung wird der Vorteil erreicht, daß nicht nur die Antriebe der dem Streckwerk nachgeordneten Teilaggregate bei einem Störungsfall aufgehoben werden, sondern daß auch das Streckwerk selbst stillgesetzt wird, so daß kein Spinnmaterial nachgeliefert und somit Spinnmaterialverlust vermieden wird. Dabei wird auch der Vorteil erhalten, daß das Unterbrechen der Funktion des Streckwerkes ebenso einfach wie seine Wiederinbe­ triebnahme ist. Der verwendete Druckzylinder gestattet darüber hinaus eine baulich einfache und dennoch funktionssichere Aus­ führung.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß zur Unterbrechung der Antriebe der dem Streckwerk nachgeordne­ ten Teilaggregate eine gemeinsame Betätigungseinrichtung zuge­ ordnet ist. Dadurch läßt sich der bauliche Aufwand beschränken.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß zwischen dem Streckwerk und der Hohlspindel sowie zwischen der Hohlspindel und dem Abzugswalzenpaar jeweils ein Fadenwächter angeordnet ist. Auf diese Weise wird nicht nur der ersponnene Gesamtfaden auf Fadenbruch überwacht, der bei Bruch einer Kom­ ponente wegen des Nachlassens der Fadenspannungen dann bereits anspricht, sondern es wird zusätzlich auch das aus dem Streck­ werk austretende Faserband auf Bruch überwacht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird jeder Hohlspindel eine vorzugsweise optische Einrichtung zum Abtasten des Fül­ lungsgrades der Spule für den Bindefaden zugeordnet. Damit wird berücksichtigt, daß ein Störungsfall auch dann eintritt, wenn kein Bindefaden mehr vorhanden ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß das Streckwerk, die Hohlspindel, das Abzugswalzenpaar und die Aufwickeleinrichtung gemeinsam in Gang setzbar sind. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn eine automatische Anspinnein­ richtung Verwendung finden soll. Da die Abzugswalzen und die Aufwickeleinrichtung schneller bis zu ihrer Betriebsdrehzahl hochlaufen als die Spindeln, ist es dabei zweckmäßig, wenn der Wirtel der Spindel eines Spinnaggregates bei der Wiederinbe­ triebnahme etwas eher mit dem Antriebsriemen in Eingriff kommt als die übrigen Teilaggregate.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand der Zeichnungen in der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Umwindegarnspinnaggregat in der Betriebs­ stellung, wobei für die Erfindung unwesentliche Teile weggelassen sind,
Fig. 2 das Spinnaggregat der Fig. 1, jedoch bei unter­ brochenen Antrieben.
In Fig. 1 ist das Umwindegarnspinnaggregat im Betriebszustand dargestellt, wobei der strichpunktiert eingezeichnete Hilfs­ faden 78 wegzudenken ist.
Das Spinnaggregat enthält u. a. ein Streckwerk 1, zwei Hohl­ spindeln 2 und 3, ein Abzugswalzenpaar 4 sowie eine Auf­ wickeleinrichtung 5. Das Streckwerk 1 enthält vier durch die Maschine durchlaufende angetriebene Unterwalzen 6, 7, 8 und 9, wobei die Anzahl dieser Walzen jenach dem Verwendungszweck unterschiedlich sein kann. Diesen Unterwalzen 6, 7, 8 und 9 sind Oberwalzen bzw. Druckwalzen 12, 13, 14 und 15 zugeordnet, die sich bevor­ zugt nur über eine Spinnstelle erstrecken und in einem Be­ lastungsträger 11 angeordnet sind und der um eine maschinenfeste Achse 10 verschwenkbar ist. Die Druckwalzen 12, 13, 14 und 15 werden bevorzugt unter Federdruck gegen die angetriebenen Unterwalzen 6, 7, 8 und 9 angedrückt. Dabei ist vorgesehen, daß das jeweilig nachfolgende Walzenpaar schneller läuft als das vorausgehende Walzenpaar des Streckwerks 1. Beispiels­ weise läuft das Walzenpaar 7, 13 schneller als das Walzen­ paar 6, 12, während das Walzenpaar 8, 14 wiederum schneller läuft als das Walzenpaar 7, 13, so daß das dem ersten Walzen­ paar 6 und 12 in Pfeilrichtung zugelieferte Faserband 43 von Walzenpaar zu Walzenpaar verzogen wird.
Dem Streckwerk 1 sind zwei Hohlspindeln 2 und 3 nachgeordnet. Diese Hohlspindeln 2 bzw. 3 bestehen aus einem rotierenden Spindelteil 16 bzw. 22, der über je einen Antriebswirtel 17 bzw. 23 von Tangentialriemen 18 bzw. 24 angetrieben wird.
Auf die Spindeln 2 bzw. 3 ist eine mitrotierende Bindefaden­ spule 19 bzw. 25 drehfest aufgesteckt. Das Spindelteil 16 bzw. 22 ist in einem Lagergehäuse 20 bzw. 26 drehbar gelagert, welches um eine an der Maschine ortsfest angeordnete Achse 21 bzw. 27 verschwenkbar ist (vgl. Fig. 2).
Der zweiten Hohlspindel 3 nachgeordnet ist das Abzugswalzenpaar 4, welches eine sich über die ganze Maschine erstreckende Antriebswalze 28 enthält, der eine sich über nur eine Spinn­ stelle erstreckende Druckwalze 29 zugeordnet ist. Die Druck­ walze 29 liegt im Betriebszustand an der Antriebswalze 28 an und kann über einen Hebel 30 um eine maschinenfeste Achse 31 von der Antriebswalze 28 im Uhrzeigersinn abgeschwenkt werden.
Zwischen dem Streckwerk 1 und der ersten Hohlspindel 2 ist ein Fadenwächter 48 angeordnet, der den ordnungsgemäßen Lauf des Faserbandes 43 überwacht. Hinter der zweiten Hohlspin­ del 3 ist ein weiterer Fadenwächter 49 angeordnet, der das fertige Umwindegarn 47 überwacht, wobei infolge Spannungs­ abfalles bereits der Bruch einer Komponente registriert wird. Im allgemeinen ist es ausreichend, wenn nur diese zwei Fadenwächter 48 und 49 vorgesehen sind. Jedoch können bei Bedarf weitere Fadenwächter angeordnet werden, beispiels­ weise zwischen den beiden nachgeordneten Hohlspindeln 2 und 3. Den auf den Hohlspindeln 2 und 3 sitzenden Spulen 19 und 25 für den Bindefaden sind optische Einrichtungen 50 bzw. 51 zum Abtasten des Füllungsgrades der Spulen 19 bzw. 25 zuge­ ordnet. Diese Einrichtungen 50, 51 senden einen Lichtstrahl aus, der von der Spule 19 bzw. 25 reflektiert wird und, sobald die Spule leergesponnen ist, infolge des unterschiedlichen Reflexionsverhaltens ein Fadenbruchkommando gibt.
Im Störungsfalle, sei es nach Fadenbruch oder nach Leerwerden einer Vorlagespule 19, 25, können sämtliche Antriebe bevorzugt durch Abschwenken der einzelnen Organe stillgesetzt werden (vgl. Fig. 2). Hierzu sind zwei Pneumatikzylinder 52 und 53 mit zugeordneten Betätigungsstangen vorgesehen, die zunächst noch anhand der Fig. 1 beschrieben werden. Die pneumatischen Leitungen der Zylinder 52 bzw. 53 sowie die elektrischen Verkabelungen zwischen den Fadenfühlern 48, 49, 50 und 51 sowie den Pneumatikzylindern 52 und 53 sind zeichnerisch nicht dargestellt. Der Pneumatikzylinder 52 ist dem Streckwerk 1 zugeordnet, während der Pneumatikzylinder 53 den Hohlspindeln 2 und 3, den Abzugswalzen 4 sowie der Aufwickeleinrichtung 5 zugeordnet ist. Der Kolben 54 des Zylinders 52 ist mit einer Betätigungsstange 55 verbunden, an welcher eine Führungs­ gabel 56 befestigt ist. Diese Führungsgabel 56 umfaßt einen Bolzen 57, welcher an dem Belastungsträger 11 angebracht ist. Im Falle einer Störung tritt der Kolben 54 aus dem Zylinder 52 heraus und bewegt die Stange 55 nach rechts, wodurch der Be­ lastungsträger 11 und mit ihm die Druckwalzen 12, 13, 14 und 15 von den antreibenden Unterwalzen 6, 7, 8 und 9 abgeklappt werden (siehe Fig. 2).
Der Pneumatikzylinder 53 umfaßt eine Kolbenstange 58, die in Fig. 1 im ausgefahrenen Zustand dargestellt ist. Die Kolbenstange 58 ist mit einer Betätigungsstange 59 verbun­ den, welche in Führungen 60 und 61 geführt ist. Auf der Betätigungsstange 59 sind Führungsstifte 62, 63, 64, 65, 66, 67, 68 und 69 angebracht, die in nachfolgend zu er­ läuternder Weise der Führung von Blattfedern 70, 71, 72 und 73 dienen. Die Blattfeder 70 ist an dem Lagergehäuse 20 der Hohlspindel 2 befestigt und liegt im Betriebszustand unter einer gewissen Vorspannung an dem Führungsstift 62 an. Im Falle einer Störung (siehe auch Fig. 2) wird der Kolben 58 in den Zylinder 53 eingefahren, wodurch sich die Betätigungsstange 59 nach oben bewegt. In diesem Falle nimmt der Führungsstift 63 die Blattfeder 70 nach oben mit, bis sie gegen einen Anschlag 74 zur Anlage kommt. Auf diese Weise wird das Lagergehäuse 20 um die ortsfeste Achse 21 und somit die komplette Spindel 2 mit ihrem Wirtel 17 vom Antriebsriemen 18 abgeschwekt. Zum beschleunigten Stillsetzen kann zusätzlich noch eine nicht dargestellte Bremse vorgesehen sein.
In gleicher Weise liegt die an dem Lagergehäuse 26 der Spindel 3 befestigte Blattfeder 71 unter Vorspannung an dem Führungsstift 64 im Betriebszustand an und wird im Störungs­ falle durch den Führungsstift 65 nach oben gegen den An­ schlag 75 bewegt, wodurch die Spindel 3 um die Achse 27 im Uhrzeigersinn abschwenkt. An dem Arm 32 des doppelarmigen Hebels 30, 32 ist eine Blattfeder 72 befestigt, die im Betriebszustand unter leichter Vorspannung an dem Führungs­ stift 66 anliegt. Infolge dieser Vorspannung wird die Druckwalze 29 gegen die Antriebswalze 28 angedrückt, wodurch die Lieferung des Umwindegarnes 47 bewirkt wird. Im Falle einer Störung legt sich der Führungsstift 67 von unten gegen die Blattfeder 72 an und drückt diese gegen einen Anschlag 76, wodurch der Hebel 30 im Uhrzeigersinn verschenkt wird und die Druckwalze 29 von der Antriebswalze 28 abhebt.
Der Grund, daß der Abstand zwischen den Führungsstiften 66 und 67 größer ist als der Abstand zwischen den Führungs­ stiften 64, 65 liegt darin, da die Blattfeder 72 beim Ab­ schwenken einen geringeren Weg macht als die Blattfeder 71. Schließlich ist an dem doppelarmigen Hebel 36, 38 noch eine Blattfeder 73 befestigt, die im Betriebszustand unter Vor­ spannung an dem Führungsstift 68 anliegt und somit das Reib­ druckrad 35 gegen die Antriebswalze 34 und die Nutenwalze 33 drückt, wodurch die Aufwickelspule 39 angetrieben wird. Im Falle einer Störung drückt der Führungsstift 69 (vgl. Fig. 2) die Blattfeder 73 gegen den Anschlag 77 und hebt somit die Reibdruckwalze 35 von der Nutenwalze 33 ab. Dadurch wird die Aufwickelspule 39 stillgesetzt.
Alle Teilaggregate der Spinneinrichtung können daher durch mechanische Betätigung der Betätigungsstangen 55 und 59 stillgesetzt werden, wenn das erforderlich ist. Es ist natürlich auch denkbar, die beiden Betätigungsstangen 55 und 59 mechanisch über ein Getriebe zu koppeln, so daß nur ein Betätigungszylinder notwendig ist.
Die Fig. 2 zeigt das Umwindegarnspinnaggregat in stillgesetzter Stellung, wobei auch hier der strichpunktiert dargestellte Hilfsfaden 78 zunächst wegzudenken ist. Um nun die Spinn­ stelle wieder anspinnen zu können unter Berücksichtigung, daß das Faserband 43 noch keine ausreichende Festigkeit aufweist, wird auf irgendeine Weise, sei es automatisch oder manuell, ein Hilfsfaden 78 erhöhter Festigkeit in die einzelnen Organe eingeführt (siehe strichpunktierte Darstellung des Hilfs­ fadens 78). Dieser Hilfsfaden ist auf einer Hilfsspule 79 ange­ ordnet, die entweder jeder Spinnstelle zugeordnet sein kann oder bei Bedarf zu der gestörten Spinnstelle gebracht wird. Der von der Hilfsspule 79 kommende Hilfsfaden 78 wird zunächst um die Oberwalze 15 des Streckwerkes 1 herumgelegt und dann nacheinander durch die Hohlspindeln 2 und 3 eingeführt, ferner um die angetriebene Abzugswalze 28 sowie um die Nutenwalze 33 herumgelegt und zu einer Absaugeinrichtung 80 geführt, wo er unter einer gewissen Spannung gehalten wird.
Wenn nun, beispielsweise durch synchrones Betätigen der Pneumatikzylinder 52 und 53, die Spinnstelle wieder in ihre Position gemäß Fig. 1 zurückgeführt wird, nimmt der Hilfs­ faden 78 die in Fig. 1 dargestellte strichpunktierte Lage ein, d. h. er reicht von der Hilfsspule 79 bis zu der Absaug­ einrichtung 80. Dieser Hilfsfaden 78 nimmt sowohl das Faser­ band 43, wenn er einige Male darumgeschlungen ist, als auch die Bindefäden 44 und 46 mit und gelangt mit diesen gemein­ sam in die Absaugung 80. Wenn die einzelnen Organe ihre normale Betriebsgeschwindigkeit erreicht haben, wird der Hilfsfaden 78 zunächst durch eine Schneideinrichtung 81 im Bereich der Spule 79 durchtrennt. Sobald die Schnittstelle des Hilfsfadens 78 in die Absaugeinrichtung 80 gewandert ist, wird das nunmehr ordnungsgemäße Umwindegarn 47 durch eine Schneideinrichtung 82 im Bereich der Absaugeinrichtung 80 durchtrennt und in die Klemmlinie zwischen Nutenwalze 33 und Aufwickelspule 39 eingelegt und um die Aufwickelspule 39 herumgewickelt (siehe Bewegungspfeil der Spule 39). Damit ist der Anspinnvorgang abgeschlossen und sichergestellt, daß nur ordnungsgemäßes Umwindegarn 47 auf die Aufwickel­ spule 39 gelangt.
Die Materialverluste infolge der Absaugung 80 sind minimal im Vergleich zu den Verlusten des eingangs genannten Standes der Technik, weil bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Verluste nicht unkontrolliert, sondern nur während des eigentlichen Anspinnvorganges, d. h. sehr kurzfristig, bei Gegenwart einer Bedienungsperson erfolgen.

Claims (6)

1. Umwindegarn-Spinnaggregat mit einem Streckwerk enthal­ tend Unterwalzen und diesen zugeordnete, in einem Belastungs­ träger angeordnete Druckwalzen, mit mindestens einer dem Streck­ werk nachgeordneten Hohlspindel mit einer darauf angeordneten Spule mit Bindefaden, mit einem Abzugswalzenpaar und mit einer Aufwickeleinrichtung sowie mit Antrieben für diese Aggregate und einer Fadenüberwachungseinrichtung, die bei Störungen des Spinnvorganges selbsttätig die Antriebe für die dem Streckwerk nachgeordneten Teilaggregate unterbricht, dadurch gekennzeich­ net, daß dem Streckwerk (1) eine von der Fadenüberwachungsein­ richtung (48) bei Störung auslösbare Betätigungseinrichtung (55) zum Abklappen des Belastungsträgers (11) und mit ihm der Druckwalzen (12 bis 15) von den Unterwalzen (6 bis 9) zugeordnet ist, und daß die Betätigungseinrichtung (55) einen Druckzylin­ der (52) enthält, durch dessen Betätigung der Belastungsträger (11) auch wieder in die Betriebsposition zurückführbar ist.
2. Umwindegarn-Spinnaggregat nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß zur Unterbrechung der Antriebe der dem Streckwerk (1) nachgeordneten Teilaggregate (2, 3, 4, 5) eine ge­ meinsame Betätigungseinrichtung (53, 59) vorgesehen ist.
3. Umwindegarn-Spinnaggregat nach Anspruch 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (53) eine Betäti­ gungsstange (59) enthält, der Leitmittel (62, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69) zum Unterbrechen der Antriebe der Hohlspindeln (2, 3), des Abzugswalzenpaares (4) und der Aufwickeleinrichtung (5) zuge­ ordnet sind.
4. Umwindegarn-Spinnaggregat nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Streckwerk (1) und der Hohlspindel (2, 3) sowie zwischen der Hohlspindel (2, 3) und dem Ab­ zugswalzenpaar (4) jeweils ein Fadenwächter (48, 49) angeordnet ist.
5. Umwindegarn-Spinnaggregat nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hohlspindel (2, 3) eine vor­ zugsweise optische Einrichtung (50, 51) zum Abtasten des Fül­ lungsgrades der Spule (19, 25) für den Bindefaden (44, 46) zu­ geordnet ist.
6. Umwindegarn-Spinnaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Streckwerk (1), die Hohlspindeln (2, 3), das Abzugswalzenpaar (4) und die Aufwickel­ einrichtung (5) gemeinsam in Gang setzbar sind.
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