DE302410C - - Google Patents
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D07—ROPES; CABLES OTHER THAN ELECTRIC
- D07B—ROPES OR CABLES IN GENERAL
- D07B5/00—Making ropes or cables from special materials or of particular form
- D07B5/02—Making ropes or cables from special materials or of particular form from straw or like vegetable material
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D07—ROPES; CABLES OTHER THAN ELECTRIC
- D07B—ROPES OR CABLES IN GENERAL
- D07B2301/00—Controls
- D07B2301/10—Open loop
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- D07B—ROPES OR CABLES IN GENERAL
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- D07B2301/25—System input signals, e.g. set points
- D07B2301/258—Tensile stress
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- Ropes Or Cables (AREA)
Description
Die Beobachtung zeigt, daß, wenn man
dünne ■ Seilerware, z. B. Bindfäden aus Pa-
:\? piergarn oder Zellstoffgarn, mit einem Ruck
zu zerreißen versucht,, diese, dünne Seilerware, und zwar selbst starke Bindfäden oder
Schnüre aus. Papier oder Zellstoff trotz ihrer Stärke , verhältnismäßig leicht reißen. Die
;.·,: ,Beobachtung zeigt ferner, daß an der Bruchstelle
ein Aufspringen der Drehung stattfmdet, weil 'sich die aus Papiergarn oder Zeil-';
stoffgarn gebildete. Schnur infolge der Eigenart
des Papiers öder Zellstoffes- beim Zusammendrücken an der Bruchstelle lockert,
d. h. in der Drehung aufspringt. Werden solche Papier- oder Zellstoffgarne in üblicher
Weise zu Schnüren oder Litzen zusammen-. gedreht und dann diese Litzen durch. VerT
seilung zu Seilen geschlagen, so zeigt sich derselbe Übelstand im Enderzeugnis, indem
sich derartige Seile entweder im Betriebe deh-' nen, folglich gekürzt werden müssen und hierdurch
ihre Festigkeit verlieren, oder aber bei plötzlicher Änderung dier Zugspannung, also
bei ruckweiser Beanspruchung, reißen.
Um.diese Ubelstände zu beseitigen, kommt es darauf an, den für die Belastung des Seiles
o. dgl. in Betracht kommenden tragenden Seilquerschnitt durch eine grundlegende Verarbeitung,
d. h. im Aufbau der einzelnen Teile bis zur endgültigen Verseilung derart einzustellen
und dauernd beizubehalten, daß bei plötzlicher, d. h. ruckweiser Beanspruchung ein
Aufdrehen oder Aufspringen sowohl der Drehung im einzelnen Papier- oder Zellstoffgarnfaden
in den Litzen als auch ein Aufdrehen dder Aufspringen der Litzen an sich
und endlich ein Aufdrehen oder Aufspringen der verseilten Litzen, also des Seiles, verhütet
wird. : .. . :■ ·■■..' ..·.-■■
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Seilerware, aus Zapier- bzw. Zellstoffgarn,
die alle die vorerwähnten Übelstände vermeidet, und die sich gegenüber den
bekannten Seilen aus Papier-, oder Zellstoffgarn durch eine bisher unerreichte, Haltbarkeit
und Orwerändierlichkeit. auszeichnet. .
Versuche haben ergeben, daß bei Papier-
und Zellstoffgarnen durch eine: entsprechende Drehung die Haltbarkeit des -einzelnen Fadens ungemein beeinflußt werden kann, d. h.
durch entsprechend starke Drehung erhöht werden kann, daß aber ein Nachlassen nach
dieser Drehung verhütet werden muß, und daß es infolgedessen im Verseilungsverfahren
darauf ankommt, die dünnen Einzelfäden zu dickeren Schnüren oder Litzen prall aneinanderstoßend
und sich unter zielbewußter gesteigerter, stufenweiser Spannung derart ge*-
genseitig pressend zusammenzudrehen, , daß ein Aufspringen der Drehung sowohl in den
einzelnen Papier- oder Zellstoffäden als auch in den Litzen infolge dieser gegenseitigen
Pressung der Fäden und Litzen verhindert wird, wobei endlich die Schnüre oder Litzen,
nachdem sie miteinander zu Seilen geschlagen sind, durch ihre feste, pralle, sich gegenseitig
pressende Lagerung dazu beitragen, daß bei , starker plötzlicher Beanspruchung ein Reißen
des Seiles verhütet, wird. * ■ '
Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung besteht also dem Bekannten gegenüber
darin, daß.die aus Papier- oder Zellstoffgarn
Claims (1)
- hergestellten Fäden, nachdem sie an und für sich schon eine erhöhte Festigkeit durch eine besonders scharfe Drehung erhalten haben, einmal eine gesteigerte Spannung bereits beim Schlagen;*der 'Litzen; |ρ4 eine· nochmals- gesteigerte'Spannung dann erhalten, wenn die in den Litzen prall aneinanderliegenden Fäden während der Verseilung gleichfalls in eine * sich gegenseitig pressende, prall anliegendeίο Lage gebracht werden und in dieser. Lage verbleiben, hierdurch die Haltbarkeit und Beständigkeit des Seiles-erhöhend.Diese erhöhte Festigkeit und Unveränderlichkeit der neuen Seilerware durch eine sich gegenseitig pressende, pralle Lagerung der Fäden in den Litzen und der Litzen im Seile "wird also dadurch erreicht, daß die Verseilung der Papier- oder. Zellstoffgarne. unter einer, die Spannung stufenweise erhöhenden Verarbeitung vorgenommen wird, wobei die Verarbeitung ähnlich derjenigen sein kann, wie sie bei Drahtseilen bekannt ist, jedoch mit dem Unterschiede, daß bei jenen bekannten Verfahren die gegenseitige Pressung der Einzelteile unter gesteigerter Spannung nicht in gleichartiger Art und Weise wie in dem yor-:· liegenden Verfahren auftritt, weil es sich dort um starre Einzelteile, hier aber um ein aus'■"■ Holzfaser gebildetes, sich (gegenseitig anschmiegendes bzw. elastisches Gut handelt.
-Die -gemäß dem vorliegendien Verfahren hergestellte Seilervvare aus Papier- oder Zellstoffgarn kann mit öder ohne eine als Kern :-: oder -Seele dienende Einlage oder Einlagen hergestellt werden.^Werden eine oder mehrere solcher aus Papier- oder Zellstoffgärn geschlagene Litzen in der Mitte als Seele oder Kern verwendet, so dient bzw. dienen diese gleichzeitig däzu^ ein scharfes, pralles Aneinanderbringen der äußeren, die Rundschläge bildenden Litzen zu erhöhen, indem es hierdurch ermöglicht wird, die elastische Einlage oder Einlagen als federnde Stütze bzw. Stützen für die feste .gegenseitige Lagerung der Rundschläge zu verwenden. ■Die gemäß dem vorliegenden Verfahren hergestellte Seilerware kann in den verschiedensten Ausführungsformen hergestellt und für die verschiedensten Zwecke Verwendung finden. So kann eine derartige Seilerware als Tau,. Kabel, Seil, als Zugseil, als Transmissionsseil, als Kabelleine, als Zugleine, als RoIl- und Lauf kabel, als Pferdestrang, als Schnür usw. Verwendung finden, wobei starke Seile von 30 mm und größerem Durchmesser ebenso wie dünne Seile von 6 mm Durchmesser hergestellt werden. Selbstverständlich ergeben auch die dazwischen liegenden Stärken Seilerware von bedieutender Festigkeit und Beständigkeit, die infolge der sich pressenden, prallen Lagerung ihrer Einzelteile auch bei Feu'chtwerden des Seiles durch Regen öl dgl. ■ keinerlei schädliche Beeinflussung zeigt. ■■.. i.Paten τ-Anspruch:Verfahren zur Herstellung:von Seiferware aus Papier-' oder Zellstoffgarn/: dadurch gekennzeichnet, daß die / Spannung des S eilergutes während1 seiner 'Verarbeitung in jeder folgenden. Arbeitsstufe τ— ^i also bei der Herstellung der Litze, des Seiles, des Taues — gesteigert wird.: .:
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE302410C true DE302410C (de) |
Family
ID=556216
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT302410D Active DE302410C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE302410C (de) |
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