DE302494C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
- C08B5/00—Preparation of cellulose esters of inorganic acids, e.g. phosphates
- C08B5/02—Cellulose nitrate, i.e. nitrocellulose
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Description
Bei den üblichen Verfahren zur Herstellung von Nitrozellulose bleiben in der nitrierten
Zellulose nach erfolgter Abschleuderung beträchtliche Mengen des Nitriersäuregemisches
zurück. Dies bedingt einen ziemlichen Verlust an Salpetersäure.
Diesem Nachteil Rechnung tragend, hat man bereits vorgeschlagen, nach erfolgtem
Nitrieren und Ausschleudern des Nitriergutes, mit Schwefelsäure die im Nitriergut
noch enthaltene Nitriersäure zu verdrängen. Die als Decksäure dienende Schwefelsäure
selbst Avird durch Auswaschen mit Wasser
entfernt. Dieses \^erfahren ist jedoch mit Nachteilen behaftet. Wind konzentrierte
Schwefelsäure als Decksäure verwendet, dann tritt Denitrierung der Nitrozellulose und eine
ungünstige Beeinflussung ihrer Eigenschaften ein; auch erfolgt häufig ein Ausbrennen in der
Zentrifuge; schließlich wurde auch eine Verminderung der Ausbeute festgestellt. Sucht
man diesen Mängeln dadurch aus dem Wege zu gehen, daß man verdünnte Schwefelsäure
benutzt, dann wird die Apparatur sehr stark angegriffen und in verhältnismäßig kurzer
Zeit unbrauchbar gemacht.
Um das Ausbrennen in der Zentrifuge zu vermeiden, wurde auch schon vorgeschlagen,
das Nitriergut nach erfolgter Nitrierung mit gekühlter, aus einem Vorprozeß stammender
Säure zu behandeln. Dabei findet jedoch kein Verdrängen der Salpetersäure statt und nach
dem bei diesem Verfahren erforderlichen Abschleudern werden im Nitriergut noch beträchtliche
Mengen Nitriersäuregemisch zurückgehalten, was, wie bereits erwähnt, einen ziemlichen Verlust an Salpetersäure bedeutet.
Die angeführten Nachteile werden vermieden, wenn man gemäß der Erfindung gekühlte
Schwefelsäure als Decksäure verwendet. Die Stärke der zu verwendenden Schwefelsäure
kann in -gewissen Grenzen schwanken.- Sie
muß aber einerseits der Bedingung entsprechen, daß keine in Betracht kommende Denitrierung
der Nitrozellulose eintritt, und andeinerseits, daß ein merkliches Angreifen des
Apparatematerials nicht erfolgen darf. Bei entsprechender Wahl der Stärke und der Temperatur
der Säure gelingt es mit Hilfe dieses Verfahrens, 80 bis 90 Prozent der Nitriersäure
in Form einer Abfallsäure zu gewinnen, welche bei der Aufarbeitung unmittelbar Salpetersäure von handelsüblicher Stärke liefert.
Baumwolle wird mit der 3ofachen Menge Nitriersäure in üblicher Weise nitriert. Nach
dem Abschleudern läßt man in die laufende Zentrifuge mittels geeigneter A^erteilungsvorrichtungen
Schwefelsäure von 55° bis 60 ° Be., die z. B. auf o° abgekühlt ist, einfließen.
Die Decksäure verdrängt die von der Wolle festgehaltene Nitriersäure. Nach der Behandlung
mit der Decksäure wird die Nitrozellulose in üblicher Weise mit Wasser ausgewasehen,
stabilisiert usw.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Nitrozellulose, bei welchem nach dem Nitrieren und Entfernen der Hauptmenge der Nitriersäure deren Verdrängung durch Schwefelsäure erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß gekühlte Schwefelsäure verwendet wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE302494C true DE302494C (de) |
Family
ID=556289
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT302494D Active DE302494C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE302494C (de) |
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0
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