DE30268C - Gasmotor. (Abhängig vom Patent Nr. 532.) - Google Patents

Gasmotor. (Abhängig vom Patent Nr. 532.)

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DE30268C
DE30268C DENDAT30268D DE30268DA DE30268C DE 30268 C DE30268 C DE 30268C DE NDAT30268 D DENDAT30268 D DE NDAT30268D DE 30268D A DE30268D A DE 30268DA DE 30268 C DE30268 C DE 30268C
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DENDAT30268D
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J. H. LADD in London
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
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    • H01M6/04Cells with aqueous electrolyte
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2710/00Gas engines
    • F02B2710/02Four stroke engines
    • F02B2710/026Four stroke engines with measures for improving combustion
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46: Luft- und Gaskraftmaschinen.
JOHN HASKINS LADD in LONDON. Gasmotor.
Abhängig vom Patent No. 532. Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. October 1883 ab.
Fig. ι stellt einen Gasmotor in der Seitenansicht, Fig. 2 in der Oberansicht und Fig. 3 in centralem Horizontalschnitt dar. Fig. 4 ist eine Seitenansicht des Cylinders mit Schnitt durch den Ventilkasten nach x-x, Fig. 6; Fig. s ein Querschnitt nach y -y, Fig. 1, und Fig. 6 ein Querschnitt nach ^ -%, Fig. r, mit Weglassung des Regulators. Fig. 7 giebt eine Innenansicht des Schiebers, und Fig. 8 des Schieberdeckels. Fig. 9 giebt einen Grundrifs der gesammten Maschine unter Weglassung der Kurbelstange W; Fig. 10 zeigt, in Ansicht die Theile zur Bethätigung des Exhaustventils; Fig. 11 ist ein Diagramm der Stellungen des die Schieberbewegung vermittelnden excentrischen Stiftes; Fig. 12 schliefslich ein Horizontalschnitt durch Schieb er kasten und Schieber und zeigt die Stellung des letzteren während der Explosion.
Die Einführung des Gemenges^ welches den durch Stange X, Kreuzkopf W1 und Kurbelstange W mit der Welle F1 verbundenen Kolben λΊ.1 durch seine Explosion vortreibt, geschieht in tangentialer Richtung in den verlängerten Raum A? des Cylinders A durch die im Schieberkasten B angeordnete, mit Rückschlagventil U versehene Kammer X bei jedem alternirenden Ausschube des Kolbens (Ansaugeschub) und wird dasselbe beim Beginn des zwischenliegenden Ausschubs entzündet (Actionsschub), Fig. 2 und 5.
Das Gas tritt durch die mit Absperrhahn versehene Leitung /, Fig. 4 und 6, in das unter dem Einflüsse des mittelst Scheiben dd2 und Riemens d1 von der Welle F1 aus bewegten Regulators -F2 stehende Ventil F und von da durch den Kanal F3 und den ringförmigen, von der Nuth e2 des Kolbens G1 gebildeten Weg in den an einem. Ende frei mit der Atmosphäre communicirenden Raum M (Mischraum), sobald der Schieber C mit seinem Ansatz g den Kolben G, den eine Feder G2 beständig nach aufsen zu drücken strebt, in das Ventil F zurückgestofsen hat. Gleichzeitig hat auch der Kanal J im Schieber C die Communication zwischen dem Mischraum M und der Kammer L hergestellt und strömt das Gemisch von Gas und Luft in letztere, hebt das Ventil L1 und tritt in tangentialer Richtung in den verlängerten Raum A% des Cylinders A. Fig. 3 zeigt die Stellung des Schiebers etwa in der Mitte des Ansaugeschubes. Bei bezw. vor dem Ende dieses Schubes bewegt sich der Schieber zurück, und schliefst dabei den Durchgang m, d. h. sperrt die Kammer L vom Mischraum M ab, während gleichzeitig sein Ansatz g den Kolben G losläfst, so dafs dieser von der Feder G2 vorgetrieben, also seine Nuth e2 aus F3 gebracht und somit auch die Gaszufuhr bis zum nächsten Ansaugeschub abgesperrt wird. Durch den Einschub des Kolbens wird durch Compression des Explosionsgemisches gleichzeitig auch das Ventil L1 geschlossen, so dafs das in L verbleibende Gemisch von der Verdichtung ausgeschlossen bleibt. Dasselbe wird zur Entzündung der verdichteten Cylinderladung benutzt. Um dieselbe möglichst prompt zu ge-
stalten, wird der Inhalt der Kammer L, während die Compression der Cylinderladung stattfindet, mit Gas angereichert.
Zu diesem Zwecke wird durch eine am Boden der Kammer L einmündende Bohrung a, Fig. 4, 5, 9 und 12, Gas zugeführt mittelst der Leitung b und des Kanales b1, dessen Mündung von dem Kolben E freigegeben wird, indem der Schieber C bei seinem Vor- bezw. Rückgang mit einem Ansätze /21 an den bezw. Anschlag h des Kolbens trifft und denselben mitnimmt. Bei der Umsteuerung des Schiebers zieht dieser den Kolben E zurück und treibt infolge dessen den Inhalt der Bohrung α nach L. Der Kanal b1 communicirt ferner durch eine Abzweigung c und Kanal 0 im Schieberkasten B mit der im Schieber C angeordneten Zündtasche N, welcher die nöthige Luft durch nx zugeführt wird. Die Rückwärtsbewegung des Schiebers führt in bekannter Weise die beständig brennende Flamme / durch η nach N, von wo sich die Entzündung nach L fortpflanzt, wo das Ventil sich unter der Wirkung der Explosion öffnet, so dafs diese sich vder comprimirten Cylinderladung mittheilen kann. Beim Ende des resultirenden Ausschubes (Actionsschub) wird in später beschriebener Weise das Exhaustventil T geöffnet, und entweichen die Verbrennungsgase beim nun folgenden Einschube durch dasselbe. Während dieses Einschubes bewegt sich der Schieber so schnell rückwärts, dafs beim nachfolgenden Ausschube sein Kanal J die Verbindung zwischen L und M und sein Ansatz g die zwischen F3 und F herstellt, somit die neue Cylinderladung erfolgen kann. Dieselbe findet in gleicher Weise statt und mischt sich durch ihre tangentiale Einströmungsrichtung mit den etwa im Raum A2 verbliebenen Explosionsrückständen.
Der Schieber C erhält wie gewöhnlich seine Bewegung von der Welle F1, und zwar vermittelst der Stange R, welche durch eine Schraube r adjustirbar im Schlitz R1 des verticalen Armes des um O1 drehbaren Winkelhebels 001O angeschlossen ist, während der horizontale Arm dieses Hebels mit dem auf dem Rade S3 excentrisch sitzenden Stifte Q. verbunden ist. Eine Lenkstange P verbindet den Drehpunkt O1 des Winkelhebels mit dem Maschinengestell U und läfst seine hin- und hergehende Bewegung fast horizontal erfolgen, Fig. ι und 9. Das Rad Ss dreht sich mit der halben Geschwindigkeit der Welle F1. Das Diagramm, Fig. 11, in welchem e e die beiden äufsersten Lagen des Stiftes Q. bezeichnen und i i die Lagen des Schiebers, in welche der Schieber C durch den Stift Q. an den entgegengesetzten Grenzen von dessen Bewegungen gebracht wird. Es ist leicht zu erkennen, dafs der Schieber an den Enden seiner Bahn nahezu
stationär bleibt und sich dann sehr schnell bewegt.-
Statt am Stifte Q könnte auch der betreffende Hebelarm von einem besonderen Excenter aus bewegt werden.
Die durch die Explosion der Cylinderladung erzeugten Verbrennungsgase werden gegen Ende des Actionsschubes und während des darauf folgenden Einschubes durch Oeffnen des Ventils T, Fig. 4 und 5, durch t T1 T2 aus der Cylinderverlängerung A2 entlassen. Das Oeffnen und Schliefsen des Ventils erfolgt von' der Welle F1 aus mittelst der vom Getriebe S1 S2 SB mit der halben Geschwindigkeit der Welle bewegten Daumenscheibe S, indem diese mit dem gröfseren Daumen die in Lagern j sich führende Stange u auf den Stiel t1 des Ventils T drückt, Fig. 4 und 9, den eine Feder k beständig nach aufsen zu ziehen bestrebt ist. Eine Feder u5 auf der Stange u hat die Tendenz, letztere mit ihrer Rolle s beständig gegen die Daumenscheibe S zu pressen.
Damit beim Anlassen der Maschine in der Compression der Cylinderladung kein allzugrofser Widerstand gefunden werde, ist die Einrichtung getroffen, dafs während dieser Zeit das Ventil T ein wenig gelüftet werden kann. Zu dem Ende ist auf der Scheibe S noch ein zweiter niedriger Daumen vorgesehen und sitzt ferner auf der Stange u eine Scheibe u\ welche auf einem Theil so tief ausgeschnitten ist, als der Weg der Stange zur vollen Oeffnung des Ventils lang ist. Beim Anlassen der Maschine liegt die Scheibe u1 mit dem xiicht ausgeschnittenen Theil an der Stange t1, so dafs auch der niedrige Daumen zur Wirkung kommt und das Ventil T etwas hebt. Ist die Maschine genügend im Gange, so dreht man mittelst Handgriffes w5 die Scheibe u1 oder die Scheibe mitsammt der Stange in die Position Fig. ι und 9, in welcher der nicht ausgeschnittene Theil der Scheibe nicht zur Wirkung kommt und die vom niedrigen Daumen (Luftdaumen) bewirkte Bewegung der Stange und die Scheibe u1 nicht gegen den Stiel treffen läfst. Statt mit einer Scheibe ul könnte "die zweifache Bewegung der Stange u auch durch andere für solche Zwecke bekannte Mittel bewirkt werden. Zum Abstellen der Maschine dreht man die Scheibe u1 so, dafs ihr nicht ausgeschnittener Theil zur Geltung kommt.
Die Regulirung der Gaszufuhr erfolgt durch den durch Scheiben ddl und Riemen d2 mit der Welle F1 in Beziehung gesetzten Regulator F2, welcher je nach dem Schwung seiner Kugeln mittelst der Stange/ das mit Löchern el versehene Ventil F2 in Gestalt eines hohlen Kolbens über den mit correspondirenden Löchern e1 versehenen Ventilkasten F1 gleiten läfst und dabei die Weite von e1 entsprechend regulirt.
Die Regulirung der Zuführung des Anreicherungsgases kann durch eine quer in die Leitung b geführte Schraube c bewirkt werden.

Claims (1)

  1. Pate nt-Ansprüche:
    i. Die Abänderung des in dem Patent-Anspruch i. des Patentes No. 532 gekennzeichneten Verfahrens zum Betriebe von Gasmotoren, darin bestehend, dafs eine comprimirte Cylinderladung entzündet wird durch die Explosion einer in besonderer Kammer befindlichen, nicht an der Compression theilnehmenden Zündungsladung, welche gewünschtenfalls, währenddem die Compression der Cylinderladung stattfindet, noch mit Gas angereichert werden kann.
    Der beschriebene Gasmotor mit dem die Ventilkammer L mit Ventil L1, den Mischungsraum M und den mit der Kammer F1 mit Ventil F verbindenden und durch den Kolben G zu öffnenden bezw. zu schliefsenden Kanal -F3 enthaltenden Kasten B, auf welchem sich der Schieber C mittelst Excenters S V Hebels O mit Lenker P und Stange R hin- und herbewegt, sowie der von der doppeldaumigen Scheibe S hin- und herbewegten und mit der ausgeschnittenen Scheibe u1 versehenen Stange u zur Regulirung des Exhaustventils T.
DENDAT30268D Gasmotor. (Abhängig vom Patent Nr. 532.) Expired - Lifetime DE30268C (de)

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