DE302873C - - Google Patents

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DE302873C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/42Circular knitting machines with independently-movable needles specially adapted for producing goods of particular configuration
    • D04B9/46Circular knitting machines with independently-movable needles specially adapted for producing goods of particular configuration stockings, or portions thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, die auf Rundstrickmaschinen zu erzeugenden Strümpfe dadurch mit einer größer als die Fußspitze bemessenen Ferse zu versehen, daß man beim Arbeiten der Ferse eine größere Nadelzahl in Tätigkeit treten läßt als beim Arbeiten der Spitze.
Diese Arbeitsweise erfordert bekanntlich eine derartige Gruppierung der Nadeln, daß es möglich ist, die Spitze mit der Hälfte der im
ίο Zylinderumfange vorhandenen Nadelzahl, die Ferse aber mit mehr als der halben Nadelzahl zu arbeiten.
Letzteres hat man bisher durch Verwendung verschieden langer Nadeln erreicht, indem die für die Ferse erforderliche größere Nadelgruppe aus langen zweifüßigen Nadeln gebildet wird, während der übrige Teil des Zylinderumfanges kurze einfüßige Nadeln als zweite Gruppe enthält. Um dann die für die Ferse bestimmte Nadelgruppe auch für die nur auf den halben Zylinderumfang sich erstreckende (also kleinere) Fußspitze verwenden zu können, sind die überschüssigen Randnadeln dieser Gruppe auszuschalten.
Diese Maschinen mit zweifüßigen Nadeln sind infolge ihres komplizierten Mechanismus oft Betriebsstörungen unterworfen und haben infolge ihrer vielen empfindlichen Teile wenig Lebensdauer, weshalb man den Maschinen mit einfüßigen Nadeln allgemein den Vorzug gibt.
Bei dieser neuen Bauart erhält die eine
Zylinderhälfte Nadeln mit normaler Fußhöhe und die andere Zylinderhälfte Nadeln mit etwas größerer Fußhöhe. Da diese beiden Nadelgruppen immer dieselbe Nadelzahl beibehalten müssen, weil eine Zuteilung von Nadeln der einen Gruppe zu denjenigen der anderen Gruppe nicht wie bei doppelfüßigen Nadeln möglich ist, so können die Ferse und Spitze eines Strumpfes auch nur gleich groß hergestellt werden, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist, bei welcher 1 den Längen bzw. Fuß, 2 die Ferse und 3 die Spitze bedeutet. Beide, d. h. Ferse und Spitze, reichen bis zur Mittellinie des schlauchförmigen Warenteils 1.
Nach der Erfindung wird nun die Erzeugung einer größeren Ferse 2, die sich gemäß der Darstellung in Fig. 2 auf mehr als den halben Schlauchumfang erstreckt, dadurch erreicht, daß die Maschine unter Beibehältung kurzer bzw. einfüßiger Nadeln mehr als zwei Nadelgruppen erhält, deren Füße verschieden hoch bemessen sind, so daß sie je nach Erfordernis der einen oder anderen Gruppe zugeteilt werden können, wodurch die jeweils in Arbeit tretende Nadelgruppe eine größere oder geringere Nadelzahl umfaßt.
Für den vorliegenden, als Beispiel angenommenen Fall sind drei Nadelgruppen mit verschieden hohen Füßen 4, 5, 6 (Fig. 7 bis 9) vorgesehen, von denen die eine Nadelgruppe mit den Nadeln 4 auf den halben Zylinderumfang sich erstreckt (Fig. 4), während die andere Hälfte des Zylinderumfanges mit Nadeln 5 und 6 versehen ist. Hierbei enthält die Gruppe 5 beiderseits der Gruppe 4 so viele Nadeln, als zur Vergrößerung der Ferse benötigt werden.
Arbeitet nun die in bezeichneter Weise mit Nadeln ausgestattete Maschine kreisrund, so daß Schlauchware ι (Fig. 2) entsteht, so treten sämtliche Nadeln der Gruppen 4, 5 und 6
(Fig. 4) in Tätigkeit, was durch die bekannte, in Fig. 12 schematisch dargestellte Schloßeinrichtung veranlaßt wird, bei welcher die das Ein- und Ausschalten von Nadeln bewirkende Zungenweiche 7 sich während des Arbeitens von Schlauchware außerhalb des Bereiches der Nadelfüße befindet (Fig. 4), so daß alle Nadeln in Arbeitslage verbleiben.
Soll dagegen die Maschine nur halbrund arbeiten, z. B. bei Erzeugung einer Fußspitze 3 (Fig. 2), welche sich auf den halben Umfang des Schlauches 1 erstreckt und daher die Hälfte der gesamten Nadelzahl des Zylinders benötigt, so wird die Zungenweiche 7 so weit an den Nadelzylinder hinanbewegt, daß sie in den Bereich der Nadelfüße 5 und 6 kommt (Fig. 5) und diese über das Schloß hinaufbringt, womit die Nadelgruppen 5 und 6 außer Arbeitslage gelangen. In diesem Falle treten dann die Nadeln 4 allein in Tätigkeit, wie dies Fig. 5 erkennen läßt, was die Entstehung der Fußspitze 3 zur Folge hat, deren beuteiförmige Ausbauchung in der bekannten Art durch absatzweise Nadelabnahme und -zunähme erreicht wird.
Zwecks Erzeugung der vergrößerten, über die Hälfte des Schlauchumfanges vhinausreichenden, im übrigen aber in gleicher Weise wie die Fußspitze 3 zu arbeitenden Ferse 2 (Fig. 2) werden den Nadeln 4 die Nadeln 5 zugeteilt (Fig. 6), was dadurch geschieht, daß die Zungenweiche 7 nur bis in den Bereich der Nadelfüße 6 gebracht wird und selbige diese Nadeln über das Schloß hinaufbringt, wohingegen die Nadeln 5 in gleicher Arbeitslage wie die Nadeln 4 verbleiben. Hierdurch hat die Nadelgruppe 4 an beiden Seiten eine Vergrößerung durch die Nadeln der Gruppe 5 erfahren, was eine entsprechende Vergrößerung des halbkreisförmigen Warenteiles 2 zur Folge hat.
Wendet man mehr als drei Nadelgruppen
an, so läßt sich ein entsprechend mehrfacher Wechsel in der Abmessung der halbrund zu arbeitenden Warenteile durch Zuziehung mehrerer Nadelgruppen erzielen, und zwar gleichviel, ob diese halbrunden Warenteile eine beuteiförmige Gestaltung erhalten sollen oder nicht.
Zur Durchführung der geschilderten Arbeitsweise hat die bereits erwähnte Zungenweiche 7 eine zusätzliche Bewegung zu erhalten, welche durch die neu hinzugekommene dritte Nadelgruppe bedingt wird. Bei dem bisherigen Vorhandensein von nur zwei Nadelgruppen führt die Zungenweiche 7 außer der Schwingbewegung für das Aus- und Einschalten von Nadeln (Fig. 12) die . an sich ebenfalls - bekannte Verschiebung winklig zur Längsachse des Nadelzylinders 8 aus, so daß sie je nach Erfordernis in oder außer den Bereich der hochfüßigen Nadeln gelangt. Diese Bewegungen vermittelt ein auf der Drehachse der Zungenweiche befestigter Hebel 9 (Fig. 10 und 11), dessen Schwingung bekanntlich dadurch erfolgt, daß eine Stange 10 mit Ansatzstück 11 gehoben wird, was einerseits eine Mitnahme des Hebels 9 und somit eine Drehung der Zungenweiche 7 zur Folge hat, andererseits aber zugleich eine Verschiebung dieser Zunge in Richtung nach dem Nadelzylinder 8 veranlaßt, indem ein mit der Zungenweichenachse verbundener Stift 12 sich in einem schrägen Schlitz 13 des Lagers 16 führt. Die Rückbewegung der Zungenweiche in Richtung vom Nadelzylinder hinweg, bewirkt eine aus der Zeichnung nicht ersichtliche Feder, und zwar bis zu einem ebenfalls nicht ersichtlichen festen Anschlag. Die Zungenweiche erhält so bisher in geradliniger Richtuug nur eine einstufige Bewegung, d. h. sie geht um ein bestimmtes Maß vor und um das gleiche Maß wieder zurück.
Bei Anwendung der für den Erfindungsgegenstand vorgesehenen erhöhten Anzahl von Nadelgruppen (bei dem Beispiel sind deren drei angenommen), genügt aber nun nicht mehr die einstufige Verschiebung der Zungenweiche, sondern sie muß eine mehrstufige bzw. zweistufige sein, damit sie entweder in den Bereich der Gruppen 5 und 6 (Fig. 5) oder nur der Gruppe 6 gelangt (Fig. 6).
Erreichen läßt sich dies dadurch, daß man außer der bereits beschriebenen Bewegungsvorrichtung für die Zungenweiche eine zweite von der ersteren unabhängige Bewegungsvorrichtung anordnet, welche aus einem Hebel 14 besteht (Fig. 10 und ii), dessen Beeinflussung durch einen mit seitlicher. Nase versehenen, von einer Zählvorrichtung auf und ab zu bewegenden Schieber 15 derart erfolgt, daß er das die Zungenweiche 7 tragende Lager 16 in Richtung nach dem Nadelzylinder 8 verschiebt, während die Rückbewegung eine Feder 17 veranlaßt. Diese Vorrichtung würde dann nur die in Rede stehende zusätzliche Bewegung der Zungenweiche zu veranlassen haben, welche durch die neu hinzugekommene Nadelgruppe sich nötig macht.
Es ist auch angängig, die Vorrichtung 10,11 nur für die Schwingbewegungen der Zungenweiche 7 zu verwenden und alle geradlinigen Bewegungen der letzteren durch die Vorrichtung 14, 15 herbeizuführen, wenn man die seitliche Nase des Schiebers 15 stufenweise absetzt und diesen Stufen entsprechend den Schieber mehr oder weniger in seiner Längsrichtung verschiebt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Rundstrickmaschine mit einfüßigen Nadeln, die durch ungleich hohe Arbeitsfüße in Gruppen geteilt sind, dadurch ge-
    kennzeichnet, daß dieselbe zwecks Erzeugung verschieden größer halbrunder oder beutelartiger Warenteile mehr als zwei Nadelgruppen besitzt, deren Nadeln je nach Erfordernis der einen oder anderen Gruppe zugeteilt werden, so daß die jeweils in Arbeit tretende Nadelgruppe eine größere oder geringere Nadelzahl umfaßt.
  2. 2. Rundstrickmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung nach dem Nadelzylinder die zum Aus- und Einschalten der Nadeln dienende Zungenweiche (7) stufenweise bewegbar ist, indem sie sowohl in ihrem Lager (16) als auch mit ihrem Lager verschoben werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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