DE3029546C2 - Elektrische Kaffeemaschine mit einem Kaffeefilter in Form einer Zentrifugentrommel - Google Patents
Elektrische Kaffeemaschine mit einem Kaffeefilter in Form einer ZentrifugentrommelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Kaffeemaschine mit einem Kaffeefilter in Form einer Zeni-ifugentrommel
gemäß dem Gattungsbegriff des Patentanspruches 1.
Bei der Bereitung von Kaffee, insbesondere einem espressoartigen Kaffee ist es oft erwünscht auf dem
bereiteten Kaffee eine einige Zeit anhaltende Schaumschicin zu erhalten. Die Erzeugung eines anhaltenden
Schaumes aus Kaffee bereitet bei kühlem Kaffee geringe Schwierigkeiten, ist jedoch um so schwieriger je
heißer der Kaffee ist.
Der Erfindung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, eine Kaffeemaschine gemäß dem Gattungsbegriff des
Patentanspruches 1 so auszubilden, daß die Schaumbildung im Kaffee verbessert und insbesondere auch bei
heißem Kaffee mehr und länger anhaltender Schaum erzeugt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmalskombination des Kennzeichens des Patentanspruchs
1 gelöst.
Der Kaffee wird beim Hindurchfließen durch den Engstellenbereich verschäumt. Jedoch kann auch eine
Rolle spielen, daß der von der Zentrifugentrommel abgeschleuderte Kaffee in einem sehr flachen Winkel
auf die Auffangwand auftrifft und wie eine am Strand auflaufende Welle des Meeres an der Auffangwand
verschäumt wird. Die Zentrifugentrommel hat einen Außendurchmesser von etwa 90 mm und rotiert mit
etwa 5000 Umdrehungen pro Minute. Dadurch haben die Abgabestellen des Kaffees eine hohe Umfangsgeschwindigkeit.
Der Kaffee wird also mit hoher Geschwindigkeit in einen engen Spalt hinein und etwa
in Richtung dieses Spaltes abgegeben, wobei die Wand
auf die er zuerst auftritt fest steht und die zweite Wand sich mit der Abgabegeschwindigkeit des Kaffees
bewegt.
Vorzugsweise ist der Engstellenbereich im Bereich einer ringförmigen Auftreffstelle des Kaffees auf die
Auffangwand oder einem dazu nahe benachbarten Bereich angeordnet, wodurch hohe Fließgeschwindigkeiten
des Kaffees im Engstellenbereich vorhanden sind. Im Engstellenhereich können Wandabschnitte der
Auffangwand und einer gegenüberliegenden Außenwand der Zentrifugentrommel im wesentlichen konzentrisch
zueinander sein, wodurch an allen Stellen um die Tiommel herum gleich günstige Verhältnisse für die
Verschäumung des Kaffees vorhanden sind. Bei konzentrischen Zylinderflächen werden die baulich
kleinsten Abmessungen des Gerätes erzielt. Die konzentrischen Wandabschnitte der Auffangwand und
oder der Zentrifugentrommel erstrecken sich im wesentlichen durchgehend um den ganzen Umfang
herum.
Bei vertikal angeordneter Drehachse der Zentrifu= gentrommel liegt der wirksame Engstellenbereich
unterhalb der Auftreffstelle des Kaffees auf die Auffangwand und hat eine Höhe von etwa 1 bis 12 mm,
vorzugsweise etwa I bis 4 mm und insbesondere etwa 2 mm, wobei der Engstellenbereich vorzugsweise
bereits an der Auftreffstelle vorhanden ist. jedoch auch ein Stück unterhalb dieser beginnen kann. Es hat sich
gezeigt, daß ein Engstellenbereich von 2 mm Hohe bereits ausreichend ist. um eine zufriedenstellende
Schaummenge zu erzielen.
Vorteilhafterweise sind zusätzlich im Bereich der Auftreffstelle des Kaffees auf die Auffangwand
Winderzeuger bildende Vorsprünge und Ausnehmungen an der Zentrifugentrommel ausgebildet. Die
Ausnehmungen sind dabei mindestens teilweise in axialer Richtung offen, wodurch sie Luft fördern. Bei
vertikaler Drehachse der Zentrifugentrommel ist der Winderzeuger zweckmäßigerweise unterhalb der Auftreffs'elle
des Kaffees auf die Auffangwand und zweckmäßigerweise auch unterhalb des Engstellenbereiciies
angeordnet. In den. den Winderzeuger bildenden Vorsprüngen können Verschlußelemente zur
Befestigung eines Trommeldeckels an der Zentrifugentrommel angeordnet sein.
Der abgeschleuderte Kaffee trifft zur Erzielung einer guten Schaumbildung vorzugsweise in einem Winkel
von weniger als 22°. besser noch unter etwa 15° und insbesondere unter 10° und in einem Winkel zwischen 5
und 10° auf die Auffangwand auf.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Kaffeemaschine in einem vertikalen Schnitt entlang der Achse der Zentrifugentrommel;
Fig. 2 einen Schnitt im wesentlichen entlang der Linie H-Il in Fig. 1;
Fig. 3 eine ausschnittsweise Vergrößerung aus F i g. 1 des äußeren Randes der Zentrifugentrommel;
F i g. 4 ausschnittsweise einen Schnitt im wesentlichen entlang der Linie IV-IV in den F i g. 1 und 3.
Die in Fi g. 1 dargestellte elektrische Kaffeemaschine besitzt ein Sockelgehäuse 2, auf dem ein Sammelgefäß 4
angeordnet ist. Das Sammelgefäß 4 bildet eine ringförmige Rinne 6 mit im Schnitt U-förmigem Profil.
Die Rinne 6 fällt nach einer Seite hin ab und weist an der tiefsten Stelle eine über das Sockelgehäuse 2 vorspringende
AbfluQschnauze 8 auf. unter die eine Kaffeetasse 10 gestellt werden kann.
Das Sammelgefäß 4 besitzt an seiner Unterseite Tragrippen 12. an denen ein Elektromotor 14 befestigt
ist. Eine Antriebsachse 16 ragt vertikal aus dem Motor 14 nach oben und trägt an ihrem oberen Ende eine ■
Kupplungsscheibe 18. Eine Zen'rifugentrommel 20 weist im mittleren Bereich ihres horizontalen Bodens 22
eine Ausbuchtung 24 nach oben auf. mit der sie lösbar auf der Kupplungsscheibe 18 festgeklemmt ist. Die
Oberseite der Ausbuchtung 24 weist eine radial vorspringende Umfangskante 26 auf. von der das von
oben zugeführte Heißwasser beim Brühvorgang auf das in der Zentrifugentrommel angeordnete Kaffeemehl 28
verteilt abgesprüht wird. An den Boden 22 schließt eine sich konisch nach oben erweiternde Umfangswand 30
an, an die sich als oberer Rand ein zylindrischer Wandabschnitt 32 anschließt. Dieser wiederum geht an
seinem oberen Ende über in einem radial nach außen vorspringenden, horizontalen Flansch 34. Vom zylindrischen
Wandabschnitt 32 erstrecken sich ferner ebensoweit wie der Flansch 34 drei um den Umfang verteilte
Vorsprünge nach außen, in denen nach oben offene, als
Bajoneitverschlußteil gestaltete Taschen 38 ausgebildet sind. Ein Trommeldeckcl 40 weist an seinem äußeren
Umfang einen horizontalen Flansch 42 auf. der auf dem * Flansch 34 der Zentr'fugentrommel 20 aufliegt und nach,
unten weisende Bajonettverschlußhaken 44 aufweist, die in die Taschen 38 de;' Trommel eingreifen und durch
Drehung des Deckels 40 entgegen der Rotationsrichtung
der Trommel darin verhakt sind. An den Flansch 42 schließt nach innen ein nach unten ragender zylindrischer
Wandabschnitt 46 des Deckels an, der sich mit seiner Außenseite entlang der Innenseite des zylindrischen
Abschnittes 32 der Trommel nach unten erstreckt, wobei zwischen diesen beiden zylindrischen Wandabschnitten
ein definierter enger Spalt verbleibt, der einen Spaltfilter für den Kaffee darstellt. Die obere innere
Kante des Oberganges zwischen dem zylindrischen Wandabschnitt 32 der Zentrifugentrommel und dem
Flansch 34 besitzt eine Anphasung 48, durch die zwischen dem Deckel 40 und der Trommel 20 ein
Ringkanal 50 gebildet wird. In der Oberseite des Flansches 34 sind drei um den Umfang verteilte radiale
Rinnen 52 ausgebildet, die zusammen mit dem Deckel Kanäle bilden, durch die das in dem Ringraum 50
gesammelte Filtrat abfließen kann. Der Querschnitt der drei so gebildeten Kanäle kann dabei jeweils etwa
3,5 mm2 betragen bei einer Zentrifugentrommel 20 die einen Außendurchmesser des Flar-, nes 34 von 90 mm
besitzt und mit etwa 5000 Umdrehungen pro Minute rotiert. Im mittleren Bereich besitzt der Deckel 40 eine
Öffnung 56, durch die das heiße Wasser von oben in die Trommel eintritt.
Ein Gehäusedeckel 58 besitzt in seinem mittleren Bereich einen über der mittleren Eingießöffnung 56 der
Trommel angeordneter. Eingießtrichter 60 für das Heißwasser. Ferner besitzt der Gehäusedeckel 58 eine
tief nach unten gezogene zylindrische Auffangwand die in die Rinne 6 des Sammelgefäßes 4 ragt und mit ihrer
Innenwandung die Zentrifugentrommel 20 mit einem radialen Abstand von 2 mm umgibt. Von der Außenseite
der Auffangwand 62 erstrecken sich ein Abdeckflansch 64 und Zentrierrippen 66, mit denen der Gehäusedeckel
58 auf dem Sammelgefäß 4 aufsitzt und zentriert wird.
Die vorstehend beschriebene Kaffeemaschine funktioniert
wie folgt:
Bei abgenommenem Gehäusedeckel 5S und Trommeldeckel 40 wird Kaffeemehl in die Trommel 20
eingefüllt. Nach Aufsetzen der beiden Deckel wird der Elektromotor 14 in Gang gesetzt und die erforderliche
Menge Brühwasser in den Fülltrichter 60 eingegossen. Das Wasser fällt auf die Ausbuchtung 24 im Boden der
Trommel 20 und wird von da nach außen auf das Kaffeemehl 28 geschleudert, das sich ringförmig verteilt
hat. Der auf der Außenseite des Kaffeemehlringes 28 austretende Kaffee wird von der konischen Umfangswand
30 der Trommel 20 nach oben gelenkt und fließt dann durch den Filterspalt 47 zwischen den zylindrischen
Wandabschniiten 32 der Trommel 20 und 46 des Trommeldeckels 40 in den Ringkanal 50. von wo er
durch die drei radialen Rinnen 52 nach außen !•bgt ",chleudert wird. Der abgeschleuderte Kaffee trifft
aufgrund der hohen Umfangsgeschwindigkeit der Trommel 20 in einem flachen Winkel auf die
Auffangwand 62 des Gehäusedeckels 58 auf. Von der Trommel 20 mitgerissene Luft treibt den Kaffee an der
Auffangwand 62 entlang. Dadurch wird im Kaffee, der bereits mit einein gewissen Schaumanteil aus den
Kanälen 52 austritt, weiterer Schaum gebildet, Der Kaffee fließt dann entlang der Auffangwand 62 nach
unten in die Rinne 6 des Sammelgefäßes 4. aus dem der
durch die Schnauze 8 nach außen in die Kaffeelasse 10
abfließt. Die Zentrifugentrommel 20 kann zum Reinigen von der Kupplungschcibe 18 abgezogen und au», dem
Gerät entnommen werden.
Gemäß einer Abwandlung der Ausführungsforni
gemäß den F i g. I bis 4 können die Kanüle 52 im Flunsch
34 der Trommel 20 entfallen. Der Kaffee tritt dann um
den ganzen Umfang verteilt, /wischen dem Flansch 34 der Trommel und dem Flansch 42 des Trommeldeckels
40 aus, wobei normalerweise fertigungsbedingte Unebenheiten der Flansche einen genügenden Spalt
zwischen den Flanschen bewirken.
Claims (11)
1. Elektrische Kaffeemaschine mit einem Kaffeefilter in Form einer Zentrifugaltrommel, die um eine
Drehachse rotiert und den gefilterten Kaffee gegen eine sie umgebende Auffangwand eines Sammelgefäßes
abschleudert, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangwand (62) zur Bildung eines
vom Kaffee durchflossenen Engstellenbereiches einen Abstand von unter etwa 3 mm, vorzugsweise
etwa 0,2 bis 2,5 mm und insbesondere etwa 2 mm zu den Austrittsstellen des Kaffees aus der Zentrifugentrommel
(20) und/oder einem darunter liegenden Teil (Vorsprünge 36) der Zentrifugentrommel (20)
aufweist.
2. Kaffeemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Engstellenbereich im
Bereich einer ringförmigen Auftreffstelle des Kaffees auf die Auffangwand (62) oder einem dazu nahe
benachbarten Bereich ausgebildet ist.
3. Kafteemaschine nach Anspruch 1 oder 2.
dadurch gekennzeichnet, daß im Engstellenbereich Wandabschnitte der Auffangwand (62) und einer
gegenüberliegenden Fläche der Zentrifugentrommel (20) im wesentlichen zueinander konzentrisch sind.
4. Kaffeemaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kor^entrischen Wandabschnitte
der Auffangwand (62) und/oder der Zentrifugentrommel (20) sich im wesentlichen durchgehend um den ganzen Umfang herum
erstrecken.
5. Kaffeen>uschine nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangwand (62) im Bereich der ringförmigen Auftreffstelle des
Kaffees im wesentlichen zyljr Irisch oder leicht konisch um die Drehachse der Zentrifugentrommel
(20) ausgebildet ist.
6. Kaffeemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einer vertikalen Drehachse, dadurch
gekennzeichnet, daß der Engstellenbereich eine unterhalb der Auftreffstelle des Kaffees auf die
Auffangwand (62) liegende Höhe von etwa I bis 12 mm, vorzugsweise etwa I bis 4 mm uno
insbesondere etwa 2 mm aufweist.
7. Kaffeemaschine nach einem der Ansprüche I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrifugentrommel
(20) vorzugsweise im Bereich der Auftreffstelle des Kaffees auf die Auffangwand (62)
Winderzeuger bildenden Vorsprünge (36) und dazwischen verbleibende Ausnehmungen aufweist.
8. Kaffeemaschine nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß der Winderzeuger (36) in
Durchflußrichtung des Kaffees gesehen unterhalb der Auftreffstelle des Kaffees auf die Auffangwand
(62) angeordnet ist.
9. Kaffeemaschine nach Anspruch 7 und/oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Winderzeuger (36)
in Durchflußrichtung des Kaffees gesehen unterhalb des Engsiellenbereiches angeordnet ist.
10. Kaffeemaschine nach einem der Ansprüche 1 t
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (36) der Zentrifugentrommel (20) zur Auffangwand
(62) im wesentlichen konzentrische Außenwandabschnitte aufweisen, die Begrenzungswände des
Engstellenbereiches bilden. t
11. Kaffeemaschine nach einem der Ansprüche I bis 10. dadurch gekennzeichnet, daß der von der
Zentrifugentrommel (20) abgeschleuderte Kaffee mit einem Winkel von weniger als 22°. vorzugsweise
weniger als 15° und insbesondere etwa 10° auf die Auffangwand (62) auftrifft.
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| NICHTS-ERMITTELT |
Also Published As
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