DE3029808C2 - Verfahren für das Bereitstellen von mehreren Naturdarmabschnitten auf einer gemeinsamen Hülse sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren für das Bereitstellen von mehreren Naturdarmabschnitten auf einer gemeinsamen Hülse sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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DE3029808C2
DE3029808C2 DE3029808A DE3029808A DE3029808C2 DE 3029808 C2 DE3029808 C2 DE 3029808C2 DE 3029808 A DE3029808 A DE 3029808A DE 3029808 A DE3029808 A DE 3029808A DE 3029808 C2 DE3029808 C2 DE 3029808C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren für das Bereitstellen von mehreren Naturdarmabschnitten, beispielsweise von Schafen, Ziegen, Schweinen oder Rindern, auf einer gemeinsamen Hülse, die als Ganzes mit den auf ihr sitzenden Darmabschnitten vom Metzger aus einer Lagerung in einer Salzlake in Einfüllstellung auf ein Füllrohr geschoben werden kann, in das das Fleisch eingefüllt wird. Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Die in Metzgereien für die Herstellung von Frisch- und Dauerwürsten verwendeten Naturdärme weisen eine leicht konische Form auf und müssen deshalb in ziemlich kurze Abschnitte geschnitten werden, um für die dem Metzger gebündelt miteinander gelieferten Därme etwa gleichen Durchmesser zu erhalten.
Die Lieferung der Naturdärme an die Metzger erfolgt im allgemeinen in Form von trocken gesalzenen Bündeln, in denen Abschnitte gleicher Abmessung und gleicher Qualität zusammengefaßt, miteinander aufgeroilt und mit einem Bindfaden verschnürt sind. Die Weiterverarbeitung dieser Bündel belastet den Metzger mit einer Reihe von langwierigen und zeitraubenden Arbeitsgängen, da die Darmabschnitte Stück für Stück auseinandergewickelt, entsalzt, mit Wasser bespritzt und schließlich mit harmonikaartiger Faltung in die Einfüllstellung auf das Füllrohr zum Füllen mit Wurstfleisch
ίο aufgebracht werden müssen.
Zur Vereinfachung dieser Arbeiten ist aus der FR-PS 13 73 697 ein Verfahren der eingangs genannten Art bekannt, bei dem auf einer geschmeidigen und glatten Kunststoffhülse, beispielsweise aus Polyäthylen mehrere Darmabschnitte in axialer Richtung aufeinanderfolgend angeordnet und in Falten gelegt werden. Diese Hülse mit den Darmabschnitten wird vom Metzger auf das Füllrohr geschoben, wonach die Darmabschnitte nacheinander von der Hülse abgezogen und hierbei mit der Fleischmasse gefüllt werden. Krieche Stellen sind dabei die Stoßsteiien zwischen den einze'nen Darmabschnitten. Auch bei großer Sorgfalt des Metzgers läßt sich nicht verhindern, daß an diesen Stellen Spritzer des für die Wurst verwendeten Fleischteigs austreten und auf die Darmaußenseite gelangen. Außerdem muß die Kunststoffhülse während des Einfüllvorgangs auf dem Füllrohr festgehalten werden, wozu eine hakenartige Verbindung dient, die einem einfachen Abziehen der Hülse vom Füllrohr entgegensteht
Aufgabe der Erfindung ist es, das aus der FR-PS 13 73 697 bekannte Verfahren und die Vorrichtung zu dessen Durchführung so zu verbessern, daß die auszuführenden Arbeitsgänge weiter erleichtert werden, wenig zeitraubend sind und praktisch selbsttätig gestaltet werden können. Dies ist vor allem deshalb von Bedeutung, um der Verwendung von einfacher zu verarbeitenden, ansonsten jedoch nachteiliger Kunstdärme entgegenzuwirken.
Diese Aufgabe wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dadurch gelöst, daß die Darmabschnitte auf die einen ringförmigen Abschnitt an ihrem zum Aufschieben auf das Füllrohr dienenden Aufschiebende, daran anschließend eine seitliche Öffnung um? eine von dieser in Längsrichtung zum anderen Ende hin verlaufende vorperforierte Linie besitzende Hülse so aufgefädelt werden, daß jeweils zwei aufeinanderfolgende Darmabschnitte sich überlappen, wobei das Ende des jeweils ersten aufgefädelten Darmabschnittes in den Anfang des zweiten eingeführt wird und das Ende des zweiten Darmabschnjttes in den Anfang des dritten eingeführt wird und so weiter, so daß hierdurch eine Anordnung aus verschiedenen Darmabschnitten geschaffer wi.d, die miteinander eine Art fortlaufenden Darms bilden, daß man danach die Anordnung mit einem einzigen Handgriff auf das Füllrohr aufbringt, in dem dieses durch die seitliche Öffnung eingeführt wird, und daß man schließlich die Hülse vor dem Einfüllen des Fleischteiges, ohne die Därme zu entfernen, aus den Därmen und vom Füllrohr abzieht.
Die Hülse wird also vor dem Eindrücken des Fleischteiges entfernt, wozu man lediglich den auf dis seitliche Öffnung folgenden und vom Füllrohr abstehenden Endbereich der Hülse ergreifen und nach hinten ziehen muß. Hierbei reißt de Hülse der vorperforierten Linie
&5 entlang auf. Sodann sitzen die Darmabschnitte unmittelbar auf dem Füllrohr, wobei sie sich endseitig überlappen. Durch diese Überlappung wird eine einfache Verbindung zwischen den Darmabschnitten geschaffen, so
daß das Austreten von Fleischspritzern vermieden wird. Da das Ende des jeweils ersten aufgefädelten Darmabschnitts in den Anfang des zweiten und so weiter eingeführt ist, ergibt sich eine besonders gute Abdichtung, da beim Ausdrucken der Fleischmasse diese das Ende des jeweils ersten Darmabschnitts von innen her gegen das zugewandte Ende des zweiten Darmabschnitts preßt. Man erhält insgesamt einen vollwertigen Ersatz für einen aus einem Stück bestehenden Darm, wobei sich auf diese Weise sehr lange Würste, auch solche mit einer Länge von z. B. 50 m, in einem fortlaufenden Arbeitsgang herstellen lassen.
Zweckmäßigerweise wird der jeweils folgende Darmabschnitt etwa 15 cm über den vorangehenden geschoben, woraufhin die Abschnitte unter Zuführung von trockenem Salz versteift und in Falten gelegt werden, bevor sie in Salzlake gelagert werden.
Bei Frisch- und Dauerwürsten süs festem F!e:schte:g, deren Hülle keine große Zugfestigkeit gegen Beanspruchung aufgrund des zu tragenden Gewichtes erfordert oder deren Tragfähigkeit durch Schnüre unterstützt wird, reicht das Überlappen der Darmabschnitte über eine ausreichende Länge für einen guten Zusammenhalt aus. Bei Frisch- oder Dauerwürsten, die mit flüssigem Fleischteig gefüllt oder über eine Abdrehvorrichtung geführt werden oder aus anderem Grunde eine große Zugfestigkeit erfordern, ist es dagegen zweckmäßig, daß zwischen den verschiedenen, auf der Hülse aufgefädelten und in Falten g "legten Darmabschnitten eine zusätzliche Verbindung hergestellt wird.
Eine zweckmäßige Möglichkeit hierfür besteht darin, daß die zusätzliche Verbindung zwischen den Darmabschnitten durch eine Schnellklebung hergestellt wird und daß es sich bei dem verwendeten Klebstoff um einen in der Chirurgie benutzten Acryl-Zyanid-Kleb-Etoff handelt !n diesem Falle kann die KJebung ohne besondere Vorkehrungen für die Trocknung unmittelbar stattfinden.
Alternativ hierzu ist es auch möglich, daß die zusätzliche Verbindung zwischen den Darmabschnitten durch eine langsame Klebung erfolgt und daß es sich bei dem verwendeten Klebstoff um einen bei Lebensmitteln zugelassenen Vinyiäthylen-Klebstoff oder einen anderen Nahrungsmittel-Klebstoff handelt, der nach der Trocknung in Wasser löslich ist. und daß die sich überlappenden Bereiche der Darmabschnitte ungefaltet bleiben, bis der Klebstoff getrocknet ist.
Die zusätzliche Verbindung zwischen den Darmabschnitten kann auch durch Heftung mittels Klammern erfolgen. Hierdurch wird eine ausgezeichnete Zugfestigkeit erreicht, was besonders für aufzuhängende Frisch- und Dauerwürste von Bedeutung ist. Zweckmäöigerweise ist hierbei vorgesehen, daß Markierungen, die größer als die Heftklammern und insbesondere farbig sind, mit Hilfe derselben Heftklammern befestigt werden, und zwar gleichzeitig mit der zusätzlichen Verbindung der Dannabschnitte untereinander. Durch solche, aus Kunststoffband bestehende und gegen das Ende des zu füllenden Darmes hin geneigte Markierungen kann man die Heftklammern leicht auffinden, wenn sie später wieder entfernt werden sollen. Sie können außerdem in der Art eines Codes verwendet werden, wobei ihre Farbe die Abmessungen des Darmes anzeigt
SchHeßUch kann die zusätzliche Verbindung zwischen den Darmabschnmen auch durch behelfsmäßiges Nähen erfolgen, indem die sich überlappenden. Randabschnitte etwa über die halbe Umfangsfläche miteinander verbunden werden. Ein über den Umfang durchgehendes, dauerhaftes Vernähen von Darmabschnitten ist aus der DE-PS 6 79 748 oder dem DE-GM 18 15 716 bekannt. Im vorliegenden Falle handelt es sich dagegen um ein nur stellenweise erfolgendes, behelfsmäßiges Vertieften.
Die zur Durchführung des Verfahrens verwendete Hülse ist dadurch gekennzeichnet, daß sie aus weichem und glattem Kunststoffmaterial besteht, ein erstes abgeschrägtes Ende, eine seitliche öffnung, die in der Nähe
ίο des anderen, gerade abgeschnittenen Endes angeordnet ist, sowie eine weniger widerstandsfähige Linie enthält, die sich in Längsrichtung zwischen dieser öffnung und dem abgeschrägten Ende erstreckt, und daß der innere Durchmesser der Hülse größer ist als der äußere Durchmesser des zugehörigen Füllrohrs eines Füllstutzen*. Bei in die Hülse durch die seitliche öffnung eingestecktem Füllrohr steht der sich an die öffnung bis zum gerade abgeschnittenen Ende anschließende Hülsenbereich vom Füllrohr ab und kann mühelos festgehalten werden, auch mit fettigen Händen. Das abgeschrägte Ende erleichtert das Aufbringen der Darmabschnitte und macht außerdem von weitem kenntlich, in welcher Richtung die Hülse auf das Füllrohr aufzuschieben ist. Die weniger widerstandsfähige Linie ermöglicht das Heniusziehen der Hülse aus den Darmabschnitten, wobei deren Faltenanordnung unverändert beibehalten wird. Der mit Bezug iaf das Füllrohr größere Durchmesser der Hülse erleichtert nicht nur das Aufziehen der Hülse auf das Füilrohr, sondern verhindert auch ein Auswalzen der Fette des Fleischteiges für die W'irste, was der Darbietung des Endproduktes schaden v»ürde.
Zum Herstellen der von der Hülse und den Darmabschnitten gebildeten Einheit wird eine Vorrichtung verwendet, bei der die Darmabschnitte auf der Hülse aufgefädelt, überlappt und gegebenenfalls zusätzlich miteinander verbunden und Falten gelegt werden, wobei ein Aufziehwerkzeug an seinem einen Ende an einem Werkzeugträger befestigt und an seinem anderen Ende ein Endstück besitzt, das die Form einer Spitze hat und mit einem axialen Durchlaß für den Durchfluß von Wasser versehen ist. Diese Vorrichtung ist gemäß vorliegender Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das Endstück nach Art eines Schiebers ausgebildet ist. Mittels dieses schieberartigen Endstücks läßt sich das zugewandte Hülsenende, d. h. das abgeschrägte Hülsenende am Aufziehwerkzeug festklemmen. Zweckmäßigerweise ist hierbei vorgesehen, daß das Aufziehwerkzeug eine Spitze besitzt die aus einem kegelig ausgebildeten Endstück besteht, dessen größter Durchmesser gleich dem
so Durchmesser des ansonsten rohrförmigen Aufziihwerkzeugs ist.
Erfolgt das zusätzliche Verbinden der Darmabschnitte durch Heftung mittels Klammern, kann das Aufziehwerkzeug zweckmäßigerweise eine Spitze nach Art einer Lanzenspitze besitzen, die abgeplattete Form hat und auf einer ihrer Flächen einen Eindruck aufweist der dem üblicherweise bei Hefteinrichtungen vorgesehenen entspricht wobei die Vorrichtung mit einer Hefteinrichtung verbunden ist die anstelle des üblichen Eindrucks in Ergänzung zu der Spitze des Aufziehwerkzeugs und zu diesem passend eine Aussparung aufweist und in dieser die Spitze genau aufnehmen kann.
Erfolgt das zusätzliche Verbinden der Darmabschnitie durch behelfsmäßiges Nähen, ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß das Aufziehwerkzeug eine Spitze aufweist die eine Ianzenspitzenartige Abplattung besitzt und an einer ihrer Flächen drei in Längsrichtung verlaufende, parallele Ausfräsungen und einen die drei Ausfrä-
sungen schneidenden Querschlitz aufweist, und daß die Vorrichtung einer kleinen Nähmaschine zugeordnet ist, die eine Klemmeinrichtung besitzt, die an einer unteren Klemmbacke an dieser angeschweißten Schieber mit einem seitlichen Durchgang für eine Nadel besitzt, der die Spitze des Aufziehwerkzeugs genau aufnehmen kann. \"\d an einer oberen Klemmbacke drei in Querrichtung für den Durchtritt der Nadei geschützte Lamellen trägt, die in die Ausfräsungen eingreifen, wobei das Schließen der Klemmeinrichtung auf dem Werkzeug alle Schlitze für den Durchtritt der Nadel in Linie zueinander bringen, derart, daß diese hintereinanderliegencl eine quer durchgehende Öffnung bilden, und daß die auf der Hälfte des Durchmessers der beiden auf das Werkzeug aufgefädelten Darmabschnitte gebildeten Windungen gestattet, daß die hohle, den Faden tragende Nadel, die von einem gleitenden Träger mit Feder geführt wird, in einem einzigen Arbeitsgang acht Sätze von jeweils zwei Häuten durchdringt, wobei das Zusammenwirken einer schräg auslaufenden Klinge, die an der oberen Klemmbacke befestigt, jedoch unterhalb der unteren Klemmbacke angeordnet ist, und einer ebenfalls an der oberen Klemmbacke angeordneten Gabel mit einer den Faden verschiebenden Feder gestattet, daß der Faden mit Abstand vom Darmabschnin abgeschnitten wird und dem Faden ein Spiel für die nächste Naht gelassen wird, wobei außerdem der Spulenträger am Nadelträger angeschweißt ist. Die Verwendung eines farbigen Fadens ermöglicht auch hier im Falle eines späteren Entfernens ein leichtes Auffinden der Fäden sowie eine Markierung, um die Darmabmessungen zu bestimmen.
Wenn eine zusätzliche Verbindung zwischen den Darmabschnitten durch Kleben hergestellt werden soll, besteht die Spitze aus einem einfachen konischen Endstück, das entlang seiner Achse eine Bohrung aufweist. Die Vorrichtung kann in diesem Falle in Verbindung mit einer Spritzpistole für den Klebstoff verwendet werden. Im Falle eines Acryl-Zyanid-Klebstoffs ist hierbei zweckmäßigerweise vorgesehen, daß die für das Kleben verwendete Spritzpistole, insbesondere eine Polytetrafluoräthylen-Düse besitzt, die über eine aus Polytetrafluoräthylen gestaltete und unmittelbar mit der Düse verbundene Einmündung der Klebstoffzufuhr hinausreicht, wobei eine Dichtung aus Polytetrafluorethylen zum Abdichten einer Nadel unmittelbar auf die Basis der Düse drückt, indem sie durch eine Stopfbüchse aus Polytetrafluorethylen angepreßt wird, und daß das Auslaßende der Düse über eine ebenfalls aus Polytetrafluoräthylen gefertigte Luftabdeckhaube vorsteht, wobei der Klebstoffbehälter und alle mit dem Klebstoff in Verbindung tretenden Teile aus Polytetrafluoräthylen bestehen. Aus Festigkeitsgründen sollte die Nadel einen unüblichen Durchmesser von mindestens 4 mm aufweisen. Im Falle des Vinyläthylen-Klebstoffs oder eines anderen nach der Trocknung in Wasser unlöslichen Lebensmittelklebstoff kann für das Auftragen des Klebstoffs eine gewöhnliche Pistoie verwendet werden.
Unabhängig von der Art der Verbindung der Darmabschnitte kann das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhafterweise mittels einer Vorrichtung durchgeführt werden, bei der das Aufziehwerkzeug am Werkzeugträger befestigt ist, der um eine waagerechte Achse verschwenkbar gelagert ist und von einem Stellantrieb gesteuert wird, der von einem Fußhebel betätigbar ist, wobei das Aufziehwerkzeug von einem Behälter mit Schwimmer mit Wasser gespeist wird, derart, daß in der angehobenen Stellung im Aufziehwerkzeug der volle Wasserstand aufrechterhalten wird und in der abgesenkten Stellung ein Abfließen stattfindet.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 die aus Kunststoffmaterial bestehende Hülse in Einzeldarstellung,
F i g. 2 das Auffädeln der Darmabschnitte auf die Hülse miueis eines Auffädei- oder Aufziehwerkzeugs,
F i g. 3 das Endstück des Aufziehwerkzeugs in vergrößerter Darstellung,
Fig.4 das Aufsetzen der Hülse mit den Darmabschnitten auf das Füllrohr, durch das das Fleisch eingefüllt wird,
F i g. 5 eine spezielle Spritzpistole für die zusätzliche Verbindung der Darmabschnitte durch Verkleben,
Fig. 6 eine andere Ausführungsform des als Spitze ausgebildeten Endstücks des Aufziehwerkzeugs, wobei diese Spitze im Falle einer zusätzlichen Verbindung der Darmabschnitte durch Heftung mittels Klammern verwendet wird,
Fi g. 7 eine weitere Ausführungsform des als Spitze ausgebildeten Endstücks des Aufziehwerkzeugs für die Herstellung einer zusätzlichen Verbindung der Darmabschnitte durch Nähen,
F i g. 8 eine in Verbindung mit dem Endstück gemäß F i g. 7 verwendete kleine Nähmaschine in einer Ansicht von vorne, teilweise geschnitten und
Fig. 9 eine das Aufziehwerkzeug tragende, in allen Fällen für das Auffädeln der Darmabschnitte verwendbare Anordnung in schematischer Darstellung.
Die in Fig. 1 dargestellte Hülse, auf die die Naturdarmabschnitte aufgefädelt werden, besteht aus biegsamem und glattem Kunststoffmaterial, z. B. aus Polyäthylen. Diese Hülse 1 ist an ihrem einen Ende 2 abgeschrägt und an ihrem anderen Ende gerade abgeschnitten, so daß sie zwei Längsseiten 3 und 4 unterschiedlicher Länge besitzt. In der Nähe des gerade abgeschnittenen Endes ist an der kürzeren Längsseite 4 eine seitliche öffnung länglicher Gestalt vorgesehen. Entlang der kürzeren Längsseite 4 ist zwischen der öffnung 5 und dem abgeschrägten Ende 2 eine durch eine Art Vorperforierung hergestellte, weniger widerstandsfähige Linie 6 ausgebildet.
Bevor die Darmabschnitte 7 aufgefädelt werden, wird die Hülse 1 mit ihrem gerade abgeschnittenen Ende als Aufschiebende voran auf ein Aufziehwerkzeug 8 mit im wesentlichen rohrförmiger Gestalt aufgeschoben, das einenends an einem Werkzeugträger 9 befestigt ist und andernends ein als Spitze ausgebildetes Endstück 10 besitzt. Anschließend werden die Darmabschnitte 7 nacheinander über eine Länge von etwa 15 cm auf die Hülse 1 aufgefädelt und auf dieser in Falten gelegt, wobei sich die jeweils aufeinander folgenden Darmabschnitte 7 überlappen. Hierbei wird das Ende des jeweils zuerst aufgefädelten Darmabschnittes 7 in den Anfang des jeweils nachfolgend aufgefädelten Darmabschnitts eingeführt, bis die Hülse 1 vollständig mit Darmabschnitten 7 überzogen ist.
Das die Spitze 10 bildende Endstück des Aufzieh-Werkzeugs 3 ist ein gesondertes und in axialer Richtung bewegliches Teil und bildet eine Art Schieber, der ein Festklemmen des abgeschrägten Endes 2 der auf das Aufziehwerkzeug 8 aufgeschobenen Hülse ί ermöglicht (F ig-3).
Am abgeschrägten Ende 2 kann die Hülse 1 beim Auffädeln und in Faltenlegen der Darmabschnitte 7 leicht festgehalten werden.
Aufgrund des Übereinanderlegens der über eine Lan-
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ge von 15 cm auf der Hülse 1 aufgefädelten und in Falten gelegten Darmabschnitte ergibt sich in Verbindung mit einer durch eine erste Trocknung in trockenem Salz erfolgte Versteifung eine Fixierung der Falten und ausreichend starke Verbindung zwischen den Darmabschnitten, so daß man eine sich wie ein einziger Darm großer Länge verhaltende Einheit erhält, in die man das Fleisch kontinuierlich einfüllen kann.
Die so erhaltenen, jeweils aus einer Hülse 1 und aufgeschobenen Darmabschnitten 7 bestehenden Einheiten können in dichten, mit Salzlake gefüllten Behältern gelagert werden. Hierdurch werden die genannten Einheiten konserviert und der Metzger, der sie in solchen Behältern erhält, kann sie unmittelbar verwenden.
F i g. 4 zeigt die Handhabung einer aus einer Hülse 1 und aufgefädelten Darmabschnitten 7 bestehenden Einheit durch den Metzger.
Der Metzger schiebt die Hülse einfach zusammen mit den auf ihr sitzenden Darmabschnitten 7 in Einfüllstellung auf ein an einem Füllstutzen 12 sitzendes Füllrohr 11, durch das das Fleisch eingefüllt wird. Das Feststellen der Einfüllrichtung des Fleisches wird durch die Ungleichheit der Längsseiten 3, 4 der Hülse 1 erleichtert. Das Aufschieben erfolgt durch Einführen des Füllrohres 11 durch die seitliche Öffnung 5 der Hülse 1, so daß der zwischen der öffnung 5 und dem gerade abgeschnittenen Hülsenende befindliche ringförmige Abschnitt vom Füllrohr 11 absteht. An diesem ringförmigen Abschnitt kann der Metzger oder Wurstmacher auch mit fettigen Händen, die Hülse 1 sicher festhalten. Bevor das Fleisch eingefüllt wird, wird die Hülse 1 entfernt, indem man an dem einen Zugring bildenden ringförmigen Abschnitt zieht. Hierbei reißt die vorperforierte Linie 6 auf. Die eine Einheit bildenden Darmabschnitte 7 verbleiben auf dem Füllrohr 11, wobei die Faltenordnung beim Abziehen der Hülse 1 unverändert erhalten bleibt. Anschließend erfolgt das Einfüllen des. Fleisches in bekannter Weise.
Die Hülse 1 weist einen etwas größeren Durchmesser als die im Fleischerhandwerk im allgemeinen verwendeten Füllrohre auf. Der Durchmesser der Hülse wird so berechnet, daß verhindert wird, daß durch eine Verringerung des Füllrohrdurchmessers aus dem für die Herstellung der Wurst verwendeten Fleischteig Fett herausgedrückt oder herausgewalzt wird, was dem Aussehen der Wurst schaden würde. Hier einige Beispiele:
— bei Füllrohren für Schafdärme, die einen Außendurchmesser von 14 mm besitzen, benötigt man eine Hülse mit einem Innendurchmesser von 15 mm;
— bei Füllrohren für Schafdärme, die einen Außendurchmesser von 16 mm besitzen, benötigt man eine Hülse mit einem Innendurchmesser von 17 mm;
— bei Füllrohren für Schweinedärme, die einen Außendurchmesser von 20 mm benötigt man eine Hülse mit einem Innendurchmesser von 22 mm;
— bei Füllrohren für Schweinedärme, die einen Außendurchmesser von 28 mm besitzen, benötigt man eine Hülse mit einem Innendurchmesser von 30 mm;
— bei Füllrohren für Rinderdärme, die einen Außendurchmesser von 34 mm besitzen, benötigt man eine Hülse mit einem Innendurchmesser von 36 mm;
— bei Füllrohren für Rinderdärme, die einen Außsndurchmesser von 38 mm besitzen, benötigt man eine Hülse mit einem Innendurchmesser von 40 mm.
Für Frisch- oder Dauerwürste aus festem Fleischteig, bei denen auf die ''on den Darmabschnitten gebildete Hülle praktisch keine Gewichtskraft ausgeübt wird oder die außerdem noch von Netzen oder Schnürungen umfaßt werden, reicht die geschilderte Verbindung zwisehen den Darmabschnitten auf jeden Fall aus. Im Falle von Frisch- oder Dauerwürsten aus flüssiger Fleischmasse oder wenn Abdrehgeräte verwendet werden oder wenn man aus Gründen ihres sauberen Aussehens eine große Zugfestigkeit verlangt, ist es dagegen ratsam,
ίο zwischen den Darmabschnitten eine zusätzliche Verbindung herzustellen, was durch Kleben, Heften mittels Klammern oder Nähen geschehen kann. Alle diese Verbindungsarten sind vollwertig, wobei die Herstellungskosten und der Arbeitsaufwand verschieden sind und die jeweils gewählte zusätzliche Verbindung von der. örtlichen lebensmittelhygienischen Vorschriften abhängt. Für alle zusätzlichen Verbindungsarten kann die gleiche Hülse 1 und derselbe Werkzeugträger 9 verwendet werden. Die Spitze 10 wird dagegen an die jeweilige Verbindungsart angepaßt.
Im Falle des Klebens ist das Aufziehwerkzeug 8 als Rohr ausgebildet, in dem Wasser zirkuliert, so daß das Gleiten während des Auffädeins der Darmabschnittc begünstigt wird. Die Spitze 10 ist als kegeliges Endstück ausgebildet und entlang ihrer Achse so durchbohrt, daß sie einen Durchgangskanal 13 für den Wasseraustritt enthält. Sie ist ferner nach Art eines Schiebers ausgebildet, wobei ein Anschlag 14 ihr Abtrennen vom Aufziehwerkzeug 8 verhindert. Diese Anordnung wird durch eine Spritzpistole für Klebstoff vervollständigt.
Bei einem ersten möglichen Klebeverfahren verwendet man einen in der Chirurgie benutzen Acryl-Zyanid-Klebstoff. In diesem Falle werden die mit dem Klebstoff in Berührung kommenden Teile der Spritzpistole aus Polytetrafluorethylen hergestellt oder hiermit beschichtet. F i g. 5 zeigt in Teildarstellung eine solche Spritzpistole. Diese enthält eine längliche, aufgeschraubte Düse, die direkt auf einer Richtung 16 angeordnet ist, die durch eine Stopfbüchse 17 angepreßt wird. Im Inneren der Düse 15 befindet sich eine Einlaßnadel 18, die einen größeren Querschnitt als bei einer normalen Spritzpistole üblich besitzt, um die Biegung zu begrenzen. Ferner ist eine Luftabdeckhaube 20 vorhanden, wobei das äußere Ende der Düse 15 etwa 2 mm über diese Abdeckhaube 20 vorsteht. Die Düse 15, die Dichtung 16, die Stopfbüchse 17, die Einlaßnadel 18 und die Luftabdeckhaube 20 bestehen aus Polytetrafluoräthylen. Eine Klebstoffzufuhr 19, ebenfalls aus Polytetrafluoräthylen, ist direkt auf die Düse 15 aufgeschraubt Die Spritzpistole kann entweder aus einem unter Unterdruck stehenden Behälter oder aus einem mit Schwerkraft arbeitenden Behälter gespeist werden. Die oben beschriebene Anpassung ist jedoch in allen Fällen unentbehrlich, damit der Acryl-Zyanid-Klebstoff auf die Verbindung von sehr feuchten Därmen aufgesprüht werden kann, ohne daß eine sofortige Erstarrung und Verstopfung der Klebstoff-Zufuhr eintritt Eine entsprechende Regulierung ermöglicht außerdem, daß auf einmal nur sehr wenig von diesem teuren Klebstoff aufgesprüht wird. Vorteilhaft ist bei diesem Vorgehen, daß die Verklebung sofort ohne Trocknung stattfindet
Man kann auch einen bei Lebensmitteln zugelassenen Vinyläthyleri-Klebstoff verwenden oder andere Nahrungsmittel-Klebstoffe, die nach der Trocknung unlösüch sind. In diesem Falle kann der Klebstoff mit Hilfe einer Klebstoff-Spritzpistole aus gewöhnlichen Aluminium aufgetragen werden. Für ein solches Verkleben muß die Hülse 1 um etwa 20% länger als die bei den
anderen beschriebenen Vorgehensweisen verwendeten Hülsen sein, damit die Stellen, auf die der Klebstoff aufgetragen wird, zum Trocknen nach dem Auffädeln und vor der Salzung der geklebten Partie in einem Bandtrockner von 35°C flachgelassen werden können. Die Trocknung kann auch mit Hilfe von Thermostatzangen oder von INÖX-Zangen eingeleitet werden, die auf bis 500C erhitzten Stangen vorgeheizt werden, wobei die Breite der Kontaktfläche der Zangen auf den Darmabschnitten in der Größenordnung von 25 mm liegt. Diese Zangen werden auf die Nahtstellen (Stoßfugen) der Darmabschnitte während des Erstarrens des Klebstoffes aufgesetzt. Das Ende der Trocknung kann in diesem Falle drrch eine einfache Lagerung an der freien Luft erfolgen. Vor Beendigung der Trocknung dürfen die Nahtstellen allerdings nicht in Falten gelegt werden, weshalb die Länge der Hülse 1 wie auch die des Aufziehwerkzeugs 8 in diesem Falle größer sein muß.
Die geschilderten Klebeverfahren sind tür das Bereitstellen von Wurstdärmen, die zur Aufnahme eines sehr flüssigen Fleischteigs bestimmt sind und deshalb eine gewisse Dichtheit besitzen müssen, besonders zweckmäßig.
An dieser Stelle sei bemerkt, daß man im Falle einer Verbindung der Darmabschnitte allein durch Überlappen ebenfalls das in F i g. 3 dargestellte Aufziehwerkzeug 8 mit der kegeligen Spitze 10 verwenden kann, selbstverständlich jedoch ohne Spritzpistole.
Im Falle einer zusätzlichen Verbindung durch Heftung mittels Klammern verwendet man ein rohrförmiges Aufziehwerkzeug 8, dessen endseitige Spitze 10 nicht kegelig ausgebil,· it ist, sondern die aus Fig.6 ersichtliche, nach Art einer Lanzenspitze abgeplattete Form aufweist. Diese Spitze weist auf einer ihrer Hauptflächen einen in Querrichtung verlaufenden Eindruck 21 auf, der einem üblicherweise bei Hefteinrichtungen vorgesehenen Eindruck entspricht und der es ermöglicht, die Heftklammern in ab- oder aufgebogener Lage zu bringen. Die Hefteinrichtung 22 weist an Stelle des üblichen Eindrucks als Ergänzung zu der Spitze 10 eine Aussparung 23 mit einer Sperrwand 24 auf, die es ermöglicht, daß man den Eindruck mit Präzision genau in die für die Aufnahme der Heftklammer gewünschte Lage bringt.
Die soeben beschriebene Anordnung einschließlich der Hefteinrichtung 22 ermöglicht ein problemloses Auffädeln der Darmabschnitte 7 auf die Spitze 10, das Festhalten der Hülse 1 und die Heftung von zwei aufeinanderfolgenden Darmabschnitten 7 auf einer Fläche von ungefähr V% ihres Umfangs. Dies ergibt eine ausgezeichnete Zugfestigkeit, die für aufgehängte Würste mit beträchtlichem Gewicht ausreicht
Aus Metall bestehende Heftklammern müssen aus Sicherheitsgründen wieder entfernt werden, nachdem die eine Zugfestigkeit erfordernden Arbeitsgänge, wie Räuchern, Trocknen, Sieden oder Kochen beim Metzger abgeschlossen sind. Um zu verhindern, daß das Entfernen der Heftklammern von den Därmen vergessen wird, ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß beim zusätzlichen Verbinden der Darmabschnitte gleichzeitig Markierungen angeheftet werden, die beispielsweise aus farbigen Kunststoffbandabschnitten bestehen können und deren Breite größer als die der Heftklammern ist Die Farbe dieser Markierungen dient nicht nur zum leichteren Erkennen der Klammern, sondern auch zum Kennzeichnen der Darmgröße nach einem festzulegenden Code. Im Falle von Bändern sind diese Markierungen derart ausgebildet und angeordnet, daß sie den Metzger beim Füllen der Därme nicht behindern und das Entfernen der Heftklammern erlauben.
F i g. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform der Spitze 10 des Aufziehwerkzeugs 8, mit der eine zusätzliche Verbindung der Darmabschnitte 7 durch eir? Nah» hergestellt werden kann. Es handelt sich hier um ein Heften mit Nähfaden, der aus jedem beliebigen üblichen, naiürlichen oder synthetischen Textilmaterial bestehen kann, wie beispielsweise aus Leinen, Baumwolle, Polytetrafluoräthylen usw., das erforderlichenfalls gefärbt sein kann, um die Darmgröße besser erkennen zu können.
Die Spitze 10 besitzt auch in diesem Falle eine nach Art einer Lanzenspitze abgeplattete Form. Auf einer ihrer Hauptflächen weist sie drei parallele, in Längsrichtung ausgerichtete Ausfräsungen 25 und einen die Ausfräsungen 25 schneidenden Querschlitz 26 auf.
Diese Spitze 10 wird in Verbindung mit einer kleinen Spezialnähmaschine verwendet, deren Prinzip in F i g. 8 dargestellt ist.
Diese Nähmaschine enthält eine Klemmeinrichtung mit einer unteren Backe 27 und einer oberen Backe 28. Die untere Backe 27 besitzt einen Schieber 29, der ein wenig der Aussparung der Hefteinrichtung gemäß F i g. 6 ähnelt, auf seinen beiden Seiten jedoch Einkerbungen für den Durchtritt der Nadel 30 aufweist. Auf die obere Backe 28 ist ein Teil 31 aufgeschweißt, das drei parallele und in Querrichtung geschlitzte Lamellen 32 trägt. Die Anordnung dieser Lamellen 32 ist so getroffen, daß sie sich beim Schließen der Klemmeinrichtung über der in den Schieber 29 eingeführten Spitze 10 genau in die drei Ausfräsungen 25 einlegen. In dieser Stellung liegen der Querschlitz 26 der Spitze 10, die Schlitze der Lamellen 32 und die seitlichen Einkerbungen des Schiebers 29 genau in einer Linie, so daß für die Nadel 30 ein Durchlaß mit Spiel gebildet wird
Die Nadel 30 ist eine den Faden führende Hohlnadel, die auf einem Nadelträger 33 angeordnet ist, der mit Bezug auf die obere Backe 28 in Querrichtung eine Gleitbewegung ausführen kann und durch eine Feder 34 zurückgeholt wird. Der eine Gleitbewegung ausführende Nadelträger 33 trägt außerdem den als Achse ausgebildeten Spulenträger 35 der Fadenspule 36.
An der oberen Klemmbacke 28 ist eine abge-^hrägte Schneidklinge 37 befestigt, die sich unterhalb der unteren Klemmbacke 27 befindet. Die Schneidklinge 37 wirkt mit einer beweglichen Gabel 38 zusammen, deren Träger an der oberen Klemmbacke 28 gleitend angeordnet ist und der durch eine Feder 39 zurückgeholt wird, damit das Ausführen der Heftstiche nicht behindertwird.
Mit Hilfe dieser Nähmaschine ist es möglich, gleichzeitig die Verbindung von acht Sätzen von je zwei Darmwänden herzustellen dank der Windungen, die durch Faltung der Därme in der Mitte ihres Durchmessers zwischen den Ausfräsungen 25 und den Lamellen 32 gebildet werden. Die Bedienungsperson der Maschine durchdringt mit einem einzigen Griff alle diese Wände, indem sie an dem Träger 33 der Nadel 30 zieht. Nach Beendigung des Heftvorganges wird der Faden zwisehen Daumen und Zeigefinger festgehalten, und die Nadel wird durch die Rückholfeder 34 nach hinten zurückgeführt Die Fadenrolle 36, auf der sich der Fadenvorrat befindet, wickelt sich dann im Moment des Abschneidens des Fadens von selbst ab für den nächsten Arbeitsgang.
Zu diesem Zwecke senkt die Bedienungsperson die
. Gabel 38 und bringt den Faden an die abgeschrägte Klinke 37. Ehe er abgeschnitten wird, wird der Faden
13
ausreichend weit herausgezogen, so daß man beispielsweise auf beiden Seiten eine überstehende Länge von 5 cm erhält.
Auf diese Weise ι .erden zwei Naturdarmabschnitte durch eine Naht auf der Hälfte ihres Umfangs zusätzlich s verbunden. Man erhält eine hohe Zugfestigkeit, ohne daß die Fäden das Einfüllen des Fleisches behindern.. Gewünschtenfalls kann man die Fäden nach Durchführung der Arbeitsgänge wie beispielsweise Räuchern, Sieden, Trocknen usw. auch leicht entfernen, indem man sie einfach an einem beliebigen Ende herauszieht.
Es ist noch zu bemerken, daß wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.3 die Spitzen 10 der Anordnungen nach den Fig.6 und 7 zur besseren Gleitung immer einen axialen Durchlaß 13 für das Wasser entha!- ten und daß sie am freien Ende des Aufziehwerkzeugs 8 nach Art eines Schiebers angeordnet sind, um die Hülse 1 einklemmen zu können, wobei ein Anschlag 14 ein Abtrennen der Spitze verhindert.
Die schon erwähnte Überlappungsrichtung der Darmabschnitte gewährleistet die Dichtheit beim umfüllen des Fleisches, da der jeweils innere Darmabschnitt vor dem äußeren Darmabschnitt ausgedehnt wird.
Schließlich zeigt Fig.9 den Werkzeugträger 9 mit dem daran befestigten rohrförmigen Aufziehwerkzeug 8, wobei der Werkzeugträger 9 um eine waagerechte Achse 40 verschwenkbar gelagert ist. Die Schwenkbewegung wird durch einen elektrischen oder pneumatischen Stellmotor 41 gesteuert, der über ein Pedal 42 betätigt werden kann. Das Aufziehwerkzeug 8 wird aus einem feststehenden Behälter 43 mit einem Schwimmer 44 und einer Wasserzufuhrleitung 45 mit Wasser gespeist. Diese Anordnung kann bei allen fünf oben beschriebenen Verbindungsarten (einfaches Oberlappen, zusätzliche Schnellklebung, zusätzliche Klebung mit anschließender Trocknung, zusätzliche Heftung mittels Klammern, zusätzliches Nähen) verwendet werden.
Die in Fig.9 gezeigte obere Stellung des Aufziehwerkzeugs 8 dient der Verbindung der Darmabschnitte untereinander mit Hilfe eines Gerätes 46 (Spritzpistole, Hefteinrichtung, Nähmaschine), das an einem elastischen Band 47 aufgehängt ist und so an die Spitze 10 des Aufziehwerkzeugs 8 herangeführt werden kann, wenn dieses in die angehobene Stellung verschwenkt ist. Die untere Stellung des Aufziehwerkzeugs 8. die durch die strichpunktierte Linie 48 angedeutet ist, wird zum Auffädeln und der Faltung der Darmabschnitte auf der Hülse benutzt. Aufgrund der Lage des Aufziehwerkzeugs 8 in bezug auf die Wasserhöhe im Behälter 43 fließt das Wasser im Verlauf der letztgenannten Arbeitsgänge ins Innere der Därme, wodurch das Auffädeln der Darmabschnitte auf das Endstück der Hülse erleichtert wird.
Die verschiedenen obenbeschriebenen Anwendungsverfahren und Vorrichtungen können bei Naturdärmen aller Tiere und bei allen Darmlängen angewandt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
60
65

Claims (15)

Patentansprüche:
1. Verfahren für das Bereitstellen von mehreren Naturdannabschnitten, beispielsweise von Schafen, s Ziegen, Schweinen oder Rindern, auf einer gemeinsamen Hülse, die als Ganzes mit den auf ihr sitzenden Darmabschnitten vom Metzger aus einer Lagerung in einer Salzlake in Einfüllstellung auf ein Füllrohr geschoben werden kann, in das das Fleisch eingefüllt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Darmabschnitte (7) auf die einen ringförmigen Abschnitt an ihrem zum Aufschieben auf das Füllrohr (9) dienenden Aufschiebeende, daran anschließend eine seitliche öffnung (5) und eine von dieser in Längsrichtung zum anderen Ende hin verlaufende vorperforierte Linie besitzende Hülse (1) so aufgefädelt werden, daß jeweils zwei aufeinanderfolgende Darmabschnhi'i (7) sich überlappen, wobei das Ende des jeweils ersten aufgefädelten Darmabschnittes (7) in den Anfang des zweiten eingeführt wird und das Ende des jeweils zweiten Darmabschnittes (7) in den Anfang des dritten eingeführt wird und so weiter, so daß hierdurch eine Anordnung aus verschiedenen Darmabschnitten geschaffen wird, die miteinander eine Art fortlaufenden Darms birden, daß man danach die Anordnung mit einem einzigen Handgriff auf das Füllrohr aufbringt, indem dieses durch die seitliche öffnung (5) eingeführt wird, und daß man schließlich die Hülse (1) vor dem Einfüllen des Fleischteiges, ohne die Därme zu entfernen, aus den Därmen (7) und vom Füllrohr (9) äozieht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der jeweils folgende L-armabschnitt (7) etwa 15 cm über den vorangehenden geschoben wird, woraufhin die Abschnitte unter Zuführung von trockenem Salz versteift und in Falten gelegt werden, bevor sie in Salzlake gelagert werden.
3. Verfahreii nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den verschiedenen, auf der Hülse (1) aufgefädelten und in Falten gelegten Darmabschnitt (7) eine zusätzliche Verbindung hergestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Verbindung zwischen den Darmabschnitten (7) durch eine Schnellklebung hergestellt wird und daß es sich bei dem verwendeten Klebstoff um einen in der Chirurgie benutzten Acryl-Zyanid-Klebstoff handelt.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Verbindung zwischen den Darniabschnitten (7) durch eine langsame Klebung erfolgt und daß es sich bei dem verwendeten Klebstoff um einen bei Lebensmitteln zugelassenen Vinyläthylen-Klebstoff oder einen anderen Nahrungsmittel-Klebstoff handelt, der nach der Trocknung in Wasser unlöslich ist, und daß die sich überlappenden Bereiche der Darmabschnitte (7) ungefaltet bleiben, bis der Klebstoff getrocknet ist.
6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Verbindung zwischen den Darmabschnitten (7) durch Heftung mittels Klammern erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Markierungen, die größer als die Heftklammern und insbesondere farbig sind, mit Hilfe derselben Heftklammern befestigt werden und zwar gleichzeitig mit der zusätzlichen Verbindung der
Darmabschnitte (7) untereinander.
8. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Verbindung zwischen den Dannabschnitten (7) durch behelfsmäßiges Nähen erfolgt indem die sich überlappenden Randabschnitte etwa über die halbe Umfangsfläche miteinander verbunden werden.
9. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (1) aus weichem und glattem Kunststoffmaterial besteht, ein erstes abgeschrägtes Ende (2) eine seitliche Öffnung (5), die in der Nähe des anderen, gerade abgeschnittenen Endes angeordnet ist sowie e.ine weniger widerstandsfähige Linie (6) enthält die sich in Längsrichtung zwischen dieser öffnung (5) und dem abgeschrägten Ende (2) erstreckt und daß der innere Durchmesser der Hülse (1) größer ist als der äußere Durchmesser des zugehörigen Füllrohrs (11) eines Füllstutzens (12).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der die Darmabschnitte auf der Hülse aufgefädelt überlappt und gegebenenfalls zusätzlich miteinander verbunden und in Falten gelegt werden, wobei ein Aufziehwerkzeug an seinem einen Ende an einem Werkzeugträger befestigt und an seinem anderen Ende ein Endstück besitzt, daß die Form einer Spitze hat und mit einem axialen Durchlaß für den Durchfluß von Wasser versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Endstück (10) nach Art eines Schiebers ausgebildet ist
U. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufziehwerkzeug (8) eine Spitze (10) besitzt, die aus einem kegelig ausgebildeten Endstück besteht, dessen größter Durchmesser gleich dem Durchmesser des ansonsten rohrförmigen Aufziehwerkzeugs (8) ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufziehwerkzeug (8) eine Spitze (10) nach Art einer Lanzenspitze besitzt, die abgeplattete Form hat und auf einer ihrer Flächen einen Eindruck (21) aufweist, der dem üblicherweise bei Hefteinrichtungen vorgesehenen entspricht, wobei die Vorrichtung mit einer Hefteinrichtung (22) verbunden ist, die anstelle des üblichen Eindrucks in Ergänzung zu der Spitze (10) des Aufziehwerkzeugs (8) und zu diesem passend eine Aussparung (23) aufweist und in dieser die Spitze (10) genau aufnehmen kann.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufziehwerkzeug (8) eine Spitze (10) aufweist, die eine lanzenspitzenartige Abplattung besitzt und an einer ihrer Flächen in Längsrichtung verlaufende, parallele Ausfräsungen (25) und einen die drei Ausfräsungen (25) schneidenden Querschlitz (26) aufweist und daß die Vorrichtung einer kleinen Nähmaschine zugeordnet ist, die eine Klemmeinrichtung besitzt, die an einer Unterklemmbacke (27) einen an dieser angeschweißten Schieber (29) mit einem seitlichen Durchgang für eine Nadel (30) besitzt, der die Spitze (10) des Aufziehwerkzeugs (8) genau aufnehmen kann und an einer oberen Klemmbacke (29) drei in Querrichtung für den Durchtritt der Nadel (30) geschlitzte Lamellen (32) trägt, die in die Ausfräsungen (25) eingreifen, wobei das Schließen der Klemmeinrichtung auf dem Werkzeug (8) alle Schlitze für den Durchtritt der Nadel (30) in Linie zueinander bringen, derart, daß diese hintereinanderliegend eine quer durchgehende
Öffnung bilden, und daß die auf der Hälfte des Durchmessers der beiden auf das Werkzeug (8) aufgefädelten Darmabschnitte (7) gebildeten Windungen gestatten, daß die hohle, den Faden tragende Nadel (30), die von einem gleitenden Träger (33) mit Feder (34) geführt wird, in einem einzigen Arbeitsgang acht Sätze von jeweils zwei Häuten durchdringt, wobei das Zusammenwirken einer schräg auslaufenden Klinge (37), die an der oberen Klemmbacke (28) befestigt, jedoch unterhalb der unteren Klemmbacke (27) angeordnet ist, und einer ebenfalls an der oberen Klemmbacke (28) angeordneten Gabel (38) mit einer den Faden verschiebenden Feder (39) gestattet, daß der Faden mit Abstand vom Dannabschnitt abgeschnitten wird und dem Faden ein Spiel für die nächste Naht gelassen wird, wobei außerdem der Spulenträger (35) am Nadelträger (33) angeschweißt ist.
14. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine für das Kieben verwendete Spritzpistole, insbesondere eine Polytetraföioräthylendüse (15) besitzt, die über eine aus Polyteirafluoräthylen gestaltete und unmittelbar mit der Düse verbundene Einmündung der Klebstoffzufuhr (19) hinausreicht, wobei eine Dichtung (16) aus Polytetrafluorethylen zum Abdichten einer Nadel (18) unmittelbar auf die Basis der Düse drückt, indem sie durch eine Stopfbüchse (17) aus Polytetrafluorethylen angepreßt wird, und daß das Auslaßende der Düse (15) über eine ebenfalls aus Polytetrafluorethylen gefertigte Luftabdeckhaube (20) vorsteht, wobei der Klebstoffbehälter und alle mit dem Klebstoff in Verbindung tretenden Teile aus Polytetrafluorethylen bestehen.
15. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufziehwerkzeug (8) am Werkzeugträger (9) befestigt ist, der um eine waagerechte Achse (40) verschwenkbar gelagert ist und von einem Stellantrieb (41) gesteuert wird, der von einem Fußhebel (42) betätigbar ist, wobei das Aufziehwerkzeug (8) von einem Behälter (43) mit Schwimmer (44) mit Wasser gespeist wird, derart, daß in der angehobenen Stellung im Aufziehwerkzeug (8) der volle Wasserstand aufrechterhalten wird und in der abgesenkten Stellung ein Abfließen stattfindet.
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