DE3033263C2 - Vorrichtung zum Verschließen von Flaschen - Google Patents

Vorrichtung zum Verschließen von Flaschen

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DE3033263C2
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verschließen von Flaschen durch Korken, die ein der Flaschenöffnung zugeordnetes, den Flaschenhals mit einem rohrkörperförmigen Teil umgreifendes und ein innenkonisches Führungsmittel für den Korken umfassendes, unteres Element und ein das untere Element abdeckendes und in einer ringraumartigen Vertiefung aufnehmendes, ein kolbenähnliches Eintreibmittel für den Korken umfassendes, oberes Element aufweist.
  • Hilfsanordnungen zum Verschließen von Flaschen sind an sich bekannt. Es besteht aber das Problem, eine anpassungsfähige Anordnung insbesondere für den Hausgebrauch zum Verschließen von Wein- oder Saftflaschen zu erhalten.
  • Ein aus der AT-PS 33 145 bekanntes handbetätigbares Verkorkungsgerät aus einer dem Flaschenhals zugeordneten, durchbohrten Aufsatzkappe und einem Dorn mit federnden Backen zum Eintreiben von Korken verlangt geübtes Personal bei der Handhabung, damit die Vorrichtung nicht schief aufgesetzt wird oder wackelt.
  • Aus der GB-2 59 827 ist eine weitere handbetätigbare Vorrichtung zum Verschließen von Flaschen durch Korken entsprechend dem eingangs genannten Oberbegriff bekannt geworden. Sie besteht aus drei Teilen: einem ersten, unteren, rohrförmigen Teil, das den Flaschenhals umgreifen und den Korken aufnehmen und bereit halten kann, einem zweiten oberen Teil, das einen dritten, kolbenförmigen Eintreibteil aufnehmen und führen kann. Ein ringförmiger Vorsprung in dem unteren Teil paßt in eine Vertiefung im oberen Teil, wodurch Kolben- und Korkenführung während des Arbeitsvorganges zueinander in der richtigen Lage gehalten werden sollen. Diese sogar dreiteilige Vorrichtung vermeidet jedoch auch nicht den Fehler der vorgenannten älteren Vorrichtung, weil die Größe der Vertiefung und Länge des Eintreibteiles zueinander in einem zu ungünstigen Verhältnis stehen.
  • Außerdem ist aus der US-28 15 630 eine Kronenformungs Einrichtung für eine Flaschen- oder Kannen-Verschließmaschine bekannt geworden, bei der auf einem Kreis angeordnete, zungenförmige Federn zur Ausformung der kronenartigen Zackung des Verschließdeckels benutzt werden. Da die Federn zu Beginn des Verformungsvorganges auseinandergespreizt sind, verkleinern sich die zwischen ihnen befindlichen Schlitze mit zunehmender Anlage des Verschlußdeckelrandes. Die Schlitze haben sowohl eine radiale als auch eine tangentiale Richtungskomponente in bzug auf den Mittelpunkt ihres Anordnungskreises.
  • Weiter ist aus der US-16 53 490 ein Flaschenverschluß bekannt, der einen umsetzbaren Korkenzieher aufweist.
  • Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfache und billige Anordnung zu schaffen, die eine leichte Handhabung gewährleistet und die Nachteile der bekannten Vorrichtungen vermeidet.
  • Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß der Kolben an dem oberen abdeckenden Element mit einem ihn umgebenden, äußeren Rohrelement derart topfartig verbunden ist, daß sich zwischen ihnen die ringraumartige Vertiefung zur Aufnahme des unteren Elementes ergibt, wobei, wenn ein in das als Innenhülse gebildete Führungsmittel eingesetzter Korken in seiner oberen Stellung vom Kolben erfaßt wird, auch der den Flaschenhals umgreifende Rohrkörper des unteren Elementes vom äußeren Rohrelement mindestens teilweise umfaßt wird.
  • Hierdurch ist es möglich, eine zentrierte Verschlußherstellung zu erhalten und verschiedene Arbeiten mit einer Vorrichtung duchzuführen, wobei das obere Abdeckelement zusätzlich als Flaschenverschluß einsetzbar ist und besonders für den Hausgebrauch bei der Wein- und Saftherstellung eine sichere Verkorkung sowie das Aufbringen von Kapseln ermöglicht wird.
  • Weitere Merkmale in Ausgestaltung der Erfindung sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet. Hierdurch werden insbesondere Ausbildungen für unterschiedliche Flaschenhälse sowie zur sicheren Handhabung geschaffen.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt
  • Fig. 1 eine Darstellung, teilweise im Schnitt, mit einer auf eine Flasche aufgesetzten Vorrichtung vor dem Einbringen des Korkens in eine Flaschenöffnung,
  • Fig. 2 eine Darstellung wie 1 nach Einbringen des Korkens zusätzlich mit einer Folie,
  • Fig. 3 eine Darstellung mit eingebrachtem Korken und dem Flaschenhals zugeordneten Gummiringen an dem Rohrkörper des unteren Elementes,
  • Fig. 4 eine weitere Ausführungsform mit einer eingebrachten Kapsel,
  • Fig. 5 einen Querschnitt einer Anordnung mit Lamellen an den Innenseiten des Rohrkörpers,
  • Fig. 6 einen Schnitt durch eine Ausführungsform des Abdeckkörpers mit einem in den Kolbenraum weisenden Korkenzieher,
  • Fig. 7 eine Darstellung wie Fig. 6 mit nach außen weisendem Korkenzieher und
  • Fig. 8 einen Schnitt durch einen Abdeckkörper mit dem Kolben als Verschlußstopfen.
  • Die Vorrichtung besteht nach den Fig. 1, 2 und 4 aus einem unteren Element 1 und einem das untere abdeckenden, oberen Element 2.
  • Das untere Element 1 weist außer einem dem Flaschenhals 4 zugeordneten Rohrkörper 12 eine konische Innenhülse 10 auf. Die Innenhülse 10 verjüngt sich an der der Flaschenöffnung 21 zugewandten Seite. Dort entspricht der Innendurchmesser der Innenhülse 10 etwa dem des oberen Bereiches 16 der Flaschenöffnung 21. Die Innenhülse 10 dient als Zuführung für einen in ihrem oberen Bereich angeordneten Korken 5.
  • Das topfartig ausgebildete, obere Element 2 besitzt einen zentrischen Kolben 20, der derart von einem Rohrelement 22 umgeben ist, daß ein ringförmiger Innenraum zwischen dem Kolben 20 und dem Rohrelement 22 gebildet wird, der als Führung für einen Teil 15 des unteren Elementes 1 dient.
  • Das untere Element 1 besteht damit aus dem Rohrkörper 12 und der Innenhülse 10, die in der oberen Endzone als ein Teil 15 zusammengeführt sind. Der Rohrkörper 12 ist dabei im unteren Teil als Haltering 13 zur Handhabung ausgebildet. Da der Rohrkörper 12 sich am Flaschenhals anschmiegt, wird ein guter Halteeffekt der Anordnung gegenüber der Flasche erzielt.
  • Zur weiteren Verbesserung des Halteeffektes ist der Rohrkörper 12 mit Längsschlitzen 14 versehen, die das Festsetzen mit einer Hand ermöglichen. Mindestens der untere Teil des Rohrkörpers ist deshalb aus hartem elastischen Material hergestellt, wie beispielsweise Acetalplastik oder Polypropylän.
  • Das untere Element 1 und das obere Element 2 sind einander derart zugeordnet, daß das obere Element 2 das untere Element 1 übergreift und das Teil 15 im Innenraum des oberen Elementes 2 geführt wird, wobei der Kolben 20 auf den in der Innenhülse 10 befindlichen Korken 5 aufstößt.
  • Beim Niederdrücken des oberen Elementes 2 erfolgt eine Führung durch den Rohrkörper 12, während der Kolben 20 teilweise durch das Teil 15 und die Innenhülse 10 zentriert wird.
  • Diese Anordnung gibt damit eine gute Gewährleistung für eine einfache und sichere Verkorkung und ermöglicht ein leichtes Verschließen, wobei das Rohrelement 22 mit seinem oberen Teil 23 eine günstige Form zur Handhabung aufweist.
  • In Fig. 2 ist eine Ausführung mit einer Folie 6 dargestellt; sie wird über dem im Flaschenhals 4 eingesetzten Korken 5 angeordnet. Durch den Innenbereich des Rohrkörpers 12 wird die Folie 6 entsprechend auf den Flaschenhals 4 geformt.
  • Um eine gute Anlage der Folie 6 an den Flaschenhals 4 zu erhalten, ist es erforderlich, das obere Element 2 nach unten zu bringen, so daß das Rohrelement 22 den Rohrkörper 12 umfaßt. Durch die Längsschlitze 14 des elastischen Rohrkörpers 12 legt sich dieser besonders gut durch den radialen Druck am Flaschenhals 4 an und die dazwischenliegende Folie 6 schließt den Flaschenhals ab.
  • Nach dem Aufbringen der Folie 6 wird das obere Element 2 abgenommen und der Rohrkörper 12 entspannt sich, so daß auch dieser Teil abgenommen werden kann.
  • Zur Verbesserung des Anpreßvorganges der Folie 6 unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Formen und Abmessungen der Flaschenhälse sind gemäß Fig. 5 an der Innenseite des Rohrkörpers 12 radiale dünne Lamellen 17 angeordnet.
  • Ein guter Verschluß wird dadurch erzielt, daß der einzubringende Korken 5 eine elastische Gummiumhüllung aufweist.
  • In der Ausführung gemäß Fig. 3 sind zur besseren Fixierung am Flaschenhals 4 mehrere Gummiringe 7 am Rohrkörper 12 angeordnet und in zugeordnete Nuten eingelassen.
  • Selbstverständlich ist es möglich, auch das Rohrelement 22 im unteren Bereich mit Schlitzen 24 zu versehen, um die unterschiedlichen Ausbildungen von Flaschenhälsen besser berücksichtigen zu können. Hierbei wird sich dann der untere Teil des außen liegenden Rohrelementes 22 günstiger anpassen und durch den Rohrkörper 12 die Folie 6 mit gleichmäßigerer Kraft anlegen, auch wenn die Flaschenhalsformen unterschiedlich sind.
  • Bei der Anordnung gemäß Fig. 5 mit den Lamellen 17 wird zur Erzielung einer glatten Oberfläche der Folie 6 die Vorrichtung um den Flaschenhals 4 gedreht, so daß die Lamellen 17 die Folie gegen den Flaschenhals pressen.
  • Da bei dem Verschlußvorgang das abdeckende, obere Element 2 als Handhabe und Halter benutzt wird, bleibt es im Innenraum sauber und kann auch als Flaschenöffner und -verschluß dienen. Dazu kann der Kolben 20 gemäß Fig. 6 und 7 durch ein Einsatzstück 26 abgeschlossen werden, das über eine Verriegelung 27 festsetzbar ist und einen umsetzbaren Korkenzieher 28 trägt. Das Einsatzstück 26 schließt einen den Korkenzieher aufnehmenden Innenraum 25 ab.
  • Das obere Element 2 ist auch als Flaschenverschluß einsetzbar, wobei der Kolben 20 in die Flaschenöffnung 31 eingeführt wird und das Rohrelement 22 den Flaschenhals 4 umfaßt. Der Kolben 20 ist gemäß Fig. 8 zur Abdichtung mit einem elastischen Rohrstück 30 versehen.

Claims (5)

1. Vorrichtung zum Verschließen von Flaschen durch Korken, die ein der Flaschenöffnung zugeordnetes, den Flaschenhals mit einem rohrkörperförmigen Teil umgreifendes und ein innenkonisches Führungsmittel für den Korken umfassendes, unteres Element und ein das untere Element abdeckendes und in einer ringraumartigen Vertiefung aufnehmendes, ein kolbenähnliches Eintreibmittel für den Korken umfassendes, oberes Element aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (20) an dem oberen abdeckenden Element (2) mit einem ihn umgebenden, äußeren Rohrelement (22) derart topfartig verbunden ist, daß sich zwischen ihnen die ringraumartige Vertiefung zur Aufnahme des unteren Elementes (1) ergibt, wobei, wenn ein in das als Innenhülse (10) gebildete Führungsmittel eingesetzter Korken (5) in seiner oberen Stellung vom Kolben erfaßt wird, auch der den Flaschenhals (4) umgreifende Rohrkörper ( 12) des unteren Elementes (1) vom äußeren Rohrelement mindestens teilweise umfaßt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrkörper (12) und das Rohrelement (22) im unteren Bereich mit an sich bekannten Längsschlitzen (14, 24) versehen und zur besseren Handhabung mit einem Haltering (13, 25) ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwandung des Rohrkörpers (12) mindestens teilweise aus einem elastischen Material besteht.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrkörper (12) des unteren Elementes (1) entsprechend dem Flaschenhals (4) geformt und mit Gummiringen (7) zur Aufnahme einer Kapsel oder Folie (6) ausgebildet ist und daß er nach dem Herunterdrücken am Flaschenhals anliegt, wonach das obere Element (2) mit seinem Rohrelement (22) den Rohrkörper zur weiteren Anpressung aufnehmen kann.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwandung des Rohrkörpers (12) mit diesem um den Flaschenhals (4) herumführbare, elastische Lamellen (17) aufweist.
DE3033263A 1979-09-05 1980-09-04 Vorrichtung zum Verschließen von Flaschen Expired DE3033263C2 (de)

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