DE30335A - Rauchverbrennender Regulirofen - Google Patents

Rauchverbrennender Regulirofen

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DE30335A
DE30335A DE1884SC3053 DESC3053 DE30335A DE 30335 A DE30335 A DE 30335A DE 1884SC3053 DE1884SC3053 DE 1884SC3053 DE SC3053 DESC3053 DE SC3053 DE 30335 A DE30335 A DE 30335A
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DE
Germany
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furnace
smoke
filling
burning
lining
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Pending
Application number
DE1884SC3053
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English (en)
Original Assignee
M. J. SCHUURBEQUE BOEYE in Zwolle, Holland
Filing date
Publication of DE30335A publication Critical patent/DE30335A/de
Application filed by M. J. SCHUURBEQUE BOEYE in Zwolle, Holland filed Critical M. J. SCHUURBEQUE BOEYE in Zwolle, Holland
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1884 ab.
Der auf den Zeichnungen Blatt I und II in verschiedenen Ausführungen dargestellte rauchverbrennende Regulirofen vereinigt in sich die Vortheile des Füllofens mit denen des gewöhnlichen Zimmerofens, indem derselbe bei offener Communication , zwischen Füllschacht und Rauchkanal wie ein einfacher Ofen geheizt wird, anderenfalls aber bei gefülltem Schacht und geschlossener Communication während 6 Stunden nicht beschickt zu werden braucht, also wesentlich dieselben Vortheile bietet wie der eigentliche Füllofen.
Mit einem Mantel umgeben, der sich der übrigen Umgebung anpafst, läfst sich der Ofen sehr leicht zu Ventilationszwecken benutzen; der Mantel bleibt in diesem Falle oben offen, und der Raum zwischen Ofen und Mantel ist mit der frischen Luft in Verbindung zu setzen.
Als Heizmaterial kann Torf, Koks oder Braunkohle verwendet werden, doch eignet sich auch Holz und nicht zu sehr zerkleinerte Steinkohle.
Der Ofen selbst besteht aus einem Cylinder a von Gufs- oder Schmiedeisen von der für den zu heizenden Raum passenden Gröfse und Form, der für gewöhnlich oben geschlossen ist. Soll jedoch auf dem Ofen Wasser etc. gekocht werden, so läfst sich oben auch ein mit einem Deckel d verschliefsbares Loch anbringen. Der Cylinder α steht auf einem Sockel b, in dem der Aschkasten c sich befindet und der deshalb Aschraum genannt werden kann.
Das Innere des Cylinders α wird durch die Scheidewand e, die unten in den Feuerraum k hineinragt, in zwei Theile getheilt, den Füllschacht/und den Rauchkanal g. Der erstere ist oben geschlossen und steht nur durch eine Oeffnung h mit dem Rauchkanal in Verbindung, die durch einen Schieber oder eine Klappe i von aufsen beliebig abgesperrt oder geöffnet werden kann. Zu öffnen ist die Klappe 2, wenn entweder der Ofen als gewöhnlicher Ofen benutzt, oder wenn beim Betriebe als Füllofen der Füllschacht neu beschickt wird, damit in diesem Falle die Rauchgase frei in den Schornstein entweichen und nicht durch die Füllthür u in das Zimmer dringen. Die Füllthür u ist sehr gut schliefsend herzustellen, wenn der Cylinder in Eisenblech mit einem gufseisernen Sitz ausgeführt ist.
Die Stütze / dient dazu, die Scheidewand e fest an die Ofenwand anzudrücken. Da der Rauchkanal g keinen grofsen Querschnitt erfordert, so ist die Wand e so zu biegen, dafs der Füllschacht möglichst grofs ausfällt, dabei jedoch nur mit einem kleinen Theil der Ofenwand in Berührung kommt. Bei Herstellung aus Gufseisen läfst sich auch Scheide- und Ofenwand aus einem Stück herstellen. Der Rauchkanal steht in Verbindung mit ■ dem Schornstein; in denselben ist jedoch noch eine Wand r eingeschaltet, um die Heizgase besser auszunutzen.
Unten im Cylinder α auf dem Sockel b befindet sich der eigentliche Feuerraum k. Derselbe ist, nach unten enger werdend, mit Chamotte / ausgefüttert, und zwar ist das feuerfeste Material am besten in einen gufseisernen Topf m einzusetzen, dessen Durchmesser so zu bemessen ist, dafs zwischen Topf und Ofenwand ein kleiner Zwischenraum bleibt, durch den frische Luft nach oben treten kann. Wird
kein Topf angewendet, so mufs die Ausfütterung gegen die Hinterwand höher gemacht werden: auch dürfen die Steine nicht fest an die Ofenwand angelegt werden, es mufs vielmehr ein kleiner Raum zwischen Ofenwand und Ausfütterung bleiben, um eine Luftcirculation zu gestatten. Unten im Feuerraum zwischen diesem und dem Aschraum liegt der Rost o.
Der Aschraum b ist ebenfalls durch eine event, auf einem gufseisernen Sitz aufliegende Thür ρ dicht abgeschlossen. In dieser Thür oder auch in der Wand des Aschraumes befindet sich ferner der Regulirschieber q, durch den der Luftzutritt in den Ofen geregelt wird, der aber auch gleichzeitig zum Einführen des Schüreisens für den Rost benutzt werden kann.
Die Luft, die durch den Schieber eintritt, dringt von unten durch die auf dem Rost befindliche dünne Schicht Brennmaterial iri den Rauchkanal und mischt sich in demselben in glühend heifsem Zustande mit den Rauchgasen, die sie vollständig zur Verbrennung bringt, da immer noch genug Sauerstoff in ihr vorhanden ist und ein Theil derselben durch die Fugen der feuerfesten Steine bezw. durch den Raum zwischen Ofenwand und Fütterung unverbrannt nach oben gelangt. Durch Proben ist festgestellt, dafs zur vollkommenen Rauchverbrennung genügend Luft zutritt, sobald namentlich das Feuer gehörig im Gange ist, was der Ausfütterung wegen nicht viel Zeit beansprucht.
Wird die Ausfütterung aus einem Stück gemacht, so ist es besser, zwischen derselben und der Topfwandung einen etwas gröfseren Zwischenraum zu lassen, damit durch denselben unverbrannte Luft nach oben gelangen kann. Das Anheizen des Ofens geschieht auf gewöhnliche Weise um so leichter, als der kleine Rost mit wenig Feuer schon vollständig bedeckt ist und die zutretende Luft dann sehr stark erhitzt wird. Fig. ι bis 3, Blatt I, stellen einen Ofen ganz aus Eisenblech mit gufseiserner Füll- und Aschthür und ebensolchem Deckel und Fig. 4 bis 6 einen Ofen mit Sockel und der übrigen Garnitur, ebenfalls aus Gufseisen, dar; in Fig. 1 bis 3, Blatt II, ist der Cylinder mit einem Blechmantel umkleidet, der für Ventilationszwecke eingerichtet ist; das punktirte Rohr, Fig. 2, deutet das Zuführungsrohr für frische Luft an. Fig. 4 und 5 desselben Blattes stellen einen Ofen ganz aus Gufseisen dar.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: An einem nach Belieben als Füll- oder gewöhnlicher Ofen zu benutzenden rauchverbrennenden Regulirofen:
1. Die Anordnung einer 'nach oben hin willkürlich verschliefsbaren, in den Feuerraum k hineinragenden Scheidewand e im eigentlichen Ofenschacht a, welche die beliebige Verwendung des Ofens als Füllregulir- oder gewöhnlicher Ofen gestattet.
2. Die Art und Weise der Ausfütterung des Feuerraumes derart, dafs zwischen Ofenwand und Fütterung sowie zwischen den einzelnen Chamottesteinen ein Zwischenraum verbleibt, durch weichen die Luft, vom Feuer stark erhitzt, in den Rauchkanal g tritt und hier die vollständige Verbrennung der Rauchgase bewirkt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE1884SC3053 1884-06-27 Rauchverbrennender Regulirofen Pending DE30335A (de)

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DE30335A true DE30335A (de)

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