DE303368C - - Google Patents

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DE303368C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63GOFFENSIVE OR DEFENSIVE ARRANGEMENTS ON VESSELS; MINE-LAYING; MINE-SWEEPING; SUBMARINES; AIRCRAFT CARRIERS
    • B63G8/00Underwater vessels, e.g. submarines; Equipment specially adapted therefor
    • B63G8/38Arrangement of visual or electronic watch equipment, e.g. of periscopes, of radar

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)
  • Audible And Visible Signals (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

Ein untergetauchtes U-Boot hat bisher keine Einrichtung, um entsprechend den Vorschriften der deutschen Prisenordnung im Handelskrieg ein Schiff durch Signal anzuhalten, und um vor dem vernichtenden Torpedoschuß die Bergung der auf dem Schiff befindlichen Personen wenigstens in die. Boote zu ermöglichen. Das untergetauchte Boot muß entweder das Schiff ohne eine solche unmittelbare Warnung torpedieren, oder es muß vorher auftauchen, um Warnungsschüsse gemäß der Prisenordnung mit Artillerie abzugeben. Im aufgetauchten Zustand verliert es aber seine spezifischen Eigenschaften der Unsichtbarkeit und Unverwundbarkeit, meistens auch die Gelegenheit zu einem Torpedotreffer; das Schiff kann dem aufgetauchten U-Boot leichter entkommen, ihm sogar gefährlich werden. Eine für ein bestimmtes Blockade- (Sperr-) Gebiet ausgesprochene allgemeine Warnung befreit in dem Punkte der Schonung von Nichtkombattantenleben das untergetaucht torpedierende Boot nicht restlos (sondern nur vermöge des Repressälien-Charakters) von dem Odium einer unmenschlichen Waffe, da nach den bisherigen völkerrechtlichen Gründanschauungen und den entsprechenden Vorschriften der Prisenordnung sogar bei qualifiziertem Blockadebruch vor einer Zerstörung des Blockadebrechers alle an Bord befindlichen Personen möglichst mit ihrem Hab und Gut in Sicherheit zu bringen sind.
Diese Mängel sollen durch eine Einrichtung behoben werden, die das untergetauchte Boot befähigt, aus guter Sicherheits^.. und: ■Torpedoschußstellung dem Handelsschiff vor dem Torpedoschuß eine Warnung zukommen zu lassen, ohne damit gleichzeitig seinen Unterwasserort zu verraten. Dadurch wird einerseits dem Schiff überhaupt erst die Möglichkeit verschafft, sich einem untergetauchten und unentdeckten U-Boot sofort und widerstandslos zu ergeben und die Menschenleben rechtzeitig in die Boote zu retten, andererseits kann das U-Boot ein nicht stoppendes oder sonst widersetzliches Schiff sofort aus sicherer Torpedoschußposition vernichten. Gleichzeitig macht die Erfindung die Bahn frei zur völligen vom Repressaliencharakter So befreiten Eingliederung der neuen U-Waffe ohne Einbuße ihrer spezifischen Kampfeigenschaften in das Völkerrecht, das eine warnungslose Torpedierung, wenigstens soweit es sich um neutrale und unbewaffnete Schiffe handelt, auch in Zukunft nicht als zulässig anerkennen wird. Für den U-Boot-Handelskrieg im freien Meere, den sogenannten »U-Kreuzerkrieg« (d. h. ohne angesagte Sperrzone oder, außerhalb derselben) schafft die Erfindung dem U-Boot überhaupt erst die Möglichkeit zur Ausnutzung seiner spezifischen Kampfeigenschaften an Stelle des bisherigen Auftauchens und Warnungsschusses.
Die Einrichtung besteht in einem außenbords schlippbar befestigten, auftriebfähigen Signalkörper, der, an der Oberfläche des Wassers angelangt, nach einem vorher eingestellten Zeitintervall eifi hörbares oder sichtbares Signal gibt. Die durch ein Uhrwerk, auf chemischem oder elektrischem Wege oder ■■durch Zeltbrenner zu bewirkende Zeitzündung
des Signals hat den Zweck, daß das untergetauchte Boot nach Loslösung des Signalkörpers an geeigneter Stelle (z. B. 2000 m Backbord voraus vom Schiff) bis zum Erscheinen des Signals noch Zeit hat (z. B. fünf Minuten Intervall), um sich unbemerkt in die günstigste Position zum Abfangen und eventuellen Torpedieren des Schiffes zu begeben . (z. B. 500 bis 1000 m an Steuerbord 3 bis 4 Strich vom Schiff). Das hörbare Signal kann in einem durch komprimiertes Gas erzeugten Sirenenton, in einem Kanonenschlag oder anderem Feuerwerkskörper (z. B. Rakete) bestehen ; das sichtbare Signal in einer Flamme, einem Leuchtkörper, einem ausgestoßenen Wasser- oder Gasstrahl, einer Rauchwolke oder einer elektrischen Lampe (mit Stromquelle im Signalkörper). Es können auch Kombinationen dieser Signale verwendet werden. Außer zu Warnungen können sie ao auch zu anderen Signalzwecken dienen und z. B. auch auf Handelstauchschiffen Anwendung finden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Signalvorrichtung an Tauchbooten, bei der vom untergetauchten Boote Signale auslösende Auftriebskörper aufschwimmen, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftriebskörper unabhängig vom Boote aufsteigen. ~
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das ■ Auslösen von Signalen vom Auftriebskörper aus nach vorher bestimmter Zeit selbsttätig erfolgt.
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