DE3035659C2 - Mehrzweck-Werkzeugmaschine - Google Patents
Mehrzweck-WerkzeugmaschineInfo
- Publication number
- DE3035659C2 DE3035659C2 DE19803035659 DE3035659A DE3035659C2 DE 3035659 C2 DE3035659 C2 DE 3035659C2 DE 19803035659 DE19803035659 DE 19803035659 DE 3035659 A DE3035659 A DE 3035659A DE 3035659 C2 DE3035659 C2 DE 3035659C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- guide
- tool
- feed
- guide column
- workpiece
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 14
- 238000005553 drilling Methods 0.000 description 11
- 238000000227 grinding Methods 0.000 description 6
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 6
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000005498 polishing Methods 0.000 description 2
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 2
- GIYAQDDTCWHPPL-UHFFFAOYSA-N 4-amino-5-bromo-N-[2-(diethylamino)ethyl]-2-methoxybenzamide Chemical compound CCN(CC)CCNC(=O)C1=CC(Br)=C(N)C=C1OC GIYAQDDTCWHPPL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000001413 cellular effect Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 238000009826 distribution Methods 0.000 description 1
- 238000009499 grossing Methods 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 1
- 238000004381 surface treatment Methods 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23Q—DETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
- B23Q1/00—Members which are comprised in the general build-up of a form of machine, particularly relatively large fixed members
- B23Q1/25—Movable or adjustable work or tool supports
- B23Q1/44—Movable or adjustable work or tool supports using particular mechanisms
- B23Q1/48—Movable or adjustable work or tool supports using particular mechanisms with sliding pairs and rotating pairs
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Drilling And Boring (AREA)
- Machine Tool Units (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Mehrzweck-Werkzeugmaschine mit mindestens einer von einem an einer Führungssäule
mindestens in Richtung seiner Längserstrekkung verschiebbar befestigten Füurungsausleger getragenen
und in mindestens einer Vorschubrichtung bewegbaren Werkzeugeinheit
Eine solche Maschine ist aus dem DE-GM 70 44 930 bekannt
Die Universalbearbeitung von Werkstücken, insbesondere bei der Steinbearbeitung, bereitet noch stets
Schwierigkeiten. Die Verteilung der Bearbeitung auf mehrere Arbeitsmaschinen verlangt nicht nur größeren
Raum, Bauaufwand und Personalaufwand, sondern auch Transportleistungen von einem Arbeitsplatz zum anderen.
Kleine und mittlere Betriebe müssen dann teilweise ganz auf solche Bearbeitungen verzichten, oder diese
entsprechend von Hand führen.
Für die Universalbearbeitung, insbesondere die Erzeugung von mehrdimensionalen Werkstückformen
und Oberflächen, fehlt darüberhinaus eine einfache und praktikable Arbeitsweise.
Bekannt ist eine kombinierte Fräs- und Schleifmaschine für die Steinbearbeitung, bei der ein Brückenrahmen
auf Schienen über einer. Arbeitstisch fahrbar angeordnet ist. Hier müssen an Seitenständern des Brückenrahmens
horizontale Führungen vorgesehen sein, die einen? Werkzeugsupport mit Werkzeugspindel und Antriebsmotor
tragen. Zur Vereinfachung des Manipulierens und Einstellens der Werkstücke auf dem Arbeitstisch
sowie zur Vermeidung zeitraubenden Umrüstens von einer Werkzeugart auf die andere hat man vorgeschlagen,
an wenigstens einem Seitenständer einen weiifteren Werkzeugsupport mit Antriebsmotor höhenverstellbar
zu lagern. Bei diesem verläuft aber die Werkzeugspindel senkrecht zur Seitenständerachse und parallel
zur horizontalen Führung des Brückenrahmens, wenngleich beide Werkzeugsupporte unabhängig voneinander
einstellbar sind. Damit kann man zwar Werkstücke mit ungeraden bzw. gekrümmten Oberflächen
bearbeiten und dies kostensparender erreichen. Es handelt sich aber doch wieder darum, daß nur zwei Bearbeitungsgänge
verteilt, das heißt getrennten Arbeitsmaschinen zugeordnet werden konnten. Weitere Bearbeitungen,
insbesondere beim Profilieren eines Werkstükkes, erforderten hingegen wieder den Transport zu einer
anderen Maschine mit den sich daraus ergebenden Nachteilen
Es sind auch Steuereinrichtungen beim Schleifen und
Polieren bekannt, bei denen Abtasteinrichtungen Signa-Ie
zum Steuern der Bewegung des Bearbeitungsgerätes erzeugen. Hier sind schon spezieile Abtasteinrichtungen,
zum Beispiel in Form von eine Bearbeitungsscheibe umgreifenden Leitringei«, vorgesehen, die mit Fühlern
versehen sind und am Spindelstock gleitbar über eine Aufhängung befestigt sind. Soiche Steuerungs- und Abtasteinrichtungen,
die insbesondere auch bei Kopiermaschinen eingesetzt werden, sind aufwendig, insbesondere
wenn mehrdimensional kopiert werden soll, und bedeuten daher für den Bearbeitungsbetrieb einen kostspieligen
Aufwand, der möglichst vermieden werden soll. ~
Die Mehrzweck-Werkzeugmaschine nach dem DE-GM 70 44 930 bezieht sich auf eine Fräs- und Bohrmaschine.
Bei dieser Maschine sind die Werkzeugeinheiten, die auch einen eigenen Vorschub, etwa zum Bohren
haben, auf einevi Führungsausleger verschiebbar. Ein an einer Gleitbahn gelagertes Handrad erlaubt das
Verschieben eines von einem Schlitten schwenkbar getragenen Spindelstockes. Auch ist dort ein um eine lotrechte
Achse verschwenkbarer Kopf zur Abstützung der Gleitbahn vorgesehen. Dennoch zeigt sich, daß die
Bewegungsmöglichkeiten der Werkzeugeinneiten bei dieser bekannten Maschine nicht für alle Bearbeitungen
ausreichen.
Um eine profilierende Bearbeitung von Werkstücken durchführen zu können, ist zwar aus der US-PS
25 72 756 eine Steuerung mit einer Schablone bekannt Abgesehen von der dort ersichtlich komplizierten
Steuerung für die Bewegungsübertragung von einem Fühler auf eine Werkzeugspindel besteht aber bei der
bekannten Vorrichtung der Nachteil, daß der Weg der Werkzeugspindel dort durch die Schablone ausgelöst
wird. Das Werkzeug wird von Anfang der Bearbeitung an von einem Fühler gesteuert und geführt, ohne daß
eine Führungssäule fortlaufend nachgedreht würde. Es ist deshalb nicht immer möglich, das Werkstück vom
Werkzeug über eine größere Fläche bearbeiten zu lassen und beim Hin- und Herfahren Berg und TaI zu bestreichen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, mit der Maschine der Eingangs bezeichneten Art auch eine
Profilbearbeitung, gegebenenfalls mehrdimensionaler Oberflächen, mit einfachen Mitteln zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst daß die Werkzeugeinheit in Richtung des Führungsauslegers
verschiebbar und/oder um die Längsachse des Führungsauslegers drehbar angetrieben ist und daß die
Führungssäule durch eine in Umfangsrichtung beaufschlagte Vorschubkraft fortlaufend nachdrehend ausgebildet
ist und dadurch eine mit der Werkzeugeinheit verbundene Führungsfläche mit einer ortsfesten Schablone
in Eingriff bringbar ist
Zusätzlich zu den in den bekannten Vorrichtungen meistens vorhandenen und allgemein bekannten Bewegungsrichtungen
in 4 Achsen, wie zum Beispiel »auf— ab«, »links—rechts«, »vor und zurück« sowie »schräg
bzw. Schwenken«, kommt durch die Maßnahmen der Erfindung nunmehr mindestens eine fünfte Bewegungs-
richtung hinzu, ein Dreh- oder Umfangsvorschub. Die Drehbewegung der Führungssäule wird im Sinne der
Erfindung als Umfangsvorschub bezeichnet Das Besondere bei der Maßnahme der Erfindung ist die in Umfangsrichtung
(bezogen auf die Führungssäule) zeigende Vorschubrichtung, die durch einen Drehmomentantrieb
erzeugt wird. Die Vorschubkraft für die Drehung der Führungssäüle bleibt ständig erhalten, das heißt, die
Führungssäule steht fortlaufend unter einem Drehmoment bestimmter Größe. Mit anderen Worten handelt
es sich, um eine sozusagen permanent mit einem Drehmoment beaufschlagte Führungssäule. Der Umfangsvorschub
schafft also ehie Drehbewegung, nicht aber eine lineare oder gradlinige Bewegung.
Den Kraftantrieb bzw. das permanente Drehmoment erreicht man zum Beispiel durch Elektroantrieb. Ebenso
ist der Einsatz eines Hydraulikmotors denkbar, der durch Öldruck auf ein bestimmtes Drehmoment eingestellt
ist Mit diesem wird dann das Werkzeug laufend beaufschlagt und gegen das Werkstück gedruckt gehalten.
Sollte im Verlaufe einer Bearbeitung v:m Werkstück her oder von der Schablone eine gegenläufige
Bewegung eingeleitet werden, das heißt eine Rückstellkraft in Richtung entgegen dem Drehmoment von der
Führungssäule wirken, dann kann der Hydraulikmotor über ein Ventil abblasen, so daß das Werkzeug mit der
Führungssäule nachgibt Auch einen pneumatischen Motor kann man zum Einstellen des gewünschten Drehmomentes
bestimmter Größe einsetzen. Den auf die Führungssäule bezogen drehenden Vorschub erreicht
man also erfindungsgemäß durch das Dauerdrehmoment, das an der Führungssäule erzeugt wird.
Zwar ähnelt der Aufbau gemäß der Erfindung scheinbar dem Prinzip einer Auslegerbohrmaschine, die auch
als Radialbohrmaschine oder Schwenkbohrmaschine bezeichnet ist. Bei dieser ist ein Ausleger höhenverstellbar
auf einem als Rohr ausgebildeten Schwenkmantel befestigt und kann mit diesem Schwenkmantel auf einer
Innensäule \jn 360 Grad geschwenkt werden. Der Ausleger
trägt einen radial verschiebbaren Bohrschlitten mit Antriebsmotor, Drehzahl- und Vorschubgetriebe.
Die erwähnte radiale Verschiebung des Bohrschlittens ist nicht zu verwechseln mit dem Umfangsvorschub und
dem Drehen der Führungssäule mit Dauerdrehmoment. Während &üch bei der bekannten Radialbohrmaschine
ein Bohrschütten radial, nämlich linear hin- und hergeschoben werden kann, handelt es sich bei dem Um/angsvorschub
im Sinne der Erfindung um ein dauerndes Drehen der Führungssäule i;iit bestimmten Drehmoment.
Der Umfangsvorschub im Sinne der Erfindung schafft also eine Lreisbogenförmige Drehbewegung. Mit der
bekannten Auslegerbohrmaschine kann zwar auch jeder Punkt auf einer Kreisfläche eines Werkstückes zum
Bohren erreicht werden, wobei der Radius der Werkstückkreisfläche durch die größte Ausladung der Vorspindel
festgelegt wird. Durch Kippen des Werkstückes mittels verstellbarem Winkeltisch sind auch schrägliegende
Bohrungen möglich. Bei dieser Auslegerbohrmaschine wird der Bohrer aber nur zu einer bestimmten
Positionierung durch Betätigung eines Drehvorschubes oder Radialvorschubes bewegt, während des eigentlichen
Bearbeitens jedoch nicht betätigt.
Im Gegensatz zu der bekannten Werkzeugpositionie- -rung wird also erfindungsgemäß der Dreh- oder Umfangsvorschub
auch während des Arbeitens ständig auf- , rechterhalten. Dadurch bleiben die Werkstücke entsprechend
dem Oberflächenverlauf am Werkstück ständig mit dem Werkzeug in Eingriff.
Zweckmäßig ist es erfindungsgemäß, wenn bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung die Führungssäule
anhebbar, absenkbar ist, nämlich um eine vertikale Achse, die mit ihrer Längsachse identisch ist Die Führungssäule
ist auch um die genannte Längsachse drehbar. Die senkrecht angeordnete Führungssäule wird mit einem
elektrischen, hydraulischen, pneumatischen oder anderen Drehantrieb ausgestattet Das Arretieren der Führungssäule
ist besonders bei der Erzeugung von geradlinigen Flächen zweckmäßig, wie zum Beispiel beim
Trennschneiden oder Sägen. Im übrigen bewirkt der Umfangsvorschub durch die Bewegung der Führungssäule eine ständige Berührung zwischen Werkzeug und
Werkstück, so daß die gewünschte Profilbearbeitung mit einer einzigen Maschine ausführbar ist. Auf dieser
kann sowohl gesägt, gefräst, gebohrt und geschliffen als auch poliert werden, das heißt Tätigkeiten durchgeführt
werden, die bei allen spanbaren Materialien notwendig sein können.
ολ Im ζίηηί» Amor uiolcpiticrpn Rp»QrriP»'+iincT ict Hif* Frfin-
dung vorteilhaft weiter dadurch ausgestaltet, daß der Führungsausleger um seine Längsachse drehbar ist Die
Werkzeugeinheiten sind sowohl einzeln auf den, Führungsausleger
als auch zusammen mit dem rührungsausleger als Einheit verstellbar. Auf diese Weise können
die beispielsweise vorgenannten spanenden Arbeiten hintereinander in erwünschter Weise mit der einzigen
Maschine durchgeführt werden, so d?ß erstmals eine Bearbeitungsmaschine zur Mehrfachbearbeitung möglieh
ist.
Die Schablone mit der Führungsfläche kann an der Werkzeugeinheit oder auch an dem Führungsausleger
befestigt sein. Statt einer Schablone kann man auch ein Modell verwenden, so daß eine steuerbare Oberflächenbearbeitung
auch in mehreren Ebenen möglich ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen
wiedergegeben. Es zeigt
F i g. 1 Schematisch die Seitenansicht auf die Vorrichtun j einer Ausführungsform der Erfindung mit zwei von
Äinem Führungsausleger getragenen Werkzeugeinheiten und
Fig.2 die Draufsicht auf die Vorrichtung der Fig. 1,
wobei zusätzlich die Führung des Werkzeuges durch eine Schablone gezeigt ist.
Auf einem Grundständer 9 ist eine Führungssäule 1 beweglich angebracht, die entsprechend dem Pfeil 12
auf- und absenkbar sowie entsprechend dem Pfeil 13 in F i g. 2 drehbar ist. Auf dieser Führungssäule 1 wird ein
Verbindungsträger 3 gehalten und entsprechend dem Doppelpfeil 14 nach Wunsch auf der Führungssäule 1
auf- und abbewegt.
Von einem Verbindungsträger 8 wird der waagrecht angeordnete Führ-ingsausleger 2 getragen, der eoenfalls
in Richtung des Doppelpfeiles 15, gegebenenfalls sogar durch seine Längsachse, in nicht gezeigter Weise
drehbar ist. Von dem Führungsausleger 2 werden Werkzeugeinheiten 3 g-.tragen, von denen die in den beiden
Figuren rechts gezeigte Einheit eine Bohrmaschine sein kann, während die links gezeigte Werkzeugeinheit 3 ein
Fräs- oder Schleifwerkzeug 4 betreib}.. Die Werkzeugeinheiten
sind ebenfalls entsprechend dem Doppelpfeil 16 und gegebenenfalls auch in nicht dargestellter Weise
um die Längsachse aes Führangsauslegers 2 bewegbar.
In F i g. 1 erkennt man auf der linken Seite die Anordnung einer Schablone 7, die bei der Draufsicht gemäß
F i g. 2 die gleiche Form wie das Werkstück 5 hat. Durch den Radialvorschub in Richtung des Pfeiles 16 durch die
Bewegung der Werkzeugeinheiten 3 und den Umfangsvorschub des Führungsauslegers 2 an der sich bewegenden
Fiihrungssäule 1 liegt das Fräs- oder Schleifwerkzeug 4 laufend an der gewünschten Stelle am Werkstück
5 an. Durch die spanende Wirkung dieses Werkzeuges 4 erfolgt ein Materialabtrag oder im Falle des Polierens
eine Glättung an der Oberfläche je nach dem Erfordernis. Die Schablone 7 kann unterschiedliche Konturen
Viaben und bewirkt eine vorprogrammierte Führung des Werkzeuges 4. Andererseits kann der Vorschubfortschritt
auch freihändig sein.
Die Bewegungs- und Drehantriebe der einzelnen Einheiten sind arretierbar und sowohl hinsichtlich Geschwindigkeit
als auch Wirkung regulierbar. Insbesondere der Umfangsvorschub kann zu- und abgeschaltet
werden. Durch einfaches Anheben oder Absenken der Führungssäule 1 kann auch eine Axialbewegung in
Richtung des Pfeils 12 eingeleitet, fortgeführt oder auch vollkommen unterbunden werden. Letzteres gilt insbesondere
bei dem vorhin schon erwähnten Trennschneiden.
Wird ein umlaufendes Fräs- oder Schleifwerkzeug 4 an das Werkstück 5 herangeführt, dann bewirkt bei hin-
und herlaufendem Werkzeugsupport in den Einheiten 9,
8 und 3 der in Pfeilrichtung 6 wirkende Umfangsvorschub einen ständigen Kontakt bzw. Vorschub in Richtung
zum Werkstück 5. ,
Das steuerbare Dreh- bzw. Rückdrehmoment des Umfangs- und Radialvorschubes bewirkt, daß am Werkstück
5 Berg und Tal abgefahren werden, bis die Schablone 7 mit Hilfe einer nichtgezeigten Leiteinrichtung
durch einfache Berührung zwischen dieser und einer Führungsfläche 11 oder Leitrolle den Vorschub unterbricht.
Durch die bevorzugte Ausführungsform dieser Vorrichtung
werden mehrdimensionale Oberflächen an einem Werkstück 5 erzeugt, weil zum Längs- und Umfangsvorschub
in Bewegungsrichtung der Pfeile 13, 15, 16,6 auch noch die Vorschubrichtung 12 in der Vertikalen,
das heißt der Längsachse 10 der Führungssäule zuschaltbar ist. Dadurch erfolgt ein zellenförmiger Abtrag
über eine breitere Fläche des Werkstückes 5 entsprechend der Schablone 7 bzw. eines Modells, obwohl die
Breite des Werkzeuges 4 selbst geringer ist und eine völlig andere Form aufweisen kann.
Durch den Umfangs- und Radialvorschub, der durch die Lagerung und Bewegung mit Hilfe der Führungssäule 1 erfindungsgemäß geschaffen ist, entfallen mit
Vorteil aufwendige Steuerungs- und Abtasteinrichtungen, wie sie eingangs in Verbindung mit Kopiermaschinen
beschrieben wurden. Die Übertragung der gewünschten Form, zum Beispiel mittels der Schablonen 7,
erfolgt durch direkten Kontakt der in Fig. 1 gezeigten
Führungsfläche 11 mit der Schablone 7.
Der durch das Drehen der Führungssäule 1 erreichte Umfangsvorschub, das heißt die Drehbewegung, wird
bei der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform durch einen Elektroantrieb erreicht, der auf der in
F i g. 1 gezeigten oberen Platte über dem Grundständer
9 an der Führungssäule 1 befestigt und mit dieser mitdrehend vorgesehen ist. Das Ritzel des nicht gezeigten
Elektroantriebes steht in Antriebseingriff mit einem ebenfalls nicht gezeigten Zahnkranz, der fest im Grundständer
9 stationär angebracht ist. Während also beispielsweise
die Werkzeugeinheit 3 aus der in F i g. 2 gezeigten Position nach links in Längsrichtung des Führungsauslegers
2 bewegt wird, wird die Führungssäule 1 um das Zentrum 10 in Uhrzeigerrichtung so gedreht,
daß sich das Fräs- oder Schleifwerkzeug 4 etwa in Richtung des Pfeiles 6, das heißt in der Zeichnung (Fig.2)
nach oben bewegt. Die Führungssäule 1 dreht fortlaufend mit bestimmtem Drehmoment bei einer solchen
Bewegung im Uhrzeigersinn nach.
Mit der neuen Werkzeugmaschine kann man nunmehr mit Vorteil auch die Profilbearbeitung und damit
insbesondere Profile mit mehrdimensionalen Oberflächen ausführen, wobei man in drei Raumrichtungen gekümmte
oder gewölbte Flächen ohne weiteres bearbeiten kann.
Im Betrieb gibt es zu Beginn des Bearbeitungsvorganges eine direkte Anlage zwischen dem Werkzeug 4
und dem Werkstück 5, und erst gegen Ende des Bearbeitungsvorganges tritt die Führungsfläche 11 mit der
Schablone 7 in Eingriff, bis der Zustand gemäß Fig.2
erreicht ist. bei welchem nämlich das Werkzeug 4 keine Gelegenheit mehr hat, weiteres Material vom Werkstück
beispielsweise abzutragen, weil die Führungsfläche 7 die ebenso geformte Schablone 7 berührt und an
deren Kante so entlangfährt, daß das Werkzeug 4 an einer weiteren spanabhebenden Bearbeitung gehindert
und letztlich abgeschaltet wird. Das ständige Anliegen des Werkzeuges 4 am Werkstück 5 und letztlich auch
das Anliegen der Führungsfläche 11 an der Schablone 7 wird durih das fortlaufende Nachdrehen der Führungssäule durch die Vorschubkraft gewährleistet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Mehrzweck-Werkzeugmaschine mit mindestens einer von einem an einer Führungssäule (1)
mindestens in Richtung seiner Längserstreckung verschiebbar befestigten Führungsausleger (2) getragenen
und in mindestens einer Vorschubrichtung bewegbaren Werkzeugeinheit (3), dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeugeinheit (3) in Richtung des Führungsauslegers (2) verschiebbar und/oder um die Längsachse des Führungsauslegers
angetrieben ist und daß die Führungssäule (1) durch eine in Umfangsrichtung beaufschlagende Vorschubkraft
fortlaufend nachdrehend ausgebildet ist und dadurch eine mit der Werkzeugeinheit (3) verbundene
Führungsfläche (11) mit einer ortsfesten Schablone (7) in Eingriff bringbar ist
2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungssäule (1) anhebbar
und absenkbar ist
3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsausleger
(2) um seine Längsachse drehbar ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803035659 DE3035659C2 (de) | 1980-09-20 | 1980-09-20 | Mehrzweck-Werkzeugmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803035659 DE3035659C2 (de) | 1980-09-20 | 1980-09-20 | Mehrzweck-Werkzeugmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3035659A1 DE3035659A1 (de) | 1982-04-15 |
| DE3035659C2 true DE3035659C2 (de) | 1986-04-17 |
Family
ID=6112529
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803035659 Expired DE3035659C2 (de) | 1980-09-20 | 1980-09-20 | Mehrzweck-Werkzeugmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3035659C2 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7044930U (de) * | 1972-01-13 | Wagner V | Vielzweck-Werkzeugmaschine | |
| US2572756A (en) * | 1947-10-07 | 1951-10-23 | Cincinnati Milling Machine Co | Combined machine tool |
| CH365598A (de) * | 1958-12-08 | 1962-11-15 | Zink Karl | Mehrzweck-Werkzeugmaschine |
-
1980
- 1980-09-20 DE DE19803035659 patent/DE3035659C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3035659A1 (de) | 1982-04-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE10009075A1 (de) | Schleifkopf und Sägeblattschleifmaschine mit HF-Spindel | |
| DE2356799A1 (de) | Horizontal-bohr- und fraeswerk, mit einem die werkzeuge tragenden werkzeugmagazin | |
| DE2836706C2 (de) | Werkzeugmaschine | |
| DE202004004480U1 (de) | Kegelrad-Verzahnmaschine zum Anfasen und/oder Entgraten von Kanten an den Zähnen eines Kegelrades | |
| DE19915672A1 (de) | Vorrichtung zum Bearbeiten von Kanten eines plattenförmigen Werkstückes mit mehreren Spanwerkzeugen | |
| DE3136372A1 (de) | Doppelstaender-portalschleifmaschine | |
| EP0787560B1 (de) | Vorrichtung zum Bearbeiten von Stangenmaterial, Profilen und dergleichen | |
| DE976248C (de) | Fraesmaschine | |
| DE19507989A1 (de) | Bearbeitungseinheit zur spanenden Werkstückbearbeitung | |
| DE1942538C3 (de) | Universal-Steinbearbeitungsmaschine | |
| DE1814302B2 (de) | Fraeswerk mit einem auf dem bett waagerecht verschiebbaren werkzeug-schlitten | |
| DE3915312A1 (de) | Werkzeugaggregat fuer holzbearbeitungsmaschinen | |
| DE3035659C2 (de) | Mehrzweck-Werkzeugmaschine | |
| DE292957C (de) | ||
| DE2722523C2 (de) | Werkzeug- Schleifmaschine für Profilwerkzeuge von Bearbeitungsmaschinen für Holz, Kunststoff u.dgl. | |
| EP0128408A2 (de) | Steinplatten-Bearbeitungsmaschine zum Herstellen innerer und äusserer Konturen der Ränder von Steinplatten | |
| DE1944565C3 (de) | Vorrichtung zum Festlegen eines Steines während seiner Bearbeitung | |
| EP1319487A2 (de) | Elektrische Schneidvorrichtung, insbesondere für Kurvenschnitte im Trocken- oder Nass-Schnittverfahren für Fliesen, Naturstein, Kunststein, Betonplatten u.dgl | |
| DE3147840A1 (de) | Kopierfraes-, kopierschleif- bzw. kopier-bohrmaschine | |
| AT246525B (de) | Kreissägemaschine | |
| DE1253013B (de) | Mehrzweck-Drehmaschine | |
| DE19529525A1 (de) | Holzdrechselmaschine | |
| DE933123C (de) | Verfahren zum Bearbeiten von drei- und mehrfluegeligen Propellernabenkoerpern | |
| DE809775C (de) | Geraet zum maschinellen Bearbeiten der Oberflaeche von Natur- und Kunststeinen, insbesondere Scharriermaschine | |
| DE4130736A1 (de) | Profilschleifmaschine |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |