DE3035665C2 - - Google Patents
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- H01H85/185—Insulating members for supporting fusible elements inside a casing, e.g. for helically wound fusible elements
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Description
Die Erfindung betrifft eine flinke Schmelzsicherung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine solche flinke Schmelzsicherung ist durch die US-PS
33 48 007 bekannt. Dort ist nicht sichergestellt, daß sich
das Schmelzelement immer in der gleichen Ausrichtung zwischen
den einander gegenüberliegenden Rändern der Anschlüsse erstreckt.
Deshalb kann die wirksame Länge des Schmelzelements von Fall
zu Fall schwanken. Das Schmelzelement der bekannten Schmelz
sicherung soll zwar rechtwinklig zu den einander gegenüber
liegenden Seiten der Anschlüsse angeordnet werden, doch wird
kein Weg gewiesen, wie man diese Ausrichtung bei der Herstellung
auf reproduzierbare Weise zuverlässig erreichen kann.
Es werden derzeit zum Absichern unterschiedlicher elektri
scher und elektronischer Schaltkreise verschiedenste Schmelz
sicherungen verwendet. Eine Grundaufgabe der Schmelzsicherung
besteht darin, diese Schaltkreise vor Beschädigung oder Zer
störung zu schützen, wenn ein Überlaststrom durch die Schal
tung fließt, d. h. ein Strom, der den Nennstrom der Siche
rung überschreitet. Um eine solche Beschädigung oder
Zerstörung zu vermeiden, müssen die Sicherungen sehr
schnell ansprechen und den Überlaststrom sofort unter
brechen. Je schneller die Unterbrechung erfolgt, desto
wirksamer ist die Sicherung bei diesem Zustand.
Es sind verschiedene flinke Schmelzsicherungen bekannt,
und einige von ihnen sind als Schutzelemente für verschie
dene elektrische Schaltkreise in Verwendung. Diese Siche
rungen sind häufig so aufgebaut, daß das Schmelzelement
zwischen den beiden elektrisch leitenden Anschlüssen aus
gestreckt ist. Oft sind diese Sicherungen aber für sehr
kleine Ströme bemessen, so daß das Schmelzelement keine
ausreichende mechanische Festigkeit für die große Stütz
weite im Gehäuse oder in der Kapsel besitzt. Bei einer
in der US-PS 25 76 405 beschriebenen Schmelzsicherung
erhitzt sich das Schmelzelement bei Durchgang des Über
laststromes, was zu einer Verlängerung infolge Wärme
dehnung und damit Ausbiegung führt, bis das Schmelz
element mit dem Gehäuse oder der Kapsel in Berührung kommt,
was dann eine Verfälschung des Nennstromwertes der Siche
rung zur Folge hat. Damit dies nicht geschieht, sind
brückenförmige Schutzglieder vorgesehen, die einerseits
die Schmelzelemente abstützen und andererseits verhindern,
daß sie mit der Gehäuseinnenwand in Berührung kommen. Je
doch sind aus Gründen, die in der US-PS 25 76 405 erörtert
sind, diese Brücken nicht voll zufriedenstellend. Um diesem Zustand
abzuhelfen, wird dort eine Sicherung für elektrische
Schaltungen beschrieben, die einen starren Träger auf
weist, der direkt das Schmelzelement trägt, wobei dieser
Träger eine leitfähige Beschichtung an jedem Ende aufweist,
an der die Enden des Schmelzelementes befestigt werden
können. Die dort verwendete leitfähige Beschichtung be
steht aus einer mit dem starren Träger fest verbundenen
ersten Silberbeschichtung und einer auf dieser Silber
beschichtung haftenden Kupferbeschichtung. Die erste Be
schichtung wird gewöhnlich so aufgebracht, daß eine leit
fähige Lötung aus Silber auf den starren Träger aufgepin
selt wird, und die zweite Beschichtung wird gewöhnlich
so gebildet, daß der silberbeschichtete starre Träger in
eine kolloidale Kupfersuspension eingetaucht wird. Es
läßt sich denken, daß der Aufwand hierbei sehr mühevoll
ist, um die leitfähigen Beschichtungen auf den starren
Trägern auszubilden, und daß die Herstellung nicht wirt
schaftlich ist. Darüber hinaus ist das Schmelzelement
unter einem Winkel zur Längsachse der Sicherung ausge
spannt, was bei der Herstellung nochmals Umstände berei
tet.
Ferner ist eine
Schmelzsicherung bekannt, bei der eine Basis aus
einem isolierenden Basisteil und zwei elektrisch leit
fähigen Anschlüssen besteht, von denen der eine an der
einen Seite des isolierenden Basisteils und der zweite
an der anderen Seite festgeklebt sind. Durch die Mitte
des isolierenden Basisteils ist ein kleines Loch hin
durchgestoßen, durch das das Schmelzelement hindurchgeführt
ist. Auch diese Sicherungen sind schwierig herzustellen
und vermeiden nicht zu voller Zufriedenheit die vorgenann
ten Mängel.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine flinke
Schmelzsicherung, gemäß der US-PS 33 48 007, so weiter
zuentwicklen, daß sie stabile und zuverlässige Kenngrößen
besitzt.
Die Lösung vorstehender Aufgabe erfolgt mit den kennzeichnen
den Merkmalen des Hauptanspruches.
Danach wird zum Schutz
elektrischer Schaltkreise eine flinke Schmelzsicherung ge
schaffen, die erhöhte Stabilität, Zuverlässigkeit und
Lichtbogenlöscheigenschaften aufgrund der Besonderheit in
Konstruktion und Wirkungsweise hat. Sie besitzt einen
Sicherungsbasiskörper, der aus einem isolierenden
Plastikwerkstoff (z. B. eine Phenolplatte) und einem
daran haftenden leitenden Metall (z. B. Kupfer) als Be
schichtung besteht. Der Sicherungsbasiskörper (Basisteil) weist
einen breiteren Mittelabschnitt auf, der sich nach bei
den Seiten in abstehende Arme ausbreitet, die mit ihren
Enden an Endkappen festgelötet sind, welche die Kapsel (Siche
rungskapsel) verschließen, wenn das Basisteil in der
Kapsel untergebracht ist. Im Mittelabschnitt des Siche
rungsbasiskörpers befindet sich ein im wesentlichen ellip
tisches Loch, und die Metallbeschichtung ist zum Teil
von der Oberfläche der isolierenden Platte weggeätzt,
wobei sich der weggeätzte Bereich in der Umgebung des
elliptischen Loches befindet, so daß ein Paar einander
mit Abstand gegenüberstehender leitender Anschlüsse ent
steht. In jedem Ende der leitenden Anschlüsse ist nahe
den ausgeätzten Flächen eine Rille ausgebildet, und ein
Schmelzelement erstreckt sich zwischen den beiden Rillen
über das elliptische Loch hinweg.
Im Bereich jeder Rille ist eine Lötmittelvertiefung
für ein sicheres Verlöten der Enden des Schmelzelementes,
die in den Rillen eingebettet sind, vorgesehen.
Aufgrund der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Schmelzsicherung in perspektivischer Ansicht;
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Schmelzsicherungsbasis
teil aus der Sicherung gemäß Fig. 1;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch das Basisteil nach der
Linie 3-3 in Fig. 2;
Fig. 4 einen weiteren Schnitt durch das Basisteil nach
der Linie 4-4 in Fig. 2;
Fig. 5 eine Draufsicht auf das Basisteil mit zwischen den
Anschlüssen sich erstreckendem Schmelzelement;
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 in Fig. 5.
Die Schmelzsicherung weist einen insgesamt mit 1 bezeichneten Sicherungsbasiskörper
(Basisteil) auf, der sich innerhalb einer isolierenden
Schmelzsicherungskapsel, etwa einem Glasröhrchen 3, befin
det, das an beiden Enden mittels Endkappen 5, 5′ verschlossen
ist, wie es die Fig. 1 zeigt. Das Basisteil 1 ist näher
in Fig. 2 dargestellt. Es besitzt einen breiteren Mittel
abschnitt 7, der im wesentlichen sechseckig oder polygonal
ist und sich an seinen schmäleren Seiten in zwei seitwärts abstehenden
Armen 9, 9′ fortsetzt, die an ihren Enden 11, 11′ wiederum
verjüngt sein können, wo sie mit den Endkappen 5, 5′ verlötet
sind, wenn das Basisteil 1 in die Kapsel 3 eingesetzt ist.
Vorzugsweise besteht das Basisteil 1 aus einer unteren isolierenden Schicht
(Platte) 13, die z. B. aus Phenolharz hergestellt sein kann,
so daß sie die beim Stromdurchgang entstehende Wärme ver
trägt. Die Platte 13 ist mit einer oberen leitenden Metallschicht (Kupferschicht) 15 oder auch
mit einer Schicht eines anderen Metalls bedeckt. Diese
Kupferschicht 15 kann mit der isolierenden Phenolharz
platte 13 verklebt sein, oder die Beschichtung kann mit
anderen bekannten Verfahren erfolgen, so daß die leitende
Metallschicht 15 fest auf der isolierenden Platte 13 haftet.
Es versteht sich, daß der Aufbau des Basisteils 1 sich gut
zur Massenherstellung eignet.
Der Mittelabschnitt 7 ist von einem im wesentlichen ellipti
schen Loch 17 durchsetzt (Fig. 2 und 5), das gestanzt
oder gebohrt sein kann und in der Mitte des Mittelabschnitts 7
liegt, und die Kupferschicht 15 ist in Teilen bei 19, 19′ bis
zur Oberfläche der isolierenden Platte 13 weggeätzt. Durch
das Wegätzen von Teilen der Kupferschicht 15 und das An
bringen des Loches 17 ist das Basisteil 1 mit einem Paar
einander mit Abstand gegenüberstehender leitender Anschlüsse
21, 21′ ausgestattet. In den leitenden Anschlüssen 21, 21′
befinden sich einander gegenüberstehende Rillen 22, 22′
nahe den weggeätzten Bereichen 19, 19′, die zur festen
Anbringung eines Schmelzelementes 25 dienen, das sich
zwischen den beiden Anschlüssen 21, 21′ über das elliptische Loch
17 hinweg erstreckt. Lötmittel aufnehmende Vertiefungen
27, 27′ sind im Bereich der Rillen 22, 22′ angebracht,
damit die Enden des Schmelzelementes 25, die den elektri
schen Stromkreis innerhalb der Schmelzsicherung schließen,
eingelötet werden können.
Vorzugsweise ist die Querschnittsfläche der Rillen 22, 22′
größer als die Querschnittsfläche des Schmelzelementes 25,
so daß die Enden des Schmelzelementes in die Rillen 22, 22′ einge
setzt oder eingebettet werden können.
Die Lötmittel aufnehmenden Vertiefungen 27, 27′ oder Aussparungen
werden mit einem Lötmaterial 23, 23′ gefüllt, das nicht nur
dazu dient, den elektrischen Stromkreis in der Schmelz
sicherung zu schließen, sondern zusätzlich eine sichere
Verlötung zu gewährleisten, so daß an den Lötstellen ein
konstanter Wert von thermischer Kapazität besteht.
Claims (4)
1. Flinke Schmelzsicherung mit einem Sicherungsbasiskörper,
der von einer isolierenden Kapsel umgeben ist und aus
einer unteren isolierenden Schicht und einer oberen leiten
den Metallschicht besteht, die auf die untere isolierende Schicht auf
geklebt ist, und der einen verbreiterten Mittelabschnitt
mit einem im wesentlichen elliptischen Loch aufweist und
in seitwärts abstehende Arme zu beiden Seiten übergeht,
die an ihren Enden mit Endkappen verlötet sind, welche
die Enden der isolierenden Kapsel verschließen, wobei die obere
leitende Metallschicht in der Umgebung des Loches zum Teil wegge
ätzt ist und ein Paar einander im Abstand gegenüberstehen
der leitender Anschlüsse bildet mit denen ein Schmelzleiter verlötet ist, der
sich zwischen den gegenüberstehenden leitenden
Anschlüssen über das Loch im Mittel
abschnitt hinweg erstreckt,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den leitenden Anschlüssen (21, 21′) einander ge
genüberstehende Rillen (22, 22′) angeordnet sind, in denen
das Schmelzelement (25) gelagert ist.
2. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß in jedem leitenden Anschluß (21, 21′) eine Lot aufneh
mende Vertiefung (27, 27′) im Bereich der Rillen (22, 22′)
für das Verlöten der Enden des Schmelzelementes (25) aus
gebildet ist.
3. Schmelzsicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die untere isolierende Schicht (13) des Sicherungs
basiskörpers (1) aus Phenolharz und die obere leitende Metallschicht (15)
aus Kupfer besteht.
4. Schmelzsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche der
Rillen (22, 22′) größer als die Querschnittsfläche des Schmelz
elementes (25) ist.
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