DE3035962C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern der An
triebe einer Bandsägemaschine, insbesondere einer Horizontal
bandsägemaschine, in Abhängigkeit von den Abweichungen des
Sägebandes von der Sollschnittlinie.
Automatische Horizontalbandsägemaschinen sind mit Vorrich
tungen zum automatischen Heben und Senken des Sägehauptes
und mit Vorrichtungen für den automatischen Vorschub der
Werkstücke in die Schneidzone nach Beendigung eines jeden
Schneidvorganges ausgestattet. Bei derartigen Bandsäge
maschinen kann es geschehen, daß das biegsame Sägeband
während des Schnittes aus verschiedenen Gründen seitlich
auswandert oder zur Seite hin von der am Werkstück vorzu
nehmenden Sollschnittlinie abweicht, obgleich es in der
Schneidzone durch Führungsvorrichtungen geführt ist. Ins
besondere bei fortgeschrittener Abnutzung der Sägezähne
und beim Schneiden von schwer schneidbaren Materialien,
wie Edelstählen, Werkzeugstählen und besonderen Legierun
gen, neigt das Sägeband zum seitlichen Auswandern, da es
sich infolge seiner Flexibilität mit zunehmendem Schneid
widerstand verbiegt. Solche Abweichungen des Sägebandes
von der Sollschnittlinie führen zu ungenauen Schnitten
und verkürzen die Standzeit des Sägebandes. Häufig wird
außerdem auch das Werkstück beschädigt und auf diese Weise
Ausschuß produziert.
Da seitliche Auslenkungen des Sägebandes während des Schnittes
nicht rechtzeitig bemerkt werden können, kam es bei automati
schen Horizontalbandsägemaschinen vor, daß von teuren Werk
stücken oft eine ganze Reihe von Ausschußexemplaren in auto
matischer Folge hergestellt wurde. Aus diesem Grunde war es
notwendig, nach einer Vorrichtung zu suchen, mit der möglichst
rasch seitliche Auslenkungen des Sägebandes automatisch fest
gestellt werden können.
Es gibt zwar bereits Steuervorrichtungen für Bandsägemaschi
nen (DE-AS 12 55 451), bei welchen die Durchbiegung des Säge
bandes in seiner Ebene Steuersignale erzeugt, mit denen auf
den Vorschub des Sägebandes eingewirkt wird, um den Andruck
des Sägebandes beim Schneiden zu steuern und die Vorschub
geschwindigkeit des Sägehauptes zu regulieren. Eine seitliche
Auslenkung des Sägebandes wird mit der bekannten Steuervor
richtung jedoch nicht erfaßt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuervorrichtung zu schaf
fen, welche die seitlichen Abweichungen des Sägebandes von
seinem richtigen Verlauf, d. h. von der an den Werkstücken vor
zunehmenden Sollschnittlinie feinfühlig feststellt und hier
nach die verschiedenen Maschinenantriebe steuert und ggf.
stillsetzt, wenn die Abweichung des Sägebandes von der Soll
schnittlinie einen vorherbestimmten Wert überschreitet.
Diese Aufgabe wird mit den in den Ansprüchen angegebenen
Merkmalen gelöst.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist sehr einfach und er
mittelt die Abweichungen des Bandsägeblattes von der Soll
schnittlinie genau und setzt in Abhängigkeit von diesen Ab
weichungen die Maschine still.
In der folgenden Beschreibung und den beigefügten Zeichnun
gen sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung an
Beispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Horizontalbandsägemaschine, die mit einer
Vorrichtung nach der Erfindung versehen ist,
in einer seitlichen Ansicht,
Fig. 2 die Bandsägemaschine nach Fig. 1 in einem Teil
schnitt nach Linie II-II der Fig. 1 und 3 in
vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 2 in einem Schnitt nach
Linie III-III der Fig. 2,
Fig. 4 und 5 zwei Ausführungsformen der Steuervorrichtung
nach der Erfindung in Schaltbildern und Fluß
diagrammen und
Fig. 6 eine Schalttafel, die an die in den Fig. 4 und
5 dargestellten Steuerkreise angeschlossen wer
den kann.
In Fig. 1 ist eine Horizontalbandsägemaschine dargestellt,
die in ihrer Gesamtheit mit 1 bezeichnet ist und ein kasten
artiges Maschinenbett 3 und ein Sägehaupt 5 aufweist, das
gegenüber dem Maschinenbett 3 auf- und abschwenkbar ist. Das
Sägehaupt 5 ist durch einen Schwenkzapfen 7 am Maschinenbett
angelenkt und so ausgebildet, daß es von einem Hydromotor 9
in Form eines hydraulischen Zylinders auf das Maschinenbett
3 abgesenkt und wieder hochgeschwenkt werden kann. Das Säge
haupt 5 ist in seinem oberen Teil mit einer Schalttafel 10
ausgerüstet, auf der verschiedene Steuervorrichtungen zusam
menmontiert sind; jedoch kann eine solche oder auch eine an
ders ausgebildete Schalttafel an jeder beliebigen Stelle der
Horizontalbandsägemaschine 1 oder unabhängig von ihr ange
bracht werden.
Im Sägehaupt 5 läuft ein flexibles, endloses Sägeband 11 um
eine treibende Sägebandrolle 13 und um eine angetriebene Sä
gebandrolle 15 um, die mit ihren Wellen 17 und 19 im Säge
haupt gelagert sind, so daß das Sägeband angetrieben wird
und den Schneidvorgang durchführen kann, wenn das Antriebs
rad 13 angetrieben wird. Das Sägeband 11 wird in der
Schneidzone mit nach unten gerichteter Schneidkante von zwei
Sägebandführungen 21 und 23 gehalten oder geführt, von denen
jede zwei Gleitschuhe 25 und 27 aufweist, zwischen denen das
Sägeband 11 gleitend hindurchläuft. Die Führungsschuhe 21
und 23 sind an den unteren Enden der Arme 29 und 31 lösbar
befestigt oder bestehen mit diesen aus einem Stück. Beide
Arme 29 und 31 sind an einem Träger 33 im oberen Teil des
Sägehauptes 5 verstellbar befestigt.
Ferner ist in der Schneidzone auf dem Maschinenbett 3 ein
Werkstücktisch 35 derart montiert, daß ein zu schneidendes
Werkstück W auf dem Werkstücktisch in Stellung gebracht
werden kann. Ferner ist eine Spannvorrichtung 37 vorgese
hen, die eine feststehende Spannbacke 37 f und eine beweg
liche Spannbacke 37 m aufweist, zwischen denen das zu
schneidende Werkstück eingespannt wird. Wenn das Sägehaupt 5
um den Schwenkzapfen 7 aus seiner in Fig. 1 in strichpunktier
ten Linien dargestellten, angehobenen Stellung niederge
schwenkt wird, wird das im Sägehaupt 5 um das treibende An
triebsrad 13 und das angetriebene Antriebsrad 15 umlaufende
Sägeband 11 vorgeschoben und schneidet das in der Spannvor
richtung 37 auf dem Werkstücktisch 35 eingespannte Werkstück.
Die Horizontalbandsägemaschine 1 kann auch so ausgebildet
sein, daß das Sägehaupt 5 zu jedem Schneidvorgang automatisch
angehoben und abgesenkt wird und eine automatische Vorschub
einrichtung aufweist, welche das zu schneidende Werkstück
nach jeder Beendigung eines Schneidvorganges weiter vor
schiebt.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß die Er
findung bei jeder Art der bekannten Horizontalbandsägema
schinen verwendet werden kann, obgleich die Erfindung im
vorstehenden und folgenden bei einer Horizontalbandsägema
schine 1 beschrieben wurde und noch beschrieben werden wird,
bei der das das Sägeband 11 tragende Sägehaupt 5 um den
Schwenkzapfen 7 schwenkbar ist. Beispielsweise ist die Er
findung auch bei Horizontalbandsägemaschinen verwendbar,
bei denen das Schneidhaupt längs einer oder mehrerer Verti
kalführungen, beispielsweise an einem oder mehreren Pfosten,
als Ganzes vertikal geführt wird.
Um eine Abweichung des Sägebandes 11 von seinem vorgeschrie
benem Lauf festzustellen und seine Bewegung zu stoppen, ist
eine Detektorvorrichtung 39 vorgesehen, die bei der bevor
zugten Ausführungsform an der Sägebandführung 21 derart be
festigt ist, daß sie sich zwischen der Sägebandführung 21
und dem zu schneidenden Werkstück W befindet. Die Detektor
einrichtung 39 kann natürlich auch auf jede andere Weise
zwischen den Sägebandführungen 21 und 23 angeordnet sein,
wie dies aus der folgenden Beschreibung zu erkennen ist,
obgleich man es vorziehen wird, sie zwischen der Sägeband
führung 21 und dem Werkzeug W anzuordnen.
Wie aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, besteht die Abtastvor
richtung 39 aus einer Grundplatte 41, die mehr oder weniger
rechteckig oder quadratisch ist und an der linken Seite der
Sägebandführung 21 mit mehreren Schrauben 43 befestigt ist.
Bei der bevorzugten Ausführungsform hat die Grundplatte 41
zwei sich in Längsrichtung erstreckende Ausnehmungen 41 ca
und 41 cb und eine horizontal verlaufende Nute 41 g, welche
die Ausnehmungen 41 ca und 41 cb zu einem weiter unten noch
näher erläuterten Zweck verbindet. Die Abtastvorrichtung 39
weist ferner einen langgestreckten Schwinghebel 45 auf, der
in im wesentlichen vertikaler Lage an der Grundplatte 41 be
festigt ist und an seinem unteren Ende einen Fühlstift 47
und an seinem oberen Ende einen Stößel oder eine Stoßstan
ge 49 trägt. Der Schwinghebel 45 ist etwa in seinem mittle
ren Teil mit einem Schwenkzapfen 51 schwenkbar gelagert, der
an der Grundplatte 41 derart befestigt ist, daß der Fühl
stift 47 eine Seite des Sägebandes 11 berührt. Auf diese
Weise kann der Schwinghebel 45 um den Schwenkzapfen 51 in
einer zur Grundplatte 41 parallelen Ebene hin- und her
schwingen, wobei der Fühlstift 47 ständig in Berührungskon
takt mit dem Bandsägeblatt 1 gehalten wird.
Die Stoßstange 49 des Schwinghebels 45 ist an diesem im we
sentlichen im rechten Winkel und parallel zur Grundplatte
41 derart befestigt, daß sie sich zusammen mit dem Schwing
hebel in einer zur Grundplatte 41 parallelen Ebene bewegt.
Außerdem ist der Schwinghebel 45 bei der bevorzugten Aus
führungsform so angeordnet, daß er in der Ausnehmung 41 ca
der Grundplatte 41 hin- und herschwingt, während die Stoß
stange 49 in der Nute 41 g der Grundplatte 41 liegt und in
die Ausnehmung 41 cb der Grundplatte hineinragt.
Die Abtastvorrichtung 39 weist ferner einen Schwingarm 53
auf, der in einer im wesentlichen vertikalen Lage derart
angeordnet ist, daß sein oberer Teil von dem vorstehenden
Ende der Stoßstange 49 beaufschlagt wird. Der Schwingarm 53
ist an seinem oberen Ende mit einem Plättchen 55 aus magne
tischem Material versehen, das am oberen Ende des Schwing
armes 53 gehalten wird und von einer Einstellschraube 57 in
seinem nach oben gerichteten Überstand über den Hebel ein
stellbar ist. Auch der Schwingarm 53 ist in seinem mittleren
Teil auf einem Schwenkzapfen 59 gelagert, der an der Grund
platte 41 befestigt ist, und wird von einer Feder 61 derart
vorgespannt, daß er bestrebt ist, die Stoßstange 49 zurück
zudrücken. Bei der bevorzugten Ausführungsform ist der
Schwingarm 53 in der Ausnehmung 41 cb der Grundplatte 41
schwenkbar gelagert, wie dies am besten in Fig. 2 zu er
kennen ist.
Um die Auslenkungen des Sägebandes 11 abzutasten und das Sä
geband sowie die gesamte Horizontalbandsägemaschine 1 still
zusetzen, ist ein Sensor 63, wie beispielsweise ein Diffe
rentialtransformator und ein Magnetsensor, vorgesehen, der
so ausgebildet ist, daß er die Bewegung des Plättchens 55
aufnimmt. Der Sensor 63 ist so ausgebildet, daß er die Bewe
gung oder die Verschiebung des Plättchens 55 aufnimmt und
diese in ein elektrisches Signal umwandelt. Bei der bevor
zugten Ausführungsform befindet sich der Sensor unmittelbar
oberhalb des Plättchens 55.
Aus der vorstehenden Beschreibung erkennt man, daß der
Schwinghebel 45 über den Schwingarm 53 und die Stoßstange
49 von der Feder 61 derart beaufschlagt wird, daß der Fühl
stift 47 gegen das Sägeband 11 gedrückt wird. Wenn deshalb
das Sägeband 11 ausgebogen wird und von seinem vorgeschrie
benem Lauf nach der vom Fühlstift 47 abgewandten Seite aus
weicht, schwenkt der Schwenkhebel 45 um den Schwenkzapfen
51 in der in Fig. 2 dargestellten Lage entgegen dem Uhrzei
gersinn. Gleichzeitig wird der Schwenkarm 53 von der Feder
61 um den Schwenkzapfen 59 entgegen dem Uhrzeigersinn ge
dreht. Wenn das Bandsägeblatt 11 dagegen so ausgebogen wird,
daß es gegen den Fühlstift 47 ausgelenkt wird, schwenkt der
Schwenkhebel 45 um den Schwenkzapfen 51 im Uhrzeigersinn,
wobei die Stoßstange 49 auf den Schwingarm 53 drückt und
diesen entgegen der Wirkung der Feder 61 im Uhrzeigersinn
dreht. Hierbei wird natürlich das Plättchen 55 zusammen mit
dem Schwingarm 53 bewegt, wenn der Fühlstift 47 vom Säge
band 11 beaufschlagt wird, um den Schwinghebel 45 hin- und
herzuschwingen. Man erkennt hieraus, daß die Bewegung oder
Verstellung des Plättchens 55 von dem Sensor 63 entsprechend
dem Maß der Abweichung des Bandsägeblattes 11 von dessen ge
nauem Lauf aufgenommen wird.
Aus Fig. 4 geht hervor, daß der Sensor 63 der Abtastvorrich
tung 39 an einen Detektor 65, beispielsweise an einen Wand
ler, angeschlossen ist, der so ausgebildet ist, daß er pro
portional zur Bewegung oder Verstellung des Plättchens 55
eine Gleichspannung erzeugt, die das Maß für die Auslenkung
des Sägebandes 11 von dessen vorgeschriebener Schneidlinie
ist. Mehr im einzelnen ist der Detektor 65 so ausgebildet,
daß er dann nicht in Aktion tritt und infolgedessen auch
keine Spannung erzeugt, wenn das Sägeband 11 der richtigen
Schneidlinie folgt, daß er aber eine positive (+) oder ne
gative (-) Spannung erzeugt, wenn das Sägeband in einer von
beiden Richtungen von seiner genauen Schnittlinie abweicht.
Demgemäß ist der Detektor 65 beispielsweise so ausgebildet,
daß er eine positive Spannung erzeugt, wenn das Bandsäge
blatt 11 sich vom Fühlstift 47 zu entfernen sucht, dagegen
eine negative Spannung abgibt, wenn es sich in Richtung auf
den Fühlstift 47 hin bewegt.
Der Detektor 65 ist an einen variablen Abschwächer 67 ange
schlossen, der mit einem Verstärker 69 verbunden ist, um
die positive oder negative Spannung proportional zum Maß
der Auslenkung des Sägebandes 11 von seine genauen Lauf
zu übertragen. Der variable Abschwächer 67 ist so ausgebil
det, daß er auf den jeweiligen Abstand zwischen den Säge
bandführungen 21 und 23 der Horizontalbandsägemaschine 1
eingestellt werden kann, der im allgemeinen auf die Größe
des zu schneidenden Werkstückes W eingestellt wird. Auf die
se Weise wird die von dem Detektor 65 erzeugte, positive oder
negative Spannung in Abhängigkeit von dem Abstand zwischen
den Sägebandführungen 21 und 23 auf den variablen Abschwächer
67 und von dort auf den Verstärker 69 übertragen, wo sie ver
stärkt wird. Der variable Abschwächer kann ferner so ausge
bildet sein, daß er durch eine geeignete Einstellvorrichtung,
wie beispielsweise einen Einstellknopf, eingestellt werden
kann, der an der Schalttafel 10 angeordnet und mit einer Ska
la versehen ist, welche den Abstand zwischen den Sägebandfüh
rungen 21 und 23 angibt (Fig. 6).
An den Verstärker 69 sind parallel zueinander ein Voltmesser
71, ein Vergleicher 73 zum Erkennen der positiven Grenze und
ein Vergleicher 75 zum Erkennen der negativen Grenze ange
schlossen, um die Spannung nach ihrer Verstärkung weiterzu
leiten. Der Spannungsmesser 71 dient zur Anzeige von Größe
und Richtung der Auslenkung des Bandsägeblattes 11 von sei
nem vorgeschriebenen Lauf und hat vorzugsweise eine Analog
anzeige. Er kann an der Schalttafel angeordnet sein, die in
Fig. 6 dargestellt ist.
Die Vergleicher 73 und 75 zum Erkennen der positiven und ne
gativen Grenzen haben je eine Einstellvorrichtung 77 bzw. 79
zum Einstellen der Bezugsspannungen und sind auch jeweils
mit einem Integrationskreis 81 bzw. 83 verbunden, die an
Speicherschaltungen 85 bzw. 87 angeschlossen sind.
Die Comparatoren 73 und 75 zum Vergleich mit der positiven
und negativen Grenze sind so ausgebildet, daß in ihnen vor
her mit den Einstellvorrichtungen 77 und 79 die Bezugsspan
nungen gespeichert werden, um die positiven und negativen
Grenzen der Auslenkung des Sägebandes 11 zu bestimmen.
Wie aus Fig. 6 hervorgeht, können die Einstellvorrichtungen
77 und 79 in der Schalttafel 10 angeordnet und als Digital
schalter ausgebildet sein, welche die Referenzspannungen und
die positiven und negativen Grenzen der zulässigen Abweichun
gen des Sägebandes 11 ziffernmäßig in Millimetern oder Zoll
angeben.
Die Vergleicher 73 und 75 zum Erkennen der positiven und ne
gativen Grenzen sind so ausgebildet, daß sie die Vergleichs
spannungen mit der vom Verstärker 69 übertragenen Spannung
vergleichen und die Integrationskreise 81 bzw. 83 betätigen,
wenn die vom Verstärker 69 auf sie übertragene Spannung grö
ßer ist als die Bezugsspannungen. Jeder Fachmann erkennt na
türlich, daß der Vergleicher 73 zum Erkennen der positiven
Grenze nur anspricht, wenn eine positive Spannung vom Ver
stärker 69 auf ihn übertragen wird, und daß der Comparator
75 zum Vergleichen mit der negativen Grenze nur dann arbei
tet, wenn eine negative Spannung übertragen wird. Ferner
sind die Integrationskreise 81 und 83 so ausgebildet, daß
sie nicht zulassen, daß ein plötzlicher Spannungsanstieg
auf die Speicherschaltungen 85 und 87 übertragen wird.
Die Speicherschaltungen 85 und 87 sind miteinander gekoppelt
und wechselseitig an eine ODER-Schaltung 89 angeschlossen
und außerdem mit Pilotlampen 91 und 93 versehen, die auf der
Schalttafel angeordnet sein können, wie dies in Fig. 6 dar
gestellt ist. Der ODER-Kreis 89 ist an einen Steuerkreis 95
angeschlossen, der den Folgesteuerkreis der Horizontalband
sägemaschine 1 steuert und an den eine Pilotlampe 97 ange
schlossen ist, die ebenfalls an der in Fig. 6 dargestellten
Schalttafel angebracht sein kann. Der ODER-Kreis 89 über
trägt ein Signal auf den Steuerkreis 95, wenn entweder vom
Speicherkreis 85 oder vom Speicherkreis 87 ein Signal er
zeugt wird, um die Horizontalbandsägemaschine 1 stillzuset
zen. Ferner zeigen die Lampen 91, 93 und 97 an, daß das Sä
geband 11 von seinem vorgeschriebenen Lauf über die von den
Einstellvorrichtungen 77 und 79 vorher eingestellten Gren
zen hinaus abweicht.
In Fig. 5 ist eine abgewandelte Ausführungsform der Erfin
dung dargestellt, welche der Ausführungsform nach Fig. 4 mehr
oder weniger ähnlich ist. Bei dieser Ausführungsform ist der
variable Abschwächer 67 der ersten Ausführungsform durch ei
nen veränderlichen Widerstand 99 ersetzt, der an eine Be
zugsspannung 101 angeschlossen ist. An die Stelle des Ver
stärkers 69 und der Integrationskreise 81 und 83 ist ein
Verstärker 103 mit Tiefpaß-Filtercharakteristik getreten.
Der Vergleicher 73 zum Erkennen einer Überschreitung der po
sitiven Grenze der ersten Ausführungsform ist bei der Ausfüh
rungsform nach Fig. 5 in mehrere Comparatoren 105 aufgelöst,
die mit Leuchtdioden 107 verbunden sind, welche an einen
Wahlschalter 109 angeschlossen sind. In ähnlicher Weise ist
der Vergleicher 75 zum Erkennen einer Überschreitung der ne
gativen Grenze bei der zweiten Ausführungsform durch mehrere
Comparatoren 111 ersetzt, die mit Leuchtdioden 113 versehen
und an einen Selektorschalter 115 angeschlossen sind. Den
Comparatoren 105 ist ein Verstärker 103 und den Comparatoren
111 ist ein invertierender Verstärker 117 vorgeschaltet.
Es ist möglich, an
stelle des Magnetsensors Sensoren anderer Art zu verwenden
oder die Auslenkungen des Sägebandes nicht mechanisch, son
dern optisch abzutasten. Ferner kann die Steuerschaltung auch
etwas anders ausgebildet sein.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Steuern der Antriebe einer Bandsäge
maschine, insbesondere einer Horizontalbandsägemaschine,
in Abhängigkeit von den Abweichungen des Sägebandes von
der Sollschnittlinie, dadurch gekenn
zeichnet, daß am Sägeband (11) eine Abtast
vorrichtung (39) angeordnet ist, welche die seitliche
Auslenkung des Sägebandes (11) in einer zur Vorschub
richtung und zur Laufrichtung des Sägebandes (11) senk
rechten Richtung aufnimmt und dem Sensor (63) einer
elektrischen Detektoreinrichtung zuführt, die dem
Steuerkreis (95) für die Maschinenantriebe vorgeschal
tet ist und einen Detektor (65) zum Feststellen der
seitlichen Auslenkung des Sägebandes (11), Vorrichtun
gen zum Voreinstellen der zulässigen Grenzen der positi
ven und negativen Auslenkungen des Sägebandes und Vor
richtungen zum Vergleichen der festgestellten mit den
zulässigen Auslenkungen aufweist, welche ein Signal zum
Anhalten auf den Steuerkreis (95) für die Maschinen
antriebe übertragen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Abtastvorrichtung
(39) einen Schwinghebel (45) aufweist, dessen eines
Ende einen am Sägeband (11) seitlich anliegenden Fühl
stift (47) und dessen anderes Ende eine Stoßstange (49)
trägt, die auf das eine Ende eines federbelasteten
Schwingarmes (53) wirkt, der ein Plättchen (55) trägt,
welches dem Sensor (63) der Detektoreinrichtung gegen
überliegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sensor (63)
ein Magnetsensor oder ein Differential-Transformator
ist, der die Bewegung des Plättchens (55) in ein
elektrisches Signal umwandelt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß dem
Detektor (65) eine einstellbare Einrichtung (67 bzw.
99) zugeordnet ist, welche die Auslenkungen des Säge
bandes (11) in Abhängigkeit vom gegenseitigen Abstand
der Sägebandführungen (21, 23) feststellt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die einstellbare Ein
richtung ein einstellbarer Abschwächer (67) ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die einstellbare Ein
richtung ein einstellbarer Widerstand (99) ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß der
Detektor (65) ein Wandler ist, welcher der Auslenkung
des Sägebandes entsprechend große positive und negative
Spannungssignale aussenden kann, für welche jeweils ge
trennte, parallel geschaltete Vergleicher (73, 75 bzw.
105), Integrationskreise (81, 83) bzw. Leuchtdioden
(107) und miteinander gekoppelte Speicherschaltungen
(85, 87) vorgesehen sind, die über eine ODER-Schaltung
(89) an den Steuerkreis (95) des Maschinenantriebes
angeschlossen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Vergleicher (73, 75)
zum Feststellen der positiven und negativen Auslenkungs
grenzen mit Einstellvorrichtungen (77, 79) zum Ein
stellen der Bezugsspannungen verbunden sind.
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