DE3036209C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/12—Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ
- B22D11/124—Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ for cooling
- B22D11/1248—Means for removing cooling agent from the surface of the cast stock
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Continuous Casting (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich ganz allgemein auf das Gebiet
des Gießens von Metallartikeln, insbesondere aus Aluminium
und dergleichen bestehenden Leichtmetallartikeln nach den
weitgehend benutzten kontinuierlichen oder halbkontinuier
lichen Direktabkühlungs- bzw. Abschreckverfahren.
Bei die
sem Gießprozeß wird geschmolzenes Metall in das Eintritts
ende einer am Ende offenen rohrförmigen Gießform einge
führt und, wenn dieser Metallfluß durch die Gießformboh
rung hindurchtritt, gekühlt und daher zumindest teilweise
verfestigt bzw. zum Erstarren gebracht. Wenn das Metall
vom Austrittsende der Gießform austritt wird es mit Kühl
mittel besprüht, um die Metallerstarrung zu beenden.
In das Eingangsende der Gießform eingeführte Metallschmel
ze bildet sehr rasch eine dünne Schicht erstarrten Metalls
in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Abschreck- bzw. Ab
kühlflächen der Formbohrung. Wenn die Erstarrung fortschrei
tet zieht sich der Metallfluß zusammen und zieht er sich
auch von der Formwand weg. Ist erst einmal der Kontakt mit
den Kühlflächen der Formbohrung verlorengegangen, so wird
nur ein relativ kleiner Wärmeentzug durch die Formwände
hindurch bewirkt. Danach findet im wesentlichen die gesamte
Erstarrung bzw. Verfestigung durch die Anwendung von Kühl
mittels statt, das auf das Metall gelangt, wenn es aus dem
Austrittsende der Form austritt.
Die Erstarrung bzw. Verfestigung von Metall in diesem Direkt
abkühl-Gießverfahren führt üblicherweise zu extrem großen
thermischen Gradienten zwischen der Oberfläche und dem
Zentrum des erstarrten Metalls. Diese großen Wärmegra
dienten können zu inneren Spannungen führen, die so
groß werden, daß sich Risse und Spalten während der
kurz nach dem Gießen des erstarrenden Metalls entwickeln.
Die hochfesten, hochlegierten Aluminiumlegierungen, wie
7XXX (Al-Zn und Al-Zn-Mg) und die 2XXX (Al-Cu) Legierun
gen (Bezeichnungen der Aluminium Assocation) sind gegen
über einer solchen Rißbildung besonders anfällig. Die
Rißbildung vermindert die Metallgewinnungsgeschwindig
keit sehr beträchtlich und erhöht daher die Kosten, da
die mit Risse versehenen Gußstücke, Barren oder derglei
chen entweder verschrottet oder beträchtlich gekröpft
werden müssen.
Es ist seit langem bekannt (US-PS 27 05 353, 27 08 297
und 36 53 425), daß das Rissebilden von hochlegierten
schnell abgeschreckten Gußblöcken oder Gußbarren durch
das Abführen von Kühlmittel von den erstarrten Metall
oberflächen sehr bald nach dem Beaufschlagen des aus
dem Austrittsende der Form austretenden Metalls vermin
dert werden kann. Durch rasches Abführen des Kühlmittels
erhitzt das sich auf hoher Temperatur befindende Metall
im Zentrum des Barrens oder Blockes das kühlere Metall
an der Oberfläche wieder auf, was zur Beseitigung von
Spannungen führt und die Rissebildung verhindert oder
vermindert.
Es wurden bereits viele Arten von Kühlmittelableitungs
einrichtungen, wie Gummiblätter, Luftmesser, rotierende
Bürsten oder Walzen und dergleichen vorgeschlagen und
auch im Verlauf der Jahre in Versuchen angewendet, die
Rissebildung bei solchen Barren und Blöcken zu verhin
dern. Mit Ausnahme von Gummiblättern wurden die meisten
dieser Einrichtungen jedoch nicht kommerziell in einem
beträchtlichen Umfang benutzt, da sie in der industriel
len Umgebung, für die sie bestimmt sind, unpraktisch sind.
Es ist bereits ein Verfahren und eine Vorrichtung nach der
in den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 5 genannten Art bekannt
(DE-OS 24 26 979), bei dem bzw. bei der ein Gummiring als Kühl
mittel-Abstreifer verwendet wird. Solche Gummringe werden
aber schnell von den rauhen Oberflächen des verdickten Gußstücks
beschädigt, angerissen oder anderweitig beeinträchtigt. Dadurch
kann Kühlmittel auf den überstreiften Metalloberflächen verbleiben
und zu Rissen Anlaß geben. Darüber führen Gummiringe Kühlmittel
insbesondere an Ecken nicht gleichmäßig genug vom Gußstück
ab. Die Verwendung rotierender Einrichtungen, wie Bürsten und
Walzen, führt zu Problemen, die mit denen von blattförmigen
Abstreiforganen vergleichbar sind; außerdem können solche Ein
richtungen nicht auf Metall verwendet werden, das einen kreis
förmigen Querschnitt aufweist. Druckluftstrahlen wären zum
Abführen von Kühlmitteln zwar wirksam, erfordern jedoch un
verhältnismäßig große Luftmengen, was sie recht unpraktisch
macht.
Im Verlauf von Jahren hat sich die Guß- bzw. Gießereitechnik
bis zu einem solchen Punkt entwickelt, bei dem durch leichtes
Modifizieren der Legierungszusammensetzungen verbesserte Guß
verfahren und verbesserte Gießformkonfigurationen, auch hoch
legierte Leichtmetalle, in einer regulären Weise gegossen werden
können. Aber trotz dieses Fortschritts war und ist die Metall
gewinnung häufig noch ziemlich gering. So wird beispielsweise
bei hochlegierten, hochfesten Aluminiumlegierungen, wie der
Aluminiumlegierung 7050, eine Metallgewinnung von 50% oft als
erfolgreich angesehen und sind die meisten dieser Metallver
luste auf gerissene Gußstücke, Barren bw. Blöcke zurückführen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Abstreifen mit
einfachen Mitteln so zu verbessern, daß eine gute und rasche
Anpaßbarkeit und möglichst lange Lebensdauer bei guter Abstreif
wirkung erreicht wird.
Die Erfindung ist in den Ansprüchen 1 und 5 gekennzeichnet.
Gemäß der Erfindung ist das Abstreiforgan aufweitbar, aufbläh
bar, aufblasbar oder dergleichen, insbesondere in Form eines
Wulstrings, Schlauchs oder dergleichen ausgebildet, der im
aufgeblähten bzw. aufgeblasenen Zustand in Kontakt mit dem
Gußstück und zwar vollständig rings um dessen Oberfläche herum
gelangt. Beim Beginn des Gießens befindet sich das elastomere
Abstreiforgan in einem nicht aufgeblähten bzw. unaufgeblasenen
Zustand. Hierdurch kann das verdickte Ende des Gußbarrens,
Gußstranges oder dergleichen durch das Abstreiforgan hindurch
bzw. an diesen vorbeigelangen, ohne die elastomere Abstreif
flächen zu einem beträchtlichen Ausmaß zu berühren. Sobald
der verdickte Gußstückteil vorbeigetreten ist, wird die Ab
streifmanschette aufgeblasen, bis deren Oberfläche gegen die
Oberfläche des Gußstücks gedrückt ist, um hierdurch Kühlmittel
abzuführen. Beim Gießbeginn sollte der Druck des elastomeren
Elements gegen die Oberfläche des Gußstücks relativ niedrig
sein, da ein übermäßiger Druck das Abziehen des Gußstücks aus
der Form behindern könnte. Während des übrigen Gießens wird
der Druck auf angemessenem Niveau gehalten, um das Kühlmittel
wie gewünscht abzuführen. Am Ende des Gießens wird der Kühlmittel
strom von der Form zur Oberfläche des Gußstücks beendet, ehe
das Ende desselben an der elastomeren Manschette vorbeitritt,
um sicherzustellen, daß kein Kühlmittel die Gußstückoberfläche
berührt, wenn erst einmal das Kühlmittel von der Oberfläche
entfernt worden ist.
Das mit Hilfe der Abstreifvorrichtung entfernte Kühlmittel
wird von der Metalloberfläche durch geeignete Trog- oder Leitungs
einrichtungen abgeführt, um einen weiteren Kontakt derselben
mit den Barren- bzw. Blockoberflächen zu verhin
dern. In den meisten Fällen sollte das von der Gußstückober
fläche abgeführte Kühlmittel in einem Abstand von etwa 5,1
bis 50,8, insbesondere 10,2 bis 30,5 cm, vom Austritts
ende aus der Form gehalten werden. Der jeweils zu verwenden
de Abstand hängt von der Legierungszusammensetzung, der Bar
ren- oder Blockgröße und der Gießgeschwindigkeit ab und kann
leicht empirisch bestimmt werden.
Der den Barren bzw. Strang oder Block umgebende elastomere
Abstreifwulst wird durch ein Fluidum, wie Luft oder Wasser
aufgeblasen, bzw. aufgebläht, um eine angemessene Verteilung
des Druckes vollständig rings um den Block bzw. Barren zu
erzielen und Kühlmittel in der gewünschten Weise abzuführen.
Eine Flüssigkeit, wie Wasser wird deshalb bevorzugt, weil
sie die Temperatur des aufblähbaren Elements des Abstreifor
gans auf einem relativ niedrigen Niveau aufrechterhalten
kann, um die thermische Degradation des elastomeren Materials
des Abstreifers minimal zu halten. Gemäß einer bevorzugten
Ausbildung der Erfindung wird Wasser laufend durch die inne
re Kammer des elastomeren Wulstes bzw. Schlauches hindurch
geleitet, um den Wärmetransport zu verbessern; der Druck in
nerhalb der Innenkammer wird durch geeignete Mittel, wie ein
Ventil bzw. Steuerorgan, in der Ablaßleitung auf dem gewünsch
ten Niveau gesteuert.
Die aufblähbare bzw. aufblasbare Manschette oder dergleichen
der Abstreifvorrichtung ist im allgemeinen eine einzelne Ein
heit und sie wird im allgemeinen durch eine einzige kontinuier
liche Kammer zur Begrenzung des Aufblähmittels ausgebildet,
um einen gleichmäßigen Druck dieses Wulstes oder dergleichen
auf das Metall auszuüben. Unter einigen Bedingungen kann es
jedoch auch erwünscht sein, die aufblähbare Wulst in separate
Blähkammern aufzustellen, so daß unterschiedliche Druckniveaus
in den unterschiedlichen Segmenten aufrechterhalten werden
können und unterschiedliche Drucke an unterschiedlichen Be
reichen des Gußstücks, Strangs oder dergleichen anlegbar sind.
Wenn in Vertikalrichtung gegossen wird, ist es zweckmäßig
die Abstreifeinrichtung von einem geeigneten oberen Trä
ger, wie dem Gießtisch, herabhängen zu lassen, so daß
kein beträchtlicher Seitenschub auf den zu gießenden Bar
ren oder Block ausgeübt wird. Beträchtliche Seitenschübe
können nämlich die dünnen Embryo- oder Außenhautformen in
nerhalb der Gießbohrung stark beeinträchtigen, was zu
Oberflächendefekten als auch zu deformierten Barren und
Blöcken führt. Die bevorzugten Mittel zum Anhängen der
Abstreifeinrichtung sind Ketten oder flexible bzw. bieg
bare Kabel, die der Abstreifeinrichtung ermöglichen
schnell entfernt zu werden, wenn Legierungen gegossen
werden, die nur eine geringe oder gar keine Risseneigung
aufweisen.
Das elastomere Material des aufblähbaren Wulstes sollte
eine ausreichende Elastizität bzw. Rückstellkraft zum Ex
pandieren in der gewünschten Weise aufweisen, um das Me
tall zu berühren, das aus dem Austrittsende der Form aus
tritt. Es soll zähe genug sein, um vigorosen Umgebung
Stand zu halten, der es ausgesetzt ist, insbesondere den
Abnutzungen, die sich durch das Abstreifen bzw. Entlang
streifen an den Gußstückoberflächen ergeben. Geeignete
elastomere Materialien schließen natürlichen Kautschuk und
synthetischen Kautschuk bzw. Gummi ein.
Verschiedene Aspekte der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt. Darin zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt der erfindungsgemäßen Einrichtung,
die eine Kühlmittelabführeinrichtung in Verbindung
mit einem Direktabkühl-Gießverfahren aufweist;
Fig. 2 ist ein teilweiser Querschnitt, der eine zur Verwen
dung gemäß der Erfindung modifizierte aufblähbare
Wulst veranschaulicht;
Fig. 3 und 4 perspektivische Ansichten der Kühlmittelabführein
richtung gemäß der Erfindung, und zwar teilweise
in Sektionen gezeigt und
Fig. 5 eine graphische Darstellung zum Vergleich der Tempera
tur der Gußstückoberfläche in Abhängigkeit vom Abstand
von Austrittsende aus der Form.
Fig. 1 ist eine Ansicht einer stark vereinfachten Gießeinrich
tung mit direktem Abschrecken im Querschnitt, die den Vorgang
des Abstreifens gemäß der Erfindung veranschaulicht. Geschmol
zenes Metall wird in das Eintrittsende 10 der Gießform 11
eingeführt, die von einem Wassermantel 12 umgeben
wird. Der Wassermantel 12 und die Form 11 bilden eine Kammer 13,
die einen Kühlmittelkörper rings um die äußere Peripherie der
Form 11 aufrechterhält. Kühlmittel wird von der Kammer 13 durch
einen geeigneten Schlitz oder Öffnungen 14 am Austrittsende 15
der Form auf den erstarrten oder teilweise erstarrten, als Barren ausgebildeten Gußstücks 16
gerichtet. In Fig. 1 ist die Zeichnung in zwei Teile durch die
Formachse hindurch aufgeteilt, um auf der linken Seite den Gieß
beginn und auf der rechten Seite den normalen Betrieb der Ein
heit zu veranschaulichen, nachdem der verdickte Gußstückanfangsteil 17
des Barren oder Blockes durch die Abstreifeinrichtung 20 hin
durchgetreten bzw. an dieser vorbeigetreten ist. Die Abstreif
einrichtung 20 ist in einem kurzen Abstand von Austrittsende 15
der Form 11 entfernt und in axialer Ausrichtung mit der Formboh
rung angeordnet und weist eine aufblähbare bzw. aufblasbare
elastomere Wulst 21 als Abstreiforgan und einen ringförmigen Rahmen 22 auf, an
dem das Abstreiforgan 21 mit Hilfe von Platten 31 befestigt
ist. Der Rahmen 22 ist mit einem Durchgang 24 durch dessen
Zentrum hindurch versehen, der im wesentlichen die gleiche
Form wie - jedoch größer als - der transversale Querschnitt
des Barrens oder Blockes aufweist, der hindurchzuführen ist.
Das aufblähbare Element 21 bildet in Verbindung mit dem Rah
men 22 eine Kammer 23 zur Aufnahme von zum Aufblähen bzw.
Aufblasen dienendem Fluidum. Die Einrichtung 20 wird durch
Ketten 25 getragen, die von dem Gießtisch 26 herabhängen, der
auch die Formeinrichtung trägt. Eine Leitung 27 dient zum
Zuleiten des Aufblähmittels in die Innenkammer 23 des Ab
streiforgans 21 und eine Leitung 28 dient zum Abführen
des Aufblähmittels aus der Kammer 23. Gemäß einer bevor
zugten Ausbildung wird Wasser kontinuierlich in die Kammer
23 eingeleitet und wird der Druck innerhalb der Kammer auf
der Ableitung 28 mit Hilfe eines Ventils 29 oder derglei
chen Steuerorgans gesteuert.
Wie im linken Teil der Fig. 1 dargestellt, befindet sich
beim Gießbeginn das Abstreiforgan 21 in einem nicht auf
geblähten bzw. erschlafften Zustand, wodurch der verdickte Gußstück
anfangsteil 17 des Stranges 16 vorbeitreten kann, ohne mit dem
Abstreiforgan 21 in Berührung zu gelangen. Wenn erst ein
mal der Anfangsteil 17 vorbeigetreten ist, wird die
Kammer 23 aufgeweitet, so daß das Abstreiforgan 21 die
Oberfläche des Gußstücks 16 unter genügendem
Druck berührt, um Kühlmittel abzuleiten.
Fig. 2 ist eine Querschnittansicht eines abgewandelten
aufblähbaren elastomeren Abstreiforgans 21, bei dem der Abschnitt
30, der zur Berührung mit dem Gußstück 16 bestimmt ist, ver
dickt ausgebildet ist, um die Lebensdauer zu vergrößern.
Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht, teilweise im
Schnitt, einer bevorzugten Abstreifvorrichtung gemäß der
Erfindung, bei der die Gießform und der Gießtisch zu Illu
strationszwecken entfernt sind. Das aufblähbare Abstreiforgan
21 ist als in Kontakt mit dem Barren oder Block, d. h. mit dem Gußstück 16
(in unterbrochenen Linien dargestellt) gezeigt, um Kühl
mittel von dessen Fläche abzuleiten. Das abgeführte Kühl
mittel fließt in den Trog 40 über und wird in die Gieß
grube vom Gußstück 16 hinweg durch die Abflußtülle 41 hindurch
abgeführt, so daß kein weiterer Kühlmittel-Metall-Kontakt
auftreten kann. Die Abstreifeinrichtung 20 ist mit Hilfe
von Ketten 25 händend angeordnet, um irgendwelchen Seiten
schub auf den Barren zu vermeiden.
Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht einer anderen Aus
bildung der Erfindung, bei der die Enden 50 der Abstreif
vorrichtung näher an die Austrittsseite der Form herantre
ten, als diejenigen Abschnitte des manschettenförmigen Abstreiforgans 21,
die sich in Nachbarschaft zum Zentrum der großen Oberflä
chen des Gußstücks 16 befinden, um Kühlmittel von den schma
len Stirnseiten und Ecken des Gußstücks 16 abzuführen, ehe
Kühlmittel von den mittigen Abschnitten der breiten Seiten
des Gußstücks 16 abgeführt wird. Diese Ausbildung führt zu
einer gleichmäßigeren Oberflächentemperatur am Gußstück 16
in einer Ebene rechtwinklig zur Gußstück- bzw. Barrenachse,
was dann erwünscht sein kann, wenn das zu gießende Guß
stück 16 ein großes Lageverhältnis (Verhältnis zwischen der
großen Abmessung und der kleinen Abmessung des Querschnitts)
von insbesondere größer als 2 aufweist.
Fig. 5 ist eine graphische Darstellung zum Vergleich der
Temperatur der Gußstückfläche in verschiedenen Abständen
vom Austrittsende der Form mit und ohne einer Abstreifvor
richtung gemäß der Erfindung im Betrieb. Wie aus der gra
phischen Darstellung ersichtlich ist, tritt eine erhebliche
Wiedererhitzung der Gußstückoberfläche bei Inbetriebnahme
der Abstreifeinrichtung auf, während ohne die Abstreifein
richtung im wesentlichen keine Wiedererhitzung in Erschei
nung tritt.
Das folgende Beispiel dient zur weiteren Erläuterung einer
bevorzugten Ausbildung der Erfindung.
Um die Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Abstreifsystems
zu bestimmen, wurden acht rechteckige Barren bzw. Blöcke
mit 40,6 × 137,2 cm aus einer Schmelze aus einer Aluminium
legierung 7050 im Direktabkühlungsverfahren gegossen.
Während des Gießens wurde eine Absteifvorrichtung gemäß der
Erfindung verwendet, um Kühlmittel bzw. Abschreckmittel von
der Oberfläche von vier der Gußstücke bzw. Barren abzuführen,
während übliche Gummiblattabstreifer zum Ableiten von Kühl
mittel von der Oberfläche der anderen vier Gußstücke bzw. Bar
ren verwendet wurden. In allen Fällen waren die Zusammensetzung
und Temperatur des geschmolzenen Metalls und die Gießbedingun
gen im wesentlichen die selben. Kühlmittel wurde in einem Ab
stand von 25,4 cm vom Boden der Gießform von den Gußstückflä
chen abgeführt. Sämtliche vier Gußstücke, die unter Anwendung
der erfindungsgemäßen Abstreifvorrichtung gegossen wurden,
wiesen keine Risse auf. Von den anderen vier Gußstücken, die
unter Verwendung der üblichen Gummiblätter gegossen wurden,
waren zwei in Bereichen gerissen, in denen Kühlmittellecks
auftraten.
Sämtliche Aluminiumlegierungs-Bezeichnungen sind hier solche
der Aluminium Association.
Während
die Beschreibung hauptsächlich auf das Gießen
in Vertikalrichtung gerichtet ist, kann die Erfindung auch zum
Gießen in horizontaler Richtung angewendet werden.
Claims (12)
1. Verfahren zum Kühlen von Gußblöcken, Gußbarren, Gußsträngen
und dergleichen Gußstücken aus Leichtmetall, bei dem Metall
schmelze durch eine Gießform geführt und Kühlmittel während
und/oder nach dem Gießen zum Erstarren der Metallschmelze
auf die Gußstückoberfläche aufgebracht und das Gußstück
durch eine Abstreifvorrichtung bewegt wird, von der ein
Abstreiforgan Kühlmittel wieder
von der Gußstückoberfläche abstreift,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gußstück an einem aufweitbaren Abstreiforgan (21)
derart vorbeibewegt wird, daß der verdickte Gußstückanfangs
teil (17) ohne wesentliche Berührung der Abstreifvorrichtung
(20) am Abstreiforgan (21) vorbeigelangt, und daß das Ab
streiforgan (21) nach dem Vorbeitreten des verdickten Guß
stückanfangsteils (17) soweit aufgeweitet wird, daß es sich
an die Gußstückoberfläche anlegt und dort befindliches Kühl
mittel abstreift.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in das Abstreiforgan (21) ein Fluidum eingeleitet wird,
das dieses durch Aufblasen bzw. Aufblähen aufweitet.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß Wasser in das Abstreiforgan (21) als Fluidum eingeleitet
wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Fluidum in separate Blähkammern des Abstreiforgans
(21) mit unterschiedlichem Druck eingeleitet wird.
5. Abstreifvorrichtung zum Abstreifen von Kühlmittel von der
Oberfläche von Gußstücken aus Leichtmetall, mit einem an
die Gußstückoberfläche anlegbaren, insbesondere elastomeren
Abstreiforgan und einem das Abstreiforgan im Abstand von
einer Gießform für das Gußstück haltenden Halteeinrichtung,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstreiforgan (21) mindestens eine Kammer (23) aufweist,
in die ein Fluidum zum Aufweiten des Abstreiforgans (21)
einleitbar ist, und daß das Abstreiforgan (21) derart bemessen
und angeordnet ist, daß es im nicht aufgeweiteten Zustand
das verdickte Gußstückende (17) im wesentlichen berührungs
frei hindurchläßt, sich aber im aufgeweiteten Zustand an
die Gußstückoberfläche anlegt.
6. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstreiforgan (21) als aufblasbarer bzw. aufblähbarer
Wulstring ausgebildet ist.
7. Abstreiforgan nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltevorrichtung als an die Gießform (11) bzw. deren
Halteorgan (26) anhängbarer Rahmen (22) für das Abstreiforgan
(21) ausgebildet ist.
8. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß Ketten (25) oder Kabel zum Anhängen des Rahmens (22)
dienen.
9. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Zuleitung (27) und eine Ableitung (28) für Fluidum
durch den Rahmen (22) in die Kammer (23) des Abstreiforgans
(21) führen.
10. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstreiforgan (21) aus Kautschuk bzw. Gummi besteht.
11. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Gußstück (16) zugewandte Kontaktseite des Ab
streiforgans (21) einen verdickten Abschnitt (30) aufweist.
12. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstreiforgan (21) an schmalen Enden (50) der Ab
streifvorrichtung (20) in geringerem Abstand zur Gießform
(11) angeordnet ist als an den dem Zentrum des Gußstücks
(16) näher benachbarten Teilen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803036209 DE3036209A1 (de) | 1980-09-25 | 1980-09-25 | Verfahren zum abfuehren von kuehlmittel von gussstuecken und abstreifvorrichtung fuer gussstuecke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803036209 DE3036209A1 (de) | 1980-09-25 | 1980-09-25 | Verfahren zum abfuehren von kuehlmittel von gussstuecken und abstreifvorrichtung fuer gussstuecke |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3036209A1 DE3036209A1 (de) | 1982-05-06 |
| DE3036209C2 true DE3036209C2 (de) | 1990-07-26 |
Family
ID=6112845
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803036209 Granted DE3036209A1 (de) | 1980-09-25 | 1980-09-25 | Verfahren zum abfuehren von kuehlmittel von gussstuecken und abstreifvorrichtung fuer gussstuecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3036209A1 (de) |
Families Citing this family (1)
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Family Cites Families (4)
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| US3891024A (en) * | 1973-06-13 | 1975-06-24 | Noranda Mines Ltd | Method for the continuous casting of metal ingots or strips |
-
1980
- 1980-09-25 DE DE19803036209 patent/DE3036209A1/de active Granted
Also Published As
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| DE3036209A1 (de) | 1982-05-06 |
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