DE3036376C2 - Strömungsgeschwindigkeitsmesser für Gase und Flüssigkeiten - Google Patents
Strömungsgeschwindigkeitsmesser für Gase und FlüssigkeitenInfo
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Description
L
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9. Strömungsgeschwindigkeitsmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 8, dadurch
gekennzeichnet daß ein Taktgeber (14) zum periodischen Ein- und Ausschalten der die Sender
speisenden Oszillatoren (2,3) vorgesehen ist
Die Erfindung bezieht sich auf einen Strömungsgeschwindigkeitsmesser
für Gase und Flüssigkeiten gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Es sind mit Ultraschall arbeitende Strömungsgeschwindigkeitsmesser
bekannt die den Vorteil haben, daß keinerlei Meßmittel in der Meßstrecke eine Störung
der Strömung, einen Druckabfall oder eine Veränderung der Meßmittel bewirken können.
Bei Ultraschall-Strömungsgeschwindigkeitsmessern, die nach der Laufzeitmeßmethode arbeiten, sind jedoch
im allgemeinen die zu kleine Auflösung (1% bis 5%) und der große notwendige Rohrdurchmesser der Meßstrekke
nachteilig. Durch die gerade noch mögliche Erfassung der Laufzeit der Ultraschallimpulse bedingt
ergeben sich minimale Rohrdurchmesser von etwa 30 mm und hohe nötige Durchflußmengen.
Ultraschall-Strömungsgeschwindigkeitsmesser, die nach dem Ultraschall-Dopplerverfahre.i arbeiten, weisen
noch einen zusätzlichen Nachteil auf: Einwandfreie Messungen sind nur dann gewährleistet, wenn genügend
Schallstrahler (Gaseinschlüsse oder Schmutz- bzw. Festteilchen) in dem strömenden Medium vorhanden
sind.
Letzteres gilt auch für optische Anemometer für störungsfreie Geschwindigkeitsmessungen, wie sie beispielsweise
in »LASER und angewandte Strahlungstechnik«, Nummer 3/1971, Seite 15 bis 21 beschrieben
sind. Hierbei handelt es sich um Interferenzanemometer, Doppleranemometer und Kombinationen davon,
die auf dem Prinzip beruhen, daß in dem strömenden Medium kleine lichtstreuende Teilchen vorhanden sind
und die Strömungsgeschwindigkeit aus der Hell-Dunkel-Tastung
dieser Streuteilchen hervorgerufen durch ein Interferenzmuster oder durch unterschiedliche
Brechungskoeffizienten von Strömungsmedium und Streuteilchen abgeleitet wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Strömungsgeschwindigkeitsmesser gemäß dem Ober-
begriff des Patentanspruchs 1 zu schaffen, der ein hohes
Auflösungsvermögen auch bei kleinen Strömungsgeschwindigkeiten und geringen Rohrdurchmessern aufweist,
und unabhängig von Streuteilchen im Strömungsmedium arbeitet
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst
Erfindungsgemäß wird also die Erscheinung ausgenutzt, daß die das Interferenzmuster erzeugenden to
Wellen in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Richtung durch die Strömung des Mediums eine Vergrößerung
bzw. Verkleinerung ihrer Wellenlänge erfahren und dadurch das Interferenzmuster in Strömungsrichtung
räumlich verändert, beispielsweise verdreht bzw. ge- is
kippt wird. Die Veränderung des Interferenzmusters durch die Strömung des Mediums ist bereits bei kleinen
Strömungsgeschwindigkeiten ausreichend groß und kann daher leicht mit hoher Genauigkeit erfaßt werden.
Aus diesem Grunde kann der Abstand zwischen Geber und Aufnehmer klein gewählt werden, so daß in Rohren
kleineren Durchmessers als nach der Laufzeitmethode gemessen werden kann. Darüberhinaus kann aus der
Richtung der Veränderung des Interferenzmusters die Strömungsrichtung bestimmt werden.
Der Patentanspruch 2 kennzeichnet eine vorteilhafte Anordnung, bei der die Strömungsgeschwindigkeit aus
der Verkippung bzw. Verdrehung eines von zwei Ultraschallsendern erzeugten Interferenzmusters mit
Hilfe eines Ultraschallempfängers ermittelt wird.
Eine einfache Geschwindigkeitsmessung ergibt sich gemäß Patentanspruch 3 dadurch, daß die am Ort des
Ultraschallempfängers gemessene Amplitude mit der Amplitude bei ruhendem Medium (V=O) verglichen und
aus dem Amplitudenverhältnis die Strömungsgeschwindigkeit
errechnet wird. Eine Änderung der Intensität der Sender und der Empfindlichkeit des Empfängers
beeinträchtigt allerdings die Genauigkeit dieser Messung.
Eine höhere Meßgenauigkeit läßt sich gemäß Patentanspruch 4 erzielen. Durch Wahl unterschiedlicher
Frequenzen ω<> und ωο+Δω der beiden Ultraschallsender
sieht der Ultraschallempfänger eine Ultraschallwelle der Grundfrequenz, deren Amplitude zeitlich
moduliert ist Die Phasenlage dieser Schwebung ändert sich strömungsgeschwindigkeirtsabhängig und kann
daher zur Geschwindigkeitsbeütimmung herangezogen werden. Dabei besteht naturgemäß keine Abhängigkeit
von den Amplituden der Sender und der Empfindlichkeit des Empfängers.
Vorteilhaft wird die Phasenlage der Schwebung gemäß Patentanspruch 5 dadurch erfaßt, daß man der
strömungsgeschwindigkeitsbedtngten Verdrehung bzw. Verkippung des Interferenzmusters durch eine Änderung
der Frequenz des einen der beiden Ultraschallsender entgegenwirkt und die Verkippung rückgängig
macht Aus der hierfür erforderlichen Frequenzverschiebung Δω(ν) kann dann die Strömungsgeschwindigkeit
sehr genau ermittelt werden. Es kann mit einer Auflösung von unter 1 kts gemessen werden. Dient der
Geschwindigkeitsmesser zur Beistimmung der Fahrtgeschwindigkeit ist eine Ansprechempfindlichkeit von
0,05 m/s bzw. 0,1 kts möglich.
Bekanntlich führt eine Temperaturänderung des
Strömungsmediums zu einer Änderung der Schaligeschwindigkeit im Medium, die in die sich verändernde
Phasenlage der Schwebung der vom Ultraschallempfänger
erfaßten Ultraschallwelle eingeht Um diesen Einfluß zu eliminieren, ist gemäß Patentanspruch 6 ein
zweiter Ultraschallempfänger in der Verdrehachse des Interferenzmusters angeordnet, der unabhängig von der
Strömungsgeschwindigkeit ν stets eine konstante Phasenlage sieht Durch Verknüpfung des Signals dieses
zweiten Ultraschallempfängers mit dem Signal des ersten Ultraschallempfängers läßt sich der Einfluß der
Schallgeschwindigkeit auf das Signal des ersten Ultraschallempfängers vollständig eliminieren. Auch
diese Maßnahme erhöht die Meßgenauigkeit
Der gemäß Anspruch 9 vorgesehene Taktgeber dient Synchronisationszwecken, da die zu erfassenden Phasenbeziehungen
nicht beliebig lange konstant bleiben, vielmehr nach einigen Perioden verlorengehen.
Der erfindungsgemäße Strömungsgeschwindigkeitsmesser
kann außer zur Strömungsgeschwindigkeitsmessung von Gasen oder Flüssigkeiten auch zur Durchflußmessung
und zur Fahrtgeschwindigkeitsbestimmung herangezogen werden. Besonders günstig wirkt sich
hierbei aus, daß mit dem erfindungsgemäßen Strömungsgeschwindigkeitsmesser auch niedrige Geschwindigkeiten
bestimmt werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 den mechanischen und den elektronischen Aufbau eines erfindungsgemäßen Strömungsgeschwindigkeitsmessers
bei Anwendung in der Durchflußmessung und
F i g. 2 das Interferenzmuster bei ruhendem und bei sich bewegendem Strömungsmedium.
F i g. 1 zeigt schematisch ein Rohr 1 mit einem Durchmesser D1 durch das ein Medium, beispielsweise
ein Gas, strömt In dem Rohr 1 ist ein Koordinatensystem eingezeichnet, dessen z-Achse in der Rohrachse
liegt und auf das die im folgenden abgeleiteten Gleichungen sowie die Ortsangaben bezogen sind.
An der Wand des Rohrs 1 sind zwei Ultraschallsender US, und US2 an den Punkten (x=-£>/2; K-O;
z=+ZV2) bzw. (-D/2; 0; -L/2) angebracht. Die
Abstrahlrichtungen der beiden Ultraschallsender schließen einen Winkel θ ein, d. h. der Sender US\ strahlt
Ultraschallwellen unter einem Winkel (90° -Θ/2) entgegen der Strömungsrichtung ab und der Sender US2
Ultraschallwellen unter einem Winkel von (90° +Θ/2) in Strömungsrichtung.
Ein erster Ultraschallempfänger UE\ ist an der gegenüberliegenden Rohrwand in der Symmetrielinie
der beiden Ultraschallsender, d. h. im Punkt (D/2; 0; 0) angebracht Zwischen dem Abstand L der beiden
Ultraschallsender USi und US?, dem zwischen den
Abstrahlrichtungen eingeschlossenen Winkel θ und dem Abstand D des Ultraschallempfängers UE, von der
Verbindungslinie der beiden Ultraschallsender besteht also folgende Beziehung:
tan Θ/2 = IVD.
Wenn der erste Ultraschallsender US\ mit einer
festen Frequenz ωο angesteuert wird und der zweite
Ultraschallsender US2 mit einer Frequenz 0)0+Δω, so
sieht der Ultraschallempfänger UE, die Welle:
cos -|"
(1)
Darin sind Ar der Wellenvektor der von dem Ultraschallsender USi ausgestrahlten ebenen Wellen
und Ak die Differenz der Wellenvektoren der von den Ultraschallsendern USi und USz ausgestrahlten ebenen
Wellen. T^ist der Radiusvektor am Ort des Ultraschallempfängers UEi, während β ein Dämpfungsmaß ist Die
Gleichung (1) stellt eine ebene Welle der abgestrahlten Frequenz ωο dar, deren Amplitude zeitlich moduliert ist
(Schwebung). Man erkennt ohne weiteres, daß bei Δω=0 keine Amplitudenmodulation stattfindet In
F i g. 2 sind die Ultraschallwellen der beiden Ultraschallsender im Fall der Einspeisung beider Sender mit
übereinstimmender Frequenz und bei ruhendem Medium gestrichelt dargestellt. Aus den Schnittpunkten der
gestrichelten Linien ergibt sich das strichpunktiert gezeichnete !nterferenzmuster A. Der Abstand der
Interferenzlinien ist durch die benützte Wellenlänge λ gegeben durch:
λ/2 sin γ.
20
Durch das Fließen des Mediums durch die Meßstrekke mit der Geschwindigkeit ν wird aufgrund des
Dopplereffekts das Interferenzmuster um den Winkel« verdreht, wie dies in F i g. 2 mit durchgehenden Linien B
dargestellt ist; und zwar entsteht dieses aufgrund der mit durchgehenden Linien gezeichneten Ultraschallwellen, deren Wellenlänge durch das Fließen des Mediums
verändert wird. Während die Wellenlänge der Ultraschallwellen des Senders US\ verringert wird, wird die
Wellenlänge der Ultraschallwellen des Senders USz
vergrößert
Es besteht also eine erste Möglichkeit der Messung
der Geschwindigkeit ν darin, daß bei Einspeisung beider Ultraschallsender US\ und USi mit der Frequenz ωο
(d.h. /1ω = 0) eine Amplitudenmessung stattfindet und die bei ruhendem Medium gemessene Amplitude mit
der bei bewegtem Medium gemessenen Amplitude verglichen wird. Aus dem Verhältnis beider Amplitudenwerte läßt sich die Geschwindigkeit ohne weiteres
ermitteln.
Die Gleichung (1) zeigt weiter, daß dann, wenn der eine der beiden Ultraschallsender mit einer abweichenden Frequenz ωο+Δω arbeitet, die vom Ultraschallemp-
fänger erfaßte Amplitude zeitlich moduliert wird, und daß diese Schwebung ihre Phasenlage ändert wenn das
Medium strömt da dann ein Ak auftritt Das strömungsgeschwindigkeitsabhängige Drehen des Interferenzmusters wird am Empfänger UE\ also als
Phasenverschiebung registriert tieren Größe sich zu
D V
Φ\ = Ψι (ν) = 2 <y0— -5- = const · ν
(2)
55
ergibt Eine zweite Möglichkeit der Messung der Strömungsgeschwindigkeit besteht also darin, eine
Frequenzabweichung der Ultraschallwellen der beiden Sender vorzusehen, so daß eine Schwebung auftritt die
Phasenlage dieser Schwebung bei ruhendem Medium (v= 0) und bei strömendem Medium zu erfassen und die
Phasendifferenz zu ermitteln, die proportional der Geschwindigkeit ν ist.
Unter Bezugnahme auf F i g. 1 wird nachstehend eine
Schaltung erläutert mit der eine Phasenmessung zur Ermittlung der Strömungsgeschwindigkeit durchführbar ist
USi mit einer festen Frequenz ωο an. Der zweite
Ultraschallsender USz wird von einem spannungsgesteuerten Oszillator (VCO) 3 mit einer variablen
Frequenz ωο+Δω angesteuert Der Ultraschallempfänger UE] beaufschlagt den einen Eingang eines Multiplizierers 4, an dessen anderem Eingang der Oszillator 2
angeschlossen ist Dem Multiplizierer 4 ist ein Tiefpaß 5 nachgeschaltet der seinerseits mit dem einen Eingang
eines Phasendetektors 6 in Verbindung steht An diesem Eingang des Phasendetektors 6 wird also ein Signal mit
der Schwebefrequenz Δω erhalten, dessen Phasenlage sich mit der Geschwindigkeit ν ändert An den andern
Eingang des Phasendetektors 6 ist über einen Tiefpaß 7 das Ausgangssignal eines Multiplizierers 8 gelegt
dessen Eingänge von den beiden Oszillatoren 2 und 3 gespeist werden. An dem andern Eingang des
Phasendetektors 6 liegt also ein Bezugssignai ebenfalls mit der Schwebefrequenz Δω an, dessen Phasenlage
nicht durch die Meßstrecke beeinflußt wird.
Die Arbeitsweise dieser Schaltung ist folgende: Bei ruhendem Medium stellt der Phasendetektor 6 eine
bestimmte Phasendifferenz zwischen dem Signal vom Ultraschallempfänger UEi und dem Bezugssignal fest
die beide die Schwebefrequenz Δω aufweisen. Der Phasendetektor 6 ist so justiert daß sein Ausgangssignal
bei dieser Phasendifferenz für v=0 ebenfalls 0 ist Setzt nunmehr eine Strömung des Mediums mit der
Geschwindigkeit ν ein, so erfaßt der Phasendetektor 6 eine entsprechend höhere Phasendifferenz ψι(ν), wodurch sein Ausgangssignal, das das Eingangssignal des
spannungsgesteuerten Oszillators 3 darstellt erhöht" wird. Entsprechend der Erhöhung seines Eingangssignals erhöht der spannungsgesteuerte Oszillator 3 seine
Ausgangsfrequenz ωο+Δω(ν), so daß die Schwebefrequenz Δω erhöht wird. Infolge der Erhöhung der
Schwebefrequenz Δω sinkt die vom Phasendetektor 6 gesehene Phasendifferenz. Dieser Phasendetektor 6
erhöht nun so lange sein Ausgangssignal mit d°r damit verbundenen Erhöhung der Ausgangsfrequenz des
spannungsgesteuerten Oszillators 3, bis die Schwebefrequenz Δω einen Wert erreicht hat bei dem der
Phasendetektor 6 wieder die bei v=0 gesehene Phasendifferenz seiner beiden Eingangssignale sieht Ist
dieser Gleichgewichtszustand erreicht sind sowohl das Ausgangssignal des Phasendetektors 6 als auch die
Schwebefrequenz Δω ein Maß für die Geschwindigkeit v. Aus diesem Grunde kann das Ausgangssignal des
Phasendetektors 6 als Analogausgang 17 der Schaltung verwendet werden, während die Verbindung zwischen
dem Tiefpaß 7 und dem anderen Eingang des Phasendetektors 6, an der das Bezugssignal mit der
Frequenz Δω ansteht als Digitalausgang 16 der Schaltung benutzt werden kann.
Hieraus wird deutlich, daß der Phasendetektor 6, der spannungsgesteuerte Oszillator 3 und die Meßstrecke
einen Phasenregelkreis bilden, der sicherstellt daß die Schwebefrequenz Δω stets so eingestellt wird, daß der
Phasendetektor 6 dieselbe Phasendifferenz seiner Eingangssignale sieht Es kann praktisch davon
gesprochen werden, daß der spannungsgesteuerte Oszillator 3 eine zur Strömungsgeschwindigkeit proportional erhöhte Frequenz ωο+Δω(ν) für den zweiten
Ultraschallsender USz erzeugt welche der Verdrehung der Interferenzlinien entgegenwirkt Daher kann auch
aus dem Vorzeichen des Ausgangssignals des Phasendetektors 6 bzw. daraus, ob die Ausgangsfrequenz des
spannungsgesteuerten Oszillators 3 mit zunehmender Strömungsgeschwindigkeit steigt oder sinkt auf die
Strömungsrichtung geschlossen werden.
Ein Taktgeber 14 öffnet und schließt mit einer Periodendauer in einer Größenordnung von Millisekunden
einen Schalter 15, der den Oszillator 2 mit der restlichen Schaltung verbindet. Ferner triggert der
Taktgeber 14 eine Abfrage/Halte-Schaltung 13, die in
die Verbindung zwischen Phasendetektor 6 und spannungsgesteuerten Oszillator 3 eingeschaltet ist.
Diese Maßnahme dient der Aufrechterhaltung der zu erfassenden Phasenbeziehungen, die andernfalls nach ι ο
einigen Perioden verlorengehen.
Außerdem zeigt F i g. 1 einen zweiten Ultraschallempfänger UE2 im Punkt (0; D/2; D/2), der ebenfalls im
Punkt (0; D/2; -D/2) angeordnet werden könnte und der damit in einer Drehachse des Interferenzmusters
angeordnet ist. Aus diesem Grunde sieht dieser zweite Ultraschallempfänger £/£2 eine konstante Phasenlage
τ D !
i>2 = 2 O)0 — — .
2 C
Aus der von dem Ultraschallempfänger UE2 registrierten
konstanten Phasenlage q>2 läßt sich daher die
Schallgeschwindigkeit ermitteln, die in der Gleichung (2) steht. Das Ausgangssignal des zweiten Ultraschallempfängers
UEi wird von einem Multiplizierer 9 mit dem Ausgangssignal des Oszillators 2 multipliziert. Das
Ausgangssignal dieses Multiplizierers 9 wiederum wird über einen Tiefpaß 10 an den einen Eingang eines
zweiten Phasendetektors 11 gelegt, an dessen zweiten Eingang das Bezugssignal vom Tiefpaß 7 ansteht. Die
Ausgangssignale der beiden Phasendetektoren 6 und 11, die den jeweiligen Phasenlagen bzw. Phasendifferenzen
am Ort der Ultraschallempfänger UE\ und UEi
entsprechen, werden von einem Multiplizierer 12 miteinander multipliziert. Auf diese Weise läßt sich
erreichen, daß die wahre Schallgeschwindigkeit in das Eingangssignal des Oszillators 3 eingeht und nicht eine
konstante Größe, so daß keine Verfälschung des Meßergebnisses durch eine Änderung der Schallgeschwindigkeit
cdes Mediums aufgrund von Temperaturänderungen auftreten kann. An dem Digitalausgang 16
bzw. dem Analogausgang 17 kann die Strömungsgeschwindigkeit ν daher mit hoher Genauigkeit entnommen
werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
- Patentansprüche:t. Strömungsgeschwindigkeitsmesser für Gase und Flüssigkeiten mit einem Interferenzmustergeber, der in dem strömenden Medium ein Interferenzmuster erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Interferenzmusteraufnehmer (UEi) die räumliche Veränderung des Interferenzmusters aufgrund der Strömungsgeschwindigkeit verfaßt.
- 2. Strömungsgeschwindigkeitsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Interferenzmustergeber aus zwei in Strömungsrichtung auf Abstand hintereinander angeordneten Ultraschallsendern (US\, US2) besteht, von denen der erste '5 (USi) Ultraschallwellen unter einem Winkel (90° — Θ/2) entgegen der Strömungsrichtung und der zweite (US2) Ultraschallwellen unter einem Winkel vcn (90° +Θ/2) in Strömungsrichtung abstrahlt, und daß der Interferenzmusteraufnehmer ein auf der Symmetrielinie der beiden Ultraschallsender angebrachter Ultraschallempfänger (UE\) ist, der die durch die Strömungsgeschwindigkeit ν verursachte Verdrehung des Interferenzmusters der beiden Ultraschallwellenfelder um den Winkel« erfaßt
- 3. Strömungsgeschwindigkeitsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ultraschallsender Ultraschallwellen derselben Frequenz aussenden und die geschwindigkeitsbedingte Verdrehung des Interferenzmusters durch Erfassen der Änderung der vom Ultraschallempfänger gemessenen Ultraschallamplitude ermittelt wird.
- 4. Strömungsgeschwindigkeitsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz (ωό+Δω) eines Ultraschallsenders (USi) von der Frequenz (ωο) des anderen (USt) abweicht und eine dem Ultraschallempfänger (UE\) nachgeschaltete Signal Verarbeitungsschaltung die Phasenverschiebung φ\(ν) der auf diese Weise erzeugten Schwebung des Interferenzmusters am Ort des Ultraschallempfängers als Maß für die strömungsgeschwindigkeitsbedingte Verdrehung des Interferenzmusters erfaßt.
- 5. Strömungsgeschwindigkeitsmesser nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Ultraschallempfänger (UE\) beaufschlagter, die strömungsgeschwindigkeitsabhängige Phasenverschiebung q>\(v) der Schwebung erfassender erster Phasendetektor (6) einen spannungsgesteuerten Oszillator (3), der den einen Ultraschallsender (LAS2) so mit der Frequenz ωο+Δω speist, derart ansteuert, daß die Änderung der Schwebefrequenz Δω durch den Oszillator (3) die strömungsgeschwindigkeitsabhängige Phasenverschiebung rückgängig macht, wobei das Ausgangssignal des Phasendetektors (6) als Analogausgang (17) und das Signal einer die Schwebefrequenz Δω führenden Leitung als Digitalausgang (16) verwertbar ist.
- 6. Strömungsgeschwindigkeitsmesser nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Ultraschallempfänger (UE2) in Strömungsrichtung hinter oder vor dem Ultraschallempfänger (UE[) in der Verdrehachse des Interferenzmusters angebracht ist und einen zweiten Phasendetektor (11) beaufschlagt, der die strömungsgeschwindigkeitsunabhängige Phasenlage ψ2 der Schwebung am Ort dieses Ultraschallempfängers (UE2) ermittelt, und daß das Ausgangssignal des zweiten Phasendetektors (11) zum Eliminieren des Einflusses der Schallgeschwindigkeit über eine Rechenschaltung (12) mit dem Ausgangssignal des ersten Phasendetektors (6) verknüpft ist
- 7. Strömungsgeschwindigkeitsmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Ultraschallsendern (USu USi) ausgestrahlten Ultraschallwellen ebene Wellen sind.
- 8. Strömungsgeschwindigkeitsmesser nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Abstand L der beiden Ultraschallsender (USu US2), dem zwischen den Abstrahlrichtungen eingeschlossenen Winkel θ und dem Abstand D des Ultraschall-Empfängers (UE\) von der Verbindungslinie der beiden Ultraschallsender folgende Beziehung besteht:
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