DE3039617C2 - - Google Patents
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- Percussive Tools And Related Accessories (AREA)
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Bohrhammer nach der Gattung des
Hauptanspruchs. Ein derartiger Bohrhammer ist bereits aus der DE-OS
22 52 951 bekannt geworden. Dieser an sich recht zuverlässig
arbeitende bekannte Bohrhammer baut ziemlich groß und zeichnet sich
durch einen relativ komplizierten Aufbau aus: So ist die
Führungshülse für das Schlagübertragungsglied über seine ganze Länge
in einer Hülse abgestützt. Ebenso verhält es sich mit dem
Schlagübertragungsglied, das hier die Form einer ziemlich langen und
deshalb sehr massebehafteten Werkzeugspindel aufweist. Besonders für
kleine, leicht zu handhabende Bohrhämmer ist diese bekannte
Konstruktion nicht geeignet.
Ausgehend vom eingangs genannten Stand der Technik ist es eine
Aufgabe der Erfindung, einen leichten, klein bauenden und höchst
wirksamen Bohrhammer zu schaffen, dessen Innenraum im
Schlagwerksbereich sicher gegen Staubeintritt und
Schmierstoffverlust abgedichtet ist.
Der erfindungsgemäße Bohrhammer mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß er sehr robust
ist und sich durch lange Betriebsdauer - der vorhandene
Zwischendöpper verhindert Schmierstoffverluste und Staubeintritt -
auszeichnet.
Die Größe und das Gewicht des erfindungsgemäßen Bohrham
mers liegen aber dennoch in dem Bereich der bisher be
kannten Schlagbohrmaschinen, deren Leistungsfähigkeit
sich aber mit einem Bohrhammer nicht vergleichen lassen.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
und Merkmale ist eine vorteilhafte Weiterbildung und
Verbesserung des im Hauptanspruch angegebenen Bohrhammers
möglich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeich
nung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Bohrhammer im
Teillängsschnitt,
Fig. 2 ein parallel zum Längsschnitt
der Fig. 1 verlaufenden Längsschnitt durch eine Zwischen
welle des Bohrhammers und
Fig. 3 eine Einzelheit gemäß
III der Fig. 1.
Der dargestellte Bohrhammer hat ein aus Metall bestehen
des Getriebegehäuse 1, welches in einer äußeren Kunst
stoffschale 2 angeordnet ist. An ihrem vorderen Ende
geht die Kunststoffschale in einen zylindrischen Gehäuse
fortsatz 3 über, der etwa zum Festspannen von Zusatzge
räten oder einem Handgriff ausgebildet ist. Am vorderen
Ende des Gehäusefortsatzes 3 ist am Bohrhammer ein Werk
zeughalter 4 angeordnet, der zur Aufnahme eines Werkzeugs
- hier ein Bohrer 5 - dient. Der Schaft des Bohrers 5
weist zwei beidseitig geschlossene Längsnuten 6 auf, in
die im Werkzeughalter 4 radial verschiebliche Verriege
lungselemente - Kugeln 7 - eingreifen. Die Kugeln sind
in radialen Bohrungen eines Werkzeughalterrohres 8 geführt
und mittels einer federbelasteten Schiebehülse 9 in ihrer
radialen Beweglichkeit gehindert. Wie in Fig. 1 erkennt
lich ist, kann sich der Bohrer 5 im Werkzeughalterrohr 8
axial bewegen. Die Länge dieser axialen Bewegungsmöglich
keit ist durch die axiale Länge der Längsnuten 6 festge
legt.
Am hinteren, dem Werkzeughalter 4 abgewandten Ende ist
an die Kunststoff-Gehäuseschale 2 ein Pistolenhandgriff
10 angeformt. In den Pistolenhandgriff 10 ist ein mit
einem Drücker 11 versehener Schalter eingebaut, über den
der Bohrhammer in Betrieb gesetzt werden kann. Am unteren
Ende des Pistolenhandgriffs 10 ist durch eine elastische
Tülle ein Stromzuleitungskabel 12 eingeführt.
In einer Querwand 13 des Getriebegehäuses 1 ist etwa
mittig ein Lagersitz für ein vorderes, als Kugellager 14
ausgebildetes Lager einer Ankerwelle 15 eines Elektromo
tors angeordnet. Der Elektromotor, von dem in der Zeich
nung im wesentlichen nur der vordere Teil der Ankerwelle
15 dargestellt ist, liegt also auf der vom Werkzeughalter
4 abgewandten Seite der Querwand 13 des Getriebegehäuses 1.
Auf der dem Elektromotor abgewandten Seite trägt die Quer
wand 13 einen Rohrfortsatz 16, in dem eine zylindrische
Laufbuchse 17 für ein Luftpolsterschlagwerk 18 angeordnet
ist. An ihrem vorderen, dem Werkzeughalter 4 zugewandten
Ende trägt der Rohrfortsatz 16 einen Flansch 19, der in
einem zugeordneten Einpaß 20 im Innern der Kunststoff
schale 2 eingreifend das Getriebegehäuse 1 abstützt.
Der Rohrfortsatz 16 und die Ankerwelle 15 sind in der
Längsmittelebene des Hammers, die die Schnittebene der
Fig. 1 dargestellt, angeordnet. Die Ankerwelle 15 trägt
an ihrem vorderen freien Ende ein Motorritzel 21, welches
mit einem Zahnrad 22 kämmt, das drehfest auf einer Zwi
schenwelle 23 sitzt. Die Zwischenwelle 23, die in einer
Ebene (Fig. 2) angeordnet ist, die seitlich versetzt
zur Längsmittelebene (Fig. 1) liegt, trägt über
ihre ganze Länge eine Außenkeilwellenverzahnung 24. Die
Zwischenwelle 23 stützt sich einerseits in einem Rillen
kugellager 25 und andererseits in einem Nadellager 26 ab.
Auf der Zwischenwelle 23 ist drehbar ein Nabenkörper 27
eines Taumelscheibenantriebs für das Luftpolsterschlagwerk
18 angeordnet. An seiner Außenseite weist der Nabenkörper
27 eine einzige, in sich ringförmig geschlossene, zur Achse
des Nabenkörpers 27 in einer Ebene schief liegende Lauf
rillen 28 für Kugeln 29 auf.
Der Nabenkörper 27 und das Zahnrad 22 weisen jeweils an
ihrer Bohrung Innenkeilwellenverzahnungen 30, 31 auf,
die in die Außenkeilwellenverzahnung 24 der Zwischen
welle 23 eingreifen. In axialer Richtung stützen sich
der Nabenkörper 27 und das Zahnrad 22 einerseits an ei
nem in eine zugeordnete Nut der Außenkeilwellenverzahnung
24 eingelegten Spannring 32 und andererseits am Innen
ring des Rillenkugellagers 25 ab.
Die Außenkeilwinkelverzahnung 24 der Zwischenwelle 23 hat
die Form einer zur Übertragung von Drehbewegungen geeigne
ten Verzahnung, hier etwa einer Evolventenverzahnung. Des
halb kann der vordere, dem Nadellager 26 zugewandte Teil
der Keilwellenverzahnung das Abtriebsritzel 33 der Zwi
schenwelle 23 bilden. Dieses Abtriebsritzel 33 kämmt mit
einem Zahnrad 34, welches letztlich das im Werkzeughalter
4 gehaltene Werkzeug - den Bohrer 5 - in Drehung versetzt.
Der Laufrille 28 am Nabenkörper 27 ist eine an der Innen
seite eines Rings 35 eingeschnitte Außenlaufrille 36 zu
geordnet, zwischen denen die Kugeln 29 geführt sind. Um
die Kugeln in einem definierten Abstand zu halten, sind
sie in einem von Kugellagern her bekannten Käfig 37 ge
führt. Einstückig ist am Ring 35 ein Taumelfinger 38
angeformt, der das Luftpolsterschlagwerk 18 des Bohr
hammers hin- und hergehend antreibt.
Das Schlagwerk 18 des Bohrhammers ist im Innern der fest
stehenden, im Rohrfortsatz 16 angebrachten Laufbuchse 17
angeordnet. Es besteht aus einem in der Laufbuchse 17 dicht
und gleitend geführten Topfkolben 39, in dessen zylindri
scher Bohrung 40 ebenfalls dicht und gleitend ein als
frei fliegender Kolben ausgebildeter Schläger 41 geführt
ist. Der Schläger 41 hat an seiner dem Boden 42 des Topf
kolbens 39 abgewandten Stirnseite einen dem Werkzeug 5 zu
gewandten Fortsatz 43. Der Fortsatz 43 weist über seine
ganze Länge einen gleich großen kreiszylindrischen Quer
schnitt auf. An seinem vorderen freien Ende ist er mit
einem kurzen Übergangskegel 44 versehen.
Das hintere, dem Werkzeughalter 4 abgewandte Ende des Topf
kolbens 39 ist gabelartig ausgebildet und trägt einen Dreh
bolzen 45. Mittig ist im Drehbolzen 45 eine Querbohrung
angeordnet, in die der Taumelfinger 38 mit geringem Be
wegungsspiel eingreift. Dadurch kann sich der Taumel
finger 38 leicht in axialer Richtung in der Querbohrung
bewegen. Der Taumelfinger 38 greift dabei durch einen
Schlitz 16′ im Bohrfortsatz 16. In den vorderen, dem
Taumelfinger 38 abgewandten Endbereich der Bohrung 40
des Topfkolbens 39 erstreckt sich das innere Ende Füh
rungshülse 46. In der Axialbohrung 47 der Hülse 46 ist
ein Zwischendöpper 48 gleitend geführt. Zur Abdichtung
in der Axialbohrung 47 trägt der Zwischendöpper 48 in
einer zugeordneten Ringnut einen O-Ring 48′. Der Zwischen
döpper 48 ist kolbenförmig ausgebildet und weist einen
zylindrischen, sich zum Schläger 41 hin erstreckenden
Kolbenfortsatz 49 auf. Wie Fig. 1 erkennen läßt, ist
der Außendurchmesser der Führungshülse 46 wesentlich ge
ringer als der lichte Durchmesser der Bohrung 40 des
Topfkolbens 39. Zumindest in der in Fig. 1 dargestell
ten vordersten Stellung übergreift die Wandung des Topf
kolbens 39 die Führungshülse 46.
Durch einen in die Axialbohrung 47 vorstehenden, als
Ringwulst 50 ausgebildeten Axialanschlag ist sicherge
stellt, daß der Zwischendöpper 48 die Axialbohrung 47
nicht in Richtung auf den Schläger 41 zu verlassen kann.
Mit seiner vorderen ballig ausgeführten Stirnseite be
rührt der Zwischendöpper 48 das hintere Ende des im
Werkzeughalter 4 axial verschiebbar aber drehfest ge
haltenen Bohrers 5. Beim Rückprallen vom Ende des Werk
zeugschafts 6 - die sogenannten B-Schläge - trifft der
Zwischendöpper 48 hier auf.
An dem dem Schläger 41 zugewandten freien Ende ist in
die Wandung der Axialbohrung 47 der Hülse 46 eine Ringnut
51 eingeschnitten, die als Halterung für einen Bremsring
52 dient. Der am Nutgrund gemessene Durchmesser der Ring
nut 51 ist größer als der Durchmesser des Fortsatzes 43
des Schlägers 41 zuzüglich der doppelten Stärke des
Bremsrings 52. Die Breite der Ringnut 51 ist um geringes
Bewegungsspiel größer als die Stärke des Bremsrings 52.
Die beiden Nutflanken der Ringnut 51 werden Axialanschläge
für den Bremsring 52.
Der Bremsring 52 bildet eine Fangvorrichtung für den
Schläger 41 in dessen Leerlaufstellung. Dazu ist der
Bremsring 52 geschlitzt und besteht aus einem hochelasti
schen Werkstoff wie Stahl. Der Innendurchmesser des in
Fig. 1 entspannt dargestellten Bremsrings ist um ein
Bewegungsspiel größer als der Kolbenfortsatz 49 des Zwi
schendöppers 48; er ist aber wiederum geringer als der
Außendurchmesser des Fortsatzes 43 am Schläger 41.
An ihrem vorderen, dem Werkzeug 5 zugewandten Ende
trägt die Führungshülse 46 einen flanschartigen Bund 53,
der an einer ebenen Schulterfläche 54 in einer zuge
ordneten zylindrischen Ausnehmung 55 im Werkzeughalter
rohr 8 anliegt. Gegen die der Schulterfläche 54 abge
wandte Stirnfläche des Bundes 53 liegt ein elastisch
verformbares, Dämpfungsglied 56 an. Das Dämpfungsglied
ist als aus einem gummielastischem Werkstoff bestehender
O-Ring ausgestaltet. Auf der den Bund 53 abgewandten
Seite schließt axial an das Dämpfungsglied 56 ein in
der zylindrischen Ausnehmung 55 angeordneter Stützring
57 mit ebener vorderer - dem Bohrer 5 zugewandten -
Stirnfläche an. Der Innendurchmesser der Bohrung des Stütz
ringes 53 ist so bemessen, daß er sich leicht auf dem
Außendurchmesser der Führungshülse 46 verschieben läßt.
Der Stützring 57 wird von einem Sprengring 58 in seiner
Position gehalten. Der Sprengring wiederum sitzt in
einer zugeordneten Ringnut in der Innenwandung des Werk
halterrohres 8. In den Berührungsbereich mit dem Spreng
ring 58 weist der Stützring 57 eine ringförmige Ausneh
mung 59 auf (Fig. 3), deren Querschnittsform der Quer
schnittsform des Sprengrings 58 bis auf ein geringes Be
wegungsspiel entspricht. Hierdurch besteht flächenhafte
Berührung zwischen Ausnehmung 59 und Stützring 57. Natür
lich kann die ringförmige Ausnehmung 59 auch einfach als
Fase ausgebildet sein. Dann besteht zwischen der Fläche
der Fase und dem Stützring 57 linienhafte Berührung. Durch
die Anordnung der ringförmigen Ausnehmung 59 übergreift
der Stützring 57 den Sprengring von Innen her, wodurch
dieser am Herausspringen aus seiner zugeordneten Ringnut
gehindert wird. Dies gilt auch dann, wenn die Tiefe der
Ringnut nur sehr gering ausgeführt ist.
Durch die beschriebene Konstruktion wird also die Füh
rungshülse 46 nach vorn - in Richtung auf das Werkzeug 5
zu - hart und nach hinten elastisch abgestützt.
Das Werkzeughalterrohr 8 ist einerseits mittels eines Na
dellagers 60 im Gehäusefortsatz 3 der Kunststoffschale 2
gelagert, wobei der Gehäusefortsatz 3 durch einen metal
lischen Verstärkungsring armiert ist. Das hintere Ende
des Werkzeughalterrohres 8 stützt sich über ein Axialnadel
lager 61 am Flansch 19 des Rohrfortsatzes 16 ab. In ra
dialer Richtung ist das Werkzeughalterrohr 8 in ihrem
hinteren, dem Axialnadellager 61 zugewandten Bereich auf
dem aus dem Rohrfortsatz 16 hervorstehenden Ende der Lauf
buchse 17 geführt.
Auf der zylindrischen Außenwand des Werkzeughalterrohres
8 ist drehbar das Zahnrad 34 geführt. Über eine an einem
Sprengring 62, der in eine zugeordnete Nut an der Außen
fläche des Werkzeughalterrohres 8 eingesetzt ist, sich
abstützende Druckfeder 63 wird der Körper des Zahnrades
34, der an seiner motorseitigen Stirnfläche Kupplungs
klauen trägt, mit zugeordneten Kupplungsklauen am hinteren
Flansch 64 des Werkzeughalterrohres 8 in Eingriff gehalten.
Die Stärke der Druckfeder 63 ist dabei so bemessen, daß
das Zahnrad 34 bei normalen Bohrmomenten über die Kupp
lungsklauen mit dem hinteren Flansch des Werkzeughalter
rohres in Eingriff gehalten wird. Erst bei Erreichen des
vorgegebenen Ansprechmoments wird die Drehverbindung zwi
schen dem Zahnrad 34 und dem Werkzeughalterrohr 8 unter
brochen.
Eine Drehbewegung des Nabenkörpers 27 erzeugt, wie leicht
einzusehen ist, eine hin- und hergehende Bewegung des
Topfkolbens 39. Über das sich zwischen dem Boden 42 des
Topfkolbens 39 und dem Schläger 41 bildenden Luftpolster,
welches als Energiespeicher wirkt, wird der Schläger eben
falls in eine axiale Hin- und Herbewegung versetzt. In
der in Fig. 1 abgebildeten Stellung befindet sich das
Schlagwerk im Schlagbetrieb: der Bohrer 5 ist auf die z. B.
zu bohrende Wand aufgesetzt. Durch die vom Bedienungsmann
aufgebrachte Andrückkraft wird der Schaft des Bohrers 5
gegen den Zwischendöpper 48 gehalten, welcher bis an den
Ringwulst 50 in die Axialbohrung 47 der Hülse 46 einge
schoben ist. In dieser Stellung gibt der sich axial hin-
und herbewegende Schläger 41 beim Auftreffen auf den Kol
benfortsatz 49 des Zwischendöppers 48 seine Energie ab,
welche schließlich am im Werkzeughalter 4 gehaltenen
Werkzeug als Axialschlag wirksam wird. Durch den Axial
schlag wird das Werkzeug - der Bohrer 5 - um einen gerin
gen Betrag in die zu bohrende Wand getrieben. Wenn der
Bedienungsmann einen ausreichenden Vorschub auf den Bohr
hammer ausübt, wird sich wie bei ein merkbarer B-Schlag
nicht ergeben. Anders ist es, wenn ein ausreichender
Vorschub auf den Hammer nicht ausgeübt wird, wenn der
Hammer sogar vom zu bohrenden Gestein abgehoben wird:
Der vom Schlagwerk auf das Werkzeug ausgeübte Axialschlag
- der A-Schlag - läuft im Werkzeug als Druckwelle nach
vorn zur Werkzeugspitze, wird reflektiert und läuft im
Einsatzwerkzeug - dem Bohrer 5 - wieder als Druckwelle
zurück, die sich schließlich als Rückschlag auf den Zwi
schendöpper auswirkt. Der Zwischendöpper bewegt sich in
der Axialbohrung 47 der Führungshülse 46 nach rückwärts
und kommt schließlich am Axialanschlag - im Ringwulst 50 -
zur Anlage. Über die beschriebene stoßdämpfende Befesti
gung der Führungshülse 46 wird der B-Schlag nur gedämpft
auf das Gehäuse und damit auf die Hand und den Arm des
Bedienungsmannes geleitet. Die Dämpfungswirkung beruht
dabei darauf, daß der ursprünglich runde Querschnitt des
als Dämpfungsglied wirkenden O-Rings kurzfristig elastisch
in einen Reckteckquerschnitt umgeformt wird.
Da der Stützring 57 den ihn haltenden Sprengring 58 von
Innen her übergreift, wird ein Herausspringen desselben
aus der zugeordneten Ringnut verhindert. Dies gilt auch
dann, wenn die Ringnut nur sehr flach ausgeführt ist.
Während des oben beschriebenen Vorgangs wird die aus
Zahnrad 34 und hinterem Flansch 64 des Werkzeughalter
rohres 8 bestehende Sicherheitskupplung der Bohrer 5 in
Drehung versetzt. Natürlich läuft auch die Führungshülse
46 und der Zwischendöpper 48 mit um. Die beschriebenen
Vorgänge laufen aber ebenso auch dann ab, wenn eine Dreh
bewegung nicht überlagert ist.
Nimmt der Bedienungsmann den Bohrhammer bei laufendem
Schlagwerk von dem zu bohrenden Gestein oder dgl. so wird
der Bohrhammer 5 widerstandslos nach vorne aus der Aufnahme
bohrung des Werkzeughalterrohres herausgetrieben, bis
seine Bewegung durch die Kugeln 7 begrenzt wird. Bei die
sem Vorgang ist der Fortsatz 43 des Schlägers 41 in das
im Innern des Topfkolbens 39 gelegene Ende der Axial
bohrung 47 der Hülse 46 eingetreten. Der geschlitzte
Bremsring 52 hat sich unter Verbreiterung seines Schlit
zes aufgeweitet und ist auf den Fortsatz 43 des Schlägers
41 aufgeschoben. Da nunmehr eine Bohrung in der Wan
dung des Topfkolbens 39 aufgesteuert worden ist, kann der
Schläger 41 von der vom Bremsring 52 gebildeten Fangvor
richtung allein durch Kraftschluß in seiner Leerlaufstel
lung festgehalten werden. Das zwischen Schläger 41 und
Boden 42 des Topfkolbens 39 gebildete Luftpolster ist
- wie oben beschrieben - über die Bohrung entlastet.
Wenn der Bedienungsmann den Bohrhammer aus der oben be
schriebenen Leerlaufstellung wieder in den Schlagbetrieb
überführen will, so ist nur eine relativ sanfte Andruck
kraft erforderlich, mit der er den Bohrhammer und damit
den Bohrer 5 an die zu bohrende Wand andrücken muß. Hier
beit wird dann der Fortsatz 43 unter Überwindung der Rei
bungskraft aus dem Bremsring 52 herausgedrückt. Da die
Bohrung in der Wandung des Topfkolbens 39 jetzt wieder
zugesteuert wird, bildet sich sogleich zwischen dem
Schläger 41 und dem Boden 42 des Topfkolbens 39 wieder
ein Luftpolster aus. Der oben beschriebene Schlagvorgang
kann von neuem beginnen.
Durch die beschriebenen erfindungsgemäßen Maßnahmen ist
ein robuster und praxisgerechter Hammer geschaffen. Durch
die Anordnung eines Zwischendöppers wird sicher der Ver
lust von Schmierstoff und der Eintritt von Staub verhin
dert. Die Gefahr, daß über den Zwischendöpper B-Schläge
auf das Gehäuse und damit auf den Bedienungsmann über
tragen werden, ist durch die erfindungsgemäße Anordnung
der Führungshülse verhindert worden. Wie leicht zu erken
nen ist, ist trotzdem ein Bohrhammer geschaffen worden,
der sich durch kompakteste Bauweise, geringstes Gewicht
und niedrigste Kosten auszeichnet.
Claims (10)
1. Bohrhammer mit einem Luftpolsterschlagwerk, welches einen von
einem Elektromotor axial hin- und herbeweglich angetriebenen
Topfkolben aufweist, in dessen Bohrung ein kolbenartiger Schläger
dicht und gleitend geführt und über das eingeschlossene Luftpolster
mitgenommen ist, der auf ein koaxial beweglich angeordnetes
kolbenähnliches Übertragungsglied für die Werkzeugbewegung
aufschlagend seine Schlagenergie letztlich an das Werkzeug des
Bohrhammers abgibt, wobei sich das Übertragungsglied in einer an
ihrem vom Werkzeug abgewandten Ende einen Axialanschlag aufweisenden
Führungshülse bewegt, die nach hinten elastisch abgestützt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsglied ein nur Schläge
übertragender Zwischendöpper (48) ist, dessen Führungshülse (46)
nach vorn - in Richtung auf das Werkzeug (5) zu - hart abgestützt
ist und deren Außendurchmesser geringer ist als der lichte
Durchmesser der Bohrung (40) des Topfkolbens (39) und daß die
Wandung des Topfkolbens (39) die Führungshülse (46) zumindest dann
übergreift, wenn der Topfkolben (39) sich in seiner vordersten, dem
Werkzeug (5) zugewandten Stellung befindet.
2. Bohrhammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungshülse (46) in einem das Werkzeug (5) auf
nehmenden, die Werkzeugdrehbewegung übertragenden Werk
zeughalterrohr (8) angeordnet ist.
3. Bohrhammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungshülse (46) an ihrem vorderen, dem Werk
zeug zugewandten Ende einen flanschartigen Bund (53)
trägt, der an einer ebenen Schulterfläche (54) in einer
zugeordneten zylindrischen Ausnehmung (55) im Werkzeug
halterrohr (8) anliegend gehalten ist.
4. Bohrhammer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß gegen die der Schulterfläche (54) abgewandte Stirn
fläche des Bundes (53) ein elastisch verformbares Dämp
fungsglied (56) anliegt, das auf der anderen Seite im
Werkzeughalterrohr (8) abgestützt ist.
5. Bohrhammer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Dämpfungsglied (56) ein vorzugsweise aus einem
gummielastischen Werkstoff bestehender O-Ring ist.
6. Bohrhammer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Dämpfungsglied (56) sich auf der dem Bund (53)
abgewandten Seite an einem in der zylindrischen Ausneh
mung angeordneten Stützring (57) mit ebener Stirnfläche
abstützt, der von einem Sprengring (58) in seine Posi
tion gehalten ist, welcher in einer zugeordneten Ring
nut in der Innenwandung des Werkzeughalterrohrs (8)
sitzt.
7. Bohrhammer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützring (57) im Berührungsbereich mit dem
Sprengring (58) eine ringförmige insbesondere als Fase
ausgebildete Ausnehmung (59) aufweist, derart, daß er
den Sprengring (58) von radial Innen her übergreifend
unterstützt.
8. Bohrhammer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Querschnittsformen der Ausnehmung (59) und des
Sprengrings (58) einander bis auf ein geringes Bewe
gungsspiel entsprechen.
9. Bohrhammer nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser der
zylindrischen Ausnehmung (55) im Werkzeughalterrohr (8)
um ein Bewegungsspiel größer ist als ein der Außendurch
messer des Bundes (53) der Führungshülse (46).
10. Bohrhammer nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungshülse (46) auf
der vom Werkzeug (5) abgewandten Seite des Axialan
schlages (50) eine vorzugsweise von einem elastischen
Bremsring (52) gebildete Fangvorrichtung für den sich
in der Leerlaufstellung befindlichen Schläger (41) auf
weist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803039617 DE3039617A1 (de) | 1980-10-21 | 1980-10-21 | Bohrhammer |
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