DE3043925C2 - Vorrichtung an einem Fenster zur Einstellung des Flügelrahmens in eine Spaltöffnungsstellung - Google Patents

Vorrichtung an einem Fenster zur Einstellung des Flügelrahmens in eine Spaltöffnungsstellung

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DE3043925C2 DE19803043925 DE3043925A DE3043925C2 DE 3043925 C2 DE3043925 C2 DE 3043925C2 DE 19803043925 DE19803043925 DE 19803043925 DE 3043925 A DE3043925 A DE 3043925A DE 3043925 C2 DE3043925 C2 DE 3043925C2
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einem einen Blendrahmen und einen Flügelrahmen aufweisenden Fenster od. dgl. zum Einstellen des Flügelrahmens in eine Spaltöffnungsstellung, wobei an wenigstens einem Teil der Flügelrahmenschenkel, vor­ zugsweise im Falzbereich, Treibstangenmittel angeordnet sind, um Fensterfunktionen zu vermitteln, z. B. Drehbereitschaft und Schließ­ verriegelung, diese Treibstangenmittel durch Handbetätigungs­ mittel in Längsrichtung des jeweiligen Flügelschenkels bewegbar sind und nacheinander in verschiedene Funktionsstellungen ein­ stellbar sind und wobei der Flügelrahmen unter Vermittlung der Treibstangenmittel in einer Spaltöffnungsstellung gegen voll­ ständiges Schließen und weitergehendes Öffnen sicherbar ist, in einer Ausgestaltung, bei welcher ein erster Schenkel des Flü­ gelrahmens am zugehörigen Schenkel des Blendrahmens vermittels einer Mehrzahl von Drehlagerbaugruppen um eine Drehachse drehbar gelagert ist, der Flügelrahmen vermittels einer Mehrzahl von gegenüber der Drehachse beabstandeten Schließverriegelungs­ baugruppen in seiner Schließstellung mit dem Blendrahmen ver­ riegelbar ist, jede dieser Schließverriegelungsbaugruppen ein Paar bestehend aus einem Verriegelungskloben und einer Kloben­ verrastung aufweist, von denen ein Element am Blendrahmen ange­ ordnet und das andere Element am Flügelrahmen durch die jeweilige Treibstange verstellbar angeordnet ist, und die Klobenver­ rastungen neben einer der Schließstellung des Flügelrahmens entsprechenden Schließverrastungsstelle und einer der Öffnungs­ bereitschaft des Flügelrahmens entsprechenden Öffnungsstelle eine der Spaltöffnung des Flügelrahmens entsprechende Spaltöffnungs- Verrastungsstelle aufweisen.
Eine solche Vorrichtung ist aus der deutschen Gebrauchsmuster­ schrift 70 33 247 bekannt.
Bei der bekannten Vorrichtung ist der Flügelrahmen in seiner Spaltöffnungsstellung nur mit seinem der Drehachse fernen Flügel­ rahmenschenkel auf Spalt gegenüber dem zugehörigen Blendrahmen­ schenkel eingestellt, während der drehachsennahe Flügelrahmen­ schenkel im wesentlichen an dem zugehörigen Blendrahmenschenkel anliegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gattungsgemäßer Art so auszugestalten, daß in der Spaltöffnungs- Stellung des Flügelrahmens dieser mit dem Blendrahmen einen Rundumspalt bildet.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmale vorgesehen.
Bei Einstellung des Flügelrahmens auf einen Rundumspalt gegenüber dem zugehörigen Blendrahmen ergibt sich trotz eines verhältnis­ mäßig geringen Gesamtöffnungsquerschnitts eine verhältnismäßig rasche Belüftung in verschiedenen Bereichen eines zu belüftenden Raums. Der Rundumspalt bietet für die Luftzirkulation Spalt­ bereiche an, in denen erwärmte Raumluft aus dem Raum in das Freie austreten kann (obere Spaltbereiche) und andererseits Spaltbe­ reiche, in denen Frischluft aus der Umgebung in den Raum ein­ dringen kann (untere Spaltbereiche).
Gemäß Anspruch 2 ist bei Einstellung der Verriegelungskloben auf die Öffnungsstellen bereits eine zwangsläufige Abhebung des Flügelrahmens vom Blendrahmen eingetreten, die das Schwenköffnen des Fensters erleichtert.
Es hat sich gezeigt, daß Zuglufterscheinungen bei der er­ findungsgemäßen Gestaltung des Fensters mit einem Rundum­ spalt besonders zuverlässig vermieden werden können, indem auf einer großen Gesamtlänge des Rundumspalts in je­ der Längeneinheit des Rundumspalts nur ein verhältnismäßig kleiner Luftdurchtrittsquerschnitt zur Verfügung steht. Auch im Hinblick auf Schallschutz erweist sich diese Aus­ führungsform als günstig.
Die Spaltöffnungsweite - ausgedrückt als der maximale Abstand zwischen zusammengehörigen, zur Fensterebene parallelen Anschlagflächen des Flügelrahmens und des Blendrahmens - kann annähernd gleich oder kleiner sein, als die senkrecht zur Fensterebene gemessene Tiefe des die Treibstangenmittel aufnehmenden Falzbereichs.
Anders ausgedrückt, kann die maximale Spaltöffnungsweite - wiederum gemessen als der Abstand zwischen zusammenge­ hörigen, zur Fensterebene parallelen Anschlagflächen des Flügelrahmens und des Blendrahmens - kleiner sein als 20 mm, vorzugsweise kleiner als 15 mm.
Im Hinblick auf eine Konstanthaltung der Spaltweite über den gesamten Rundumspalt, auch bei etwaiger Ver­ windung des Flügelrahmens ist es von Vorteil, wenn die Schließverriegelungsbaugruppen an den der Drehachse ge­ genüberliegenden Schenkeln des Blend- und des Flügel­ rahmens angeordnet sind. Auf diese Weise lassen sich die Schließverriegelungsbaugruppen und die Drehlagerbau­ gruppen, die für die Einhaltung einer vorgegebenen Spalt­ öffnungsweite verantwortlich sind, annähernd gleich­ mäßig über den Umfang des Rundumspalts verteilen, so daß die Spaltöffnungsweiten an jeder Stelle des Rundumspalts annähernd gleich groß sein können.
Bei dieser bevorzugten Ausführungsform bietet sich eine Anordnung der Treibstangenmittel an, bei der der Flügelrahmen je eine Treibstange an dem ersten Schenkel und an dem gegenüberliegenden Schenkel aufweist und diese Treibstangen durch eine weitere Treibstange an einem zu dem ersten Schenkel senkrechten Schenkel des Flügelrahmens und durch Eckumlenkungen miteinander zur gemeinsamen Bewegung verbunden und durch einen gemeinsamen Handbetätigungsgriff zwischen den Funktionsstellungen: Schließverriegelungsstellung - Drehbereitschaftsstellung - Spaltöffnungsstellung ver­ stellbar sind.
Eine bevorzugte Reihenfolge der Funktionsstellungen der Treibstangenmittel ist: Schließverriegelung - Dreh­ öffnungsbereitschaftsstellung - Spaltöffnungsstellung.
Die flügelrahmenseitigen Drehlagerteile können in Schlittenführungen an dem Flügelrahmen senkrecht zur Flügelrahmenebene geführt sein; dabei können zur Bewe­ gung dieser Drehlagerteile längs der Schlittenführungen durch die zugehörige Treibstange Kulissen - Kulissen­ folgerpaarungen vorgesehen sein. Bevorzugt sind dabei die Kulissen an den flügelrahmenseitigen Drehlagerteilen und die Kulissenfolger an der zugehörigen Treibstange angebracht. Diese Ausführungsform ist im Hinblick auf minimalen Raumbedarf erwünscht. Die Kulissenfolger können dabei einfache Rundbolzen sein, welche an der Treibstange in üblicher Weise befestigt sein können.
Und nun zurück zu den Schließverriegelungsbaugruppen: deren Verriegelungskloben können an den zugehörigen Treibstangen angebracht sein, während die Klobenverrastun­ gen an dem Blendrahmen angebracht sein können; dies ist wiederum im Hinblick auf geringen Raumbedarf er­ wünscht und gestattet wiederum die Ausgestaltung der Treibstangen mit einfachen Verriegelungskloben, wie sie beispielsweise vom Drehkippfensterbau her bekannt sind.
Um Montagefehler und Versetzungen im Betrieb ausglei­ chen zu können, ist es erwünscht, daß die Verriegelungskloben und/oder die Klobenverrastungen in Längsrichtung der zugehörigen Treibstange justierbar und feststellbar an dem sie jeweils tragenden Teil angebracht sind. Damit kann die oben erwähnte Synchronisierung, wenn sie nicht vorliegt oder verlorengegangen ist, jederzeit wie­ der hergestellt werden.
Die Klobenverrastungen können von einstückig zusammen­ hängenden Schließblechen gebildet sein. Dabei können die Schließbleche im wesentlichen c-förmige Gestalt besitzen, wobei die Kehlungen des c die Schließverrastungsstelle bzw. die Spaltöffnungsverrastungsstelle bilden und die Öffnung des c die Öffnungsstelle bildet, durch welche der Verriegelungskloben aus dem Schließblech bei Dreh­ öffnung des Fensters austreten kann.
Der Erfindungsvorschlag ist insbesondere bei Fenstern anwendbar, die zur Drehöffnung um eine vertikale Achse bestimmt sind, und die dann erfindungsgemäß neben der Stellung der vollständigen Drehöffnung auch ein Spaltöffnung mit einem Rundumspalt gestatten.
Grundsätzlich wäre die Erfindung freilich auch anwend­ bar auf Fenster, welche um eine horizontale Drehachse gekippt werden können, beispielsweise bis zu einem Spalt mit einer Öffnungsweite zwischen dem oberen Blend­ rahmenschenkel und dem oberen Flügelrahmenschenkel von etwa 10 cm und welche erfindungsgemäß zusätzlich auf eine kleine Spaltöffnungsweite mit einem Rundumspalt einstellbar sind. In diesem Fall ist natürlich zur Begrenzung der Kippöffnung eine Ausstellvorrichtung, z. B. eine Ausstellschere zwischen dem oberen Flügel­ rahmenschenkel und dem oberen Blendrahmenschenkel er­ forderlich.
Im Hinblick auf die notwendige Synchronisierung der Treibstangen ist es erwünscht, daß ein einziger Handbe­ tätigungsgriff vorgesehen ist, etwa an dem der Dreh­ achse gegenüberliegenden Flügelrahmenschenkel.
Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung an­ hand eines Ausführungsbeispiels und stellen dar:
Fig. 1: eine perspektivische Ansicht eines erfin­ dungsgemäßen Fensters in Drehöffnungsstel­ lung;
Fig. 2: ein flügelrahmenseitiges Drehlagerteil in Verbindung mit der zugehörigen Treib­ stange;
Fig. 3: in verschiedenen Stellungen einen Verriege­ lungskloben zusammen mit der zugehörigen Klobenverrastung;
Fig. 4: in verschiedenen Stellungen eine Schlitten­ platte einer Schlittenführung für ein flügelrahmenseitiges Drehlagerteil mit der zugehörigen Kulissen-Kulissenfolger- Paarung.
In Figur ist ein Blendrahmen ganz allgemein mit 10 und ein Flügelrahmen ganz allgemein mit 12 bezeich­ net. Der Flügelrahmen 12 ist vermittels von zwei Dreh­ lagerbaugruppen 14 an dem Blendrahmen 10 um eine vertikale Drehachse 16 drehbar gelagert. Der Flügel­ rahmen 12 ist in seiner Schließstellung an dem Blend­ rahmen 10 verriegelbar mit Hilfe von Schließverriege­ lungsbaugruppen 18, von denen in Fig. 1 lediglich die Klobenverrastungen 20 erkennbar sind. Die Kloben­ verrastungen 29 sind zum Eingriff mit an dem Flügel­ rahmenschenkel 22 angebrachten und in dessen Längs­ richtung verschiebbaren Verriegelungskloben bestimmt, die in Fig. 1 nicht dargestellt sind. Die Verriegelungs­ kloben sind durch Treibstangenmittel (ebenfalls nicht dargestellt) von einem Handbetätigungsgriff 24 aus verstellbar, welche an dem vertikalen Flügelrahmen­ schenkel 22 angebracht sind.
Die Treibstangenmittel sind in den Falzbereich 26 des Flügelrahmenschenkels 22 und der weiteren Flügel­ rahmenschenkel 28, 30 erlegt. Die Sichtfläche des Blendrahmens 10 ist mit 32 bezeichnet, die Anschlag­ fläche des Flügelrahmenüberschlags 34 ist mit 36 be­ zeichnet.
In der Schließstellung liegt der Flügelrahmenüberschlag 34 mit seiner Anschlagfläche 36 an der Sichtfläche 32 des Blendrahmens 10 an. Weiterhin liegt in dieser Schließstellung der Flügelrahmen 12 mit einer Anschlag­ fläche 38 an einer Anschlagfläche 40 des Blendrahmens 10 an.
In Fig. 2 erkennt man von der unteren Drehlagerbau­ gruppe 14 das flügelrahmenseitige Drehlagerteil 42, welches aus einer Scharnierhülse 44 und einer mit der Scharnierhülse 44 vernieteten Schlittenplatte 46 be­ steht. Ferner erkennt man in Fig. 2 die dem Flügel­ rahmenschenkel 28 zugehörige Treibstange 48 , welche durch eine Stulpschiene 50 geführt und verdeckt am Flügelrahmenschenkel 28 angebracht ist. Die Treib­ stange 48 ist über eine Eckumlenkung 52 und über eine Treibstange 54 längs des unteren Flügelrah­ menschenkels 30 mit einer Treibstange an dem Flügel­ rahmenschenkel 22 verbunden. Die hierzu erforder­ liche weitere Eckumlenkung an der Ecke zwischen den Flügelrahmenschenkeln 22, 30 ist ähnlich aufgebaut wie die Eckumlenkung 52 und braucht deshalb nicht näher dargestellt zu werden.
Auch die Treibstange 54 ist durch einen abgewinkelten Teil der Stulpschiene 50 abgedeckt und gegebenenfalls durch eine weitere nicht eingezeichnete Stulpschiene.
Die Schlittenplatte 46 ist in einer Schlittenführung 56 senkrecht zur Ebene des Flügelrahmens 12 verschieb­ bar geführt. Die Schlittenführung 56 ist an der Stulp­ schiene 50 befestigt und wird beim Einbau der aus Stulpschiene 50 und Treibstange 48 bestehenden Bau­ gruppe mit dieser am Flügelrahmenschenkel 28 befestigt. Zur Verschiebung der Schlittenplatte 46 in der Schlit­ tenführung 46 dient eine Paarung von einer Kulisse 58 in der Schlittenplatte 46 und einem Kulissenfolger 60, wel­ cher an der Treibstange 48 befestigt ist und ein Langloch 62 der Stulpschiene 50 sowie ein entsprechen­ des Langloch der Schlittenführung 56 durchsetzt und in die Kulisse 58 eingreift.
Die Kulisse 58 besteht aus zwei gegeneinander geneigten Abschnitten 58a, 58b, von denen der Kulissenabschnitt 58a im wesentlichen parallel zu der Treibstange 48 ist. Wenn der Kulissenfolger 60 sich im Bereich des Kulissenabschnitts 58a befindet, so befindet sich die Schlittenplatte 46 und damit das gesamte flügelrahmen­ seitige Drehlagerteil 42 in einer als Schließstellung zu bezeichnenden Stellung gegenüber dem Flügelrahmen 12; das ist diejenige Stellung, die das flügelrahmenseitige Drehlagerteil 42 gegenüber dem Flügelrahmen 12 in der Schließverriegelungsstellung einnimmt. Die entspre­ chende Einstellung des Kulissenfolgers 60 gegenüber der Kulisse 58 ist in Fig. 4a dargestellt.
Wenn die Treibstange 48, aus der Stellung gemäß Fig. 2 in Pfeilrichtung 63 nach oben verschoben wird, so wird die Stellung gemäß Fig. 4b erreicht, in welcher der Flügelrahmen 12 - in der Fig. 2 repräsentiert durch die Schlittenführung 56 - gegenüber dem flügel­ rahmenseitigen Drehlagerteil 42 in Richtung des Pfei­ les 64 gemäß Fig. 2 ein klein wenig verschoben ist, so daß insgesamt der Flügelrahmen 12 mit seinen An­ schlagflächen 36, 38 ein klein wenig von der Sicht­ fläche 32 bzw. der Anschlagfläche 40 des Blendrah­ mens abgehoben ist. Durch diese geringfügige Abhebung wird das Drehöffnen des Flügelrahmens 12 gemäß Fig. 1 in die in Fig. 1 gezeichnete Drehöffnungsstellung er­ leichtert. Wenn der Kulissenfolger 60 aus der Stellung gemäß Fig. 4b in Pfeilrichtung 63 der Fig. 2 weiter nach oben verschoben wird, so gelangt der Kulissenfolger 60, wie aus Fig. 4c ersichtlich, in den oberen End­ bereich des Kulissenabschnitts 58b.
Damit ist der Flügelrahmen 12 - in Fig. 2 wieder re­ präsentiert durch die Schlittenführung 56 - weiter in Pfeilrichtung 64 der Fig. 2 gegenüber dem flügelrah­ menseitigen Drehlagerteil 42 verschoben, so daß in Fig. 1 die Anschlagfläche 36 des Flügelrahmenschen­ kels 28, von der Sichtfläche 32 des Blendrahmens­ schenkels 29 um einen Öffnungsspalt abgehoben ist, welcher dem Hub h gemäß Fig. 4a und 4c entspricht.
In Fig. 3 sind die verschiedenen Stellungen eines Ver­ riegelungsklobens 21 dargestellt, welcher von einer an dem Flügelrahmenschenkel 22 in dessen Falzumfangs­ fläche verlegten, nicht dargestellten Treibstange ge­ tragen und in Längsrichtung des Flügelrahmenschenkels 22 beweglich ist. Dabei entspricht die Einstellung der Fig. 3a der Stellung des flügelrahmenseitigen Drehlager­ teils 42, gemäß Fig. 4a; die Einstellung gemäß Fig. 3b entspricht der Einstellung des flügelrahmenseitigen Dreh­ lagerteils 42, gemäß Fig. 4b und die Einstellung ge­ mäß Fig. 3c entspricht der Einstellung des flügelrah­ menseitigen Drehlagerteils 42 gemäß Fig. 4c.
In Fig. 3a befindet sich der Verriegelungskloben 21 im Eingriff mit einer Schließverriegelungsstelle 66 der Schließklobenverrastung 20, so daß der Flügelrahmen 12 entsprechend dem Zustand auf der Seite der Drehlagerbaugruppen 14 mit der Anschlagfläche 36 des Überschlags 34 gegen die Sichtfläche 32 auch im Bereich der Schließverriegelungsbaugruppen 18 ange­ drückt ist.
In der Stellung gemäß Fig. 3b befindet sich der Ver­ riegelungskloben 21 in Flucht mit einer Öffnung 68 der Schließklobenverrastung 20; gleichzeitig ist der Flügelrahmen 12 durch den Eingriff des Verriegelungsklobens 21 mit der Schräge 69 ein klein wenig von dem Blendrahmen 10 abgehoben, entsprechend dem Zustand der Drehlagerbaugruppen 14, entsprechend Fig. 4b. Dies bedeutet, daß der Flügelrahmen 12 bei dem Über­ gang von der Schließverriegelungsstellung der Fig. 3a und 4a in die Drehbereitschaftsstellung der Fig. 3b und 4b zwangsläufig ein wenig von dem Blendrahmen 10 abgehoben wird, was das Öffnen erleichtert, beispiels­ weise wenn eine Verklemmung zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen vorliegt oder zwischengeschaltete Dich­ tungsmittel verklebt sind.
Der Flügelrahmen kann in der Drehbereitschaftsstellung gemäß den Fig. 3b und 4b in die Drehöffnungsstellung gemäß Fig. 1 gebracht werden, in der der Verriegelungs­ kloben 21 durch die Öffnung 68 aus der Kloben­ verrastung 20 ausgetreten ist.
In der Stellung des Verriegelungsklobens 21 gemäß Fig. 3c ist der Flügelrahmen 12 von dem Blendrahmen 10 weiter abgehoben durch den Eingriff des Verriegelungs­ klobens 21 mit der Schräge 69, so daß der Flügelrahmen 12 auch im Bereich seines Schenkels 22 von dem Blend­ rahmen 10 abgehoben ist. Das Maß der Abhebung ist in den Fig. 3a und 3c ebenfalls mit h bezeichnet; es entspricht dem auch in Fig. 4a und 4c eingezeich­ neten Maß h. Demnach ist auf der Seite der Schließver­ riegelungsbaugruppen 18 der Flügelrahmen 12 um das gleiche Maß vom Blendrahmen 10 abgehoben, wie auf der Seite der Dreh­ lagerbaugruppen 14; dies bedeutet, daß über den gan­ zen Umfang des Flügelrahmens 12 dieser von dem Blendrahmen 10 um einen Öffnungsspalt von der Größe h abgehoben ist. Der Öffnungsspalt h entspricht dem Abstand zwischen der Sichtfläche 32 des Blendrahmens 10 und der Anschlag­ fläche 36 des Flügelrahmenüberschlags 34 und auch dem Abstand zwischen den Anschlagflächen 40 und 38 des Blend­ rahmens 10 bzw. des Flügelrahmens 12.
In der Fig. 2 ist die Stellung des Handbetätigungsgriffs 24 eingezeichnet, welche der dargestellten Position des Kulissenfolgers 60 entspricht, ebenso sind zu den Figuren­ paarungen 3a, 4a; 3b, 4b; und 3c, 4c die zugehörigen Schaltstellungen des Handbetätigungsgriffs 24 eingezeich­ net.
Es ist erkennbar, daß der Flügelrahmen 12 zwangsläufig von der Schließverriegelungsstellung entsprechend den Fig. 3a und 4a in die Spaltöffnungsstellung der Fig. 3c und 4c unter Durchlaufen der Öffnungsbereitschaftsstel­ lung gemäß Fig. 3b, 4b übergeführt werden kann, wobei sich der Flügelrahmen 12 zwangsläufig in die Spaltöffnungs­ stellung mit rundumlaufenden Öffnungsspalt bewegt.
Der Flügelrahmen ist in dieser Spaltöffnungsstellung gegen unbeabsichtigtes Schließen etwa durch Winddruck dadurch gesichert, daß sich der Verriegelungskloben 21 in der Spaltöffnungsverrastungsstelle 70 der Schließkloben­ verrastung 20 befindet und sich andererseits der Kulissen­ folger 60 im Eingriff mit dem Kulissenabschnitt 58b be­ findet.
Es ist auch die Verwendung eines Zwei-Handbeschlags denkbar, so daß die Schließverriegelungsbaugruppen und die flügelseitigen Drehlagerteile unabhängig voneinander betätigt werden können, so daß der Spalt nach Belieben an verschiedenen Vertikalschenkelpaaren gebildet werden kann.

Claims (14)

1. Vorrichtung an einem einen Blendrahmen und einen Flügelrahmen aufweisenden Fenster od. dgl. zum Einstellen des Flügelrahmens in eine Spaltöffnungsstellung, wobei an wenigstens einem Teil der Flügelrahmenschenkel, vorzugsweise im Falzbereich, Treib­ stangenmittel angeordnet sind, um Fensterfunktionen zu ver­ mitteln, z. B. Drehbereitschaft und Schließverriegelung, diese Treibstangenmittel durch Handbetätigungsmittel in Längsrich­ tung des jeweiligen Flügelschenkels bewegbar sind und nachein­ ander in verschiedene Funktionsstellungen einstellbar sind und wobei der Flügelrahmen unter Vermittlung der Treibstangen­ mittel in einer Spaltöffnungsstellung gegen vollständiges Schließen und weitergehendes Öffnen sicherbar ist, in einer Ausgestaltung, bei welcher ein erster Schenkel (28) des Flü­ gelrahmens (12) am zugehörigen Schenkel (29) des Blendrahmens (10) vermittels einer Mehrzahl von Drehlagerbaugruppen (14) um eine Drehachse (16) drehbar gelagert ist, der Flügelrahmen (12) vermittels einer Mehrzahl von gegenüber der Drehachse (16) beabstandeten Schließver­ riegelungsbaugruppen (18) in seiner Schließstellung mit dem Blendrahmen (10) verriegelbar ist, jede dieser Schließver­ riegelungsbaugruppen (18) ein Paar bestehend aus einem Ver­ riegelungskloben (21) und einer Klobenverrastung (20) auf­ weist, von denen ein Element (20) am Blendrahmen (10) ange­ ordnet und das andere Element (21) am Flügelrahmen (12) durch die jeweilige Treibstange verstellbar angeordnet ist, und die Klobenverrastungen (20) neben einer der Schließstellung des Flügelrahmens (12) entsprechenden Schließverrastungsstelle (66) und einer der Öffnungsbereitschaft des Flügelrahmens (12) entsprechenden Öffnungsstelle (68) eine der Spaltöffnung des Flügelrahmens (12) entsprechende Spaltöffnungsverrastungs­ stelle (70) aufweisen,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
  • a) die Drehlagerbaugruppen (14) weisen flügelrahmen­ seitige Drehlagerteile (42) auf, welche vermittels der dem ersten Flügelrahmenschenkel (28) zugehörigen Treibstange (48) im wesentlichen senkrecht zur Flügel­ rahmenebene gegenüber dem Flügelrahmen (12) zwischen einer Schließstellung (Fig. 4a) und einer Spaltöff­ nungsstellung Fig. 4c) verstellbar sind;
  • b) die die flügelrahmenseitigen Drehlagerteile (42) und die die Schließverriegelungsbaugruppen (18) steuernden Treibstangen (48) sind in ihrer Bewegung derart syn­ chronisiert, daß bei Einstellung der Verriegelungs­ kloben (21) in die Spaltöffnungsverrastungsstellen (70) der Klobenverrastungen (20) die flügelrahmenseitigen Drehlagerteile (42) sich in ihrer Spaltöffnungsstellung (Fig. 4c) befinden und daß bei Einstellung der Verrie­ gelungskloben (21) auf die Schließverrastungsstellen (66) der Klobenverrastungen (20) die flügelrahmenseitigen Dreh­ lagerteile (42) sich in ihrer Schließstellung (Fig. 4a) befinden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einstellung der Verriegelungskloben (21) auf die Öffnungsstellen (68, Fig. 3b) die flügelrahmenseitigen Dreh­ lagerteile (42) und die Verriegelungskloben (21) sich in jeweils einer Zwischenstellung (Fig. 4b, Fig. 3b) zwischen der Schließstellung (Fig. 4a, Fig. 3a) und der Spaltöff­ nungsstellung (Fig. 4c, Fig. 3c) befinden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Spaltöffnungsweite (h) - aus­ gedrückt als der maximale Abstand zwischen zusammen­ gehörigen, zur Fensterebene parallelen Anschlag­ flächen (36, 38 bzw. 32, 40) des Flügelrahmens (12) und des Blendrahmens (10) - annähernd gleich oder kleiner ist als die senkrecht zur Fensterebene ge­ messene Tiefe des die Treibstangenmittel aufnehmen­ den, Falzbereichs (26).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die maximale Spaltöffnungsweite (h) kleiner ist als 20 mm, vorzugsweise kleiner als 15 mm.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der der Flügelrahmen (12) je eine Treibstange (48) an dem ersten Schenkel (28) und an dem gegenüberliegenden Schenkel (22) aufweist, und daß diese Treibstangen (48) durch eine weitere Treibstange (54) an einem zu dem ersten Schenkel (28) senkrechten Schenkel (30) des Flügelrahmens (12) und durch Eckumlenkungen (52) miteinander zur ge­ meinsamen Bewegung verbunden und durch einen gemeinsamen Handbetätigungsgriff (24) zwischen den Funktionsstellungen Schließverriegelungsstellung (Fig. 3a, 4a) Drehbereitschaftsstellung (Fig. 3b, 4b) und Spaltöffnungsstellung (Fig. 3c, 4c) verstellbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, gekennzeichnet durch die nachstehende Reihenfolge der Funktionsstellungen der Treibstangenmittel: Schließverriegelung (Fig. 3a, 4a) - Drehöffnungsbereitschaftsstellung (Fig. 3b, 4b) - Spaltöffnungsstellung (Fig. 3c, 4c).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die flügelrahmenseitigen Drehlagerteile (42) in Schlittenführungen (56) an dem Flügelrahmen (12) senkrecht zur Flügelrahmenebene geführt sind und daß zur Bewegung dieser Drehlagerteile (42) längs der Schlittenführungen (56) durch die zugehörige Treibstange (48) Kulissen und Kulissenfolgerpaare (58, 60) vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kulissen (58) an den flügelrahmenseitigen Drehlagerteilen (42) und die Kulissenfolger (60) an der zugehörigen Treibstange (48) angebracht sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungskloben (21) an der zugehörigen Treibstange und die Klobenverrastungen (20) an dem Blendrahmen (10) angebracht sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungskloben (21) und/oder die Klobenverrastungen (20) in Längsrichtung der zugehörigen Treibstange justierbar und feststellbar an dem sie jeweils tragenden Teil angebracht sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß die Klobenverrastungen (20) von einstückig zusammenhängenden Schließblechen gebildet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließbleche (20) im wesentlichen c-förmige Gestalt haben, wobei die Kehlungen des c die Schließverrastungsstelle (66) bzw. die Spaltöffnungsverrastungsstelle (70) bilden und die Öffnung (68) des c die Öffnungsstelle bildet.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (16) vertikal ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, daß die Handbetätigungsmittel (24) an dem der Drehachse (16) gegenüberliegenden Flügelrahmenschenkel (22) angeordnet sind.
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