DE3047862C2 - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Bestimmung des Wertes des ohmschen Widerstandes eines Meßobjekts - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zur Bestimmung des Wertes des ohmschen Widerstandes eines MeßobjektsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bestimmung des Wertes des ohmschen Widerstandes
eines Meßobjektes unter Verwendung einer Meßspannung, wobei zusätzlich beim Meßobjekt eine Stör-Gleichspannung
anliegt.
Die Messung des Widerstandswertes von Meßobjekten wird im allgemeinen so vorgenommen, daß diese
Elemente als passive Schaltungsteile in eine Meßschaltung eingefügt werden. Es gibt jedoch eine Reihe von
Meßaufgaben, bei denen diese Voraussetzung nicht ohne weiteres erfüllt werden kann. Dies gilt vor allem
bei Messungen an in Betrieb befindlichen Systemen, beispielsweise Fernsprechleitungen od. dgl., bei denen
mehr oder weniger große und für die Messung störende zusätzliche Gleichspannungen nicht auszuschließen
sind. Diese zusätzlichen Spannungen können davon herrühren, daß das jeweilige Meßobjekt in Betrieb
gehalten werden muß und für die Messung nicht abgeschaltet werden kann. Es besteht aber auch die
Möglichkeit, daß aus benachbarten Kanälen oder Schaltungsteilen Spannungen in das jeweilige Meßobjekt
eingekoppelt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Einfluß derartiger unerwünschter Stör-Gleichspannungen
auf die Genauigkeit der Widerstandsmessung eines Meßobjektes zu eliminieren. Dies
wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß die Meßschaltung zwei einen
Zweipol bildende und verschieden große Meßwiderstände aufweist, die über einen Schalter wahlweise an
das Meßobjekt anschaltbar sind, daß dabei die jeweiligen Spannungen Uh und Un an den beiden
Meßwiderständen und der jeweils durch sie fließende Strom Jn, Jh bestimmt werden und daraus der vom
Zweipol aus gesehene, das Meßobjekt mit enthaltende Innenwiderstand Λ/bestimmt wird nach der Beziehung
„._ Uh-Un
' Jn-Jh
woraus der gesuchte ohmsche Widerstand des Meßobjektes
unter Berücksichtigung weiterer den Innenwiderstand Ri beeinflussender konstanter Widerstandsgrößen
bestimmt wird.
In dem Differenzen-Quotienten werden Zähler und Nenner durch die störende Gleichspannung um den
gleichen Wert verfälscht und so das Ergebnis nach Quotientenbildung weitgehend fehlerfrei erhalten.
An sich ist der Meßbereich eines derartigen Meßverfahrens prinzipiell unbegrenzt Eine Einschränkung
ist jedoch dahingehend zu machen, daß die Genauigkeit zu kleinen Widerstandswerten hin abnimmt
Um den absoluten Fehler bei kleinen Widerstandswerten konstant zu halten, wird gemäß einer
Weiterbildung der Erfindung ein weiterer Widerstand in Serie zum Meßobjekt eingeschaltet, wodurch sich
erreichen läßt daß der Wert der Spannungsdifferenz Uh-Vn nicht beliebig klein werden kann. Dadurch ist
sichergestellt daß der absolute Fehler auch bei kleinen Meßwerten nicht beliebig groß wird.
Es ist diesbezüglich bereits bekannt (US-PS 32 77 364), die unbekannte Impedanz eines Meßobjekts
durch Anschalten zweier veränderlicher Meßwiderstände zu bestimmen und insbesondere die Veränderung der
Widerstandswerte des Meßobjekts zu überwachen. Das Über- bzw. Unterschreiten bestimmter Werte wird
mittels Anzeigeelemente angezeigt, und durch Nachregeln der veränderlichen Meßwiderstände kann der
Widerstandswert ermittelt werden. Im Zusammenhang mit dieser bekannten Anordnung ist jedoch von
Störeinflüssen, z. B. einer Stör-Gleichspannung, nicht die Rede, und es sind hier dementsprechend keine
Schritte zur Beseitigung dieser Einflüsse angesprochen.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens, welche
dadurch gekennzeichnet ist, daß ein Zweipol mit entsprechenden Anschlußklemmen vorgesehen ist, der
die beiden Meßwiderstände enthält, und daß beim Zweipol ein den Meßwiderständen zugeordneter
Umschalter vorgesehen ist, der die wahlweise Anschaltung des jeweiligen Meßwiderstandes gestattet.
Sonstige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachfolgend an Hand von Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 den grundsätzlichen Aufbau einer Meßschaltung nach der Erfindung,
F i g. 2 das Ersatzschaltbild der Schaltung nach F i g. 1,
F i g. 3 ein Widerstandsdiagramm zur Erläuterung der Innenwiderstandsmessung mittels zweier Spannungs-
und/oder Strommessungen,
Fig.4 als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
eine Schaltungsanordnung mit zwei parallel geschalteten Meßwiderständen und Anwendung nur
einer Strommessung,
Fig.5 eine Abwandlung der Schaltungsanordnung nach Fig.4 als weiteres Ausführungsbeispiel der
Erfindung, wobei die Spannungsmessung an einem zusätzlichen Serienwiderstand erfolgt,
Fig.6 als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
die Serienschaltung zweier Meßwiderstände mit einer Strommessung,
F i g. 7 als Abwandlung von F i g. 6 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit nur einer Spannungsmessung
bei zwei in Serie geschalteten Meßwiderständen,
F i g. 8 als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung die Serienschaltung zweier Meßwiderstände,
wobei die Spannungsmessung an einem dritten.
ebenfalls in Serie liegenden Widerstand durchgeführt wird,
Fig. 9 als Abwandlung von Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit nur einer Spannungsmessung
bei zwei parallel geschalteten Meßwiderständen.
In Fig. 1 ist der grundsätzliche Aufbau einer Meßschaltung dargestellt, bei der eine Gleichspannungsquelle
Uo vorgesehen ist, die über einen Kopplungswiderstand Rk an den zu messenden
unbekannten Widerstand Rx angeschlossen wird. Bei diesem Meßobjekt Rx kann es sich bevorzugt um eine
Leitung, z. B. eine Fernsprechleitung, eine Teilnehmer-Anschlußleitung oder dergleichen handeln, wobei auf
dieser Leitung störende Fremdspannungen vorhanden sein können, welche geeignet sind, daß Meßergebnis zu
beeinträchtigen. Dargestellt sind eine Ersatz-Störspannungsquelle USG für eine Gleichspannung. Daneben
kann eine gestrichelt gezeichnete Stör-Wechselspannung USW vorhanden sein. Im folgenden ist zunächst
zur Vereinfachung angenommen, daß nur die Stör-Gleichspannung USG vorhanden ist und die Stör-Wechselspannung
US Wvernachlässigt werden kann.
Die Anschlußklemmen des eigentlichen Meßobjektes sind mit KLI und KL 2 bezeichnet. Neben dem
ohmschen Widerstand Rx des Meßobjektes kann eine Kapazität Cx vorhanden sein, die hier gestrichelt
dargestellt ist. Für die nachfolgenden Betrachtungen soll zunächst davon ausgegangen werden, daß die Kapazität
Cv vernachlässigt werden kann.
Das Meßgerät selbst umfaßt die Spannungsquelle Uo, zu der in Serie der ohmsche Kopplungswiderstand Rk
geschaltet ist. Daneben ist über die Klemmen K 1 und K 2 an die beiden in Serie geschalteten Elemente Rk und
Uo ein Zweipol ZP angeschaltet, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei parallelgeschaltete, ohmsche
Meßwiderstände Rn und Rh aufweist. Diese beiden Meßwiderstände Rn und Rh können mittels eines
Umschalters SL wahlweise an die Klemmen K1 und K 2
angeschlossen werden. Beide Widerstände sind durch einen Spannungsmesser VG überbrückt, der es gestattet,
die Spannungen Uh (bei eingeschaltetem Widerstand Rh) und Uh (bei eingeschaltetem Widerstand Rn)
zu messen.
Zwischen dem Kopplungswiderstand Rk und der Anschlußklemme KL1 des Meßobjektes ist ein
ohmscher Serienwiderstands Rs gestrichelt eingezeichnet, dessen Eigenschaften später noch erläutert werden.
Zunächst soll davon ausgegangen werden, daß dieser Widerstand den Wert Null aufweist, also vernachlässigt
werden kann.
Die Schaltung nach F i g. 1 kann in der in F i g. 2 dargestellten Weise vereinfacht dargestellt werden,
wobei davon ausgegangen wird, daß von den Klemmen K1 und K 2 aus gesehen nur noch ein resultierender
Innenwiderstand Ri vorhanden ist, der neben dem Widerstand Rk (und ggf. Rs) außerdem noch den
unbekannten und zu bestimmenden Widerstand Rx des Meßobjektes enthält ] Weiterhin ist eine Ersatzspannungsquelle
Uo' dargestellt, die in Serie zum Innenwiderstand
Ri liegt Darüber hinaus ist die Störspannungsquelle i/SWdargestellt
Die in F i g. 1 enthaltene Stör-Gieichspannungsquelle
USG sowie die Spannungsquelle i/o ergeben zusammen die in Fig.2 enthaltene Ersatzspannuhgsquelle Uo'
gemäß der Beziehung
, _ (Rs + Rx) · Uo + Rk · USG
Die Ersatz-Wechselspannungsquelle USW' errechnet
sich wie folgt
USW =
Rk
Rx+ Rs+ Rk
USW
Der Zweipol ZP ist gegenüber der Schaltungsanordnung nach F i g. 1 unverändert beibehalten.
Ausgehend von der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 ergibt sich, wenn man den Innenwiderstand der
Spannungsquelle Uo (und ebenso den Innenwiderstand von USG und USW) zu Null annimmt, für den von den
Klemmen K 1 und K 2 aus gesehenen Innenwiderstand Rid'ie Beziehung
1
Ri
Ri
Rx
i_
Rk
Wenn es somit gelingt, den Widerstand Ri zu bestimmen und wenn darüber hinaus der Kopplungswiderstand
Rk bekannt ist, so läßt sich durch Umformen der Gleichung (1) der gesuchte Widerstand Rx
bestimmen zu
1
Ri
Ri
1
Rk
Rk
(2)
Die nachfolgend näher beschriebenen Verfahren sind darauf ausgerichtet, zunächst den von den Klemmen
K1 und K 2 aus gesehenen Widerstand Ri zu
bestimmen, woraus dann unter Berücksichtigung des jeweiligen konkreten Schaltungsaufbaus der gesuchte
Widerstand Äxdes Meßobjektes bestimmbar ist.
Bei den beiden Meßwiderständen Rn und Rh ist vorausgesetzt, daß diese unterschiedlich groß gewählt
sind. Dabei ist angenommen, daß der Widerstandswert Rn niederohmig ist im Vergleich zu dem Widerstandswert
von Rh. Als vorteilhafte Ausgestaltung läßt sich die Dimensionierung so vornehmen, daß die Beziehung gilt
Rn =
Rh
Geht man davon aus, daß in dem Spannungsmesser VG die Spannungen Uh und Un und in dem
Strommesser SA die Ströme Jh und Jn gemessen werden, wobei die Zuordnung zu den jeweils angeschalteten
ivießwiderständen Rn und Rh durch die Indizes angegeben wird, so ergeben sich folgende Beziehungen:
Uo' =
Rx + Rs + Rk
Uh
Un
Jh
Jn =
| Ri+Rh | Uo' |
| Rn | Uo' |
| Ri+ Rn | |
| W | |
| Ri+ Rh | |
| Uo' |
Ri+Rn
Aus diesen Beziehungen läßt sich der Innenwiderstand Ri der links an den Klemmen K\ und K 2
anliegenden, das Meßobjekt Rx mit enthaltenden Anordnung bestimmen nach der Gleichung
Rh'und Widern Wert von Rh. Für den Innenwiderstand
Ri von den Klemmen K 1 und K 2 aus gesehen gilt dann die Beziehung
Ri =
Uh-Un
Jn-Jh
Ri =
Uh- Rh-Un- Rn
Un-Uh
(7c)
Aus dem in Fig.3 dargestellten Widerstandsdiagramm ist ersichtlich, wie bei unterschiedlichen
Widerständen Rh und Rn jeweils die unterschiedlichen Werte Uh und Un bzw. Jh und Jn gewonnen werden.
Dabei ist jeweils auf der Abszisse der Strom / und auf der Ordinate die Spannung U aufgetragen. Da der
Kopplungswiderstand KAr aus der Schaltung nach F i g. 1
bekannt ist, läßt sich, wie bereits erwähnt, der gesuchte Widerstand Rx des Meßobjektes nach der Gleichung (2)
aus dem Innenwiderstand Ri entsprechend Gleichung (7) berechnen.
In der Praxis ist es normalerweise nicht notwendig, sowohl eine Strom- als auch eine Spannungsmessung
durchzuführen. Im allgemeinen genügt eine dieser beiden Messungen, während die Bestimmung der
jeweiligen anderen Meßgröße durch Berechnung mittels der bekannten Widerstandswerte der Meßwiderstände
Rn und Rh möglich ist.
In F i g. 4 ist eine erste Abwandlung der Ausführungsform nach Fig.2 dargestellt, wobei innerhalb des
Zweipols ZP lediglich ein Strommesser SA 1 vorgesehen ist, während eine entsprechende Spannungsmessung
nicht mehr erforderlich ist. Für die Berechnung des Innenwiderstandes Ri gilt bei dieser Schaltungsanordnung
die Beziehung
Ri =
Jh · Rh -Jn ■ Rn
Jn-Jh
(7a)
Es wäre auch möglich, nur mit Spannungsmessungen zu arbeiten, also den Strommesser SA nach F i g. 2
wegzulassen. In diesem Fall würden nur die beiden Spannungen Uh und Un an Rh und Rn als originäre
Größen gemessen, während die Ströme Jn und Jh sich aus den Spannungen zusammen mit den jeweils
eingeschalteten Meßwiderständen Rn bzw. Rh berechnen lassen. Ausgehend von der Gleichung (7) ergäbe
sich für diesen Fall die Beziehung für den Innen widerstand Rizu (vgl. auch F i g. 9)
Dabei gilt die Festlegung, daß die Spannung Uh derjenigen Spannung entspricht, welche am Widerstand
Rt bei Einschaltung des Widerstandes Rh' und die Spannung Un der Spannung bei Einschaltung des
Widerstandes Λ/j'entsteht.
F i g. 6 zeigt eine Abwandlung der Schaltungsanordnung nach Fig.4, wobei innerhalb des Zweipols ZP
anstelle einer Parallelschaltung eine Serienschaltung zweier Meßwiderstände vorgesehen ist. Um mit den
Gleichungen und der Terminologie der vorhergehenden Beziehung arbeiten zu können, sind die Widerstandswerte
ebenfalls in analoger Form bezeichnet. Der erste Meßwiderstand hat die Größe Rh-Rn und ist durch
einen Schalter SL 1 überbrückt. Der zweite Widerstand entspricht dem Widerstand Rn nach F i g. 4. Mittels des
Strommessers SA 2 werden die bei den verschiedenen Schalterstellungen von SL 1 fließenden Ströme gemessen,
wobei sich sofort ergibt, daß bei geschlossenem Schalter SL 1 nur der Strom Jn durch den Widerstand
Rn fließt. Weiterhin ist, wenn der Schalter SL 1 geöffnet wird, der resultierende Gesamtwiderstand gleich
(Rh -Rn) +Rn=Rh
und der somit in diesem Fall fließende Strom gleich Jh. Es lassen sich also mit dieser Schaltung grundsätzlich
die gleichen Meßergebnisse erzielen wie mit der Schaltung entsprechend der F i g. 4. Demnach gilt auch
hier für die Berechnung des innenwiderstandes Ri die Gleichung
Ri =
Jh ■ Rh -Jn ■ Rn
Jn-Jh
(7a)
Ri
Uh-Un
Un_
Rn
Uh_
Rh
(7b)
Bei der Schaltungsanordnung nach Pig.5 ist eine
Abwandlung gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig.4 insofern getroffen, als zusätzlich ein ohmscher
Widerstand Rt in Serie zu den beiden Meßwiderständen J?n'und Rh' eingefügt wird. An diesem Widerstand Rt
wird mittels eines Spannungsmessers VG1 die jeweilige
Spannung gemessen und zwar in Abhängigkeit von der Stellung des Umschalters SL Die Dimensionierung der
eigentlichen Meßwiderstände erfolgt unter Einbeziehung des ohmschen Widerstandes Rt so, daß die
Beziehung gilt
Die Serienschaltung von An'und Rt entspricht also
genau dem Wert von An und die Serienschaltung von
Ebenso ist es, wie in F i g. 7 näher dargestellt, möglich, an den beiden Widerständen der Schaltung nach F i g. 6
jeweils die Spannung zu messen, wobei sich in einem Fall die Spannung Uh (Schalter SL 1 geöffnet) und im
anderen Fall die Spannung Un (Schalter SL 1 geschlossen) ergibt. Dann kann die Berechnung des Innenwiderstandes
Λ/nach der Gleichung (7c) erfolgen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.8 ist der
bereits im Zusammenhang mit Fig. 5 erläuterte Serienwiderstand Rt zusätzlich vorgesehen und außerdem
die Serienschaltung der Meßwiderstände entsprechend der F i g. 6 angewendet. Für den durch den
Schalter SL i überbrückbaren Widerstand Rh" gill die Beziehung Rh"= Rh-Rn.
Der zweite Widerstand Rn" ist zu wählen, zu Rn"= Rn-Rl Es gilt dann sinngemäß die Gleichung
(7c) für die Bestimmung des Innenwiderstandes Ri, wobei Uh die durch den Spannungsmesser VG 3
bestimmte Spannung bei Anschaltung beider Meßwiderstände Rh" und Rn" bedeutet (Schalter SL1
geöffnet), während die Spannung Un dann gemessen wird, wenn nur der Widerstand Rn" zusammen mit Rt
vorhanden ist (Schalter SL1 geschlossen).
Die Störgleichspannung USG nach F i g. 1 und 2 geht,
wie aus den Gleichungen (7) bis (7c) ersichtlich ist, nicht in das Meßergebnis ein. Es ist lediglich ein Fall zu
beachten, wo eine Beeinflussung eintreten könnte und zwar dann, wenn diese Störgleichspannung USGgerade
die Einkoppelspannung Uo des eigentlichen Meßgerätes kompensieren würde. In diesem Fall würde durch die
Meßwiderstände Rn und Rh kein Strom fließen. Bei derartigen Schwierigkeiten ist eine einfache Abhilfe
dadurch möglich,daß die Anschlüsse K1 und K 2oderdie
Anschlüsse KL 1 und KL 2 umgepolt werden, wodurch diese Kompensation nicht mehr auftritt.
Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 9 wird ausgehend von einer Grundschaltung analog F i g. 2 mit
nur einer Spannungsmessung durch den Spannungsmesser VG gearbeitet, wobei die Spannungen Un und Uh
erhalten werden. Der Wert für Ri wird nach Gleichung (7b) berechnet.
Der mit den Schaltungen nach F i g. 1 bis 9 erzielbare Meßbereich ist prinzipiell an sich unbegrenzt. Es ist
lediglich zu beachten, daß die Genauigkeit zu kleineren Widerständen Rx hin abnimmt. Um den absoluten
Fehler bei kleineren Widerständen Rx ebenfalls konstant zu halten, wird bei Bedarf zusätzlich der
ohmsche Serienwiderstand Rs (vgl. Fig. 1) zwischen
den Koppelwiderstand Rk und dem einen Anschluß KL 1 an das Meßobjekt Rx eingefügt. Dadurch wird
erreicht, daß in der Differenzengleichung (7) und in den davon abgeleiteten Gleichungen (7a) bis (7c) die
Spannungsdifferenz Uh-Un nicht beliebig klein werden kann. Der absolute Fehler kann somit bei kleinen
Meßwerten auch nicht beliebig ansteigen. Die Gleichung (2) ist bei Hinzufügung des Serienwiderstandes
RStü modifizieren in
Rx
Ri
1
Rk
Rk
-Rs
(8)
Bei den als bekannt vorausgesetzten Größen Rn und
Rh sowie ggf. Rt (F i g. 5 und F i g. 8) handelt es sich um Präzisionswiderstände, deren Genauigkeit direkt in die
Meßgenauigkeit eingeht. Die Bestimmung der Widerstände Rk und ggf. Rs erfolgt zweckmäßig durch
Eichmessungen, die vorteilhaft in folgender Reihenfolge ablaufen:
1. Eichmessung
An den Klemmen KL 1 und KL 2 nach F i g. 1 ist ein
Leerlauf vorgesehen (d. h. das Meßobjekt Rx ist nicht angeschaltet). Es wird der Einkoppelwiderstand Rk
bestimmt nach folgender, auf die Gleichung (7) zurückgehender Beziehung:
Rk = Ri =
Uh-Un
Jn-Jh
Diese Gleichung ergibt sich aus der Gleichung (1) durch Einsetzen von — = 0. Es kann diese Messung
Rx
selbstverständlich auch nach den Gleichungen (7a) bis (7c) erfolgen.
2. Eichmessung
An den Klemmen KL 1 und KL 2 nach F i g. 1 ist ein Kurzschluß vorgesehen. Auf diese Weise wird der
Serienwiderstand Rs \n einer Größe bestimmt nach der
Gleichung
fts =
Ri
1
Rk
Rk
(10)
Es wird davon ausgegangen, daß in Gleichung (8) Rx=O gesetzt ist entsprechend dem Kurzschluß.
Weiterhin ist darauf hinzuweisen, daß Rk bereits aus der ersten Eichmessung entsprechend Gleichung (9) bekannt
ist. Ri wird nach einer der Gleichungen (7), (7a) bis (7c) bestimmt.
Mit den vorstehend beschriebenen Meßverfahren und Meßschaltungen läßt sich somit der gesuchte ohmsche
Widerstand Rx des Meßobjektes auch bei Vorhandensein einer Stör-Gleichspannung USG bestimmen ohne
daß diese einen unzulässigen Einfluß auf die Genauigkeit des Meßergebnisses ausüben kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (16)
- Patentansprüche:!. Verfahren zur Bestimmung des Wertes des ohmschen Widerstandes eines Meßobjektes unter Verwendung einer Meßspannung, wobei zusätzlich am Meßobjekt eine Stör-Gleichspannung anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßschaltung zwei einen Zweipol (ZP) bildende und verschieden große Meßwiderstände (Rn, Rh) aufweist, die über einen Schalter (SL, SL1) wahlweise an das Meßobjekt (Rx) anschaltbar sind, daß dabei die jeweiligen Spannungen Uh und Un an den beiden Meßwiderständen (Rn, Rh) und der jeweils durch sie fließende Strom Jn, Jh bestimmt werden und daraus der vom Zweipol (ZP) aus gesehene, das Meßobjekt (Rx) mit enthaltende Innenwiderstand Ri bestimmt wird nachher Beziehung1015RiUh-Un Jn-Jh20woraus der gesuchte ohmsche Widerstand des Meßobjektes (Rx) unter Berücksichtigung weiterer den Innenwiderstand Ri beeinflussender konstanter Widerstandsgrößen bestimmt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Spannungen Un und Uh gemessen werden, daß die Bestimmung der durch die Meßwiderstände (Rn, Rh) fließenden Ströme Jn und Jh aus den gemessenen Spannungswerten Un und Uh vorgenommen wird und daß der vom Zweipol (ZP) aus gesehene, das Meßobjekt (Rx) mit enthaltende Innenwiderstand Ri nach der BeziehungRi =Uh-Un UfI _Uh Rn Rh35bestimmt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Ströme Jn und Jh gemessen werden, daß die Bestimmung der an den Meßwiderständen (Rn, Rh) auftretenden Spannungen Uh sowie Un aus den gemessenen Strömen vorgenommen wird, und daß der von dem Zweipol (Zp) aus gesehene, das Meßobjekt (Rx) mit enthaltende Innenwiderstände Λ/nach der BeziehungRi =Jh ■ Rh -Jn · Rn Jn-Jh50bestimmt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Meßwiderstände (Rn, Rh) parallel geschaltet und wahlweise über einen Umschalter (SL) an die Meßspannung (SL) angeschlossen werden.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Meßwiderstände in Serie geschaltet werden, daß einer der Meßwiderstände mittels eines Schalters (SH) überbrückt werden kann und daß die Meßwiderstände der Serienschaltung so dimensioniert werden, daß der eine Widerstand dem Widerstandswert des niederohmigeren (Rn) der parallel geschalteten Widerstände der entsprechenden Parallelschaltung entspricht, und daß der zweite Meßwiderstand6065 gleich der Differenz der Widerstandswerte (Rh-Rn)der Meßwiderstände der entsprechenden Parallelschaltung gewählt wird.
- 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Zweipol (ZP) in Serie ein weiterer Widerstand Rt eingeschaltet wird, daß die Spannung an diesem zusätzlichen Widerstand (Rt) gemessen wird, daß bei Parallelschaltung Meßwiderstände mit dem Widerstandswert Rn'= Rn-Rt und Rh'= Rh-Rt und bei Serienschaltung mit dem Widerstandswert Rn"= Rn-Rt und Rh"= Rh-Rn eingeschaltet werden, wobei der Widerstand Rh" durch den Schalter (SL 1) überbrückbar ist und daß der vom Zweipol (ZP) aus gesehene Innenwiderstand Ri bestimmt wird nach der BeziehungRiUthRn-UthRn Utn-Uthwobei Uth die am Widerstand Rt gemessene Spannung bei Einschaltung des Widerstandes Rh' bzw. Rh" und L/in die am Widerstand Rt abfallende Spannung bei Einschaltung des Widerstandes Rn' bzw. Än"darstellt.
- 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für die Größe der beiden Meßwiderstände Rn und Rh die Beziehung gilt
- 8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem eigentlichen Meßobjekt (Λ*; ein Vorwiderstand (Rs) in Serie geschaltet wird.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwiderstand (Rs) so dimensioniert ist, daß Rs in der Größenordnung von Rn und Rh liegt.
- 10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem eigentlichen Meßvorgang eine Eichmessung durchgeführt wird, bei der der Koppelwiderstand (Rk) der Schaltung bestimmt wird, wobei die für den Anschluß des Meßobjektes vorgesehenen Klemmen (Kl 1, Kl 2) im Leerlauf betrieben werden, und daß an den Meß widerständen (Rn, Rh) die Bestimmung von Uh und Un bzw. Jh und Jn durchgeführt und daraus der Koppelwiderstand Rk nach der GleichungRk =Uh-Un Jn-Jhbestimmt wird.
- 11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Eichmessung an den Anschlußklemmen (Kl 1, KI2) für das Meßobjekt ein Kurzschluß angebracht wird, und daß der Serienwiderstand (As^ nach der GleichungJ_ Ri1 Ribestimmt wird.
- 12. Schaltungsanordnung zur Durchführung desVerfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zweipol (ZP) mit entsprechenden Anschlußklemmen (K 1, K 2) vorgesehen ist, der die beiden Meß widerstände (Rn, Rh) enthält, und daß beim Zweipol ein den Meßwiderständen (Rn, Rn) zugeordneter Schalter (SL. SL 1) vorgesehen ist, der die wahlweise Anschaltung des jeweiligen Meßwiderstandes gestattet
- 13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Meßwiderstände (Rn, Rh) parallelgeschaltet und über einen Umschalter (SL) wahlweise anschaltbar sind.
- 14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Meßwiderstände (Rn, Rh)In Serie geschaltet sind und einer der Meßwiderstände über einen Schalter (SL 1) wahlweise überbrückbar ist.
- 15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Zweipol (ZP) ein Serienwiderstand (RS) eingeschaltet ist.
- 16. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Zweipols (ZP) ein zusätzlicher, zur Messung dienender Serien widerstand (Rt) vorgesehen ist.
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