DE3048257C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Einstellen der
Füllhohe in Flaschen bei Abfüllung auf Höhen-Abfüllmaschinen mit
den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 sowie auf eine
Anordnung zur Durchführung des Verfahrens.
Bei der Getränkeabfüllung hat sich vornehmlich die Höhenfüllung,
beispielsweise in Verbindung mit dem Gegendruck-Abfüllverfahren
für CO2-haltige Getränke oder dem Vakuum-Abfüllverfahren für stille
oder CO2-arme Getränke, durchgesetzt. Verstanden wird unter der
Höhenfüllung, daß die Flaschen od. dgl. Behälter, gleichgültig wie
groß ihr Volumen ist, von der Mündung gerechnet bis zu einer vor
geschriebenen Höhe gefüllt werden, wobei die Füllhöhe in der Flasche
durch den meßbaren Abstand zwischen Flaschenmündung und dem Flüs
sigkeitsspiegel in der vorgeschriebenen Höhe definiert ist. Erzielt
wird dieser Abstand durch einen den Getränkeeinlauf in die Flasche
unterbrechenden Anschnitt oder einen Signalgeber eines füllhöhen
bestimmenden Organs, das in die zu füllende Flasche einführbar und
jedem Füllelement einer Höhen-Abfüllmaschine zugeordnet ist.
Bei den füllhöhenbestimmenden Organen, zu denen Rückgasrohre,
elektrische oder pneumatische Sonden od. dgl. zählen und die gleicher
maßen für Füllelemente mit Füllrohr und füllrohrlose Füllelemente
üblich sind, ist es erforderlich, daß der den Abstand bzw. die
Füllhöhe bestimmende Anschnitt oder Signalgeber bezüglich seiner
Eindringtiefe in die Flaschen den Flaschen einer jeweils zu verar
beitenden Flaschensorte angepaßt ist. Ändert sich die Flaschensorte
so sind zuvor die füllhöhenbestimmenden Organe gegen andere aus
zuwechseln, die hinsichtlich der Füllhöhe der neu zu verarbeiten
den Flaschensorte angepaßt sind oder auf die veränderte Füllhöhe
neu einzustellen. Üblicherweise geschieht dies an jedem Füllele
ment von Hand. Erforderlich ist eine solche Einstellung auch für
füllhöhenbestimmende Organe, die mittels einer zentalen, manuell
oder maschinell betätigbaren Einstelleinrichtung gemäß DE-OS 19 27 821
höhenverstellbar sind. Hierbei erfolgt die Einstellung allerdings
zu einer festen Basis, beispielsweise den Dichtelementen der Füll
elemente. Andererseits ist es zur Füllhöheneinstellung, insbesondere
bei Füllelementen mit Füllrohr, auch bekannt, die Dichtelemente
mittels einer zentralen Einstelleinrichtung zum Anschnitt oder zum
Signalgeber einzustellen (s. DE-PS 26 34 021).
Die Einstellung der füllhöhenbestimmenden Organe bzw. der Dichtele
mente in aufgezeigter bekannter Art und Weise läßt jedoch während
der Abfüllung auftretende Umstände für den Füllvorgang außer Be
tracht, obwohl diese Umstände für die Füllgenauigkeit der Flaschen
von erheblicher Bedeutung sind. Verändert sich beispielsweise
während der Abfüllung die Temperatur des abzufüllenden Getränks,
dann ändern sich ebenfalls die Füllhöhen in den Flaschen. Die vor
Abfüllbeginn auf die nach den gesetzlichen Bestimmungen maßgebende
Bezugstemperatur von 20°C durch entsprechend gewählte Eindringtiefe
der Anschnitte bzw. der Signalgeber der füllhöhenbestimmenden
Organe in den zu füllenden Flaschen eingestellten Füllhöhen
werden dadurch unter- oder überschritten. Im Falle der Unter
schreitung bei Temperaturerhöhung sind die bei dieser Bezugstempe
ratur gesetzlich vorgeschriebenen Füllmengen für den Konsumenten
oder Getränke nicht oder nicht immer gewährleistet. Im Falle der
Überschreitung bei Temperaturerniedrigung können sich dagegen
erhebliche Verluste für den Abfüllbetrieb ergeben. Derartig
nachteilige Über- und Unterfüllungen treten beispielsweise
auch ein bei zur Abfüllung gelangenden Flaschen, die durch
Unregelmäßigkeiten bei der Herstellung unterschiedliches Vo
lumen aufweisen.
Durch die DE-OS 28 15 980 ist bereits ein Verfahren bekannt
geworden, bei dem der Abfüllvorgang durch Daten indirekt ge
steuert wird, die von einem datenverarbeitenden Gerät durch
Verarbeitung von Parametern ermittelt werden. Dieses Verfah
ren sieht zur begrenzten Veränderung der Füllhöhe während des
Abfüllbetriebes vor, den Füllstand in dem die Füllelemente
tragenden Flüssigkeitsbehälter durch Veränderung des im Flüs
sigkeitsbehälter herrschenden Fülldruckes zu beeinflussen. Die
ses Verfahren, das keinen Einfluß auf die Einstellung der füll
höhenbestimmenden Organe, sondern auf eine den Fülldruck ver
ändernde Einstelleinrichtung, z. B. Ventil hat, ist jedoch auf
solche Abfüllverfahren beschränkt, bei denen der Fülldruck der
art auf den Füllstand und somit auf die Füllflüssigkeit einwir
ken kann, daß die Füllhöhe in den Flaschen beeinflußbar ist.
Dies ist nur im begrenzten Umfang bei Einkammer-Gegendruckfüll
maschinen der Fall. Diese Erhöhung oder Erniedrigung des Füll
druckes hat jedoch den Nachteil, daß für den Füllvorgang ein
als optimal erkannter Fülldruck und Füllstand nicht ohne wei
teres eingehalten werden kann und sich hierdurch Minderungen
der Abfülleistungen ergeben. Zum anderen müssen die Huborgane
erhöhten Anpreßdruck ausüben, um die Gefäße in Dichtlage mit
dem Füllelement zu halten. Auch führt ein unterschiedlicher
Fülldruck zu unterschiedlicher Bindung der CO2 an das Getränk,
was zu Schwierigkeiten bei der Gefäßentlastung und demzufolge
zur Leistungsminderung der Füllmaschine führt. Nicht anwendbar
ist schließlich das bekannte Verfahren auf Vakuum-Füllmaschi
nen, weil bei diesen Maschinen der Füllstand der Flüssigkeit
im Flüssigkeitsbehälter keinen Einfluß auf die Füllhöhe in
den Gefäßen hat und durch vom Fülldruck unab
hängie Füllstandssteuerungen und -regelungen auf einem vorbe
stimmten Niveau gehalten wird. Sind darüber hinaus derartige
Vakuumfüllmaschinen, beispielsweise mit Füllrohr aufweisenden
Füllelementen ausgerüstet, so ist allein das füllhöhenbestimmende
Organ des Füllrohres für die Füllhöhe maßgebend, einfach dadurch,
daß die bei Erreichen des Anschnittes in den Rückgasweg ein
steigende Flüssigkeit beim Abzug der gefüllten Flasche vom Füll
element durch den Zutritt der Atmosphäre in den Flüssigkeitsbe
hälter gesaugt wird und somit keine Flüssigkeit vorhanden ist,
die für Füllhöhenkorrekturen zur Verfügung stehen könnte.
Die Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, für Höhen-Abfüllma
schinen mit von Hand oder maschinell betätigbarer zentraler Ein
stelleinrichtung für die zur Füllhöheneinstellung dienenden
höheneinstellbaren Bestandteile der Füllelemente ein Verfahren
und eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens anzugeben,
womit Umstände, die die Genauigkeit der Füllhöhen in den Flaschen
nachteilig beeinflussen, berücksichtigt und in den Flaschen Füll
mengen erreicht werden, die die gesetzliche Bestimmungen erfüllen,
ohne hierzu jedoch Voraussetzungen für optimale Füllergebnisse bei
den Höhen-Abfüllmaschinen zu verändern.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichnungstil des Patentan
spruchs 1 angegeben.
Die erfindungsgemäße Verfahrensweise gestattet es, in jedem Be
triebszustand einer abfüllbereiten Höhen-Abfüllmaschine, sowohl
bei Maschinenstillstand als auch bei Maschinenumlauf, erforderlich
werdende Einstellungen oder Nachstellungen bei den für die Füll
höheneinstellung maßgebenden höheneinstellbaren Bestandteilen der
Füllelemente gemeinsam vorzunehmen. Bei diesem Einstellen bzw.
Nachstellen der Füllelementenbestandteile bleiben die Voraus
setzungen für optimale Füllergebnisse wie Fülldruck, Füllstand,
Anpreßdruck, Fließgeschwindigkeit des Getränks und dgl. unbeein
flußt. Darüber hinaus ist der Nachstellbereich unabhängig von
begrenzt zur Verfügung stehenden Flüssigkeitsmengen, die sich
bei der bekannten Verfahrensweise durch den unterschiedlichen
Füllstand im Füllerbehälter im Rückgasweg einstellen. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind dem Kennzeichnungsteil der nachfolgenden Verfahrensansprüche
zu entnehmen.
Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist eine
besonders vorteilhafte Anordnung im Patentanspruch 8 angegeben.
Die übrigen Patentansprüche 9 bis 14 beinhalten zweckmäßige Aus
gestaltungen der Anordnung nach Patentanspruch 8.
Verfahrensweise und Anordnung gemäß der Erfindung sind nachfolgend
erläutert am Beispiel einer in der Zeichnung schematisch darge
stellten und nach dem Einkammer-Vakuumabfüllverfahren arbeitenden
Höhen-Abfüllmaschine mit einer jeweils einem Füllelement zuge
ordneten Höhenverstelleinrichtung für das axial verschiebbare
Dichtelement für die Flaschenmündungen und einem gemeinsamen
Antrieb für sämtliche Höhenverstelleinrichtungen, wie sie aus
der DE-PS 26 34 021 bekannt ist und auf die verwiesen wird.
Bei der in der Zeichnung schematisch angedeuteten Füllmaschine 10,
von der zum Verständnis der Erfindung lediglich das Fülleroberteil
11 mit einem von mehreren an der Unterseite des Flüssigkeitsbe
hälters 12 angebrachten Füllelementen 13 näher dargestellt ist,
stehen die Verstelleinrichtungen 14 für die jeweils auf dem
Füllrohr 15 eines jeden Füllelements 13 axial verschiebbar an
geordneten Dichtelemente 16 in Antriebsverbindung mit einem
gemeinsamen Antrieb 17. Hierbei bestehen die je für ein Füll
element 13 vorgesehenen Verstelleinrichtungen 14 für die Dicht
elemente 16, wie in der DE-PS 26 34 021 näher beschrieben, je
aus einer das Dichtelement 16 tragenden Hubeinrichtung, einem
der Hubeinrichtung vorgeschalteten Getriebe sowie einem Anschluß
für den gemeinsamen Antrieb 17. Der gemeinsame Antrieb 17, der
zusammen mit den Verstelleinrichtungen 14 aller Füllelemente 13
die zentrale Einstelleinrichtung bildet und, wie in der DE-PS
26 34 021 ebenfalls eingehender beschrieben, aus mehreren Ver
bindungselementen und einem Einstellelement bestehen kann, steht
mit einer an das Ein- und Ausgabewerk 18 des Rechen- und Leit
werkes 19 eines datenverarbeitenden Geräten, z. B. eines digitalen
Rechensystems 20, angeschlossenen Antriebseinrichtung, beispiels
weise einem Antriebsmotor 21, zur direkten Antriebssteuerung in
Verbindung. Am Rechen- und Leitwerk 19 ist ein Speicherbereich 30
und am Ein- und Ausgabewerk 18 ein Temperaturmeßgerät 22 angeschlos
sen. Sein Meßfühler 23, der den die Abfülltemperatur betreffenden
dynamischen Parameter zur Verarbeitung im Rechensystem 20 liefert,
ist in den Flüssigkeitsbehälter 12 oder in die an den Flüssigkeits
behälter 12 angeschlossene, die Füllflüssigkeit zuführende Leitung
25 eingesetzt. Angeschlossen an das Ein- und Ausgabewerk 18 ist
weiter ein die jeweilige Stellung der Dichtelemente 16 bzw. der
zentralen Einstelleinrichtung signalisierendes Meßgerät 26, das
den die jeweilige Stellung der Einstelleinrichtung angebenden
dynamischen Parameter in das Rechensystem 20 eingibt. Zweckmäßiger
weise handelt es sich hierbei um ein nach dem Tauchspulenprinzip
arbeitendes Meßgerät mit einem höhenbeweglichen Kern 27, der an
einer Verlängerung 28 des das Dichtelement 16 tragenden horizon
talen Armes 29 der Hubeinrichtung bzw. der Verstelleinrichtung 14
an dem Füllelement 13 angebracht ist. Das dem Kern 27 zugeordnete
Spulengehäuse 31 ist mittels eines Halters 32, beispielsweise am
Boden 33 des Flüssigkeitsbehälters 12 befestigt. Angeschlossen
am Ein- und Ausgabewerk 18 sind schließlich ein Sollwert-Ein
steller 34 für die als statischer Parameter geltende Bezugstempe
ratur der Füllflüssigkeit, bei der die der Nennfüllmenge ent
sprechende Füllhöhe in der Flasche bei einer zu verarbeitenden
Flaschensorte erreicht wird sowie ein Vorwahlschalter 35 zum
Auswählen der im Rechensystem 20 fest eingespeicherten, auf eine
jeweilige Flaschensorte bezogenen statischen Parameter. Von diesen
statischen, zur Ermittlung der Signale oder Daten dem Rechensy
stem 20 eingegebenen statischen Parametern beziehen sich diejenigen,
durch den Vorwahlschalter 35 ausgewählten Parameter auf die Füll
höhen für die Flaschen einer jeweils zu verarbeitenden Flaschen
sorte, die sich bei jeweiliger Abfülltemperatur ober- oder unterhalb
der Bezugstemperatur ergeben. Hierbei berücksichtigen die fest
eingespeicherten Parameter die Halsweiten der Flaschen der zu
verarbeitenden Flaschensorte bezüglich der bei Temperaturänderun
gen eintretenden Änderungen der Flüssigkeitsvolumen, die bei
Temperaturänderungen um gleiche Temperaturgrade durch die unter
schiedlichen Halsweiten im Flaschenhals zu Füllhöhen führen, die
von der sich bei Bezugstemperatur ergebenden Füllhöhen in gleichem
oder nicht gleichem Verhältnis zur Temperaturänderung abweichen.
Sind bei betriebsbereiter Abfüllmaschine 11 für eine Flaschensorte,
deren Flaschen als Maßbehältnisse anzusprechen sind, am Sollwert-
Einsteller 34 die Bezugstemperatur, beispielsweise von 20°C, ein
gestellt sowie mittels des Vorwahlschalters 35 die für diese
Flaschensorte im Rechensystem 20 eingespeicherten statischen
Parameter ausgewählt, dann werden unter Berücksichtigung sowohl
der vom Temperaturmeßerät 22 als auch der von dem die Stellung
der Einstelleinrichtung signalisierenden Meßgerät 26 über das
Ein- und Augabewerk 18 eingegebenen dynamischen Parameter vom
Rechensystem 20 die ausgewählten Parameter zuammen mit den
dynamischen Parametern verarbeitet. Ergibt sich aus der Ver
arbeitung der Parameter, daß eine Füllhöheneinstellung vorgenom
men werden muß, wirken direkte Signale auf die im Ein- und Aus
gabewerk 18′ angeordneten elektrischen Schaltmittel, wodurch der
Antriebsmotor 21 solange in geeigneter Drehrichtung eingeschaltet
wird, bis das Meßgerät 26 dem Ein- und Ausgabewerk 17 signalisiert,
daß die Einstelleinrichtung und damit die Dichtelemente 16 in
der vom Rechensystem 20 ermittelten Höhenlage stehen, die der
erforderlichen Füllhöhe entspricht. Ändert sich während der Ab
füllung dieser Flaschensorte die Abfülltemperatur, dann wird bei
dieser und jeder weiteren Änderung der Abfülltemperatur vom
Rechensystem 20 eine neue Füllhöhe durch Verarbeitung bzw. Ver
knüpfung der ausgewählten statischen und der fortlaufend einge
gebenen dynamischen Parameter ermittelt und die Einstelleinrich
tung durch Einschalten des Antriebsmotors 21 solange in zuvor
beschriebener Weise gesteuert, bis daß Meßgerät 26 dem Ein- und
Ausgabewerk 18 durch einen entsprechenden Meßwert erneut signali
siert, daß die Dichtelemente 16 die Höhenlage der neuen Füllhöhe
eingenommen haben.
Anstelle des die Höhenlage der Einstelleinrichtung signalisieren
den Meßgerätes 26 kann auch ein auf die Füllhöhe einstellbares,
ausgangsseitig der Abfüllmaschine 10, beispielsweise im Ausschub
sternbereich 36 angeordnetes Füllhöhenkontrollgerät 37 zur An
wendung gelangen. In diesem Fall dient der von der als horizontale
Meßschranke ausgebildeten Füllhöhenmeßeinrichtung 38 des Füll
höhenkontrollgerätes 37 ermittelte und dem Rechensystem 20
fortlaufend eingegebene Meßwert als dynamischer Parameter für
die Einnahme der ermittelten Höhenlage der Einstelleinrichtung.
Auf das Meßgerät 26 kann verzichtet werden, wenn anstelle des
Antriebsmotors 21 ein Schrittmotor vorgesehen wird, der die
Einstelleinrichtung mittels der von dem Rechensystem 20 ausge
gebenen Signale in die der ermittelten Füllhöhe entsprechende
Höhenlage steuert.
Bei Steuerung der Einstelleinrichtung mittels indirekter Daten
ist auf die Antriebseinrichtung 21 verzichtet und an deren Stelle
am Ein- und Ausgabewerk 18 ein Sichtgerät, beispielsweise ein
Bildschirmgerät oder ein Ziffernanzeiger, angeschlossen. Nach den
vom Sichtgerät angezeigten Daten erfolgt dann die Einstellung der
Einstelleinrichtung von Hand, beispielsweise mittels einer Hand
kurbel. Ist mit größeren Schwankungen des Leerraumvolumens bei
den Flaschen einer Flaschensorte zu rechnen und treten diese
Schwankungen nicht von Flasche zu Flasche, sondern zwischen
größeren Flaschenmengen mit einheitlichen Leerraumvolumen auf,
dann sind zusätzlich zu den Temperaturänderungen der Füllflüs
sigkeit auch noch die Volumenschwankungen der Flaschen zu berück
sichtigen und dementsprechend die für die Steuerung der Einstell
einrichtung ermittelten Signale oder Daten zu korrigieren. Hierzu
sind z. B. im Bereich des Einschubsterns 39 der Abfüllmaschine 10
eine elektronische Kontrollwaage 40 zur kontinuierlichen Wägung
der leeren Flaschen und ausgangsseitig der Abfüllmaschine, z. B.
nach dem Ausschubstern 36, eine elektronische Kontrollwaage 41
zur kontinuierlichen Wägung der gefüllten Flaschen in den Trans
portweg 42 der Flaschen zwischengeschaltet und an das Ein- und
Ausgabewerk 18 des Rechensystems 20 angeschlossen. Die von den
Kontrollwaagen 40, 41 dem Rechensystem 20 eingegebenen, als
dynamische Parameter geltenden Meßwerte werden im Rechensystem
20 verglichen. Sollte der Vergleich unzulässige Gewichtsab
weichungen ergeben, dann werden diese bei der Verarbeitung der
Parameter im Rechensystem 20 berücksichtigt und bei Übergewicht
durch entsprechende Signale an die Antriebseinrichtung 21 der
Einstelleinrichtung die Füllhöhe vergrößert und bei Untergewicht
die Füllhöhe verringert.
Verfahren und Anordnung gemäß der Erfindung sind selbstver
ständlich nicht auf das vorbeschriebene Ausführungsbeispiel
der nach dem Einkammer-Vakuumabfüllverfahren arbeitenden, mit
Füllrohr-Füllelementen versehenen Höhen-Abfüllmaschinen und der
zentralen Einstelleinrichtung für die Dichtelemente beschränkt.
Die Erfindung ist gleichermaßen geeignet für alle Höhen-Abfüll
maschinen, gleichgültig nach welchen Abfüllverfahren sie arbeiten,
die eine auf die zur Füllhöheneinstellung dienenden höhenver
stellbaren Bestandteile der Füllelemente einwirkende zentrale
Einstelleinrichtung besitzen. Hierbei kann es sich auch um zentrale
Einstelleinrichtungen handeln für füllhöhenbestimmende Organe,
wie Rückgasrohre, elektrische oder pneumatische Sonden od. dgl.
Auch ist die Erfindung für Höhen-Abfüllmaschinen
einsetzbar, die zur Füllhöheneinstellung mittels eines Verdrän
gungsschrittes eingerichtet sind, wozu an einer zentralen Ein
stelleinrichtung in Form eines Druckreglers der der gewünschten
Füllhöhe entsprechende Verdrängungsdruck für alle Füllelemente
eingestellt wird.
Claims (13)
1. Verfahren zum Einstellen der Füllhöhe in Flaschen bei Ab
füllung auf Höhen-Abfüllmaschinen mit mehreren Füllelemen
ten, wobei für die Füllhöheneinstellung erforderliche Be
standteile der Füllmaschine durch eine gemeinsame Einstell
einrichtung einstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einstelleinrichtung durch Signale direkt oder durch
Daten indirekt gesteuert wird, die von einem datenverar
beitenden Gerät unter Berücksichtigung der jeweiligen Ab
fülltemperatur, der jeweiligen Stellung der Einstellein
richtung und der folgenden vorgegebenen Parameter ermit
telt werden:
- (a) Bezugstemperatur, bei der die der Nennfüllmenge entsprechende Füllhöhe in der Flasche bei einer zu verarbeitenden Flaschensorte erreicht wird, und
- (b) Abhängigkeit der Füllhöhe der Flaschen der zu verarbeitenden Flaschensorte von der Abfülltem peratur im Bereich oberhalb oder unterhalb der Bezugstemperatur.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zur direkten Steuerung der Einstelleinrichtung mit den
Signalen eine an das datenverarbeitende Gerät ange
schlossene und mit der Einstelleinrichtung verbundene
Antriebseinrichtung benutzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
dem datenverarbeitenden Gerät die Parameter für die Be
zugstemperatur und die Füllhöhen für die Flaschen der
zu verarbeitenden Flaschensorte bei jeweiliger Abfüll
temperatur als statische Parameter eingespeichert, die
Parameter für jeweilige Abfülltemperatur und jeweilige
Stellung der Einstelleinrichtung als dynamische Para
meter fortlaufend eingegeben werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Ermittlung der Signale oder der Daten die einge
speicherten statischen Parameter ausgewählt und mit
den fortlaufend eingegebenen dynamischen Parametern
verarbeitet werden.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß anstelle der dynamischen Parameter für
die jeweilige Stellung der Einstelleinrichtung die Meß
daten einer Füllhöhenkontrolleinrichtung fortlaufend
eingegeben werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß dem datenverarbeitenden Gerät zusätzlich
die Meßdaten einer der Abfüllmaschine im Transportweg
vorgeordneten und einer im Transportweg nachgeordneten
elektronischen Kontollwaage fortlaufend eingegeben und
mit den Parametern verarbeitet werden.
7. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1
für eine Höhen-Abfüllmaschine mit mehreren Füllelementen,
wobei zur Füllhöhenbestimmung erforderliche Bestandteile
der Füllelemente durch eine gemeinsame Einstelleinrich
tung höhenverstellbar sind und die Abfüllmaschine an eine
Flüssigkeitszuleitung angeschlossen ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einstelleinrichtung (14, 17) mit einer
steuerbaren Antriebseinrichtung (21) versehen und über die
Antriebseinrichtung mit dem Ein- und Ausgabewerk (17)
eines datenverarbeitenden Gerätes (20) verbunden ist
und daß an das Ein- und Ausgabewerk (18) ein im Flüs
sigkeitsbehälter (12) oder der Flüssigkeitszuleitung (25)
angeordnetes Temperaturmeßgerät (22), ferner ein Soll
werteinsteller (34) für die Bezugstemperatur sowie ein
Schalter (35) zum Auswählen der für die jeweilige Fla
schensorte fest im datenverarbeitenden Gerät (20) ein
zuspeichernden statischen Parameter angeschlossen sind.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
an das Ein- und Ausgabewerk (18) ein die Stellung der
Einstelleinrichtung (14, 17) signalisierendes Meßge
rät (26) angeschlossen ist.
9. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
an das Ein- und Ausgabewerk (18) die Meßeinrichtung (38)
eines im Ausschubsternbereich (36) angeordneten Füll
höhenkontrollgerätes (37) angeschlossen ist.
10. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
an das Ein- und Ausgabewerk (18) sowohl eine im Trans
portweg (42) vor dem Einschubstern (39) der Abfüllma
schine (10) als auch eine im Transportweg (42) der Ab
füllmaschine (10) nach dem Ausschubstern (36) angeord
nete elektronische Kontrollwaage (40, 41) angeschlossen
sind.
11. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die steuerbare Antriebseinrichtung (21) als steuerba
rer Schrittmotor ausgebildet ist.
12. Anordnung nach den Ansprüchen 7 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß das datenverarbeitende Gerät (20) als
digitales Rechensystem ausgebildet ist.
13. Anordnung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß anstelle der Antriebseinrichtung (21) an
das Ein- und Ausgabewerk (18) ein Sichtgerät zur Steue
rung der Einstelleinrichtung durch indirekte, im Sicht
gerät angezeigte Daten angeschlossen ist.
Priority Applications (8)
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