DE305090C - - Google Patents
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- DE305090C DE305090C DENDAT305090D DE305090DA DE305090C DE 305090 C DE305090 C DE 305090C DE NDAT305090 D DENDAT305090 D DE NDAT305090D DE 305090D A DE305090D A DE 305090DA DE 305090 C DE305090 C DE 305090C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23K—FODDER
- A23K10/00—Animal feeding-stuffs
- A23K10/30—Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms
- A23K10/32—Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from hydrolysates of wood or straw
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Description
AUSGEGEBEN AM 24. OKTOBER 1919
Der Wert der reinen Zellulose als Nährmittel ist. bekannt und durch Versuche von
K ellner u. a. festgestellt. Zerfasertes Holz, ζ. B. Holzschliff, für sich oder vermischt mit
anderen. Futtermitteln wurde schon' verschiedentlich
als Nährmittel für Tiere vorgeschlagen. Auch die Notwendigkeit der Behandlung von Holzfaserstoff mit Chemikalien
zwecks Beseitigung der unverdaulichen Stoffe ίο aus dem Holz wurde bereits früher erkannt
und es wurden diesbezügliche Vorschläge gemacht. Es ist aber bis jetzt nicht gelungen,
Kraftfutter aus Holz im ununterbrochenen . Arbeitsgange . herzustellen und dabei den
Rohstoff und die .Behandlungsmittel zur restlosen Aufarbeitung zu bringen, sowie Ablaugen
und Abwässer zu vermeiden.
. Die vorliegende Erfindung sticht diesem Mangel abzuhelfen durch ein neues Verfall-, ren, das darin besteht, daß zerfasertes Holz, wie Holzschliff, Sägespäne, Holzmehl usw., im ununterbrochenen Arbeitsgange mehrere Male abwechselnd mit einer alkalischen Flüssigkeit, .z. B. Natronlauge und dann mit einem Oxydationsmittel, z. B. Chlor, unter kräftigem Durcheinanderrühren und stetem Fortbewegen des Faser- und Laugengemischs im Beisein von Wärme behandelt wird. Erst durch diese abwechselnde, immer unmittelbar auf-30' einanderfolgende Behandlung des fein zerfaserten. Holzes wird es ermöglicht, die Harze usw. herauszulösen und die Lignine von der Faser zu trennen in so kurzer Zeit, daß das Verfahren ununterbrochen fortgehen kann. Die stetig zugeführten Behandlungsflüssig-1 keiten werden nach ihrem Ablauf gereinigt und entweder zusammengeführt, ergänzt, dann; elektrisch in Natronlauge und Chlor zurückgebildet oder jeder Ablauf für sich ununterbrochen ergänzt. Die Flüssigkeiten fließen ebenso ununterbrochen wie der Stoff- ■ strom. Die entstehenden Dämpfe werden stetig abgefangen und verwertet, so daß keine Abwässer und Ablaugen entstehen.
. Die vorliegende Erfindung sticht diesem Mangel abzuhelfen durch ein neues Verfall-, ren, das darin besteht, daß zerfasertes Holz, wie Holzschliff, Sägespäne, Holzmehl usw., im ununterbrochenen Arbeitsgange mehrere Male abwechselnd mit einer alkalischen Flüssigkeit, .z. B. Natronlauge und dann mit einem Oxydationsmittel, z. B. Chlor, unter kräftigem Durcheinanderrühren und stetem Fortbewegen des Faser- und Laugengemischs im Beisein von Wärme behandelt wird. Erst durch diese abwechselnde, immer unmittelbar auf-30' einanderfolgende Behandlung des fein zerfaserten. Holzes wird es ermöglicht, die Harze usw. herauszulösen und die Lignine von der Faser zu trennen in so kurzer Zeit, daß das Verfahren ununterbrochen fortgehen kann. Die stetig zugeführten Behandlungsflüssig-1 keiten werden nach ihrem Ablauf gereinigt und entweder zusammengeführt, ergänzt, dann; elektrisch in Natronlauge und Chlor zurückgebildet oder jeder Ablauf für sich ununterbrochen ergänzt. Die Flüssigkeiten fließen ebenso ununterbrochen wie der Stoff- ■ strom. Die entstehenden Dämpfe werden stetig abgefangen und verwertet, so daß keine Abwässer und Ablaugen entstehen.
Das Kochen zerkleinerten Holzes mit Natronlauge .und darauffolgendes Bleichen ist
bereits bekannt; doch wird dabei im Gegensatze zum vorliegenden Verfahren die Lauge
vor der Bleiche gründlich ausgewaschen. Auch hat man bereits zerkleinertes Holz
ο. dgl. -abwechselnd mit Natronlauge und Chlor behandelt, wobei die ■ B'ehandlungsflüssigkeiten
beständig von der Faser abgezogen, . elektrolytisch zersetzt und die Zersetzungsprodukte
im unterbrochenen Kreislaufe von neuem verwendet werden; jedoch ist das Arbeiten insofern kein ununterbrochenes,
als die Holzmasse selbst nicht beständig vorwärts-bewegt wird. Das ununterbrochene
Bleichen von Faserstoffen wurde ebenfalls schon vorgeschlagen, doch fehlt hier die Behandlung mit Natronlauge und die
Bleichflüssigkeit fließt im Gegenstrom mit dem Bleichgut. Auch das Vermischen von
mit Soda oder anderen Alkalien vorbehandelten Pflänzenstoffen mit Melasse u. dgl. ist
bekannt.
Bei allen diesen bekannten Verfahren kommt jedesmal nur immer eine abgemessene ■
Menge. Rohstoff zur Bearbeitung, jede Bearbeitung erfolgt nur einmal und dauert
längere Zeit. . Beim vorliegenden Verfahren
dagegen finden die chemischen Behandlungen \ mehrere Male, aber jedesmal nur kurze Zeit
statt, so daß der Holzmassestrom ununter- ; brechen fließen kann. Die schnellere Wir- [
■> kung gegen früher liegt in dem öfteren Wech- ·'
sei der Chemikalien! und darin, daß die Behandlungsmittel
nicht jedesmal ausgewaschen werden. Bei manchen Holzstoffsorten wird
ein dreimaliger Wechsel genügen, bei anderen wieder ein vier- oder fünfmaliger nötig sein.
Bei sogenanntem Heißholzschliff ist schon ein Teil der sogenannten Inkrusten gelöst und
wird daher der Wechsel in der Behandlung : nicht so oft stattzufinden brauchen.
Das ununterbrochen wirkende Holzschleifverfahren und andere mechanische Holzzerkleinerungsverfahren
sind seit langem bekannt, auf die mechanische Zerkleinerung aber unmittelbar daran anschließend eine ]
chemische Aufschließung, und z\var eine ;
solche folgen zu lassen, daß der Holzstrom j vom Holzstamm bis zum fertigen Tierfutter !
ununterbrochen fortgeht, ist bis jetzt noch j nicht bekanntgeworden.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise \?orrichtung zur Ausführung des neuen Ver- :
fahrens. |
Mit Hilfe dieser Vorrichtung verläuft j das neue 'Verfahren wie folgt:
Das Holz wird, nachdem es von der Rinde und den Ästen befreit, sowie auf Schleifbreite
geschnitten ist, in dem Schleifapparat ά unter Zuführung von Wasser in der für
Papierbereitungszwecke üblichen Weise geschliffen. Es kann mit niederem Druck und
viel Wasser sogenannter Kaltschliff, oder mit hohem Druck und wenig Wasser Wann- oder <
Heißschliff erzeugt werden. Der Holzstoff ■ fließt in den Schleiftrog b und von da über !
den Überlauf c auf ein Schaukelsieb d, um | die Späne und Splitter abzufangen. Eine
Pumpe e schafft den gereinigten Stoff auf den j hochstehenden Siebzylinder /, wo er auf eine
Dichte von ungefähr 3 bis 5 Prozent Trockengehalt gebracht wird. Von hier fließt er in
eine Kegelstoffmühle g bekannter Bauart, um ganz fein und gleichmäßig gemahlen zu .werden.
Hierauf wird er auf dem Siebzylinder h auf eine Stoffdichte von etwa 5 bis 15 Prozent
gebracht und von hier mittels der Schnecke i durch das Rohr k in die in etwa
gleicher Höhe mit dem Schleifer α stehende, j ununterbrochen wirkende Aufschließvorrich- !
tung gedrückt.
Die Zerkleinerung des Holzes mittels des bekannten Holzschleifverfahrens erscheint als
die vorteilhafteste, da damit das Holz schon in sehr feine Teile zerlegt und infolge der
kräftigen Einwirkung des Steines auch ein Teil der Inkrusten des Holzes mechanisch j
von den Fasern losgelöst wird. Beim Heißcchleifen ist die lösende Wirkung noch besser
und es wird zugleich eine Vorwärmung der Fasermasse erzielt.
Die Aufschließvorrichtung besitzt eine Anzahl,von Kammern, nach der Zeichnung ist
sie. in vier Kammern I, «„ «,, 0 eingeteilt. /In
den Kamern / und! η wird die Fasermasse mit einer alkalischen Flüssigkeit, am besten und
billigsten mit Natronlauge, in den Kammern m und 0 mit einem Oxydationsmittel,
z. B. Chlor, behandelt.1 Das Natron löst und verseift die im Holz befindlichen Harze usw.,
während das Chlor die inkrustierende Substanz einer starken Oxydation und Zerstörung
unterwirft. Die abwechselnde Behandlung des Holzschliffes mit Alkali und Chlor bewirkt
eine verhältnismäßig rasche Freilegung der Zellulosefaser un'd ermöglicht den un- .
unterbrochenen Gang des neuen Verfahrens.
Durch sämtliche Kammern I bis 0 geht eine gemeinsame Welle p, die mit Rührarmen
q besetzt ist, um die Fasermasse in innige Berührung mit den Aufschließmitteln
zu bringen und langsam weiterzuschieben.
Aus dem Rohr k fällt ununterbrochen Holzschliff o. dgl. in die erste Kammer/ der
Aufschließvorrichtung, gleichzeitig fließt Natronlauge aus dem Rohr r zu. Die mit
etwas schräggestellten Rührplatten versehenen Rührarme q mischen den Holzstoff und die
Lauge gut durcheinander und schieben sie langsam nach rechts der gelochten Schau-'
fei.? zu, die die Fasermasse durch die Öffnung t in die nächste Kammer m wirft, λυό
Chlorwasser durch das Rohr u zufließt. Die Masse wird wieder gemischt und vorwärts-.
bewegt, hierauf in die nächste Kammer η geworfen, hier wieder mit Natronlauge und in
der nächsten und letzten Kammer 0 wieder mit Chlorwasser behandelt. Aus der letzten
Kammer 0 \vird die von Inkrusten u.dgl. befreite Fasermasse ausgeworfen, von der Behandlungsflüssigkeit
befreit, mit Melasse und gegebenenfalls noch anderen, möglichst protein- und fetthaltigen Futterstoffen gemischt,
getrocknet und durch Mahlen 0. dgl. \veiter zerkleinert.
Der Trog des Aufschließapparates I, m, η, ο
besitzt einen durch die Wände ν, w gebildeten no
Hohlmantel, in den ein Heizmittel, ζ. Β. Dampf, eingeführt wird; denn die Behandlung
der Fasermasise mit den Chemikalien muß heiß geschahen. Über den Kammern I bis 0
ist je eine Haube χ angeordnet, um. die aus
denselben entweichenden Gase und Dämpfe abzufangen und weiter zu verarbeiten.
Die verwendete Lauge bzw. das verwendete Chlorwasser fließen aus den Kammern I, η
bzw. m, 0 durch die mit Sieb überdeckten 'Öffnungen τ in die Rohre ζ bzw. s1 ab. Die
Natronlaugen gehen durch die Rohre s1 nach
Claims (2)
1. \'erfahren zur Erzeugung von Futter
aus Holz, dadurch gekennzeichnet, daß das Holz in ununterbrochenem Arbeitsgange durch eine Reihe von Gefäßen hindurchgeführt
wird, in denen es zunächst mechanisch zerkleinert, unmittelbar darauf einer an sich bekannten chemischen
Aufschließung unter abwechselnder Behandlung mit einem Alkali, z. B. Natronlauge,
und einem Oxydationsmittel, z. B. Chlor, unterworfen, sodann von der Behandlungsflüssigkeit
getrennt und endlich mit anderen Futtermitteln vermischt, getrocknet und eventuell vermählen wird.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen eine Vorrich-
hing zur Erzeugung von mechanischer richtung (.?), einem Zu- und siebüber-Holzmassc
und eine Vorrichtung zum j deckten Ablauf (r,ii, y) für die Auf- ·
Entlaugen, Mischen, Trocknen und Trok- ! schließmittel und einer Dunstabführhaube
kenmahlen eine ununterbrochen wirkende, (.v) versehenen, heizbaren Kammern (J,
aus zwei oder mehr je mit einem Rühr- j .in, n, o) bestehende Faserstoffaufschließwerk
(ρ, q), einer gelochten Stoffwurfvor- | vorrichtung eingeschaltet wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
IiERLlN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREi.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE305090C true DE305090C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=558637
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT305090D Expired DE305090C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE305090C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE744258C (de) * | 1940-10-06 | 1944-01-13 | Hermann Streintz | Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln oder Zusatzmitteln zu diaetetischen Naehrmitteln |
| FR2402418A1 (fr) * | 1977-09-13 | 1979-04-06 | Crina | Procede de preparation d'un aliment pour ruminants |
| DE2849341A1 (de) * | 1978-11-14 | 1980-05-29 | Crina | Verfahren zur herstellung von futter fuer wiederkaeuer |
| EP0389294A3 (de) * | 1989-03-24 | 1992-01-15 | Charles T. Sweeney | Umsetzung von Zellulose enthaltenden, landwirtschaftlichen Abfallstoffen |
| EP0578479A3 (en) * | 1992-07-07 | 1994-06-01 | Charles Timothy Sweeney | Method for conversion of cellulosic agricultural wastes improving digestibility of grains for livestock feed |
-
0
- DE DENDAT305090D patent/DE305090C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE744258C (de) * | 1940-10-06 | 1944-01-13 | Hermann Streintz | Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln oder Zusatzmitteln zu diaetetischen Naehrmitteln |
| FR2402418A1 (fr) * | 1977-09-13 | 1979-04-06 | Crina | Procede de preparation d'un aliment pour ruminants |
| DE2849341A1 (de) * | 1978-11-14 | 1980-05-29 | Crina | Verfahren zur herstellung von futter fuer wiederkaeuer |
| EP0389294A3 (de) * | 1989-03-24 | 1992-01-15 | Charles T. Sweeney | Umsetzung von Zellulose enthaltenden, landwirtschaftlichen Abfallstoffen |
| EP0578479A3 (en) * | 1992-07-07 | 1994-06-01 | Charles Timothy Sweeney | Method for conversion of cellulosic agricultural wastes improving digestibility of grains for livestock feed |
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