DE305193C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
805193
durch Verdampfung.
Die !Abscheidung flüchtiger Säuren, insbesondere Salzsäure, aus wäßrigen (Gemischen
bereitet große Schwierigkeiten wegen .der zerstörenden Wirkung, welche flüchtige Säuren,
insbesondere Salzsäure, in Gegenwart von j Wasser auf Metalle ausüben und wegen der j
damit zusammenhängenden ,Schwierigkeit der für die Verdampfung der Säure und ihre
. Kondensation erforderlichen Wärmeübertragunig. Die Verdampfung der Säure selbst ist
dabei ahne '.Schwierigkeit durchführbar, weil
sie bequem in säurefesten Gefäßen vorgenommen werden kann. Das für die Erreichung
des Zweckes zu lösende Problem ist daher im wesentlichen ein Problem der Wärmeübertragung
'auf wäßrige, flüchtige Säuren in flüssigem oder dampfförmigem Zustande.
Dieses Problem · wird der Erfindung gemäß dadurch gelöst, daß sowohl die Wärmezufuhr
zum Zwecke der Verdampfung der Säure als auch die Wärmeableitung bei der Kondensation
'durch Vermischung der die flüchtige Säure enthaltenden, wäßrigen Gemische bzw.
Dämpfe mit einem bei den Arbeitsbedingungen flüssigen Wärmeträger bewirkt -wind, für
welchen außerdem die Bedingung besteht, daß er, wenn er zur Kondensation der flüchtigen
Säuradämpfe gebraucht wird, nicht mit
. Wasser mischbar sein darf. Die letztere Bedingung hängt damit zusammen, daß die
Mischbarkeit eines für die Kondensation benutzten Wärmeträgers mit Wasser zur .Folge
haben würde, daß in dem Raum, durch dien der Wärmeträger bei der Kondensation geführt
wird, ,gleichzeitig Säure und Wasser gegenwärtig sein würden, wodurch die Bedingtungen
für schnelle Zerstörung metallischer Wände erfüllt wären.
Wenn es sich um die Abscheidung von Salzsäure aus Gemischen handelt, dann empfiehlt
es sich, als Wärmeträger, und ,zwar sowohl für die Verdampfung als auch für die
Kondensation, öle, wie z. B. Schieferöl, zu verwenden.
Eine Einrichtung zur Durchführung der Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung
schematisch veranschaulicht.
Das zu !behandelnde Gemisch, welches beispielsweise als salzsäurehaltige Zuckerlösung,
aus der Verzuckerung von Holz stammend, angenommen werden mag, wird durch die Leitung 1 -zugeführt und gelangt vor ihrem
Eintritt in 'den Steinzeugbehälter 2 in Mischung mit einem als Wärmeträger dienenden
erhitzten öl, welches idurch eine Düse 7 in die Röhre 1 eingespritzt wird». Bei der Vermischung
der isaizsäurehaltiigen Zuckerlösung mit dem heißen Öl wird die Salzsäure und
das Wasser verdampft, während der Zucker in Mischung mit dem öl in dem Behälter 2
verbleibt und durch das Rohr 3 in den Behälter 4 herabsinkt, wo sich der Zucker infolge
Schwerdifferenz abscheidet. Das öl wird durch eine Pumpe 5 aus dem Behälter 4 angesaugt
und durch die Heizschlange 6 hindurch der obenerwähnten Düse 7 zugeführt.
Da durch die Vermischung des heißen Öles mit der salzsäurehaltigen Zuckerlösung 'die
Salzsäure und das Wasser völlig verdampft werden, gelangt in die Heizschlange 6 nur Öl,
evtl. vermischt mit etwas Zucker, so daß keine Gefahr besteht, daß das Material der
Heizschlange ,durch ihren Inhalt angegriffen wird. Es kann daher für die .Heizschlange
ohne Bedenken ein guter Wärmeleiter, wie z. B. ein beliebiges Metall, gewählt werden.
Die aus Wasser und Salzsäure bestehenden Dämpfe werden durch das Rohr 8 abgeführt
und wenden auf ihrem Wege mit einem Kälteträger, ζ. B. öl, vermischt, der in die Röhre 8
durch eine Düse 9 eingeführt wird. Infolge der Vermischung der Dämpfe mit dem Kälteträger
stellt sich eine Kondensation der Däimpfe ein, so daß in das Gefäß 10 ein Gemisch
von öl mit wäßriger Salzsäure eintritt. Dieses Gemisch sinkt, durch das Rohr 11 herab
und gelangt in dep Behälter 12, wo sich die wäßrige Salzsäure von dem Öl scheidet. Die
wäßrige Salzsäure wird durch den Auslaß 13 abgeführt, während das Öl durch das Rohr 14
unter idem Einfluß der Pumpe 15 angesaugt wird, um durch den Kühler 16 hindurch der
Düse 9 zugeführt zu werden. Die Behälter jo, i.i, 12 bestehen aus -säurefestem Material,
während die Anschlußleitungen 14, 16 und die Pumpe 15 aus Eisen bestehen können.
Dieses setzt allerdings voraus, daß der Kälteträger so gewählt ist, daß er mit Wasser
nicht mischbar ist, weil sonst zugleich mit dem Wasser in die Mischung Salzsäure hineinkommen
würde und die Gefahr des Angreifens der Leitungen von 14, 15, 16 durch
wäßrige Salzsäure !bestände. Der nicht zur Kondensation gelangende Säiurerest wird
durch die Leitung 17 abgeführt und kann gegebenenfalls in einer weiteren Kondensationsstufe
auf tiefere Temperatur .gebracht j 'werden, um weitere Mengen Wasser zu kondensieren.
Die Leitung 17 kann an eine Vakuumpumpe
angeschlossen werden, in welchem Falle es 'wichtig und praktisch unerläßlich ist,
die Wasserabscheidung aus der Säure so weit zu treiben, daß in die Vakuumpumpe, falls
sie aus Eisen gebaut ist, kein Wasser gelangt. Zu 'diesem Zweck bedarf es außer der Wasserabscheidung
durch Kondensation noch einer Wasserabscheidung durch Trocknung.
Der großeVorteil der Erfindung liegt darin, daß der für die Durchführung der Verdämpfung
und der Kondensation erforderliche Wärmeaustausch außerhalb der säurefesten
Gefäße 2, 3, 4 bzw. 10, 11, 12 in metal- j
lischen Wärmeaustausohapparaten 6 bzw. 16 j
erfolgen kann, welche bei geringen Abmessungen die Übertragung sehr großer Wärmemengen
zulassen.
Wesentlich für das vorstehend beschriebene Verfahren ist nur idie Austreibung einer
flüchtigen Säure aus einer Flüssigkeit, in welcher sie absorbiert ist, durch einen flüssigen
Wärmeträger, welcher weder die flüchtige Säure in nennenswertem Umfange zu absorbieren
vermag, noch mit der Flüssigkeit, aus der die Saure ausgetrieben werden soll, mischbar
ist. Der chemische Charakter der Säure und des flüssigen Wärmeträgers ist dabei jedoch
unerheblich. Das Verfahren ist ebenso wie auf die Behandlung einer Salzsäurelösung
mit öl anwendbar auf die Behandlung von Lösungen beliebiger anderer flüchtiger
Säuren mit anderen flüssigen Wärmeträgern, welche die erwähnten Bedingungen erfüllen,
beispielsweise auf die Behandlung von wäßrigen Lösungen von schwefliger ,Säure, Lösungen
von Essigsäure, Ameisensäure mit geeigneten flüssigen Wärmeträgern, wie z. B. pflanzlichen ölen, Mineralölen und aromatischen
Kohlenwasserstoffen, wie Tetrahydronaphtihalin.
Claims (4)
1. Verfahren zur Abscheidung flüchtiger ,Säuren aus wäßrigen Gemischen durch
Verdampfung, dadurch gekennzeichnet, daß das zu ibehandelndeGemisch mit einem
bei der Arbeitstemperatur flüssigen, mit den Mischungsstoffen nicht ,mischbaren
und die abzutreibende Säure praktisch nicht absorbierenden Wärmeträger vermischt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 mit nachfolgender Kondensation der aus dem Gemisch
durch Verdampfung abgeschiedenen Säure und des Wasserdampfes, dadurch
gekennzeichnet, daß zum Zwecke der Durchführung der Kondensation das aus Säure und Wasserdampf bestehende Gemisch
,mit einem bei der Arbeitstempe- go ratur flüssigen, mit Wasser nicht mischbaren
Wärmeträger vermischt wird, welcher zuvor die erforderliche Abkühlung beim Durchgange .durch einen Wärmeaustauschapparat
von gutem Wärmeleitungsvermögen (Metall) erhält.
3. Einrichtung zur Abscheidung flüchtiger Säuren aus wäßrigen Gemischen
durch Verdampfung, (dadurch gekennzeichnet, daß an den aus säurefestem Material bestehenden Verdampfer eine Umlaufleitung
für die Zu- und Abführung eines
. flüssigen Wärmeträgers mit einer «zu
.dessen Auf heizung dienenden Heizschlange
o. dgl. aius Metall angeschlossen ist.
4. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß an die Köndensationsanlage für das abziehende Säure-Wasserdampf-Gemisch
ein Umlauf für die Zu- und Abführung des flüssigen Wärroeträgers mit
einer zu dessen Abkühlung dienenden Kühlschlange o. dgl. aus Metall ange- ■
schlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1916B0082450 DE305193C (de) | 1916-09-15 | 1916-09-15 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1916B0082450 DE305193C (de) | 1916-09-15 | 1916-09-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE305193C true DE305193C (de) | 1922-12-22 |
Family
ID=34428033
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1916B0082450 Expired DE305193C (de) | 1916-09-15 | 1916-09-15 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE305193C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4033604A1 (de) * | 1990-10-23 | 1992-04-30 | Rcm Rueckgewinnungssysteme Zur | Verfahren zur wiedergewinnung von loeslichen kunststoffen aus kunststoffhaltigen abfaellen |
-
1916
- 1916-09-15 DE DE1916B0082450 patent/DE305193C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4033604A1 (de) * | 1990-10-23 | 1992-04-30 | Rcm Rueckgewinnungssysteme Zur | Verfahren zur wiedergewinnung von loeslichen kunststoffen aus kunststoffhaltigen abfaellen |
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