DE306418C - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B1/00—Engines characterised by fuel-air mixture compression
- F02B1/12—Engines characterised by fuel-air mixture compression with compression ignition
- F02B1/14—Methods of operating
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B3/00—Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition
- F02B3/06—Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition with compression ignition
- F02B3/08—Methods of operating
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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- F02M31/02—Apparatus for thermally treating combustion-air, fuel, or fuel-air mixture for heating
- F02M31/04—Apparatus for thermally treating combustion-air, fuel, or fuel-air mixture for heating combustion-air or fuel-air mixture
- F02M31/10—Apparatus for thermally treating combustion-air, fuel, or fuel-air mixture for heating combustion-air or fuel-air mixture by hot liquids, e.g. lubricants or cooling water
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ausführungsform des Arbeitsverfahrens des Patents 302450.
Dieses Arbeitsverfahren bezweckt, unter Anwendung eines schwer siedenden Wärmeträgers,
.5 der innerhalb bestimmter Temperaturgrenzen die Kühlmäntel von Verbrennungskraf tmaschinen
durchstreicht, Abwärme in den motorischen Prozeß der Verbrennungskraftmaschine zurückzuführen, um auf diese Weise deren
Prozeß günstiger zu gestalten. - Die Abwärme wird dadurch zurückgeführt, daß Brennstoff,
Luft oder Gemisch vor der Einführung in den Zylinder vorgewärmt wird.
Die Erfindung will nun das ursprüngliche Arbeitsverfahren verbessern dadurch, daß
durch die Vorwärmung des Brennstoffes und der Luft im Zylinder währeud der Ansaug-
und der Verdichtungsperiode der Zünddruck beeinflußt wird. Bekanntlich setzt die Selbstzündung
bei Verbrennungsmotoren bei einem bestimmten Brennstoff, bei einem ganz bestimmten
Druck ein, weil sich infolge der Kompression die Luft-' bzw. das Brennstoffluftgemisch
erwärmt, so daß schließlich die Selbstzündungstemperatur entsteht. Diese
Selbstzündungstemperatur bzw. der die Entzündung bewirkende Druck soll nun gemäß
der Erfindung unter Zuhilfenahme des kreisenden, sch wer siedenden Wärmeträgers so beeinüußt
werden, daß er für Brennstoffe jeglicher Art auf ein gewünschtes. Maß gebracht oder
gehalten werden kann,.
An sich sind Verbrennungskraftmaschinen bereits bekannt geworden, bei denen an den
Auspuffleitungen zu diesem Zweck oder durch das Kühlwasser die Luft vorgewärmt wurde.
Die Nachteile dieser Beheizungsarten sind bekannt. Die Vorteile der neuen Beheizungsart bestehen nun darin, daß man sowohl der
Luft wie auch dem Gemisch, gegebenenfalls innerhalb ganz bestimmter Grenzen, während
der Ansaug- und der Verdichtungsperiode dem schwer siedenden Wärmeträger entnommene
Abwärme zuführen kann. .
In der Zeichnung möge das Wesentliche der Erfindung angedeutet werden. .
Wenn man beispielsweise' in einem Luftkompressionszylinder Luft isothermisch komprimiert,
indem man sie vom Punkte I aus mit einer Anfangstemperatur von 20 ° zusammenpreßt,
so wird sie im Punkte III bei, einem beliebigen Druck % die Temperatur von 20 °
beibehalten haben. Würde man dieselbe Luftmenge vom Punkte I aus adiabatisch komprimieren,
so wird sie beim Drucke χ im Punkte IV nicht eine Temperatur von 20 ° ,
sondern eine Temperatur von z. B. 500 ° besitzen.
Würde man nun bei demselben Luftkompressor Kaltwasserkühlung mit einer mittleren
Temperatur von etwa 20 ° anwenden, so wird beim Druck jx nicht eine Temperatur von
500° erhalten, sondern man'müßte, um auf. die Temperatur' von 500 ° zu kommen, ent-
sprechend höher komprimieren, beispielsweise bis zum Druck c. Im Punkte V der Kurve
I bis V läge dann die Temperatur von 500 °. s Mit anderen Worten: Würde bei 500 ° "die
Selbstzündung einsetzen, so wird bei Kaltwasser kühlung ein höherer Druck erforderlich,
um die Selbstzündung zu erreichen, als wenn , man adiabatisch komprimiert.
Würde rn_an nun die Mäntel statt mit Wasser von 20° mit einer Kühlflüssigkeit
durchströmen lassen, deren Temperatur sehr hoch läge, es möge der extreme Fall angenommen
werden, daß diese Temperatur über 500 ° läge, so wird die Kompressionskurve
verlaufen von I nach VI, wie punktiert gezeichnet.
* Da nun durch die Wandungen des Zylinders des Luftkompressors. Wärme zugeführt wird,
so wird der Kompressionsdruck, bei welchem die Selbstzündungstemperatur eines Brennstoffluftgemisches von 500° erreicht wird, tiefer
liegen, wie bei adiabatischer Kompression, also tiefer wie der Druck χ sein. Der Druck
möge mit y bezeichnet werden. Dieser Druck wird um so niedriger sein, je heißer das Kühlmittel
durch die Kühlmäntel fließt. ■
Des ferneren könnte man aber auch Luft oder ein Brennstoffluftgemisch schon vor dem
Eintritt in den Zylinder an dem heißen Kühlmittel
auf eine bestimmte Temperatur, vorwärmen, entsprechend Patent 302450, beispielsweise
auf die Temperatur 200 ° im Punkte II. Verdichtet man dieses vorgewärmte Gemisch,
so wird die Temperatur von 500 ° bereits bei dem geringen' Druck ζ im Punkte VII er-.
· .. reicht sein. ...
Mit anderen Worten: Wenn die Temperatur von 5000 die Selbstzündungstemperatur eines
Brennstoffluftgemisches darstellt, so wird man es in der Hand haben, den Druck für diese
Selbstzündungstemperatur herabzusetzen, einerseits, indem man die Zylindermäntel mit sehr
hoher Temperatur kühlt, anderseits, indem man die Luft oder das Gemisch an der heißen
Kühlflüssigkeit schön außerhalb des Zylinders
im Sinne des Patentes 302450 vorwärmt.
Die, Verhältnisse sind bei Verbrennungsmaschinen nicht ganz so wie bei Luftkompressoren.
Sie verschieben sich naturgemäß in gewissen Grenzen, beispielsweise durch das
Nachströmen der Wärme, welche die Zylinderwandungen im Augenblick der Verbrennung,
aufgenommen haben und die sie in den anderen Hubphasen wieder, teils an das Kühlmittel,
teils an das Gemisch abgeben. Immerhin hat man es in der Hand, innerhalb beliebiger
Temperaturzonen am heißen, schwersiedenden Kühlmittel nicht nur die Luft oder
das Gemisch entsprechend Patent 302450 außerhalb des Zylinders auf ganz bestimmte
. Anfangstemperatur durch Abwärme .vorzuwärmen, sondern auch die Wandungen der
Verbrennungskraftmaschine durch das heiße Kühlmittel innerhalb bestimmt gewollter
Grenzen, während gewisser . Phasen des Prozesses, so zu beeinflussen, daß Wärme an die
Luft oder an das Gemisch vom Kühlmittel in den . Verbrennungsraum abgegeben wird,
so daß der Zünddruck je nach der Einstellung der Wärmeabgabe in beliebiger Begrenzung
reguliert werden kann. Das heiße Kühlmittel gestattet also sowohl außerhalb wie innerhalb
des Zylinders Brennstoff oder das Gemisch in beliebigen Grenzen vorzuwärmen und somit
den Zünddruck in beliebigen Grenzen zu verändern. .
Man hat es also in der Hand,- ζ. Β. Explosionsmaschinen
zu konstruieren, die bei einem verhältnismäßig geringen Zünddruck an einem bestimmt- gewollten Punkte der
Kompression die Selbstzündung ergeben. Man kann bei diesen Explosionsmaschinen ganz
willkürlich durch Veränderung der Kühlmitteltemperatur Frühzündung oder Spätzündung
erzielen, ohne daß man dazu irgendwelcher. Zündkerzen benötigte. Des - ferneren kann
man bei Gleichdruckmotoren erreichen, daß schon bei verhältnismäßig . niedrigem Druck
der eingeführte Brennstoff sich entzündet. Daraus ergeben sich verhältnismäßig leicht
gebaute Gleichdruckmaschinen (Dieselmaschinen).
Würde man bei diesen Gleichdruckmaschinen
schwersiedende Brennstoffe am heißen Kühlmittel, welches beispielsweise 300 ° haben
kann, bis fast an ihren Siedepunkt, wiederum auf konstante hohe Temperatur — im Sinne
des Hauptpatents τ— vorwärmen, so erzielt
man dadurch eine verhältnismäßig schnelle Verbrennung bei geringstem Luftüberschuß
und dem Fortfall der unangenehmen Ölkohlen- und Rußbildung. (Kolben und Zylinderdeckel
bleiben also metallisch blank und eine Veränderung der Kompressionsräume erscheint
ausgeschlossen.)
Infolge des geringen Luftüberschusses ist auch, hier naturgemäß eine Leistungserhöhung
die unmittelbare Folge.
Da man die Temperatur des heißen Kühlmittels in beliebigen Grenzen regulieren kann,
so kann man sowohl die Luft als auch die Wandungen des Motors durch das heiße Kühlmittel auf eine solch hohe Temperatur
bringen oder halten, daß diese Temperatur gleich ist dem Siedepunkt des zur Verbrennung
kommenden Brennstoffs oder sogar höher liegt wie dieser Siedepunkt. Dies erbringt wiederum
eine weitere Verbesserung des Verbrennungsprozesses, wie an einem einfachen Beispiel
erläutert werden mag. iao
Es möge in einer Ölmaschine ein Brennstoff Anwendung finden, dessen Siedepunkt bei
ΐόο° liegen möge. Wird dieser Brennstoff
durch die bekannten Spritzvergaser fein zerstäubt und in einen kaltgekühlten Zylinder
eingeführt, -so liegt die Gefahr vor, daß sich an den kaltgekühlten , Zylinderwandungen,
namentlich beim Anlassen, der nur zerstäubte
Brennstoff wieder zu größeren Tropfen kondensiert, was namentlich die Zündkerzen ungünstig
beeinflußt, sich aber besonders bei
ίο der Verbrennung durch das Nach verdampfen
dieser Tropfen ungünstig bemerkbar macht. Sobald man jedoch die Wandungen mit einem
schwersiedenden Wärmeträger kühlt, bei einer Temperatur, die höher liegt wie der Siedepunkt
des Brennstoffs, beispielsweise mit 200", so wird sich der zerstäubte Brennstoff nirgendwo
tropfenförmig niederschlagen können, im Gegenteil, er wird überall verdampfen.
Diese Verdampfung wird noch- wesentlich begünstigt, wenn man nach Art des Patentes
302450 ebenfalls die Luft auf eine bestimmte Temperatur vorwärmt, die auch
an oder über dem Siedepunkt des Zur Verwendung kommenden Brennstoffs liegen soll.
(Bei komplizierten Brennstoffen wird man mindestens die leicht siedenden Bestandteile
vergasen.) ;
Führt man in derartig, sowohl in' den Mänteln, wie auch in der Luft beheizte
Zylinder zerstäubten Brennstoff ein, so wird dieser sich nirgendwo tropfenförmig niederschlagen
können, die heißen Dämpfe werden begierig von der Luft aufgesaugt, sie diffundieren
an derselben restlos und eine vorzügliche Zündung oder Selbstzündung mit restloser
Verbrennung ist die Folge.
Bei Dieselmaschinen kann man schon beim Anlassen den Zünddruck wesentlich herab setzen,
wenn man Vorräte heißer Kühlflüssigkeit in isolierten Behältern aufspeichert, mit
denen man beim Anlassen sowohl die Zylinder als auch Luft und Brennstoff hoch vorwärmt.
Claims (2)
1. Arbeitsverfahren für Verbrennungen kraftmaschinen, welche durch schwer siedende
Kühlmittel im Kreislauf gekühlt werden, nach Art des Patentes 302450, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft oder
das Brennstoffluftgemisch im Zylinder, während der Ansauge- und Verdichtungsperiode durch das Kühlmittel auf eine
bestimmte Temperatur vorgewärmt werden, so daß eine Verlegung des Zünddruckes (innerhalb gewollter Grenzen) erreicht wird,
2. Arbeitsverfähren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft und
(oder)· die Wandungen des Motors durch das heiße Kühlmittel auf eine Temperatur
gebracht werden, die gleich oder höher ist wie diejenige, die der Siedetemperatur
des zur Verwendung kommenden Brennstoffs entspricht, so daß dieser Brennstoff
im Verbrennungsraum sich nicht tropfenförmig niederschlagen kann. . '
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE306418C true DE306418C (de) |
Family
ID=559843
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT306418D Active DE306418C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE306418C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0928369A4 (de) * | 1996-08-23 | 2000-09-13 | Cummins Engine Co Inc | Gemischverdichtende dieselbrennkraftmaschine mit optimaler verbrennungsregelung |
-
0
- DE DENDAT306418D patent/DE306418C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0928369A4 (de) * | 1996-08-23 | 2000-09-13 | Cummins Engine Co Inc | Gemischverdichtende dieselbrennkraftmaschine mit optimaler verbrennungsregelung |
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