DE306475C - - Google Patents

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DE306475C
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gun cartridge
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/26Cartridge cases
    • F42B5/28Cartridge cases of metal, i.e. the cartridge-case tube is of metal
    • F42B5/285Cartridge cases of metal, i.e. the cartridge-case tube is of metal formed by assembling several elements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 23. FEBRUAR 1920
REICHSPATENTA^T
PATENTSCHl
- JH.i306475 '. KLASSE 72 d
Die beständige Verteuerung und der Mangel des. Kupfermaterials hat bei der Herstel-
. lung der Geschützpatronenhülsen anfänglich dazu geführt, daß die Teile der Patronenhülse (der den Geschoßkörper aufnehmende Zylindermantel und der denselben unten abschließende und die Zünderschraube aufnehmende Boden) nicht mehr, wie früher üblich, aus einem einheitlichen Stück, sondern der
ίο Mantelteil (aus dünnem Messingblech) und
der stärkere Bodenteil je für sich hergestellt" wurden, wobei der kostspieligere Bodenteil,
. der. Formveränderungen nicht ausgesetzt ist, wiederholt -verwendet werden konnte, während der Mantelteil ebenfalls leicht wiederherstellbär war, und dessen Ersatz sich gegebenenfalls wesentlich billiger stellte als der der ganzen, einheitlichen Patronenhülse.
Der reißend zunehmende Kupfermangel bot jedoch zu dem weiteren Bestreben Veranlassung, das Kupfer im allgemeinen durch ein anderes, billigeres Material, in erster Reihe durch Eisen (Stahl), zu ersetzen. Da das Eisen, entgegen dem zäheren, dehnbareren und elastischeren Messing, an und für sich nicht geeignet ist, denjenigen Ansprüchen zu entsprechen, welche seitens der artilleristischen Praxis an die \ Geschützpatronenriülsen gestellt werden, trachtete man, durch besondere
30· bauliche Ausbildung: der aus Eisen hergestellten Patronenhülsen teile den Mängeln abzuhelfen. Mit den bisherigen Lösungen der Aufgabe ist es jedoch nicht gelungen, die fraglichen Erfordernisse, von denen die nachstehenden die wichtigsten sind, mit Erfolg zu befriedigen.
1. Die Hülse soll sowohl entlang des Mantels als auch bei der Verbindung mit dem Bodenteil mit der Geschützwand vollkommen verläßlich abdichten.
2. Die Hülse soll nach dem Schuß aus dem Geschützrohr unbehindert entfernt werden können, sie darf also im Geschützrohr nicht festklemmen; diö Vorbedingung hierfür besteht darin, daß, nachdem sich .das Geschützrohr und die Patronenhülse beim Schuß in einem gewissen Maße erweitern, nach dem Schuß aber sich wieder zusammenziehen, diese Zusammenziehung bei der Hülse mit größerer Elastizität erfolgte als beim Geschützrohr; dieser Bedingung entspricht aber das.Eisenmaterial an und iür sich nicht.
3. Der Mahtelkörper soll den in das offene Ende gepreßten Geschoßkörper mit entsprechender Festigkeit, Elastizität und möglichst abdichtend umfassen.
Nachdem für Eisenhülsen die bei Messing-. hülsen gebräuchliche Herstellungsart (Ziehen oder Pressen .eines stärkeren Arbeitsstückes zu einer dünnen Hülse) mit Erfolg' nicht anwendbar ist, wurden die Eisenmäntel aus fertigem .Eisenblech von erforderlicher Stärke zu Zylindern gebogen, und da außerdem das Verlöten an den. Stößfugen des zusammengebogenen Bleches aus verschiedenen Gründen (verschiedene Ausdehnung .und Elastizität usw.) zu vermeiden ist, würde unter anderem vorgeschlagen, den Mantelteil aus zweimal um je über 360° gewickeltem Blech herzustellen. Mit einer derartigen Hülse, bei welcher an den Stoßfugen behufs entsprechender Abdichtung dreifache, an den übrigen Stellen aber
zweifache Blechschichten vorhanden sind, und bei welcher aus diesem Grunde z. B. die- Verbindung mit dem Bodenteil nur durch eine eigenartige, verhältnismäßig komplizierte und nicht gut abdichtende Ausbildung des Bodenteiles erreicht werden konnte, war es unmöglich, den oben angeführten Erfordernissen in genügendem Maße gerecht zu werden.
Gemäß vorliegender Erfindung wird nun ίο ein nach jeder Richtung befriedigender Err folg dadurch erreicht, daß man den Mantelteil der Patronenhülse aus zwei, z. B. aus Stahlblech, einfach zusammengebogenen besonderen Zylindern herstellt, die man derart ineinander steckt, daß sie die Stoßfugen (außen und innen) gegenseitig, decken. Hierdurch wird es ermöglicht, das untere Ende der Zylinder auf die unten beschriebene Weise derart auszubilden, daß unter Beibehaltung des gebräuchlichen Hülsenbodens einfacher Ausbildung eine vollkommen abdichtende und gegen das Festklemmen im Geschützrohre genügende Elastizität besitzende Verbindung zwischen dem Hülsenboden und dem Mantelteil hergestellt werden kann; wobei auch den obenerwähnten weiteren Erfordernissen vollkommen Genüge geleistet wird.
Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsformen der Patronenhülse gemäß der Erfindung dargestellt.
Fig. ι veranschaulicht eine Ausführungsform im Längsschnitt.
Fig. 2 ist ein Querschnitt des Mantelteiles. Fig. 3 und 4 veranschaulichen den Mantelteil einer zweiten Ausführungsform in Ansicht bzw. Draufsicht.
Fig. 5 zeigt in größerem Maßstabe den unteren Teil einer weiteren Ausführungsform ohne Bodenteil in Ansicht.
Fig. 6 veranschaulicht dieselbe Ausführungsform mit dem Boden teil vereinigt.
Gemäß Fig. 1 und 2 sind zwei aus Stahlblech unter Belassung einer Stoßfuge gebogene Zylindermäntel .1, 2 derart ineinander geschoben, daß, wie aus Fig. 2 ersichtlich, die Stoßfuge 7 des Zylinders 1 durch den Zylinder 2 (von innen), die Stoßfuge 7' des letzteren aber durch den Zylinder 1 (von außen) überdeckt wird. Auf diese Weise findet sich überall mit Ausnahme der verhältnismäßig engen Stoßfuge eine gleichmäßige (doppelte) Schichtenstärke, wodurch — nebst entsprechender Elastizität und Abdichtung des Zylinderkörpers selbst — ermöglicht wird, ihn unter Anwendung des gebräuchlichen einfachen (gemäß vorliegendem Beispiel aus Eisen hergestellten) Hülsenbodens mit dem Bodenstück in entsprechend abdichtende und dabei elastische Formänderungen gestattende Verbindung zu bringen, welche zweckmäßig bei allen Ausführungsformen in nachstehender Weise hergestellt wird.
Die auf die obere Fläche des Bodens 3 aufliegenden unteren Enden beider Zylinder 1, 2 sind mit bis an den Rand der mittleren Öffnung reichenden radialen Ausschnitten 6 und 6' versehen (Fig. 3, 4 und 5); die unteren Enden der in die Ebene entfalteten Zylinder gleichen einer Zahnstange. Dabei ist die Anordnung eine derartige, daß die zwischen je. zwei Ausschnitten befindlichen Sektoren (Zähne) des einen Zylinders die Ausschnitte des anderen decken. Es ist klar, daß diese Ausschnitte das Biegen der unteren Enden der Eisenzylinder in die veranschaulichte Form erleichtern und eine entsprechende Elastizität bewirken. In das untere Ende des inneren Zylinders 2 wird zweckmäßig noch der tellerförmige, gleichartig gekrümmte Liderungseinsatz 4 eingesetzt und dann das Ganze mittels einer von oben eingesetzten und am unteren Rande abzubiegenden (die nicht veranschaulichte Zündschraube aufnehmenden) Niete 5 vereinigt, und zwar dermaßen, daß die Niete eine genügende feste Verbindung und Abdichtung sichert, außerdem die elastische Erweiterung und Zusammenziehung des Zylindermantels kurz nach dem Schusse gestattet. Der obere Teil des Zylinders 2 hat zweckmäßig eine etwas geringere lichte Weite, als der äußere Durchmesser des einzusetzenden Geschoßkörpers beträgt. Der Mantel soll also eine geringe Konizität (im nach oben verjüngten Sinne) besitzen,. damit der Geschoßkörper genügend elastisch gefaßt werde.
In Fig. 3 und 4 ist eine Ausführungsform veranschaulicht, bei welcher .die Quer- ■ schnittsform gemäß Fig. 2 nur bezüglich des unteren Teiles der Zylinder beibehalten ist, während oberhalb des Bodens die Stoßfuge 7 und (die gestrichelt gezeichnete) Stoßfuge 7' des einen oder beider Zylinder sich nach oben erweitert, d.h. die Zylinder besitzen z. B. V-förmige Ausschnitte. Dieser Ausschnitt kann am oberen Teil des Zylinders bis nahe an die Fuge des anderen Zylinders heranreichen, da es sich doch bloß darum handelt, daß die Fugen an der einen Seite gedeckt sind, während die am ganzen Umfange gleichmäßige Schichtenstärke nur unten bei der Verbindung mit dem Bodenteil erforderlich ist, um die mehrfach erwähnten Bedingungen zu erfüllen. Augenscheinlich- erreicht man zufolge der Ausschnitte 7, 7'. eine wesentliche Materialersparnis und Erhöhung der Elastizität.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 5 und 6 unterscheidet sich von jener gemäß Fig. 1 und 2 darin, daß das untere Ende des Zylinderkörpers gegen den Boden der Hülse einen
etwas größeren Durchmesser besitzt, derart, daß beim Aufpressen des Bodens die Stoßfuge sich am unteren Ende schließt (Fig. 6), oben aber sich elastisch öffnet, wobei von selbst eine dem Ausschnitte gemäß Fig. 3 ähnliche, j edoch einem kleineren spitzen Winkel entsprechende V-förmige Fuge entsteht. Dadurch wird einesteils unten eine noch engere (jedoch trotzdem genügend elastische) Verbindung, am oberen Ende des Zylinders aber eine erhöhte Elastizität erreicht. Dabei gibt man jedoch dem Mantel behufs der erwähnten elastischen Fassung des Geschoßkörpers gegenüber den übrigen Ausführungsformen ursprünglich eine etwas größere Konizität, so daß trotz der beim Aufpressen des Bodens erfolgenden relativen Erweiterung des Manteloberteiles dieser noch immer eine etwas geringere lichte Weite besitzt, als dem Durchmesser des Geschoßkörpers entspricht. Derselbe Zweck ist jedoch auch im allgemeinen ohne konische Ausbildung des Mantels erreichbar, derart, daß man das untere Mantelende mit einem größeren oder kleineren Krümmungshalbmesser ausbildet als die obere Fläche des Bodens, so daß beim Auf-
, schieben des Bodens zwischen den beiden Krümmungsflächen eine Fuge verbleibt, während beim Zusammenpressen, des Bodens und Mantels (zufolge des Einpressens des unteren Mantelendes in den Boden) der Mantel von selbst eine nach oben genügend verjüngte konische Form annimmt.
Die Einzelheiten der geschilderten Hülsen können naturgemäß vielfach geändert und in Kombination miteinander angewendet werden; auch kann der Gegenstand der Erfindung auf beliebiges geeignetes Material (ja sogar mit Rücksicht darauf, daß derselbe gegenüber der gebräuchlichen Art der Herstellung von Messinghülsen von verschiedenen Gesichtspunkten Erleichterungen bietet), gegebenenfalls auch auf Messing angewendet werden; auch können die beiden Zylinder aus verschiedenem Material erzeugt werden, ohne daß hierdurch das Wesen der Erfindung eine Änderung erleiden würde.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Geschützpatronenhülse, bei welcher der Bodenteil und der Mantelteil, je für sich hergestellt sind und die Wandung des Mantelteiles aus mehreren Lagen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantelteil der Hülse aus zwei aus Platten einfach unter Belassung einer Stoßfuge gebogenen, ineinander gesteckten Zylindern besteht, die gegenseitig die Stoßfugen (außen und innen) abdecken.
  2. 2. Geschützpatronenhülse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das an den Hülsenboden anschmiegend gebogene untere Ende der Zylinder mit Ausschnitten versehen ist.
  3. 3. Geschützpatronenhülse nach An-" spruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausschnitte des inneren Zylinders durch die zwischen den Ausschnitten liegenden Teile des äußeren Zylinders abgedeckt sind.
  4. 4. Geschützpatronenhülse nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel eines oder beider Zylinder mit nach oben divergierenden Ausschnitten versehen ist. . '
  5. 5. Geschützpatronenhülse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil des Ausschnittes des einen oder beider Zylinder bis in die Nähe der Stoßfuge oder des gleichartigen Aus-. schnittes des anderen Zylinders reicht.
  6. 6. Geschützpatronenhülse nach Anspruch ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Mantelteiles etwas größer ist als der-des Bodens, derart, daß unter dem Einflüsse . des aufgepreßten Bodens die Stoßfugen und die nach oben divergierenden Ausschnitte der Zylindermäntel unten zusammengezogen, oben aber elastisch erweitert werden, daß aber die ursprüngliche Konizität des Mantels eine derartige ist, daß trotz der relativen Erweiterung des oberen Mantelteiles dessen innere Lichte etwas kleiner bleibt als der Durchmesser des Geschoßkörpers. ,
    J. Geschützpatronenhülse nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des Zylindermantels und die Oberfläche des Bodenteiles versdhie.dene Krümmungsradien haben, derart, daß beim Zusammenpressen von Boden und Mantel dieser die Form eines nach oben verjüngten Kegels annimmt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2564695A (en) * 1949-01-13 1951-08-21 Jr Arthur C Johnson Plastic cartridge case and method of making same
US2823611A (en) * 1952-07-02 1958-02-18 Richard P Thayer Base for shell case
US5841063A (en) * 1994-03-10 1998-11-24 Bofors Ab Cased ammunition
WO2016051140A1 (en) * 2014-10-01 2016-04-07 Bae Systems Plc Cartridge casing

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