DE306529C - - Google Patents

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DE306529C
DE306529C DENDAT306529D DE306529DA DE306529C DE 306529 C DE306529 C DE 306529C DE NDAT306529 D DENDAT306529 D DE NDAT306529D DE 306529D A DE306529D A DE 306529DA DE 306529 C DE306529 C DE 306529C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/10Vegetable tanning

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

Pa te ν τ-An spru'ch:
Verfahren zur Gewinnung eines hochwertigen Gerbstoffes aus Fichtenrinde, da- e° durch gekennzeichnet, daß die Fichtenrinde vor dem Auslaugen in bekannter Weise mit einem bei etwa iooc C siedenden Lösungsmittel entharzt wird.

Claims (1)

  1. KAISERLICHES
    PATENTAMT.
    Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Gewinnung von hochwertigem Gerbstoff aus vorher in bekannter Weise entharzter Fichtenrinde. -
    Das Verfahren gemäß der Erfindung zeichnet sich durch seine Einfachheit uud Billigkeit aus, und ist der erhaltene Gerbstoff in jeder Richtung hochwertiger als der nach dea bisher bekannten Verfahren erhaltene.
    Bisher wurden die Gerbstoffe aus nicht entL harzter Fichtenrinde gewonnen. Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung wird jedocE die Rinde vorher entharzt.
    Die Erfindung besteht darin, daß die nach
    1S bekanntem Verfahren entharzte Fichtenrinde mit warmem Wasser ausgelaugt wird. Dieses Auslaugen wird zweckmäßig nach dem Gegenstromprinzip durchgeführt.
    Bei der Entharzung der Rinde ist es wesentlich, daß diese während des Extraktionsverfahreus durch Verdampfung des in ihr enthaltenen Wassers in bekannter Weise getrocknet wird. Um dies zu erreichen, muß das zur Entharzung verwendete Lösungsmittel — vorteilhaft Benzin — einen Siedepunkt von etwa iooc C aufweisen. Würde ein Lösungs-. mittel mit einem tiefer liegenden Siedepunkt verwendet, so würde der zur Austreibung des Lösungsmittels verwendete direkte Dampf mit dem noch in der Rinde befindlichen Wasser Gerbstoffe mitreißen. Andererseits darf der Siedepunkt des Lösungsmittels 100 ° C nicht viel übersteigen, weil sonst ein Teil des in der Fichtenrinde enthaltenen Gerbstoffes während "des Entharzungsprozesses in unlösliche Form übergeht.
    Aus diesen Gründen muß das Entharamgsverfahren auch ohne Druck durchgeführt werden und ist auch die Verwendung überhitzter Dämpfe des Lösungsmittels ausgeschlossen.
    Die auf diese Weise erhaltene entharzte und getrocknete Fichtenrinde läßt eine derart hohe Diffusionsgeschwindigkeit zn, daß diese, mit warmem Wasser aasgelaugt,. hochkonzen-. trierte Gerbstoffbrühea von xo bis 14° .Be ergibt. Gegenüber der nicht entharzten Fichienrinde ergibt sich bei Verarbeitung der entharzten eine Mehratisbeuie von etwa 1,5 Prozent Gerbstoff, was für. einen Extrakt tob etwa 230Be-ungefähr 6 Prozent entspricht.
    , Nach angestellten Versuchen Ist der aus "entharzter Fichtenrinde gewonnene Extrakt längere Zeit als der aus nicht entharzter Rinde erzeugte haltbar tiad gibt in dea sogenannten »Hängefarben« insbesondere für Oberleder weit bessere Gerforesuliate.
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