DE307670C - - Google Patents

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DE307670C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A19/00Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
    • F41A19/01Counting means indicating the number of shots fired

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description

Bei dem starken Munitionsverbrauch und den hohen Anforderungen, die im neuzeitlichen Kriege an das Artilleriegerät gestellt werden, ist es von Wert, eine genaue Übersieht über die Leistungen jedes einzelnen Geschützes durch Feststellung der Zahl der abgegebenen Schüsse zu haben, um damit sowohl den Munitionsverbrauch als auch die natürliche Abnutzung des Rohres festzustellen. Wenn auch diese Feststellungen bisher, und zwar von der Bedienung des Geschützes oder dem Geschützführer, bereits gemacht wurden, so waren dieselben,. doch, namentlich durch die im Kampfe gegebenen Verhältnisse, vielfachen Irrtümern und Störungen unterworfen und infolgedessen mangelhaft und unzuverlässig. Diesem Übelstand soll durch die nachstehend beschriebene Schußzählvorrichtung, welche sich an
ao jetlem Geschütz mit Rohrrücklauf anbringen läßt uhd vollständig automatisch, also ohne menschliches Zutun arbeitet, abgeholfen
' werden.
Zum Antrieb der Zählvorrichtung wird die beim Schießen durch den Rohrrücklauf entstehende Bewegung des Rohres ausgenutzt. Da dieselbe nur beim Schießen mit scharfer Munition stattfindet und das Rohr praktischerweise anders nicht bewegt werden kann, so ist dieser Antrieb unbedingt zuverlässig. Gleichzeitig ist aber durch die besondere Konstruktion der Zählvorrichtung auch dahin Fürsorge getroffen, daß dieselbe nicht auf irgendeine Weise, insbesondere nicht von Hand, verstellt werden kann. Zu diesem Zwecke ist die Einrichtung im wesentlichen aus zwei Organen zusammengesetzt, von denen das eine das Zählwerk für gewöhnlich sperrt und erst bei Beginn der Bewegung des Rohres freigibt, während das andere im weiteren Verlauf der Bewegung das Zählwerk selbst betätigt.
Die Einrichtung ist auf der Zeichnung in Fig. ι und 2 in zwei beispielsweisen Ausführungen veranschaulicht. An der Rohrwiege a des Geschützes ist seitlich, am besten rechts und am hintern, der Bedienung zugekehrten Teile derselben, das Zählwerk b angebracht. Dieses besteht gemäß Fig. 1. aus der Grundplatte c, auf welcher der Hubzähler d aufgeschraubt ist, der durch ein Hebelwerk e, f, g betätigt wird, welches seine Bewegung unter Vermittlung der Hubstange g durch einen an den seitlichen Schutzblechen zwischen den Rohrklauen angeschraubten Anschlag h erhält. Dieser Anschlag h besteht aus einer schiefen Ebene i, ' die bei der Rückwärtsbewegung des Rohres sich über die Hubstange g legt und diese niederdrückt, und ist so angebracht, daß er nicht schon bei Beginn, sondern erst im weiteren Verlauf der Bewegung auf die Hubstange g einwirkt, wodurch erreicht wird, daß die Zählvorrichtung nicht schon bei geringen Bewegungen des Rohres in Tätigkeit tritt. Andererseits darf der Anschlag h auch nicht so angebracht sein, daß er bei einer zufälligen Verkürzung des Rohrrücklaufes etwa außer Tätigkeit bleibt. Nachdem die schiefe Ebene i gewirkt hat, hält die wagerechte Lauffläche k die Hubstange g noch bis zur Umkehr der Bewegung nieder. Beim Vorgleiten des Rohres kehrt alsdann die Hubstange g unter Einwirkung

Claims (2)

der Feder / wieder in ihre Anfangsstellung zurück. Durch die geschilderte Anordnung des Antriebes \vird den Schwankungen in der Länge des Rohrrücklaufes Rechnung getragen, vor allen Dingen aber auch die anfänglich ziemlich heftige Bewegung des Rohres in eine ruhigere Antriebsbewegung verwandelt. Um ein unbefugtes oder zufälliges Verstellen der Zählvorrichtung zu verhindern, ist ίο an dem seitlichen Schutzblech zwischen den Rohrklaüen, unmittelbar hinter dem Zählwerk, ein weiterer Anschlag m angebracht, der mit seinem Bügel η unter das Zählwerk greift und im Ruhezustand ein Niederdrücken der Hubstange g unmöglich macht. Erst wenn beim Zurückgleiten des Rohres der Bügel η sich unter dem Zählwerk wegbewegt, wird die Hubstange g freigegeben und alsdann im weiteren Verlauf von dem Anschlag h niedergedrückt. Ist das Rohr wieder in seine Anfangslage zurückgekehrt, so sichert der Bügel η das Zählwerk von neuem gegen unbeabsichtigte Bewegung. Das Zählwerk selbst kann mit Vorteil ein sogenannter Doppelzähler sein, dessen obere Zahlenreihe bei ο bis 9999 oder 99999 zählt und sich dann zwangläufig wieder auf Null einstellt, während die untere Zahlenreihe bei p nur bis 999 zählt und jederzeit von Hand mittels eines Stellknopfes q auf Null zurückgestellt werden kann. Der obere Zähler gibt alsdann die Gesamtzahl aller aus einem Rohre verfeuerten Geschosse an, während der untere Zähler nur die in einem bestimmten Zeitabschnitte,' z. B. während eines Gefechtes, abgegebenen Schüsse vermerkt. Das Zählwerk kann anstatt fest angeschraubt auch leicht abnehmbar angeordnet sein, indem es mit schwalbenschwanzförmiger, in Führungsleisten einschiebbarei Grundplatte versehen und mit einer Verriegelungsvorrichtung ausgerüstet ist, die es vor unbeabsichtigter Verstellung in abgenommenem Zustande schützt. In dieser Form kann das Zählwerk alsdann auf größeren Märschen, um es vor Verschmutzung zu schützen, abgenommen und im Lafettenkasten mitgeführt werden. In Fig. 2 ist der der Einrichtung zugrunde liegende Gedanke auch noch in einer weiteren Ausführungsform dargestellt. Hier wird der Zähler d durch ein Zahnrad oder Zahnsegment g in Tätigkeit gesetzt, auf welches der als Zahnstange ausgebildete Anschlag h bei der Hin- und Herbewegung des Rohres einwirkt. An dem Zahnrad oder Zahnsegment g befindet sich ein Stift r, unter welchen im Ruhezustand der Anschlag m mit dem Bügel η greift und so eine Bewegung des Zahnrades oder Zahnsegmentes g im Sinne der Pfeilrichtung, in welcher ein Fortrücken des Zählers erfolgt, verhindert. Bewegt sich bei Beginn des Rohrrücklaufes der Bügel η unter dem Stift r fort, so wird das Zählwerk freigegeben und alsdann im weiteren \^erlauf der Rückwärtsbewegung des Rohres unter dem Einfluß des Anschlages h um eine Stelle weitergerückt. Bei Rückkehr des Rohres in seine Anfangslage legt sich der Bügel η wieder unter den Stift r und sichert den Zähler von neuem gegen unbeabsichtigtes .Fortrücken. Pate ν τ-An Sprüche:
1. Schußzählvorrichtung an Geschützen mit Rohrrücklauf, dadurch gekennzeichnet, daß das Zählwerk unbeweglich an beim Schießen feststehenden Teilen des Geschützes angebracht ist und durch das sich beim Schießen bewegende Rohr fortgeschaltet wird.
2. Schußzähl vorrichtung an Geschützen mit Rohrrücklauf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem sich be-.wegenden Rohre ein Organ (m) angebracht ist, welches für gewöhnlich die Verstellung des Zählwerkes verhindert und nur während der Bewegung des Rohres die Zählvorrichtung zur Fortschaltung freigibt.
■3. Schußzählvorrichtung an Geschützen mit Rohrrücklauf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fortschaltung des Zählwerkes durch einen Anschlag (K) erfolgt, welcher aus einer schiefen Ebene (ϊ) und einer Lauffläche (k) besteht, wobei die erstere den Zählerhebel niederdrückt und.die letztere ihn.in der niedergedrückten Lage" hält, und der an dem sich bewegenden Rohre so angebracht ist, daß die Einwirkung auf das Zählwerk vermittels der schiefen Ebene (i) erst im letzten Teile der Rückwärtsbewegung des Rohres stattfindet, während durch die Längenabmessung der Lauffläche (k) Schwankungen in der Länge des Rohrrücklaufes ausgeglichen werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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