DE307731C - - Google Patents

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DE307731C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B9/00—Other mechanical treatment of natural fibrous or filamentary material to obtain fibres or filaments

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)

Description

Die Verwertung der Typhafaser für Textil-
zwecke ist bereits vorgeschlagen worden, ferner ist bei Pflanzen ganz anderer Art auch das Wurzelende bereits zur Gewinnung verspinnbarer Jutefasern herangezogen worden.
Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der starken, langfaserigen Gefäßbündel aus dem Innern der Typha-Rhizome. Diese langfaserigen Gefäßbündel, welche in dem Kern
ίο der Typha-Rhizome (nicht in den eigentlichen Wurzelenden) feste Stränge bilden, werden auf mechanischem Wege darch Zerpressen der etwa 2 cm starken Typha-Rhizome gewonnen.
Die aus dem Rhizom gewonnenen derben, etwa x/4 mm starken und bis 50 cm langen Fasern unterscheiden sich schon durch ihre Abmessungen und ihre große Festigkeit von den außerordentlich zarten Typhastengelfasern, sie können für Gespinste, welche sonst ähnlieh aus Hanf oder Brennesselfasern hergestellt werden, verwandt werden.
Eine Ausführungsform des Herstellungsverfahrens der Schilffaserwurzeln ist folgende:
Die vorliegenden Fasern werden aus dem Wurzelstocke des Schilfes gewonnen. Es ist der wagerecht liegende Teil, der eine Staude mit der anderen verbindet. Diese Wurzel darf nicht mehr jung, muß aber noch lebensfähig sein. Sie ist im Durchschnitt x/2 m lang
und 2 cm dick. Die feinen Fasern liegen als ι cm dicker Strang in der Mitte und sind von weißem Mark eingehüllt und werden außen von einer festeren, bartartigen Hülle umschlossen.
Zur Gewinnung der Fasern werden die Wurzeln aus dem Wasser gezogen. Sodann werden alle dicken Knoten abgeschnitten und hiernach die Wurzeln in feuchtem Zustande einzeln in. möglichst lotrechter Richtung durch eine Haferquetsche o. dgl. gezogen.
Die Wurzel wird hierdurch breit gedrückt und durch die schneller lauf ende, geriefte Walze der Quetsche auf der einen Seite quer gerissen. . .
Diese gerissene Seite wird durch kräftiges, jedoch vorsichtiges Überstreifen mit dem Daumen abgelöst, so daß der Fadenstrang ziemlich frei liegt. Dieser wird nun vorsichtig an einem Ende gelöst und herausgezogen. Zur Verrichtung dieser Arbeit können Frauen zugezogen werden. Die Fäden werden dreimal in nicht zu starke Bündel gebunden und dann in Wasser durch Spülen und Auspressen gründlich ausgewaschen, um sie vollständig von dem anhaftenden Mark zu befreien. Das Mark, das ganz feinkörnig, ähnlich wie Kartoffelmehl, an Fäden haftet, ist leicht zu beseitigen. Die Fäden werden nun aufgehängt und an der Luft getrocknet. In diesem Zustande können sie zur weiteren maschinellen Verarbeitung zum Verkaufe gelangen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Gespinstfasern und Gespinsten aus Typhafasern, dadurch gekennzeichnet, daß die langfaserigen Gefäßbündel aus dem Innern der Typha-Rhizome allein oder in Verbindung mit anderen Fasern verwendet werden.
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