DE307823C - - Google Patents

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DE307823C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/60Artificial legs or feet or parts thereof

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Transplantation (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Cardiology (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Prostheses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 307823 KLASSE 3Od. GRUPPE
ANTON BISCHOF in NÜRNBERG.
Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gliedern.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Mai 1917 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur ,Herstellung von künstlichen Gliedern jeder Art. Bekanntlich wird nach dem jetzigen umständlichen Verfahren das verlorengegangene Glied einer Zeichnung des vorhandenen Gliedes bzw. einem Gipsabguß dieses Gliedes nachgebildet. Daher ist diese Ausführung, abgesehen davon, daß hierzu sehr geschickte Arbeiter notwendig sind, zeitraubend
ίο und kostspielig.
Die Herstellung von künstlichen Gliedern nach dem vorliegenden Verfahren wird wesentlich vereinfacht.
Das gesunde Glied wird wie bei bekannten Verfahren mit Gipsbandagen sorgfältig umlegt bzw. umwickelt und abgeformt. Nachdem diese erstarrte Gipshülle abgenommen worden ist, wird in die hohle Röhre in der Längsrichtung ein Eisen- oder Holzstab eingeschoben und ein Gipskernstück hergestellt. Nach Entfernung der äußeren Hülle ergibt sich ein genauer Abguß von dem vorliegenden Glied.
Will man z. B. von dem rechten Modell eines Beines ein linkes Kunstbein herstellen, so wird nach der vorliegenden Erfindung nachstehend verfahren:
Zuerst wird der Stab aus dem Kernstück herausgezogen, dann wird das Kernstück auf einer Bandsäge in viele 4 bis 7 mm starke Scheiben im Querschnitt zur Längsachse der Reihe nach durchschnitten. Die abgeschnittenen Scheiben werden umgelegt und in der Reihenfolge auf den Eisenstab aufgeschoben.
Dies ist so zu verstehen, daß die obere Fläche einer jeden Scheibe nach unten gelegt wird.
Beim Aufsetzen der letzten Scheibe ergibt sich alsdann das entgegengesetzte Glied, in diesem Fall das linke Bein. Um die der Sägeblattstärke entsprechenden abgetrennten Zwischenräume zu ersetzen, werden runde Pappscheiben in Stärke des Sägeblattes zwischen jede Gipsscheibe gelegt und durch Klebstoff verbunden.
Die an dem Modell durch das Umlegen der Scheiben entstandenen Unebenheiten werden abgeschliffen. Hierauf wird dieses Modell in der Längsrichtung in der Weise zerschnitten, daß die gewonnenen Segmentstücke später einzeln als Keile aus der fertigen Umhüllung leicht herausgezogen werden können. Das Modell wird hierauf zusammengelegt und mit Geweben in beliebiger Anzahl von Lagen überzogen, bis die gewünschte Stärke erreicht ist.
Hierauf wird das Formstück in eine Lösung von Cellon getaucht bis die Masse das Gewebe durchdrungen hat. ' Alsdann wird das Formstück getrocknet und abgeschliffen und in eine Lösung von Syndetikon zum zweiten Mal getaucht und wieder getrocknet. Damit der Syndetikon, Leim o. dgl. wasserunlöslich gemacht wird, wird der letzte Anstrich mit einem Gerbstoff, bestehend aus Formol oder doppelchromsaurem Kali, bestrichen.
Nachdem diese Gerbschicht getrocknet ist, wird das Formstück mit einer letzten Gewebeauflage, Trikot o. dgl. überzogen und wiederum in Cellon oder eine sonstige Erstarrungsmasse getaucht.
Hierauf werden die Gipssegmente bzw. Gipskeile aus der äußeren, fest erstarrten Gewebehülle herausgezogen, und diese Hülle ergibt
ein genaues, sehr leichtes entgegengesetztes Ersatzglied von sehr hoher Festigkeit und Tragfähigkeit.

Claims (2)

  1. .Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gliedern, dadurch gekennzeichnet, . daß das Kernstück von dem Abguß eines ίο ; /vorhandenen Gliedes in" dünne Scheiben .·':■;::'/ quer zur Längsachse zerlegt wird, und daß zur Erlangung eines entgegengesetzten Kunstgliedes die abgeschnittenen' Scheiben umgelegt werden, derart, daß sie mit der oberen Fläche nach unten zu liegen kornmen.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gliedern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernstück zwecks leichter Herausnahme aus der fertigen Röhre in der Längsrichtung keilförmig zerschnitten wird.
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